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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Spannung, Forensik und Geschichtsstunde

Die Sprache der Flammen
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Temperance Brennan, Nr. 23, verschlägt es diesmal nach Washington D.C.. Um ihrer Tochter einen Gefallen zu tun, verzichtet sie auf Urlaub mit Ryan, sondern begutachtet Leichen in einem illegalen Airbnb. ...

Temperance Brennan, Nr. 23, verschlägt es diesmal nach Washington D.C.. Um ihrer Tochter einen Gefallen zu tun, verzichtet sie auf Urlaub mit Ryan, sondern begutachtet Leichen in einem illegalen Airbnb. Und, es gibt eine weitere Leiche, die nichts mit dem Brand zu tun hat, gefunden in einem sogenannten Tiefkeller.
Ihre Ermittlungspartnerin ist diesmal eine Journalistin, eine Freundin ihrer Tochter, bei der sie auch wohnt.
Gewohnt professionell und unbeeindruckt von den zuständigen Ermittlern macht Temperance ihren Job. Stets mit Herzblut dabei, möchte sie auch hier dem 5. Opfer einen Namen und Gerechtigkeit geben.
Verwoben wird die Handlung mit der Geschichte des berüchtigten Viertels Foggy Bottom.
Kathy Reichs überzeugt abermals mit forensischen Details und einer Temperance, die gleichwohl kompetent, aber auch emotional, humorvoll und sarkastisch agiert.
Mir hat besonders die Zusammenarbeit mit Ivy Doyle, der Journalistin, gefallen, da es die Berufsgruppe ist, die von Temperance sonst stets gemieden wird.
Wer Fan der Reihe ist, für den ist auch die Nr. 23 ein Must-Read.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Nicht vollständig überzeugend

Mein Name ist Emilia del Valle
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Emilia del Valle, uneheliche Tochter von Molly und einem chilenischen Aristokraten. Eine Frau, die sich schon früh nicht einschüchtern lässt und ihren Weg geht. Sie entdeckt ihr Schreibtalent, zunächst ...

Emilia del Valle, uneheliche Tochter von Molly und einem chilenischen Aristokraten. Eine Frau, die sich schon früh nicht einschüchtern lässt und ihren Weg geht. Sie entdeckt ihr Schreibtalent, zunächst mit Groschenromanen unter männlichem Pseudonym. Sie hat redlichen Erfolg damit, doch sie will mehr. Angestellt bei einer Zeitung gelingt ihr, was für diese Zeit ungewöhnlich ist, sie darf unter ihrem Namen schreiben. Ihr Auftrag führt sie zusammen mit ihrem Kollegen nach Chile, in ein vom Bürgerkrieg geschütteltes Land und die Heimat ihres Vaters. Ihre Chance sich als Journalistin zu profilieren und gleichzeitig nach ihren Wurzeln zu suchen
Die Beschreibungen Chiles, der Menschen und des Bürgerkriegs sind Allende gut gelungen. Aber insgesamt kann ich der Person Emilia seit ihrer Ankunft in Chile nicht mehr richtig folgen. Trotz der Ich-Perspektive, die normalerweise ja einen größeren Zugang zu den Charakteren ermöglicht. Ihre Geschichte ist emotional, aber sie hat auch viele Längen, die für mich den Lesefluss gestört haben.
Es bleibt als Fazit, die Geschichte einer Frau, die ihren Weg sucht und findet, aber mich nicht richtig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Was hat er getan?

Aschetod
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Kate Burkholder, ehemaliges Mitglied der Amisch People, ermittelt zum 16. Mal und es bleibt spannend. Ein Mitglied der Amisch Gemeinde wird bei lebendigem Leib verbrannt. Was hat er getan, um so zu sterben?
Kate ...

Kate Burkholder, ehemaliges Mitglied der Amisch People, ermittelt zum 16. Mal und es bleibt spannend. Ein Mitglied der Amisch Gemeinde wird bei lebendigem Leib verbrannt. Was hat er getan, um so zu sterben?
Kate und ihr Team stoßen bei den Amisch People auf eine Mauer des Schweigens. Für Kate wird es sehr persönlich, da auch Teile ihrer Familie darin verwickelt sind. Kann sie trotz dieses Konflikts den Fall lösen?
Linda Castillo verwebt das Leben der Amisch wieder gekonnt mit dem Fall. Die Reihe ist inzwischen wie nach Hause kommen. Man hat über die Jahre die beteiligten Personen gut kennengelernt und ein Verständnis für das Leben dieser Glaubensgruppe entwickelt.
Ich mag diese Reihe sehr und freue mich schon auf die Nr.17

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Potential verschenkt

Der Sommer am Ende der Welt
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Verschickungskinder, ein Thema, das selten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Eva Völler hat dieses Thema, vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen ihrer Geschwister, in einen Roman eingebettet. ...

Verschickungskinder, ein Thema, das selten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Eva Völler hat dieses Thema, vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen ihrer Geschwister, in einen Roman eingebettet. Der Klappentext des Buches vermittelt die Erwartung, dass es hier in der Hauptsache um die Schicksale und Erfahrungen der Verschickungskinder geht.

Die Journalistin Hanna reist mit ihrer Tochter nach Borkum, um weitere Recherchen zu diesem Thema zu betreiben, da auch ihre Mutter eins dieser Kinder in 60er Jahren war.

Der Aufbau des Buches ist insgesamt gut gestaltet. Die Erzählung wird unterbrochen durch Gespräche mit einer Betroffenen und ein altes Tagebuch.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Jetzt kommt das große Aber. Eva Völler verliert schnell den Fokus auf das wesentliche Thema. Eingerahmt von Liebesbeziehungen, konstruierten Handlungen, merkwürdigen Déjà-vus und weiteren Handlungsfäden, die alle keinen Mehrwert für das Thema bieten, geraten die Verschickungskinder in den Hintergrund.

In ihrem Nachwort weist sie darauf hin, dass das Buch keinen dokumentarischen Anspruch hat und es ein Unterhaltungsroman nach wahren Begebenheiten ist.

Das Buch konnte leider meine Erwartungen an das Thema nicht erfüllen.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Kein Thriller

Deckname: Bird
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Heather Berriman, genannt Bird, eine Agentin auf der Flucht. Die Story beginnt spannend mit der Flucht. Wir erleben brenzlige Situationen, ständige Verwandlungen ihrer Person. Aber dann driftet die Handlung ...

Heather Berriman, genannt Bird, eine Agentin auf der Flucht. Die Story beginnt spannend mit der Flucht. Wir erleben brenzlige Situationen, ständige Verwandlungen ihrer Person. Aber dann driftet die Handlung ab. Rückblicke zu ihrem beruflichen Werdegang, in ihre Familie, zu Flavia, die eine Zeit ihr einziger fester Punkt im Leben war.
Diese Passagen haben sich für mich unglaublich in die Länge gezogen. Das war alles, aber nicht spannend. Ein Thriller muss nicht actionlastig sein, er darf auch gerne auf leisen Sohlen daherkommen. Aber Spannung sollte er schon beinhalten. Ich hatte zeitweise das Gefühl, eine Biographie über eine innerlich zerrissene Frau zu lesen.
Mich konnte das Buch leider nicht abholen.

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