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Veröffentlicht am 26.10.2025

Herzerwärmend

Sonnenaufgang Nr. 5
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Sonnenaufgang Nr. 5 von Carsten Henn, gelesen von Oliver Siebeck
Verlag: OSTERWOLD Audio
Dauer: 7 Stunden 21 Minuten

„Lieb haben, auch wenn etwas komisch ist.“
Diese Worte flüstert Jonas’ kranke Mutter ...

Sonnenaufgang Nr. 5 von Carsten Henn, gelesen von Oliver Siebeck
Verlag: OSTERWOLD Audio
Dauer: 7 Stunden 21 Minuten

„Lieb haben, auch wenn etwas komisch ist.“
Diese Worte flüstert Jonas’ kranke Mutter leise.
Jonas, 19 Jahre alt, hat sein Germanistikstudium abgebrochen und möchte nun als Ghostwriter Autobiografien schreiben. Stella Dor, eine ehemalige Filmschauspielerin, ist seine erste Kundin. Sein Weg führt ihn an die Nordsee, zu Stellas Erinnerungen. Doch dort lernt er nicht nur die BewohnerInnen des Ortes kennen, sondern auch ein Stück von sich selbst.
Stella hat ihren Mann und ihre Tochter Marlene von sich gestoßen. Sie hat vor vielen Jahren ihr kleines Mädchen verlassen, als deren Bruder starb. Seitdem lebt Stella allein in der Nähe des Meeres und möchte mit ihrer Autobiografie ihr erfülltes, glamouröses Leben darstellen.
Doch während Stella Jonas ihre Geschichte erzählt, merkt er schnell: Ihre Erinnerungen weichen von der Realität ab, aber sie ist überzeugt, dass ihre Version der Wahrheit entspricht. Überall in ihrem Pavillon am Strand liegen Zettel mit Notizen und Erinnerungsfetzen, die darauf hindeuten.
Dann ist da noch Paul, ein älterer, an Demenz erkrankter Mann, der seit Jahren Stellas Pavillon repariert. Paul wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal mit Stella zu tanzen. Doch sie verweigert es, obwohl ihr Paul mit seiner sympathischen Art längst ans Herz gewachsen ist. Er und sein Hund „Guter Junge“ sind so oft bei Stella, dass der Hund glaubt, sie seien ein Rudel. Und obwohl Paul sich verändert, versteht „Guter Junge“ am Klang seiner Stimme, was diese zwei Worte bedeuten: „Ich hab dich lieb.“
Eine weitere Dorfbewohnerin lernt Jonas gleich bei seiner Ankunft kennen: Bentje, eine ältere Frau, die im Bushäuschen sitzt und der alten Durchsage lauscht, die ihr verstorbener Mann einst auf Band gesprochen hat.
Auch Nessa, eine junge, freche Frau mit einer tragischen Kindheitsgeschichte, kreuzt immer wieder Jonas’ Weg.
Doch auch Jonas selbst trägt eine Geschichte in sich, die er nicht in Worte fassen kann. Seine Mutter starb, als er noch ein Kind war, und sein Vater versuchte, ihm die Liebe von zwei Menschen zu schenken. Dennoch muss Jonas sein Leben selbst aufarbeiten und wenn es ihm gelingt, aufschreiben.
„Erinnerst du dich später an mich?“, fragte seine Mutter einst.
Als Kind verstand Jonas diese Worte nicht. Erst als Erwachsener erkennt er, was sie bedeuteten. Er erinnert sich, an seine Mutter, an seine Kindheit, an die Zeit, in der sie noch eine kleine Familie waren.
Damals sagte Jonas in kindlicher Naivität, dass ein Film zum Erinnern wirklich gut wäre. 
Und sein Vater bringt ihm nun, viele Jahre später, diesen Film.
Literarisch überzeugt mich dieses Hörbuch absolut. Der Sprecher fängt die Stimmung wunderbar ein und verleiht ihr mit seiner angenehmen Stimme Tiefe. Wahre und falsche Erinnerungen, Trauer, Hoffnung und Wahrnehmung werden in dieser Geschichte kunstvoll verwoben. Der Autor holt uns emotional ab und zeigt uns mit poetischer Sprache die inneren Konflikte und Gefühle seiner Figuren, allen voran Stella und Jonas,
Zahlreiche Nebencharaktere werden lebendig und bildhaft beschrieben. Auch wenn sie nur kleine Rollen spielen, tragen sie wesentlich zur Geschichte bei.
Carsten Henn lädt uns mit diesem Roman ein, die nach außen starke Stella Dor kennenzulernen. Warmherzig, tiefgründig und berührend, regt der Autor mit seinen Worten zum Nachdenken an. Seine Figuren sind so nah, so real; seine Erzählung so herzerwärmend.
„Es war nicht alles gut, aber es war auch nicht alles schlecht. Das war für den Anfang mehr als genug. 
Ein neues Buch konnte geschrieben werden.“
Sonnenaufgang Nr. 5 zeigt, dass jeder Tag neue Wege bereithält. Jede Entscheidung hat Folgen, und wir können uns, egal wie alt wir sind, jederzeit für eine andere Wahrheit entscheiden.
Ein Hörbuch-Highlight von Carsten Henn, der mich bereits mit „Der Buchspazierer“ überzeugt hat.
Sonnenaufgang Nr. 5 wärmt das Herz und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Gute Unterhaltung

