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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Tolle Idee, schwache Umsetzung

Hazel sagt Nein
2

Ein Buch, das so viel Potential gehabt hätte, das aber letztlich an den eigenen Ansprüchen gescheitert ist.
Starker Beginn. Man stürzt direkt und ohne Umschweife in das Thema sexuelle Belästigung durch ...

Ein Buch, das so viel Potential gehabt hätte, das aber letztlich an den eigenen Ansprüchen gescheitert ist.
Starker Beginn. Man stürzt direkt und ohne Umschweife in das Thema sexuelle Belästigung durch einen Schulleiter. Das NEIN von Hazel löst eine Kette von Ereignissen aus, die eine Familie und eine Kleinstadt beschäftigen.
Die unterschiedlichen Erzählperspektiven der Familienmitglieder sind ein Pluspunkt der Story. Als Leser ist man wesentlich mehr in die Geschehnisse eingebunden.
Hazel ist ein interessanter Charakter und ihre Zerrissenheit über die Art und Weise, wie man in einer solchen Situation am besten reagiert, kommt gut zum Ausdruck.
Soweit, so gut. Leider hat die Autorin dann ein Fass von Themen aufgemacht, die sie anscheinend unbedingt unterbringen wollte. Antisemitismus, Cancel Culture etc. Jedes für sich ein unstrittig wichtiges Thema, hier für mich leider fehl am Platz. Das eigentliche Thema wird damit in den Hintergrund gerückt.
Der größte Kritikpunkt ist aber der realitätsferne Aufstieg von Hazel zur Autorin. Das war einfach zu konstruiert. Auch das weichgespülte Ende passte für mich nicht zu dem Grundgedanken der Handlung.
Womit sich die Frage stellt, was der eigentliche Grundgedanke war? Das Marketing und der Klappentext drängen die Erwartungshaltung auf die Schiene sexuelle Belästigung. Auf dieser Schiene hat der Roman für mich das Thema verfehlt.
Aber ohne diese Erwartungshaltung ist es ein Roman, der sich mit Dynamiken in einer Familie und einer Kleinstadt beschäftigt und dann ist er unterhaltsam zu lesen.
Ich vergebe drei Sterne für ein Buch, das gut zu lesen war, dessen thematische Ausführung aber nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Ungewöhnlich

The Exes
0

Das Buch hat mich neugierig gemacht. Auffälliges Cover, interessanter Klappentext. Natalie, auf der Suche nach Mr. Right. Dabei hat sie nicht so ein glückliches Händchen. Am Ende sind die drei Ex-Freunde ...

Das Buch hat mich neugierig gemacht. Auffälliges Cover, interessanter Klappentext. Natalie, auf der Suche nach Mr. Right. Dabei hat sie nicht so ein glückliches Händchen. Am Ende sind die drei Ex-Freunde definitiv Ex, sie sind nämlich tot. Hat sie etwas damit zu tun? Der Dreh- und Angelpunkt der Story, da Natalie keine wirkliche Erinnerung hat.
James, ihr momentaner Partner, der Mann fürs Leben? Ja, bis ein Ereignis alles in Frage stellt.
Natalie, wie wird sie entscheiden? Wie tief sind ihre moralischen Abgründe?
Ein Buch, das dem Leser einiges abverlangt. Kurze Kapitel, schnell wechselnde unterschiedliche Perspektiven, Wechsel zwischen damals/jetzt. Dazu viele Geheimnisse, Lügen und plötzliche Wendungen.
Schwierig zu lesen, aber wenn man dran bleibt, bekommt man eine wirklich außergewöhnliche Geschichte mit Spannung und Drama.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Kein Vergleich mit dem ersten Buch

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
0

Das Buch fing spannend an. Leider sollte es nicht so bleiben.
Worum geht es? Natalie sucht den Mann, der dafür verantwortlich ist, dass ihre Freundin im Koma liegt. Ein Zufall führt sie auf die richtige ...

Das Buch fing spannend an. Leider sollte es nicht so bleiben.
Worum geht es? Natalie sucht den Mann, der dafür verantwortlich ist, dass ihre Freundin im Koma liegt. Ein Zufall führt sie auf die richtige Spur. Geoffrey Rosenberg, erfolgreicher Mann des Jahres. Sie bewirbt sich als Hausmädchen in seiner Villa (noch ein Zufall).

Der Schreibstil ist flüssig und die unterschiedlichen Perspektiven interessant. Die anderen beteiligten Charaktere waren durchaus undurchsichtig und boten Raum für Spekulationen.
Natalie selbst war mir zu naiv und im Verlauf der Handlung leider auch sehr anstrengend.

Der Spannungsbogen hat sich dann leider sehr schnell erledigt. Ich hatte das Gefühl, das war eine Neufassung des ersten Buches mit etwas verändertem Thema. Sogar die Wendungen waren ähnlich, so dass man sehr schnell wusste, in welche Richtung das Buch steuert.

Das Ende konnte mich dann auch überhaupt nicht überzeugen. Schade, denn ihr erstes Buch war wirklich sehr gut.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Gelungener Auftakt

Heir of Illusion
0

Beginnen wir mit dem Cover. Wunderschön gestaltet, mit passendem Farbschnitt und die Waffe, die Macht verleiht, steht im Mittelpunkt. Der Innenteil startet mit einer liebevoll gestalteten Karte, die einen ...

Beginnen wir mit dem Cover. Wunderschön gestaltet, mit passendem Farbschnitt und die Waffe, die Macht verleiht, steht im Mittelpunkt. Der Innenteil startet mit einer liebevoll gestalteten Karte, die einen ersten Überblick über die neue Welt gibt. Den limitierten Auflagen lag zusätzlich eine Charakterkarte bei. Vermisst habe ich ein Personenregister, das die Zuordnung der Personen einfacher gemacht hätte. Auf diesen Punkt komme ich aber noch einmal zurück.
Im Mittelpunkt steht Ivy, eine Assassine mit unglaublichen Fähigkeiten, die aber von Kindheit an mit einem Halsring an den König gefesselt ist. Sie ist geprägt von Schuldgefühlen und dem Wunsch nach Freiheit und Gerechtigkeit. Sie ist gleichzeitig stark und schwach.
Der König, Baylor, ist ein Charakter, der bis in die Tiefe unsympathisch ist. Er kontrolliert seine Umgebung durch Machtmissbrauch und Gewalt.
Dem gegenüber steht Thorne, nicht leicht zu durchschauen und es bleibt diffus, wo seine eigentlichen Absichten liegen.
Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig. Der Autorin gelingt es, eine düstere Atmosphäre mit geheimnisvollen Orten, Intrigen und unerwarteten Twists zu schaffen.
Die Handlung wirkt in Teilen vorhersehbar, um dann wieder durch die bereits genannten Twists, eine völlig andere Richtung zu gehen. Und hier möchte ich das Personenregister nochmal aufgreifen. Am Ende ist klar, warum ein solches Register keinen Sinn ergibt. Es hätte die Twists ad absurdum geführt.
Das Buch ist der erste Band einer Dilogie und endet mit einem starken Cliffhanger, der natürlich neugierig auf die Fortsetzung macht.
Insgesamt eine spannender Auftakt, der gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Oxen - Die Rückkehr des Danehof

Oxen. Interregnum
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Das Cover ordnet sich in die bisherige Reihe an, sodass ein hoher Wiedererkennungswert vorhanden ist.
Der Geheimbund Danehof wurde seinerzeit wohl doch nicht vollständig zerstört. Mossmann, der sich in ...

Das Cover ordnet sich in die bisherige Reihe an, sodass ein hoher Wiedererkennungswert vorhanden ist.
Der Geheimbund Danehof wurde seinerzeit wohl doch nicht vollständig zerstört. Mossmann, der sich in den letzten Wochen seiner Zeit als Interimschef des Geheimdienstes befindet, reaktiviert Oxen und Franck.
Es ist der siebte Band der Reihe und kann sicherlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Für das Gesamtverständnis ist es aber auf jeden Fall sinnvoll, die Bücher der Reihe nach zu lesen.
Der Autor baut sofort Spannung auf und startet mehrere Handlungsstränge, deren Fäden im Laufe des Buches langsam zusammengeführt werden.
Das Buch ist geprägt von Todesfällen, die sich schnell als Mord herausstellen und einer düsteren Atmosphäre. Die akribische Ermittlungsarbeit und die politischen Hintergründe sind stellenweise herausfordernd für den Leser, damit man nicht den Überblick verliert. Die Charaktere sind authentisch beschrieben, der private Hintergrund wird in die Handlung mit einbezogen, ohne sie zu überlagern. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch eine Straffung der Handlung gewünscht.
Insgesamt ein spannender, politischer Thriller, der für die Fans der Reihe definitiv ein Muss ist. Wieder denkt man am Ende, das war's jetzt, aber wer weiß das schon.

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