Profilbild von Becci5997

Becci5997

Lesejury Star
offline

Becci5997 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Becci5997 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2020

Rezension: "A Single Night" von Ivy Andrews

A single night
0

Autor/in: Ivy Andrews
Titel: A Single Night
Reihe/Band: L.O.V.E., Band 1
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-7341-0855-6
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext ...

Autor/in: Ivy Andrews
Titel: A Single Night
Reihe/Band: L.O.V.E., Band 1
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-7341-0855-6
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Eine einzige Nacht kann dein Leben für immer verändern …
Als die modebegeisterte Libby während der New Yorker Fashion Week auf den erfolgreichen Jungdesigner Jasper Chase trifft, ahnt sie nicht, dass sie wenige Stunden später eine unvergessliche Nacht mit ihm verbringen wird. Anderthalb Jahre danach kreuzen sich ihre Wege erneut: am Plymouth College of Art, wo sich Libby für ein Modedesign-Studium eingeschrieben hat. Das erste Wiedersehen verläuft jedoch alles andere als magisch, und Libby muss sich fragen, wieso sie in den letzten Monaten immer wieder an Jasper denken musste, denn dem ist der Starruhm offensichtlich völlig zu Kopf gestiegen. Jasper allerdings hat Libby keineswegs vergessen – genauso wenig dessen bester Freund Ian, dem die talentierte Amerikanerin ein gewaltiger Dorn im Auge ist …
Libby und Jasper – nur ein kurzer Flirt oder doch Liebe für die Ewigkeit?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Die Titelgestaltung war für mich minimal kontrovers, denn einerseits deutet der Buchtitel „A Single Night“ auf eine heiße kurzlebige Romanze hin, nach der es zur Trennung kommt, während „L.O.V.E.“ als bandübergreifender Titel schon eher auf langfristige Beziehungen hindeutet. Abgesehen mal davon ist der Reihenname eine Kombination aus den Anfangsbuchstaben der Namen der Mädchen, mit denen Libby in einer WG wohnt – dementsprechend ist auch direkt klar, dass die nächsten Bände die Geschichten der anderen erzählen werden.
Das Cover ist in rosa gehalten, während der Titel wirklich die komplette Front ausfüllt. Der Hintergrund wirkt, als würden sich verschiedene Tüll- oder Stoffbahnen in einem Windhauch aufbauschen. Da Mode ein sehr großes Thema in der Geschichte ist, finde ich es passend dargestellt.

Charaktere
Liberty Stevensen, kurz genannt Libby, ist süß, unschuldig und eindeutig viel zu lieb für diese Welt, weshalb ihre Mutter sich auch wie eine Glucke zu verhalten scheint. Zu Beginn der Handlung ist sie 18 Jahre alt, absolut modebegeistert und geht ihrer Leidenschaft fürs Bloggen nach. Seit sie mit ihrem Studium im Bereich Modedesign angefangen hat, fehlt ihr mittlerweile aber jegliche Zeit für ihren Blog und die freie Zeit, die sie hat, verbringt sie lieber mit ihrer chaotischen WG-Mädels-Truppe. Sie ist aufgeweckt, äußerst kreativ und muss sehr hart arbeiten, um ihre Träume zu verwirklichen und das zu erreichen, was sie sich wünscht.
Jasper Chase ist ein angehender Jungdesigner, der mit seinem besten Freund Ian zusammen ein Label gegründet hat. Er ist sehr arbeitswütig, auch wenn seine Kreativität ihm sehr leicht von der Hand geht. Sein Charakter ist ziemlich einvernehmend und intensiv – er kann einem sehr schnell unter die Haut gehen. Sein Vater ist Fischer, seine Mutter hat ihn schon in frühen Jahren verlassen und seit längerer Zeit lebt er mit Ian zusammen, auch wenn es schon seit geraumer Zeit nicht mehr ganz rund läuft bei den beiden.
Ian Corbin, besagten besten Freund, hat man zunächst als sehr einfühlsam und nett kennengelernt. Allerdings wurde sein Eindruck, je weiter die Geschichte fortschritt, immer negativer. Er hat gewissermaßen das ein oder andere Diktator-Gen abbekommen, mischt sich gerne in die Angelegenheiten anderer Leute ein und legt eine äußerst manipulative Art an den Tag. Er ist ungerecht, zeigt wenig Verständnis für die Dinge, die seinem Umfeld wichtig sind und all das sorgte dafür, dass er für mich einer der unsympathischsten Charaktere seit langem war.

