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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2018

Der Kampf gegen den Aether

Getrieben. Durch ewige Nacht
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Nachdem Aria und Perry zurück bei seinem Stamm sind, müssen sich beide dort erst einmal zurechtfinden. Perry ist nun ihr neuer Anführer, was sich für ihn jedoch schwerer ist als erwartet. Während Aria ...

Nachdem Aria und Perry zurück bei seinem Stamm sind, müssen sich beide dort erst einmal zurechtfinden. Perry ist nun ihr neuer Anführer, was sich für ihn jedoch schwerer ist als erwartet. Während Aria bei seinen Leuten nicht akzeptiert wird. Nach einer Eskalation macht sie sich deswegen, zusammen mit Roar, auf die Suche nach der blauen Stille.

Genau wie der erste Teil wird die Geschichte abwechselnd aus Arias und Perrys Sicht beschrieben. So erfährt man viel über die Charaktere und sieht auch welche Veränderungen sie im Laufe der Geschichte durchmachen. Aber auch die Beziehung der Beiden entwickelt sich weiter und ist dabei noch genauso romantisch, ohne kitschig zu werden, was ich sehr gut finde.
Sie passt auch perfekt in die dystopische Stimmung, in der nicht immer alles glatt läuft, wodurch es realistisch wirkt und durchgehend spannend bleibt. Denn es gibt genug Momente, in denen man mit den Protagonisten mitfiebern und nicht vorhersehen kann wie es weitergeht.
Die Actionszenen kommen dabei nicht zu kurz und ich konnte mir beim Lesen alles wie in einem Film vorstellen, da die Autorin sehr gut darin ist alles bildlich und voller Bewegung zu beschreiben.

Was die Handlung angeht, so ist sie sehr typisch für eine Jugenddystopie und nicht wirklich etwas Neues. Dennoch gefällt sie mir richtig gut und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und bin regelrecht in die Geschichte abgetaucht, auch wenn es hier auch mal kleine Längen gab. Für Dystopiefans ist der zweite Teil der Reihe ebenso perfekt wie der erste.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Gelungener Auftakt einer Dystopie

Gebannt. Unter fremdem Himmel
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Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, weshalb die Menschen Zuflucht unter der Erde gefunden haben und dort in künstliche Welten entfliehen. Außerhalb dieser sicheren Zonen leben nur noch Wilde, die Mutationen ...

Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, weshalb die Menschen Zuflucht unter der Erde gefunden haben und dort in künstliche Welten entfliehen. Außerhalb dieser sicheren Zonen leben nur noch Wilde, die Mutationen besondere Gaben haben. Nachdem Aria mit ein paar Freunden in ein verbotenes Gebiet eingebrochen sind und die Situation zwischen ihnen eskaliert ist, wird sie in die Wildnis zum Sterben verbannt. Doch plötzlich taucht einer der Außenseiter auf und rettet sie. Jedoch verfolgt er damit seine eigenen Ziele.

Es gibt mittlerweile viele Dystopien, die sich alle ähnlich sind, weshalb ich nicht besonders viel von dieser hier erwartet habe. Aber schnell habe ich gemerkt, dass ich es hier mit einer Geschichte zu tun habe, die einen dazu einlädt in ihr zu versinken und alles um sich herum zu vergessen.

Die Welt hat dieses typische postapokalyptische Flair, in das man sich gut hineinversetzten kann und durch die Beschreibungen habe ich alles wie in einem Film vor mir gesehen. Außerdem scheint diese Welt gut durchdacht und kompliziert genug, damit es stets interessant bleibt die neuen Dinge kennenzulernen. Dennoch ist alles noch so einfach gehalten, damit man gut mitkommt.

Die Charaktere konnten mich ebenfalls überzeugen. Sie sind einzigartig und haben etwas Lebendiges an sich. Dies merkt man dadurch, dass sie nicht immer perfekt sind und auch mal Entscheidungen treffen, die sie später bereuen. Ich konnte in jeder Situation gut mit ihnen mitfühlen, da es realistisch wirkte. Außerdem habe ich es richtig genossen mitzuerleben wie sich Freundschaften aufbauen, indem auch mal gestritten wurde, was manchmal sogar lustig war. Auch die Liebesgeschichte hat sich zart, prickelnd und romantisch aufgebaut, ohne zu schnell oder zu kitschig zu sein.

Die gelungene Spannung hat die Geschichte dann noch perfekt abgerundet, sodass es an keiner Stelle langweilig wird und ich habe jeder neuen Offenbarung entgegengefiebert. Es gab eine tolle Abwechslung von Action und dem Aufklären von Intrigen und Geheimnissen, was bei keiner Dystopie fehlen darf.

Zusammengefasst ist dies hier ein wirklich toller Serienauftakt, der mich umgehauen hat und denn ich am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte, weil einfach alles gepasst hat und man richtig gut darin versinken kann. Ein Muss für Dystopiefans!

Veröffentlicht am 06.09.2018

Der neue Träger des Schwertes

Vagant-Trilogie 2
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Der Vagant hat sich nach seinem Abenteuer ein ruhiges Leben aufgebaut. So kann Vesper eine friedliche Kindheit genießen. Doch es dauert nicht lange bis das Schwert wieder singt und nach seinem Träger ruft. ...

Der Vagant hat sich nach seinem Abenteuer ein ruhiges Leben aufgebaut. So kann Vesper eine friedliche Kindheit genießen. Doch es dauert nicht lange bis das Schwert wieder singt und nach seinem Träger ruft. Diesmal ist es jedoch nicht der Vagant, sondern Vesper.

Dies ist der zweite Teil der Vagant- Trilogie, welche so ähnlich wie der erste Band aufgebaut ist. Die Geschichte spielt in einer postapokalyptischen Welt, in der jeder ums Überleben kämpft. Krankheiten, Mutationen und Grausamkeiten beherrschen den Alltag der meisten Wesen. Doch in all dem Grauen schafft der Autor es erneut einen sanften Gegenpol zu bilden, der die Geschichte auflockert.
Da Vesper eine schöne Kindheit hat und die Außenwelt nicht kennt, ist sie ganz anders als die Monster in dieser futurischten Welt und versucht stets umsichtig und hilfsbereit zu handeln, wodurch sie ein sehr sympathischer Charakter ist. Und auch wenn ich es nicht besonders mag, wenn Protagonisten naiv sind, so passt es hier einfach und stellt einen guten Gegensatz zu anderen Personen in dem Buch dar.
Aber auch hier kommt wieder eine Ziege vor, wenn auch nicht die selbe, die durch witzige Situationen etwas Humor in die sonst eher ernste Handlung bringt. Dadurch ist die Stimmung nicht so drückend und ich hatte oft genug etwas zum Lachen.

Die Handlung an sich fand ich etwas verstrickt und wirr, obwohl die sich von dem ersten Teil garnicht mal so sehr unterscheidet. Größtenteils geht es darum, dass die Bewohner der Erde durch Verderbnis und fremdartige Wesen verändert und "böse" werden. Und auch wenn es auf den ersten Blick seltsam klingt, so ist diese Welt sehr detailliert und faszinierend. Es wird alles erklärt und man kann sich ein gutes Bild davon machen wie unsere Welt in der Zukunft aussehen könnte, wenn wir nicht auf sie aufpassen.

Ansonsten gibt es jede Menge Spannung, Action, Abenteuer und viele wirklich tolle und interessante Charaktere, die alle auf eine gewisse Art und Weise in die Tiefe gehen und auch mal eine andere Seite haben, als man es erwartet.
Man kann das Buch als abgeschlossenen Teil für sich lesen, jedoch würde ich es wärmstens empfehlen mit dem ersten Buch anzufangen, da man so ein viel besseres Verständnis für alles bekommt.
Mir hat dieses Buch genauso gut wie der erste Teil gefallen und ich bin immer noch so begeistert von dieser ungewöhnlichen und sehr kreativen Welt, daher eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 02.09.2018

Wieso Vögel die bessere Gesellschaft sind

Das Vogelhaus
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In diesem Buch geht es um das Leben der Vogelforscherin Len Howard. Abwechselnd werden Vogelbeobachtungen und ihre Zeit mit ihrer Familie und später ihr Leben in London beschrieben. Dabei hat sich die ...

In diesem Buch geht es um das Leben der Vogelforscherin Len Howard. Abwechselnd werden Vogelbeobachtungen und ihre Zeit mit ihrer Familie und später ihr Leben in London beschrieben. Dabei hat sich die Autorin gefragt, was einen Menschen dazu bringt alles hinter sich zu lassen, um nur mit Vögeln zu leben. Und diese gefühlvolle Geschichte ist die Antwort darauf.

Man merkt schnell, dass Len sich schon immer für Vögel interessiert hat, doch die Probleme in ihrer Familie und ihre Liebe zur Musik bringt die nach London, wo sie trotz allem eine schwere Zeit durchmacht. Die Geschichte wird dabei sehr ruhig und zart beschrieben, wobei es mir jedoch alles etwas distanziert vorkommt. Durch den Schreibstil ist es zwar leicht zu lesen, doch ich konnte nicht immer mitfühlen. Alles wirkt wie eine Aneinanderreihung von Alltagsszenen, die einfach passieren. Erst wenn man die Geschichte als ganzes betrachtet, sieht man die Veränderungen und wie Len sich dabei gefühlt hat. Jedoch ist es genau das, was die Geschichte sehr echt und realistisch erscheinen lässt und ich kann mir gut vorstellen, dass sich alles so ähnlich zugetragen hat.

Die Personen bleiben die ganze Geschichte über etwas oberflächig, doch was mich sehr fasziniert hat waren die Vögel. Während man als Leser die Menschen nicht richtig kennenlernt, so erfährt man viel über die Vögel, die genau wie die Personen beschrieben werden. Deswegen hatte ich am Anfang etwas Probleme zu unterscheiden, wer die Vögel waren, da sie auch mit Namen angesprochen werden.
Ea ist sehr interessant mit was für sanften Methoden Len Experimente an den Vögeln macht, die ihnen nicht schaden und mit denen sie sich richtig mit ihnen anfreundet. Man kann es manchmal garnicht glauben wie klug so ein kleines Wesen sein kann und, dass jeder kleine Vogel seinen ganz eigenen Charakter besitzt.

Zusammengefasst hat sich die Geschichte manchmal etwas gezogen und war nicht immer ganz zugänglich, doch ich hatte viel Spaß über das Leben um 1900 zu erfahren und noch viel mehr bei dem Kennenlernen der Vögel. Ich mag auch die Art und Weise wie durch stilistische Mittel gezeigt wird, dass Vögel manchmal die besseren Menschen sind.
Ein sehr zartes und ruhiges Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.

Veröffentlicht am 30.08.2018

Der Mann, der ewig lebte

Wie man die Zeit anhält
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Tom ist nicht wie andere Menschen. Während alle älter werden und irgendwann sterben, scheint jung zu bleiben und mehrere Jahrhunderte zu leben. Doch diese Gabe ist für ihn eher ein Fluch und es fällt ihm ...

Tom ist nicht wie andere Menschen. Während alle älter werden und irgendwann sterben, scheint jung zu bleiben und mehrere Jahrhunderte zu leben. Doch diese Gabe ist für ihn eher ein Fluch und es fällt ihm immer schwerer am Leben zu bleiben. Weshalb die wichtigste Regel in seinem Leben ist, sich nie zu verlieben.

Dieses Buch ist ganz anders als ich es erwartet hatte. Ich habe erst gedacht, dass es sich um etwas Fantasievolles handeln und das tut es auch, doch es ist noch viel mehr als das.

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Tom, einem Mann, der nur sehr langsam altert und deshalb sehr viele Dinge erlebt und sieht. Abwechselt wird aus der Gegenwart und seiner Vergangenheit erzählt. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mich mit dem ständigen Zeitwechsel anzufreunden, aber nach ein paar Kapiteln lernt man Tom auf eine sehr tiefe und gefühlvolle Weise kennen und die Wechsel sorgen für eine Menge Spannung. Man durchlebt mit ihm zusammen unzählige Erinnerungen und erkennt so was ihn zu dem Mann gemacht hat, der er ist. Dabei hat das Buch eine etwas düstere und melancholische Stimmung, die zum Nachdenken anregt. Außerdem lernt man viele historische Begebenheiten und berühmte Personen kennen, was ich sehr lehrreich und intetessant fand.

Allgemein ist es eine Geschichte über Menschen, Veränderung und die Zeit an sich. Es ist nichts, was man mal eben nenenbei wegliest und wieder zurück ins Regal stellt. Man merkt, dass der Autor sich für diese Geschichte viele Gedanken gemacht hat und auch für den Leser ist es ein gutes Buch, um darüber nachzudenken. Dabei fühlt man sich dem Protagonisten beim Lesen so nah, dass man wirklich das Gefühl hat ihn zu begleiten und ihn als uralten Menschen, der die Welt gesehen hat kennenzulernen.

Das Buch hat mich wirklich faszinierend und überrascht, da ich garnicht erwartet hatte, dass es so tiefgründig ist. Aber genau deshalb hat es mir so gut gefallen.