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Veröffentlicht am 04.03.2021

Super Welt, Buch zu kurz

Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger
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Nun. Also. Hierfür muss ich mir später noch etwas Zeit nehmen. (Rezensionsexemplar vom DTV Verlag)

Die Idee ist super. Ich war von Anfang an dumm hyped auf dieses Buch und habe mich richtig darauf gefreut. ...

Nun. Also. Hierfür muss ich mir später noch etwas Zeit nehmen. (Rezensionsexemplar vom DTV Verlag)

Die Idee ist super. Ich war von Anfang an dumm hyped auf dieses Buch und habe mich richtig darauf gefreut. Die ersten 150 Seiten waren auch ziemlich gut leider sind mir danach immer mehr Dinge aufgefallen die mich gestört haben, obwohl ich das Buch gerne gelesen habe und auch unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.

Tolles Setting, allerdings für mich viel zu wenig Worldbuilding und Details. Sie hat es versucht, aber meiner Meinung nach gab's einfach zu viele Lücken.

Die Szenen sind zu schnell hin und her gesprungen, es gab keine wirklich fließenden Übergänge und auch die Dialoge hätten mehr Tiefe vertragen können. So hat alles auf mich etwas blass gewirkt, die Welt und die Charaktere gleichermaßen. Sie haben Potenzial was leider nicht voll ausgenutzt wird.

Das Buch hätte auch für all den Content viel länger sein müssen und sich für alles mehr Zeit nehmen sollen. So wirkt alles wahnsinnig hektisch, manchmal aber auch echt spannend.

Ganz oft kam es vor, dass man irgendeinen Fakt oder ein Ereignis aus der Vergangenheit der Charaktere vorgesetzt bekommen hat, ohne dabei zu sein. Ebenso wie Charaktereigenschaften. Erzähl mir nicht davon, zeig es mir, sonst glaub ich das nämlich alles nicht.

Das Magiesystem ist ultra soft. Also. Keine Erklärungen. Nur "Die Schatten mach dies, die Schatten mach das". Eh okay. Das ist einfach gar nicht mein Fall.

Dann etwas sehr persönliches, was leider meinen Lesefluss etwas gestört hat: der Distelkönig und seine ganzen Kommentare. Ich fands halt echt nicht lustig. Manchmal ja okay aber die ganze Zeit? So wirkt er auf mich nicht sonderlich böse und bedrohlich sondern eher wie eine Witzfigur. Ganz anders als zum Beginn der Geschichte, wo ich ihn wirklich cool fand.

Die Verknüpfungen zwischen den Charakteren fand ich etwas sehr schwach. Besonders mit Ryanne (das hab ich gerade bestimmt falsch geschrieben) konnte ich gar nichts anfangen. Was war denn ihr Punkt in der ganzen Geschichte? Was für einen Sinn hat das gemacht?? Das war komplett abseits von der Hauptgeschichte und sonderlich stark hat sie auf mich auch nicht gewirkt, eher war sie die ganze Zeit am rumheulen und hat nichts zur Handlung beigetragen.

Das Ende war völlig überstürzt und ein einziges Chaos. Die Kämpfe waren auch nicht sonderlich gut, sehr einfach für unsere Charaktere möchte ich sagen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch ein zweiter Band kommt, so kann man das nicht stehen lassen.

Alles in allem mochte ich die dunkle Stimmung im ganzen Buch, Erin und teilweise auch Kiran ganz gerne. Der Schreibstil war in Ordnung allerdings hat mir bei wirklich allem die Tiefe gefehlt, es ging zu schnell und ich wünschte das Buch wäre einfach länger gewesen.

Wünsche mir einen zweiten Band!

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Wieder sehr süß

The Secret Book Club - Liebesromane zum Frühstück
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Erste Anmerkung noch vor allem anderen: Wieso wird er immernoch "der Russe" genannt, ich dachte wir hätten in Band 2 endlich seinen Namen erfahren, ist das dann noch nötig? War es das je? 😫

Der Hörbuchsprecher ...

Erste Anmerkung noch vor allem anderen: Wieso wird er immernoch "der Russe" genannt, ich dachte wir hätten in Band 2 endlich seinen Namen erfahren, ist das dann noch nötig? War es das je? 😫

Der Hörbuchsprecher ist genauso gut wie in den anderen beiden Bänden und mittlerweile verbinde ich ihn mit der Reihe. Wenn ich richtig gesehen habe gibt es auch einen vierten Band und ich freu mich schon drauf wieder seiner Stimme lauschen zu können, er kann das einfach 😍

Diese Liebesgeschichte beweist übrigens, dass Friends to Lovers ein super gutes Trope ist für das ich immer down bin 😌 Ich fands toll wie sich die Geschichte zwischen Noah und Alexa (und Beefcake) entwickelt hat, das war einfach so so süß und nachvollziehbar geschrieben!

