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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2025

100 Seiten zu viel

Die Auferstehung
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Ich liebe Die drei ???. Ich habe sie als Kind gehört und warte heute als Erwachsener sehnsüchtig darauf, alle 2 Monate die neueste Folge hören zu können.

Andreas Eschbach transportiert die Story in unsere ...

Ich liebe Die drei ???. Ich habe sie als Kind gehört und warte heute als Erwachsener sehnsüchtig darauf, alle 2 Monate die neueste Folge hören zu können.

Andreas Eschbach transportiert die Story in unsere Gegenwart, also auch nach 45 Jahren sind die drei Detektive doch tatsächlich mal gealtert und haben sich als Mitfünfziger aus den Augen verloren. Wahrscheinlich so, wie es im echten Leben auch gekommen wäre.

Aber genau diese Story hat auch ihre Längen, denn der Fall ist nichts Anderes als eine in die Länge gezogene Hörspielfolge, die aber nach 1 Stunde zuende ist. Hier liest man bedeutend länger und so fühlt es sich leider auch manchmal an.

Und ja, auch Nachhaltigkeit und ein politisch korrekter Umfang mit allen potentiellen Fallstricken wird hier sehr plakativ thematisiert. Das brauche ich in so einem Roman nicht und hat mich eher genervt.

Trotzdem war es ein spannendes Experiment, das ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Mein Buch des Jahres (bisher)

Atmosphere
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Ich habe von Taylor Jenkins Reid bislang nur die Romanadaption durch die Amazon Serie von "Daisy Jones and the Six" gesehen. Die fand ich phantastisch. Und wenn man bedenkt, dass Bücher oft sehr viel besser ...

Ich habe von Taylor Jenkins Reid bislang nur die Romanadaption durch die Amazon Serie von "Daisy Jones and the Six" gesehen. Die fand ich phantastisch. Und wenn man bedenkt, dass Bücher oft sehr viel besser als ihre Verfilmungen sind, kann ich mir nicht mal im Ansatz ausmalen, wie gut der Roman sein muss.

Also habe ich mir Atmosphere gekauft, um ein aktuelles Reid Buch lesen zu können. Und es hat mich absolut, völlig und komplett aus den Socken gehauen. Das hätte ich nie gedacht. Aber der Aufbau der Story, die Charaktere, die Lovestory, die großen und kleinen Dramen, die Spannung.....kann man mit Worten nicht beschreiben, man muss es lesen. Mich hat selten ein Buch so mitgenommen und gefesselt. Mir ist am Schluss ein Tränchen runtergelaufen und das ist mir bei einem Buch noch nie passiert.

Wenn ich 10 Sterne geben könnte, dann auch die, denn dieses Buch ist nicht nur ein Buch, es ist eine Erfahrung.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Der stärkste Teil der Trilogie

As Good as Dead
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Auch wenn der Roman als YA Buch beschrieben wird, das ist eine ganz und gar erwachsene Geschichte. Düster, brutal, ehrlich in Pips Gedanken. Hier geht es einzig und allein ums nackte Überleben.

Wie ist ...

Auch wenn der Roman als YA Buch beschrieben wird, das ist eine ganz und gar erwachsene Geschichte. Düster, brutal, ehrlich in Pips Gedanken. Hier geht es einzig und allein ums nackte Überleben.

Wie ist es, wenn man droht, alles zu verlieren? Und das dann weitestgehend unschuldig? Was ist man bereit, dafür zu tun, damit man sein Schicksal abwenden kann?

Im wahren Leben würde dies nicht so einfach funktionieren, obwohl Holly Jackson sich darüber offenbar viele Gedanken gemacht hat, denn einige Dinge sind sehr logisch, andere wieder völlig unrealistisch.

Aber egal, wie man die Story betrachtet, sie ist unendlich spannend. Ich musste mich abends zwingen, mit dem Lesen aufzuhören, sonst wäre ich die ganze Nacht vor dem Buch gesessen.

Wenn ein Roman das Wort "Pageturner" verdient hat, dann ganz sicher dieser.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Die Geschichte eines Lebens

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Dies war mein zweites Buch von TJR. Leider hat es mich nicht ganz so abgeholt wie Atmosphere.

Das liegt in erster Linie daran, dass die Lebensgeschichte von Evelyn Hugo zwar sehr interessant und bewegend ...

Dies war mein zweites Buch von TJR. Leider hat es mich nicht ganz so abgeholt wie Atmosphere.

Das liegt in erster Linie daran, dass die Lebensgeschichte von Evelyn Hugo zwar sehr interessant und bewegend ist, aber vor Klischees strotzt. Evelyn muss all das erleiden, was wir schon aus unzähligen Filmen und Büchern, die die Gesellschaft der 50er und 60er Jahre als Inhalt behandelt haben, kennen. Saufende und prügelnde Männer, Frauen, die nicht ernstgenommen werden, weil sie nicht arbeiten, sondern im Haushalt arbeiten sollen. Diese Stereotypen (die es zweifelos in Massen damals gab) haben mein Lesevergnügen etwas getrübt. Was aber nicht heißen soll, dass dies ein nur mittelmäßiger Roman ist (gibt es den von TJR überhaupt?).

Den Plot-Twist gegen Ende des Buches habe ich so nicht kommen sehen (ich hatte auf etwas Anderes getippt). Aber er erklärt schlüssig, wieso ausgerechnet Monique Evelyn Hugos Biografie schreiben soll.

Emotionen beim Leser wecken kann Jenkins Reid wie keine Zweite. Nicht so sein können wie man wirklich ist bzw. dies nicht mit der Welt teilen zu können, das haben "Atmosphere" und "Evelyn Hugo" gemeinsam. Aber nachfühlen konnte ich dies beim Erstgenannten mehr.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Wer nicht sucht, findet manchmal trotzdem

Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte
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Ich hatte bezüglich des Titels eigentlich so eine Art Harry Potter für Arme erwartet, allerdings etwas völlig Anderes erhalten. Nämlich die Geschichte eines Mannes, Linus, der in seiner Wohlfühlblase derart ...

Ich hatte bezüglich des Titels eigentlich so eine Art Harry Potter für Arme erwartet, allerdings etwas völlig Anderes erhalten. Nämlich die Geschichte eines Mannes, Linus, der in seiner Wohlfühlblase derart festhängt, dass er sich darin nicht mal mehr wohlfühlt. Es ist eher das Vertraute, das ihm Sicherheit gibt und die möchte er nicht aufgeben, egal, was passiert.

Aber dann passiert etwas, nämlich Arthur Parnassus und seine Horde von magisch Ausgestossenen (Denn das ist die passendere Bezeichnung, finde ich). Linus soll dieses Waisenhaus im Auftrag der Regierung überprüfen und melden, wenn er der Ansicht ist, die Kinder werden dort nicht adäquat betreut. Und darauf hat er so überhaup keine Lust. Denn wer will schon Regen und Eintönigkeit gegen Sonne, Meer und eine Insel tauschen, auf der das Heim zu finden ist? Ziemlich viele, aber nicht Linus Baker.

Es ist herzerwärmend als Leser zu verfolgen, wie sich aus Abneigung, Angst und Misstrauen, etwas Wunderbares wie Freundschaft, Liebe und Zuversicht entwickelt. Und es zeigt uns mal wieder, dass wir in erster Linie unbekannte Dinge oder Menschen ablehnen, weil wir Angst davor haben, was uns erwartet. Das Gefühl, nicht die Kontrolle darüber zu haben, die uns im Alltag nur allzu vertraut ist. Aber Linus lässt sich darauf ein und findet alles, was er sich insgeheim schon immer in seinem Leben gewünscht hat.

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