Ein New-Age Roman über Selbstfindung und der ersten Liebe
Kalte Herzen stiehlt man nichtPünktlich zur Weihnachtszeit kommt mit „Kalte Herzen stiehlt man nicht“ ein New Age Roman auf dem Markt, welcher zeigt wie sehr der Wunsch seiner Familie zu helfen und der eigene Wille auf Selbstständigkeit ...
Pünktlich zur Weihnachtszeit kommt mit „Kalte Herzen stiehlt man nicht“ ein New Age Roman auf dem Markt, welcher zeigt wie sehr der Wunsch seiner Familie zu helfen und der eigene Wille auf Selbstständigkeit aufeinandertreffen können.
Studentin Lilli lebt mit ihren Eltern, ihren beiden Brüdern, ihrer Schwester und ihrer kleinen Nichte in eher bescheidenen Verhältnissen. So bescheiden, dass Sie mit ihrer erwachsenen Schwester das Zimmer teilen muss. Wenn die Familie eines nicht im Überschuss hat, dann ist dies Geld. Und das was da ist, wird nicht auf die ehrliche Art verdient. So versucht Lilli sich aus den kriminellen Verhältnissen raus zu halten und baut auf ein vernünftiges Leben und steckt ihre Kraft in ihr Studium.
Doch eines Tages ist sie genötigt, unter dem Druck der Familie nachzugeben, und einen Diebstahl beizuwohnen. Doch sie wird von einem der Elitekids Ihres Kurses erwischt und dieser hat nun ein Druckmittel gegen sie. Lilli muss von nun an mehr Zeit mit Moritz verbringen als ihr lieb ist.
Dies führt dazu das sie mehr von der elitären Welt und auch die eigentliche Seite des Unternehmensspross kennen und mit der Zeit auch lieben lernt. Aber so einfach soll es nicht bleiben. Ärger mit Freundinnen, dessen Eltern und einer Bitte von Moritz die noch für viel Aufregung sorgen soll, stehen gegen den Wunsch von Lilli ein ruhiges und gesetzestreues Leben führen zu wollen.
Die Geschichte ist vielfältig in ihren Charakteren und Situationen. Einige erwartet man, andere wiederum nicht. Neben Lillis Wunsch sich von der Art der Geldbeschaffungsmaßnahmen der Familie abzukapseln, spürt man wie wichtig dann doch die Nähe und das Vertrauen dorthin ist. So hat mit Moritz das Gegenteil. Die Sicherheit das alles da ist und geregelt wird, aber nicht den Standards zu erfüllen und dem fehlen von Vertrauen und Liebe dem eigenen Kind gegenüber. Leider ein bisschen Klischeehaft für mich und Standard in den meisten Romanen.
So treffen zwei Welten aufeinander und es läuft in der Geschichte darauf hinaus, dass es Peng macht. Aber nicht nur auf emotionaler Ebene. Und hier war mein persönliches Problem. Es gibt Geschehnisse im Buch die zu schnell und andere die zu drastisch waren. An dieser Stelle werde ich es nicht genauer auflisten, da es zu viel verraten würde.
So sehr ich die Vielfalt der unterschiedlichen Charaktere mochte und von total lieb bis zum total negativen Menschen (weiblich? männlich? beide?) alles mit dabei war, fehlte mir die Tiefe innerhalb eines Charakters. Das mit sich selbst ringen ob man einer Bitte nachgehen soll, die Frage ob man mit seinem Gewissen diesen Schritt vereinbaren kann oder ob man blind agiert.
Der Roman ist sicherlich interessant bei der Altersgruppe der New Age, welche noch etwas unbeschwerter und verträumter in den Alltag hineinschauen. Für mich, die ich doch bisschen mehr Lebenserfahrung habe, war es wie eine schöne Geschichte zur Weihnachtszeit, aber die mir zu viel fantastische Elemente hat und zu wenig Realismus.