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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2026

Nicht so mitreißend wie erwartet

Home Before Dark
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Island und seine Krimis/Thriller sind meistens etwas Besonderes. Der Reihe “Mörderisches Island" der Autorin folge ich seit Beginn und daher waren meine Erwartungen an diesen Thriller recht hoch. Das ...

Island und seine Krimis/Thriller sind meistens etwas Besonderes. Der Reihe “Mörderisches Island" der Autorin folge ich seit Beginn und daher waren meine Erwartungen an diesen Thriller recht hoch. Das Cover und der Titel recht düster gehalten, aber auffällig genug, um in der Buchhandlung ins Auge zu fallen.
Die Schwester von Marsibil verschwand vor 10 Jahren. Keine Spuren, keine Zeugen und zurück blieb ein Gefühl der Schuld bei Marsibil.
Ein Brief veranlasst Marsibil die Suche wieder aufzunehmen, um doch noch der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven. 1977 aus der Sicht von Marsi und 1966 aus der Sicht von Kristin. Diese Wechsel sorgen dafür, dass der Leser mehr Einblicke und Hintergrundinformationen bekommt.
Aber ich habe von Anfang an keinen richtigen Zugang zu der Story gefunden. Die Handlung war mir zu zäh und langatmig. Dabei bin ich durchaus ein Fan von Thrillern, die eher psychologische Spannung aufbauen. Viele potentielle Verdächtige, aber für mich kein richtiger roter Faden.
Zum Ende hin hat die Handlung dann etwas Fahrt aufgenommen, einige Wendungen waren durchaus überraschend.
Dank des Schreibstils der Autorin liest sich das Buch zügig, kann aber mit der Reihe nicht mithalten.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Unterhaltsam und liebenswert

Annie Knows Everything
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Annie knows everything macht schon mit der Covergestaltung gute Laune. Und genau diese gute Laune zieht sich durch das ganze Buch.
Eine Romcom ist für mich immer eine kleine Risikolektüre, aber dieses ...

Annie knows everything macht schon mit der Covergestaltung gute Laune. Und genau diese gute Laune zieht sich durch das ganze Buch.
Eine Romcom ist für mich immer eine kleine Risikolektüre, aber dieses Buch hat wirklich genau meinen Geschmack getroffen.
Annie ist eine tolle Protagonistin. Sie weiß, oder glaubt es zumindest, immer genau, was für andere das Beste ist. Als sie ihren Job verliert und mit Glück einen Job in der Datenstrategie, von der sie nicht die geringste Ahnung hat, bekommt, ist ihr oberstes Ziel : Überzeugen bei völliger Ahnungslosigkeit.
Eine Abteilung voller Nerds, die sie sehr schnell in ihr Herz schließt. Connor, den Chef, vielleicht ein bisschen zu sehr?
Und dann ist da noch ihre Schwester. In Annies Augen auf dem besten Weg, ihr Leben zu ruinieren, indem sie den falschen Mann heiratet.
Mit vielen witzigen Dialogen begleiten wir Annie auf ihrem Weg durch den Lebensdschungel. Pleiten, Pech und Pannen, aber auch viele gefühlvolle und liebenswerte Momente kennzeichnen die Story. Annie ist so herrlich perfekt unperfekt, sie kann man einfach nur ins Herz schließen. Auch die anderen Charaktere sind authentisch und Connor, nun ja, wer hätte nicht gerne so einen Connor?
Wer eine tolle Mischung aus Humor, Herz und einer gelungenen Story lesen möchte, bitte sehr, hier ist das perfekte Buch.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Gelungene Neuinterpretation eines Klassikers

Beth is dead
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Beth is death hat ein wunderbares und auffälliges Cover. Wenn man den Klappentext liest und das Original Little Women kennt, stellt man sofort den Zusammenhang her, auf den eher versteckt hingewiesen wird.
Im ...

Beth is death hat ein wunderbares und auffälliges Cover. Wenn man den Klappentext liest und das Original Little Women kennt, stellt man sofort den Zusammenhang her, auf den eher versteckt hingewiesen wird.
Im MIttelpunkt stehen auch hier die vier March Schwestern und wie im Original stirbt Beth. Nur, dass wir hier jetzt die düstere Thriller Version haben, Beth wird ermordet und schnell ist klar, jeder könnte ein Motiv haben.
Wir tauchen als Leser abwechselnd in die Perspektive der vier Schwestern ein und bewegen uns parallel auf den Zeitebenen vorher und heute. Das ist sehr clever gemacht, da es dem Leser einen tieferen Einblick in die Ereignisse bietet.
Man rätselt von Anfang an mit und ist gefangen in den plötzlichen Wendungen, die zu immer neuen Verdächtigungen führen und das nicht nur bei den Lesern, sondern auch bei den Charakteren.
Diese sind erfrischend in die Gegenwart versetzt worden und könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Familiendynamik der Schwestern untereinander ist nachvollziehbar und der Gedanke, ja so könnte es gewesen sein, ist schnell gegenwärtig. Wichtige Themen der Gegenwart, wie zum Beispiel Fluch und Segen von Social Media werden geschickt in Handlung eingefügt.
Der Spannungsbogen hält sich wirklich bis zum Schluss, der für mich die losen Fäden zusammenführt und für mich plausibel ist.
Für mich ist dies eine sehr gelungene Neuinterpretation, die keineswegs nur für Jugendliche geeignet ist.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Ein leiser Aufbruch

Zugvögel wie wir
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Zugvögel wie wir von Julia Dibbern ist eine Roman über Eva, eine Frau, die dringend einen Neuanfang im Leben braucht. Ihre Ehe ist gescheitert, von ihrer Tochter hat sie sich entfremdet und der Traum, ...

Zugvögel wie wir von Julia Dibbern ist eine Roman über Eva, eine Frau, die dringend einen Neuanfang im Leben braucht. Ihre Ehe ist gescheitert, von ihrer Tochter hat sie sich entfremdet und der Traum, eine Musikerin zu werden, ist schon vor Jahren geplatzt.
Ein Urlaub bei einer Freundin bringt die Wende. Sie findet einen verletzten Kranich und entscheidet spontan, dem Weg der Kraniche nach Frankreich zu folgen. Es beginnt ein Roadtrip der besonderen Art, ausgerüstet nur mit einem älteren Fahrrad und null Erfahrung, macht sich Eva auf den Weg.
Der Schreibstil von Julia Dibbern ist ruhig, aber einfühlsam. Die Kraniche stehen in diesem Roman für den Weg, den sie einschlagen muss. Weg von ihrer jetzigen Situation, die alte Eva wiederfinden. Kilometer für Kilometer begleiten wir Eva und erleben mit, wie sich ihre Gedankenwelt verändert, sie auf andere Menschen zugeht, deren Sicht der Dinge zulässt. Die Beschreibungen der Natur und die Begegnungen mit den Kranichen sind von der Autorin toll eingefangen.
Unterbrochen wird die Erzählung durch Textpassagen, deren Hintergrund sich später auflöst und einen Schriftwechsel mit ihrer Tochter.
Wir erfahren im Laufe des Buches, wie Eva an diesen Punkt im Leben gekommen ist und was das Verhältnis zu ihrer Tochter so beschädigt hat. Und hier setzt auch mein Kritikpunkt an. Ich hätte mir von der Figur Eva mehr Selbstreflektion gewünscht. So bleibt ihr Charakter leider etwas blass.
Was mir hervorragend gefallen hat, der Roman hat ein offenes Ende. Es bleibt dem Leser selbst überlassen, über den Fortgang der Handlung nachzudenken. Für mich ist das absolut stimmig und passt zu dem Inhalt des Buches.
Insgesamt ein Buch, das ich gerne gelesen habe und auch weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Düster und schwermütig

Alma
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Federica Manzon nimmt uns mit in die Geschichte von Triest, das Leben in einem Jugoslawien, das auseinanderbricht.

Alma reist in ihre Heimat, um das Erbe ihres Vaters anzutreten. Dabei trifft sie auf ...

Federica Manzon nimmt uns mit in die Geschichte von Triest, das Leben in einem Jugoslawien, das auseinanderbricht.

Alma reist in ihre Heimat, um das Erbe ihres Vaters anzutreten. Dabei trifft sie auf Vili, ihre große Liebe und Erinnerungen werden wach. Die Geschichte beschreibt den Zeitraum von drei Tagen und ist auch dementsprechend in Kapitel eingeteilt.

Die Handlung selbst war für mich schwer zu erfassen, die Figuren konnten mich nicht emotional packen. Alma ist auf der Suche nach ihrer Herkunft, dem, was ihre Identität ausmacht. Der Vater, den sie so selten sieht, ist eine wichtige Person in ihrem Leben. Und doch wusste sie eigentlich nichts über ihn.

Die Kriegsereignisse werden nicht beschönigt, aber zum besseren Verständnis wären hier Vorkenntnisse durchaus sinnvoll.

Gut gefallen haben mir die schwarzweiß Fotos im Buch, die die Zeit widerspiegeln. Die Kombination aus Selbstfindung und geschichtlichen Ereignissen war diesmal nicht mein Buch. Die Zeitsprünge haben es mir schwer gemacht, der Handlung zu folgen und haben mich teilweise verwirrt zurückgelassen. Ein Buch, das schwer zu lesen ist und einen eher traurigen und schwermütigen Charakter hat.

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