Das glückliche Leben
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„Das glückliche Leben“ von David Foenkinos
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Dies war mein erstes Buch von David Foenkinos und ich bin gut in die Geschichte hineingekommen.
Der Schreibstil ist flüssig, leicht ...

„Das glückliche Leben“ von David Foenkinos
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Dies war mein erstes Buch von David Foenkinos und ich bin gut in die Geschichte hineingekommen.
Der Schreibstil ist flüssig, leicht und sehr angenehm, die kurzen Kapitel halten den Lesefluss wunderbar aufrecht.
Die Geschichte ist interessant und hat viele spannende Ansätze. Dennoch sind mir die beiden Hauptfiguren, Amélie und Éric, zunächst fremd geblieben. Ihre Emotionen wurden meines Erachtens nicht richtig herausgearbeitet.
So war für mich zum Beispiel nicht nachvollziehbar, warum Éric seinen sicheren und gut bezahlten Job bei Decathlon aufgibt, um einen schlechter bezahlten Regierungsjob mit vielen Reisen, die ihm Unbehagen bereiten, anzunehmen. Das wirkte auf mich nicht ganz realistisch.
Auch Amélie, die ihr Leben nach außen perfekt erscheinen lässt, während es innen bröckelt, bleibt etwas schematisch.
Im weiteren Verlauf gewinnt die Geschichte, Éric wird sympathischer und seine Idee mit den Fake-Beerdigungen greift einen interessanten Zeitgeist nach der Pandemie auf.
Die Aufarbeitung seiner schwierigen Beziehung zur Mutter ist einfühlsam und realistisch beschrieben und hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt jedoch bleiben viele Entwicklungen oberflächlich, die Figuren zeigen wenig Tiefe und die Handlung hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Vor allem im letzten Teil wirkte die Handlung für mich etwas vorhersehbar. Einige Entwicklungen wurden recht schnell erzählt und hätten nach meinem Empfinden mehr Tiefe und Zeit verdient.
Trotz dieser Kritikpunkte bleibt es ein kurzweiliger Roman, den man gerne liest. Foenkinos schreibt charmant, locker und unterhaltsam über Veränderungen, Neubeginne und die Suche nach dem eigenen Ich.
Die Idee mit der Fake-Beerdigung ist gelungen und zeigt auf, wie unterschiedlich der Weg zum Glück ist.
„War das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit nicht der Schlüssel zur Gestaltung der Zukunft?“ (Seite 152)
Die Story konnte mich gut unterhalten, der Autor überzeugt mit seinem lockeren Schreibstil.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Wundervoller Roman

Die Briefeschreiberin
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„Die Briefeschreiberin“ von Virginia Evans, gelesen von Beate Himmelstoß 
und Thomas Loibl / Verlag: der Hörverlag
Was für eine berührende Geschichte, was für eine beeindruckende Frau, 
was für ein Schicksal!
Ich ...


„Die Briefeschreiberin“ von Virginia Evans, gelesen von Beate Himmelstoß 
und Thomas Loibl / Verlag: der Hörverlag
Was für eine berührende Geschichte, was für eine beeindruckende Frau, 
was für ein Schicksal!
Ich war fasziniert von diesem Hörbuch. Wunderbar finde ich die Briefe, die sich zuletzt zu einem ganzen Bild über das Leben von Sybil van Antwerp zusammensetzen.
Ein Leben mit Höhen und Tiefen, wie im echten Leben. Ich habe es sehr genossen, den beiden Sprechern zuzuhören. Die unaufgeregte Stimme von Beate Himmelstoß fand ich perfekt geeignet für die Hauptprotagonistin Sybil van Antwerp. Sybil ist 73 Jahre alt, ihr Augenlicht wird bald verblassen und ihre Liebe zum Briefeschreiben somit ein Ende finden. Doch solange es ihr möglich ist, schreibt Sybil!
An alle und jeden, in einer wunderschönen Handschrift. Die weiteren Protagonisten sind allesamt sehr unterschiedlich, aber auch sehr interessant: ihr ebenso adoptierter Bruder Felix, ihre Schwägerin, der freundliche Nachbar Theodore, ihr Verehrer Mick und viele weitere bereichern das Leben von Sybil und ziehen mich als Hörerin mitten hinein in ihr Leben. Alltägliches, schwierige Themen, Freude, Leid und auch Small Talk finden sich in ihren Briefen wieder.
Der Austausch mit den verschiedenen Menschen in ihrem Leben ist so real, teilweise tiefgründig, teilweise einfach nur ein schöner Kontakt.
Sybil hat in ihrem bewegten Leben schon viel erfahren: von einer herausragenden Juristin zur Assistentin eines Richters, von Ehefrau, Mutter, Freundin und Adoptivkind war alles dabei. Auch ein Schmerz, der in Worte nicht zu fassen ist und deshalb bis dato noch keinen Weg in ihre Briefe gefunden hat.
Wortgewandt, teilweise etwas harsch, jedoch immer offen und ehrlich schreibt Sybil wohlüberlegt ihre Briefe. Manche finden den Weg zum Adressaten, manche werden nie abgeschickt.
Ich habe mit Sybil gebangt, gehofft, ihr Leid und ihre Freude geteilt, ihren Schmerz und ihre Schuldgefühle gespürt und wäre ihr so gerne begegnet.
Einer älteren, intelligenten Dame, die auf ihre sture, aber trotzdem helfende Art sehr angesehen und beliebt ist. Ihre Stärke nach außen zeigt nicht ihr Innerstes. Ihre Art, sich zu entschuldigen, finde ich sehr weise, auch wenn teilweise viel Zeit vergeht. Aber so ist das Leben: Nicht immer kann man sofort vergeben oder verzeihen. Es braucht Zeit!
Die Autorin vereint in ihrem Buch Leichtigkeit, Einsamkeit, Tiefgang und Hoffnung.
Und sie zeigt auf, dass es nichts Konstantes gibt. Das Leben ist Veränderung, und diese Veränderung bringt oftmals Neues zum Vorschein, womit wir nicht gerechnet haben. Was wir nie zu hoffen gewagt hätten.
So geht es auch Sybil, als sie das Geschenk ihres Sohnes Bruce nach langer Zeit endlich einlöst und ihre DNA zur Auswertung einschickt. Was daraufhin ins Rollen kommt, war weder ihren Kindern noch Sybil bewusst.
Ach, was war das für ein wundervoller Roman! Ich habe Sybil sehr in mein Herz geschlossen. Ihre burschikose und doch warmherzige Art sagte mir sehr zu. Ich möchte auch nicht mehr verraten, ich kann nur sagen: Lest oder hört euch dieses Buch an.
Taucht ein in die Briefe, lasst euch mitreißen in das Leben von Sybil. Einer Frau, der man mit Hochachtung begegnen sollte.
Ich bin jedenfalls absolut begeistert. Was für ein Debüt!
Danke auch an Regina Rowlinson für die Übersetzung.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Wie eine ferne Melodie

Die Geschichte des Klangs
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„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck, gelesen von Reinhard Kuhnert und Tessa Mittelstaedt 

Verlag: Hörbuch Hamburg

Es gibt Geschichten, die nicht laut erzählen müssen, um lange nachzuhallen, ...

„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck, gelesen von Reinhard Kuhnert und Tessa Mittelstaedt 

Verlag: Hörbuch Hamburg

Es gibt Geschichten, die nicht laut erzählen müssen, um lange nachzuhallen, sie klingen leise, wie eine ferne Melodie, die man erst im Innersten hört.
Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck ist eine solche Geschichte.

Ben Shattuck erzählt von zwei jungen Männern, Lionel und David, die sich in einer Bar begegnen. Der Klang der Musik führt sie zusammen und daraus wächst eine leise Liebe, die ein Leben lang nachhallt.

Nach dem Krieg ziehen die beiden Männer durch die Landschaft, durch Wälder, über weiche Nadelbetten, unter einem Himmel, der ihre Liebe zu segnen scheint.
Mit einer alten Phonographenwalze nehmen sie Lieder auf, und zwischen den Klängen, zwischen den Atemzügen, in stillen Momenten schwingt ihre Liebe mit.
Doch wie ein Lied, das unvermittelt verklingt, reißt auch ihr Kontakt ab.
Jahrzehnte später, in den 1980er Jahren, findet Anni beim Entrümpeln ihres neu gekauften Hauses die alten Wachszylinder und mit ihnen erwacht die Liebe der beiden noch einmal leise zum Leben.
Ihre Entdeckung öffnet jedoch nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Frage nach ihrem eigenen Leben: Was wäre gewesen, hätte sie selbst anders geliebt, anders gelebt?
Ben Shattuck schreibt mit einer Zartheit, die wie ein Windhauch berührt. Seine Sprache ist poetisch, feinfühlig und warm. Sie lässt Raum für Nachklang und all das, was zwischen den Zeilen geschieht.
Ich habe diese Geschichte mit dem Herzen gehört. Reinhard Kuhnert und Tessa Mittelstaedt lesen mit einer unglaublichen Sanftheit. Ihre Stimmen tragen das ganze Gewicht der Erinnerung und zugleich die Leichtigkeit einer längst vergangenen Liebe.
Die Geschichte des Klangs ist kein lautes Buch, aber es berührt tief.
Und wenn das letzte Wort verhallt, bleibt etwas ganz Leises zurück, wie der Nachklang eines Tons, der noch lange im Herzen weiterklingt.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Schwere in der Leichtigkeit

Verehrung
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„Verehrung“ von Alice Urciuol / Verlag: nonsolo
Was für ein stimmiger Roman über das Erwachsenwerden. Über die Leichtigkeit der Jugend, über Liebe, Verführung und Verehrung. Über Begehren, Wahrnehmung ...

„Verehrung“ von Alice Urciuol / Verlag: nonsolo
Was für ein stimmiger Roman über das Erwachsenwerden. Über die Leichtigkeit der Jugend, über Liebe, Verführung und Verehrung. Über Begehren, Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung, über das Loslösen von Erwartungen und das Gehen eigener Wege.
In der Provinz Pontinia südlich von Rom erschüttert der Tod der siebzehnjährigen Elena, die von ihrem Freund getötet wurde, eine ganze Gruppe von Jugendlichen.
Die Tat wirft lange Schatten, niemand hat sie kommen sehen und doch hätten alle es ahnen können. Die Schuldgefühle, welche der Tod ihrer Freundin hervorruft, zieht sich wie ein unsichtbarer Faden durch das Leben der FreundInnen.
Vanessa, Elenas beste Freundin, steht zwischen den patriarchalen Werten, die ihr Umfeld noch immer tief verinnerlicht hat, und dem Drang, ihr Leben selbstbestimmt zu führen.
Giorgio, der in Elena verliebt war und sie nicht beschützen konnte, trägt schwer daran und versucht nun, seine Schwester Vera vor allem zu bewahren; und mischt sich damit oft in Dinge ein, die ihn nichts angehen.
Christian, Elenas Ex-Freund, taumelt zwischen Teresa und Vera. Er schafft es nicht, aus den Fehlern seiner Vergangenheit zu lernen.
Und Diana, die mit einem großen Muttermal am Oberschenkel lebt, versteckt sich aus Scham - unsicher, ob sie jemals jemanden so nah an sich heranlassen darf.
Alice Urciuolo versteht es meisterhaft, die ungestüme Dynamik dieser jungen Menschen einzufangen.
Sie zeigt, wie eng Leichtigkeit und Unbeschwertheit mit Trauer und Schuld verwoben sein können; wie Begehren, Macht und Sehnsucht ineinanderfließen.
In den Dialogen, in den Gesten, in den schwülen Sommernächten zwischen Pontinia und den Stränden von Sabaudia liegt diese ganz besondere Hitze, die das Aufwachsen beschleunigt und doch alles zerbrechlich wirken lässt.
Es ist ein Roman, der die Leidenschaft der Heranwachsenden in all ihrer Schönheit, Unvernunft und Wildheit spürbar macht. Gleichzeitig zeichnet er das Bild einer Elterngeneration, die an ihren Erwartungen und überholten Werten festhält und von der sich die jungen ProtagonistInnen lösen, um ihr eigenes Leben zu leben.
Und so gelingt es Urciuolo, von Trauer und Schuld zu erzählen, aber auch von diesem unbändigen Hunger nach Freiheit: vom Schwimmen im Meer, vom Schmecken des Sommers, von der Lust, das eigene Leben trotz allem zu feiern und sich auszuprobieren. In vielerlei Hinsicht.

Ein Roman voller Schwere in der Leichtigkeit, voller Sommerhitze und voller Sehnsucht. Wunderschön, berührend, authentisch und eine große Leseempfehlung.

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