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Veröffentlicht am 25.12.2020

Rezension: "Things we never said" von Samantha Young

Things We Never Said - Geheime Berührungen
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Autor/in: Samantha Young
Titel: Things we never said – Geheime Berührungen
Reihe/Band: Hartwell Love Stories, Band 3
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Oktober 2020
ISBN: 978-3-7457-0104-3 ...

Autor/in: Samantha Young
Titel: Things we never said – Geheime Berührungen
Reihe/Band: Hartwell Love Stories, Band 3
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: Oktober 2020
ISBN: 978-3-7457-0104-3
Preis: 12,99 € als Paperback

Klappentext
Eine Liebe, die nicht sein darf. Eine Liebe, die stärker ist als jede Vernunft.
Dahlia erkennt sich selbst nicht wieder. Bei keinem Mann hat sie je so empfunden wie bei Michael. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Dabei ist er tabu für sie, denn sie ist in einer festen Beziehung. Als sie ihren Freund am Abend sieht, durchzuckt es sie wie ein Blitz: Er stellt ihr seinen besten Kumpel vor – ausgerechnet Michael. Dahlia kommt mit diesem überein, ihre tiefen Gefühle zu ignorieren, um niemandem wehzutun. Das Einzige, was ihnen bleibt, sind verborgene Blicke, in denen sie die Sehnsucht des anderen lesen. Kleine Berührungen, von denen sie wünschen, es könnte mehr daraus werden. Es bricht Dahlia das Herz, mitzuerleben, wie Michael andere Frauen kennenlernt. Aber nach einer schmerzhaften Ewigkeit bricht sich das Verlangen Bahn – mit fatalen Konsequenzen …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
„Things we never said“ deutet als Titel auf eine Geschichte voller Geheimnisse und vielleicht auch der ein oder anderen Lüge hin. Es wirkt einerseits mysteriös, da es sich bei der Geschichte aber um einen Liebesroman handelt, ist emotional wohl die bessere Deutung. Das Cover ist recht modern und bunt gestaltet. Orangefarbene, rote und blaue Farbverläufe tummeln sich auf dem Cover, während in der Mitte zentriert die Angaben zum Titel samt Untertitel und Autor über die ganze Bildfläche ausgebreitet sind.
Bei „Things we never said“ handelt es sich um den dritten Band der „Hartwell Love Stories“ und da die Reihe zwischenzeitlich nach Band 1 und 2 den Verlag gewechselt hat, kann man nicht mal annähernd behaupten, dass sich dieser dritte Band nahtlos einfügt. Für mich als Perfektionistin ein Graus – allerdings kann man das nicht wirklich in die Bewertung einfließen lassen. Jedoch finde ich, dass die alte Coveraufmachung wesentlich besser zu den Geschichten gepasst hat als jetzt diese neue Variante.

Charaktere
Dahlia McGuire kommt aus einer großen Familie mit vier Geschwistern und lebt seit einiger Zeit in Hartwell, nachdem sie von Zuhause geflüchtet ist als ihre Schwester Dillon gestorben ist. Als wäre diese Trauer aber nicht schon genug, hat sie zusätzlich noch den Verlust ihrer großen Liebe zu verkraften. Damals war sie noch mit seinem besten Freund zusammen und so konnten sie nicht zusammenfinden. In Hartwell hat sie sich nun aber endlich ihr eigenes Leben aufgebaut, um nach vorne zu schauen. Sie arbeitet als Schmuckdesignerin und besitzt einen eigenen kleinen Laden, in dem sie ihre Stücke verkauft. Dahlia war immer eine sehr lebensfrohe junge Frau, aber nach all dem Erlebten hat sie sich mehr und mehr in sich zurückgezogen, regelrecht verschlossen und kämpft nun allein gegen ihre Probleme an, wenn sie nicht gerade von Schuldgefühlen zerfressen wird.
Michael Sullivan ist schon seit langer Zeit ein Freund der McGuires. Er arbeitet als Polizist mit Dahlias Bruder zusammen und lässt sich gerade von seiner Frau scheiden, da er zu ihr nie so richtig eine Verbindung aufbauen konnte, denn sein Herz trägt tiefe Wunden aus der Vergangenheit. Michael kann ein richtiger Charmeur sein. Er ist frech, witzig und trägt das Herz auf dem rechten Fleck, seinen Freunden gegenüber ist er unglaublich loyal – allerdings existiert von ihm auch eine andere, eiskalte, Seite, die man so zunächst gar nicht vermuten würde.