Auch das schwierige Thema der Transplantation und der Familie wurde sehr gut gehändelt. Ich konnte die Probleme der beiden verstehen und auch wie sie darauf reagiert haben. Das sind einfach zwei sehr glaubhafte Charaktere mit ihren eigenen Problemen. Dadurch gab's für mich auch kein Drama sondern einfach ein Missverständnis, was es nun zu lösen galt.

Ein bisschen habe ich den Buchclub schon vermisst und hätte mir mehr Szenen mit der Hochzeitsplanung gewünscht. Es gab natürlich wieder witzige Stellen, so ist es nicht, aber einfach mehr wäre toll gewesen, so wie in den Büchern davor. Das ging einfach etwas verloren 🥺

Von mir gibt's 4 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit kleinen Schwächen ⭐

@bookishpengu

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Tolle Idee, zu wenig Details

Hidden Worlds 1 – Der Kompass im Nebel
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Ich weiß noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Den Sprecher fand ich gut, er hat toll gelesen und ich mochte die Variatonen seiner Stimme beim Vorlesen.

Die Geschichte hat mich von Anfang ...

Ich weiß noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Den Sprecher fand ich gut, er hat toll gelesen und ich mochte die Variatonen seiner Stimme beim Vorlesen.

Die Geschichte hat mich von Anfang an begeistert. Ich hatte so viele Fragen, einige wurden auch langsam beantwortet aber irgendwann war es dann einfach zu viel.

Das Worldbuilding ist sehr, sehr flach und es gibt ganz viele Lücken, die man mit ein paar einfachen Sätzen hätte füllen können. Unser Hauptcharakter nimmt aber auch vieles einfach so hin und fragt nicht wirklich nach, dadurch erhält man dann als Leser natürlich auch keine zufriedenstellende Antwort. Das fand ich wirklich schade, da die Idee mit den Parallelwelten mir sehr gut gefällt und ich sowas in Fantasy Büchern eigentlich immer mag. Hier wurde es aber einfach für meinen Geschmack nicht gut genug ausgearbeitet.

Ehrlich gesagt bin ich mir auch ganz unsicher für welche Zielgruppe dieses Buch überhaupt ist? Unser Protagonist ist angeblich Anfang 20 spricht und verhält sich aber überhaupt nicht so, weshalb ich das einfach nicht geglaubt habe. Die Story ist jetzt auch nicht sonderlich brutal oder so, ich denke, ich würde sie einem Kind/Jugendlichen um die 14 wärmstens ans Herz legen, da die damit bestimmt Spaß haben und werde es auch bei mir in der Bibliothek so weiter empfehlen.

Elliot selbst ist auch ziemlich unausgereift, so wie auch die anderen Charaktere, weshalb ich zu keinem von ihnen je wirklich eine Bindung aufbauen konnte. Es gab für mich einfach in jedem Aspekt dieser Geschichte zu wenig Details.

Der Schreibstil war in Ordnung, Spannung wurde sehr gut rübergebracht aber die Geschichte hatte wirklich ihre Längen und auch sehr arg langweilige Momente. Mit ein paar tollen Dialogen hätte man das noch retten können aber die gab es einfach nicht.

Ich habe mir von der Geschichte einfach etwas mehr Tiefe gewünscht. Sie war unterhaltsam aber zu viele Fragen blieben offen als dass ich das Buch besser als 3 Sterne bewerten könnte. Die Idee hat mir gefallen und das Setting eben so. Gerade im ersten Drittel hatte ich einfach viel Spaß und wollte auch wissen wie die Geschichte endet. Je mehr Dinge aber einfach unbeantwortet blieben, desto mehr sank auch mein Interesse :(

So richtig Lust die Reihe weiterzulesen habe ich nicht.

Das Hörbuch kann ich aber alleine durch den Sprecher weiterempfehlen. Den mochte ich wirklich :)

@bookishpengu

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Veröffentlicht am 22.01.2021

Lässt sich gut lesen trotz der teilweise schwierigen Charaktere

Breakaway
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So ich hab mich jetzt entschieden! Das Buch bekommt drei Sterne von mir.

Ich sehe all die Fehler die in anderen Rezensionen angesprochen werden und auch die, die ich entdeckt habe. Noah, der ständig am ...

So ich hab mich jetzt entschieden! Das Buch bekommt drei Sterne von mir.

