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Veröffentlicht am 20.09.2020

Rezension: "ROSE: Humiliated" von Lima Strysa

ROSE - Humiliated
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Autor/in: Lima Strysa
Titel: ROSE: Humiliated
Reihe/Band: ROSE, Band 1
Genre: Dark Romance
Erscheinungsdatum: August 2020
ISBN: 978-3966986908
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext ...

Autor/in: Lima Strysa
Titel: ROSE: Humiliated
Reihe/Band: ROSE, Band 1
Genre: Dark Romance
Erscheinungsdatum: August 2020
ISBN: 978-3966986908
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Rose …
Du weißt nicht, wie krank und verdorben die Menschen sind, meine unschuldige Rose. Aber du wirst es bald erfahren.
Ich will, dass du mir gehörst, doch um mit mir zusammensein zu können, musst du durch die Hölle gehen. Wenn dein Körper bricht, ist deine Liebe stark genug, um deine Seele zusammenzuhalten?
Kennst du deine Grenzen?
Weißt du, wie viel du aushalten kannst? Weißt du, was du ertragen kannst, bevor du zerbrichst? Dieses Buch wird dir nicht nur deine Grenzen zeigen, es wird sie zerstören. Du solltest es wirklich nur lesen, wenn du bereit dazu bist.
Nichts für schwache Nerven.

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Der Titel dieses Buches verrät dem Leser schon absolut alles – „Rose“ ist der Name der Protagonistin in dieser Geschichte und der Zusatz „Humiliated“ beschreibt ziemlich genau, was mit ihr im Laufe der Geschichte passieren wird.
Das Cover ist, passend zur hervorgerufenen Stimmung des Titels, in sehr dunklen lila- und schwarzfarbenen Tönen gehalten. Es wirkt einerseits verführerisch und andererseits vermittelt der bildlich um das Cover gewundene Stacheldraht auch eine gefährliche Atmosphäre.

Charaktere
Rose ist gerade 18 Jahre alt, ziemlich naiv und ich wage auch zu behaupten, dass sie sehr dumm ist. Sie ist wahnsinnig leicht zu manipulieren, krankhaft besessen von ihrem Freund und trotz all der genannten Eigenschaften, die für mich nicht sonderlich sympathisch waren, hat sie eine recht starke Psyche. Sie erfüllt das typische weibliche Dark-Romance-Klischee, wird entführt, misshandelt, sexuell gebrochen und ist dabei nicht mal dauerhaft am Rande der Verzweiflung.
Vicco, besagter Freund, ist Drogendealer, Bordellbesitzer und ein gefährlicher Mann durch und durch, obwohl er noch gar nicht so alt ist. Er ist hin und weg von der kleinen Rose, schafft es aber nicht, ihr auch richtiges Vertrauen entgegen zu bringen. Mit seinem Vater liegt er im Clinch und obwohl er für sich selbst und sein Geschäft die Verantwortung übernehmen soll, wird diese ihm immer und immer wieder abgesprochen.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Lima Strysa ist wirklich flüssig, fesselnd, spannend und zieht den Leser richtig in seinen Bann. Allerdings konnte mich, im Vergleich zum Schreibstil, der Inhalt des Buches leider nicht überzeugen. Die Handlung ist zwar schockierend, aber leider absolut unglaubwürdig. Für mich war an manchen Stellen von der Szenenschilderung nicht mal der Inhalt das Schlimmste, sondern eher die Naivität der Charaktere. Wer wirklich so gestrickt wäre, der könnte nicht wirklich ‚überleben‘, geschweige denn, wenn ich es auf den männlichen Protagonisten beziehe, ein erfolgreiches Geschäft führen, mal außen vorgelassen, ob es krimineller Natur ist oder nicht. Sehr störend fand ich auch, dass die Charaktere meist immer dieselben Gedanken hatten, die für ein gedankliches Abschweifen sorgten und einzelne Szenen unnötig in die Länge zogen. Das sorgte leider auch dafür, dass die Charaktere selbst für mich überhaupt nicht greifbar gewesen sind. Für mich ist ehrlich gesagt auch das Dark-Romance-Genre etwas anderes, als nur auf Gewalt und Schock aus zu sein und sich dadurch nicht mehr auf einen vernünftigen Inhalt zu fokussieren. Für mich war dieses Buch irgendwie ein Zeichen, dass auf einen existierenden Dark-Romance-Hype aufgesprungen wird zum reinen Zweck der Geldmacherei. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Band 2 von „ROSE“ kommen wird und vielleicht auch noch ein dritter, aber ich werde wohl nicht weiterlesen, denn nach dem Ende von Band 1 bin ich mir ziemlich sicher, was genau hinter dieser ganzen Geschichte steckt und würde weitere Teile wohl einfach nur noch vorhersehbar und langweilig finden. Es tut mir selbst etwas leid, dass meine Bewertung der Geschichte nicht besser ausfällt, denn ich mag das Dark-Romance-Genre eigentlich sehr, aber hier wurden meine Erwartungen leider einfach nur enttäuscht.