Schreibstil und Handlung
Ich bin eine bekennende Liebhaberin der Bücher von Samantha Young und doch hatte ich mit diesem leider ein paar Schwierigkeiten. Samantha schreibt wie immer sehr lebendig, auch wenn dieses Mal einige Szenen für meine Begriffe unnötig in die Länge gezogen worden sind und das schon mit der erste Grund für mich ist, dass dieser dritte Band nicht mit seinen Vorgängern mithalten kann. Die Geschichte wird zwar von aus den Sichtweisen von Dahlia und Michael erzählt, allerdings waren die Anteile so unausgeglichen, dass es sich manchmal negativ auf die Geschichte ausgewirkt hat. Die Autorin schaffte es mit ihrem Schreibstil die verschiedensten Gefühle, wie Z.B. Trauer, Lust oder Liebe, deutlich zu machen – es war ein bunter Mix – allerdings fehlte mir leider des Öfteren die emotionale Bindung zur Geschichte, aber darauf werde ich gleich noch etwas näher eingehen.
Insgesamt hatte ich inhaltlich einen eher holprigen und schweren Start mit der Geschichte, denn zunächst bewegte man sich in der Vergangenheit, was mich ziemlich verwirrte, denn es ist nicht direkt deutlich geworden, dass das noch nicht der richtige Start in einer aktuellen Zeit gewesen ist. Die Handlung entwickelte sich zusätzlich auch sehr langsam. Erst nach und nach kamen gewisse Wahrheiten ans Licht, die man so zunächst absolut nicht erwartet hätte. Für meine Begriffe geschah dies aber viel zu spät, denn dadurch wirkte die komplette vorangegangene Handlung zu abstrakt und geheimnisvoll und war deshalb nur schwer zu greifen. Generell waren für mich auch die Gründe für die langanhaltende Geheimniskrämerei nicht nachvollziehbar und haben meine Geduld sehr überstrapaziert. Dadurch bedingt war mir auch Dahlias Charakter nicht ganz so sympathisch, wie ich mir erhofft hatte und ebenfalls musste Michael Abstriche machen, denn sein Verhalten aufgrund dieser hingezogenen Zurückhaltungen war auch nicht erste Sahne, sondern hat ihn wie ein Ar*****ch wirken lassen. Auch wurden einige wichtige Themen, wie z.B. Liebe, Schuld, Loyalität, Familie und Krankheit, in der Geschichte behandelt, allerdings verloren diese Bereiche drastisch an notwendiger Intensität, um auch wirklich mitfühlen zu können, was wirklich schade gewesen ist.
Großartig fand ich es allerdings, wieder nach Hartwell zurückkehren zu dürfen. Man hat so einige altbekannte Charaktere wiedergetroffen – es fühlt sich einfach immer wieder schön an, wenn alte Geschichten auch Teil an etwas Neuem werden.

Fazit
Ein paar Schwierigkeiten hatte ich mit diesem Buch und deshalb kam es leider nicht an die Vorgänger der Reihe heran. Trotzdem hoffe ich, dass es bald wieder etwas Neues aus Hartwell zu lesen geben wird und freue mich auf ein Wiedersehen mit all den Charakteren.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2020

Rezension: "A Single Touch" von Ivy Andrews

A single touch
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Autor/in: Ivy Andrews
Titel: A Single Touch
Reihe/Band: L.O.V.E., Band 3
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Oktober 2020
ISBN: 978-3-7341-0857-0
Preis: 12,99 € als Taschenbuch ...

Autor/in: Ivy Andrews
Titel: A Single Touch
Reihe/Band: L.O.V.E., Band 3
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Oktober 2020
ISBN: 978-3-7341-0857-0
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Eine einzige Berührung kann dein Leben für immer verändern …
Als Val ihr Auslandsjahr am renommierten Plymouth College of Art antritt, hofft sie, ihrem gebrochenen Herzen endlich die nötige Ruhe verschaffen zu können. Sie will sich voll und ganz auf ihre Leidenschaft, die Modefotografie, konzentrieren und das Leben in dem ihr fremden Land genießen – von Männern, Lügen und Geheimnissen hat sie erst mal genug. Doch dann steht plötzlich Parker Gibson vor ihr, der sich nicht nur als überaus charmant und fürsorglich entpuppt, sondern auch als ihr Vermieter! Schon bald teilen die beiden mehr als nur vier Wände, doch Val ist skeptisch, denn Parker scheint etwas vor ihr zu verbergen …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Nach „A Single Night“ und „A Single Word“ sind wir nun bei „A Single Touch“ angekommen. Alles sehr intime und gleichzeitig romantische Bedeutungen und so erhoffte ich mir eine Geschichte, die mich verzaubern könnte. Von der Covergestaltung her ist die Darstellung diesmal in einem grünen Farbton gehalten. Ansonsten ist es identisch zu seinen Vorgängern, denn in der Covermitte wirkt es, als würden sich Stoffbahnen auftürmen.

Charaktere
Valerie Zimmermann ist Anfang 20 und will unbedingt, wie ihr Vater auch, Modefotografin werden. Sie kommt aus Deutschland und nachdem ihr Ex-Freund sie mehrfach belogen und betrogen hat, nutzt sie die Chance eines Auslandssemesters, um ihr gebrochenes Herz zu heilen und eine Art Neuanfang zu starten. Val ist sehr zurückgezogen, hat ein wenig Angst in diesem fremden Land, ganz allein und doch will sie in ihrer Zeit einiges erkunden und genießen. Zuhause hat sie auf einem Bauernhof gelebt, liebt Tiere über alles und ist eine leidenschaftlicher Reiterin gewesen, was sie auch versucht in Plymouth wieder mit auf die Tagesordnung zu setzen.
Parker Gibson hat früher einmal Grafikdesign studiert, sehr frühgeheiratet und ist mittlerweile alleinerziehender Vater von der kleinen Jil. Seine Frau ist leider eines plötzlichen Todes gestorben und so muss er sich nun allein um das kleine Mädchen kümmern. In seinem studierten Beruf arbeitet er nur noch gelegentlich, stattdessen hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Häuser zu renovieren und zu vermieten. Er ist äußerst charmant, nett und gutaussehend, allerdings sind tief in ihm einige Ängste verwunden, die nicht so einfach zu überwinden sind, weshalb es für ihn auch gar nicht mal so leicht ist, sich auf etwas Neues einzulassen.

Schreibstil und Handlung
Ivy Andrew’s Schreibstil war auch im dritten Band der „L.O.V.E.“-Reihe wieder einmal sehr angenehm und flüssig. Der Stil war sprachlich auch gut, allerdings haben mich doch ein paar andere Kleinigkeiten gestört, weshalb ich der Geschichte leider keine volle Sternanzahl geben konnte. Grundsätzlich konnte ich unglaublich gut in die Geschichte einsteigen, denn Val ist auf dem Weg nach Plymouth, um sich bei ihrem Vermieter Mr. Gibson ihre neue Wohnung zeigen zu lassen. Es war alles sehr turbulent, aufgeweckt und ziemlich mitreißend geschildert. Gut gefallen hat mir auch, dass die Story wieder aus den jeweiligen Sichtweisen der Protagonisten geschrieben worden ist, sodass man einen sehr genauen Eindruck von ihnen, ihren Gedanken und auch Gefühlen bekommen konnte. Letztendlich hatte mir die Story generell aber mal wieder viel zu viel Text. Einige Szenenbeschreibungen waren überaus ausschweifend und haben eigentlich nicht zum Fortgang der Handlung beigetragen.
Inhaltlich muss ich allerdings sagen, so sehr ich ein Fan von Liebe-auf-den-ersten-Blick bin, in diesem Buch empfand ich es leider etwas zu übertrieben und unrealistisch. Val sieht Parker das erste Mal und ist sogleich hin und weg von ihm und auch er findet sie unglaublich anziehend und das alles erstmal nur aufgrund der jeweiligen Äußerlichkeiten. Abgesehen mal davon wird das Ganze zwischen ihnen schnell intensiver und intimer und war mir damit etwas zu krass.
Hier im dritten Teil hatten die Geschichten der anderen „L.O.V.E.“-Protagonisten einen wesentlich geringereren Anteil an der Handlung als in der Vorgängerbänden und doch wurden einige Szenen, die bereits in Band 1 und 2 mehrfach beleuchtet und auch ausführlich beschrieben worden sind, erneut hervorgekramt und mussten Teil des Inhalts werden. Sorry, aber ich brauche nicht ein und dieselbe Situation x-fach in mehreren Büchern immer und immer wieder vor Augen geführt zu bekommen. Im Vergleich zu den Vorgängerbänden war dies hier zwar weniger der Fall, aber für mich doch immer noch deutlich zu viel.
Auch in der Hauptgeschichte um Parker und Val hatte ich öfter das Gefühl, als müsste irgendein Inhalt her, um mehr Seiten zu füllen. Parker drehte sich mit einer gewissen Entscheidung immer und immer wieder im Kreis umher und auch Val war nicht konsequent in ihren Entscheidungen und landete viele Male in ein und demselben Teufelskreis. Das bestehende Dilemma war schon beim ersten und zweiten Mal zur Genüge deutlich geworden, musste aber jeweils nicht so übertrieben aufgebauscht werden. Dadurch zog sich die Geschichte wieder sehr in die Länge, obwohl sie grundsätzlich sehr gut zu lesen gewesen ist.
Dadurch, dass mir diese inhaltlichen Schwächen allerdings bereits bekannt waren und ich mich vorher darauf einstellen konnte, wogen sie für mich, auch wenn ich sie ebenfalls ausführlich geschildert habe, nicht so schwer, dass es in der Bewertung drastische Abzüge gab. Parker und Val haben sich mit ihren jeweiligen Charaktereigenschaften einfach in mein Herz gestohlen, denn auf die beiden war ich von Anfang an auch am neugierigsten.

Fazit
Nachdem die „L.O.V.E.“-Reihe für mich mit dem zweiten Band leider einen kleinen Abfall gemacht hatte, hat dieser dritte Band seine Vorgänger auf jeden Fall beide getoppt! Parker und Val waren einfach großartig! Bis auf ein paar kleinere Schwächen ist „A Single Touch“ zum Lieblingsband der bisher gelesenen aufgestiegen.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2020

Rezension: "Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen" von Sarah Saxx

Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen
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Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen
Reihe/Band: Vancouver Island Kisses, Band 1
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: November 2020
ISBN: 978-3752628210 ...

Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen
Reihe/Band: Vancouver Island Kisses, Band 1
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: November 2020
ISBN: 978-3752628210
Preis: 12,99 € als Taschenbuch

Klappentext
Wenn ein unerwarteter Schneesturm neue Leidenschaft entfacht …
Dieser Auftrag hat Leanne Colton gerade noch gefehlt! Die lebhafte Redakteurin eines Outdoor-Magazins soll Easton Archer interviewen, der nicht nur erfolgreicher Tier- und Landschaftsfotograf, sondern auch ihr Ex-Freund ist. Als dieser jedoch die Zusammenarbeit mit ihr ablehnt, fährt Leanne kurz entschlossen zu seiner Hütte mitten in den winterlichen Wäldern von Vancouver Island. Dass sie nicht willkommen ist, bekommt sie sofort zu spüren, und auch Easton merkt, dass Leanne nicht mehr die ist, die er einst geliebt hat. Ein unerwartetes Schneechaos zwingt sie allerdings dazu, gegen ihren Willen Zeit miteinander zu verbringen. Ein emotionsgeladenes Wochenende steht bevor – doch dass es zwischen ihnen nicht nur kracht, sondern auch prickelt, überrascht beide …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover ist von der Gestaltung her in einen oberen und einen unteren Part aufgeteilt. Unten kann man dichte Wälder und Berge sehen in denen vereinzelte Wanderer unterwegs zu sein scheinen. Im Hintergrund ist ein großer See, oder vielleicht auch das Meer, abgebildet. Während sich der untere Part des Covers eher in Richtung Landschaftsabbildung geht, sind im oberen Teil, über dem Titel, der sich mittig über das Buchcover erstreckt, ein Mann und eine Frau abgebildet. Er mit einem Bart und etwas längeren Haaren; sie hinter ihm, wie sie ihn umarmt, schauen beide lächelnd und leicht verträumt in die Ferne. Von den Personenbeschreibungen innerhalb der Geschichte wird schnell klar, dass es sich bei den abgebildeten Personen um die Protagonisten von „Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen“ handeln soll. Der Titel selbst hat für mich eine Mischung aus Hoffnung, Verzweiflung und einen Neuanfang bedeutet.

Charaktere
Leanne Colton ist 25 Jahre alt und immer noch ein kleiner Tollpatsch. Nach ihrem Studium ist sie von ihrer kleinen Heimatinsel nach Vancouver gezogen, um dort als Redakteurin bei einem der bekanntesten Nature-Magazine zu arbeiten. Ihre Eltern leben nach wie vor auf Vancouver Island und betreiben dort einen kleinen Outdoor-Laden in dem auch Leanne früher immer gern mitgeholfen hat. Zu der Zeit war sie auch noch mit Easton zusammen, bis dieser sich von ihr trennte und einfach tagelang verschwunden war. Obwohl Leanne eine sehr lebensfrohe Person ist, hat sie in Vancouver außer ihrer Arbeit und einer einzigen besten Freundin nichts und erlebt die meiste Zeit recht einsam.
Easton Archer ist 29 Jahre alt und einer der bekanntesten Natur- und Tierfotografen in Kanada. Er lebt in einer kleinen einsamen Hütte tief im Wald und genießt die Stille der Natur. Eigentlich hat er eine große Familie, aber seit dem Tod der Mutter ist alles irgendwie anders – er hat sich zurückgezogen und lebt wie ein Einsiedler vor sich hin und pflegt nur wenige Kontakte. Einzige Regelmäßigkeit ist der Besuch des kleinen Outdoor-Lädchens der Coltons, mit denen er sich trotz der Tatsache, dass Leanne ohne ein Wort weggezogen ist und sich somit von ihm getrennt hat, immer noch sehr gut versteht.

Schreibstil und Handlung
Sarah Saxx hat es mal wieder geschafft mit dieser Geschichte eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen. Flüssig und angenehm konnte sie mich mit ihren Worten wieder einmal in den Bann der Geschichte von Leanne und Easton ziehen. Der Einstieg in die Geschichte war recht leicht, denn aufgrund eines turbulenten Weihnachtsabends bei Familie Archer war man direkt mittendrin und konnte eine Menge Informationen über die auftauchenden Charaktere sammeln. Die einzelnen Kapitel waren recht kurzgehalten, sodass man nur so durch die Seiten geflogen ist. Weiterhin unterstützend hat außerdem der Perspektivenwechsel von Leanne und Easton sehr unterstützend gewirkt. In der ICH-Perspektive wird die Geschichte erzählt, was zusätzlich noch dafür sorgte, dass ich einen äußerst genauen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle nehmen konnte und somit auch dieses große zwischen ihnen herrschende Missverständnis für mich zum Greifen nahe war.
Inhaltlich bot „Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen“ ein unglaublich malerisches Setting mit toll beschriebenen Szenendarstellungen und Tiererlebnissen. Außerdem wurden sehr intensive Gefühle zwischen den Protagonisten, aber auch im Bezug auf die verschiedensten Nebencharaktere, deutlich. Ich empfand das Buch als eine absolute Wohlfühlgeschichte, die, auch wenn es keine hundertprozentige Weihnachtsgeschichte ist, perfekt in die Weihnachtszeit passt. Die einzelnen Geschehnisse und Charaktere waren realitätsnah gezeichnet und alles wirkte auf mich so authentisch, dass ich mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen konnte. Besonders gut hat mir gefallen, dass auch die Nebencharaktere alle einen eigenen besonderen kleinen Platz in der Geschichte bekommen haben und nicht nur als Randpersonen miteingefügt worden sind. Gut abgerundet wurde die Story noch von einem Epilog, der dem Ganzen nochmal ein zusätzliches wundervolles zweites Ende verpasst hat.

Fazit
Eine wundervolle Geschichte mit einer großen Palette an Emotionen in einem angenehmen weihnachtlich angehauchten Setting – eine Geschichte, die zum Träumen einlädt und mit der mich die Autorin wieder einmal überzeugen und in ihren Bann ziehen konnte.

Bewertung: 5  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Rezension: "Wie die Stille vor dem Fall - Erstes Buch" von Brittainy C. Cherry

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Autor/in: Brittainy C. Cherry
Titel: Wie die Stille vor dem Fall – Erstes Buch
Reihe/Band: Chances, Band 2
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: November 2020
ISBN: 978-3-7363-1326-2
Preis: ...

Autor/in: Brittainy C. Cherry
Titel: Wie die Stille vor dem Fall – Erstes Buch
Reihe/Band: Chances, Band 2
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: November 2020
ISBN: 978-3-7363-1326-2
Preis: 12,90 € als Taschenbuch

Klappentext
Was macht dein Herz? Es schlägt noch.
Bevor ich mich auf die Wette einließ, dass ich jedes Mädchen – selbst Shay Gable – dazu bringen würde, sich in mich zu verlieben, war ich mir sicher, dass ich nichts von den Dingen, die Shay mir geben könnte, jemals wolle. Doch schon bald konnte ich an nichts anderes mehr denken: Glück. Das Gefühl, zu Hause zu sein. Einen sicheren Ort zu haben, um mich fallen zu lassen. Hoffnung. Liebe. Ihre Seele. Und ihr Licht. Doch was konnte ich ihr im Gegenzug geben? Meine Narben. Meine Angst. Meine Schwere. Meinen Schmerz. Meine Dunkelheit. Das war nicht fair. Und deshalb stieß ich Shay von mir. Ich sorgte dafür, dass sie niemals zu mir zurückkehren würde – bevor ich ihr sagen konnte, dass ich sie ebenfalls liebe.

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zeigt, wie auch schon beim ersten Band „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ der „Chances“-Reihe, einen aufrührerischen Himmel, der sich langsam immer weiter zu verdunkeln scheint. Offensichtlich zieht ein Sturm auf und in der rechten oberen Ecke des Covers sind ein paar aufgescheuchte Vögel zu erkennen.
Wer schon Bücher von BCC gelesen hat, hat auch bei der Titelwahl schon eine gewisse Vorstellung davon bekommen, was einen in dieser Geschichte erwarten wird. Sie nutzt abstrakte Formulierungen, um die verschiedensten Gefühlslagen deutlich zu machen und so liegt in „Wie die Stille vor der Fall“ schon eine so große tiefgehende Emotionalität, die gleichermaßen geheimnisvoll wie auch intensiv wirkt, wie man sie sich, ohne ihre bisherigen Bücher zu kennen, kaum vorstellen kann.

Charaktere
Shay ist eine strahlende Schönheit, aber in keinster Weise eingebildet oder arrogant. Sie hat für jeden ein freundliches Wort und ein offenes Ohr, ist intelligent und schreibt Bestnoten in der Schule. Trotz allem hat sie nicht viele echte Freunde und so kommt es, dass ihre beste ihre Cousine Eleonore, wir kennen sie aus „Wie die Ruhe vor dem Sturm“, ist. Shay ist eine Träumerin mit einer Vielzahl unglaublich kreativer Talente, die von der Schauspielerei bis hin zum Schreiben eigener Skripte reichen. Von ihrer Familie wird sie sehr geliebt, doch das Bild des glücklichen Mädchens, dass absolut alles hat, was nach außen hin vermittelt wird, scheint lange nicht die Wahrheit zu sein …
Landon stammt aus reicher Familie und muss unglaublich gut aussehen, denn sonst würden nicht so viele über sein arrogantes und eingebildetes Verhalten hinwegsehen. Landon genießt die Aufmerksamkeit, die ihm von allen zuteilwird, und nimmt sich ohne Rücksicht auf Verluste immer genau das was er will. Mit Beziehungen hat er es nicht so, die einzigen konstanten in seinem Leben pflegt er zu seinen drei besten Freunden, mit denen er fast jedes Wochenende wilde Party mit Alkohol und Drogen feiert. Jedoch tief in ihm scheint schon lange etwas zerbrochen zu sein, denn diese Exzesse sind sein Ventil, um mit dem Schmerz klar zu kommen …

Schreibstil und Handlung
Zum Schreibstil kann ich einfach nur sagen – wow! Brittainy C. Cherry hat wieder einmal bewiesen, dass sie die ‚Königin der Worte‘ ist und hat mich wieder mit ihrer Geschichte und ihrem Ausdruck den Tränen nahebringen können. „Wie die Stille vor dem Fall“ ist aus den Sichtweisen der Protagonisten Shay und Landon in der ersten Person geschrieben und die einzelnen Kapitel wechseln sich ab. So war es mir möglich einen äußerst intensiven Einblick in die Persönlichkeiten der beiden zu nehmen, aber auch mich tief in ihre Gedanken und Gefühle einzuarbeiten. Brittainy C. Cherry schreibt so unglaublich mitreißend und emotional, dass sie es schon innerhalb der ersten Seiten geschafft hatte, mich in ihren Bann und somit auch in den Bann der Geschichte zu ziehen. Ich war regelrecht gefesselt, händisch an das Buch und emotional an die Charaktere. Flüssig und äußerst angenehm konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und bin nun sehnlichst gespannt, wie es mit Shay und Landon im zweiten Teil weitergeht.
Inhaltlich bot „Wie die Stille vor dem Fall“ wieder ein sehr breites Spektrum an Themen. Von Familienproblemen über illegale Substanzen hin zur ersten großen Liebe samt Träumen und Hoffnungen war so ziemlich alles dabei. Fakt ist jedenfalls, dass dieses Buch eine Achterbahnfahrt intensiver Gefühle an den Tag legt, wobei der Fokus (zum Glück) nicht nur auf negativen, sondern aus einer grandiosen Mischung von positiven Erlebnissen und Schicksalsschlägen liegt. Wenn man sich die Themenbereiche mal ansieht, dann erscheint es als unglaublich schwere Kost, die auch einiges an Ausarbeitung erfordert – und ich muss sagen, dass in diesem Buch jeder Bereich ausreichend und definitiv auch auf einem ausführliche Art und Weise behandelt worden ist. Man konnte all die geschilderten Probleme, Gefühle und Gedanken nur ernst nehmen, denn nichts wirkte unecht oder gar nur heruntergespielt. Alles war sehr verständlich formuliert, nachvollziehbar ausgearbeitet und hat mich in seiner Tiefe einfach umgehauen.
Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob es wirklich notwendig war, Shay und Landons Geschichte auf zwei Bücher aufzuteilen, denn es wirkte auf mich zunächst wie ein typisches Young-Adult-Buch mit vielen kleinen Streitereien, die von Vorurteilen hervorgerufen worden sind und eigentlich sehr leicht in den Griff zu kriegen gewesen wären. Nachdem ich allerdings die ersten Kapitel gelesen hatte und all die unterschiedlichen zu behandelnden Punkte in beider Leben auftauchten, ist deutlich geworden, dass das die beste Entscheidung gewesen ist, die man für dieses Buch, diese Geschichte, hat treffen können. Shay und Landon sind beide keine typischen Teenager, die mit typischen Problemchen zu kämpfen haben und hätte man da bei der Ausarbeitung gekürzt, dann hätte dieses Buch wahrscheinlich einiges an Intensität und Authentizität eingebüßt.

Fazit
„Wie die Stille vor dem Fall – Erstes Buch“ war mal wieder ein äußerst intensives und schmerzvolles Werk von Brittainy C. Cherry. Mein Herz blutet, es tut weh – und trotzdem habe ich diese Geschichte geliebt. Ein Meisterwerk! Ich werde mich direkt an den zweiten Teil von Shay und Landons Geschichte machen, auch wenn ich ein wenig Angst um mein Herz habe.

Bewertung: 5  von 5 Sternen

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.11.2020

Rezension: "Wild like a river" von Kira Mohn

Wild like a River
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Autor/in: Kira Mohn
Titel: Wild like a river
Reihe/Band: Kanada, Band 1
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Oktober 2020
ISBN: 978-3-499-00399-8
Preis: 12,99 € als Paperback

Klappentext ...

Autor/in: Kira Mohn
Titel: Wild like a river
Reihe/Band: Kanada, Band 1
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: Oktober 2020
ISBN: 978-3-499-00399-8
Preis: 12,99 € als Paperback

Klappentext
In der Stille des Waldes hörst du dein Herz
Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Im Vordergrund des Covers fliegt ein wunderschönes lilafarbenes Blatt von links nach rechts über einen helllilafarbenen Himmel. Der Hintergrund ist leicht diesig/neblig gestaltet, einige kleinere Wasserfälle werden angedeutet und somit ist eine wundervolle Naturszenerie abgebildet. Die Farbkombination aus den verschiedensten Blau- und Lilatönen lässt auf einen Sonnenuntergang vermuten. „Wild like river“ passt als Titel unglaublich gut zur bildlichen Darstellung des Covers. Wenn man es so ansieht bekommt man direkt eine sehr ruhige und entspannte Stimmung vermittelt und ich war sehr gespannt, wie sich dieses Gefühl auf den Inhalt der Geschichte auswirken wird.

Charaktere
Haven lebt schon fast ihr ganzes Leben im Wald und will, genau wie ihr Vater auch, später einmal Rangerin im Nationalpark werden. Ihre Mutter ist bereits vor einigen Jahren gestorben und da sie keinerlei Geschwister hat, ist sie mit ihrem Vater vollkommen allein. Zwischen den täglichen Rundgängen durch den Park absolviert sie ein Fernstudium im Bereich Umwelt, um für ihren Berufswunsch gut gewappnet zu sein. Menschen gegenüber ist sie teilweise recht naiv, was allerdings auf den bisher fehlenden Kontakt zurückzuführen ist, und zusätzlich noch ziemlich zurückhaltend. Trotz der Tatsache, dass menschliches Verhalten sie teilweise verwirrt, strebt sie seit einiger Zeit danach, auch mal etwas anders als den Wald zu sehen. Sie möchte neue Erfahrungen machen und vielleicht auch noch das ein oder andere Geheimnis ihrer Familie lüften.
Jackson studiert Jura in Edmonton und wohnt zusammen mit seinem Kumpel Cayden in einem echt schicken Haus, welches dessen Eltern gehört. Als die beiden gemeinsam eine Wander-Erkundungs-Tour im Nationalpark machen, treffen sie durch einen kleinen Unfall auf Haven und ihren Vater und seitdem stehen Jacksons Gedanken und Gefühle Kopf. Zusätzlich zu seinem Gefühlschaos wird sein Leben sehr stark von seinen Eltern beeinflusst, deren Wahl auch das Studium für ihn gewesen ist. Seine Freunde sind alle recht oberflächlich und passen größtenteils so gar nicht zu ihm und dann ist da noch der tiefgehende Verrat seiner ehemals besten Freundin, der ihm schwer auf dem Herzen liegt und dafür sorgt, dass er sehr viele Zweifel an der neuen Freundschaft mit Haven hegt und auch einen sehr übertriebenen Beschützerinstinkt an den Tag legt.

Schreibstil und Handlung
Kira Mohns Schreibstil war wieder einmal ein Traum. Ich bin absolut begeistert. So flüssig, angenehm und bildhaft – einfach wundervoll. Die verschiedenen Szenenbeschreibungen des Waldes sind unglaublich schön und wirkten auf mich als Leserin sehr intensiv, als wäre ich wirklich vor Ort. Die gesamte Geschichte versprüht anhand der Wortwahl und Beschreibungen einen ruhige und überaus entspannte Atmosphäre, bei der man ziemlich gut abschalten kann.
Die Handlung ist, passend zu Cover und Schreibstil, auch sehr ruhig gehalten, denn zunächst passiert erstmal nicht sonderlich viel, bis zwei vollkommene Kontraste aufeinanderprallen – Haven, das Mädchen aus dem Wald und Jackson, der Student aus der Stadt. Zu sehen, wie die beiden ihre unterschiedlichen Welten gegenseitig kennenlernen, war äußerst interessant – für beide war es schließlich eine komplett neue Welt.
In Havens Familie wird schnell offensichtlich, dass es zwischen ihr und ihrem Dad einige unausgesprochene Dinge gibt, die viel zu lange unter der Oberfläche schlummerten und dringend aufgearbeitet werden müssten. Auch Jackson hat innerhalb seiner Familie mit einigen Problemen zu kämpfen, obwohl sein Part in dieser Richtung leider fast gänzlichen außen vorgelassen wird. Über ihn und seine Eltern hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren. Grundsätzlich wurde auf jeden Fall aber deutlich, dass es bei den Charakteren einige Verarbeitungsprozesse gibt, die noch nicht vollständig gelaufen waren oder erstmal überhaupt angestoßen werden mussten.
Auch wenn der Schreibstil sehr flüssig und angenehm gewesen ist, muss ich leider sagen, dass ich für diese Geschichte verhältnismäßig unglaublich lange gebraucht habe. An einigen Stellen ist mir einfach zu wenig passiert und wenn die Charaktere mehr miteinander hätten kommunizieren müssen, haben sie es nicht getan. Das Ende kam mir, sowohl die Geschehnisse in Havens als auch in Jacksons Familie, viel zu schnell im Vergleich dazu, dass vorher nicht allzu viel passiert ist.

Fazit
Eine schöne neue Geschichte aus der Feder von Kira Mohn, die mir, im Vergleich zu ihren anderen bisher erschienen Büchern, leider etwas zu ruhig und zurückhaltend gewesen ist. Sie hat zwar eine äußerst entspannende Atmosphäre hervorgerufen, bewirkte bei mir aber leider auch manchmal eine gewisse Langeweile beim Lesen, die ich so eigentlich nicht haben wollte. Trotzdem werde ich definitiv auch noch den zweiten Band der „Kanada“-Reihe lesen.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere