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Veröffentlicht am 26.11.2021

Rezension: "Wie man einen Lord gewinnt" von Martha Waters

Wie man einen Lord gewinnt
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Autor/in: Martha Waters
Titel: Wie man einen Lord gewinnt
Reihe/Band: Band 1
Genre: Regency Romance
Erschienen: November 2021
ISBN: B093T56K58

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem ...

Autor/in: Martha Waters
Titel: Wie man einen Lord gewinnt
Reihe/Band: Band 1
Genre: Regency Romance
Erschienen: November 2021
ISBN: B093T56K58

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Sie weiß, dass er weiß, dass sie weiß, dass er es weiß!
London 1817: Als Lady Violet Grey und Lord James Audley sich vor fünf Jahren trafen, verliebten sie sich und heirateten Hals über Kopf. Nun sprechen die beiden seit vier Jahren kein Wort mehr miteinander. Aber als Violet die Nachricht erhält, dass James einen Reitunfall hatte, macht sie sich sofort auf den Weg zu ihm. Nur um ihn dann wohlauf anzutreffen, wenn man mal von dem heftigen Kater absieht. Um ihrem Ehemann eine Lektion zu erteilen, täuscht Violet vor, krank zu sein. Soll er sich doch mal Sorgen machen! Doch James durchschaut sie und sinnt auf Rache. Zwischen kleinen und großen Lügen, Verstrickungen und Peinlichkeiten, aber vor allem neu entfachter Leidenschaft merken die beiden schließlich, dass sie sich eventuell gar nicht so sehr hassen, wie sie glauben...

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Bereits das Cover stimmt den Leser darauf ein, dass es sich beim Inhalt des Buches nicht um eine Geschichte in der heutigen Zeit handelt. Abgebildet sind ein Mann und eine Frau in historisch angehauchten Kleidern, farblich in weiß und braun gehalten, die sich gegenseitig auf einer grünen Wiese stehend an den Händen halten. Man kann schräg auf sie herabsehen und dabei beobachten, wie sie sich gegenseitig tief in die Augen blicken. Der Titel des Buches sowie weitere Angaben sind in goldener Schrift rings herum verteilt, während von den Rändern des Covers gezeichnete Blumen in die Mitte hineinragen.
Der Titel „Wie man einen Lord gewinnt“ weist ebenfalls auf die Epoche der Handlung und das Genre selbst hin. In Kombination mit dem Klappentext konnte man sich auf eine hitzige Liebesgeschichte gefasst machen und so freut ich mich aufs loslesen.

Charaktere
Violet Grey ist beim Kennenlernen ihres zukünftigen Ehemanns gerade einmal 18 Jahre alt, doch es war Liebe auf den ersten Blick. Sie ist Einzelkind und wurde von ihrer Mutter immer zurechtgewiesen und vor dem sprichwörtlichen Ruin gewarnt, wenn man sie je in einer kompromittierenden Situation mit einem Mann vorfinden würde, denn Violet ist so gar nicht das, was sich ihre Mutter wünschen würde. Sie ist vorlaut und direkt, für die damalige Zeit sehr auffällig. Doch zum Glück hat sie ihre besten Freundinnen Diana und Emily, die immer für sie da sind. Abgesehen mal davon hat sie viele Interessen kreativer und wissenschaftlicher Natur, die nicht jeder so ganz nachvollziehen kann und sie diesen deshalb meist heimlich nachgehen muss.
Lord James Audley war 23 Jahre alt als er Violet kennenlernte und sie direkt vom Fleck weg heiraten musste. In seiner Familie stand er immer an zweiter Stelle hinter seinem Bruder West und wurde kaum beachtet oder gar gefördert. Darunter hat sein Selbstbewusstsein stark gelitten, denn er hat sich für andere nie gut genug gefühlt. Schon sein ganzes Leben lang ist er am Kämpfen, um seinem Vater zu beweisen, dass er etwas wert ist. Zu anderen Menschen Vertrauen zu fassen fällt ihm dementsprechend relativ schwer, mal abgesehen von seinem besten Freund Penvale.

Schreibstil und Handlung
Martha Waters hat „Wie man einen Lord gewinnt“ aus der allwissenden Erzählperspektive geschrieben und doch werden die Gefühle von Violet und James sehr gut dargestellt, denn das Prickeln zwischen den beiden ist deutlich zu spüren. Die einzelnen Sätze sind leicht verständlich ausformuliert. Locker, leicht und überaus flüssig bin ich durch die einzelnen Seiten und Kapitel geflogen, denn ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Viele Szenen sind unglaublich unterhaltsam und humorvoll geschrieben, sodass ich des Öfteren zum Lachen gebracht worden bin.
Inhaltlich möchte ich zunächst das Setting hervorheben, denn dieses hat mir ausgesprochen gut gefallen – kleinere Städte und Dörfer mit den Landsitzen der reichen und schönen Gesellschaft, Kutschen, verschiedene Dienerschaften, etc. Alles war äußerst malerisch beschrieben, sodass ich mit viele dieser Szenen sehr gut vor meinem inneren Auge ausmalen konnte. Ebenfalls wirklich gut gefallen haben mit die verschiedenen Einblicke in die zeitlichen Gegebenheiten samt den Sitten und Bräuchen der zeitlichen Epoche. Neben sympathischen Charakteren, die sehr individuell gezeichnet waren, bot die Geschichte eine bunte Mischung aus Peinlichkeiten, Liebe, Erotik und einer angemessenen Prise Ernsthaftigkeit.
Insgesamt war das einzige Manko an dieser Geschichte für mich, dass man zu Beginn sehr lange Zeit im Dunkeln gehalten worden ist, was denn das eigentliche Problem zwischen Violet und James ist, weshalb sie sich zerstritten haben. Bei ihrer strikten Weigerung darüber zu sprechen hatte ich ehrlich gesagt einen etwas spektakuläreren Grund erwartet als den der es letztendlich gewesen. Ebenfalls war das ständige Hin und Her zwischen den Protagonisten etwas zu viel für mich, genauso wie ihre teilweise übertrieben albernen und kindischen Reaktionen aufeinander, die der Aufklärung definitiv nicht dienlich gewesen sind. An dieser Stelle könnte aber auch ihr noch sehr junges Alter ein Grund für diese Gegebenheiten gewesen sein, was dahingehend wieder authentisch gewesen wäre.
Insgesamt auf jeden Fall eine schöne und interessante Regency Romance bei der ich bald auf weiteren Bände der Autorin hoffe.

Fazit
Großartiger Reihenauftakt, dessen Charaktere zwar oftmals etwas kindisch waren, mich aber trotzdem gut mitreißen konnten! Ich bin sehr gespannt auf weitere Teile der Reihe und ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Charakteren.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 26.11.2021

Rezension: "British Player" von Vi Keeland & Penelope Ward

British Player
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Autor/in: Vi Keeland & Penelope Ward
Titel: British Player
Genre: Liebesroman
Erschienen: September 2021
ISBN: 978-3-7363-1578-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, ...

Autor/in: Vi Keeland & Penelope Ward
Titel: British Player
Genre: Liebesroman
Erschienen: September 2021
ISBN: 978-3-7363-1578-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Wenn Dr. Dreamy dein Mitbewohner ist!
Seit dem Tod ihres Mannes erzieht Bridget ihren Sohn allein und tut alles, um sich und Brendan über Wasser zu halten. Für die Liebe hat sie keine Zeit. Als die Krankenschwester mit einem Angelhaken im Po in der Notaufnahme landet, ist es ausgerechnet ein junger attraktiver Assistenzarzt – noch dazu mit sexy britischem Akzent –, der sie behandelt … superpeinlich. Zum Glück wird sie Dr. Simon Hogue nie wiedersehen – bis er drei Monate später erneut vor ihr steht: als neuer Kollege und ihr Untermieter.

Buchtitel und Coverdesign
Von der äußeren Aufmachung und Gestaltung des Covers wird von sofort an das bereits erschienene Buch „Park Avenue Player“ der beiden Autorinnen erinnert. Dementsprechend möchte ich vorab klarstellen, dass die beiden Geschichten nichts miteinander zu tun haben und auch nicht einer gemeinsamen Reihe angehören.
Das Cover ist in zwei Hälften aufgeteilt und farblich in einer Mischung aus schwarz, grau und metallic blau gehalten. Im unteren Teil ist eine Stadtsilhouette abgebildet, während der obere Teil vom Oberkörper eines Mannes, etwa ab der Nase bis hinunter zum Bauch, eingenommen wird. Dieser trägt einen Arztkittel unter dem ein weißes T-shirt am Ausschnitt hervorblitzt und hat ein Stethoskop um den Hals gelegt.
Der Titel „British Player“ soll wohl auf die Herkunft und die Charaktereigenschaften des männlichen Protagonisten dieser Geschichte hindeuten, wie ich vermute. Der Klappentext verrät uns bereits, dass wir es aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Engländer zu tun haben und ob er statt einer ernsten Beziehung lieber eine Menge Frauen aufreißt – das werden wir wohl im Verlauf der Geschichte feststellen können.

Charaktere
Bridget Valentine war mir direkt sympathisch. Sie ist alleinerziehende Mutter, arbeitet als Krankenschwester und ihr Sohn steht für sie an alleroberster Stelle. Sie ist überaus verantwortungsbewusst und liebevoll ihm gegenüber, managt ihr gemeinsames Leben absolut selbständig und wenn sie doch mal einen Rat braucht, ist ihre Freundin Calliope immer nur einen Anruf entfernt, denn Verwandtschaft hat Bridget in nächster Nähe nicht. Sie ist Anfang 30 und hat seit zwei Jahren bzw. seit dem Tod ihres Mannes kein Interesse mehr an Männern gehabt.
Dr. Simon Hogue ist Arzt. Gutaussehend, nett und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen plant er nach seiner Assistenzzeit wieder zurück in seine Heimat England zu ziehen. Er ist Ende 20, besucht seine beste Freundin Calliope regelmäßig in ihrem Yoga-Studio und pflegt ansonsten keine tiefergehenden Beziehungen. Familie und Kinder möchte er für sich selbst nicht, doch trotzdem hat er innerhalb kürzester Zeit eine gute Verbindung zu Bridgets Sohn Brendan aufgebaut, die ihn selbst des Öfteren ein wenig verunsichert.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Penelope Ward und Vi Keeland war wieder einmal äußerst charmant und humorvoll. Die Geschichte hat mich direkt ab der ersten Seite gefesselt und mitgerissen, sodass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Besonders die Dialoge zwischen Bridget und Simon waren sehr abwechslungsreich und haben mich vermehrt zum Schmunzeln gebracht. Locker, leicht und flüssig kann man die beiden, durch die gewählte Erzählperspektive in der ersten Person mit abwechselnden Sichtweisen, sehr gut kennenlernen und ein feines Gespür für ihre persönlichen Belange und Prioritäten im Leben entwickeln. Vom Erzähltempo her war es mir stellenweise ein wenig zu kontrastreich. Vereinzelt hatte ich das Gefühl, bei den einzelnen Entwicklungen nicht hinterherzukommen, denn neue Aspekte wurden geradezu rasend schnell abgehandelt, während auf der anderen Seite die Geschichte stellenweise nur so vor sich hinplätscherte.
Inhaltlich ist man gerade zu Beginn der Handlung ein bisschen überrumpelt worden, denn für mich war der Umgang zwischen Bridget und Simon viel zu schnell viel zu vertraut. Wenn man sich daran aber erstmal gewöhnt hatte, bekam man eine Geschichte voller Liebe, Schmerz und Leidenschaft geliefert, die durch authentisch wirkende Charaktere und sympathische Persönlichkeiten wundervoll abgerundet worden ist. Besonders interessant empfand ich die geschilderte Altersdifferenz zwischen den Protagonisten, denn man bekommt nur relativ selten eine Geschichte vorgesetzt, in welche die Protagonistin älter ist als ihr männlicher Gegenpart. Themenmäßig wurden sehr intensiv auf das Leben als alleinerziehende Mutter eingegangen und auch den Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen empfand ich als passend, auch wenn gerade der letzte Punkt etwas intensiver hätte herausgearbeitet werden können. Insgesamt haben aber sowohl Bridget als auch Simon beide eine tolle Entwicklung durchgemacht, obwohl ich mir grundsätzlich noch ein wenig mehr Tiefe in ihrer Liebesgeschichte gewünscht hätte, die wahrscheinlich aufgrund der variablen Erzählgeschwindigkeit ein wenig auf der Strecke geblieben ist. Ebenfalls hätte ich mir, da ich ein riesiger ‚Greys Anatomy‘-Fan bin, ein bisschen mehr Krankenhaus-Berufs-Input bzw. -Szenen gewünscht, denn diese sind auch ein wenig zurückgeblieben, da der Fokus vermehrt auf anderen Bereichen, wie z.B. der gegenseitigen Anziehung, gelegen hat.

Fazit
Eine rasante Liebesgeschichte mit einigen emotionalen Themen, die trotzdem eine gewisse Leichtigkeit versprüht. Die Geschichte war recht schnelllebig, was ihr inhaltlich aber nicht geschadet hat. Gerne werde ich bald weitere Bücher des Autoren-Duos lesen!

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Rezension: "LAYLA" von Colleen Hoover

Layla
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Autor/in: Colleen Hoover
Titel: LAYLA
Genre: Paranormaler Liebesroman
Erschienen: Oktober 2021
ISBN: 978-3-423-26308-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass ...

Autor/in: Colleen Hoover
Titel: LAYLA
Genre: Paranormaler Liebesroman
Erschienen: Oktober 2021
ISBN: 978-3-423-26308-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Teilnahme an einer Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Wie weit bist du bereit, für die große Liebe zu gehen?
Auf der Hochzeit von Laylas Schwester lernen sie sich kennen und lieben: Leeds, der seinen Lebensunterhalt als Musiker verdient, und Layla. Es is eine Amour fou – bis zu dem Tag, an dem Leeds‘ eifersüchtige Ex-Freundin versucht, Layla zu erschießen. Danach ist Layla nicht mehr sie selbst. Um die Beziehung zu retten und Layla zu stabilisieren, mietet Leeds das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben. Doch dort scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Laylas Zustand verschlechtert sich zusehends – so sehr, dass Leeds zu außergewöhnlichen Mitteln greifen muss, damit ihr beider Leben nicht völlig außer Kontrolle gerät …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zu „LAYLA“ erinnert sehr stark an die gestalterische Darstellung zu „Verity“ aus dem letzten Jahr. Die Front ist in zwei Hälften aufgeteilt. Im oberen Bereich ist ein dunkelblauer strahlender Sternenhimmel abgebildet. Darunter ist eine bunte Mischung aus weiß-grauen und verschiedenen lilafarbigen Gewitterwolken angeordnet, in deren Mitte der Titel „LAYLA“ in weiß hervorsticht. Im unteren Bereich sind eine paar hell leuchtende Blitze angeordnet, die sich aus den Wolken heraus ausbreiten.
Der Titel selbst ist der Name der weiblichen Protagonistin in dieser neuen Geschichte von Colleen Hoover, deren Name in goldener Schrift am oberen Rand des Covers prangt. Weitere Vermutungen zum Inhalt konnte man allerdings, auch nicht mit zur Hilfenahme des Klappentextes, leider nicht anstellen und so musste ich mich vollständig von der Handlung überraschen lassen.

Charaktere
Layla ist eine lebensfrohe, spontane und leicht verrückte junge Frau, die noch nicht so ganz weiß, wohin sie möchte oder was sie mit ihrem Leben anfangen will. In ihrem Kopf hat sie ein wahres Gedankenchaos, dem nicht immer so leicht zu folgen war. Nach einem schweren Unfall ist aber alles anders. Layla ist anders. Sie ist in sich zurückgezogen, hat Erinnerungslücken und sie scheint überhaupt nicht mehr sie selbst zu sein. Sowohl vor als auch nach dem Unfall empfand ich sie als sehr merkwürdig und bin nicht so gut mit ihrem Charakter klargekommen.
Leeds Gabriel ist Bassist in einer Country-Band, die vor allem für Hochzeitsauftritte gebucht wird. Da er auch eigene Songs schreibt, wollte er eigentlich nie ein fester Bestandteil der Gruppe werden, doch seit er von seiner Ex-Freundin Sable regelrecht verfolgt worden ist, steht er dem Bekanntwerden in der Öffentlichkeit eher skeptisch gegenüber. Er scheint ein bisschen ein Eigenbrötler zu sein und gleichzeitig ein wenig in seinem Leben festzustecken, sodass es nicht weiter vorangeht.

Schreibstil und Handlung
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir bei diesem Buch eher schwierig. Zum einen lag das daran, dass die komplette Story in der ICH-Perspektive des männlichen Protagonisten Leeds geschildert wird und kein Perspektivenwechsel stattfindet, und zum anderen waren die einzelnen Kapitel noch von einem „Befragungsteil“ abgegrenzt, der die komplette Handlung von hinten aufrollte. Diese beiden Aspekte allein machten es mir nicht sehr einfach, in die Geschichte hineinzufinden, denn teilweise war es sehr verwirrend und auch in die Länge gezogen, sodass man leicht den Fokus verlieren konnte. Der Schreibstil von Colleen Hoover war auch in diesem neuen Buch von ihr wieder einmal sehr flüssig und detailreich, allerdings fehlte es der Geschichte an Emotionalität und Sinnhaftigkeit. Die Dialoge zwischen den einzelnen Charaktere waren leider sehr flach und es wurde insgesamt nur sehr wenig Handlung übermittelt.
Die eigentlichen Geschehnisse der Geschichte betrachtend, kann man durchaus sagen, dass sich durch das komplette Buch ein roter Faden gezogen hat. Schade fand ich jedoch, dass der im Klappentext angesprochene Überfall auf Layla, der eigentlich die Schlüsselszene für die daraus resultierenden Ereignisse ist, nur auf knapp einer Drittel Seite erzählt worden ist und auch danach nur sehr sporadisch immer wieder erwähnt worden ist. Die Beziehung zwischen den Protagonisten Layla und Leeds entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu schnell und wirkte dadurch vermehrt unrealistisch und als wäre sie nicht sonderlich ernst zu nehmen. Auch fehlte mir die Nähe zu den Charakteren, sie waren regelrecht farblos. Abgesehen mal davon wurden mir beide im Verlauf der Handlung immer unsympathischer, sodass ich eigentlich nur noch auf eine Auflösung des ganzen Chaos gewartet habe. Gerade Laylas und Leeds Zusammensein wirkte seit dem ‚Unfall‘ eher wie eine Pflicht, geradezu mechanisch und irgendwie erzwungen, als dass zwischen ihnen wirklich eine Verbindung existieren würde. Themenmäßig hatte man es in „LAYLA“ mit einer Geschichte über PTBS und geisterhaften Erscheinungen zu tun, wobei ich beide Themenbereiche leider nur als unzureichend ausgeführt empfand. Mit „LAYLA“ existierte eine äußerst interessante Idee, die zwar nur wenige Ähnlichkeiten mit „Verity“ hatte, auch wenn es vom Verlag anders beworben worden ist, jedoch leider nicht meinen auftauchenden Erwartungen entsprochen hat. Gerade durch den gezogenen Vergleich gingen meine Vermutungen in eine andere Richtung, was die Enttäuschung am Ende für mich noch größer machte. Während mich „Verity“ regelrecht mitgerissen und mir den Atem geraubt hat, mich zum Ende hin so geflasht hat, dass es mich wochenlang noch verfolgt hat, konnte mich „LAYLA“ so gar nicht überzeugen und hat mich größtenteils sogar gelangweilt. Bei diesem Buch wurde für meinen Geschmack leider zu viel Potential verschenkt, womit ich für mich das erneute Genreexperiment der Autorin als fehlgeschlagen bewerten würde.

Fazit
Leider hatte ich, bei dem großen Vergleich mit ‚Verity‘ aus dem letzten Jahr, viel zu hohe Erwartungen an dieses neue Genreexperiment von Colleen Hoover. Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht packen. Es fehlte an Gefühlen, Spannung und teilweise waren die Seiten mit unrelevanten Informationen gefüllt. Für CoHo-Fans ist eine Enttäuschung vorprogrammiert.

Bewertung: 2  von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2021

Rezension: "Ein Traum am Strand" von Ella Thompson

Ein Traum am Strand - Stonebridge Island 2
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Autor/in: Ella Thompson
Titel: Ein Wunsch in den Wellen
Reihe/Band: Stonebridge Island, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-453-58076-3

Transparenz
Diese Rezension ...

Autor/in: Ella Thompson
Titel: Ein Wunsch in den Wellen
Reihe/Band: Stonebridge Island, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-453-58076-3

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über das Random House Bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Auf Stonebridge Island sind die Träume zum Greifen nah
Summer Cooper hat ein ganz besonderes Händchen für traumatisierte Pferde. Doch als der Star-Reiter Matthew Walker nach einem Unfall mit seinem verstörten Hengst auf dem Gestüt der Coopers auftaucht, bezweifelt die Pferdetherapeutin, dass sie ihm helfen kann. Noch nie ist ihr ein Kunde mit derart großer Skepsis begegnet. Während Summer allmählich Vertrauen zu dem Pferd aufbaut, lässt Matthew sie nicht an sich heran. Und doch kann Summer nicht aufhören, an den risikofreudigen Cross-Country-Reiter zu denken …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zeigt eine lange Strandpromenade mit einer Menge kleiner Hütten mit direktem Weg zum Strand. Die Farbauswahl ist sehr hell und stimmig. Im Hintergrund kann man die herannahende Abenddämmerung sehen. Alles wirkt sehr freundlich, entspannt, mit eine sehr idyllischen Atmosphäre.
Der Titel der Geschichte ist mittig in dunkelrosa platziert worden, das Reihenlogo prangt wie ein Aushängeschild mittig darüber. „Ein Traum am Strand“ symbolisiert für mich eine Geschichte über Hoffnungen und Träume, auf die man hinarbeitet, um diese zu erreichen. Der angesprochene Strand spielt wohl auf den Handlungsort, die kleine Insel ‚Stonebridge Island‘, der Geschichte an. Zusätzlich zu diesem romantischen Anklang war es allerdings nicht möglich, weitere Vermutungen oder Gedanken zur Titelwahl zu treffen.

Charaktere
Summer Cooper ist die mittlere der drei Cooper-Schwestern und eine äußerst bekannte Pferdetherapeutin. Sie ist seit längerer Zeit vergeben, allerdings läuft die Beziehung aufgrund ihrer Arbeit, der Liebe zu Pferden und der Verantwortung auf dem Gestüt nicht sonderlich gut. Ihre Familie und die Tiere stehen über allem, was für Summers freundlichen und hilfsbereiten Charakter spricht.
Matthew Walker ist ein Star-Springreiter und steht unter enormem Druck. Er ist sehr ehrgeizig und risikofreudig, aber seit einem tragischen Unfall, bei dem sowohl er als auch sein Pferd Ice traumatisiert wurden, stimmt die Chemie zwischen den beiden nicht mehr. Er muss zwingend wieder auf den Damm kommen, will aber weder Hilfe annehmen noch überhaupt einsehen, dass er welche braucht. Vor allem deshalb, weil er von einer Pferdetherapie nicht sonderlich viel hält und eher bei den Skeptikern einzuordnen ist.

Schreibstil und Handlung
Wieder einmal konnte man sich ein ausgezeichnetes Bild vom Schreibstil von Autorin Ella Thompson machen. Äußerst flüssig und mit leicht verständlichen Worten konnte man der Geschichte des zweiten Bandes der „Stonebridge Island“-Reihe sehr gut folgen. Trotzdem viel auch in „Ein Traum am Strand“ wieder sehr deutlich auf, dass einige Kapitel der Geschichte unglaublich lang ausformuliert waren. Meist waren dafür eine Menge Beschreibungen verantwortlich, die man besser gekürzt hätte, um den Leser nicht zu langweilen oder gar einzuschläfern. Durch diesen Detailreichtum wurde vieles zu sehr in die Länge gezogen und die Autorin kam einfach nicht auf den Punkt. Während ich beim ersten Band der Reihe noch gelobt habe, dass man trotz des allwissenden Erzählers einen sehr guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Charaktere nehmen konnte, musste ich bei dieser neuen Geschichte leider ein paar Abzüge machen, denn oftmals wurde nicht gut deutlich gemacht, aus wessen Sicht die Geschichte gerade erzählt wurde, was mich des Öfteren sehr stark verwirrt und aus der Story rausgebracht hat.
Die Handlung bot wieder ein sehr angenehmes Kleinstadtsetting mit den typischen Kleinstadt-Charakteren und einer Menge Klatsch und Tratsch. Besonders gut gefallen hat mir auch das Wiedersehen mit den bereits bekannten Charakteren aus „Ein Wunsch in den Wellen“. Generell hatten die Charaktere, wenn man jetzt auch Summer und Matthew mit einbezieht, alle etwas Individuelles, sodass sie sich sehr gut voneinander abgehoben haben. Leider gab es allerdings inhaltlich, gerade in Bezug auf die Protagonisten der Geschichte, schon wieder ein ständiges Hin und Her in der Beziehungsentwicklung zwischen den beiden. Mir ging das schnell auf die Nerven und ich habe es als nicht sonderlich angenehm empfunden. Inhaltlich kam auch in diesem Teil die existierende Hintergrundgeschichte erneut zum Vorschein. Man hat ein paar weitere Einblicke bekommen, aber trotz allem hatte ich immer noch nicht das Gefühl, dass in dieser Richtung viel passiert wäre. Auch dieser Punkt hat wohl wieder dazu beigetragen, dass sich die Geschichte in die Länge gezogen hat. Insgesamt waren mir auch die Gründe, warum gewisse Menschen meinen dem Gestüt böse Dinge anzutun, viel zu kindisch. Zusätzlich waren einige größere Entscheidungen innerhalb der Geschichte für mich nur schwer nachzuvollziehen.
Insgesamt ist auch diese Geschichte sicher als Urlaubslektüre gut geeignet, allerdings sollte man keine allzu großen Erwartungen an den Inhalt haben. Leider muss ich sagen, dass es mir nach diesen zwei gezogenen Bänden reicht und ich die „Stonebridge Island“-Reihe wahrscheinlich nicht beenden werde.

Fazit
„Ein Traum am Strand“ war insgesamt etwas besser als Band 1 der Reihe, konnte mich aber trotzdem noch nicht vollends überzeugen. Es gab mehr Handlung und weniger Beschreibungen, aber leider konnten mich einige andere Aspekte nicht überzeugen.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 10.10.2021

Rezension: "Small Town Hearts" von Christiane Bößel

Small Town Hearts
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Autor/in: Christiane Bößel
Titel: Small Town Hearts: Parker & Kaden
Reihe/Band: Minot Love Story, Band 4
Genre: New Adult
Erschienen: September 2021
ISBN: B084ZWBBM1

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Diese ...

Autor/in: Christiane Bößel
Titel: Small Town Hearts: Parker & Kaden
Reihe/Band: Minot Love Story, Band 4
Genre: New Adult
Erschienen: September 2021
ISBN: B084ZWBBM1

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Eine Liebe gegen alle Regeln
Jeder weiß, dass Kaden ein Idiot ist. Spätestens nachdem er Parkers beste Freundin entjungfert, ihr die große Liebe vorgelogen und dann die Stadt ohne ein Wort verlassen hat. Parker beschließt, sich an ihm zu rächen, sollte sie ihn jemals wiedersehen. Als er ein Jahr später nach Minot zurückkehrt, ergreift sie ihre Chance. Es kann schließlich nicht so schwer sein, Kaden zu verführen und bloßzustellen, so wie er es mit ihrer Freundin getan hat. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, ihren Plan in die Tat umzusetzen …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zu „Small Town Hearts“ ist vollständig in den Pastellfarben Rosa, Lila und Blau gehalten. Am Rande des Buchfront ist ein doppelter schwarzer Rand abgedruckt. Der Titel selbst ist mittig platziert, während links davon eine dezente rosafarbene Blüte nach oben ragt. Im unteren Mittel des Covers ist der Untertitel der Geschichte, in Form von den Namen der Protagonisten, zu sehen. Am oberen Rand des Covers ist die Autorin platziert, während in der rechten unteren Ecke der Verlag genannt ist. „Small Town Hearts“, oder zu dt. ‚Kleinstadtherzen‘, lässt als Titel auf das Setting und das Thema der Geschichte hin schließen.

Charaktere
Parker ist eine sehr spezielle Protagonistin, die absolut nicht ‚typisch Frau‘ ist. Sie ist eine Art weiblicher „Playboy“ – oder eher „Playgirl“ – und lebt von reinem Sex, ohne Gefühle. Seit ihre Mutter die Familie verlassen hat, ist Parker ständig aggressiv drauf und trinkt regelmäßig zu viel Alkohol. Trotz ihrer doch sehr großen Familie mit vier Geschwistern und ihrer besten Freundin Gwen ist Parker sehr unzugänglich und wirkte auf mich auch sehr unsympathisch.
Kaden ist ein absoluter Frauenliebling und Playboy, wie er im Buche steht. Er steckt in einer Beziehung mit Gwen, obwohl er sie überhaupt nicht liebt, denn angeblich schlägt sein Herz seit Ewigkeiten nur für Parker. Von seinen Eltern wurde er adoptiert und nun möchte er endlich seine leibliche Familie in Kolumbien kennenlernen. Nach einem unsagbar peinlichen Vorfall ergreift er die Flucht und kommt erst nach einem Jahr wieder zurück nach Minot.

Schreibstil und Handlung
„Small Town Hearts“ war für mich das erste Buch von Autorin Christiane Bößel und ohne es zu wissen, bin ich in eine mehrteilige Reihe geplatzt und habe den Abschlussband zuerst gelesen. Da die Bücher aber größtenteils unabhängig voneinander lesbar sind, war das also kein Problem.
Die Geschichte ist recht flüssig geschrieben worden und in der Wortwahl recht einfach ausformuliert. Generell hatte ich das Gefühl, dass es viel mehr Text als richtige Gespräche unter den einzelnen Charakteren gab, was mich ziemlich gestört hat, denn ich bin ein großer Fan von Interaktion und Kommunikation. Zudem gab es in diesem Buch leider keine richtigen Kapitel, denn stattdessen waren die einzelnen Szenenwechsel nur durch eine Namensüberschrift abgetrennt, die man das ein ums andere Mal locker überlesen konnte und ich deshalb öfter mal verwirrt gewesen bin. Zusätzlich ist die Story in der ersten Person geschrieben worden, wie bereits beschreiben in abwechselnder Sichtweise der Protagonisten. Grundsätzlich sollte diese Perspektive dafür sorgen, dass meinen einen tieferen und genaueren Einblick in die Charaktere gewinnen kann – im speziellen Fall von Parker und Kaden fand ich die meisten Einblicke allerdings leider sehr albern, konnte sie nur selten verstehen oder mich gar in sie hineinversetzen, weil beide für mich ziemliche Extreme gewesen sind. Auch muss ich leider anmerken, dass für mich Gefühle und Spannung in der Geschichte definitiv gefehlt haben – was vielleicht auch am Verhalten der Charaktere gelegen haben kann, da ich zeitweise ziemlich genervt von ihnen gewesen bin.
Inhaltlich waren mir, wie bereits angedeutet, die Charaktere sehr suspekt. Eine unglaublich zickige und unsensible Protagonistin, ein treuloses Arschloch, der sich auf einmal in einen mega guten Kerl mit kitschigen Aussagen verwandeln kann und eine beste Freundin, die absolut nicht weiß was Freundschaft eigentlich bedeutet. Für mich ein absolutes Chaos-Trio, dem ich überhaupt nichts Positives abgewinnen konnte. Schon der Start in die Geschichte, als es um den Themenbereich des Fremdgehens ging, ist mir negativ aufgestoßen. Gepaart mit den überaus kindischen Racheplänen von Gwen und einem riesigen Maß an Uneinsichtigkeit war meine Abneigung nahezu komplett hervorgerufen. Das Friede-Freude-Eierkuchen-Ende wirkte auf mich leider ziemlich gestellt und auch wenn innerhalb der Geschichte Entwicklungen und Veränderungen stattgefunden haben müssen, hat man diese zwar am Verhalten der Charaktere bemerkt, da dieses verändert gewesen ist, man hat es allerdings inhaltlich am Text nicht miterlebt, was bei mir einiges an Unverständnis hervorgerufen hat. Auch fand ich es wirklich traurig, dass die Möglichkeit des Schaffens einer wundervollen Kleinstadt-Atmosphäre leider nicht genutzt worden ist, denn von Minot selbst oder speziellen Orten in diesem Setting, mal abgesehen von Parkers Lieblingspferdehof, erfährt man nur sehr begrenzt etwas über das Setting.

Fazit
Leider konnte das Buch, trotz des wunderschönen Covers, nicht meinen Geschmack treffen. Die Charaktere waren mir mit ihrem kindischen Verhalten einfach unglaublich unsympathisch und leider wurden viele Szenen nur beschrieben, statt dass man sie wirklich miterleben konnte.

Bewertung: 2  von 5 Sternen

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