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Veröffentlicht am 10.04.2019

Sehr emotionale Liebesgeschichte

Naughty, Sexy, Love
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Inhalt:
„Wenn ein Bad Boy sein Herz verliert
Eric Collins ist ein Bad Boy, wie er im Buche steht. Keine Frau landet zweimal in seinem Bett, und eine feste Beziehung kommt für ihn nicht infrage – bislang ...

Inhalt:
„Wenn ein Bad Boy sein Herz verliert
Eric Collins ist ein Bad Boy, wie er im Buche steht. Keine Frau landet zweimal in seinem Bett, und eine feste Beziehung kommt für ihn nicht infrage – bislang zumindest. Denn als ein schwerer Schicksalsschlag sein Leben auf den Kopf stellt, beschließt er, sich zu ändern. Doch ausgerechnet da zieht die junge Jean Antal in die Wohnung nebenan ein. Sie ist wunderschön und schlagfertig, und sie bringt Erics Entschluss augenblicklich gehörig ins Wanken…“
Quelle: Buchrücken „Naughty Sexy Love“ von Kylie Scott

Lesestart: 07. April 2019
Leseende: 10. April 2019

Allgemeine Informationen:
Das Buch ist im LYX Label der Bastei Lübbe Gruppe erschienen und erzählt auf ca. 320 Seiten die Geschichte von Jean Antal und Eric Collins. „Naughty Sexy Love“ ist der 3. Band der Dive-Bar-Serie.
Kylie Scott ist ein großer Fan erotischer Liebesromane und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Queensland. Mit ihrer „Stage-Dive“-Reihe war sie auf vielen Bestsellerlisten vertreten.

Cover:
Das Cover zeigt einen sexy aussehenden Typen mit etwas längeren Haaren und einem 3-Tage-Bart. Er trägt ein weißes T-shirt und sein Blick wirkt auf mich ziemlich intensiv. Nach dem Durchlesen des Klappentextes war eindeutig für mich, dass der Abgebildete den typischen Bad Boy darstellen soll. Finde ich sehr gelungen. Sieht heiß aus.

Meine Meinung :
Eric ist ein typischer Bad Boy – er macht einen auf cool, trägt teure Klamotten und Frauen behalt er höchstens für eine Nacht. Nach einem großen Schicksalsschlag möchte er allerdings sein Leben umkrempeln, um sich selbst und seinen Freunden das Gegenteil zu beweisen.
Während Eric mehr der vorlaute Mensch ist, ist Jean hingegen das komplette Gegenteil. Sie ist unfreiwillig auf sich alleingestellt und dazu auch noch schwanger. Die beiden lernen sich kennen, als sie in die Wohnung ihm gegenüber einzieht. Zwar findet Eric sie anziehend und attraktiv, allerdings passt sie wegen des Babys absolut nicht in sein Beuteschema.
Eric will sich schließlich ändern und deshalb will er sich ursprünglich von ihr fernhalten, freundet sich jedoch dann ohne jegliche Hintergedanken mit ihr am, um für sie und Baby Ada da zu sein.
Kann das funktionieren? Kann Eric seine alten Gewohnheiten zum Wohle der jungen Mutter einfach abschalten? Auch von seinen Freunden aus sind da ein paar Unstimmigkeiten und Probleme vorprogrammiert.

Der 3. Band ist auch der letzte Band der Dive-Bar-Serie. Auch dieses Mal hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte verzaubern können. Das Lesen hat mich emotional ziemlich mitgerissen. Es spielten ziemlich viele wichtige Gefühle eine große Rolle – Trauer, Glück, Liebe, Sicherheit, Trost, etc. Unterstützt durch den Schreibstil der Autorin konnte man sich sehr gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen. Ihr Schreibstil unterscheidet sich in meinen Augen aber auch von einigen anderen – manchmal hatte ich ein wenig das Gefühl, als würde irgendetwas fehlen. Jedoch erzählt sie einfach nur nicht übertrieben viel drum herum. Das hat mir sehr gut gefallen. Deutlich geworden ist auch die Entwicklung der verschiedenen Charaktere – z.B. bei Eric: vom Bad Boy zum … naja lest am besten selbst ^^
Praktisch war zusätzlich noch, dass man das Buch auch als einzelnes Lesen kann, da seit dem Erscheinen des zweiten Bandes leider so extrem viel Zeit vergangen war. Natürlich tauchen auch die Charaktere aus den ersten Bänden wieder auf – die Zusammenhänge werden jedoch so gut erklärt, dass man sich schnell in die Geschichte einfinden kann.

Alles in allem eine wunderschöne abschließende Geschichte einer wunderschönen Buchreihe. Ich lese zwar selten Buchreihen doppelt, aber bei dieser werde ich es mir auf jeden Fall überlegen! Das Buch hat mir die Frühlingstage um einiges versüßt und ich bin einfach begeistert – vor allem auch von dem wunderschönen und stimmigen Ende.

Veröffentlicht am 10.04.2019

Tolle Liebesgeschichte für Zwischendurch

Ran an den Vampir
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Inhalt:
„Seit Domitian Argenis die Polizistin Sarita als seine Seelengefährtin erkannt hat, malt er sich den Moment, in dem er sie gänzlich zu der Seinen macht, in den schillerndsten Farben aus – nicht ...

Inhalt:
„Seit Domitian Argenis die Polizistin Sarita als seine Seelengefährtin erkannt hat, malt er sich den Moment, in dem er sie gänzlich zu der Seinen macht, in den schillerndsten Farben aus – nicht Teil seiner Fantasie war allerdings, sich gefesselt auf dem Tisch eines geheimen Labors wiederzufinden. Oder dass er und Sarita die Geiseln eines verrückten Wissenschaftlers sind. Die beiden müssen nun ihr Leben aufs Spiel setzen, um die Ewigkeit gemeinsam auf Wolke 7 verbringen zu können!“
Quelle: Buchrücken „Ran an den Vampir“ von Lynsay Sands

Lesestart: 03. April 2019
Leseende: 05. April 2019

Allgemeine Informationen:
Das Buch ist im LYX Label der Bastei Lübbe Gruppe erschienen und erzählt auf ca. 400 Seiten die Geschichte von Sarita Reyes und Domitian Argenis. „Ran an den Vampir“ ist der 25. Band der Argeneau-Serie.
Lynsay Sands ist eine kanadische Autorin. Der weltweite Durchbruch gelang ihr mit der Argeneau-Serie. „Humor hilft in allen Lebenslagen“ – das ist ihr Motto und dieses findet man zur Genüge in dieser Serie wieder.

Cover:
Das Cover ist passend zum Rest der Serie gestaltet. Im Hintergrund ist die schwarze Silhouette einer Stadt zu erkennen. Im Vordergrund ist eine Art gehäckeltes Blumentöpfchen mitsamt Blume abgebildet. Auf mich wirkt das Cover recht frisch und fröhlich und mir gefällt sehr gut, wie es zum Rest der Reihe passt.

Meine Meinung :
Sarita möchte eigentlich nur ihre Großmutter besuchen, da diese einen Unfall hatte und im Krankenhaus liegt. Leider ist dies eine Falle und sie landet auf einer Privatinsel in den Fängen von Dr. Dressler.
Immer mehr Unsterbliche sind im nordamerikanischen Raum verschwunden. Jegliche Suchmaßnahmen des Rats scheiterten. Unter den, wahrscheinlich entführten, Unsterblichen befindet sich auch ein Teil von Domitian Argenis‘ Verwandtschaft. Trotz mehrfacher Warnungen tappt Domitian jedoch auch in eine Falle und findet sich mit Sarita zusammen auf einer verlassenen Insel unter Beobachtung wieder.
Der verrückte Wissenschaftler führt immer noch Experimente an Unsterblichen durch, um alles über ihre Art und die Nanos in ihnen zu erfahren. Schnell lernen sich seine beiden „Probanden“ besser kennen und ihre Beziehung entwickelt sich stetig, während sie versuchen einen Fluchtplan zu schmieden.

Mit dem 25. Band der Argeneau-Serie hat die Autorin wieder ein Meisterwerk geschaffen. Ich habe dieses Buch verschlungen. Der Schreibstil war so flüssig und locker, dass man es auch an einem Tag hätte durchlesen können. Die Geschichte war sehr unterhaltsam und humorvoll ausgestaltet – vor allem Domitians früheres Leben. Daran konnte ich auch erkennen, dass die Charaktere in liebevoller Kleinarbeit entstanden sind. Außer den beiden Hauptprotagonisten gab es keinerlei große Nebenhandlung, was es zu einer sehr entspannten Geschichte gemacht hat – man konnte sich auf die Haupthandlung konzentrieren, ohne übermäßig zusätzliche Informationen verarbeiten zu müssen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur eine reine Liebesgeschichte ist, sondern durch die Entführung auch etwas Krimi-Stimmung mit eingebracht worden ist und durch die Forschungen des Wissenschaftlers, man auch einen kleinen Anteil an wissenschaftlichen Forschungsergebnissen geliefert bekommen hat. Alles in allem eine richtig gute Mischung verschiedener Elemente. Zum Entspannen und Kopf abschalten eine tolle Lösung!

Veröffentlicht am 30.03.2019

Prickelnde Business-Romanze mit ein paar Schwächen

After Work
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Inhalt:
„Stell dir vor, du triffst einen Mann in einer Bar. Und er ist heiß und sexy und interessant. Stell dir vor, du erzählst ihm alles von dir. Und du küsst ihn. Dann stell dir vor, du kommst am nächsten ...

Inhalt:
„Stell dir vor, du triffst einen Mann in einer Bar. Und er ist heiß und sexy und interessant. Stell dir vor, du erzählst ihm alles von dir. Und du küsst ihn. Dann stell dir vor, du kommst am nächsten Morgen ins Büro. Und er ist dein neuer Chef.“
Quelle: Buchrücken „After Work“ von Simona Ahrnstedt

Allgemeine Informationen:
Das Buch ist im LYX Label der Bastei Lübbe Gruppe erschienen und erzählt auf ca. 520 Seiten die Geschichte von Lexia Vikander und Adam Nylund. „After Work“ ist ein Einzelband und ist das neue Buch der Autorin nach ihrer Reihe um „Die Erbin“, „Ein einziges Geheimnis“ und „Alles oder nichts“.

Simona Ahrnstedt ist in Prag geboren und gilt als Pionierin des schwedischen Liebesromans. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.
Für mich ist es nicht das erste Buch der Autorin, denn die vorhergehende Reihe habe ich auch gelesen. Da mich diese aber nicht übertrieben überzeugt hatte, habe ich diesem Buch nur aufgrund des aufregend klingenden Klappentextes trotzdem eine Chance gegeben.

Meine Meinung :
Komme ich zuerst einmal zum Äußerlichen des Buches. Auf dem Cover ist die Rückseite einer Frau in Business-Kleidung und mit ordentlich frisierten Haaren abgebildet, die durch eine Glasfassade auf die nächtliche Skyline hinausschaut. Das Cover ist passend zum Buchtitel „After Work“ und zum Klappentext gestaltet. Dieser Zusammenhang ist mir sehr positiv aufgefallen und war unter anderem ein Grund, der mich dieses Buch hat kaufen lassen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch keine lange Vorgeschichte erzählt, sondern direkt auf den ersten Seiten in die vom Klappentext versprochene Handlung eingestiegen wird.
Lexias Arbeitsplatz, eine Werbeagentur, wurde verkauft. Das ist auch der Grund für Adams Erscheinen auf der Bildfläche, denn er ist der neue Geschäftsführer. Die Situation der Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt ist nicht sehr einfach, denn sie fürchten um ihre Jobs und die kommende Umstrukturierung. Nach diesen erschütternden Neuigkeiten geht Lexia in eine Bar und betrinkt sich hemmungslos – dort begegnet sie Adam und plappert locker drauflos, ohne das sie weiß wer er ist.

Lexias Charakter ist ziemlich sympathisch und authentisch gestaltet. Ihre Verzweiflung und ihre Reaktion auf die Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz sind nachvollziehbar, denn sie liebt ihren Job über alles. Ebenso ihr damit einhergehender Kampfgeist, denn sie möchte beweisen, dass sie gut in ihrem Job ist. Auch ihre Gedankengänge zu verschiedenen Situationen, die innerhalb der Geschichte auftauchen, waren für mich gut verständlich. Da sie einige Eigenschaften hat, die ich selbst auch habe, habe ich mich ihr sehr verbunden gefühlt und konnte ihre Gefühlslage über das ganze Buch hinweg immer sehr gut nachempfinden und mitverfolgen.
Adam wirkt bei der ersten Begegnung der beiden sehr geheimnisvoll und zurückhaltend, da die Unterhaltung von ihr dominiert wird (betrunken!) und er ihr seine Identität nicht preisgibt. Jedoch wird an weiteren Unterhaltungen, z.B. in der Firma, schnell klar, dass Adam zwei Seiten hat. In einigen Gesprächen über Erlebnisse in Lexias Vergangenheit zeigt er sich sehr einfühlsam und verständnisvoll und nicht mehr ganz so wie der knallharte Geschäftsmann.
Die Beziehung der Beiden zueinander entwickelt sich in einem stetigen Tempo. Es geht nicht zu langsam voran, aber es prescht auch keiner der beiden übertrieben nach vorne. Denn durch die gute Charakterausgestaltung ist verständlich, warum beide etwas vorsichtig sind, wenn es um eine neue Beziehung geht.
Die Story greift das wichtige Thema der „Body Positivity“ auf. Es geht darum, wie die Gesellschaft mit menschlichen Schönheitsidealen umgeht und wie die Rolle der Frau aufgefasst bzw. gestaltet wird. Besonders die Medienwelt wird kritisiert, denn es sollten nicht nur Modelideale ins Rampenlicht gestellt werden. Letztendlich sollte vermittelt werden, dass sich niemand für seinen Körper schämen braucht. Man ist wie man ist, egal ob man ein paar mehr Kurven hat oder etwas mollig wirkt oder ob die Hautfarbe schwarz oder weiß ist.
Das beste Kontra-Beispiel bietet in dem Roman der Unternehmenschef Roy, denn er ist ziemlich intolerant, mit seinen Aussagen über z.B. Mitarbeiter mit Migrationshintergrund oder Menschen mit anderer Hautfarbe.
Leider gibt es nicht nur Gutes über dieses Buch zu berichten. Vom Gefühl her war dieses Buch nicht nur eines, sondern zwei. Der Anteil der sich entwickelnden Beziehung zwischen den Hauptcharakteren und der Entwicklung der Firma unter einer neuen Führung war nahezu gleich. Dadurch hatte man letztendlich auch den Eindruck, dass diese Beziehung zwischen Lexia und Adam sich viel langsamer entwickelt, als sie es eigentlich tut.
Als störend empfand ich ebenfalls, dass viel zu oft auf Adams Äußerliches verwiesen wurde, wo dieses Buch doch zusätzlich noch ein sehr wichtiges und ernstes Thema beinhaltet, was für mich somit wieder ein bisschen widersprüchlich war.
Genervt hat mich auf der einen Seite regelrecht, wie oft sowohl Adam, als auch Lexia, immer wieder darauf hingewiesen haben, wie groß das Problem doch ist/werden könnte, wenn herauskommt, dass er als Chef was mit seiner Angestellten hat. Auf der anderen Seite war es schrecklich mit anzusehen, wie Adam immer wieder gedanklich hin- und hergerissen war zwischen Lexia und seiner Ex Rebecca um sozusagen auf der sichereren Seite zu sein.
Letztendlich hat das Buch für beide Geschichten trotzdem ein gutes Ende gefunden. Die Firma hat gewonnen. Die Beziehung hat ‚gewonnen‘. Da kann man sich nicht beschweren.

Simona Ahrnstedt’s Schreibstil hat mir hingegen wieder sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und es ist mit viel Witz geschrieben. Es existieren keine elendig langen Monologe – die Seiten sind sehr gut mit Handlung gefüllt. Die Kapitel sind entweder aus der Sicht von Lexia oder aus der Sicht von Adam geschrieben. Dies ermöglichte mir als Leser einen sehr guten Einblick in die unterschiedlichen Gefühlslagen und Beweggründe der beiden Protagonisten. Ein weiterer Pluspunkt dieses Buches war auch, dass Nebencharaktere ‚schnell‘ eingeführt wurden, ohne dass man noch übertrieben viel über deren Hintergrundgeschichte erfahren hat. Erzählt wurde das, was auch für die eigentliche Story notwendig war.

Fazit:
Ehrlich gesagt hatte ich mir unter „After Work“ ein bisschen etwas anderes vorgestellt. Ich hatte mir mehr erhofft und vor allem einen wesentlich größerer Anteil der Liebesgeschichte. Trotz allem sind die Charaktere toll gestaltet und in das Cover habe ich mich regelrecht verliebt.
Das ernste Thema über Schönheitsideale der heutigen Gesellschaft ist sehr gut umgesetzt worden. Man hat verstanden worum es geht und ich als Frau empfinde es irgendwie als ziemlich schockierend, dass wir immer noch so festgefahren sind in manchen Einstellungen.
Alles in allem empfand ich „After Work“ angenehmer zu lesen als die „Only One Night“-Reihe der Autorin und bin mit diesem Buch so dann doch recht zufrieden. Es hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber auch nicht total enttäuscht.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Wichtiges Thema - zu schwammig umgesetzt

Someone New
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Inhalt:
„Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.
Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann ...

Inhalt:
„Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.
Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, dass die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …“
Quelle: Buchrücken „Someone new“ von Laura Kneidl

Allgemeine Informationen:
Das Buch ist im LYX Label der Bastei Lübbe Gruppe erschienen und erzählt auf ca. 550 Seiten die Geschichte von Micah und Julian. In jedem Buch der Erstauflage befindet sich ein wunderschönes Lesezeichen – eine solche Version ist auch in meinem Schrank gelandet. Zusätzlich gab es noch eine handsignierte Special Edition mit grafischen Illustrationen.

Laura Kneidl wurde 1990 geboren und schreibt seit etwa 2009 Liebesromane in alltäglichen oder Fantasie-Welten. „Someone new“ ist der Auftakt zu einer neuen Serie nach der Reihe um „Berühre mich. Nicht“ und „Verliere mich. Nicht“.
Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich war sehr gespannt darauf.

Meine Meinung :
Das Cover ist mir sofort positiv aufgefallen. Es ist mit so vielen hellen und freundlichen Farben gestaltet, dass ich es einfach in die Hand nehmen musste, um den Klappentext zu lesen. Die hellen Farben wirkten äußerst einladend auf mich. Auf den Inhalt des Buches kann man vom Cover her noch nicht schließen und der Titel „Someone new“ macht einen neugierig, ebenfalls ohne irgendetwas über die Geschichte schon vorher zu verraten.
Der Schreibstil der Autorin war sehr locker und leicht zu lesen. Vom Stil her ähnlich einiger anderer Young-Adult-Bücher und somit war es für mich kein Problem, gut in die Geschichte reinzukommen und sie wirklich intensiv hintereinander weg zu lesen.

Micah ist die Protagonistin in „Someone new“. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Auf den ersten Seiten lernt man sie sehr schnell kennen. Sie kommt aus einer sehr reichen Familie mit hohem Ansehen in der Gesellschaft, mag Comics und ist künstlerisch begabt. Leider unterstützen ihre Eltern ihre Leidenschaft zur Kunst nicht, denn sie haben sehr starke konservative Ansichten, weshalb Micah sich am örtlichen College für Jura einschreiben musste. Auf mich wirkte sie wie eine lebensfrohe, sympathische junge Frau mit einer nicht ganz so einfachen familiären Situation. Sie ist frech und definitiv nicht auf den Mund gefallen, muss sich aber leider viel zu oft den Wünschen ihrer Eltern beugen.
Julian lernt man auf einer gesellschaftlichen Feier von Micahs Eltern kennen, denn er kellnert dort. In seinem ersten Auftritt wirkt er auf mich sehr geheimnisvoll und so als hätte er immer einen Spruch auf Lager – cool und lässig, als er Micah anspricht und die beiden dann Zeit auf der Feier ihrer Eltern miteinander verbringen. Leider wird er dadurch jedoch gefeuert.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die beiden gut verstanden. Als sie sich jedoch einige Zeit später wiedertreffen – als Nachbarn! – ist Julian Micah gegenüber sehr kühl und abweisend und zurückhaltend, als hätte er ihr die Jobkündigung nicht verziehen. Jedoch will Micah nicht locker lassen und Julian kennenlernen.
Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam. Sehr sehr langsam. In meinen Augen zu langsam. Es dauert gefühlt ewig, bis sich da richtig was tut, denn es ist ein ständiges hin und her. Julian kommt ihr ein bisschen entgegen, blockt dann wieder ab, kommt ihr wieder entgegen, blockt ab, etc. Immer wieder werden Andeutungen darüber gemacht, dass auch in seiner Familie etwas nicht gut läuft, denn sie wollen keinen Kontakt zu ihm haben. Aber mehr wird nicht verraten, außer der rätselhaften Frage nach seiner Schwester.
Zusätzlich werden in der Geschichte sehr viele Nebencharaktere eingeführt und ein Anfang ihrer Geschichten erzählt. Micahs beste Freundin Lilly wird vorgestellt sowie ihre Studienkommilitonin Aliza. Auf Julians Seite werden seine beiden Mitbewohner Aurie und Cassie vorgestellt, bei denen sich ebenfalls eine Beziehung anbahnt, sie aber eigentlich „nur“ beste Freunde sind und ihrem Hobby LARP (Live Action Role Playing) nachgehen. In „Someone Else“ – dem zweiten Band der Reihe – wird es um die beide gehen.
Der letztendliche Höhepunkt der Story ist wahrlich ein Knaller! Ich muss zugeben, zu diesem Thema habe ich vorher noch nie ein Buch gelesen und somit hat es mich wirklich sehr überrascht, was letztendlich Julians Geheimnis ist.
Neben den alltäglichen Problemen junger Menschen geht es um Themen wie Sexualität, zwischenmenschliche Beziehungen und die eigene Identität.

Fazit:
Ich hatte mich bei „Someone new“ auf ein tolles Leseerlebnis gefreut, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen enttäuscht, dadurch dass ich vorher so viel Gutes von diesem Buch gehört habe.
Am Anfang geht alles ziemlich schnell, aber die eigentliche Entwicklung der Beziehung der Hauptcharaktere geht nur schleichend voran. Es werden einen Haufen zusätzliche Geschichten angefangen zu erzählen, meiner Meinung nach viel zu ausführlich.
Der Höhepunkt der Story, dass eigentlich ziemlich ernste Thema, um das sich Julians Geheimnis dreht, kommt in meinen Augen viel zu kurz. Es wird erzählt und erklärt, auch sehr ausführlich, aber alles ist viel zu schnell akzeptiert und wieder vom Tisch. Es ist einfach nur so „nebenbei mit drin“ in meinen Augen und da kann auch das Nachwort, welches nochmal einen Themeneinblick liefert, meine Meinung nicht bessern. Ich finde es schade, dass dieses wichtige und ernste Thema nicht intensiver aufgegriffen wurde in Anbetracht der Tatsache, dass alles andere an Inhalt ziemlich ausführlich und langatmig geschildert worden ist.
„Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.“ - Um diesen Satz vom Klappentext nochmal aufzugreifen: leider hat man davon in der Story ebenfalls nicht viel gemerkt und diesen Satz fand ich persönlich eigentlich ziemlich verdammt gut, weshalb ich dieses Buch unbedingt kaufen musste.
Alles in allem empfand ich es trotzdem als eine sehr schöne Liebesgeschichte, der 150 Seiten weniger auch nicht geschadet hätten. Man kann es lesen – man muss aber nicht. Ein interessantes und spannendes Thema war es trotzdem.