Schreibstil und Handlung
Ivy Andrews‘ Schreibstil war sehr flüssig und angenehm, an der ein oder anderen Stelle aber etwas zu detailliert und ausschweifend. Im Vergleich dazu wurden einige Punkte, die mir persönlich wichtig gewesen wären, etwas zu schnell abgehakt. Das Tempo des Schreibstils war, auch in Bezug auf die einzelnen Handlungsverläufe, dementsprechend sehr unausgeglichen.
In vielen Bereichen schreibt die Autorin sehr dezent und außerdem kommt sie in ihrer Geschichte ohne die Darstellung von expliziter Erotik aus, wobei ich dahingehend leider anmerken muss, dass es mir dadurch an Intensität zwischen den Charakteren gefehlt hat. Man muss Sex nicht bis ins kleinste Detail beschreiben, keine Frage – allerdings vertrete ich schon die Meinung, dass man eine wirkliche Verbindung zwischen den Charakteren spüren sollte, auch wenn viele dieser Aktionen nur angedeutet werden.
Die Handlung selbst war für mich etwas ziemlich anderes, als der Klappentext versprochen hat. Einerseits fand ich Jaspers Charakterbeschreibung etwas irreführend und andererseits beinhaltet dieses Buch viel mehr Themen als nur die Liebesgeschichte zwischen Libby und Jasper. Auch ist mir aufgefallen, dass mehrfach Themenbereiche angeschnitten worden sind, die aber leider nur zum Teil und nicht vollständig ausgeführt worden sind, worüber ich sehr gerne mehr erfahren hätte. Gerade bezüglich eines bestimmten Aspekts habe ich so lange auf eine Auflösung gewartet, die wirklich erst ganz zum Schluss kam, wodurch das Ende sehr gehetzt und gewollt wirkte, was mir an der Stelle auch leider nicht sehr gut gefallen hat.
Wie bereits angesprochen behandelt „A Single Night“ viel mehr Themen als nur die Liebe. Es geht um Freundschaft, Alltag mit einem Studium und Arbeit nebenbei, von Zuhause ausziehen, etc. Für den ein oder anderen mag das zu viel sein, denn es besteht die Möglichkeit, dass einiges hinten runterfallen könnte. Mir hat die Geschichte wirklich nicht schlecht gefallen bzw. viele der genannten Punkte haben mich nicht extrem gestört, weshalb auch meine abschließende Beurteilung besser ausgefallen ist, als man vermutet hätte.

Fazit
Eine schöne, angenehme Geschichte in der viel mehr steckt als nur das übliche Liebes-Hin-und-Her zwischen zwei Menschen. Thematisiert werden zusätzlich Freundschaft, Mode und der Start ins Berufsleben – eine breite Mischung mit kleineren Schwächen. Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Teilen weitergeht.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Rezension: „Troublemaker“ von Avery Flynn

Troublemaker
0

Autor/in: Avery Flynn
Titel: Troublemaker
Reihe/Band: Harbor City, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-3736-1192-3
Preis: 12,90 € als Paperback

Klappentext ...

Autor/in: Avery Flynn
Titel: Troublemaker
Reihe/Band: Harbor City, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-3736-1192-3
Preis: 12,90 € als Paperback

Klappentext
Kann er wirklich lieben oder ist alles nur ein Spiel für ihn?
Unverschämt attraktiv, unanständig reich und in der Regel unwiderstehlich – Hudson Carlyle hat alles und kann jede Frau haben. Doch als er Felicia Hartigan trifft, muss er feststellen, dass sein Charme bei ihr nicht zieht: Sie lässt ihn eiskalt abblitzen! Fasziniert von der widerspenstigen Wissenschaftlerin versucht er, so viel wie möglich über sie herauszufinden, und merkt schnell, dass Felicia schon seit Jahren für einen anderen schwärmt. Er macht ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann: Hudson verspricht Felicia Hilfe dabei, den Mann ihrer Träume zu erobern – und tut währenddessen alles, um selbst ihr Herz zu gewinnen. Doch schnell muss er feststellen, dass er das erste Mal in seinem Leben echte Gefühle für eine Frau entwickelt …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Der Titel „Troublemaker“ ist im Bezug auf Klang und Zusammensetzung exakt an „Heartbreaker“ angepasst und verdeutlicht so ein wenig die Reihenzugehörigkeit. Auch der zweite Band der „Harbor City“-Reihe spielt wieder in der gleichnamigen Stadt. Das Cover zeigt einen jungen Mann im Anzug von vorne, allerdings ohne einen direkten Einblick in sein Gesicht zu ermöglichen. Für meine Begriffe sieht er wahnsinnig attraktiv aus, wirkt etwas rastlos und macht mich sehr neugierig.

Charaktere
Felicia Hartigan ist Wissenschaftlerin und beschäftigt sich intensiv mit allen möglichen Arten von Ameisen. Sie wirkt auf den ersten Blick etwas unsicher und zurückhaltend und ist seit Jahren in ihren besten Freund Tyler verknallt. Auf den zweiten Blick merkt man allerdings schnell, dass sie gar nicht so schüchtern ist, wie man vermuten würde. Ihre Denkweise scheint nur in eine andere Richtung zu gehen als die der meisten Menschen. Während viele sich von Emotionen leiten lassen, glaubt sie fest an die Wissenschaft, analysiert Situationen genauestens und versucht alles auf eine sehr logische und neutrale Art und Weise zu sehen. Der einzige Haken ist, dass diese Methode ihr bei Tyler keine Lösung zu liefern scheint. Aus diesem Grund geht sie mit Hudson eine Art Zweckgemeinschaft ein, um zu lernen, wie sie ihren besten Freund verführen kann, damit er endlich auf sie aufmerksam wird.
Hudson Carlyle ist Künstler – allerdings nur im Geheimen. Für die Öffentlichkeit ist er ein reicher Playboy, der absolut Nichts anbrennen lässt in der Frauenwelt. Er ist gleichermaßen intelligent wie eingebildet bzw. sehr von sich selbst überzeugt. Er ist wahnsinnig gut darin, andere Leute für seine Zwecke zu manipulieren, denn er bekommt immer genau das, was er will. Aber eigentlich stellt Hudson alle anderen Menschen in seinem Umfeld immer über seine eigenen Belange – man sieht sehr gut wie unterschiedlich Schein und Sein sein können.

Schreibstil und Handlung
Aus der Sicht eines allwissenden Erzählers bzw. in der dritten Person wird die Geschichte aus den Sichtweisen von Felicia und Hudson erzählt. Sehr humorvoll nimmt die Geschichte schnell ein wenig Fahrt auf und sorgt dafür, dass man sie sehr flüssig und angenehm verschlingen kann.
Zunächst stand ich dem Buch sehr skeptisch gegenüber, denn der erste Teil der Reihe hatte mich nicht sonderlich umgehauen, weshalb ich auch keine allzu großen Erwartungen an diesen zweiten Band hatte. Vor allem nicht, als es zu Beginn mit einer fast identischen Szene aus „Heartbreaker“ losging. Zum Glück durfte ich aber recht schnell feststellen, dass „Troublemaker“ eine ganze eigene Richtung einschlug, die außer den verwandtschaftlichen Verhältnissen kaum etwas mit Band 1 gemein hatte.
Die Handlung war zwar dezent klischeebehaftet, wenn man bedenkt, dass Felicia mit einem anderen Kerl versuchen möchte, ihre große Liebe für sich zu gewinnen (siehe Klappentext). Allerdings wurde die Story so süß und wundervoll umgesetzt, dass sie mich einfach nur zum Träumen verführt hat.
Ich empfand die Geschichte als sehr emotional und intensiv. Die verschiedenen Gefühle der Charaktere sind mir ziemlich unter die Haut gegangen und haben mich regelrecht gefangen genommen. Die Anziehungskraft zwischen Felicia und Hudson war in jeder einzelnen Szene so sehr greifbar, dass ich schon sehr schnell mitgefiebert habe und jegliche Höhen und Tiefen der Geschichte am eigenen Leib miterlebt habe. An dieser Stelle muss ich auch erwähnen, dass Felicia und Hudson zwei sehr sympathische und wirklich realistisch gestaltete Charaktere für mich waren, denn so konnte ich mich auch richtig gut in sie hineinversetzen, was mir bei den Charakteren aus Band 1 leider damals sehr schwergefallen war.
Ich bin immer noch geflasht, wenn ich an diese Story zurückdenke, denn ich wurde wirklich sehr positiv überrascht und nun gebe ich auch überaus gerne dem dritten noch erscheinenden Band eine Chance.

Fazit
Wow – nach dem ersten Band hatte ich DAS definitiv nicht erwartet. Dieses Buch war um so viele Welten besser als der erste Band – sowohl die Story als auch die Charaktere und die verschiedenen Emotionen haben mich gecatcht und in einen Bücherhimmel entführen können! Für mich ein absolutes Monatshighlight!

Bewertung: 5  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2020

Rezension: "Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht" von Samantha Young

Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht
0

Autor/in: Samantha Young
Titel: Fallen Dreams – Endlose Sehnsucht
Reihe/Band: Play on, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-7457-0070-1
Preis: 14,00 ...

Autor/in: Samantha Young
Titel: Fallen Dreams – Endlose Sehnsucht
Reihe/Band: Play on, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-7457-0070-1
Preis: 14,00 € als Paperback

Klappentext
Was würdest du für deine wahre Liebe opfern?
Skylar hat es geschafft. Mit ihrer Band stürmt sie weltweit die Charts. Doch nach einer Tragödie kehrt sie ihrem bisherigen Leben den Rücken. Jetzt schlägt sie sich als Straßenmusikerin durch, schläft in einem Zelt und verbirgt ihre wahre Identität vor der Öffentlichkeit. Dennoch fällt sie dem Musikproduzenten Killian O’Dea auf, und er bietet ihr einen Plattenvertrag an. Um keinen Preis will Skylar zurück ins Rampenlicht. Erst als sie in eine bedrohliche Situation gerät, stimmt sie notgedrungen Killians Angebot zu. Schon bei der ersten Session spürt Skylar, dass der charismatische Schotte ihr unter die Haut geht. Aber darf sie ihm ihr Herz öffnen? Empfindet er wirklich etwas für sie – oder geht es ihm einzig und allein um seine Karriere?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover gibt auf den ersten Blick nicht besonders viel her. Viele kleine goldene Kreise sind zu einer Art Schallplatten-Design angeordnet und lassen direkt auf eine Popstar-Geschichte schließen, was der Klappentext nun auch recht schnell bestätigt. Auf den ersten Blick ist es keine Darstellung, die mich besonders anspricht – hält man es aber in die Sonne, reflektieren die eingehenden Lichtstrahlen und das Buch erstrahlt in einem Glitzern und Funkeln und es sieht traumhaft schön aus.
„Fallen Dreams“ mit dem Untertitel „Endlose Sehnsucht“ impliziert für mich, dass ein Traum zwar wahr geworden ist, aber doch nicht ganz das hält, was man sich davon versprochen hat und das so sehr, dass man nun enttäuscht ist. Für mich schwingt allein schon im Titel auch sehr viel Verlust und Schmerz mit, sodass ich auf diese Geschichte und das Ausmaß der hoffentlich existenten Emotionen sehr gespannt war.
„Fallen Dreams“ ist eigentlich der zweite Band der „Play on“-Reihe, was leider durch die unterschiedlichen Cover und durch den zwischenzeitlichen Verlagswechsel nicht deutlich wird. Als Reihen- und Einheitlichkeitsfan ist das für mich ziemlich traurig …

