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Veröffentlicht am 24.08.2025

Hörbuch Highlight

Der Lehrer – Will er dir helfen oder will er deinen Tod?
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„Der Lehrer“ von Freida McFadden, gelesen von
Gabrielle Pietermann, Rubina Nath, Vincent Fallow
Verlag: Random House Audio
Dauer: 9 Stunden 9 Minuten

Ich beginne mit dem Ende: Dieser Thriller ist ein ...

„Der Lehrer“ von Freida McFadden, gelesen von
Gabrielle Pietermann, Rubina Nath, Vincent Fallow
Verlag: Random House Audio
Dauer: 9 Stunden 9 Minuten

Ich beginne mit dem Ende: Dieser Thriller ist ein absoluter Pageturner und der Epilog gibt ihm noch einmal den letzten, fulminanten Kick! Freida McFadden ist ohne Zweifel ein begnadetes Talent, wenn es um Thriller geht.
Eve Bennett, Mathelehrerin, deren Leben scheinbar geordnet verläuft und ihr Mann Nate, Englischlehrer, charismatisch und beliebt, unterrichten an der Highschool. Ihre Ehe, nach außen strukturiert und perfekt, birgt Geheimnisse.
Als Addie, ein 16-jähriges Mädchen, das im Vorjahr einen Skandal auslöste, in Eves Klasse auftaucht und gleichzeitig in Nates Kurs sitzt, beginnt eine gefährliche Dynamik.
Addie wirkt wie ein zerbrechliches Geheimnis, voller Widersprüche, gezeichnet von inneren Rissen und einer Einsamkeit, die sie zugleich verletzlich und undurchschaubar macht. Nate nimmt sich ihrer an, er ist einfühlsam und verständnisvoll. Freundlich und hilfsbereit - doch wie weit darf Fürsorge zwischen Lehrer und Schülerin eigentlich gehen?
McFadden versteht es meisterhaft, Leser:innen und Hörer:innen in einen Sog zu ziehen. Man glaubt, die Handlung zu durchschauen, nur um kurz darauf wieder an den eigenen Wahrnehmungen zu zweifeln. Nichts ist so, wie es scheint und gerade darin liegt die Sogwirkung dieses Thrillers. Die Figuren sind vielschichtig, ihre Gedanken und Gefühle klar und intensiv gezeichnet.
Die Sprecher:innen Gabrielle Pietermann, Rubina Nath und Vincent Fallow verleihen der Geschichte zusätzlich eine beeindruckende Authentizität. Mit Tonlage, Ausdruck und perfektem Rollenverständnis verstärken sie die Spannung und machen das Hörbuch zu einem echten Erlebnis.
Die Kapitel sind kunstvoll aufgebaut, voller Wendungen und falscher Fährten, bis am Ende deutlich wird, wie nah Liebe und Hass beieinander liegen. Ohne zu viel zu verraten: Dieses Hörbuch hat mich so in den Bann gezogen, dass ich es nahezu ohne Pause durchgehört habe.
Ein packender, brillant erzählter Thriller, dessen Spannung bis zur letzten Minute anhält.
Gerne vergebe ich fünf Sterne und eine Empfehlung für dieses Highlight.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Beängstigend

Schwachstellen
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„Schwachstellen“ von Yoshai Sarid
Verlag: Kein & Aber

Rani Bulka, Inhaber eines privaten Nachrichtendienstes, beschäftigt Mitarbeiter:innen aus der Technologiebranche, viele von ihnen mit Militärhintergrund. ...

„Schwachstellen“ von Yoshai Sarid
Verlag: Kein & Aber

Rani Bulka, Inhaber eines privaten Nachrichtendienstes, beschäftigt Mitarbeiter:innen aus der Technologiebranche, viele von ihnen mit Militärhintergrund. Mit den notwendigen Lizenzen gründete er eine technologische Abteilung und so wurde Siv, noch während seines Wehrdienstes, kontaktiert und eingestellt. Seine Aufgabe: Sicherheitslücken in Telefon- und Computernetzwerken aufzuspüren. Und Siv war nicht nur gut, er war brillant!
Die Aufträge wurden immer heikler, dubioser, politisch brisanter. Sein Chef schickte ihn in entfernte Länder, in Staaten, deren Moral oft sehr zweifelhaft war. Doch Siv, der Anerkennung braucht und sie auch genießt, verschließt die Augen. Er macht seinen Job. Und diesen macht er unglaublich gut.
Privat kann er es nicht lassen, sein Wissen einzusetzen. Ein einsamer Nerd, der in den Lücken von Smartphone-Netzen herumstöbert. Zunächst, um seiner Schwester zu helfen, die in Schwierigkeiten steckt. Doch bald betrifft es auch Freunde und die eigene Familie.
Bis er auf einen Algorithmus stößt, den er nur zu gut kennt. Und plötzlich dreht sich das Blatt.
Yishai Sarid zeigt in diesem Roman die Skrupellosigkeit von IT Konzernen, die fatalen Auswirkungen von Technologien, die Macht und Gefährlichkeit brillanter IT-Mitarbeiter:innen. Es ist ein unglaublich guter und zugleich beängstigender Roman. Er macht deutlich, wie leicht man sich in Smartphones und Computer einhacken, welchen Schaden man anrichten kann und welches Wissen damit gewonnen wird.
Beängstigend real, weil wir längst wissen, dass uns unsere Handys belauschen. Aber dass unsere Bilder, Texte und Gespräche nicht sicher sind und gegen uns verwendet werden könnten, erscheint uns noch immer zu weit weg. Doch was kann die Technologie tatsächlich, was wir gar nicht wissen (oder nicht wissen wollen)?
Siv, der Ich-Erzähler, lässt uns tief in seine Gedanken und Gefühle blicken. In seine Einsamkeit, seine Schuldgefühle, seine Sehnsüchte und Hoffnungen. Genau dadurch entsteht eine Nähe, die beklemmend wirkt, weil man merkt, wie dünn der Grat zwischen Genie und Missbrauch von Macht ist.
Der Autor zieht uns in einen Technologie-Krimi, der atemlos macht, uns die Augen öffnet und zugleich unsere eigene Verwundbarkeit zeigt.
Was für eine Story! Beängstigend, hochaktuell und für mich: ein Buch, das nachhallt.
Ich bin begeistert von Sarid!

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Das Leben ist ein Geschenk

Furye
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„Furye“ von Kat Eryn Rubik, gelesen von Alina Vimbai Strähler
Dauer: 8 Stunden 44 Minuten
Verlag: DUMONT audiobook

Sie nennen sich Alec, Meg und Tess, sind 17 Jahre alt und geben sich selbst den Namen ...

„Furye“ von Kat Eryn Rubik, gelesen von Alina Vimbai Strähler
Dauer: 8 Stunden 44 Minuten
Verlag: DUMONT audiobook

Sie nennen sich Alec, Meg und Tess, sind 17 Jahre alt und geben sich selbst den Namen „Furien“ nach der griechischen Mythologie. Drei Mädchen, die sich das Leid aus ihren Elternhäusern miteinander teilen: Meg kommt zwar aus guten Verhältnissen, doch ihre Mutter ist alkoholsüchtig. Tess hat einen prügelnden Vater. Alec wiederum stammt aus einer Migrantenfamilie, deren akademische Abschlüsse nichts wert sind.
Dann war da noch Romain, der Sohn eines reichen und einflussreichen Vaters. Zwischen Alec und ihm entsteht eine Beziehung voller Liebe. Seltsam war, dass er sich in der Schule nicht mit ihr zeigen wollte, oft in seiner eigenen Welt lebte. Bis Alec eine Entscheidung traf, die sie ihr Leben lang verfolgen sollte.
Heute ist Alec eine erfolgreiche Musikmanagerin, kinderlos und Single. Ihr Vater ist an Krebs gestorben, ihre Mutter kämpft sich zurück ins Leben. Sie selbst glaubt, nichts mehr fühlen zu können. Dann bekommt sie eine schlimme Diagnose. Sie setzt sich ins Auto und fährt zurück in die Stadt, die sie zwanzig Jahre lang gemieden hat. Zurück zu den Erinnerungen, die sie so tief vergraben glaubte.
Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart. Stück für Stück wird klar, was damals passiert ist und warum es zu den Tragödien kam. Vergangenheit und Gegenwart treffen sich, genau wie Alec und Romain.
Die Liebe ist spürbar, aber die Wut steht ihr in nichts nach.
Der Schreibstil ist hart, voller bitterer Tränen, Gewalt, Depressionen, Suizid. Durch die Gegenwart der Erzählerin und die Einträge aus dem Notizbuch der Vergangenheit konnte ich mitleiden und mitfühlen. Die Kapitel sind spannend, authentisch und fesselnd beschrieben. Manchmal hätte ich mir bei den sehr heftigen Geschehnissen noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Auch wenn das Ende schon etwas vorhersehbar war, hat es mich doch überrascht und genau das macht die Geschichte intensiv.
Ein bewegender Roman über das, was hätte sein können - Wahrheiten und Lügen. Und ein Wunder, ein Neuanfang.
Die Sprecherin Alina Vimbai Strähler hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme transportiert sie die Emotionen der Figuren glaubhaft und verleiht sowohl der jungen Alec, als auch der Erzählerin von heute eine gewisse Tiefe.
Sie schafft es, die Härte und Schwere der Handlung spürbar zu machen, ohne dabei ins Pathetische zu rutschen. Für mich eine perfekte Wahl für dieses Hörbuch.
Ein bewegender Roman über das, was hätte sein können - Wahrheiten und Lügen.
Und ein Wunder, ein Neuanfang.
„Hier bin ich. Ich bin. Ich bin. Das Leben ist ein großes Geschenk.“ (Kapitel 2/7,5%)

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Gänsehaut feeling

Panik
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“Panik - Dieses Haus will deinen Tod” von Sebastian Halm
Verlag: Goldmann

Ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe dieses Buch verschlungen, eingesogen und war zugleich fasziniert ...

“Panik - Dieses Haus will deinen Tod” von Sebastian Halm
Verlag: Goldmann

Ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe dieses Buch verschlungen, eingesogen und war zugleich fasziniert wie entsetzt.
Was uns ein Haus, ein System, ein Mensch antun kann!
Ruth und Bill verbringen ein Wochenende in einem Luxus-Strandhaus an der Ostsee. Abgelegen, mit allem erdenklichen Komfort, wollen sie hier ihre Ehe retten. Doch schon beim Betreten irritiert der Anblick: Putzutensilien liegen verstreut, als hätte jemand mitten in der Arbeit aufgehört. Die Vormieter haben ihre Hygieneartikel zurückgelassen und sogar Koffer samt Inhalt stehen noch in der Ankleide.
Seltsam. Und dann, in der ersten Nacht, verschwindet Bill. Ruth findet ihn schließlich, draußen im Garten, auf der anderen Seite des riesigen Panoramafensters. Doch das Glas spiegelt das Innere, sie kann ihn nicht mehr sehen. Keine Chance, von seinen Lippen abzulesen oder in Gebärdensprache zu kommunizieren.
Keine Möglichkeit, sich zu verständigen.
Schnell wird klar: Das KI-gesteuerte Sicherheitssystem hat das Kommando übernommen. Es sorgt nicht für Sicherheit, es macht Jagd und verbreitet Todesangst. Getrennt voneinander müssen Ruth und Bill ums Überleben kämpfen. Für Ruth, die gehörlos ist, ist das eine beinahe unüberwindbare Hürde.
Ein Hund taucht auf, versucht das Paar zu warnen. Doch es ist längst zu spät. Das System hat Hostilitätslevel 4 aktiviert.
Sebastian Halm hat hier ein atemloses Debüt geschaffen: fesselnd, beklemmend und erschreckend vorstellbar. Die KI wirkt so real, dass man sich unweigerlich fragt, wie nah wir dieser Zukunft schon sind. Die Emotionen der Protagonisten sind so eindringlich beschrieben, dass man sie fast körperlich spürt.
Packend und mitreißend steigert sich der Spannungsbogen bis zum Äußersten und endet in einem stimmigen Schluss. Die Angst vor einer KI, die angeblich nur Befehle befolgt oder längst ihren eigenen Willen hat, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.
Was erwartet uns in Zukunft? Oder ist diese Zukunft längst da?
Ruth und Bill im Kampf um Leben und Tod, ein Kampf, der aussichtslos scheint. Und doch gibt es immer Hoffnung. Die Frage ist nur: Wird sie dieses Mal reichen?
Ich kann den Thriller von Sebastian Halm absolut empfehlen!

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein starker Buch

Die Passantin
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„Die Passantin“ von Nina George
Verlag: Kein & Aber

Ein Buch, das leise kommt und mit einer Wucht zuschlägt. Ein Roman, der nachhallt.

Jeanne Patou – diesen Namen gibt ihr ihr Mann. Sie ist eine gefeierte ...

„Die Passantin“ von Nina George
Verlag: Kein & Aber

Ein Buch, das leise kommt und mit einer Wucht zuschlägt. Ein Roman, der nachhallt.

Jeanne Patou – diesen Namen gibt ihr ihr Mann. Sie ist eine gefeierte Filmikone. Eine Frau in der Öffentlichkeit. Doch innerlich längst verloren. Als sie plötzlich im Fernsehen ihr eigenes Bild sieht, unterlegt mit der Nachricht ihres Todes bei einem Flugzeugabsturz, sitzt sie in einer Bar und denkt nur: Ich bin tot?!

Die Welt trauert um Jeanne Patou. Und Jeanne? Sie erkennt: Das ist meine Chance.
Eine Chance, allem zu entkommen: ihrer Ehe, ihrer Rolle, der Frau, zu der Bernard, ihr Ehemann, sie gemacht hat. Eine toxische Liebe, ihre größte Obsession und zugleich ihr tiefster Schmerz. Jeanne ergreift die Möglichkeit. Und lässt alles zurück. Ihre Töchter. Ihre Identität. Ihre Jeanne.

Sie sucht sich selbst.
Inmitten von Frauen, die ebenfalls ihre Geschichten und Verluste tragen, findet sie ein neues Leben. Ein Haus in Barcelona: still, weiblich, solidarisch.
Und eine neue Rolle: Consuela Rubio Garcia, kurz Sella.

Am Ende dieser langen Suche entdeckt sie etwas viel Tieferes: Alva.

Die Frau, die sie ist. Ohne Rolle. Ohne Spiegel.
Doch das Vergangene hat lange Schatten. Als sie viereinhalb Jahre später auf La Rambla als Passantin ihrem Ehemann begegnet, trifft sie nicht nur Bernard wieder - sie trifft auch auf eine Frau, die ihr gleicht. Und erkennt: das Spiel hat sich wiederholt. Bernard liebt in Mustern. Und zerstört in Mustern.
Es ist der Moment, in dem Jeanne nicht länger flieht. Sondern sich stellt. Nicht nur Bernard – sondern vor allem sich selbst: Alva! Ihrer Geschichte. Ihrer Obsession. Ihrem Schmerz.
Sprachlich ist dieser Roman eine Wucht. Zart, feminin, fesselnd. Und dennoch ruhig erzählt. Mit Zeitsprüngen zwischen 2015 und 2019 - zwischen Jeanne auf der Rambla, beobachtend, und der Frau, die damals nach ihrem Tod eine neue wurde.
Ein Buch über Selbstfindung. Über das Verlorensein in einer Beziehung, in der man irgendwann nicht mal mehr weiß, was man gerne isst.
Ein Buch darüber, wie tief Frauen sich verbiegen - um zu gefallen, zu funktionieren, zu überleben.
Aber auch ein Buch darüber, dass es immer einen Weg zurück zu sich selbst geben kann.
Kein Schauspiel mehr. Kein Verbiegen. Nur noch das wahre Ich.
Nina George zeigt in „Die Passantin“ eindrucksvoll, wie wichtig weibliche Solidarität ist. Wie notwendig es ist, dass wir Frauen uns gegenseitig unterstützen, zuhören, helfen, vertrauen, statt aufeinander herumzuhacken.

Denn manchmal reicht schon ein freies Zimmer. Eine offene Tür. Ein Zuhören.
„Wir sind von Wundern umgeben, die wir nicht sehen, während sie uns beim Leben betrachten.“

Und dann - wie bei Jeanne und Bernard:
„Wir sind von Wunden umgeben, die wir nicht sehen, während sie uns beim Überleben betrachten.“

Ein Roman, der in seiner Stille laut wird.
Ein Roman über das Abtauchen, das Loslassen, das Wiederauftauchen. Über das Frau-Sein und das Mensch-Sein.

Ein starkes Buch, das bleibt.

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