Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
Heart of Night and FireNisha J. Tuli konnte mich mit ihrer „Die Artefakte von Ouranos“-Reihe in der Vergangenheit wirklich begeistern und so war ich super gespannt auf Band eins ihrer neuen Reihe. Besonders neugierig war ich ...
Nisha J. Tuli konnte mich mit ihrer „Die Artefakte von Ouranos“-Reihe in der Vergangenheit wirklich begeistern und so war ich super gespannt auf Band eins ihrer neuen Reihe. Besonders neugierig war ich auf das indisch inspirierte Setting und so waren meine Erwartungen an das Buch schon recht hoch. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr bildgewaltig, was dem einzigartigen Setting definitiv zu Gute kommt.
Das Setting war es dann tatsächlich auch, was mir am besten am Buch gefallen hat. Ich habe es so genossen mich gedanklich nach Indien zu begeben und in dem farbenfrohen Setting zu schwelgen. Bei der Erwähnung von Getränken und Speisen ist mir jedes Mal das Wasser im Mund zusammengelaufen und ich wäre am liebsten direkt in das nächste Flugzeug gestiegen. Auch das Magiesystem und die komplexe Welt haben mir gefallen. Die Kombination aus allen drei Elementen haben das Buch zu etwas Besonderem gemacht und es definitiv aus der Menge herausstechen lassen. Trotz der positiven Worte zu Beginn habe ich mich alles in allem schwer getan mit dem Buch, was vor allem an den Charakteren lag.
Das größte Problem hatte ich persönlich leider mit der Protagonistin Zarya, da ich einfach nicht warm mit ihr geworden bin. Sie war mir zu naiv, zu sprunghaft und zu impulsiv. Die Umstände, unter denen sie aufgewachsen ist, mögen dazu beigetragen haben, aber leider ist der Funke hier nicht übergesprungen. Ein Großteil der anderen Charaktere blieb in meinen Augen zu blass und auch die Liebesgeschichte konnte mich überhaupt nicht abholen und erreichen. Die Gefühle waren wankelmütig und nicht überzeugend. Alles in allem konnte mich die Geschichte leider nicht für sich gewinnen, was jedoch vor allen an meinen persönlichen Präferenzen liegt.