Ich sehe all die Fehler die in anderen Rezensionen angesprochen werden und auch die, die ich entdeckt habe. Noah, der ständig am Überreagieren ist und sich ganz in seine Opferrolle stürtzt. Lia, die unnötig viele Geheimnisse hat, was eigentlich gar nicht sein muss.
Lügen und Geheimnisse bringen einen nicht weiter. Man kann sich aber auch nicht erklären, wenn man nicht ausreden kann (looking at you Noah.)

Annabelle Stehl schreibt gut. Ich kam entsprechend schnell durch das Buch durch, wann immer ich es zur Hand genommen habe. Das Lesen hat mir Spaß gemacht und es gab einige bewegende Momente wo ich kurz geschnieft habe. Mehr leider aber auch nicht.

Lias Geheimniss hätte von Anfang an dem Leser erzählt werden sollen oder durch einen Rückblick verdeutlicht werden. Dann hätte man nämlich viel mehr damit anfangen können und der Geschichte mehr Tiefe geben können.

Teilweise stechen die Nebencharaktere mehr hervor als zum Beispiel Noah selbst. In meinen Audios an meinen Buddyread Partner Maike habe ich demzufolge dann auch mehr darüber gegrübelt was bei Elias und Kyra los ist als mich wirklich um Noah zu kümmern.
Ich wünschte es gäbe ein Buch von Phoung und dem Barkeeper, die beiden hatten nämlich mehr Chemie als Noah und Lia teilweise.

Dennoch hat mir die Liebesgeschichte zugesagt. Sie war nicht ganz ausgereift aber deswegen gibt es ja auch drei Sterne für das Buch. Die beiden kennen sich halt erst ein paar Tage was das ganze ziemlich unrealistisch macht. Womit ich leben kann, ist, dass sie einiges miteinander unternommen und viel geredet haben. Auf den ersten 200 Seiten kamen bei mir dennoch nicht wirklich Gefühle auf.
Es hat mir nicht gefallen, dass Noah Lia gesagt hat, er gibt ihr Zeit und ein paar Kapitel später macht er dies dann doch nicht. Sowas geht einfach nicht.

Einige mögen sagen, dass das Buch zu lang ist, ich empfinde aber nicht so. Im Gegenteil, es hat mich sogar gefreut, mal ein längeres NA Buch zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich dadurch langsam, was nicht verkehrt ist aber die Geschwindigkeit der Ereignisse war teilweise ziemlich komisch. Am Anfang zu langsam, am Ende zu schnell.
Wirklich. Für das Ende hätte man sich mehr Zeit lassen können um das Thema das behandelt wird, also Lias Geheimnis, besser besprechen zu können. Und auch wenn ich es mochte, es ging mir zu schnell.

Sobald Maike das Buch beendet hat, werde ich wahrscheinlich noch einiges zu sagen haben, weil mir eventuell gerade ein paar Details entfallen sind.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass ich das Buch mochte. Es war gut und ich habe es einfach gerne gelesen, hatte Spaß dabei, auch wenn mich kleine Stellen aufgeregt haben, meistens die Hauptcharaktere und ihre Unfähigkeit miteinander zu kommunizieren.

  • Cover
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Veröffentlicht am 22.01.2021

Bewegend mit kleinen Schwächen

Bad At Love
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Cover

Also machen wir uns hier mal nichts vor: Der Lyxverlag haut in letzter Zeit echt schöne Cover raus, so dass es fast schon schade ist, wenn man sie nur als E-Book oder Hörbuch hat. Die machen sich ...

Cover

Also machen wir uns hier mal nichts vor: Der Lyxverlag haut in letzter Zeit echt schöne Cover raus, so dass es fast schon schade ist, wenn man sie nur als E-Book oder Hörbuch hat. Die machen sich einfach gut im Regal. Dabei wird man zwar immer unkreativer und in einer Reihe wird das selbe Ding einfach immer wieder umgefäbrt aaaaber das ist ein Thema für einen anderen Zeitpunkt. Vom Buch geben sie auch nicht viel preis, was ich aber nicht schlimm finde. Ist schön und dezent, I like it.


Eine kleine Anmerkung vorab: Dieses Mal hat der Lyx.audio Verlag gelernt und eine Triggerwarnung an den Anfang des Buches gesetzt – das hat mich echt gefreut. In dieser Rezension sollte tendenziell aber kein triggernder Inhalt vorkommen. Wenn ihr euch unsicher seid, müsst ihr auch diesen Abschnitt nicht lesen. Auch wenn der mal wieder echt lang geworden ist haha :D


Handlung

Die Handlung startet meiner Meinung relativ langsam und ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich in dem Buch so richtig eingefunden habe, da die Szenen (auch im späteren Verlauf) sehr abrupt gewechselt sind.
Wir erfahren gleich am Anfang was mit Azaleé passiert ist, also ihr "großes Geheimnis" / ihr Trauma. Im Laufe der Geschichte kommt zwar immer mehr dazu wobei ich überrascht die Augen aufreißen musste aber generell mag ich es, wenn man direkt weiß was Sache ist und es kein ewiges Gegrübel und kyptische Aussagen gibt. Aber das wisst ihr ja wahrscheinlich bereits.


Im Klappentext steht es ja schon, sie lernt ihren heißen Nachbarn kennen und natürlich verlieben die zwei sich ineinander. Ich fand es echt schön wie die zwei sich näher gekommen sind, dass sie sich necken aber gleichzeitig auch über ihre Gefühle reden, auch wenn es beiden schwer fällt. Wobei bei Eden eher weniger. Dennoch war es angenehm zu lesen, wie er ihr Zeit gelassen und sie nicht allzu sehr bedrängt hat, damit sie ihm endlich Details aus ihrer Vergangenheit offenbart. Sie haben auch gemeinsam einiges unternommen und es ging selten nur um die sexuelle Anziehung zueinander. Ein weiterer Pluspunkt, besonders, weil die zwei auch viel gemein hatten.
DENNOCH hätten die zwei auch einfach sehr gute Freunde werden können, die Liebesgeschichte war nicht unbedingt notwendig, ich fand sie aber ganz süß.


Er hat einige gute Punkte gemacht z.B. dass zu einer Beziehung keine Geheimnisse gehören und man deshalb auch gar nicht mit solchen reinstarten sollte, sondern vorher Kommunizieren sollte. Finde ich generell, wie gesagt gut, aber es gibt einfach einige schwierige Themen in den Leben der meisten Menschen, dass man schon eine gewisse Zeit und auch eine gute Basis an Vertrauen braucht ehe man sich öffnen kann. Hier wurde Azalée auch Zeit gegeben und nichts überstürtzt.


Außerdem kommt dann auch noch Azalées ehemalige Freundesgruppe aus der Highschool so wie ein paar Freunde von Eden dazu. Was mich ein bisschen gestört hat war, dass sie die meiste Zeit in einer Bar rumhingen, in der Azalée auch gearbeitet hat, und sonst nicht viel gemacht haben. Es gab ab und zu ein paar Ausbrüche aus der Szenerie aber ich hätte mir da einfach ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht, damit es sich teilweise nicht so unnötig in die Länge zieht. Am Ende ist das aber besser geworden und da bin ich ihnen allen gegenüber auch aufgetaut.


Jedenfalls dreht sich dann alles um das Geheimnis unserer Protagonistin und die Umsetzung dessen hat auf mich sehr glaubwürdig gewirkt. Der ganze Prozess vom Erzählen, selbst damit auseinander setzen und der ganze Ablauf danach waren ordentlich und gefühlvoll erzählt. Ich werde hier außer Spoilergründen nicht zu sehr ins Detail gehen, muss aber sagen, dass ich eine Aussage von Eden ganz, ganz schrecklich fande, nämlich als Azalée in einem Punkt der Geschichte völlig fertig war und er nur so meinte "Joa, Gott wollte das so. Der wählt die Stärksten aus und das war ein Test für dich." HOW COULD YOU. Das hat, und macht mich auch jetzt noch, einfach so so sauer.


Alles war sehr emotional beschrieben, dennoch muss ich sagen, dass die Autorin zu viel wollte und dass dem Buch einen großen Abbruch getan hat. Sie hat so viele Themen eingebaut, dass man sich mit den wenigsten lang und tief auseinander setzen konnte. Das hätte einfach alles mehr Zeit gebraucht und ich bin mir auch sicher, dass Moncomble auch die anderen Problematiken gut umgsetzt hätte, nur nicht in diesem Buch.


Das Ende war sehr rasch aber glaubhaft. Es ging soweit, dass ich, obwohl ich einen Freund besucht habe, dann erstmal mein Hörbuch zu Ende gehört habe, nachdem ich ihm erzählt habe, was gerade passiert ist. Wie das generell alles gehandelt wurde war plausibel und ich habe nichts daran auszusetzen, das wurde einfach ordentlich geschrieben.


Die Einschübe von dem Poadcast haben mich am Anfang gestört, da sie mich beim Hören mehrfach rausgeworfen habe und es teilweise mehr zu sagen gab, am Ende fand ich sie dann aber immer besser und generell mag ich den ganzen großen Feminismus Part in dem Buch. (Auch wenn viele Einstiege in das Thema lachhaft gestellt waren.)



Ein Spoiler: Es hat mich wahnsinnig gestört, wie wenig sich mit Edens Epilepsie auseinander gesetezt wurde. Das war einfach immer eine Randnotiz und wurde nicht weiter beachtet. Ich selber kenne mich durch mein Privatleben ziemlich gut damit aus und weiß, was das mit einem Menschen machen kann. Das hätte wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient :(


Schreibstil


Der Schreibstil von Moncomble hat mir sehr gut gefallen, da er locker und flüssig war mit einem kleinen Touch poetisch. Eine gute Kombination für diese Art von Buch. Emotionen, gerade Trauer und Verzweilfung, bringt sie wirklich sehr gut rüber, so dass ich oft mal etwas geschnieft habe.
Die Sichtwechsel mitten im Kapitel haben mir nicht gefallen, ich muss aber sagen, dass sie besser umgesetzt wurden als zum Beispiel bei Wir Sind Das Feuer. Einzig und allein Eden habe ich ihr nicht so wirklich abgenommen.


Charaktere


Azalée ist eine starke Frau. Anders kann man es nicht sagen. Sie hat so viel durchgemacht, sie hat gekämpft, für sich, ihre Gesundheit, aber auch für ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie war eine der glaubhaftesten Charaktere die ich bisher, besonders im New Adult Bereich, miterleben durfte.
Sie ist schlagfertig, tough aber auch verletzlich. Ich mag es, wie sie sich mit ihren Problemen auseinander setzt, dass sie sie sich nicht verleugnet, sondern anerkennt. Ihr Charakter wirkt nicht so, als wäre er nur für die Liebesgeschichte gemacht, da sie auch Hobbys und einige Interessen hat, die sie verfolgt. Stattdessen fühlt sie sich echt an und ich wäre gerne mit ihr befreundet und würde sie einfach mal in den Arm nehmen wolle, das hat sie verdient.



Eden wirkte auf mich leider etwas blass. Ich finde er passt gut zu Eden, sei es jetzt als Partner in einer romatischen Beziehung oder als bester Freund. Und er hatte zwar eigene Interessen und auch eigene Probleme, allerdings wurde sich mit denen und seiner Gefühlswelt meiner Meinung nach nicht gut und besonders nicht lang genug auseinander gesetzt.
Tiefe konnte ich nicht finden, oberflächlich mochte ich ihn aber schon. Er sollte sich nur echt mal mit seinem Aggressionsproblem auseinander setzen das ist a) gefährlich und b) wahnsinnig unattraktiv. Und wieso hat er einfach eine halbautomatische Waffe daheim herumliegen? Das hat mich wahnsinnig gestört und auch einige Kommentare die er von sich gegeben hat haben bei mir ein lautes Luftausstoßen bewirkt.


Sprecher


Beide waren mir, so wie irgendwie immer, zu langsam, so dass ich auf 1,5 Speed gehört habe. Wobei ich sagen muss, dass mir die weibliche Sprecherin von beiden am meisten gefallen hat, da es bei ihr nicht so langsam war und sie mir die Emotionen von Azalée wirklich gut vermitteln konnte. Man spürt, wie sie sich da reingehangen hat und ich habe ihr alles abgekauft.


Beim männlichen Sprecher hatte ich große Probleme, da meiner Meinung nach seine Stimme einfach nicht zu Eden passte und seine Betonung völlig wild war. Auch der Wechsel zwischen wörtlicher Rede und Gedanken war schwer nach zu vollziehen und die Imitation anderer Charakter ist scheinbar nicht wirklich seine Stärle. Aber der größte Punkt ist wirklich die Betonung. Was war da los?


Fazit

Bad At Love konnte mich in vielen Punkten begeistern. In Azalée habe ich eine meiner liebsten weiblichen Protagonisten gefunden. Dennoch wollte Moncomble einfach zu viel aufeinmal und hätte sich mehr Zeit lassen sollen oder einige Problematiken ganz streichen können, da sie sie nicht richtig behandeln konnte. Das Buch war trotzdem emotional und bewegend, einige Kommentare teilweise aber völlig unangebracht. Das Hauptthema wurde sehr gut ausgearbeitet, darüber habe ich mich persönlich sehr gefreut und auch Feminismus kam nicht zu kurz. Ich würde es weiterempfehlen, von mir gibt es 3,5 Sterne.

Anmerkung

Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Verlag erhalten habe. Diese gratis Leistung hat nicht meine Meinung beeinflusst und ich habe auch kein Geld erhalten.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere