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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2024

Sehr speziell

Bleib
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Ups, das war ja mal ein ziemlich anderes Leseerlebnis. Ich bin ja eigentlich recht hartgesotten, aber in den letzten Stunden hab ich schon mehrmals angewidert mein Gesicht verzogen. Da gibt es schon die ...

Ups, das war ja mal ein ziemlich anderes Leseerlebnis. Ich bin ja eigentlich recht hartgesotten, aber in den letzten Stunden hab ich schon mehrmals angewidert mein Gesicht verzogen. Da gibt es schon die eine oder andere Passage, die ein wenig makaber und grauslich ist.
Aber gut, das wäre das eine, das andere ist der Brief (also das Buch) den die Geliebte an die Ehefrau des Toten, mit dem sie - sie trauernd, er langsam stinkend - herumfährt, schreibt. Es ist eine Offenlegung ihrer Beziehung zu ihm, aber auch ihres Lebens und das war bemerkenswert. Es hat mich dazu angeregt über mein eigenes Leben nachzudenken, über mich als Frau, über meine diversen Beziehungen… und das ist ja schon mal was.
Ihre Trauer konnte ich nicht wirklich spüren, dafür aber ihre Lebensbeichte.
Ein wirklich sehr spezielles Buch, das sicher nicht jedermanns Geschmack trifft, dennoch empfehlenswert und vonSina de Malafosse übersetzt.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Kein leichtes Buch

Für immer und ein Jahr
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Ich habe eine Weile gebraucht, um in dieses Buch zu finden, denn die Thematik ist - auch wenn man davon nicht direkt betroffen ist - schon sehr schwierig.
Trauer, wenn ein geliebter Mensch viel zu früh ...

Ich habe eine Weile gebraucht, um in dieses Buch zu finden, denn die Thematik ist - auch wenn man davon nicht direkt betroffen ist - schon sehr schwierig.
Trauer, wenn ein geliebter Mensch viel zu früh stirbt, darum geht es es und wie man als Familie es trotzdem schafft weiter zu machen.
Jan trauert um seine Frau, die vor kurzem an Krebs verstorben ist. Zurück bleiben er und seine beiden Teenager Kinder.
Kaya hat ihrem Mann einen Auftrag hinterlassen: ein Kalender mit Geburtstagen von Menschen, die ihr wichtig waren. Jan soll ein Jahr lang an ihrer Stelle, all diesen Menschen telefonisch gratulieren.
Eine schwierige Aufgabe, da Jan nicht gut ist in der Pflege sozialer Kontakte, noch schwieriger während seiner Trauerphase.
Anfangs hatte sich in mir etwas gegen diese Idee gesperrt, weil ich es fast übergriffig fand, einen Menschen quasi damit zu erpressen - ich würde das meinem Mann einfach nicht antun wollen.
Aber während des Lesens fand ich die Idee interessant, schon allein weil nicht alle Kontakte erhellend sind und Jan weiter bringen, aber einige Anrufe eben doch.
Es tat stellenweise wirklich weh, der Familie beim Trauern zusehen zu müssen, aber das macht das Buch auch authentisch, aber insgesamt transportiert es eine schöne und hoffnungsvolle Botschaft.
Letztendlich habe ich das Buch zufrieden beendet, ohne depressive Gedanken, wie ich anfangs befürchtet hatte. Und der Schreibstil von Stefanie Hansen (Stefanie H. Martin auch bekannt für ihre wundervolle Bloomsbury Trilogie um Virginia Woolf) war wie immer ein Genuss.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Ein rundum gelungenes Buch

Mon Chéri und unsere demolierten Seelen
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Ich bin traurig! Traurig darüber, dass dieses Buch ein Ende hat - ich hätte noch tagelang weiterlesen können und die liebenswert chaotische Charly und ihre bunt zusammengewürfelte Familie begleiten wollen.
Dieses ...

Ich bin traurig! Traurig darüber, dass dieses Buch ein Ende hat - ich hätte noch tagelang weiterlesen können und die liebenswert chaotische Charly und ihre bunt zusammengewürfelte Familie begleiten wollen.
Dieses Buch hat alle Erwartungen, die ich an ein gutes Buch stelle, erfüllt: es war sarkastisch lustig, es hatte wunderbar ausgeformte Charaktere, einen großartig schrägen Plot und viel Tiefgang und Botschaft.
Alles ist drin was Relevanz hat: Freundschaft, Familie, Sterben, neues Leben etc. … und nichts davon war zu viel oder zu oberflächlich.
Der Schreibstil war locker und humorig und ich mochte das Buch keinen Augenblick aus der Hand legen.
Absolut nachvollziehbar, dass dieser Roman den österreichischen Buchpreis 2022 erhalten hat.
Von mir gibt es eine tausendundein Prozent Enpfehlung!

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Über die Freiheit

Sing, wilder Vogel, sing
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Dies ist die Geschichte einer irischen Frau, die als Kind verstossen wird weil ein Fluch auf ihr lastet, später den großen Hunger überlebt und schließlich in Amerika landet... immer auf der Suche nach ...

Dies ist die Geschichte einer irischen Frau, die als Kind verstossen wird weil ein Fluch auf ihr lastet, später den großen Hunger überlebt und schließlich in Amerika landet... immer auf der Suche nach etwas, das sie nicht greifen kann.

Der Schreibstil ist klar und geradlinig, vielleicht an manchen Stellen zu emotionslos und das war leider mein Problem mit diesem Buch, denn ich konnte Honora - die Hauptprotagonistin - nicht fühlen. Obwohl ich sie durch viele Tiefen (Höhen gibt es so gut wie keine) begleitet habe, so blieb sie mir unnahbar und fremd.
Ich verstehe, was die Autorin mit dieser Geschichte erzählen will, aber - wie so viele LeserInnen vor mir - fand ich aber die Anzahl der Schicksalsschläge zu viel (so ein bissl "Wanderhure" für Anspruchsvolle).
Der erste Teil in Irland hat mir definitiv mehr zugesagt, als die Wild-West-Story des zweiten Teil, aber ja... ohne diesen gäbe es allerdings das schlüssige, wenn auch arg kitschige, Ende nicht.
Ja, man kann es als feministische Literatur sehen, es ist auch sicher nicht schlecht, aber leider hat es meinen Geschmack nicht zu hundert Prozent befriedigen können.
Pociao und Roberto de Hollanda waren die ÜbersetzerInnen.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Sehr konstruiert

Dieser eine Augenblick
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Vor einiger Zeit las ich „Nur einen Herzschlag entfernt“ (fürchterlicher Titel) der Autorin und war total begeistert. Also ging ich mit großer Erwartungshaltung an dieses Buch. Punkto Schreibstil wurde ...

Vor einiger Zeit las ich „Nur einen Herzschlag entfernt“ (fürchterlicher Titel) der Autorin und war total begeistert. Also ging ich mit großer Erwartungshaltung an dieses Buch. Punkto Schreibstil wurde meine Erwartung erfüllt, auch der Plot war eigentlich interessant, aber letztendlich war das gesamte Buch einfach ein bissl zu arg konstruiert und gegen Ende dann sogar ziemlich zäh, da im Prinzip alles vorhersehbar wurde.
Typische Strand/Gartenlektüre bei der man perfekt abschalten kann.
Kann man lesen, muss man aber nicht. Frauke Meier hat übersetzt.

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