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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2019

Ein Lied im Herzen tragen ♥

Der Klang unserer Herzen
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Inhalt:
„JEDER SOLLTE SEINE GROßE LIEBE FINDEN – UND EIN LIED IM HERZEN TRAGEN
Melody King hat ein seltenes Leiden, seit sie sich vor Jahren den Kopf verletzt hat: Sie singt, wenn sie in Stress gerät. ...

Inhalt:
„JEDER SOLLTE SEINE GROßE LIEBE FINDEN – UND EIN LIED IM HERZEN TRAGEN
Melody King hat ein seltenes Leiden, seit sie sich vor Jahren den Kopf verletzt hat: Sie singt, wenn sie in Stress gerät. Sie sing in den unpassendsten Momenten – an der Supermarktkasse oder mitten in der Schulaufführung ihres Sohnes. Kein Arzt, kein Psychologe kann ihr helfen. Ihren beiden Kindern, Flynn und Rosie, ist das furchtbar peinlich, aber seit ihr Vater vor elf Jahren verschwand, hält die Familie liebevoll zusammen. Doch als die Kings auf eine Vermisstenanzeige stoßen, die auf Melodys Mann passt, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt …“
Quelle: Buchrücken „Der Klang unserer Herzen“ von Emma Cooper

Das Buch „Der Klang unserer Herzen“ ist eine überaus mitreißende, herzerweichende und dramatische Geschichte. Die Familie King hat mit Schwierigkeiten ohne Ende zu Kämpfen und meistert diese mit Bravour. Letztendlich schweißt es sie nur noch stärker zusammen und sie lernen, dass Beste aus ihrer Situation zu machen.

Melody King hat ihr singendes Problem absolut nicht unter Kontrolle. Deshalb ist sie ziemlich emotional und mitgenommen nach jeder „Attacke“ und selbstverständlich auch peinlich berührt.
Für ihre Kinder ist die Situation ebenfalls absolut nicht einfach. Rose ist von den dauerhaften Peinlichkeiten ihrer Mum total genervt und will nicht mehr mit ihr zusammen gesehen werden.
Flynn hingegen hat noch ein eigenes Problem – er ist auf einem Auge blind und prügelt sich des Öfteren, weil er nicht anders mit doofen Bemerkungen seiner Mitschüler umgehen kann.
Dem Vater der beiden ist noch etwas ganz anderes passiert – da ist das Chaos wirklich „perfekt“.

Die Geschichte ist aus den verschiedenen Sichtweisen von Melody, Rose, Flynn und noch zwei weiteren Charakteren geschrieben. So erlangt man einen perfekten Einblick in ihre Gedanken und ihre jeweiligen Umgangsweisen mit verschiedenen Situationen.
Emma Cooper’s Schreibstil sorgt dafür, dass man die Geschichte regelrecht in sich einsaugt und nicht aufhören kann zu lesen. Es war sehr angenehm, aber auch sehr emotional das Leben der Familie King zu verfolgen.
Der Titel des Buches – „Der Klang unserer Herzen“ – passt perfekt zu der Hauptprotagonistin Melody. Es sind nicht irgendwelche Lieder, die sie schmettert, sondern alle haben eine situationsabhängige Bedeutung.
Ich muss gestehen, dass Cover wirkt, im Hinblick auf die Handlung, auf mich viel zu fröhlich. Klar, es ist hübsch gestaltet und so wird man auf das Buch aufmerksam – aber so fröhlich, wie das Cover ist, war das Buch für mich leider nicht.

Eine schöne Geschichte zum mitfiebern und mitfühlen. Meine Emotionen sind Karussell gefahren. Ich habe geweint und gelacht, mich gefreut und mitgelitten. Es war ein tolles Leseerlebnis, auch wenn es etwas traurig war. Aber eine Anmerkung habe ich noch: Ehrlich gesagt fände ich eine kleine „Triggerwarnung“ notwendig, denn das Buch behandelt einige sehr ernste Themen, auf die man so vorher nicht vorbereitet war.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Überaus romantisches Rom

Sterne über Rom
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Inhalt:
„EINE ZUFÄLLIGE BEKANNTSCHAFT BEREITET CESCA DEN AUFREGENDSTEN SOMMER IHRES LEBENS…
Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt ...

Inhalt:
„EINE ZUFÄLLIGE BEKANNTSCHAFT BEREITET CESCA DEN AUFREGENDSTEN SOMMER IHRES LEBENS…
Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt und das Dolce Vita ist. Als sie Bekanntschaft mit ihrer Nachbarin macht, der berühmten Viscontessa Elena, sind sich beide sofort sympathisch. Cesca willigt sogar ein, ihre Memoiren zu verfassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr beschleicht Cesca das Gefühl, dass Elena etwas vor ihr verbirgt. Als auf einer Baustelle ein wertvoller Diamantring gefunden wird, der angeblich Elena gehört, stellt Cesca zusammen mit dem attraktiven Archäologen Nico Nachforschungen an – und fördert ein tragisches Geheimnis zu Tage …“
Quelle: Buchrücken „Sterne über Rom“ von Karen Swan

Das Buch „Sterne über Rom“ beinhaltet eine überaus spannende Geschichte mit einem ganzen Haufen an Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Während Cesca sich Geschichten über Elenas Leben anhört, erhält man gleichermaßen immer eine Rückblende als Einblick in ihr früheres Leben und was damals wirklich geschehen ist. Eigentlich müsste beides dieselbe Geschichte sein, allerdings wird schnell klar, dass es das absolut nicht ist.

Die beiden Hauptcharaktere – Cesca und Elena – freunden sich schnell an, sind aber durchweg unterschiedlich.
Elena war mir ehrlich gesagt von vorneherein ziemlich unsympathisch und man merkt schnell an ihren Erzählungen, dass sie irgendetwas verschweigt. Sie hat das wahre Leben einer Prinzessin geführt und immer hatte man das Gefühl, dass sie sich nicht entscheiden konnte und nie genug hatte. Wenn sie erreicht hatte, was sie wollte, strebte sie danach immer wieder nach etwas anderem und wahrscheinlich ist auch gerade deshalb ihr Leben so verlaufen.
In Cescas Vergangenheit ist etwas Schreckliches passiert und so ist sie gewissermaßen auf der Flucht, um nicht mehr daran denken zu müssen. Sie scheint eine intelligente und überaus kreative Frau zu sein, wenn man sich ihren Beruf als Rechtsanwältin und ihren Blog als Beweis ansieht. Als ihr bewusst wird, dass Elena ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt, stellt sie Nachforschungen an, denn sie will nur die Wahrheit und nichts anderes erfahren.
Es war sehr interessant die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Charakteren herzustellen – gefühlt kannte jeder jeden oder waren zumindest entfernt miteinander verwandt.

Karen Swan hat es geschafft ein überaus fesselndes Buch zu schreiben mit vielen interessanten Charakteren und einem gut zu folgenden Schreibstil. Am Anfang hat es leider ein klein wenig gedauert, bis man in die Geschichte vollständig reingekommen ist – trotzdem war er gut mit Handlung gefüllt. Hingegen am Ende war alles anders, als es zuvor erschienen ist. Das hatte ich absolut nicht erwartet, aber so war es auf jeden Fall eine ziemliche Überraschung. Das einzige, was mich etwas genervt hat war, dass Cescas Geheimnis auch bis zum Ende verdeckt geblieben ist. In Anbetracht der ganzen anderen Geheimnisauflösungen ist das in meinen Augen etwas untergegangen.

Als nette Nebenhandlung gab es noch die Lovestory zwischen Cesca und dem Archäologen Nico. Dieser Anteil der Geschichte entsprach absolut meinen Erwartungen und ich war froh darüber, dass nicht irgendwann nur noch die Liebesgeschichte im Vordergrund stand, wie das oft bei vielen anderen Büchern der Fall ist. Passend dazu gab es auch dieses wunderschöne und sehr romantische Cover. Es ist sehr passend zu Rom gestaltet und lädt zum Träumen ein.

Eine sehr spannende Geschichte. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und konnte sehr gut mitfiebern. Absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Eine besondere romantische Komödie ♥

Effi liest
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Inhalt:
„Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat ...

Inhalt:
„Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?“
Quelle: Buchrücken „Effi liest“ von Anna Moretti

Zitat aus „Effi liest“:
„Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich?“
– Sigmund Freud
„Man könnte einfach mal eine fragen …“
– Elena Sophie von Burow

Die 18-jährige Effi entspricht absolut nicht dem Frauenideal der damaligen Zeit. Statt das sie sich damit zufrieden gibt, zu lernen eine Dame zu sein, zu heiraten, Kinder zu kriegen und den Haushalt zu führen, strebt sie nach mehr. Und was will sie? Wissen. Studieren. Lernen. Sie will all das, was eigentlich den Männern vorbehalten ist. Mit ihrer schlagfertigen und taffen Art schafft sie es, mit ihrem Vater einen Kompromiss zu schließen – Tante August unterrichtet sie in Frauenfragen und dafür darf sie sich ihren Studienwünschen widmen.

Maximilian von Waldau ist angehender Arzt und teilt sich eine Praxis mit Dr. Fließ. Er ist, genau wie Effi, sehr wissbegierig und experimentiert für seine Erkenntnisse sogar ein bisschen mit sich selbst. Darüber erfährt man sehr viel in den Briefen, die er an seinen jüngeren Bruder Ben schreibt. Er sieht die Welt auf eine sehr medizinische Sicht und versucht für absolut alles Erklärungen zu finden. Diese Darstellungen sind ziemlich amüsant.

Wie die beiden aufeinandertreffen, lest ihr am besten selbst ? ich verspreche, dass es eine tolle Geschichte wird.

„Effi liest“ ist eine leichte unterhaltsame Lektüre, die auf historischen Gegebenheiten fundiert. Anna Moretti gelingt es die Gesellschaft der damaligen Zeit äußerst realitätsnah aufzuzeigen. Definitiv bin ich froh, dass diese Zeit schon lange hinter uns liegt – vor allem, wenn ich daran denke wie viele Bücher mir da ansonsten durch die Lappen gegangen wären. Ich glaube wir Frauen heutzutage wissen gar nicht, wie gut wir es eigentlich haben und wie frei wir wirklich sind.
Der abwechslungsreiche und humorvolle Schreibstil von Anna Moretti lässt die Geschichte lebendig werden, was mir persönlich sehr viel Lesevergnügen beschert hat.

ACHTUNG SPOILER!
Passend zur damaligen Zeit hat sie, z.B. beim ersten Kuss von Effi und Max, nur eine dezente Szene beschrieben.
SPOILER ENDE!

Sehr gut gefallen hat mir das überaus informative Nachwort sowie der Einstieg in die Geschichte mit dem amüsanten Umriss der historischen Medizingeschichte.

Das Cover ist einfach traumhaft schön gestaltet, sehr hübsch und vor allem absolut passend zum Inhalt des Buches. Zusätzlich erinnert „Effi liest“ als Titel sehr stark an „Effie Briest“ von Theodor Fontane.

Zusätzlich muss ich gestehen, dass mich das Buch am Anfang wesentlich mehr mitgerissen hat, als im Mittelteil – spannend war dann für mich erst wieder das Ende so richtig.
Leider muss ich ein klein wenig meckern, denn ich hatte mir ein bisschen mehr Liebesgeschichte zwischen Max und Effi erhofft und zusätzlich kam das Ende des Buches sehr schnell. Zwischen Ende und Epilog fehlte mir auch noch die Hochzeit von den beiden – das fand ich sehr schade.

Gerne hätte ich auch den Bruder Ben etwas näher kennengelernt, deshalb hoffe ich sehr darauf, dass es eine Fortsetzung geben wird, in der wir ihn besser kennenlernen und vielleicht wird dort ja auch die Hochzeit noch nachgeholt.

Trotzdem hatte ich sehr viel Spaß in dieser Leserunde! Ich habe mich sehr gefreut hier mitlesen zu dürfen. ?

Veröffentlicht am 04.08.2019

Einstieg in eine lustige, aber komplizierte Dreiecksgeschichte

Pick the Boss - Liebe ist Chefsache
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Inhalt:
„Was tust du, wenn du nach einer durchzechten Nacht neben einem One-Night-Stand aufwachst und panisch feststellst, dass du ausgerechnet an deinem ersten Arbeitstag zu spät kommst? Als wäre das ...

Inhalt:
„Was tust du, wenn du nach einer durchzechten Nacht neben einem One-Night-Stand aufwachst und panisch feststellst, dass du ausgerechnet an deinem ersten Arbeitstag zu spät kommst? Als wäre das noch nicht genug, übersieht ein Kerl die rote Ampel und fährt dir direkt ins Auto. Mit Müh und Not schaffst du es noch ins Büro, und vor dir stehen deine neuen Chefs, die dir sehr bekannt vorkommen: rechts Mr Autounfall, der Rot von Grün nicht unterscheiden kann, und links Mr One-Night-Stand, dessen Name dir einfach nicht einfallen will ...“
Quelle: Lesejury „Pick the Boss – Liebe ist Chefsache“ von April Dawson

„Pick the Boss – Liebe ist Chefsache“ ist mein allererstes Hörbuch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Geschichte wurde von Lisa Müller gelesen und ich konnte sie mir auf Spotify anhören. Die Version war ungekürzt und dauerte ca. vier Stunden und zehn Minuten.
Zu Beginn hatte ich noch Bedenken, ob ich es wirklich schaffe bei sowas zuzuhören und mich auch auf die Geschichte konzentrieren zu können, aber letztendlich war das zum Glück absolut kein Problem. Lisa Müller hat eine ziemlich angenehme Stimmfarbe und so war es mir durchweg möglich aufmerksam zuzuhören und die Geschichte zu verfolgen. Die Betonung und die kleinen Veränderungen, wenn sie die unterschiedlichen Charaktere gelesen hat, waren sehr gut.

ACHTUNG LEICHTE SPOILER INBEGRIFFEN!

Die Protagonistin Emma Reed wirkt auf mich wie eine sympathische und nette, aber durchaus auch sehr chaotische, junge Frau. Wie viel Pech kann einen an einem Tag eigentlich ereilen? Weder ist sie der Typ für One-Night-Stands, noch fährt sie so unvorsichtig Auto, als das es normal wäre, dass sie in einen Unfall verwickelt ist.
Lustigerweise kommt die Auflösung, wer die beiden Kerle eigentlich sind, prompt.
Ihr One-Night-Stand ist ihr neuer Chef Sean Coleman und der Unfall-Typ ist ihr neuer Chef Liam Coleman. Autsch.

Die beiden männlichen Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein.
Sean Coleman wirkt wie ein typischer Bad Boy. Er ist egoistisch, arrogant und anscheinend ziemlich sexsüchtig. Sein Verhalten am Arbeitsplatz würde normalerweise als sexuelle Belästigung durchgehen. Eine Abfuhr verträgt sein Ego nicht sonderlich gut und generell wirkt er auf mich nicht wie ein umgänglicher Typ.
Liam Coleman ist das komplette Gegenteil von seinem zwei Jahre jüngeren Bruder. Abgesehen mal davon, dass sie beide verdammt gut aussehen, ist Liam eher ein Beziehungstyp und nicht nur für eine Nacht zu haben.
Es kommt, wie es kommen muss und alle beiden verlieben sich in Emma. Letztendlich kommt sie aber mit dem von beiden zusammen, der überhaupt nicht zu ihr passt. Aber auch sie fühlt sich zu beiden Brüdern stark hingezogen und kann sich nicht so wirklich entscheiden.
Dazu kommt aber noch ein weiteres Dilemma – beides sind ihre Chefs! Wie wirkt das wohl auf die anderen Kollegen?
Scheint eine komplizierte Angelegenheit zu werden ^^

Die Geschichte der Autorin ist sehr humorvoll geschrieben und leicht zu verinnerlichen. Die Charaktere sind wirklich sehr gut gestaltet und auch wenn man nicht immer einen Namen in jeder Szene hat, weiß man direkt, von wem die Rede ist. Die Kapitel sind recht kurzgehalten und aus den verschiedenen Sichten der drei Protagonisten geschrieben. Emma Sicht fand ich immernoch am Besten und auch am lustigsten. Bei den beiden Männern war es sehr gut, mal einen tieferen Einblick in ihre Gedanken zu bekommen, um die Hintergründe ihres Verhaltens zu verstehen.

Der erste Teil der Boss-Reihe hat mich viele Male zum Lachen gebracht. Es gab viele Zufälle und peinliche Situationen, die einfach urkomisch waren. Die Idee hinter der Geschichte war an sich in Ordnung, obwohl ich eigentlich keine Dreiecksgeschichten mag, diese macht aber durch ihren Humor einiges wett und ich bin schon sehr gespannt, wie es in Teil 2 mit Emma, Liam und Sean weitergeht. Wahrscheinlich wird auch dieser Band eine ungekürzte Hörbuchversion für mich sein, denn ich empfand es als wirklich gutes und angenehmes Hörerlebnis.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Fromage-à-trois

Liebe ist ein Bauchgefühl
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Inhalt:
„EINE JUNGE FRAU UND ZWEI FEINSCHMECKER: BEI DIESER „FROMAGE-À-TROIS“ IST EINER ZU VIEL…
Als Ellas Beziehung nach acht Jahren in die Brüche geht, will die junge Australierin ganz neu anfangen. ...

Inhalt:
„EINE JUNGE FRAU UND ZWEI FEINSCHMECKER: BEI DIESER „FROMAGE-À-TROIS“ IST EINER ZU VIEL…
Als Ellas Beziehung nach acht Jahren in die Brüche geht, will die junge Australierin ganz neu anfangen. Sie kündigt ihren Job und fliegt einem spontanen Impuls folgend nach Paris. Als die die Fromagerie von Serge betritt, ist es sofort um sie geschehen – sowohl was den Käse als auch Serge betrifft. Ella beschließt, ein Jahr lang jeden Tag eine neue Käsesorte zu probieren und darüber einen Blog zu schreiben. So trifft sie auch den charismatischen und unverschämt attraktiven Restaurantkritiker Gaston. Doch zwei Männer sind bekanntlich einer zu viel, und während ihr turbulentes Jahr in der Stadt der Liebe sich dem Ende zuneigt, muss Ella sich entscheiden … “
Quelle: Buchrücken „Liebe ist ein Bauchgefühl“ von Victoria Brownlee

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ?

ACHTUNG LEICHTE SPOILER INBEGRIFFEN!

Ella flieht aus ihrem alten Leben, um einen Neuanfang zu starten, nachdem ihr Freund sie verlassen hat. Zuerst hat sie mir sehr leidgetan und ich empfand ihre Entscheidung als ziemlich übereilt. Letztendlich hatte ich aber so das Gefühl, dass sie in ihrem „neuen“ Leben dieselben Fehler macht, wie in ihrem alten auch. Das wirkte auf mich sehr naiv und eher dumm, obwohl sie eigentlich, was z.B. Kreativität angeht (Käse-Blog) ziemlich intelligent zu sein scheint.
Ihr neuer Freund Gaston ist nämlich ein genauso großer Egoist und Idiot wie ihr Ex-Freund Paul. Beide denken immer nur an das, was sie für sich wollen, anstatt auch mal auf ihre Partnerin zu achten oder einzugehen. Sowohl Paul als auch Gaston legen ein ziemlich rücksichtsloses Verhalten an den Tag.
In Serge findet sie in Frankreich einen guten Bekannten. Von Beginn an war er eher ein zurückhaltender netter Typ. Bei ihm hatte ich fast nicht erwartet, dass er wirklich Interesse an Ella hat, denn eigentlich wirkte er auf mich eher kühl und geschäftsmäßig und als wolle er ihre Bekanntschaft wirklich auf rein professioneller Ebene halten.

Das ist der Punkt, an dem sich eigentlich jeder denken kann, wie die Geschichte ausgeht. Der „Böse“ macht etwas Dämliches und wird überführt und der „Gute“ bekommt das Mädchen. So wie ich das hier nun beschreibe, so abrupt war auch das Ende der Geschichte. Das war mir ehrlich gesagt etwas plötzlich. Klar, es ist schon, dass Ella verziehen wird und das am Ende „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrscht, aber so schön das auch ist, umso unrealistischer war es auch. Kein Streit, keine Diskussion, keine klärende Unterhaltung. Das hat mir irgendwie gefehlt.

Leider muss ich sagen, dass dieses Buch für mich eher ein mittelmäßiges Leseerlebnis gewesen ist. Die Story war mir einfach zu flach und auch mit den Charakteren bin ich nicht so wirklich warm geworden. Zusätzlich klangen die Namen für mich recht eintönig. Paul und Gaston – vielleicht, weil sie wirklich von Charakter her ähnlich waren; aber Clotilde und Camille – das ist mir schleierhaft, was da die Verbindung gewesen sein soll, wenn es eine gab.
Und dann gibt es auch noch zwei Fragen, die ich mir stelle: ‚Warum wird ständig Alkohol getrunken, egal ob es ein guter oder ein schlechter Tag war?‘ und ‚Was hatte Jean-Pierre nun letztendlich für ein Motiv für seine Taten?‘. Das wäre nochmal eine Erklärung wert gewesen.

Gut fand ich den Schreibstil, denn es war so flüssig und locker, dass ich regelrecht hineingesogen worden bin und kaum mehr aufhören konnte zu lesen. An dieser Stelle fand ich auch sehr gut, dass das Buch zusätzlich zu Kapiteln auch noch in vier verschiedene Abschnitte gegliedert war.
Außerdem hat das Buch zwei sehr interessante Themen behandelt. Zum einen das Auswandern (sehr interessant) und woran man da so alles denken muss und was für Schwierigkeiten es geben kann, mal abgesehen von der Sprachbarriere, und zum anderen Käse. Käse ist für Liebhaber definitiv ne tolle Sache, mein Fall ist er jetzt nicht unbedingt, aber die Geschichten zu den jeweiligen Sorten waren wirklich toll.

Leider konnte mich außer diesem wunderschön romantisch gestalteten Cover an diesem Buch nicht so viel begeistern wie ich mir ursprünglich erhofft hatte.