Fazit
Eine spannende und auch fesselnde Geschichte, die aber leider absolut unglaubwürdig ist und nicht mal annähernd ein Gefühl von Realität vermitteln kann.

Bewertung: 2  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2020

Rezension: "A Single Word" von Ivy Andrews

A single word
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Autor/in: Ivy Andrews
Titel: A Single Word
Reihe/Band: L.O.V.E., Band 2
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Juli 2020
ISBN: 978-3-7341-0856-3
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext ...

Autor/in: Ivy Andrews
Titel: A Single Word
Reihe/Band: L.O.V.E., Band 2
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Juli 2020
ISBN: 978-3-7341-0856-3
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Ein einziges Wort kann dein Leben für immer verändern …
Als Oxy den Bruder ihrer neuen Mitbewohnerin Ella kennenlernt, weiß sie sofort, dass Henri nichts als Ärger bedeutet. Denn der gut aussehende Erbe des Modeunternehmens „French Chic“ steht nicht nur im Ruf, ein notorischer Frauenheld zu sein, er verhält sich auch wie der weltgrößte Rüpel. Was Oxy nicht weiß: Henri hütet ein dunkles, traumatisches Geheimnis. Gefühle will er nicht zulassen, und dennoch weckt die schlagfertige Oxy etwas in ihm – etwas, dem sich Oxy all seiner Sabotageversuche zum Trotz ebenfalls nicht entziehen kann …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
„L.O.V.E.“ als Reihenname, wie ich auch bereits in meiner Rezension zu Band 1 erwähnt hatte, spiegelt die Anfangsbuchstaben der Namen der WG-Mitbewohner wider, um die sich nacheinander diese Reihe drehen wird. Wir sind beim Buchstaben „O“ angekommen – „A Single Word“ dreht sich dementsprechend um Oxy als Protagonistin. Was es allerdings mit dem ‚einzelnen Wort‘ im Titel auf sich hat, konnte ich auch nach Beendigung des Buches noch nicht wirklich feststellen.
Der zweite Band ist in einem pastellfarbenen Orange gehalten und beinhaltet grafisch dieselbe Darstellung wie der erste. Es wirkt ein wenig wie aufgebauschte Stofflagen (meine Vermutung wäre Tüll). Es ist dezent, aber auf jeden Fall recht hübsch bzw. ansehnlich.

Charaktere
Oxana Petrova ist eine ruhige, zurückhaltende Persönlichkeit, die schon früh gelernt hat, auf eigenen Beinen stehen zu müssen. Mit 16 Jahren ist sie von Zuhause ausgezogen, hat eine Ausbildung zur Schneiderin bei einem ziemlich hohen Tier in der Modebranche gemacht und schlägt sich seitdem alleine durchs Leben. Sie stammt aus recht ärmlichen Verhältnissen, ist immer darauf bedacht zu sparen und gleichzeitig auf der Suche nach einer Weiterbildung im Modebereich.
Henri Chevallier ist reicht, selbstbewusst und ein absoluter Player. Er hat einen Frauenverschleiß ohne Ende, einen Haufen Vorurteile gegenüber Ärmeren und vermutet bei neuen Freunden seiner Familie grundsätzlich immer erst einmal das Schlechteste. Er ist sehr misstrauisch, aber eigentlich ein sehr netter und umgänglicher Kerl, wenn man ihn erst einmal etwas näher kennengelernt hat.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil war grundsätzlich rein vom Stil und der Sprache her wieder sehr angenehm und flüssig. Probleme hatte ich bei „A Single Word“ eher mit der Handlung. Meiner Meinung nach beinhaltet dieses Buch viel zu viel Text und vor allem Beschreibungen, die in dem Ausmaß nicht notwendig gewesen wären. Es wird nicht nur die Geschichte von Oxy und Henri erzählt, sondern auch die drei weiteren WG-Mitbewohnerinnen haben wieder einen sehr großen Story-Anteil erhalten. Irgendwie konnte ich Oxy auch nicht recht als Protagonistin identifizieren, denn eigentlich hatte Ella inhaltlich einen viel größeren Anteil und viel mehr zu erzählen, seien es Familien- oder Beziehungshintergründe, als Oxana. Und auch über Val, deren Geschichte in Band 3 erzählt wird, habe ich viel mehr Informationen erhalten als über die eigentliche Protagonistin. Abgesehen mal davon gab es einige sehr genaue Wiederholungen von Szenen aus dem ersten Band, die nun einfach nur aus einer anderen Perspektive heraus geschildert worden sind, aber ansonsten wieder vollständig ausgeschmückt worden sind. Das sorgte bei mir beim Lesen dafür, dass es mir einfach noch langwieriger und auch öder vorkam, als die Geschichte ohne sowas vielleicht gewesen wäre. Das ist auch mit der Hauptgrund, warum ich „A Single Word“ schlechter bewerte als den ersten Band der Reihe. Ich denke, dass die Autorin zu viel gewollt und dabei vollkommen falsche Prioritäten gesetzt hat.

Fazit
„A Single Word“ konnte mich leider noch einen Tick weniger überzeugen als Band 1 der „L.O.V.E.“-Reihe. Die Geschichte hatte wieder einmal viel zu viel Inhalt, der für die eigentlichen Protagonisten und deren Storyline überhaupt nicht relevant gewesen ist.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Rezension: "Time to Love" von Beth O'Leary

Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe
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Autor/in: Beth O’Leary
Titel: Time to Love
- Tausche altes Leben gegen neue Liebe
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Juni 2020
ISBN: 978-3-453-36036-5
Preis: 10,99 € als Taschenbuch ...

Autor/in: Beth O’Leary
Titel: Time to Love
- Tausche altes Leben gegen neue Liebe
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Juni 2020
ISBN: 978-3-453-36036-5
Preis: 10,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Zwei Monate Sabbatical: Nach einer katastrophalen Präsentation im Job wird Leena eine Auszeit verordnet. Ausgerechnet ihr, die Tag und Nacht arbeitet, um ihre verstorbene Schwester nicht zu vermissen. Zuflucht findet Leena bei ihrer Großmutter Eileen in Yorkshire. Eileen wünscht sich mit Ende 70 eine neue Liebe, nur leider ist die Auswahl an Kandidaten in ihrem kleinen Dorf begrenzt. Die Lösung: Leena kommt auf dem Land zur Ruhe und Eileen stürzt sich in die Londoner Dating-Szene … Doch ist es wirklich eine so gute Idee, einfach die Leben zu tauschen?

Buchtitel und Coverdesign
„Tausche altes Leben gegen neue Liebe“ als Untertitel für dieses Buch zu benutzen bedeutet für mich eine Geschichte über Veränderung bzw. eine gewisse Situation im Leben hinter sich zu lassen und endlich etwas Neues finden und hoffentlich glücklich werden.
Das Cover ist passend zur vorherigen Erscheinung der Autorin, „Love to Share“ gestaltet und farblich ebenfalls in einem gelblichen bzw. beigefarbenen Ton gehalten. Abgebildet sind eine ältere Dame und eine junge Frau, die Comiczeichnungen nachempfunden sind. Die eine der beiden trägt eine Tasse Tee umher und die andere zieht einen Koffer hinter sich her. Ich finde, dass hier der Klappentext sehr gut abgebildet worden ist.

Charaktere
Leena Cotton ist zielstrebig und ein absoluter Workaholic. Seit dem Tod ihrer Schwester vergräbt sie sich in Arbeit und weiß nicht, wie sie mit dem Verlust umgehen soll. Mit ihrer Mutter hat sie sich zerstritten und auf einmal ist sie vollkommen ausgebrannt und weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Zur Ruhe gezwungen, stellt sie bald, nach einem Lebenstausch mit ihrer Großmutter, das ganze Dorf auf den Kopf und versucht sich an verschiedenen neuen Projekten, um Ruhe und zu sich selbst zu finden. Eigentlich steckt sie ja in einer vermeintlich glücklichen Beziehung, allerdings machte es nicht den Anschein, als würde ihr Partner sie sonderlich gut verstehen oder für sie da sein.
Eileen Cotton, Leenas Großmutter mit witzigerweise demselben Namen, ist Single und sucht nach dem Tod ihres Mannes nach einer zweiten Liebe. Ihr Heimatdorf ist allerdings viel zu klein für solch einen Plan und so verschwindet sie bei besagtem Lebenstausch in die Großstadt und versucht sich bald auch im Online-Dating. Sie ist wahnsinnig kreativ, veränderungswütig, aufgeweckt und absolut liebenswert. Und wer hätte es gedacht, bald schafft sie es, die verklemmten Großstädter aufzulockern und zusammenzubringen.

Schreibstil und Handlung
„Time to Love“ ist in der ersten Person aus den wechselnden Sichtweisen von Leena und Eileen Cotton geschrieben. Die Geschichte ist sehr locker, leicht und überaus flüssig verfasst und hat einen humorvollen Touch, der mich sehr oft zum Lachen gebracht hat. Die Gedanken der beiden Protagonistinnen sind sprachlich sehr gut verdeutlicht worden und auch die Atmosphäre der gegensätzlichen Handlungsorte ist sehr intensiv herausgearbeitet und der Kontrast zwischen harmonischem Land- und hektischem Stadtleben sehr gut herübergebracht worden.
Die Handlung selbst ist ziemlich verrückt, lustig, aber auch sehr intensiv und für die Protagonistinnen sogar weltverändernd. Gleichermaßen lehrreich wie abenteuerlich lädt die Geschichte zum Mitfiebern ein und hält den ein oder anderen spannenden Moment parat.
„Time to Love“ ist ein entspannendes Sommerbuch, mit überaus sympathischen Charakteren, dass beweist, dass viele Dinge mal wieder anders kommen können, als man eigentlich denken würde.

Fazit
Mir hat die Geschichte in „Time to Love“ richtig gut gefallen. Es war lustig, innovativ und hat mich mitgerissen. Ein klein wenig kam mir allerdings die Liebesgeschichte um Leena zu kurz – ansonsten war das Buch definitiv grandios.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Rezension: „Ausgerechnet Alabama“ von Diana P. Lavender

Ausgerechnet Alabama
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Autor/in: Diana P. Lavender
Titel: Ausgerechnet Alabama
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Juli 2020
ISBN: 9783966986496
Preis: 12,90 € als Taschenbuch

Klappentext
Wird sie auf ...

Autor/in: Diana P. Lavender
Titel: Ausgerechnet Alabama
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Juli 2020
ISBN: 9783966986496
Preis: 12,90 € als Taschenbuch

Klappentext
Wird sie auf der Suche nach ihrer Vergangenheit ihre Zukunft finden?
Mehr über ihre Wurzeln erfahren, das wünscht sich die 30-jährige Susan Parker von ganzem Herzen! Als sie eines Tages Grayson House erbt, ein altes, romantisches Herrenhaus in Taspering, Alabama, ist sie sich sicher: Jetzt wird sie endlich mehr über ihre Familie herausfinden! Doch wenn sie gewusst hätte, was sie in Alabama erwartet …
Kaum dort eingetroffen, steht plötzlich dieser unverschämt attraktive Typ in ihrer Küche, der sich selbst einfach nur unwiderstehlich findet. Doch Susan hat so gar nicht vor, ihr Herz zu verlieren – erst recht nicht an einen Kerl aus Alabama.
Als die auf der Suche nach Antworten in einem alten Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter stöbert, stößt sie auf gut gehütete Familiengeheimnisse. Und mit einem Mal ändert sich alles …

Buchtitel und Coverdesign
Titel und Cover passen bei diesem Buch unglaublich gut zusammen. Abgebildet ist eine junge Frau von hinten in einem hellen rosafarbenen Kleid vor einem großen weißen Herrenhaus. Farblich ist sehr dezent gearbeitet worden, aber alles wirkt auf mich ziemlich edel. Das Cover versprüht in Kombination mit „Ausgerechnet Alabama“ direkt Südstaaten-Flair und weckt gleichzeitig auch einige geschichtliche Erinnerungen. Wer sich ein bisschen mit der amerikanischen Geschichte auskennt, weiß, dass gerade in den Südstaaten die Sklaverei und Rassentrennung sehr lange beliebt gewesen ist, was dieses Buch auch nochmal in einem speziellen Licht stehen lässt, denn man hat automatisch gewisser Erwartungen an diese Geschichte.

Charaktere
Susan Parker ist sehr wissbegierig und arbeitet als selbstständige Innenarchitektin in London. Als sie erfährt, dass sie ein großes Herrenhaus in Alabama geerbt hat, ist sie zunächst vollkommen überfordert, denn sie hat ihre gesamte Kindheit mit ihrem besten Freund im Heim verbracht. Das ist auch der Grund, warum sie sich in gefährlichen Situationen definitiv zu verteidigen weiß. Susan neigt zu vorschnellen Urteilen, ist öfter mal sehr hitzköpfig und hat meiner Meinung nach ein kleines Aggressionsproblem. Eigentlich hält sie nichts in Alabama, denn ihre Eltern sind beide tot, aber dennoch übt dieser Ort eine ungeahnte Anziehungskraft auf sie aus.
Jeff Moley ist der beste Handwerker in Taspering und kümmert sich regelmäßig um Reparaturen in Grayson House. Als Mieter wohnt er in einem der Nebengebäude des Herrenhauses, was in Anbetracht der Hausgröße und der Menge an Reparaturen ziemlich praktisch ist. Jeff kann sehr überheblich und arrogant sein, hält sich wohl meist für ein Geschenk Gottes. Aber er kann definitiv auch anders, aber dafür muss man ihn erst einmal näher kennenlernen.

Schreibstil und Handlung
„Ausgerechnet Alabama“ ist in der dritten Person aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben. Sehr flüssig und überaus informativ werden die verschiedenen Inhalte herübergebracht und auch schafft es die Autorin, die unterschiedlichen Gefühlslagen der Charaktere sehr gut zu vermitteln. Ein wenig störend empfand ich allerdings die unterschiedlich langen Kapitel. Während einige bereits nach ein paar wenigen Seiten vorbei waren, zogen sich wiederum andere über knapp zwanzig Seiten und das störte bei mir ein wenig den Lesefluss.
Inhaltlich hält dieses Buch eine wirklich tolle Liebesgeschichte für uns Leser parat. Auch war es sehr interessant, die Südstaaten aus Sicht einer ‚neu zugezogenen‘ Person, und die dortigen Sitten kennenzulernen. Aber ich finde auch, dass das bereits oben angesprochene Thema von Rassismus und Sklaverei in den Südstaaten etwas zu kurz gekommen ist. Eigentlich sollte diese Geschichte eine Familienstory erzählen, aber bis auf einige kurze Stellen ist dies für mich zu kurz gekommen. Dahingehend hatte ich in Bezug auf den Ort andere Erwartungen gehabt.
Die Charaktere waren mir größtenteils eigentlich sympathisch, allerdings haben mir einige Handlungen doch immer wieder einen Stich versetzt. Generell ist dieses Buch überhäuft mit Lügen und Geheimnissen, auch wenn diese an einigen Stellen absolut nicht notwendig gewesen wären. Darauf bezogen empfand ich Jeffs Verhalten sogar nachvollziehbar, während Susan meiner Meinung nach oft unangemessen reagiert. Ihr Verhalten war mir zu überspitzt und extrem. Statt erstmal abzuwarten ist sie direkt an die Decke gegangen, um sich dann gefühlt Sekunden später direkt wieder zu versöhnen – für mich etwas unrealistisch.

Fazit
Die Lovestory in „Ausgerechnet Alabama“ hat mir richtig gut gefallen – klassisch, aber mit Pepp. Ansonsten empfand ich vieles leider ein bisschen zu überhäuft, weshalb meine Bewertung nicht besser ausfallen kann.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2020

Rezension: "Nur noch ein bisschen Glück" von Simona Ahrnstedt

Nur noch ein bisschen Glück
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Titel: Nur noch ein bisschen Glück
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Juli 2020
ISBN: 978-3-86493-150-5
Preis: 14,99 € als Paperback

Klappentext
Ein magisch schöner Ort und eine ...

Titel: Nur noch ein bisschen Glück
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Juli 2020
ISBN: 978-3-86493-150-5
Preis: 14,99 € als Paperback

Klappentext
Ein magisch schöner Ort und eine Liebe so gross wie das Meer
Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem sexy Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat?

Buchtitel und Coverdesign
Einen sehr sommerlich ländlichen Eindruck vermittelt bereits das Cover von „Nur noch ein bisschen Glück“. In Kombination mit dem Titel und Klappentext passt alles wunderbar zusammen. Eine Frau steht lächelnd in einem Blumenfeld und irgendwie scheint das Buch schon beim Ansehen gute Laune zu versprühen. Ich erwartete eine schöne Geschichte mit einem kleinen Pechvogel, der sein Glück sucht und in der Liebe findet, nachdem ich mir den Klappentext etwas intensiver angeschaut hatte.

Charaktere
Stella ist Städterin durch und durch. Sie ist Modedesign und kann eigene Kleidung nähen und möchte sich unbedingt ihren großen Traum, in New York Modedesign studieren, verwirklichen. Passend zum Berufswunsch ist sie sehr stilsicher, fein und elegant. Ihre Mutter ist tot, was mit ihrem Vater geschehen ist, das weiß sie leider nicht. Nach mehreren Tiefschlägen in ihrem Leben braucht sie dringend eine Pause. Ihre beste Freundin Maud unterstützt sie sehr dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen.
Thor ist Bauer auf seinem eigenen Hof in Laholm. Seine Frau ist vor einigen Jahren gestorben und seitdem kümmert er sich allein um die beiden gemeinsamen Kinder. Zu seiner Familie hat er ein sehr gutes Verhältnis, wenn auch nicht sehr viel Zeit. Er arbeitet stets sehr hart und meist auch den ganzen Tag über. Außerdem ist er sehr hilfsbereit, manchmal aber etwas ‚betriebs- bzw. familienblind‘.

Schreibstil und Handlung
„Nur noch ein bisschen Glück“ ist in der dritten Person geschrieben. Vor diesem kannte ich bereits einige andere Bücher der Autorin, aber leider konnte auch dieses bei mir nicht die größten Gefühle wecken, auch wenn die Story eindeutig Potenzial geboten hat. Die Geschichte ist an sich locker, leicht und flüssig, aber irgendwie konnte sie mich nicht so richtig mitreißen. An vielerlei Stellen waren mir zu viele Worte, obwohl eigentlich nichts Relevantes passiert ist, was leider schnell langweilig wirkte. Insgesamt war das Buch das fünfte der Autorin für mich, aber ich kann ehrlich gesagt immer noch nicht so ganz nachvollziehen, wie sie in Schweden als die ‚Queen of Romance‘ gehandelt werden kann.
Die Handlung war sehr gut durchdacht und dementsprechend auch strukturiert. Sehr gut wurden die extremen Gegensätze vom Stadt- zum Landleben aufgezeigt und haben mich definitiv das ein oder andere Mal zum Lachen gebracht. Die verschiedenen Szenendarstellungen haben teilweise eine sehr ruhige Entspannungs- und Urlaubsatmosphäre hervorgerufen, was dafür sorgte, dass dieses Buch wirklich echte Erholung bei mir geboten hat. Das habe ich so in dem Ausmaß bisher noch nicht erlebt. Es war einfach das typische beschauliche Dorfleben. Leider war es ab einem gewissen Punkt einfach zu viel des Guten und es wurde langweilig, wenn man bedenkt, dass das Buch knapp 450 Seiten hat. Man hätte an dieser Stelle wohl einige Nebenhandlungen, die angefangen und auch komplett ausgeführt worden sind, streichen können. Dadurch wurden sehr viele Seiten produziert, die nicht zwingend notwendig gewesen wären.
Die Charaktere haben mir generell eigentlich sehr gut gefallen. Mit ein paar bin ich direkt warm geworden, mit ein paar anderen erst wesentlich später. Wenn man sich allerdings ihre Gründe für ihr vorhergehendes unsympathisch wirkendes Verhalten angesehen hat, waren diese für mich vollkommen plausibel und verständlich. Allerdings ging mir bei Protagonistin Stella irgendwann auf die Nerven, dass sie irgendwie in einem Gedankenchaos festzustecken schien. Es war immer dasselbe: wieder weggehen wollen, bleiben, doch wieder gehen wollen, unbedingt bleiben, etc.
Letztendlich waren es einige Kleinigkeiten, die sich zu größerem aufgetürmt haben, was mich gestört hat und deswegen fand ich das Buch leider nur mittelmäßig, obwohl ich mir sehr viel mehr erhofft hatte.

Fazit
Wunderbar erholsam und ruhig, aber leider nichts Besonderes. Für ein paar schöne Stunden ist das Buch aber auf jeden Fall okay. Ich glaube nur leider, dass Simona Ahrnstedt und ich nie vollständig miteinander warm werden …

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere