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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2022

Sehr leichte Kost

Die Wolkenstürmerin
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Die Autorin nimmt uns mit nach Hamburg in die Zeit des Wirtschaftswunders. Wir lernen die Familie Lilienthal kennen, deren Flugzeugbaufirma durch den Krieg und den Tod der Firmeneigentümer am ...

Die Autorin nimmt uns mit nach Hamburg in die Zeit des Wirtschaftswunders. Wir lernen die Familie Lilienthal kennen, deren Flugzeugbaufirma durch den Krieg und den Tod der Firmeneigentümer am Rande des Abgrunds steht.
Marlene, die Tochter, eine absolut fiktive Figur, möchte die Firma durch den Aufbau eines Lufttaxiunternehmen retten. Sie stößt auf Widerstand in der Familie und in der, doch eher männerlastigen Geschäftswelt.
Was habe ich erwartet? Einen Roman über eine starke und mutige Frau, die sich mit innovativen Ideen ihren Platz sucht.
Was habe ich bekommen? Leider nicht das,was ich erwartet habe. Schon nach wenigen Kapiteln driftet das Buch ab in eine seichte Liebesgeschichte. Da hilft leider auch die zugrunde gelegte Ost/West Dramatik nicht.
Auch mit dem Schreibstil könnte ich mich nicht so recht anfreunden. Die Charaktere blieben alle sehr oberflächlich. Der Handlung fehlte an vielen Stellen die Tiefe bzw. blieb auch zu oberflächlich.
Schade. Die Thematik war gut gewählt, aber nicht gut umgesetzt.
Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Würdige Fortsetzung

Wer mit den Toten spricht
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Das Cover ist ähnlich gehalten wie in Teil 1, nur diesmal in anderen Farben, das erzeugt einen hohen Wiedererkennungswert.
A.K. Turner setzt dort an, wo Teil 1 endet, bei Cassies ganz persönlicher Wahrheit. ...

Das Cover ist ähnlich gehalten wie in Teil 1, nur diesmal in anderen Farben, das erzeugt einen hohen Wiedererkennungswert.
A.K. Turner setzt dort an, wo Teil 1 endet, bei Cassies ganz persönlicher Wahrheit. Ihr Vater lebt und saß 17 Jahre im Gefängnis für den Mord an ihrer Mutter. Cassies Oma hatte ihr all die Jahre erzählt, dass beide bei einem Verkehrsunfall umgekommen sind. Dann taucht der Vater nach der ganzen Zeit auf und behauptet, dass er unschuldig ist.
Cassie beginnt in der Vergangenheit zu forschen und bekommt Unterstützung durch DS Phylida Flyte, die etwas schräge und neurotische Polizistin und Kirian, der Freund aus Hausbesetzertagen.
Mir hat gut gefallen, dass auch die Personen aus Cassies engsten Umfeld diesmal mehr in den Focus gerückt werden. Vor allem DS Flyte, die ihr ganz persönliches Päckchen zu tragen hat.
Nebenbei ermittelt Cassie, in ihrer unnachahmlichen Art und Weise, auch noch in dem Tod eines Jugendlichen, der als "Gast" auf ihrem Seziertisch landet. Die Vorgänge in der Gerichtsmedizin wirken wieder sehr gut recherchiert und wer öfter in diesem Genre unterwegs ist, sollte auch keine Probleme mit den Fachausdrücken haben. Sehr authentisch sind auch ihre Differenzen mit dem momentanen Chefpathologen beschrieben.
Die Geschichte kommt diesmal etwas langsamer in Schwung, was aber keineswegs nachteilig für die Spannung ist. Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und im Grundton an den Charakter von Cassie angepasst.
A.K. Turner hat mich auch mit dem 2. Buch um die sympathische, unkonventionelle Sektionsassistentin Cassie Raven überzeugt. Das Buch sticht angenehm aus der breiten Masse hervor. Ob Thriller die richtige Einordnung ist, nun ja, da kann man durchaus anderer Meinung sein, ist aber für die Qualität des Buches von keiner Bedeutung. Ich freue mich auf Teil 3, vergebe 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2022

Vergangenheit trifft Gegenwart

Der finstere Pfad
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Jenny Blackhurst erzählt auf zwei Zeitebenen. Da ist die Geschichte von Maisie auf dem West Coast Trail Trip, der in einer Katastrophe endet. Und genau diese Katastrophe beeinflusst dann abrupt das Leben ...

Jenny Blackhurst erzählt auf zwei Zeitebenen. Da ist die Geschichte von Maisie auf dem West Coast Trail Trip, der in einer Katastrophe endet. Und genau diese Katastrophe beeinflusst dann abrupt das Leben von Laura und ihrer Familie in der Gegenwart.
Der Schreibstil ist flüssig und die kurzen Kapitel enden zumeist mit einem kleinen Cliffhänger, so dass man in den Sog der Geschichte gerät. Aufgelockert wird der Erzählfluss noch durch Medienartikel und Podcastauszüge, die dem Leser nochmal einen ganz anderen, mehr öffentlichen, Blickwinkel ermöglichen.
Wie es typisch für Jenny Blackhurst ist, befindet sich der Leser lange im Unklaren und wird durch immer neue Wendungen auf die falsche Fährte gelockt.
Das Buch hat mir gut gefallen, aber es ist nicht das Beste von ihr. Das Ende wirkte auf mich zusammengestrickt, mit, für mich, einigen logischen Patzern. Deshalb gibt es einen Stern Abzug. Trotzdem kann ich das Buch weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Solide

Das Letzte, was du hörst
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Und wieder ein neuer Winkelmann. Die Erwartungshaltung naturgemäß hoch. Das Thema "Podcast" hochaktuell.
Der Leser bekommt es mit mehreren rätselhaften Morden zu tun. Die Ermittlungen gestalten sich spannend, ...

Und wieder ein neuer Winkelmann. Die Erwartungshaltung naturgemäß hoch. Das Thema "Podcast" hochaktuell.
Der Leser bekommt es mit mehreren rätselhaften Morden zu tun. Die Ermittlungen gestalten sich spannend, aber die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektivwechsel empfinde ich diesmal schon etwas anstrengend und teilweise unübersichtlich.. Das führte für mich zu einigen Längen und Spannungsunterbrechungen, etwas, dass man von Winkelmann so nicht gewohnt ist.
Die Charaktere sind differenziert zu betrachten. Die Kommissarin und die Journalistin sind sehr authentisch dargestellt, der Rest bleibt etwas blass. Der flotte Schreibstil führt einen trotzdem zügig durch das Geschehen..
Aber, für mich ist es nicht der beste Winkelmann. Die Auflösung konnte mich nicht wirklich überzeugen und im Verlauf der Handlung gab es auch einige Ungereimtheiten. Aber als Fan sollte man auch dieses Buch lesen, den unterhalten hat es auf seine Art trotzdem.

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Veröffentlicht am 14.08.2022

Spannend und mystisch

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens
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Auf das Buch, der mir bis dahin unbekannten Autorin, bin ich durch das mystische Cover und den interessanten Klappentext aufmerksam geworden.
Amaia Salazar, Inspectora aus Spanien, befindet sich zur Fortbildung ...

Auf das Buch, der mir bis dahin unbekannten Autorin, bin ich durch das mystische Cover und den interessanten Klappentext aufmerksam geworden.
Amaia Salazar, Inspectora aus Spanien, befindet sich zur Fortbildung beim FBI. Aufgrund ihrer besonderer Fähigkeit sich in die Psyche von Tätern und Opfern hineinversetzen zu können und ihres unglaublichen Instikts, wird sie zu einer außergewöhnlichen Mordserie hinzugezogen. Der Täter ermordet Familien in Schatten von Naurkatastrophen und Hurrikan Katrina.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart unter den Ereignissen des Hurrikan und in der Vergangenheit von Amaia als Kind.
Dolores Redondo ist es gelungen, die Ereignisse und die Atmosphäre während und nach des Hurrikan gut einzufangen. Die Vergangenheit ist für das Verständnis des Charakters und der Fähigkeiten von Amaia wichtig.
Die Ermittlungen sind spannend und fesselnd geschrieben. Parallel ermitteln die Agenten noch in einem anderen Fall, der bis zum letzten verheerenden Hurrikan in New Orleans zurückreicht und die tiefe Verwurzelung der Menschen dort in Mystik und Voodoo widerspiegelt.
Die Protagonisten sind allesamt sehr authentische und individuelle Charaktere. Besonders berührt hat mich die Geschichte der Kindheit von Amaia. Die Verzweiflung und Angst des kleinen Mädchen konnte man selber spüren.
Der Schreibstil ist flüssig und macht es leicht, dass doch sehr umfangreichen Buch zu lesen. Unbekannte und zum Verständnis wichtige Ausdrücke sind im Anhang erklärt.
Bei dem Buch handelt es sich um ein Prequel zu einer älteren Trilogie. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn man von Inspector oder Agentin Amaia Salazar noch mehr lesen würde.

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