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Veröffentlicht am 04.03.2026

Berühmte Sprüche – und was wirklich dahintersteckt

100 berühmte Zitate und ihre überraschenden Geschichten
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Man benutzt sie ständig, diese bekannten Sätze, die irgendwie jeder kennt. Aber Hand aufs Herz: Wer weiß schon genau, wo sie herkommen oder was sie ursprünglich mal bedeuten sollten? Genau da setzt 100 ...

Man benutzt sie ständig, diese bekannten Sätze, die irgendwie jeder kennt. Aber Hand aufs Herz: Wer weiß schon genau, wo sie herkommen oder was sie ursprünglich mal bedeuten sollten? Genau da setzt 100 berühmte Zitate und ihre überraschenden Geschichten: Von Platon bis Loriot von Christoph Marx an – und das macht richtig Spaß.

Das Buch nimmt sich hundert bekannte Aussprüche vor und schaut ganz genau hin: Wer hat das gesagt? In welcher Zeit? Und was war damals eigentlich los? Statt trockener Aufzählung bekommt man kleine, gut erzählte Hintergrundgeschichten geliefert. Dabei spannt sich der Bogen von der Antike bis in unsere moderne Medienwelt. Ganz nebenbei frischt man sein Geschichtswissen auf, ohne das Gefühl zu haben, gerade ein Lehrbuch in der Hand zu halten.

Was mir besonders gefallen hat: Die Texte sind locker geschrieben, verständlich und auf den Punkt. Man kann das Buch gemütlich von vorne bis hinten lesen oder einfach irgendwo aufschlagen und sich festlesen. Perfekt für zwischendurch oder wenn man mal schnell was Kluges nachschlagen will.

Die Auswahl ist schön bunt gemischt – große Denker, Literaten, politische Köpfe, aber auch Persönlichkeiten aus Unterhaltung und Popkultur tauchen auf. Genau diese Mischung macht das Ganze lebendig und zeigt, dass berühmte Worte nicht nur aus alten Schulbüchern stammen. Inhaltlich gibt es aber wirklich wenig zu meckern.

Unterm Strich ist es ein spannendes, gut gemachtes Sachbuch, das neugierig macht und oft für echte Aha-Momente sorgt. Man legt es weg und denkt: Krass, das wusste ich nicht. Von mir gibt’s dafür fünf von fünf Sternen – eine klare Empfehlung für alle, die Sprache mögen und gerne hinter die Kulissen schauen.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Großes Abenteuer für kleine Tierfreunde!

Judiths kleine Farm, Band 3,
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In Judiths kleine Farm – Band 3 nimmt Judith Rakers ihre jungen Leser erneut mit auf die gemütliche Farm, auf der immer etwas los ist. Dieses Mal dreht sich alles um das junge Fohlen Charlie, das auf eine ...

In Judiths kleine Farm – Band 3 nimmt Judith Rakers ihre jungen Leser erneut mit auf die gemütliche Farm, auf der immer etwas los ist. Dieses Mal dreht sich alles um das junge Fohlen Charlie, das auf eine wichtige Fohlenschau vorbereitet wird. Während fleißig trainiert wird, sorgen die beiden neugierigen Katzen Jack und Lotti für ein unerwartetes Abenteuer, das die Geschichte besonders spannend macht.

Die Erzählweise ist angenehm leicht und kindgerecht gehalten, sodass sich das Buch wunderbar zum Vorlesen eignet. Gleichzeitig können auch Kinder, die gerade erst mit dem Lesen beginnen, der Handlung gut folgen. Die Geschichte schafft eine schöne Balance zwischen aufregenden Momenten und ruhigen, herzlichen Szenen, wodurch eine sehr warme Atmosphäre entsteht.

Ein großer Pluspunkt sind die liebevoll gestalteten Illustrationen. Sie sind farbenfroh, ausdrucksstark und unterstützen die Handlung perfekt, ohne dabei zu überladen zu wirken. Man merkt schnell, wie viel Sorgfalt in die Gestaltung gesteckt wurde – sowohl bei den Zeichnungen als auch beim Text. Alles wirkt stimmig und durchdacht, sodass man gerne Seite für Seite weiterliest.

Neben der eigentlichen Geschichte vermittelt das Buch ganz nebenbei Wissen rund um das Leben auf dem Bauernhof. Kinder erfahren spielerisch etwas über Tiere, Pflege und Natur, ohne dass es sich wie Lernen anfühlt. Ergänzende Ideen und kleine Extras lockern das Ganze zusätzlich auf und machen das Buch abwechslungsreich.

Auch wer die vorherigen Bände noch nicht kennt, findet dank einer kurzen Einführung schnell Zugang zur Handlung und zu den Figuren. Fans der Reihe werden hingegen viele bekannte Charaktere wieder treffen und sich sofort wieder zuhause fühlen.

Zusammengefasst: Eine warmherzige, liebevoll erzählte Tiergeschichte mit wunderschönen Bildern und viel Charme. Ein gelungenes Vorlese- und Erstlesebuch, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Wenn der Mensch sich selbst neu erfinden muss

Mensch Plus
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Mit Mensch Plus: Meisterwerke der Science Fiction - Roman liefert Frederik Pohl einen Science-Fiction-Klassiker, der zeigt, wie weitreichend und mutig das Genre schon vor Jahrzehnten gedacht wurde. Im ...

Mit Mensch Plus: Meisterwerke der Science Fiction - Roman liefert Frederik Pohl einen Science-Fiction-Klassiker, der zeigt, wie weitreichend und mutig das Genre schon vor Jahrzehnten gedacht wurde. Im Mittelpunkt steht die Idee, einen Menschen technisch so umzubauen, dass er auf dem Mars überleben kann – ein faszinierender Ansatz, der viele philosophische Fragen über Fortschritt, Menschlichkeit und die Zukunft der Menschheit aufwirft.

Besonders beeindruckend ist, wie modern sich viele Gedanken des Romans heute noch anfühlen. Themen wie Klimakrise, wissenschaftliche Verantwortung und die Grenzen technologischer Eingriffe wirken erstaunlich aktuell. Man merkt beim Lesen deutlich, warum das Buch als Klassiker gilt: Die Grundidee ist stark, originell und regt immer wieder zum Nachdenken an.

Allerdings hat mir persönlich über weite Strecken die Spannung gefehlt. Die Handlung entwickelt sich eher ruhig und konzentriert sich stark auf Konzepte und Überlegungen statt auf dramatische Ereignisse. Dadurch fehlte stellenweise der Lesesog, der einen unbedingt weiterlesen lassen möchte. Zusätzlich bleiben einige technische Aspekte der Umwandlung nur angerissen oder werden gar nicht richtig erklärt, sodass manche Fragen bis zum Ende offen bleiben. Gerade hier hätte ich mir mehr nachvollziehbare Details gewünscht.

Trotz dieser Schwächen bleibt der Roman ein faszinierendes Zeitdokument der Science Fiction. Es ist beeindruckend zu sehen, wie visionär damals bereits über die Zukunft des Menschen geschrieben wurde.

Ein gedanklich starker Sci-Fi-Klassiker mit spannenden Ideen, auch wenn Spannung und technische Erklärungen etwas zu kurz kommen.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Tierisch chaotischer Detektivspaß mit Rätseln

Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2)
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In Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2) wird der berühmte Krimiheld kurzerhand zum Hund – und sein bester Freund ist ein Schwein. Allein diese schräge Idee sorgt schon für ...

In Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2) wird der berühmte Krimiheld kurzerhand zum Hund – und sein bester Freund ist ein Schwein. Allein diese schräge Idee sorgt schon für gute Laune. Statt eines klassischen Detektivromans bekommen Kinder hier ein lockeres Comic-Abenteuer voller Humor, Spannung und kleiner Mitmachaufgaben.

Die Geschichte führt die beiden Spürnasen ins neblige Moor, wo ein unheimlicher Monsterhund sein Unwesen treiben soll. Klingt erstmal gruselig, ist aber kindgerecht erzählt und eher aufregend als wirklich scary. Das Thema an sich ist richtig witzig und spannend aufgebaut, sodass man neugierig bleibt, wie das Rätsel am Ende gelöst wird.

Zwischendurch gibt es Suchbilder und kleine Rätsel, bei denen Kinder selbst aktiv werden können. Das macht das Ganze abwechslungsreich und sorgt dafür, dass das Lesen nicht langweilig wird. Gerade für Kinder, die Comics mögen oder noch nicht so viel lesen, ist das eine schöne Mischung aus Geschichte und Spiel.

Die Illustrationen sind zwar hübsch und passen gut zur Story, im Vergleich zu vielen anderen Kinderbüchern hätten sie aber ruhig detailreicher sein dürfen. Man hätte noch mehr kleine Dinge verstecken können, damit Kinder länger auf den Seiten stöbern und Neues entdecken.

Bei uns kam das Buch leider nicht ganz so gut an – meine Kinder waren weniger begeistert als erwartet. Trotzdem finde ich die Idee und das Thema insgesamt sehr unterhaltsam. Ich würde das Buch eher ab etwa 5 Jahren empfehlen.

Unterm Strich: Ein lustiger, spannender Comic mit origineller Idee und Mitmachfaktor – auch wenn er nicht jedes Kind komplett mitreißt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Essen, Denken, Hinterfragen – ein Buch, das wirklich hängen bleibt

Essen und essen lassen
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Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt mehr überrascht, als ich anfangs erwartet hätte. Schon nach den ersten Kapiteln wurde schnell klar, dass es hier nicht nur um Ernährung oder Diäten geht, sondern vor ...

Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt mehr überrascht, als ich anfangs erwartet hätte. Schon nach den ersten Kapiteln wurde schnell klar, dass es hier nicht nur um Ernährung oder Diäten geht, sondern vor allem darum, wie stark unser Denken über Essen geprägt ist – durch Kindheit, Gesellschaft, Medien und eigene Gewohnheiten.

Besonders spannend fand ich den Blick zurück auf die Entwicklung verschiedener Diäten. Als jemand, der sich früher kaum mit dem Thema beschäftigt hat, war das für mich richtig aufschlussreich. Viele Dinge, die man irgendwo mal gehört hat, bekommen plötzlich einen verständlichen Zusammenhang. Im weiteren Verlauf zeigt das Buch sehr anschaulich, wie früh Essverhalten entsteht – oft schon im Kindesalter. Aussagen wie „Iss den Teller leer“ oder bestimmte Vorstellungen von gutem und schlechtem Essen haben mich dabei öfter an meine eigene Kindheit erinnert. Und ja, auch dabei ertappt, wie man manches selbst unbewusst weitergibt.

Sehr stark fand ich das Kapitel über Kinder und Essen im Familienalltag. Zwischen Kita, Zuhause und Großeltern entstehen schnell unterschiedliche Erwartungen, die Kinder genauso verwirren wie Eltern. Die praktischen Tipps der Autor:innen waren dabei angenehm alltagstauglich und nicht belehrend. Auch Themen wie Social Media und Ernährung wurden gut aufgegriffen: perfekte Online-Welten, die Druck erzeugen können, aber gleichzeitig auch neue Impulse liefern – wenn man sie kritisch betrachtet.

Zum Abschluss greift das Buch noch einmal wichtige Punkte rund um Schönheitsideale, extremes Essverhalten und gesellschaftlichen Druck auf. Das rundet das Ganze sinnvoll ab und hinterlässt viele Denkanstöße. Für mich persönlich nehme ich vor allem mit, künftig bewusster mit Kommentaren über Essen umzugehen und Ernährung weniger schwarz-weiß zu sehen. Ein informatives, reflektiertes Buch, das ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken anregt.

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