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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2025

tolles Debüt

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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Meine Meinung
Beim Lesen von "Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" hat mich vor allem die Idee rund um ein England ohne industrielle Revolution, in dem Kelten, Sachsen und Pikten mit alten ...

Meine Meinung
Beim Lesen von "Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" hat mich vor allem die Idee rund um ein England ohne industrielle Revolution, in dem Kelten, Sachsen und Pikten mit alten Religionen und Göttern leben und Politik von Spannungen und Misstrauen geprägt ist, fasziniert. Der Mord an einem Diplomaten bringt die fragile Ordnung ins Wanken und die Ermittler Aedith und Drustan müssen trotz ihrer Gegensätze zusammenarbeiten. Ich fand das Zusammenspiel der beiden lebendig und glaubwürdig, ihre Unterschiede machen meiner Meinunng nach den Reiz aus.

Das Setting ist ungewöhnlich und detailliert, manchmal fast zu dicht, sodass der Einstieg schwerfällt. Man braucht Geduld und Konzentration, bis man sich in den vielen Begriffen und kulturellen Eigenheiten zurechtfindet. Wenn man aber drin ist, entfaltet die Geschichte eine besondere Spannung, die aus Krimi, politischer Intrige und alternativer Historie besteht.

Etwas schwächer fand ich, dass sich die Handlung in der Mitte etwas zieht und dass das Finale weniger kraftvoll wirkt als der lange Aufbau vermuten lässt. Trotzdem hat mich das Buch beschäftigt und wirklich gut unterhalten können. Für mich ist es ein tolles und gelungenes Debüt.



Über den Autor

James Alistair Henry arbeitete als Buchhändler und ist ein bekannter und vielfach ausgezeichneter Drehbuchautor und Redakteur, u.a. für die Kult-Serien SMACK THE PONY, GREEN WING, CAMPUS sowie für die erfolgreichen Kinderserien BOB DER BAUMEISTER, HEY DUGGEE und SHAUN, DAS SCHAF. Seine Sketchshow WOSSON CORNWALL wurde zur BBC RADIO COMEDY OF THE WEEK gewählt. James lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Cornwall.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.08.2025

Eine ruhige Reise durch Familie und Gefühle

Katzen, die wir auf unserem Weg trafen
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Meine Meinung

Ich habe das Buch als eine ruhige und gefühlvolle Geschichte erlebt. Aisha erfährt, dass ein Meteorit die Erde zerstören wird. Statt Spannung gibt es viel über Familie, Beziehungen und verlorene ...

Meine Meinung

Ich habe das Buch als eine ruhige und gefühlvolle Geschichte erlebt. Aisha erfährt, dass ein Meteorit die Erde zerstören wird. Statt Spannung gibt es viel über Familie, Beziehungen und verlorene Nähe zu lesen. Sie reist mit ihrer Mutter durch Malaysia, um ihre entfremdete Schwester zu finden und alte Wunden zu heilen.

Der Titel hat mich zunächst verwirrt, weil es kaum Katzen gibt. Doch er passt gut, weil die Begegnungen im Buch Spuren hinterlassen, auch wenn sie leise sind. Die Kapitel sind kurz und oft wechseln die Zeiten, aber das hat für mich gut funktioniert. Es geht weniger um Handlung als um Gefühle.

Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen Aisha und ihrer Mutter. Die unausgesprochenen Konflikte wirken echt und die wenigen Momente von Nähe sind intensiv. Das Ende ist offen, aber das hat für mich gut zur Geschichte gepasst.

Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen. Es ist kein actionreicher Roman, sondern eine stille Geschichte über Familie, Verlust und Nähe. Wer sich darauf einlässt, wird eine Geschichte finden, die nachklingt.

Die Covergestaltung finde ich super!


Über Nate Ng

Nate Ng lebt in Kuching, Malaysia, und arbeitet freiberuflich als Illustratorin. Bei ihren Zeichnungen für ›Katzen, die wir auf unserem Weg trafen‹ hat sie sich von Dato' Mohammad Nor bin Mohammad Khalid, besser bekannt als Lat, inspirieren lassen, weil er die malaysische Landschaft in einem ausgeprägt nostalgischen Stil darstellt. Nate Ngs Hobbys sind Frisieren, Hunde trainieren und Horrorserien schauen, und sie würde gern mal eine Horrorgeschichte über Hundetraining und Friseure illustrieren.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Toller Schreibstil, leise intensive Story!

Der letzte Tag des vorigen Lebens
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Meine Meinung

Ich habe "Der letzte Tag des vorigen Lebens" mit großer Aufmerksamkeit gelesen und gebe dem Buch klar fünf von fünf Sternen. Es ist ein stiller, konzentrierter Roman, der ohne laute Effekte ...

Meine Meinung

Ich habe "Der letzte Tag des vorigen Lebens" mit großer Aufmerksamkeit gelesen und gebe dem Buch klar fünf von fünf Sternen. Es ist ein stiller, konzentrierter Roman, der ohne laute Effekte auskommt und gerade dadurch eine enorme Spannung entfaltet. Die Erzählerin, eine Maklerin, betrachtet Häuser nicht bloß als Objekte, sondern als Speicher vergangener Leben. Als sie auf eine Geschichte stößt, die sie nicht mehr loslässt, kippt ihre professionelle Distanz langsam in eine gefährliche Nähe.

Was mich beeindruckt hat, ist die Sprache. Die Sätze sind präzise, unaufdringlich und doch voller Nachhall. Vieles geschieht zwischen den Zeilen, und gerade das macht den Text so dicht. Es ist keine klassische Geistergeschichte, und doch liegt eine unterschwellige Unruhe über allem. Die Figuren sind komplex und fehlerhaft, ohne jemals konstruiert zu wirken. Der Roman stellt Fragen nach Verantwortung, Erinnerung und Selbsttäuschung, ohne sie je platt zu beantworten.

Ein leises, kluges Werk, das seinen vollen Sinn erst entfaltet, wenn man ihm Zeit zum Nachklingen gibt.


Klappentext

Sie ist eine Immobilienmaklerin mittleren Alters, Tochter eines Friseurs, seit zwei Jahren verheiratet mit einem älteren Mann, zu dem sie sich nicht mehr hingezogen fühlt. Sie übt ihren Beruf mit Leidenschaft aus. Mit einer solchen Hingabe, dass es für sie eine Kunst, eine Art Poesie ist, für jedes Haus den perfekten Besitzer zu finden. Sie ist stolz darauf, Häuser zu ertasten und ihre Vergangenheit zu erspüren. Eines Tages, als sie eine leer stehende Villa für die Besichtigung vorbereitet, stößt sie auf einen achtjährigen Jungen in einer braunen Schuluniform, der nicht blinzelt. Er scheint aus einer anderen Zeit zu kommen, gefangen an diesem Ort wie ein Insekt in einem Glas. Das Kind erwartet etwas von ihr, das spürt sie. Nach und nach entwickelt sich zwischen ihnen eine verstörende Abhängigkeit, die das Leben der Frau für immer verändern wird.


Über den Autor

Andrés Barba, 1975 in Madrid geboren, ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Spaniens. Sein Werk ist mehrfach preisgekrönt: Für den Roman »Die leuchtende Republik« erhielt er den renommierten Premio Herralde de Novela. »Der letzte Tag des vorigen Lebens« wurde mit dem Premio Finestres de Narrativa ausgezeichnet. Andrés Barba hat Autoren wie Herman Melville, Henry James, Joseph Conrad und Thomas De Quincey übersetzt. Er lebt in Argentinien.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Verwirrende Zwischentöne

Die Probe
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Meine Meinung
Die Probe von Katie Kitamura hat mich zwiespältig zurückgelassen. Die Ausgangssituation ist faszinierend. Eine Schauspielerin trifft in Manhattan auf einen jungen Mann, der behauptet, ihr ...

Meine Meinung
Die Probe von Katie Kitamura hat mich zwiespältig zurückgelassen. Die Ausgangssituation ist faszinierend. Eine Schauspielerin trifft in Manhattan auf einen jungen Mann, der behauptet, ihr Sohn zu sein, obwohl sie nie Kinder hatte. Diese Begegnung wirft ihr Leben aus der Bahn und bringt auch ihre Beziehung zu ihrem Mann ins Wanken.

Kitamura schreibt sehr zurückhaltend und konzentriert sich auf Zwischentöne, Blicke und unausgesprochene Gedanken. Das erzeugt eine subtile Spannung, die stellenweise wirklich fesselnd ist. Gleichzeitig bleibt vieles bewusst vage, was mich manchmal eher frustriert als neugierig gemacht hat. Ich hatte öfter das Gefühl, dass sich die Geschichte im Kreis dreht und sich nicht richtig auflöst.

Für mich ist "Die Probe" kein schlechtes Buch, aber auch keines, das mich restlos überzeugen konnte. Wer psychologische Feinheiten mag und bereit ist, viel zwischen den Zeilen zu lesen, findet hier sicherlich interessante Ansätze. Mir persönlich hat aber etwas mehr Klarheit und Entwicklung gefehlt.



Klappentext

Zwei Menschen treffen sich zum Mittagessen in einem Restaurant in Manhattan. Sie ist eine gefeierte Schauspielerin, die für eine bevorstehende Premiere probt. Er ist attraktiv und beunruhigend jung. Was die Schauspielerin anfangs für den Annäherungsversuch eines Fans hält, nimmt bald eine erstaunliche Wendung: Xavier behauptet nämlich, er sei ihr Sohn – dabei hat sie nie Kinder bekommen. Als im selben Moment auch noch ihr Mann Tomas, ein erfolgloser Schriftsteller, im Restaurant auftaucht, wird ihr klar, dass Xavier ihr Leben aus den Angeln heben kann.


Über die Autorin

Katie Kitamura, 1979 in Kalifornien geboren, ist eine amerikanische Schriftstellerin, Journalistin und Literaturkritikerin. Sie schreibt für zahlreiche Zeitungen, darunter The New York Times, Wired und The Guardian. Katie Kitamura lebt in New York. Bei Hanser erschienen ihre Romane »Trennung« (2017) und »Intimitäten« (2022).

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wenn das Ende einer Liebe alles verschlingt

Die Rosenschlacht
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Meine Meinung

Ich habe "Die Rosenschlacht" als eine bitterböse Komödie gelesen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Was als Trennung beginnt, steigert sich schnell zu einem unerbitterlichen ...

Meine Meinung

Ich habe "Die Rosenschlacht" als eine bitterböse Komödie gelesen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Was als Trennung beginnt, steigert sich schnell zu einem unerbitterlichen Kampf um Haus, Besitz und verletzten Stolz. Gerade dieses ständige Überbieten an Bosheiten nimmt ein erschreckendes Ausmaß an und macht den Roman so beklemmend wie faszinierend.

Mich hat besonders beeindruckt, wie Adler das gemeinsame Zuhause zum Schlachtfeld macht und wie die Dialoge sitzen wie Nadelstiche. Oft musste ich lachen, während mir gleichzeitig klar wurde, wie zerstörerisch dieser Krieg in Wahrheit ist. Manche Szenen sind bewusst überzeichnet, doch genau das hält die Spannung hoch. Ich war als Leser gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wer am Ende aufgibt und wie dieses gnadenlose Duell ausgeht.

Am stärksten bleibt für mich der Eindruck, dass hier nicht nur eine Ehe zerfällt, sondern ein ganzes Lebensmodell infrage gestellt wird. Das macht das Buch für mich zeitlos und absolut lesenswert.

Für alle die sowas wie "Gott des Gemetzels" mochten.


Klappentext

Jonathan und Barbara Rose sind das perfekte Paar. Sie leben in einem wunderschönen Haus voller wertvoller Antiquitäten, haben zwei wohlgeratene Kinder und in der Garage einen teuren Ferrari. Was wünscht man sich mehr? Doch als Jonathan plötzlich einen Herzinfarkt erleidet (oder zumindest glaubt, er habe einen), wird Barbara klar, dass sie mehr vom Leben möchte - ohne ihn. Es gibt nur ein Problem: Beide wollen das Haus. Und nun beginnt ein Krieg, in dessen Verlauf alles zerstört wird, was ihnen kurz zuvor noch ach so wichtig gewesen ist ...


Über den Autor

Warren Adler ist der Autor vieler erfolgreicher Romane und Kurzgeschichten, von denen mehr als ein Dutzend für die große Leinwand und das Fernsehen adaptiert wurden. DER ROSENKRIEG ist sein bekanntestes Werk, das 1989 mit Kathleen Turner, Michael Douglas und Danny DeVito verfilmt und für drei GOLDEN GLOBES (darunter für die beste Komödie) und den BAFTA-Award nominiert wurde.

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