Charaktere
Skylar Finch ist Anfang 20 und schon seit Jahren eine Berühmtheit. So sehr sie zu Beginn ihrer Karriere das Leben aus Pop-/Rockstar auch geliebt und genossen hat, umso unglücklicher ist sie nun. Nachdem ihre Mutter und deren Lebensgefährte grauenvoll ermordet worden sind, ergreift sie, als auch nach Monaten noch keine Fallaufklärung in Sicht ist, die Flucht. Sie versteckt sich vor ihren Freunden, ihrem Management und der ganzen Welt und lebt auf der Straße unter anderen Obdachlosen und schlägt sich so durch. Sie ist eine Kämpferin, stur und fest davon überzeugt, dass sie einen Neuanfang schaffen kann, ohne wieder ins Rampenlicht gezerrt zu werden. Denn sie will nie wieder dem Druck der Öffentlichkeit ausgeliefert sein.
Killian O’Dea ist Musikproduzent und ein absolutes Arbeitstier. Der einzige, der ihn zu ein bisschen Freizeitaktivitäten zwingen kann ist seine Schwester Autumn. Er ist sehr ehrgeizig, stur und verschlossen und hat einen ziemlich eigenen Sinn für Gerechtigkeit. Das beschreibt zumindest seinen Charakter auf der einen Seite – auf der anderen kann er aber auch sehr nett und hilfsbereit sein, denn seit ihre Eltern gestorben sind, musste er sich mit um seine kleine Schwester kümmern. Abgesehen mal davon ist bei ihm aber definitiv ein Umdenken erforderlich, denn seine Arbeit steht über allem und was das angeht handelt er absolut nie uneigennützig.
Beide Charaktere waren für ihre jeweiligen aktuellen Situationen und auch im Hinblick auf ihre vergangenen Erlebnisse meiner Meinung nach sehr authentisch und realistisch dargestellt. Nichts wirkte auf mich unecht an ihnen. In verschiedensten Augenblicken konnte ich sehr gut mit ihnen mitfühlen und mich in positiven Situationen auch mit ihnen freuen. Auch wenn jeder so seine kleinen oder größeren Macken hatte, waren sie mir beide sehr sympathisch.

Schreibstil und Handlung
„Fallen Dreams“ wird in der ersten Person aus der Sichtweise von Skylar erzählt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und überaus emotional, wirkt in vielen Szenen stark unterstützend und schafft es, die verschiedensten Emotionen zu intensivieren. Flüssig und locker flog ich nur so durch die Seiten und wollte am liebsten gar keine Pause beim Lesen machen. Ich wollte es nicht aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt und in seinen Bann gezogen. Auch konnte ich mich durch den Schreibstil sehr gut in Skylar und ihre Situation bzw. ihre Gefühle hineinversetzen. Es war ein intensives Erlebnis für mich.
Die Handlung war genauso tiefgehend, emotional und intensiv, wie ich auch schon den Schreibstil beschrieben habe. Diese beiden Bereiche haben in diesem neuen Buch von Samantha Young nahezu fantastisch miteinander harmoniert. Zwischendrin hatte ich öfter das Gefühl, als wären verschiedene Beschreibungen etwas zu detailliert, allerdings hat dies den Lesefluss nicht gestört, geschweige denn die Geschichte für mich negativ beeinflusst. Ich empfand es auf jeden Fall noch akzeptabel.
Sehr informativ und gut dargestellt fand ich auch den Druck, der im Musik- und wahrscheinlich auch im Film-Business oder jedem anderen Bereich, indem man zwangsweise berühmt werden kann, herrscht. Diese Erfahrungen in ihren Extremen waren schon etwas schockierend und es ist verständlich, dass man damit nicht auf ewig zurechtkommen kann, wie ich finde, wenn niemand in der Lage ist, einen sicher abschirmen zu können.
Im Großen und Ganzen habe ich an diesem Buch, der Geschichte und den Charakteren Nichts zu meckern oder auszusetzen.

Fazit
Ich liebe es! ♥ Es war emotional, intensiv und hat mich mehrfach zu Tränen gerührt. Ein absolut fesselndes Highlight für mich. Einfach wundervoll. So bin ich es von der Autorin gewohnt.

Bewertung: 5  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

Rezension: "Love on Lexington Avenue" von Lauren Layne

Love on Lexington Avenue
0

Autor/in: Lauren Layne
Titel: Love on Lexington Avenue
Reihe/Band: Central Park, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-442-49042-4
Preis: 10,00 € als ...

Autor/in: Lauren Layne
Titel: Love on Lexington Avenue
Reihe/Band: Central Park, Band 2
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-442-49042-4
Preis: 10,00 € als Taschenbuch

Klappentext
Drei Freundinnen, die New Yorker High Society und die Suche nach Mr Right
Dass ihr verstorbener Mann zahlreiche Affären hatte, löst nicht nur Wut in Claire Hayes aus – es hat ihr auch das Herz gebrochen. Nie wieder will die junge Witwe einen Mann so nahe an sich heranlassen. Auch soll nichts in ihrem Leben sie mehr an Brayden Hayes erinnern. Claire stürzt sich in die Renovierungsarbeiten an ihrem Haus in der Upper East Side. Dass ihr ungehobelter Bauleiter Scott Turner sie für eine verwöhnte Prinzessin hält, bestätigt sie in ihrer Überzeugung: New Yorker Männer können ihr gestohlen bleiben! Selbst wenn sie so attraktiv sind wie Scott, in dessen Gegenwart Claire sich endlich wieder lebendig fühlt …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Band 2 der „Central Park“-Reihe von Lauren Layne ist diesmal in wunderschönen Blautönen gehalten und bildet erneut die New Yorker Stadt in der Morgen- oder Abenddämmerung ab. Mit seinen funkelnden Lichtern lädt das Cover zum Träumen ein und ist auf jeden Fall eine große Konkurrenz für den ersten Teil. „Love on Lexington Avenue“ beschreibt als Titel wieder exakt WAS genau WO passieren wird. Nämlich Liebe. Auf der Lexington Avenue. In New York. Ich hoffe wieder auf eine traumhafte Geschichte, die mit dem ersten Band „Passion on Park Avenue“ mithalten kann.

Charaktere
Claire Hayes ist gleichermaßen wütend wie traurig und gleichermaßen auch erleichtert. Nach dem Betrug ihres toten Ehemanns Brayden, was eindeutig die ersten beiden Gefühlsregungen erklärt, hat sie zwei wundervolle neue Freundinnen gefunden. Und das sind ausgerechnet die Affären ihres verstorbenen Mannes. Aber sie ist in der Lage, aus diesen neu entstandenen Freundschaften Kraft zu ziehen, denn sie braucht ganz dringend Veränderungen, da sie sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Sie hat keine Hobbys, will auch keine neue Beziehung und als würde das nicht schon reichen fühlt sie sich auch noch ‚unsichtbar‘. Unsicher und zutiefst verletzt versucht sie das Leben als frisch gebackene Witwe zu meistern und ihr Herz zu reparieren.
Scott Turner ist ein ziemlich stoffeliger und äußerst unfreundlicher Innenarchitekt. Er will alles, aber am allerwenigsten mit irgendeiner Frau sesshaft werden und aus diesem Grund ist er mehr oder weniger auch mit seiner Arbeit verheiratet und höchstens für unverbindlichen Sex zu haben. Er hat Beziehungen schon lange abgeschworen – die einzige, die er regelmäßig und leidenschaftlich unterhält, ist die zu seiner Hündin Bob. Er legt eine sehr direkte Art an den Tag und Gefühle sind ihm fremd, weshalb er manchmal auch überhaupt nicht bemerkt, wenn er auf denen anderer Leute herumtrampelt.

Schreibstil und Handlung
„Love on Lexington Avenue“ ist in der dritten Person bzw. aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben. Der Schreibstil ist wieder einmal wundervoll leicht und flüssig, locker und lädt direkt zum Abtauchen ein, was auch der Grund dafür war, dass ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe. Innerhalb der Handlung werden viele Informationen und Gefühlseindrücke wahnsinnig gut platziert, was auch dafür sorgte, dass ich mich 1 A in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen konnte Es war einfach wieder ein absolut tolles Leseerlebnis.
Die Handlung selbst ist wieder sehr gefühlvoll – romantisch und traumhaft schön – und kommt sogar ohne die Schilderung expliziter Erotik klar. Die Charaktere sind alle richtig gut und authentisch gelungen, sodass sie einen Freundeskreis bilden, den sich absolut jeder für sich selbst wünschen würde. Auch die Geschichte um Claire und Scott entwickelt sich stetig und in angemessenem Tempo immer weiter, sehr realistisch in Anbetracht der vorhergehenden Ereignisse (betr. Band 1).

Fazit
Dieses Buch habe ich in weniger als 24 Stunden verschlungen und absolut geliebt! Ich war öfter mal zu Tränen gerührt und bin überzeugt, dass es viel zu schnell vorbei war. Ich sehne Band 3 herbei! ♥

Bewertung: 5  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

Rezension: "Love Coach" von Sophie Andresky

Lovecoach
0

Autor/in: Sophie Andresky
Titel: Love Coach
Genre: Erotikroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-453-27216-3
Preis: 15,00 € als Paperback

Klappentext
Lesen Sie keine Sex-Ratgeber. ...

Autor/in: Sophie Andresky
Titel: Love Coach
Genre: Erotikroman
Erscheinungsdatum: Mai 2020
ISBN: 978-3-453-27216-3
Preis: 15,00 € als Paperback

Klappentext
Lesen Sie keine Sex-Ratgeber. Vor allem glauben Sie nicht, was darin steht. Sie wissen am besten, was Ihnen gut tut.
Karla und ihre Freundinnen suchen im Dschungel der paarungswilligen Großstädter nach dem Glück oder wenigstens nach einer heißen Nacht. Ob Sex-Sekte, Swingerclub, lesbische Beziehung oder Nackt-Kuppelshow – sie probieren alles und geben nicht auf.
Sex und Liebe in Zeiten von Tinder und Social Media. Ein Roman, der die Lust, Frauenfreundschaften und das real life feiert.

Buchtitel und Coverdesign
Das Cover bildet eine Frau mit langen dunklen Haaren von der Seite ab, bei der eindeutig zu erkennen ist, dass ihr Rücken unbekleidet ist. Ich vermute mal, dass die Frau eine etwas intimere Stimmung hervorrufen sollte, was bei mir aber leider nicht angekommen ist. In einem großen rosafarbenen Kreis prangt in der Mitte des Covers der Titel und die Genrebezeichnung. Hinter dem Titel und in Verbindung mit dem Klappentext erhoffte ich mir eine humorvolle Geschichte mit geistreichen Ratschlägen in Liebesdingen und hatte wirklich eine sehr interessante Vorstellung davon in meinem Kopf.

Charaktere
In „Love Coach“ werden die Beziehungen von vier äußerst verschiedenen Charakteren beleuchtet, die alle miteinander bzw. untereinander befreundet sind und größtenteils regelmäßigen Kontakt pflegen.
Karla ist die Sexpertin der Freundinnen und irgendwie auch die Protagonistin der Geschichte. Sie ist frisch von ihrem (Ex-) Freund Matthis getrennt und durchlebt gerade sozusagen eine kleine Krise. Neben ihrem eigentlichen Therapieangebot für ihre Klienten hat sie nun auch noch die Betreuung für eine Nackt-Kuppelshow beim Fernsehen übernommen.
Tilda, die erste der Freundinnen, lebt in einer Kommune und sollte eigentlich enthaltsam leben, bis auf an vom Orden festgelegten Tagen. Dass das nicht ganz der Realität entspricht, brauche ich gar nicht zu sagen. Mieze ist die Lesbe unter den Freundinnen und steckt in einer nicht so liebevollen Beziehung fest, denn ihre Partnerin hält nichts von Monogamie. Und dann gibt es noch Fine: Sie ist ein bisschen crazy und versucht sich als Influencerin, was mehr oder weniger erfolgreich läuft.
Ich muss gestehen, dass ich mit keiner der Charaktere auch nur annähernd warm geworden bin. Sie schienen alle recht verdrehte Vorstellungen von Liebe und Sex zu haben, von der fast offensichtlichen Sexsucht bei jeder will ich gar nicht erst anfangen. Klar, jeder ist anders was seine Einstellung und Vorlieben angeht, aber auf mich wirkten alle vier sehr übertrieben in allem was sie getan, gesagt oder gedacht haben. Unnatürlich wäre wohl ein besseres Wort, um sie zu beschreiben. Abgesehen mal davon schien keine auch nur annähernd über ein gesundes Selbstbewusstsein zu verfügen, geschweige denn ein ‚ordentliches‘ Leben zu führen. Generell hatten sie sehr niedrige Ansprüche an ihre Partner und auch an sich selbst, sodass ich mit ihnen so gar nicht zurechtgekommen bin.

Schreibstil und Handlung
Mir war klar, dass dieses Buch für mich mal etwas Anderes werden würde, als die Geschichten, die ich sonst zu lesen pflege. Dass meine Meinung allerdings so ausfallen würde, hatte ich absolut nicht erwartet.
Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr merkwürdig. „Love Coach“ ist in der dritten Person bzw. der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben. Das war nicht der Punkt, der mich irritiert hat, sondern eher die Tatsache, dass alles im Präsens geschrieben ist, als würde jemand gerade wirklich geschehende Handlungen parallel kommentieren. Ich kannte diese Art bisher nur in verschiedenen Vergangenheitsformen und mit denen bin ich eigentlich sehr gut zurechtkommen, was hier halt leider nicht der Fall gewesen ist.
Generell wird Sophie Andresky’s Schreibstil als sehr freizügig und direkt beschrieben. Dem kann ich einerseits zustimmen, andererseits muss ich aber auch widersprechen. Ich finde, dass es einen schmalen Grat zwischen freizügig und plump bzw. direkt und herablassend gibt. Leider finde ich nicht, dass die Autorin den ‚richtigen‘ Weg gefunden hat. Ich habe kein Problem mit Freizügigkeit – ich finde nur, dass sie mit angemessenem Ausdruck wesentlich erotischer wirkt, als dass man beispielsweise für verschiedene Geschlechtsteile oder -regionen Wörter benutzen sollte, die heutzutage von vielen Jugendlichen und Erwachsenen als Schimpfwörter bzw. Beleidigungen genutzt werden. Zu viele Passagen waren für mich nicht ansprechend formuliert, wirkten plump, niveaulos und äußerst herablassend sowie vom Kontext her nicht passend. Ich fand den Schreibstil schlichtweg grauenhaft und vermute auch, dass dieses Buch für mich das erste und letzte der Autorin gewesen sein wird.
Im Hinblick auf den Klappentext hatte ich auch von der Handlung etwas ganz Anderes erwartet. Weder geht es um ein Coaching-Programm, eine Sextherapie oder um eine App, die einem mit seinen Problemen im sexuellen Bereich helfen kann.
Es wird sehr viel über die einzelnen Lebensgeschichten der vier Freundinnen erzählt, aber im Gesamten gibt es nur sehr wenig Kontakt unter den Vieren. Wenn Kontakt bestand, dann eher über Chatverläufe, statt persönliche Treffen, und auch, wenn ich solche Nachrichtenverläufe eigentlich in Büchern liebe – waren auch diese für mich nicht ansprechend, größtenteils einfach nur wirr und abgedreht.
Der komplette Inhalt von „Love Coach“ wirkte auf mich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich habe das Buch am Ende zugeklappt und konnte nicht mal annähernd sagen, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Vor allem verwirrend war, dass gegen Ende nochmal eine Art Handlungsumschwung kam und auf einmal etwas ganz anderes Thema wurde, was überhaupt Nichts mit den vorangegangenen Ereignissen zu tun hatte. Ja, es brachte minimale Spannung ins Geschehen, aber da es nicht zum Rest passte auch einfach nur merkwürdig.
Der Klappentext sagt so schön, wie dieses Buch das „real life feiert“ – mein einziger Gedanke ist dazu, dass dieser Klappentext unbedingt berichtigt werden sollte, mal abgesehen von der Tatsache, dass das ‚real life‘ nicht mal annähernd so ist, wie dieses Buch es einem weismachen will.

Fazit
Wieder ein Buch, bei dem der Inhalt absolut nicht das hält, was der Klappentext verspricht. Ich bin enttäuscht. Sophie Andresky soll eine Meisterin der Freizügigkeit sein – meiner Meinung nach war die Geschichte nicht an Niveaulosigkeit zu übertreffen.

Bewertung: 1  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere