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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2023

Beste Unterhaltung

Meister der Dschinn (Gewinner des Nebula Award 2021 für Bester Roman & des Hugo Award 2022 für Bester Roman)
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Kairo, 1912, hineinversetzt in eine Fantasy-Welt mit spektakulärer Magie, Dschinns, Engeln und vielen anderen skurillen Typen. Dazu eine gehörige Prise aus 1001 Nacht.

Fertig ist die Szenerie für Agentin ...

Kairo, 1912, hineinversetzt in eine Fantasy-Welt mit spektakulärer Magie, Dschinns, Engeln und vielen anderen skurillen Typen. Dazu eine gehörige Prise aus 1001 Nacht.

Fertig ist die Szenerie für Agentin Fatma und den geheimnisvollen Al-Dschahiz, zurückgekehrt, um Kairo aufzumischen. Oder was steckt dahinter?

Es beginnt mit dem Mord an den Mitgliedern einer geheimen Bruderschaft.

Fatma, ihre neue Partnerin Hadia und weitere Kollegen des Ministeriums für Alchemie, Verzauberungen und übernatürliche Wesen ermitteln, um Kairo vor einer drohenden Katastrophe zu bewahren .

Die Story punktet mit starken Frauencharakteren. Fatma, die kluge Agentin, in ungewöhnlichen, auffälligen Anzügen. Hadia, die zunächst unauffällige Partnerin, hinter der aber sehr viel mehr steckt. Siti, die Freundin, die nicht ist, was sie zu sein scheint.

Die Handlungsorte sind alle so authentisch beschrieben,sei es Bibliothek, diverse Bars oder auch das Ministerium, so dass das Kopfkino sofort anspringt.

Um die Handlung herum findet man immer wieder aktuelle politische Themen aus dieser Zeit, z.B. Jim Crow Gesetze oder die Frauenbewegung unter Pankhurst.

Der Schreibstil ist locker und die Handlung steuert geschickt auf den großen Höhepunkt zu, bei dem die magischen Funken in alle Richtungen fliegen.

Ein Fantasy-Buch, das mich wirklich sehr positiv überrascht und gut unterhalten hat. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Ganz anders als erwartet

Ich träumte von einer Bestie
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Ich träumte von einer Bestie entpuppte sich als eine interessante Mischung aus mehreren Genres. Historisch, Fantasy, ein bisschen Liebe, Spannung und in der Mitte eine Frau, Fleur, die nüchterne Datenforensikerin.
Zentrales ...

Ich träumte von einer Bestie entpuppte sich als eine interessante Mischung aus mehreren Genres. Historisch, Fantasy, ein bisschen Liebe, Spannung und in der Mitte eine Frau, Fleur, die nüchterne Datenforensikerin.
Zentrales Thema ist die französische Legende über die Bestie des Gévaudan. Eine Legende, die in der Auvergne bis heute aktuell ist.
Was diese Legende mit Fleur zu tun hat, welche Rolle die Verbindung zu ihrem verstorbenen Vater spielt und wie sie lernt,mit den Folgen der Vergangenheit zu leben, all das erzählt der Roman.
Nina Blazon hat einen eindringlichen und bildgewaltigen Erzählstil, der einen schnell in die Geschichte eintauchen lässt. Die mystischen und historischen Aspekte geben der Story einen ganz besonderen Touch. Auch die Geheimnisse der Gegenwart, die in Fleurs Familie existieren, haben einen kleinen, eigenen Erzählstrang.
Sicher zieht sich die Handlung an einigen Stellen etwas in die Länge, aber das ist, auf den ganzen Roman blickend, zu verschmerzen.
Ich habe, trotz des etwas merkwürdigen Titels, ein Buch gelesen, das mit guten Charakteren, einer spannenden Story und einer logischen Zusammenführung aller losen Fäden am Ende punktet.

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Veröffentlicht am 25.09.2023

Fortsetzung mit Schwächen

Totenlichter
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Ein neuer Thriller um das Ermittlerpaar Nygård und Wasmuth.
Das Cover ist ähnlich gestaltet wie in Band 1, so dass ein Wiedererkennungswert da ist.
Diesmal geht es um vermeintliche Selbstmorde, einen Busunfall ...

Ein neuer Thriller um das Ermittlerpaar Nygård und Wasmuth.
Das Cover ist ähnlich gestaltet wie in Band 1, so dass ein Wiedererkennungswert da ist.
Diesmal geht es um vermeintliche Selbstmorde, einen Busunfall und Botschaften in Leichen.
Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Situation von Jan und Anna empfiehlt es sich, Band 1 zu kennen, für den Fall ist es nicht notwendig.
Aaron Sander arbeitet mit Perspektivwechseln und ermöglicht dabei Einblicke in die Gedanken von Täter, Opfern und Ermittlern. Cliffhanger am Ende der Kapitel fungieren als Spannungsbeschleuniger. Die Charaktere haben sich im Verhältnis zu Band 1 nicht sehr weiter entwickelt. Vor allem Jan hat sich und seine Aggressivität nicht im Griff und gefährdet immer noch Team und Ermittlungen.
Die Handlung ist zunächst sehr spannend und wendungsreich. Ab der Mitte des Buches kam für mich ein Umbruch. Durch einfaches Ausschlussverfahren war der Täter offensichtlich. Zusätzlich wiederkehrende Szenen aus dem privaten Umfeld, die sich im Sinn nicht erschlossen haben, unterbrechen die Spannung immer wieder. Wie schon in Band 1 wirkt der Schluss überhastet und unfertig. Viele Ansätze und Fragen bleiben offen, das Motiv bleibt unklar.
Die Grundidee war gut, die Umsetzung hatte für mich Schwächen. Ich vergebe 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Spannung bis zum Schluss

Nebel über der Uckermark
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Carla Stach in ihrem dritten Fall. Das Cover ist düster, passt zum Buchtitel und zur Buchreihe.

Die Handlung teilt sich von Beginn an in zwei Stränge. Zuerst der Fall um eine junge, vermisste Albanerin ...

Carla Stach in ihrem dritten Fall. Das Cover ist düster, passt zum Buchtitel und zur Buchreihe.

Die Handlung teilt sich von Beginn an in zwei Stränge. Zuerst der Fall um eine junge, vermisste Albanerin mit Hellseherbeteiligung, in dem Carla und Julia ermitteln. Erwähnenswert ist die unterschiedliche Einstellung der beiden Ermittlerinnen zu diesem Thema. Carla, die nicht an Hokuspokus glaubt, und Julia, die durch ihren Vater eine ganz andere Herangehensweise hat.

Thematisiert wird in diesem Zusammenhang auch, warum man an alles glauben kann, nur bei Wahrsagen & Co. wird eine Grenze gezogen. Interessantes Diskussionsthema.

Dann der Undercover-Einsatz von Maik, der den Leser von Anfang an in den Bann zieht und Anlass zur Sorge um den Ermittler gibt.

Weissagungen der Hellseherin lassen auch um das Leben von Carla fürchten.

Ob und wie die Fälle zusammenhängen, möchte ich an dieser Stelle offen lassen. Nur, es ist sehr spannend und das bis zur letzten Seite. Die kurzen Kapitel mit diversen Cliffhangern sind ein zusätzlicher Spannungsbeschleuniger.

Die Ausarbeitung der Figuren ist wieder perfekt gelungen. Der Leser kann den Ermittlungen gut folgen und tappt genauso im Dunkeln. Das Privatleben spielt natürlich auch eine Rolle, aber wohldosiert und nicht handlungsüberlagernd.

Eine tolle Story, mit vielen Wendungen und viel Spannung.

Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.09.2023

Solide Fortsetzung

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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Baden-Baden im Jahr 1925. Schauplatz für ein großes Schachturnier mit renommierten Spielern und illustren Gästen. Viel zu tun für die Fräulein vom Amt.
Im Buch findet man wieder eine Karte, die dem Leser ...

Baden-Baden im Jahr 1925. Schauplatz für ein großes Schachturnier mit renommierten Spielern und illustren Gästen. Viel zu tun für die Fräulein vom Amt.
Im Buch findet man wieder eine Karte, die dem Leser einen guten Überblick über die Umgebung und einzelnen Handlungsorte gibt. Das Cover reiht sich in der Aufmachung in die Serie ein.
Der historische Hintergrund dieser Zeit wird wieder gut eingefangen. Die beginnenden politischen Veränderungen nehmen immer mehr an Tempo auf und beeinflussen auch die Protagonisten. Die technischen Neuerungen der Zeit, wie zum Beispiel der Staubsauger werden nett in die Handlung eingebaut. Andere Neuerungen, wie künftige Selbstwählapparate, werden das Berufsbild der Fräulein vom Amt verändern bzw. überflüssig machen. Die Sorge darum klingt an vielen Stellen des Buches an. Auch die Auswirkungen einer Heirat auf die berufliche Situation der Frauen ist ein wiederkehrendes Thema.
Die bekannten Protagonisten um Alma und Freundin Emmi sind alle wieder an Bord und spiegeln in kleinen Nebengeschichten auch die Zeit wieder.
Zur Handlung. Der Tod einer Wäscherin fordert diesmal das Können von Alma.
Die Ermittlungen gestalten sich wieder aufregend, wenn auch in der Art und Auswirkung nicht immer logisch bzw. realistisch. Das Schachturnier bildet einen guten Rahmen für die Handlung, die Alma auch wieder an Orte führt, die zu dieser Zeit nicht schicklich waren.
Es ist ein lesenswerter, solider historischer Krimi. Wie schon in Band 2 fehlt mir aber auch hier der besondere Charme aus Fall 1.

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