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Veröffentlicht am 29.07.2021

Rezension: "Schreib mit!" von Adriana Popescu

Schreib mit! Das Schreibjournal für Schriftsteller*innen
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Autor/in: Adriana Popescu
Titel: Schreib mit!: Das Schreibjournal für Schriftstellerinnen
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 9783947738984

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, ...

Autor/in: Adriana Popescu
Titel: Schreib mit!: Das Schreibjournal für Schriftstellerinnen
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 9783947738984

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über den Vertrieb zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Schreib mit!
Da du hier bist, gehe ich davon aus, dass du dich schon eine kleine Weile mit dem Schreiben beschäftigst, vielleicht sogar mitten im Romanmanuskript sitzt, oder zumindest eine Idee hast, die du endlich auf Papier bringen willst.
Dieses Journal begleitet dich an jedem Schreibtag, verhilft dir zu einer Schreibroutine und liefert kleine Inspirationen, Motivation, sowie Platz für Reflexionen.

Buchtitel und Coverdesign
„Schreib mit!: Das Schreibjournal für Schriftsteller
innen“ beschreibt als Titel einen rein sachlichen Inhalt, denn es ist genau das was beschrieben wird und worum es in dem Buch gehen wird. Gleichzeitig ist es aber auch eine aktive Aufforderung zum Schreiben, die wahrscheinlich motivierend wirken soll. Gerade dieser motivierende Aspekt wurde für mich mit dem Cover aber schon direkt etwas runtergezogen, denn dieses ist nicht sonderlich auffällig. Vor allem würde ich dahinter aber nichts Kreatives erwarten, denn es ist eigentlich nur in verschiedenen Brauntönen, Weiß und Schwarz wellig gestreift. „Schreib mit!“ ist in Schreibschrift im oberen Bereich mittig platziert worden und soll wohl eine kreative Wirkung haben. Der Untertitel bzw. der Titelzusatz ist in einer Schreibmaschinenschriftart abgedruckt, was gleichzeitig künstlerisch, aber auch altmodisch auf mich wirkte.

Aufbau und Idee
Beginnen tut dieses Buch mit einem Brief der Autorin, die den Leser/Schreiberling begrüßt und auf ihre Idee hinter dem Schreibjournal eingeht. Danach folgen die Seiten, mit denen man letztendlich am eigenen Buch oder an der eigenen Geschichte arbeiten soll. Jede Seite ziert ein Motivationsspruch für den Tag und man kann allgemeine Angaben zum Tag, Schreibziel und zum Gesamtfortschritt des Projektes machen. Diese sollte man auf jeden Fall machen, bevor man mit dem Schreiben beginnt. Weiterhin wird man dazu angeregt, einen Rückblick auf die vergangenen Kapitel zu werfen und den vorangegangenen Tag zu bewerten. Sollte dieser Rückblick nicht so positiv verlaufen, gibt es extra Platz, um sich seine Zweifel von der Seele zu schreiben und daraufhin ein Tagesschreibziel festzulegen. Zum Abschluss der Reflexions- und Planungsphase gibt es noch für jeden Tag eine kleine Aufwärmübung, um leichter in den Schreibprozess hineinzufinden. Zwischen den ganzen Tagesseiten gibt es immer wieder eine Doppelseite mit Zitaten berühmter Schriftsteller und einer Schreibübung für Dialoge, die den Schreibprozess anregen und unterstützen könnten. Auf der letzten Seite gibt es zum Abschluss wieder einen kleinen Brief der Autorin an den Leser/Schreiberling.

Umsetzung
Generell wirbt dieses Schreibjournal damit, Unterstützung bei einem bereits angefangenen Manuskript zu leisten und sogar dann, wenn man bisher nur eine grobe Idee der Geschichte im Kopf hat. Ich zähle zu der letzten Kategorie, denn ich habe eine Idee in meinem Kopf, die sich immer weiter entwickelt, bisher aber noch nicht zu Papier gebracht worden ist, und war gespannt darauf, wie ich vielleicht mit diesem Journal arbeiten könnte. Ich sage bewusst ‚könnte‘, denn so wirklich direkt mit dem Journal konnte ich nicht arbeiten.
Für mich war es leider zu schwer einen Anfang zu finden, denn dieses Buch bietet leider keinerlei Platz zur direkten Entwicklung einzelner Ideen oder gar zur Erstellung verschiedener Charaktere o. Ä. Meiner Meinung nach sorgt dieses Buch mit seinem Aufbau und Inhalt nur für die Entwicklung einer Schreibroutine. Selbst durch die Zitate und Schreibübungen konnte ich nur wenig Inspiration und Motivation gewinnen, um mich wirklich Tag für Tag mit einem Eintrag zu beschäftigen. Generell muss ich leider sagen, dass ich es inhaltlich auch nicht sonderlich individuell ausgestaltet fand, denn es war strikt immer wieder dasselbe. Täglich warteten dieselben Fragen und auch die Schreibübungen waren immer nur für die Ausarbeitung eines Dialoges gedacht. Meine Kreativität konnte es auf diese Art und Weise nicht wirklich anregen, auch wenn einige der Dialogideen schon interessant oder auch lustig gewesen sind.
Neben der Entwicklung einer täglichen Schreibroutine bietet das Buch auch viel Platz für die Reflexion des eigenen Werks und um mit seinen Zweifeln beim Schreiben umzugehen. An sich ist das schön gedacht, allerdings vermute ich, dass es durch das tägliche Wiederholen auch zum Gegenteil kommen kann und man die eigene Story vielleicht zerdenkt und eher mehr Zweifel entwickelt als sich davon frei macht.
Auch von der Aufmachung her hat mich das Buch nicht sonderlich angezogen – angefragt hatte ich es nämlich wegen der Idee und des Klappentextes. Seite für Seite sieht gleich aus und auch das Äußere ist absolut kein Hingucker. Durch die dunklen Farben hebt es sich kaum von den modernen, aktuell meist sehr strahlenden, Covern ab. Im inneren des Buches gab es leider auch keinerlei Abbildungen oder anderweitige Gestaltung. Der eine mag das gut finden, da man beim Schreibprozess nicht abgelenkt werden kann, andererseits wirkt ein bisschen Ablenkung manchmal auch Wunder und führt zu ganz neuen Ideen – so zumindest meine Meinung.

Fazit
Ich hatte mir dieses Schreibjournal irgendwie anders vorgestellt – abwechslungsreicher & kreativer. Für eine stumpfe Routineeinhaltung und Überwachung der eigenen Arbeit ist es sicher okay, mir hat aber eindeutig etwas gefehlt.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 29.07.2021

Rezension: "Love Maker" von Kate Meader

Love Maker – Nach allen Regeln der Verführung
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Autor/in: Kate Meader
Titel: Love Maker: Nach allen Regeln der Verführung
Reihe/Band: Laws of Attraction, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Mai 2021
ISBN: B08LDTHHX5

Transparenz
Diese ...

Autor/in: Kate Meader
Titel: Love Maker: Nach allen Regeln der Verführung
Reihe/Band: Laws of Attraction, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Mai 2021
ISBN: B08LDTHHX5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Er hat klare Regeln – aber für die Liebe lohnt es sich, sie zu brechen
Scheidungsanwalt Lucas Wright hält sich an alle Vorschriften, und die wichtigste lautet, sich nie mit einem Klienten einzulassen. Doch gilt das auch für die Schwägerin eines Klienten? Lucas war sich immer sicher, dass bei der Wahl zwischen Liebe oder Pflicht zweifellos der Job gewinnen würde – bis er auf die wunderschöne, schlagkräftige Whisky-Expertin Trinity trifft, deren Schwester er im Auftrag seines Klienten eigentlich ruinieren soll. Je näher er Trinity kommt, desto schwieriger fällt es ihm, seine knallharten Prinzipien aufrechtzuerhalten. Denn die unwiderstehliche Anziehung zwischen ihnen bestätigt, dass die Liebe sich nicht an Regeln hält …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
„Love Maker“ ist in einer bunter Mischung verschiedenster rosafarbener Töne gekleidet, auf deren Fläche im Hintergrund kleine Lichtpunkte, wie in einer Disco, tanzen. Im oberen Bereich ist mittig der Titel in Lila abgedruckt. Eine äußerst stimmige Farbkombination, die mir wirklich sehr gefällt. Am unteren Rand sind zwei gefüllte Sektgläser abgebildet, die gerade miteinander anzustoßen scheinen. Das Cover strahlt einen förmlich an und versprüht ein klein bisschen Party-Stimmung – ich finde es sehr gelungen. Ach was, ich bin regelrecht in das Cover verliebt. ♥
Der Titel hat für mich irgendwie impliziert, dass sich in der Geschichte jemand sehr für die Liebe und Vertrauen ins Zeug legen muss. Auch vermute ich, dass beide Charaktere hart an sich arbeiten werden müssen, damit sie ihr Glück finden können. Aber ich lass mich mal überraschen, sind ja alles um nur Vermutungen, die ich anstelle, bevor ich die Geschichte lese.

Charaktere
Trinity Jones ist schlagfertig, aufgeweckt und kann einen ziemlich von den Socken hauen. Beruflich arbeitet sie als Whiskey-Sommelière, während sie in ihrer Freizeit sehr viel Zeit mit ihrem Neffen Chase verbringt. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Schwester und deren Kinder, die gerade in einem ziemlich bösen Scheidungskrieg stecken, und stellt ihr eigenes Leben immer und immer wieder hinten an.
Lucas Wright ist Scheidungsanwalt und Vorschriften bzw. Regeln sind für ihn das Wichtigste. Er ist gutaussehend, hat einen hohen IQ, ist lustig – und vertritt die gegnerische Seite im Scheidungsfall von Trinitys Familie. Er hat eine Zwillingsschwester, liebt Harry Potter und puzzelt gerne. Manchmal wirkt er ein wenig überheblich, aber wenn er seine Fußball-Kids trainiert oder den absoluten Spaßvogel mimt, fällt das alles von ihm ab.

Schreibstil und Handlung
Auch der zweite Band der „Laws of Attraction“-Reihe hatte wieder einen wundervoll flüssigen, locker und leichten Schreibstil, sodass man, mit ein wenig Zeit, die Geschichte sehr gut in einem weglesen könnte. Die Handlung wird in der ersten Person, abwechselnd aus den Perspektiven von Trinity und Lucas erzählt. Mit der gewählten Erzählweise konnte man einen sehr guten Eindruck von den Gedanken und Gefühlen der beiden nehmen und richtig mitfiebern.
Die Geschichte hatte generell einen sehr schön bunten Mix aus romantischen, humorvollen, erotischen und auch spannenden Momenten inne. Es war großartig altbekannte Charaktere wiederzutreffen und neue kennenzulernen. Mit dem Thema Scheidung ist ein sehr ernster Bereich angesprochen worden, in dessen Kombination auch die Auswirkungen auf die Familie sehr gut deutlich gemacht worden sind. Die Beziehungsentwicklung zwischen Trin und Lucas war sehr angenehm und nett mitzuverfolgen. Auch Lucas‘ Zwiespalt wegen des Interessenkonflikts bezüglich seiner Arbeit und seinen Gefühlen ist sehr überzeugend dargestellt worden und war gut nachzuvollziehen. Besonders gut gefallen hat mir, dass nicht nur einer der Protagonisten eine schwere Bürde zu tragen hatte und an sich arbeiten musste, sondern beide ihre Probleme hatten, mit denen sie arbeiten und sich entwickeln mussten – und das völlig unabhängig voneinander. Insgesamt war die Geschichte leichte Kost mit einem gewissen Ernst und somit perfekt für Zwischendurch.

Fazit
Eine lockere und unbeschwerte Geschichte, die einen tollen zweiten Band der „Laws of Attraction“-Reihe abgegeben hat. Großartige Charaktere, eine emotionale Geschichte und viel Humor – genau so, wie ich es liebe! Freue mich schon sehr auf den Abschlussband.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2021

Rezension: "Ein Wunsch in den Wellen" von Ella Thompson

Ein Wunsch in den Wellen - Stonebridge Island 1
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Autor/in: Ella Thompson
Titel: Ein Wunsch in den Wellen
Reihe/Band: Stonebridge Island, Band 1
Genre: Liebesroman
Erschienen: Mai 2021
ISBN: 978-3-453-58075-6

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Diese Rezension ...

Autor/in: Ella Thompson
Titel: Ein Wunsch in den Wellen
Reihe/Band: Stonebridge Island, Band 1
Genre: Liebesroman
Erschienen: Mai 2021
ISBN: 978-3-453-58075-6

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über das Random House Bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Auf dem Gestüt der Cooper-Schwestern werden Wünsche wahr
Abigail Cooper verabscheut Cameron Montgomery vom ersten Augenblick an, als er das Gestüt ihrer Familie betritt. Der reiche Erbe einer Hoteldynastie soll in den Silver Brook Stables auf Stonebridge Island Sozialstunden ableisten. Abigail, die zusammen mit ihren beiden Schwestern das Gestüt leitet und sich als Therapeutin für traumatisierte Kinder engagiert, hat weder Zeit noch Lust, sich um den neuen Mitarbeiter zu kümmern. Doch zu ihrer Überraschung ist Cameron nicht nur entsetzlich attraktiv, sondern auch noch ungemein charmant. Wenn da nur die Vorgeschichte nicht wäre, die ihn auf das Gestüt geführt hat …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Auf dem Cover erstreckt sich ein strahlend blauer Himmel vor einer kleinen malerischen Küste. Im Hintergrund ist eine kleine Insel mit einem verwaisten Leuchtturm auszumachen, während im Vordergrund in kleiner, etwas morsch wirkender, Holzsteg umgeben von grünen Sträuchern zu sehen, der geradewegs in wunderschönes blaues Wasser hineinführt.
„Ein Wunsch in den Wellen“ symbolisiert für mich eine Geschichte mit Entwicklung und auch Hoffnung, denn damit haben Wünsche meiner Ansicht nach meist zu tun. Die angesprochenen Wellen spielen wohl auf den Handlungsort, die kleine Insel ‚Stonebridge Island‘, der Geschichte an. Mehr Vermutungen oder Gedanken zur Titelwahl waren allerdings auch in Kombination mit dem Klappentext nicht möglich.

Charaktere
Abigail Cooper ist eine von drei Cooper-Schwestern und arbeitet auf der Insel als Therapeutin für traumatisierte oder behinderte Kinder. Früher hatte sie mal eine eigene Psychotherapie-Praxis, welche sie allerdings nach einem tragischen Ereignis, dass sie voller Schuldgefühle zurückgelassen hat, geschlossen und sie sich stattdessen der Pferdetherapie gewidmet hat. Abbi ist adoptiert, hat ein unglaublich gutes Verhältnis zu ihrer Familie und liebt diese über alles. Sie war mal verheiratet, allerdings hat diese Erfahrung sie dazu gebracht, teilweise äußerst stur und festgefahren in ihrer Einstellung und ihren Gedanken zu sein.
Cameron Montgomery ist der Erbe einer großen Hoteldynastie und steht mit seiner Familie auf Kriegsfuß. Aus diesem Grund werden ihm auch verschiedenste Dinge in die Schuhe geschoben, um ihn, zumindest zeitweise, loszuwerden. Die Einzige, die zu ihm steht, ist seine kleine Schwester. Zunächst machte er den Eindruck eines eingebildeten reichen Schnösels, der keine Ahnung von körperlicher Arbeit hat. Er war ein sehr glatter Charakter, dem man sich, für meine Begriffe, nur schwer annähern konnte.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Ella Thompson war sehr klar und angenehm. Im Großen und Ganzen ließ sich die Geschichte auch recht gut lesen, bis auf die Tatsache, dass einige Kapitel unglaublich lang ausformuliert waren. Meist waren dafür eine Menge Beschreibungen verantwortlich, die man besser gekürzt hätte, um den Leser nicht zu langweilen oder gar einzuschläfern. Teilweise hatte ich durch eben diese oft vorkommenden ausschweifenden Beschreibungen den Faden der Geschichte verloren oder konnte mich nicht zu 100% mehr auf das konzentrieren, was eigentlich gerade beschrieben worden ist. Als positiv empfand ich jedoch, dass trotz der allwissenden Erzählperspektive die Gefühle der Protagonisten sehr gut verständlich geworden sind.
Die Handlung bot ein sehr angenehmes Kleinstadtsetting mit den typischen Kleinstadt-Charakteren und einer Menge Klatsch und Tratsch. Und dann waren da natürlich noch Abigail und Cameron, die sich zu Beginn der Geschichte überhaupt nicht ausstehen konnte, und ihre jeweiligen Familien. Das Empfinden gegenseitiger Abscheu war der Start, danach folgte ein ständiges Hin und Her zwischen den beiden und wenig später entwickelte sich aus dem Ganzen auf einmal eine Art Beziehung. Mir persönlich ging das zu schnell und auch wenn die Gefühle und Gedanken der beiden deutlich geworden sind, wirkte diese Entwicklung teilweise etwas übereilt und unrealistisch.
Die Protagonisten selbst waren auch sehr kontrastreich angelegt. Während ich Abbi zu Beginn noch für die zugänglichere von beiden hielt, entwickelte sie sich über die Geschichte hinweg nur minimal, was ich als äußerst frustrierend empfand. Cameron hingegen, der erstmal ziemlich unnahbar gewirkt hat, war in seinen Handlungen gut nachzuvollziehen und hat mich letztendlich mit seinem Charakter noch positiv überrascht.
Ein weitaus größeres Problem war für mich allerdings die Tatsache, dass der Handlungsfokus des Buches nicht auf den Entwicklungen zwischen Abigail und Cameron lag, sondern viel mehr auf einer eigentlich im Hintergrund existierenden Nebengeschichte. Auch dieser Punkt hat wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Geschichte in die Länge gezogen hat. Am schlimmsten war allerdings, dass selbst die zu sehr im Vordergrund stehende Nebenhandlung nicht ausgeführt worden ist, sondern man am Ende mit einer Menge offener Fragen zurückgelassen wurde. Im Hinblick auf die dicke des Buches war dies ein echt frustrierender Moment, als ich diese Tatsache festgestellt habe.

Fazit
Ein mittelmäßiger erster Band, der aber trotzdem neugierig auf mehr Storys über die Cooper-Schwestern gemacht hat. Sollte Band 2 allerdings ähnlich verlaufen und so viele offene Fragen am Ende haben, werde ich die Reihe wohl nicht zu Ende lesen, dafür war die Geschichte dann doch nicht fesselnd genug.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2021

Rezension: "Speed my Heart" von Sarah Saxx

Speed My Heart
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Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Speed my Heart
Reihe/Band: Supercross Love, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juni 2021
ISBN: 978-3-95761-199-4

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Diese Rezension basiert auf einem ...

Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Speed my Heart
Reihe/Band: Supercross Love, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juni 2021
ISBN: 978-3-95761-199-4

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin und dem Verlag für eine Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Mae Headrick trifft bei einem Supercross-Event auf Eric Guyette, den heimlichen Favoriten der Meisterschaft. Dieser will sie zuerst nur ins Bett bekommen, um eine Wette gegen seinen Kontrahenten Domenic Ramos zu gewinnen. Doch bald merkt Eric, dass er sich mit Mae mehr vorstellen kann als nur eine Nacht. Auch in Mae wachsen die Gefühle für ihn – bis sie von dem Deal zwischen den beiden Gegnern erfährt. Dabei ist Erics Grund dafür äußerst ehrenwert …
Wird Eric es schaffen, Maes Vertrauen zurückzugewinnen, oder hat er auf einen Schlag alles verloren?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Nachdem der erste Band der Dilogie vollständig in verschiedenen Blautönen gehalten gewesen ist, wurde beim zweiten Band zur Farbe grün in verschiedenen Abstufungen gewechselt. Als besonderes Highlight haben wir auch bei „Speed my Heart“ wieder die weißen herausgestanzten bzw. hervorgehobenen Reifenspuren, die, wenn man beide Cover nebeneinanderlegt, ein ergänzendes Bild ergeben. Der Buchtitel prangt mittig auf dem Cover, während die Autorin am oberen Rand und der Verlag in der unteren linken Ecke genannt ist.
In Kombination mit dem Klappentext spielt „Speed my Heart“ als Titel wohl auf die schnelle Gefühlsentwicklung und die daraus entstehende Beziehung zwischen den Protagonisten Mae und Eric an. Zumindest ist dies die Vermutung, die ich rein aufgrund des Äußeren des Buches anstellen kann.

Charaktere
Mae Headrick studiert an der Universität auf Grundschullehramt und lebt mit ihren Anfang 20 immer noch im Hause ihrer Mutter, was sie teilweise ein wenig in ihrer persönlichen Entwicklung einschränkt. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, da dieser sich kurz nach ihrer Geburt aus dem Staub gemacht hat. Neben dem Studium trifft sie sich viel mit ihrer besten Freundin Jen oder arbeitet nebenher in einer kleinen Pizzeria. Da sie Aaron, dem besten Freund ihres Bruders, etwas schuldet, verpflichtet dieser sie, ihn auf verschiedene Supercross-Events zu begleiten, auch wenn sie keine Ahnung von dem Sport hat, geschweige denn ihn mag. Mae ist eine sehr direkte, offene und meist fröhliche Person, die man leicht ins Herz schließen kann.
Eric Guyette ist ein bekannter Supercross-Fahrer und wird bei der diesjährigen Weltmeisterschaft als Favorit gehändelt. Er steht in starker Konkurrenz zu Domenic Ramos, der ihn mit seinem provakanten Verhalten öfter zu hitzköpfigen Entscheidungen verleitet. Eric ist sehr ehrgeizig und immer auf Bestform bedacht. Außerdem ist er ein Frauenheld durch und durch, der nichts anbrennen lässt und auch noch nie auf eine feste Beziehung aus war. Diese Einstellung verleitet auch seine beste Freundin Brooke, Protagonistin aus Band 1 der Dilogie, ihm öfter mal den Kopf gerade zu rücken. Er ist ebenfalls ein sehr offener und direkter Charakter, der sich in seiner wenigen freien Zeit unglaublich gut um seine Familie kümmert, die gerade eine schwere Zeit durchzumachen scheint.

Schreibstil und Handlung
Auch bei diesem Buch hat Sarah Saxx‘ es wieder einmal geschafft, eine angenehme Atmosphäre heraufzubeschwören, intensive Gefühle zu beschreiben und eine gewisse Spannung einzufangen. Locker, leicht und flüssig war der Schreibstil, sodass man nur so durch die Seiten geflogen ist und die Geschichte kaum aus der Hand legen konnte. „Speed my Heart“ wird in der ersten Person, in abwechselnden Sichtweisen, der Protagonisten Mae und Eric erzählt. Die Autorin vereinte humorvolle und einfühlsame Szenen und rundete diese mit bildhaften Beschreibungen ab, sodass man sich als Leser alles sehr gut vorstellen konnte. Einzig ein wenig irritierend sie die Dialoge zwischen den Protagonisten gewesen, denn die Wortwahl war teilweise so formell, wie man es, bei Menschen, die gerade dabei sind sich besser kennen und auch lieben zu lernen, überhaupt nicht erwartet hätte. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich zu Beginn des Buches ein bisschen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte reinzukommen.
So schön der Schreibstil auch wieder gewesen ist hat mir die Handlung bei dieser Geschichte allerdings ein paar Probleme bereitet, über die ich nicht einfach so hinwegsehen oder sie gar ausblenden konnte. Angefangen bei der Wette, die bereits im Klappentext angesprochen wird – ich habe noch nie so etwas absolut Niveauloses gelesen und als man wusste, worum es bei dieser Wette konkret ging, waren jegliche Sympathien für Eric wie weggeblasen. Auch wenn er ehrenhafte Gründe für die Einwilligung hatte, waren sie mir nicht gut genug, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Diese ganze Wette empfand ich als äußerst abartig und absolut frauenverachtend. Leider konnte Eric, egal wie gut er sich auch entwickelt haben mag, diese Minuspunkte nicht wieder aufholen. Ein weiteres großes Thema, was in „Speed my Heart“ eine Rolle spielte, war das Zusammenspiel von Eifersucht und Vertrauen, auch im Hinblick auf ein bestimmtes Ereignis im letzten Drittel der Geschichte. Ich war regelrecht geschockt, dass kein Charakter wirklich in der Lage gewesen ist, irgendjemandem zu vertrauen, selbst dann nicht, wenn man ihn angeblich schon nach kurzer Zeit liebte. Ich vertrete die Einstellung, dass man nicht lieben kann, ohne zu vertrauen und da, am Beispiel der Geschichte, Mae Eric immer und immer wieder misstraut und sich alle möglichen Dinge zusammenspinnt, wirkte ihre ganze Beziehung auf mich wie eine Art Lüge. Auch Maes damit verbundene Eifersuchtsanfälle haben mich sehr schnell genervt, denn für mich zeugten sie von Unsicherheit, die vom Charakter her eigentlich nicht zu ihr gepasst haben. Generell war mir das Tempo der Beziehungsentwicklung zwischen Mae und Eric viel zu schnell. Sogar so schnell, dass ich aufkommende Gefühle zwischen den beiden so gut wie gar nicht ausmachen konnte. Einzig und allein präsent war die ganze Zeit eine sexuelle Spannung bzw. Anziehung, die für mich so stark überwogen hat, dass ich es sogar teilweise als unangenehm empfunden habe, ständig darüber zu lesen.
Positiv an der Handlung in „Speed my Heart“ fand ich auf jeden Fall die verschiedenen Einblicke in alle möglichen Situationen, wie z.B. in den Sport und Erics Trainingseinheiten, sein Privat- und Familienleben, genauso wie die Einblicke in Maes familiäre Situation und wie sie mit ihrer Mutter, ihrem Bruder oder auch ihrer besten Freundin umgeht. Man hatte sozusagen einen Rundumeinblick, bei dem man unglaublich viel über die Protagonisten erfahren und gleichzeitig auch lernen konnte. Auch das Ende hat mir recht gut gefallen, denn absolut alle in der Geschichte angesprochenen Thematiken sind vollends aufgelöst worden und haben einen nicht mit offenen Fragen zurückgelassen. Auch wenn es sehr viele zufällige Ereignisse gewesen sind, die am Ende zusammengespielt haben, was ein bisschen konstruiert gewirkt hat, war ich doch zufrieden mit der Auflösung. Auch wenn Eric durch die Wette meine Sympathien verloren hatte, möchte ich doch anmerken, dass er große Einsicht gezeigt und stark an seinem Verhalten gearbeitet hat, um ein besserer Mann zu werden, sodass ich auch ihm zum Ende hin einen kleinen Platz in meinem Herzen überlassen konnte.

Fazit
Während ich bei Band 1 der „Supercross Love“-Dilogie leider Probleme mit der Protagonistin hatte, hatte ich sie bei Band 2 leider mit der Handlung. Für mich sind diese beiden Bücher eindeutig nicht die besten der Autorin, bewegen sich allerdings immer noch im guten mittleren Bereich.

Bewertung: 3,5 / von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2021

Rezension: "EVER" von Nikola Hotel

Ever – Wann immer du mich berührst
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Autor/in: Nikola Hotel
Titel: EVER: Wann immer du mich berührst
Reihe/Band: Paper Love, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-499-00576-3

Transparenz
Diese Rezension ...

Autor/in: Nikola Hotel
Titel: EVER: Wann immer du mich berührst
Reihe/Band: Paper Love, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-499-00576-3

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Liebe wird aus Mut gemacht!
Verletzt. Verängstigt. Verloren. So fühlt Abbi sich momentan. Sie will einfach nur nach Hause, weg aus der Rehaklinik, wo sie nach einem schlimmen Autounfall wieder laufen lernen soll. Nur macht sie keine Fortschritte. Überhaupt keine. Abbi hat seit dem Unfall panische Angst vor Schmerzen, und die Therapie verläuft dementsprechend schlecht – bis sie einen neuen Physiotherapeuten bekommt.
David Rivers ist noch Student, aber mit seiner geduldigen, sanften Art dringt er zu ihr durch. Wann immer er sie berührt, verfliegt ihre Angst. Sie fühlt sich sicher. Doch das ist sie nicht. Denn David kennt ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zerreißen könnte …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Der Untergrund des Covers von „EVER: Wann immer du mich berührst“ wirkt wie zerknittertes Papier. Im Vordergrund scheint in einer etwa mittelgroßen rötlichen Wasserlache ein Origami-Kranich zu sitzen, während darunter in einem schimmernden Farbton der Titel samt Untertitel der Geschichte herausgeprägt ist. Der Name der Autorin, in diesem Fall Nikola Hotel, ist am oberen Rand des Covers platziert.
Der Titel selbst klang für mich direkt sehr emotional und berührend. Ich verband mit ihm intensive Gefühle und war sehr gespannt auf die Story, denn allein vom Äußeren konnte man noch nicht allzu viel erahnen.
Besonders hervorheben möchte ich bei diesem Buch noch die Innengestaltung, denn wer an der rechten unteren Ecke ein Daumenkino startet, den erwarten ein paar über die Seiten fliegende Origami-Kraniche.

Charaktere
Abigail Hayden ist 21 Jahre alt und befindet sich gerade in Reha nach einem schweren Autounfall um wieder Laufen zu lernen. Am entsprechenden Abend hatte sie sich von ihrem Freund getrennt und nun hat sie, bis auf ihre beste Freundin Willow, niemanden der für sie da ist. Sie fühlt sich einsam und allein, hat unglaublich großes Heimweh und will einfach nur keine Schmerzen mehr haben. Ihr Vater ist der Besitzer eine großen Papier-Firma, während er gleichzeitig für den Kongress kandidiert. Ihrer Mutter ist nur der Schein nach außen wichtig, weshalb deutlich ist, dass Abbi selbst leider viel zu kurz im Familienleben kommt.
Daniel Rivers, 23 Jahre alt, studiert und arbeitet nebenbei als Physiotherapeut. Sein Leben ist nicht sonderlich einfach, denn seine Mutter ist gerade erst gestorben, seine Schwester Jane ist eine aktuell genesene Krebspatientin und sie sind nahezu mittellos. Er trägt eine Menge Wut in sich, hat viele kleinere und größere Geheimnisse, um andere zu schützen, und trotzdem ein großes und gutes Herz. In seiner wenig vorhandenen Freizeit trainiert er mit seinem Freund Noah Calisthenics.

Schreibstil und Handlung
Ich liebe den Schreibstil von Nikola Hotel einfach. Sie hat eine wundervolle Art Gefühle und Emotionen auszudrücken und in Kombination mit ihrem generell sehr lockeren, leichten und flüssigem Schreibstil konnte sie mich wieder einmal sehr gut in ihren Bann ziehen. „EVER“ ist in der ersten Person aus abwechselnden Sichtweisen der Protagonisten Abbi und David erzählt. Die gewählte Erzählperspektive sorgte dafür, dass man einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Gedanken und Gefühle der beiden nehmen konnte. Alles zusammen genommen wurde in der Geschichte ein sehr bunter Mix an Emotionen wie Humor, Trauer, Angst, etc. sehr deutlich und nachvollziehbar herübergebracht. Einzig etwas merkwürdig fand ich das Erzähltempo, denn an einigen Stelle veränderte sich die Handlung sehr schnell, während es in anderen Momenten teilweise ewig lange gedauert hat, bis sich überhaupt etwas entwickelt hat.
Inhaltlich gesehen war die Geschichte von Abbi und David eine eher ruhigere Handlung, mal abgesehen vom Ende, dass ein klein wenig Pepp geliefert hat. Die Beziehung zwischen den beiden hat sich stetig weiterentwickelt und das auf natürlich und nicht überspitzte Art. Auch das gegenseitige Vertrauen fassen war eine schöne Entwicklung. Abbi, David und auch seine Schwester Jane waren alle überaus sympathische Protagonisten, die man sich sehr gut im echten Leben hätte vorstellen können. Da man auch Jane bereits ein wenig besser kennenlernen durfte, ist meine Neugier auf Band 2 nur noch größer geworden. Besonders gut gefallen hat mir auch das Crossover zur Dilogie der ‚Blakely Brüder‘ und das Wiedersehen mit Asher, Ivy, Noah und Aubree. Positiv hervorheben möchte ich auch das Origami-Thema und was daraus gemacht worden ist. Ich fand es mega süß, wie David auf den gefalteten Tierchen Nachrichten für Abbi hinterlassen hat. Sehr interessant fand ich auch die unterschiedlichen Einblicke, die in Abbis Physiotherapie geliefert worden sind, denn selbst für einen Laien waren diese Erklärungen einfach und plausibel genug gehalten. Im Großen und Ganzen eine schöne, wenn auch etwas zu ruhige, Geschichte.

Fazit
In diesem wunderschön gestalteten Buch stecken eine Menge intensiver Gefühle, die allerdings teilweise ein bisschen zu lang gebraucht haben, um sich richtig zu entwickeln. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf Janes Geschichte!

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere