Profilbild von Becci5997

Becci5997

Lesejury Star
offline

Becci5997 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Becci5997 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2020

Rezension: „Rockford Legends: Seth“ von Kate Lynn Mason

Rockford Legends: SETH
0

Autor/in: Kate Lynn Mason
Titel: Seth
Reihe/Band: Rockford Legends, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Februar 2020
ISBN: 978-3-903278-15-8
Preis: 12,99 € als Taschenbuch ...

Autor/in: Kate Lynn Mason
Titel: Seth
Reihe/Band: Rockford Legends, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Februar 2020
ISBN: 978-3-903278-15-8
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Die Frauen liegen dem berühmten NHL-Mittelstürmer Seth Cameron reihenweise zu Füßen, doch ihn interessiert nur eine: die Journalistin Ally Malpasse, die ihm gleich bei ihrer ersten Begegnung einen Korb gibt. Ally ist nicht nur süß, witzig und klug, sie scheint eine verdammte Herausforderung zu sein, der sich Seth nur allzu gerne stellt. Erst nach und nach gestattet sie ihm einen Blick hinter ihre Fassade, und langsam wird ihm klar, warum sich Ally so lange vor ihm verschlossen hat: Sie verbirgt ein Geheimnis, das die schlimmsten Albträume seiner Jugendzeit ans Tageslicht holt. Nun muss Seth entscheiden, ob er bereit ist, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, um Ally in ihrer dunkelsten Stunde auffangen zu können …

Buchtitel und Cover
Der Buchtitel „Seth“ bezieht sich, wie auch schon im ersten Band, auf den Namen des männlichen Protagonisten, um dessen Geschichte es geht und auch sein Team, die „Rockford Legends“ werden im Titel direkt angesprochen. Passend zu ihm ist ein männlicher und sehr durchtrainierter Körper auf dem Cover abgebildet. Er trägt ein eng anliegendes T-Shirt, welches seine Muskeln betont und hat dieses mit einer Hand hochgezogen in Richtung Schulter. Der Hintergrund ist in grün gehalten – generell ist die farbliche Gestaltung so gewählt, dass man die Farben einem männlichen Charakter zuordnen würde.

Charaktere
Allison Malpasse ist ein kleiner Schussel und ziemlich zurückhaltend. Nur bei ihrer besten Freundin Gemma kann sie sich ein bisschen gehen lassen und ganz sie selbst sein. Sonst ist sie meist regelrecht von ihren Zweifeln zerfressen und versucht alles, um ihre Gedanken an die Vergangenheit zu ertränken. Da sie keinen Schulabschluss hat, arbeitet sie sozusagen als Aushilfe bei einer kleinen Zeitung, mit der Hoffnung, irgendwann vielleicht eigene Artikel veröffentlichen zu dürfen. Ihr Chef ist jedoch eine ziemlich unmögliche Person und versucht sie zu unkonventionellen Methoden zu überreden.
Seth ist Eishockey-Star und Single. Fast schon unglaublich, denn er ist überaus attraktiv und total nett. Es gibt keine Frau, die ihn nicht würde haben wollen. Während er seine sportlichen Träume auslebt, arbeitet er hart, um seinen Abschluss nachzuholen. Zusätzlich arbeitet er in seiner restlichen Freizeit mit Kindern und bringt ihnen das Spielen bei. Mit seiner beschützenden und liebevollen fürsorglichen Art war er mir direkt sympathisch.

Schreibstil und Handlung
Für mich war es das erste Buch der Autorin und mich konnte sie mit ihrem Schreibstil definitiv für sich gewinnen. Angenehm flüssig und fesselnd erzählt sie die Geschichte von Ally und Seth mit ihren Höhen und Tiefen. Die beiden führen viele großartige Gespräche miteinander und das mitzuverfolgen hat mir ziemlich viel Spaß bereitet. Insgesamt verleiht die Story größtenteils einen sehr lockeren und leichten Eindruck mit ein wenig Gefühl, wo es mir leider ein bisschen an Intensität gefehlt hat.
Ich habe des Öfteren ein bisschen gestutzt, denn immer wieder wird Allys Vergangenheit angesprochen und eine Menge Andeutungen gemacht, die am Ende nur in zwei Sätzen abgehandelt werden. Das war sehr schade, denn auch das Thema war sehr nervenaufreibend, dass ich es als nicht so ganz angebracht empfand.
Auch war Ally mir als Person nicht wirklich sympathisch, denn sie zeigte bei einigen ernsten Situationen keinerlei Einsicht und wollte sich explizit nicht helfen lassen, obwohl sie es bitter nötig gehabt hätte. Auf mich wirkte sie dadurch sehr schnell naiv und irgendwie auch ‚dumm‘. Ich hatte das Gefühl, als müsste man sie zu allem Guten zwingen, während sie selbst nur in der Lage war ein Netz aus Lügen zu spannen, um dann am Ende auf einmal alles richtig zu machen, was wiederum in meinen Augen sehr unrealistisch wirkte.
Seth als Charakter hingegen empfand ich als sehr authentisch dargestellt und auch sein generelles Verhalten und seine Reaktionen waren sehr realistisch geschildert. Das hat für mich in der Handlung für einen gewissen Ausgleich gesorgt.

Fazit
„Rockford Legends: Seth“ ist grundsätzlich ein sehr schönes Wohlfühlbuch, denn so jemanden wie Seth wünscht sich wirklich jede Frau. Auch wenn ich mit Ally als weiblicher Protagonistin nicht sonderlich warm geworden bin, möchte ich auf jeden Fall auch den ersten Band noch lesen. Also wer ein paar schöne ruhige Stunden auf der Couch verbringen möchte, ist mit diesem Buch sicher gut bedient.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2020

Rezension: "The Plus One" von Sarah Archer

The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst
0

Autor/in: Sarah Archer
Titel: The Plus One – Sie baut sich Mr. Right einfach selbst
Genre: Science-Fiction
Erscheinungsdatum: Januar 2020
ISBN: 978-3-453-32033-8
Preis: 12,99 € als ...

Autor/in: Sarah Archer
Titel: The Plus One – Sie baut sich Mr. Right einfach selbst
Genre: Science-Fiction
Erscheinungsdatum: Januar 2020
ISBN: 978-3-453-32033-8
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
„Verliebt in einen Roboter!“
Die junge Ingenieurin Kelly ist klug, ehrgeizig – und solo. Als die Hochzeit ihrer Schwester bevorsteht, droht sie wieder einmal am Single-Tisch zu enden. Doch dann tritt Ethan in ihr Leben. Er sieht gut aus, ist charmant und witzig. Und er versteht Kelly wie kein Zweiter auf dieser Welt. Kein Wunder, schließlich hat sie ihn höchstpersönlich programmiert. Aber dann passiert etwas, das Kelly nie für möglich gehalten hätte: Sie verliebt sich in ihren selbstgebauten Traummann …

Buchtitel und Cover
Vom Design her passt alles ziemlich stimmig zusammen. Auf dem Cover sind ein Mann und eine Frau abgebildet. Sie steht auf einer Art Hocker und umarmt den Mann, von dem wir nur den Rücken sehen können. Er scheint einen schicken Anzug zu tragen und sie ein hübsches Kleid – sozusagen ausgehfertig. Um die beiden herum liegen lauter Schrauben und Muttern, während die Frau in ihrer rechten Hand noch einen Schraubenschlüssel hält.
„The Plus One“ ist auf Hochzeiten und Familienferien das „Plus 1“ – der Anhang, den man mitbringt, um nicht am Single-Tisch zu landen. Der Untertitel „Sie baut sich Mr. Right einfach selbst“ beschreibt in diesem Fall die Lösung des Problems der Protagonistin.
Klappentext, Cover und Titel passen einfach unglaublich gut zusammen und ich liebe es ja, wenn das der Fall ist.

Charaktere und Inhalt
Kelly ist die Hauptfigur in dieser Geschichte. Sie ist von Beruf Roboteringenieurin und verdammt gut in ihrem Job. Sie legt eine sehr zurückhaltende und introvertierte Art an den Tag was zusätzlich zu ihrer Arbeitsversessenheit dafür sorgt, dass sie nicht allzu viele Freund- oder Bekanntschaften pflegt. Ihre beste und einzige Freundin ist Priya und die arbeitet zufällig noch im selben Konzern. Zwar haben sie den gleichen Job, sind vom Typ her aber grundsätzlich verschieden. Kellys Ziel ist es, einen optimalen Pflegeroboter zu entwickeln, der in der Lage ist mit Menschen zu interagieren.
Ihre Familie ist nicht zwingend die einfachste. Ihr Vater ist trotz desselben Berufs irgendwie distanziert, bei ihrer Schwester Clara dreht sich nur alles um ihre bevorstehende Hochzeit und das ja alles perfekt sein muss und der Bruder Gary ist vollauf beschäftigt mit seinen drei kleinen Töchtern. Es bleibt noch die Mutter, aber die toppt nochmal alles. Ihr größtes Problem ist, dass Kelly mit ihren 29 Jahren noch Single ist und nicht plant, ein Date mit auf die Hochzeit ihrer Schwester zu bringen.
Und diese ganze Situation bringt Kelly dazu, Ethan zu entwickeln, ihr perfektes Date für die Hochzeit. Ethan ist ein Roboter. Überaus intelligent, sehr wissbegierig und schnell lernfähig, sodass er in der Lage ist, perfekt an die Gesellschaft angepasst zu existieren. Außerdem ist er Kellys Lösung für die ständige Überfürsorglichkeit ihrer Mutter.

Schreibstil und Handlung
„The Plus One“ lässt sich schön flüssig und angenehm runterlesen. Die Beschreibungen sind interessant gemacht und dadurch wurde ich auch des Öfteren von der Handlung gefesselt. Ein wenig hat mich jedoch die Erzählperspektive irritiert, denn ich bin mehr der ICH-Perspektiven-Leser, aber die Geschichte um Kelly und Roboter Ethan ist in allwissender Erzählform verfasst.
Das Tempo der Geschichte ging mir teilweise etwas zu flott. Über die Entwicklung von Roboter Ethan erfährt man kaum etwas und auch wirkte es etwas unrealistisch, dass Kelly mit ihrem Arbeitsprojekt Probleme hat, aber Ethan in nur einer Nacht allein bauen kann und er augenscheinlich perfekt ist. Vor allem da auch das Thema der Robotik sehr interessant ist, hätte ich ein paar mehr Informationen echt toll gefunden. So wirkte es in gewisser Art und Weise, als wäre es ein Klacks, ein technisches Wesen zu programmieren. Auch das Ende wirkte auf mich sehr überstürzt und konnte dadurch bedingt leider keine großen Gefühle in mir wecken.
Die Handlung selbst war teilweise etwas vorhersehbar, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Was mich gestört hat war allerdings, dass der Inhalt der Geschichte an einigen Stellen etwas „extrem“ wurde bzw. Kelly ein Verhalten an den Tag legte, was ich als ‚beängstigend‘ bezeichnen würde. Diese Parts waren mir beim Lesen auch irgendwie etwas unangenehm, auch wenn einiges nur angedeutet und nicht direkt ausgeführt wurde.
Aber wie das mit Robotern oder menschenähnlichen Wesen so ist – lustige Momente sind vorprogrammiert und davon gab es definitiv mehr als genug. Sie haben mich immer wieder zum Lachen oder auch nur mal dezent zum Schmunzeln gebracht.

Fazit
Allgemein gesehen steckt in diesem Buch in meinen Augen eine sehr interessante Idee, über die man leider zu wenig Informationen bekommen hat. Trotzdem hat mir die Geschichte an vielen Stellen sehr gut gefallen und auch die verschiedenen Entwicklungen waren immer spannend und teilweise auch aufregend. Die Protagonistin schien ein gewisses Extrem auszuleben und die steigerte sich über die ganze Geschichte hinweg, bis es irgendwann nur noch unmöglich zu verstehen war. Trotzdem gab es ein Ende, mit dem ich auf jeden Fall gut leben konnte, nochmal lesen würde ich es wahrscheinlich aber eher nicht.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Rezension: "Verdammt hell hier mit dir" von Kathrin Waiz

Verdammt hell hier mit dir
0

Autor/in: Kathrin Waiz
Titel: Verdammt hell hier mit dir – Nachtlicht
Reihe/Band: Band 1
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Dezember 2019
ISBN: 978-3964432872
Preis: 12,99 € als ...

Autor/in: Kathrin Waiz
Titel: Verdammt hell hier mit dir – Nachtlicht
Reihe/Band: Band 1
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Dezember 2019
ISBN: 978-3964432872
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
„Er löste die Hände vom Lenker, legte sie an meine Wangen. Geräuschvoll zog er Rotz in der Nase hoch und lehnte seine Stirn an meine. „Du bist mein beschissener Magnet.“ „Das ist ein seltsames Kompliment“, stellte ich nüchtern fest. Seine kühlen Lippen trafen meine Nasenspitze. „Es sollte kein Kompliment sein.““
Ihr ganzes Leben schon ist Tilda auf der Suche – nach ihrer verschollenen Mutter, der Anerkennung ihres Vaters und zumindest ein bisschen Liebe. Zu Beginn des neuen Semesters trifft die Einzelgängerin auf den attraktiven Elias, der nicht nur endlich das Studium, sondern auch mit seinem alten Leben abschließen möchte.
Elias will alles hinter sich lassen: den Schutthaufen seiner Vergangenheit und die unzähligen flachgelegten Frauen. Dafür braucht er ausgerechnet die Hilfe von Tildas Vater, dem verschrobenen Literaturprofessor. Was er nicht braucht, sind Gefühle für dessen Tochter, deren melancholischer Anziehungskraft er sich nicht entziehen kann.
Zwischen Kafka und Kaffee kämpfen beide mit alten Dämonen, neuen Gefühlen und schließlich gegen die tickende Uhr ihrer gemeinsamen Zeit …

Buchtitel und Cover
Das Cover von „Verdammt hell hier mit dir – Nachtlicht“ ist in schwarz gehalten. Auf diesem Hintergrund sieht man allerdings viele kleinere und größere Lichtflecken, die wie Glühwürmchen wirken und diese Dunkelheit stark erhellen. Es könnten allerdings auch kleine Kerzenflammen sein oder Lichter einer Stadt, wenn man sie von oben betrachtet. Es ist dezent und hat eine romantische Wirkung auf mich. Auch finde ich, dass der Titel die Romantik sogar unterstreicht, denn „Verdammt hell hier mit dir“ und sie erhellenden Lichter auf dem schwarzen Untergrund passend sehr gut zueinander. Ein bisschen neuartig fand ich das Wort „Verdammt“ im Titel, denn sowas ist mir lustigerweise noch nie untergekommen – Kraftausdrücke in Titeln. Auch ist die Kontroverse des Titels zu beachten, denn „Nachtlicht“, der Untertitel sozusagen und der übergreifende Titel mit dem Wort „hell“ passen ja normalerweise nicht so sehr zusammen. Aber auf jeden Fall kreativ – hat mir gefallen.

Charaktere
Die Protagonistin der Geschichte, Tilda, startet gerade frisch mit ihrem Studium an der Uni, an der auch ihr Vater Professor ist. Sie lebt mit ihm alleine, denn ihre Mutter ist vor langer Zeit abgehauen, was keinen der beiden kalt lässt. Während ihr Vater den Verlust mit Kälte, Wut und Ignoranz zu verarbeiten versucht, macht Tilda das Gegenteil, denn sie will wissen, was passiert ist, wo ihre Mutter ist und ganz dringend will sie ihre schönen Erinnerungen an diese Frau, die sie geboren hat, nicht verlieren. Sie scheint ein bisschen in ihrer eigenen kleinen perfekten Traumwelt zu leben, mit den perfekten Eltern, die sie im echten Leben leider nicht an ihrer Seite hat. Dadurch bedingt ist sie auch ein eher introvertierter Mensch, hat nur wenige Freunde und lebt eigentlich so zurückgezogen, dass sie von anderen Menschen schnell genervt ist.
Elias ist ebenfalls Student und macht aktuell seinen Master bei Tildas Vater. Früher hat er Basketball gespielt – seine große Leidenschaft, bis er dies leider verletzungsbedingt aufgeben musste. Um sich sein Leben ein bisschen zu finanzieren und zu sparen, arbeitet er abends/nachts als Türsteher im ‚Circle‘, einem exklusiven Club. Er scheint sehr unzufrieden mit dem Verlauf seines Lebens zu sein. Ständig plant er seine Heimat zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen. Er wirkt sehr frustriert und enttäuscht und sein Fluchtreflex hat ihn vollkommen in der Hand.
Man merkt schnell, dass beide Figuren sich sehr an ihre Vergangenheit klammern und sie eher ‚zelebrieren‘ statt zu verarbeiten. Außerdem scheinen sie einiges gemeinsam zu haben. Abgesehen von ihrer Liebe zur Literatur haben sie auch von Grund auf beide eine sehr pessimistische Einstellung und meistens schlechte Laune.

Schreibstil und Handlung
Die einzelnen Abschnitte sind jeweils aus Tildas und Elias‘ Sicht geschrieben, allerdings gibt es keine richtige Kapiteleinteilung. Der Schreibstil selbst ist sehr poetisch – das hat mir sehr gut gefallen und war im Vergleich zu vielen anderen Büchern im New Adult Bereich wirklich mal etwas Besonderes.
Was mir ein bisschen gefehlt hat waren Unterhaltungen unter den einzelnen agierenden Personen, denn ein Großteil der Geschichte wird als Handlung erzählt, spielt in der Vergangenheit und sind Fantasien, die sich nur in den Köpfen der Hauptcharaktere abspielen. Dadurch gab es leider für mich etwas zu wenig wirkliche Interaktion in Form von Gesprächen untereinander.
Trotzdem ließ sich das Buch auf jeden Fall sehr flüssig lesen und auch die Inhalte waren einfach zu verstehen.
Die Grundstimmung und Handlung von „Verdamm hell hier mit dir“ war in meinen Augen sehr düster und traurig und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich das im Verlauf in eine positivere Richtung entwickeln würde. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, als würden die Protagonisten selbst sich ständig mutwillig wehtun wollen, auf psychischer Ebene, anstatt einfach mal etwas Positives in ihrem Leben zu akzeptieren. Dadurch bedingt hatte ich auch nicht das Gefühl, dass die beiden irgendwas aus ihrem bisherigen Leben gelernt haben. Und ich frage mich ehrlich gesagt auch, wie es in Band 2 weitergehen soll, denn für mich war die Geschichte mit dem Abschluss des ersten Bandes zu Ende, vor allem auch weil ich das Ende schon sehr früh vorausahnen konnte. Spannung hatte sich in dem Fall bei mir nicht aufgebaut – nur eine große Hoffnung, dass es vielleicht doch noch einen großen Überraschungsmoment geben könnte – der jedoch leider ausblieb.

Fazit
Nachdem ich mit meinen Notizen zu diesem Buch fertig war, habe ich mir einige Rezensionen anderer Leser angesehen und festgestellt, dass ich die Geschichte ziemlich anders aufgefasst habe als alle anderen. Für mich stand in „Verdammt hell hier mir dir“ nicht die Liebesgeschichte der Protagonisten und deren Entwicklung im Vordergrund, sondern für mich ging es vielmehr um eine Art „Trauerbewältigung“, denn beide haben in ihrem Leben etwas für sie sehr Wichtiges verloren und wissen nicht recht, wie sie damit umgehen sollen. Trauern kann man bezüglich der verschiedensten Dinge und mir z.B. hat dieses Werk gezeigt, dass ich im Bezug auf meine eigenen Probleme schon viel weiter bin als Tilda und Elias. Vielleicht lag es auch daran, dass ich leider nicht so die Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte und mir auch nicht riesig die Gefühle vermittelt wurden.
Ich habe zunächst überlegt, ob ich überhaupt eine Sternebewertung für den ersten Band der Reihe von Kathrin Waiz abgebe, habe mich aber letztendlich dazu entschieden es zu tun. Ich möchte betonen, dass ich das Buch weder gut noch schlecht fand, sondern der Geschichte irgendwie sehr neutral gegenüberstehe und aus diesem Grund zu meinem Bewertungsentschluss gekommen bin.
Müsste ich es anhand meiner einzelnen Rezensionsabschnitte begründen, dann gab es für Cover, Titel, Idee und von mir verstandener Message und dem Schreibstil Pluspunkte, für die inhaltliche Story und die Charaktere ein paar Abzüge, sodass ich auch in diesem Fall auf die selbe Bewertung gekommen wäre.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2020

Rezension: "Hate is all I feel" von Siobhan Davis

Hate is all I feel
0

Autor/in: Siobhan Davis
Titel: Hate is all I feel
Reihe/Band: Rydeville High, Band 1
Genre: Dark Romance
Erscheinungsdatum: Februar 2020
ISBN: 978-3-903278-28-8
Preis: 12,99 € als ...

Autor/in: Siobhan Davis
Titel: Hate is all I feel
Reihe/Band: Rydeville High, Band 1
Genre: Dark Romance
Erscheinungsdatum: Februar 2020
ISBN: 978-3-903278-28-8
Preis: 12,99 € als Paperback

Klappentext
Das Leben ist hart und es gewinnen nur die Skrupellosesten …
Meine Mom hat gegen das System der alten Elite gekämpft und mit ihrem Leben bezahlt – nun bin ich es, die ihr Spiel mitspielen muss, während ich hinter verschlossenen Türen meine Flucht plane.
Trent, Charlie und mein Zwillingsbruder Drew regieren als Söhne der alten Elite die Halen der Rydeville Highschool mit eiserner Faust. Jeder hält sich an die Regeln, wie es seit Generationen getan wird, und auch ich habe mich perfekt der Rolle angepasst, die ich in diesem Gefüge einzunehmen habe. Alles läuft im zugedachten Rhythmus, bis Cam, Sawyer und Jackson auftauchen. Drei verboten heiße Jungs, die sich die neue Elite nennen und uns den Krieg erklären.
Ich hatte nicht vor, zwischen die Fronten zu geraten. Doch ich habe einen Fehler gemacht und mich in einer verhängnisvollen Nach auf einen Fremden eingelassen. Ich dachte, mein Geheimnis wäre bei ihm sicher. Heute weiß ich, dass er mein schlimmster Feind ist, und das lässt er mich Tag für Tag spüren. Nun habe ich keine andere Wahl mehr, als zu kämpfen oder zuzusehen, wie meine Welt mit mir untergeht …

Buchtitel und Cover
… machen verdammt neugierig! Die ganze äußere Aufmachung dieses Buches wirkt ziemlich aggressiv und brutal. „Hate is all I feel“ ist schon eine ziemlich negative Gefühlslage bzw. Sichtweise. Aber Wut (im engl. „Hate“) spiegelt auch die grafische Darstellung des Covers wider. Farblich ist es in verschiedenen lilafarbenen Abstufungen gehalten. Es wirkt, als würde ein zersplitterter Spiegel (oder auch zersplittertes Glas) dargestellt werden, nachdem man mit der Faust auf ihn eingeschlagen hat, wie man es öfter in Filmen oder Serien zu sehen bekommt. Auf jeden Fall eine sehr gute Wahl, um die Grundstimmung dieser Geschichte deutlich zu machen!

Hintergrundinformationen
Wie man dem Klappentext schon entnehmen konnte, geht es gewissermaßen um einen Streit zwischen der alten und der neuen Elite. Zwischen ihnen herrschen gewisse Unterschiede, die es ihnen unmöglich machen, miteinander zurecht zu kommen.
Die alte Elite ist steinreich und hat aktuell die Macht über Rydeville. Sie regeln alles, haben überall ihre Finger im Spiel und jeder zieht im Hintergrund seine Fäden. Diese ganze „Organisation“ ist ziemlich altmodisch veranlagt.
Die neue Elite hingegen, das sind die neureichen, die sich alles selbst erarbeitet und nicht geerbt haben o.ä., wollen dieses alte System aufbrechen. Sie wollen Freiheit und Gerechtigkeit für die Menschen in Rydeville und die alten Traditionen aufbrechen. Aber natürlich spielen da auch noch einige andere Motive eine große Rolle.

Charaktere
Abigail Manning, Mitglied der alten Elite, ist eine starke und selbstbewusste junge Frau. Seit ihre Mutter tot ist, fühlt sie sich in den alten Strukturen und Traditionen nicht mehr wohl – innerlich rebelliert sie und ist wütend. Sie fühlt sich gefangen und hasst es, nichts dagegen tun zu können. In ihrer Welt bedeuten Frauen nichts, sondern sind nur dazu da, den Haushalt zu schmeißen oder eine Geschäftsbeziehung zu verbessern durch eine ‚notwendige‘ Heirat zum Beispiel.
Camden Marshall ist neu an der Schule, eingebildet und wirkt ziemlich unnahbar. Zusammen mit seinen Freunden gehört er der neuen Elite an und legt ein ziemlich rücksichtsloses Verhalten an den Tag, um die vorhandenen Strukturen der Schule aufzubrechen. Aber er hat auch eine zweite Seite, eine geheimnisvolle, die man nicht so schnell zuordnen kann. Man könnte auch sagen, dass er es faustdick hinter den Ohren hat.

Schreibstil
Wow, dieses Buch hätte ich am liebsten in einem Stück verschlungen, wenn mir nicht Arbeit und Leben irgendwie dazwischengekommen wären.
„Hate is all I feel“ ist durchgehend aus Abigails Sicht geschrieben und wird damit auf sehr authentische Art und Weise erzählt. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und gut zu verstehen, sodass die Seiten nur so dahinfliegen und man gar nicht aufhören möchte.
Überaus detailreich werden die verschiedenen Szenen und Situationen geschildert, sodass ich durchweg von der ganzen Geschichte gefesselt war. Es blieb in einem durch spannend und ich war wirklich von jeder der verschiedenen Wendungen gleichermaßen überrascht wie fasziniert.

Handlung
Auf die Handlung bezogen möchte ich nur so viel sagen: es ist auf jeden Fall ein sehr komplexer Inhalt. Es gibt viele Irrungen und Wirrungen, viele unvorhersehbare Überraschungen und Entwicklungen – meine Nerven lagen nach kurzer Zeit einfach blank.
Die Story ist faszinierend, wie auch schockierend und ziemlich brutal. Das Buch hat mich auf jeden Fall abgeholt, mitgerissen und auch meine Gefühle sind ziemlich mitgenommen.
Und Leute – am besten lest ihr Band 1 und 2 direkt hintereinander weg, denn der Cliffhanger am Ende, der ist einfach nur richtig mies. Ich wollte weinen und schreien und – naja, das war jetzt etwas übertrieben – aber es hat mich eiskalt erwischt, jetzt erstmal warten zu müssen, bis es weitergeht.

Anmerkung
Bevor die Geschichte losgeht gibt es im Buch eine Art Warnung bzw. eher eine Altersempfehlung. Meistens halte ich sowas bei Büchern eigentlich für Schwachsinn, aber in diesem Fall finde ich es absolut angebracht.
In diesem Buch werden viele Themenbereiche angesprochen, die sehr ernst zu nehmen sind und ich denke, dass einige Handlungen und Geschehnisse Teil der Geschichte sind, die man als Jugendlicher in meinen Augen noch gar nicht richtig begreifen bzw. erfassen kann.
Dementsprechend – bitte, wenn ihr nicht der Altersempfehlung entsprecht, wartet noch mit dem Lesen dieser Geschichte und vor allem, wenn ihr etwas zart besaitet sein solltet.
Überlegt es euch einfach sehr genau, denn ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, bei „Hate is all I feel“ handelt es sich um ein Buch aus dem „Dark Romance“ Genre und dieser Bereich ist wirklich nicht für jeden etwas.

Fazit
Siobhan Davis kann einen absolut süchtig machen! „Hate is all I feel“ ist bisher so ziemlich das extremste Buch, was ich gelesen habe, aber ich brauche unbedingt Band 2! So ein fesselndes und spannendes Buch hatte ich lange schon nicht mehr. Und selbst, wenn ich nicht so überzeugt gewesen wäre, hätte spätestens der Cliffhanger am Ende dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen will. Ich bin begeistert! Der erste Band war gleichzeitig auch das erste Buch der Autorin für mich und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung: 5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2020

Rezension: "Sommer in Bloomsbury" von Annie Darling

Sommer in Bloomsbury
0

Autor/in: Annie Darling
Titel: Sommer in Bloomsbury
Reihe/Band: Lonely Hearts Bookshop, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2018
ISBN: 978-3-328-10111-6
Preis: 10,00 ...

Autor/in: Annie Darling
Titel: Sommer in Bloomsbury
Reihe/Band: Lonely Hearts Bookshop, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2018
ISBN: 978-3-328-10111-6
Preis: 10,00 € als Taschenbuch

Klappentext
Ein Sommer zum Verlieben
Verity Love ist Single und glücklich damit: Sie liebt ihre schnuckelige Dachwohnung, ihre verfressene, eigenwillige Katze und ihren Job in einer kleinen Londoner Buchhandlung, die nur Liebesromane mit Happy End verkauft. Wenn bloß die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Kolleginnen nicht wären! Fremde Menschen mag Verity nämlich überhaupt nicht, deshalb beschäftigt sie sich viel lieber im Hinterzimmer mit dem Papierkram, statt Kunden zu bedienen. Kurzerhand erfindet sie Peter – ihren umwerfend attraktiven und wahnsinnig charmanten Freund. Doch als sie in einer heiklen Situation einen gutaussehenden Fremden als Peter ausgeben muss, wird ihr Leben plötzlich ganz schön kompliziert …

Buch-/Reihentitel
„Sommer in Bloomsbury“ ist der zweite Teil der „Lonely Hearts Bookshop“-Reihe von Annie Darling und geht da weiter, wo der „Der kleine Laden in Bloomsbury“ aufgehört hat. Deutlich wird die Reihenzugehörigkeit auch durch die Wiederholung des Londoner Viertels „Bloomsbury“ im Titel.

Cover und Design
Da mir bekannt war, wie schön die Atmosphäre im kleinen Buchladen in Bloomsbury schon im ersten Teil dargestellt wurde, habe ich auch das Cover vom zweiten Teil wieder direkt ins Herz geschlossen, denn es unterstreicht die heimelige und gemütliche Stimmung richtig gut. Wieder ist ein kleiner Teil der Front des Buchladens abgebildet. Drum herum sieht man einen hübsch angelegten Park (was allerdings nicht zur Beschreibung innerhalb des Buches passt) und an einem kleinen Spaziergängerweg steht eine niedliche Gartenbank zum Verschnaufen oder Schmöckern. Ich könnte mir gut vorstellen, mich dort niederzulassen und ein Buch zu lesen. Dementsprechend in meinen Augen wirklich sehr gut gewählt!

Charaktere
In diesem Band geht es um die stille Verity Love. Vom Charakter her ist sie sehr introvertiert und zurückhaltend. Sie ist eine Planerin und weil ihre Freundinnen und Kolleginnen sie ständig verkuppeln wollen erfindet sie kurzerhand einen Freund.
Und diesen Alibi-Freund muss durch ein Versehen der gutaussehende Johnny True spielen. Aber auch er hat einen Nutzen davon, denn er ist besessen davon, seine Ex-Freundin und große Liebe eifersüchtig zu machen, damit sie wieder zu ihm zurückkehrt. Grundsätzlich ist Johnny ein echt cooler Typ, aber sein Verhalten manchmal ist einfach nur idiotisch.
Mit Very und Johnny war es leider irgendwie in meinen Augen ein ständiges Hin und Her. Johnny war mir teilweise einfach wirklich zu blöd, als das es noch vertretbar gewesen wäre. Very als Protagonistin hingegen hat mir wesentlich besser gefallen als Posy aus dem ersten Band.

Schreibstil
Der Schreibstil ist genau wie im ersten Band der Reihe sehr angenehm und flüssig. Erneut hat mich diese tolle Buchladenatmosphäre total eingewickelt und zum Träumen eingeladen. Ich habe mich direkt wieder pudelwohlgefühlt, als ich in die Geschichte eingetaucht bin.
Leider neigte die Autorin erneut zu ausschweifenden Beschreibungen, was auch bei der Geschichte um Very und Johnny dafür sorgte, dass sich die Handlung sehr langgezogen anfühlte.
Sehr gut konnte die Autorin mir aber die Lebenssituation von Very und ihr Familienleben näherbringen. Sehr schnell konnte ich mich in ihre Lage versetzen und verstehen, warum sie die Einsamkeit teilweise bevorzugt.

Fazit
Für ein schönes Leseerlebnis zwischendurch ist auch dieser Band wieder sehr angenehm, denn man bekommt eine witzige und leicht romantische Geschichte geboten. In diesem Teil haben mir auch sehr gut die einzelnen Passagen über Verys Lieblingsbuch „Stolz und Vorurteil“ gefallen und somit hat diese Geschichte für absolute Buchliebhaber noch ein ganz besonderes Flair bekommen.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere