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Veröffentlicht am 26.02.2026

Tierisch chaotischer Detektivspaß mit Rätseln

Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2)
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In Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2) wird der berühmte Krimiheld kurzerhand zum Hund – und sein bester Freund ist ein Schwein. Allein diese schräge Idee sorgt schon für ...

In Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2) wird der berühmte Krimiheld kurzerhand zum Hund – und sein bester Freund ist ein Schwein. Allein diese schräge Idee sorgt schon für gute Laune. Statt eines klassischen Detektivromans bekommen Kinder hier ein lockeres Comic-Abenteuer voller Humor, Spannung und kleiner Mitmachaufgaben.

Die Geschichte führt die beiden Spürnasen ins neblige Moor, wo ein unheimlicher Monsterhund sein Unwesen treiben soll. Klingt erstmal gruselig, ist aber kindgerecht erzählt und eher aufregend als wirklich scary. Das Thema an sich ist richtig witzig und spannend aufgebaut, sodass man neugierig bleibt, wie das Rätsel am Ende gelöst wird.

Zwischendurch gibt es Suchbilder und kleine Rätsel, bei denen Kinder selbst aktiv werden können. Das macht das Ganze abwechslungsreich und sorgt dafür, dass das Lesen nicht langweilig wird. Gerade für Kinder, die Comics mögen oder noch nicht so viel lesen, ist das eine schöne Mischung aus Geschichte und Spiel.

Die Illustrationen sind zwar hübsch und passen gut zur Story, im Vergleich zu vielen anderen Kinderbüchern hätten sie aber ruhig detailreicher sein dürfen. Man hätte noch mehr kleine Dinge verstecken können, damit Kinder länger auf den Seiten stöbern und Neues entdecken.

Bei uns kam das Buch leider nicht ganz so gut an – meine Kinder waren weniger begeistert als erwartet. Trotzdem finde ich die Idee und das Thema insgesamt sehr unterhaltsam. Ich würde das Buch eher ab etwa 5 Jahren empfehlen.

Unterm Strich: Ein lustiger, spannender Comic mit origineller Idee und Mitmachfaktor – auch wenn er nicht jedes Kind komplett mitreißt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Essen, Denken, Hinterfragen – ein Buch, das wirklich hängen bleibt

Essen und essen lassen
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Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt mehr überrascht, als ich anfangs erwartet hätte. Schon nach den ersten Kapiteln wurde schnell klar, dass es hier nicht nur um Ernährung oder Diäten geht, sondern vor ...

Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt mehr überrascht, als ich anfangs erwartet hätte. Schon nach den ersten Kapiteln wurde schnell klar, dass es hier nicht nur um Ernährung oder Diäten geht, sondern vor allem darum, wie stark unser Denken über Essen geprägt ist – durch Kindheit, Gesellschaft, Medien und eigene Gewohnheiten.

Besonders spannend fand ich den Blick zurück auf die Entwicklung verschiedener Diäten. Als jemand, der sich früher kaum mit dem Thema beschäftigt hat, war das für mich richtig aufschlussreich. Viele Dinge, die man irgendwo mal gehört hat, bekommen plötzlich einen verständlichen Zusammenhang. Im weiteren Verlauf zeigt das Buch sehr anschaulich, wie früh Essverhalten entsteht – oft schon im Kindesalter. Aussagen wie „Iss den Teller leer“ oder bestimmte Vorstellungen von gutem und schlechtem Essen haben mich dabei öfter an meine eigene Kindheit erinnert. Und ja, auch dabei ertappt, wie man manches selbst unbewusst weitergibt.

Sehr stark fand ich das Kapitel über Kinder und Essen im Familienalltag. Zwischen Kita, Zuhause und Großeltern entstehen schnell unterschiedliche Erwartungen, die Kinder genauso verwirren wie Eltern. Die praktischen Tipps der Autor:innen waren dabei angenehm alltagstauglich und nicht belehrend. Auch Themen wie Social Media und Ernährung wurden gut aufgegriffen: perfekte Online-Welten, die Druck erzeugen können, aber gleichzeitig auch neue Impulse liefern – wenn man sie kritisch betrachtet.

Zum Abschluss greift das Buch noch einmal wichtige Punkte rund um Schönheitsideale, extremes Essverhalten und gesellschaftlichen Druck auf. Das rundet das Ganze sinnvoll ab und hinterlässt viele Denkanstöße. Für mich persönlich nehme ich vor allem mit, künftig bewusster mit Kommentaren über Essen umzugehen und Ernährung weniger schwarz-weiß zu sehen. Ein informatives, reflektiertes Buch, das ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Lesen, rätseln, entscheiden – ein Buch wie ein kleines Abenteuer-Spiel

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm
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Flammensturm – Das Fundbüro der verlorenen Schätze ist definitiv kein Buch, das man einfach von vorne bis hinten durchliest und dann ins Regal stellt. Hier wird mitgemacht, entschieden und manchmal auch ...

Flammensturm – Das Fundbüro der verlorenen Schätze ist definitiv kein Buch, das man einfach von vorne bis hinten durchliest und dann ins Regal stellt. Hier wird mitgemacht, entschieden und manchmal auch ein bisschen herumprobiert – und genau das macht riesigen Spaß.

Die Geschichte startet eigentlich ganz harmlos: Lotta und Karlos wollen nur einen coolen Tag im Freizeitpark verbringen. Aber natürlich läuft nichts nach Plan. Im geheimnisvollen Fundbüro von Herrn Nox erfahren sie, dass ein magisches rotes Hufeisen verschwunden ist. Blöd nur, dass ohne dieses Teil die große Pferdeshow ausfallen könnte. Also heißt es: Ärmel hochkrempeln und auf Spurensuche gehen!

Und jetzt kommt das Beste: Du entscheidest selbst, wie es weitergeht. Gehst du zuerst zur Achterbahn? Springst du direkt in den nächsten Hinweis? Oder schaust du lieber erst mal, was sich noch im Park entdecken lässt? Je nach Wahl blättert man zu anderen Seiten und erlebt die Geschichte jedes Mal ein bisschen anders. Das fühlt sich fast an wie ein Escape-Game im Buchformat – nur ohne Zeitdruck und mit viel Gelächter.

Zwischendurch warten kleine Rätsel, bei denen Kinder (und ehrlich gesagt auch Erwachsene) ordentlich mitknobeln dürfen. Dadurch bleibt das Ganze super abwechslungsreich und man hat richtig Lust, nochmal von vorne anzufangen, um einen anderen Weg auszuprobieren. Wir haben tatsächlich mehrere Enden getestet – und jedes Mal gab’s neue Überraschungen.

Auch optisch macht das Buch richtig was her. Das Cover schreit schon förmlich „Abenteuer!“, und die Illustrationen im Comicstil sind bunt, witzig und voller kleiner Details, die man beim zweiten Hinschauen erst entdeckt. Die Texte sind angenehm kurz gehalten und gut verständlich, perfekt für Grundschulkinder – egal ob zum Selberlesen oder gemeinsamen Vorlesen.

Unterm Strich: ein richtig gelungenes Mitmachbuch, das zeigt, dass Lesen alles andere als langweilig sein muss. Wer Abenteuer, Rätsel und ein bisschen Entscheidungschaos mag, wird hier garantiert Spaß haben.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Lesen üben ohne Stress – ein Witzebuch, das Kinder wirklich packt

Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen
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Mit Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse: Witze zum Lesenlernen bekommt man ein Buch in die Hand, das Lesenlernen angenehm locker angeht. Statt langer Geschichten warten hier viele kurze Witze, die ...

Mit Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse: Witze zum Lesenlernen bekommt man ein Buch in die Hand, das Lesenlernen angenehm locker angeht. Statt langer Geschichten warten hier viele kurze Witze, die perfekt für Kinder sind, die gerade erst anfangen selbst zu lesen. So entsteht gar nicht erst das Gefühl, eine große Aufgabe vor sich zu haben – eher wie ein kleines Spiel zwischendurch.

Richtig hilfreich sind die farblich markierten Silben. Dadurch können Kinder Wörter leichter zusammensetzen und stolpern beim Lesen deutlich weniger. Man merkt schnell, wie das Selbstvertrauen wächst, weil die Texte machbar wirken und Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Gerade für Kinder, die sonst schnell die Lust verlieren, ist das ein großer Pluspunkt.

Die Witze sind schön kindgerecht – manchmal herrlich albern, manchmal überraschend und ab und zu eher kleine Rätsel. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Kinder neugierig bleiben und direkt weiterlesen wollen. Dass Justus, Peter und Bob immer wieder auftauchen, macht das Ganze zusätzlich vertraut, auch wenn man die Detektivgeschichten gar nicht kennen muss.

Auch optisch passt alles: kurze Texte, lockere Seitenaufteilung und passende Bilder, die das Lesen auflockern, ohne zu überfordern. Man merkt, dass das Buch wirklich für Leseanfänger gemacht ist. Besonders praktisch ist, dass die Kinder viele Witze schnell auswendig können und sie stolz weitererzählen – ein schöner Nebeneffekt fürs Selbstbewusstsein.

Unterm Strich ist das Buch eine richtig gute Idee für Erstleser ab etwa sechs Jahren. Es nimmt den Druck raus, bringt Humor ins Lesenlernen und sorgt dafür, dass Kinder freiwillig zum Buch greifen. Lernen funktioniert eben am besten, wenn dabei auch gelacht wird.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein Fest entdecken – Kindgerechter Einblick in Pessach

Nadja und Elias feiern Pessach
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Das Bilderbuch Nadja und Elias feiern Pessach greift ein spannendes und zugleich wichtiges Thema auf: Kindern wird auf einfache Weise das jüdische Pessach-Fest nähergebracht. Die Geschichte begleitet zwei ...

Das Bilderbuch Nadja und Elias feiern Pessach greift ein spannendes und zugleich wichtiges Thema auf: Kindern wird auf einfache Weise das jüdische Pessach-Fest nähergebracht. Die Geschichte begleitet zwei Freunde, die gemeinsam einen Sederabend erleben und dabei Bräuche, Speisen und Traditionen kennenlernen. Gerade dieser interkulturelle Ansatz macht das Buch grundsätzlich sehr interessant und bietet eine gute Gelegenheit, mit Kindern über unterschiedliche Religionen und Feste ins Gespräch zu kommen.

Die Handlung ist leicht verständlich erzählt und eignet sich gut zum Vorlesen. Meiner Meinung nach passt das Buch am besten für Kinder ab etwa fünf Jahren, da sie die Inhalte und Hintergründe dann besser einordnen können. Positiv fällt auch auf, dass am Ende zusätzliche Informationen zum Fest enthalten sind, die das Gelesene sinnvoll ergänzen.

Die Illustrationen sind freundlich und farbenfroh gestaltet und unterstützen die Geschichte, wirken im Vergleich zu vielen anderen modernen Kinderbüchern jedoch etwas schlicht. Hier hätte ich mir mehr Details gewünscht, damit Kinder länger auf den Seiten verweilen und noch mehr entdecken können.

Auch wenn das Thema wirklich spannend und lehrreich ist, hat die Geschichte meine eigenen Kinder leider nicht vollständig begeistert. Der Funke ist beim Vorlesen nicht ganz übergesprungen, obwohl die Botschaft und die Idee hinter dem Buch sehr gelungen sind.

Insgesamt bleibt ein solides Kinderbuch, das Wissen über eine wichtige Tradition vermittelt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen fördert. Inhaltlich wertvoll, aber mit etwas Luft nach oben bei Umsetzung und Gestaltung – daher 4 von 5 Sternen.

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