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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein etwas anderer Krimi - Kriminalpoesie

41'285 km² Verbrechen
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Meine Meinung

„41 285 km² Verbrechen“ ist kein gewöhnlicher Krimi. Statt einer durchgehenden Geschichte bekommt man viele sehr kurze Texte die oft nur ein paar Zeilen lang sind. Jeder erzählt eine kleine ...

Meine Meinung

„41 285 km² Verbrechen“ ist kein gewöhnlicher Krimi. Statt einer durchgehenden Geschichte bekommt man viele sehr kurze Texte die oft nur ein paar Zeilen lang sind. Jeder erzählt eine kleine Szene ein Verdacht ein Verbrechen ein seltsamer Moment. Manchmal versteht man sofort worum es geht manchmal bleibt vieles offen.

Am Anfang war ich unsicher was ich damit anfangen soll. Doch nach und nach hat mich die ungewöhnliche Form überzeugt. Die Texte sind knapp aber oft sehr treffend. Sie regen zum Nachdenken an und bleiben im Kopf. Manche sind witzig andere eher düster oder rätselhaft.

Das Buch lässt sich gut Stück für Stück lesen. Es ist nichts für Leute die eine durchgehende Handlung oder klassische Spannung erwarten. Aber wenn man Lust auf etwas anderes hat ist es eine spannende Sammlung die auf ihre eigene Weise fesselt. Für mich war es ein überraschendes und originelles Leseerlebnis.


Klappentext

Ob in den eigenen vier Wänden, am Arbeitsplatz, bei einem Spaziergang im Wald oder in den Weiten des Internets – Verbrechen geschehen überall und zu jeder Zeit. Kommissär Müller und Detektivwachtmeisterin Gülay Sermeter von der Basler Kriminalpolizei und Bucher Manfred von der Polizei Zürich haben sich dem Kampf gegen die Gesetzlosigkeit verschrieben und berichten in poetischer Form von Hunderten Kriminalfällen aus allen Ecken der Schweiz. Kurzkrimis einmal völlig anders!


Über den Autor

Raphael Zehnder wurde 1963 in Baden AG geboren und verdiente sein Geld als Schallplattenverkäufer, Nachtwächter und Musikjournalist, bevor er in französischer Sprach- und Literaturwissenschaft promovierte. Er arbeitet als Redaktor beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. 2015 wurde er mit dem »Zürcher Krimipreis« ausgezeichnet. www.raphaelzehnder.ch

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Rückkehr und Neubeginn

Ein Morgen mit dir
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Meine Meinung und Inhalt

Ich habe "Ein Morgen mit dir" gelesen und es ist für mich ein ruhiger, gefühlvoller Roman. Die Geschichte begleitet die Protagonistin Saskia, die ihre Karriere in Hamburg unterbricht, ...

Meine Meinung und Inhalt

Ich habe "Ein Morgen mit dir" gelesen und es ist für mich ein ruhiger, gefühlvoller Roman. Die Geschichte begleitet die Protagonistin Saskia, die ihre Karriere in Hamburg unterbricht, um sich um ihren demenzkranken Vater zu kümmern. Dabei wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und beginnt, ihr Leben neu zu hinterfragen. Eine Frage, wie ich fine, die man sich vielleicht selbst auch mal stellt / gestellt hat und oder stellen sollte ?!

Der Schreibstil ist leicht und angenehm. Die Szenen im Dorf sind stimmungsvoll beschrieben. Die Atmosphäre wirkt warm und glaubwürdig. Man merkt, dass das Buch Trost und Vertrautheit vermitteln will.Trotzdem bleibt die Hauptfigur oft distanziert. Ihre Entwicklung wirkt zurückhaltend. Vieles läuft in klaren Bahnen. Überraschungen gibt es kaum bis wenig. Einige Figuren sind sympathisch, aber vorhersehbar gezeichnet.

Das Buch eignet sich gut für ruhige Lesestunden. Wer Tiefe und Komplexität sucht, wird hier eher nicht fündig. Für ein paar Stunden Auszeit funktioniert es. Nicht mehr, nicht weniger.


Klappentext

Was ist »zu Hause«? Der Ort, an dem wir jetzt leben? Oder der Ort, an dem wir als Kind aufgewachsen sind? Das fragt sich Saskia, während sie unfreiwillig sechs Wochen in ihrem Heimatstädtchen verbringt, weil sie sich um ihren kranken Vater kümmern muss. Was als Notfalleinsatz geplant war, entwickelt sich jedoch zu einer Erfahrung, die Saskias gesamtes bisheriges Leben umkrempelt und sie schließlich vor eine große Entscheidung stellt: gehen oder bleiben? Eine Frage, die sich nicht nur mit dem Kopf beantworten lässt, sondern vor allem: mit dem Herzen.


Über die Autorinnen

Schwerstern-Power: Anne Hertz ist das Pseudonym des Autorenduos Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz. Frauke und Wiebke sind Schwestern, die beide in Düsseldorf geboren wurden. Frauke wurde 1969 geboren, Wiebke erblickte das Licht der Welt 3 Jahre später. Bevor beide Schwestern als Journalisten arbeiteten, studierte Frauke Jura und ist promovierte Juristin, während Wiebke Anglistik studierte. Seit 2002 arbeiten sie zusammen als Autorinnen. Sie widmeten sich Liebesromanen und sind aus diesem Genre mittlerweile garnicht mehr wegzudenken. Beide leben heute gemeinsam in einem Haus in Hamburg.


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Veröffentlicht am 21.07.2025

Ein Reality-Format mit Abgrund

Die Festung
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Meine Meinung und Inhalt

„Die Festung“ von L. D. Smithson war für mich kein typischer Thriller. Statt schneller Action und bekannten Spannungselementen bietet das Buch eine Mischung aus Kritik an Reality-TV, ...

Meine Meinung und Inhalt

„Die Festung“ von L. D. Smithson war für mich kein typischer Thriller. Statt schneller Action und bekannten Spannungselementen bietet das Buch eine Mischung aus Kritik an Reality-TV, familiären Problemen und psychologischer Tiefe. Man könnte es auch Beschreibung als eine Mischung aus Reality-Show, Escape Room und Thriller.

Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Bonnie und Clara. Sie kämpfen mit dem Verlust ihrer Mutter und ungelösten Konflikten. Bonnie nimmt unter Claras Namen an einer TV-Show teil, die sich bald als mehr als nur ein Spiel herausstellt. Diese Idee wirkt am Anfang etwas konstruiert, wird aber durch die inneren Gedanken der Figuren und ihre echten Gefühle glaubwürdig.

Das Buch schafft eine beklemmende Atmosphäre. Die Spannung entsteht durch die wachsenden Konflikte in der „Festung“. Die Figuren sind nicht alle sehr detailliert, aber genug, damit sie nicht wie einfache Klischees wirken. Besonders Bonnie entwickelt sich nachvollziehbar, ohne dass sie wie eine übertriebene "Heldin" dargestellt erscheint. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und enthält Abschnitte, die wie Podcast-Transkripte wirken. Das macht den Stil modern und interessant.

Die Festung überzeugt durch eine dichte, beklemmende Atmosphäre und psychologische Tiefe. Die ungewöhnliche Erzählweise und medienkritische Themen verleihen dem Thriller Frische. Kleine Schwächen trüben den Gesamteindruck kaum.


Klappentext

Bonnie kommt auf einer abgelegenen Festung vor der Küste Englands an, um an einer mysteriösen Reality-TV-Show teilzunehmen. Im Wettbewerb mit sieben Fremden muss sie eine Reihe von Rätseln lösen, um das Preisgeld zu gewinnen. Die Spannung zwischen den Kandidaten steigt. Wer wird am Ende mit Ruhm und Reichtum die Festung verlassen? Zugleich wird Bonnie das schleichende Gefühl nicht los, dass sie und ihre Mitspieler nicht allein in der Festung sind. Dann wird der erste Teilnehmer tot aufgefunden, und Bonnie beginnt eine dunkle Wahrheit zu verstehen: Es gibt einen Mörder in der Festung, und jeder könnte der Nächste sein. Wenn Bonnie entkommen will, muss sie gewinnen...


Über den Autorin

L. D. Smithson lebt in Yorkshire, studierte Psychologie und greift beim Schreiben auf Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der Polizei zurück. Unter dem Klarnamen L. Deakin sind die Thriller der Augusta-Bloom-Reihe erschienen.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Schmerzhaft ehrlich

Auē
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Meine Meinung und Inhalt

"Aue" konnte mich wirklich "treffen".Von der ersten Seite an war klar, dass es keine einfache Geschichte sein wird.

Es geht um zwei Brüder, um Gewalt, um Verlust, um das, was ...

Meine Meinung und Inhalt

"Aue" konnte mich wirklich "treffen".Von der ersten Seite an war klar, dass es keine einfache Geschichte sein wird.

Es geht um zwei Brüder, um Gewalt, um Verlust, um das, was Familien kaputt macht und was manchmal noch irgendwie zusammenhält.

Was mich wirklich gepackt hat, ist, wie roh und ehrlich alles erzählt wird. Da wird nichts beschönigt, nichts glattgebügelt. Die Figuren reden nicht viel, aber genau das hat es trotzdem "laut" und authentisch gemacht. Ich mochte auch, dass das Buch sich Zeit nimmt. Man bekommt nicht sofort alle Antworten.

Ich finde das Buch hat eine sehr klare, teilweise poetische Sprache welche mich sehr beeindruckt hat.

Das Buch erzählt aus einer Welt, die ich vorher kaum gekannt hab. Māori-Kultur, die ländliche Realität in Neuseeland, Gangstrukturen, Trauma über Generationen hinweg.

Natürlich ist das Buch schwer. Es gibt viele Szenen, die wehtun, weil sie so real wirken. Aber es gibt eben auch diese kleinen, leisen Momente, die zeigen, dass nicht alles verloren ist.

Für mich war "Aue" kein Wohlfühlbuch, sondern eins, das mich schon auch danach noch beschäftigt hat.


Klappentext

Neuseeland, heute. Nach dem Verschwinden seiner Eltern lässt der junge Maori Taukiri seinen achtjährigen Bruder Ari zurück, flieht mit seinem Surfbrett und seiner Gitarre auf die Nordinsel, um dort dem Strudel aus Verzweiflung und Schuld zu entkommen, in den er hineingeboren wurde. Doch auē ertönt im Geräusch des Meeres, das er liebt und zugleich hasst, in der Musik, die er der Gitarre entlockt, die seinem Vater gehörte, in der Gewalt, die seine Familie verfolgt, bestimmt die Scham darüber, dass er seinen Bruder alleine gelassen hat.
Aber sein Bruder Ari ist stärker, als es den Anschein hat, und er hat eine Freundin, und seine Freundin hat einen Hund, und diese drei zusammen sind vielleicht stark genug, um den Strudel aus Verzweiflung und Schuld umzukehren.

Über die Autorin

Becky Manawatu wurde 1982 in Nelson, Neuseeland, geboren und wuchs in Waimangaroa an der Westküste der Südinsel auf. Mit 18 zog sie aus, um ihren Mann, den Profi-Rugby-Spieler und -Trainer Tim Manawatu, nach Italien und Frankfurt zu begleiten, wo das Grundgerüst zu Auē entstand. Das Paar kehrte 2016 nach Nelson zurück, inzwischen lebt die Familie wieder in Waimangaroa, wo Becky Manawatu als Reporterin bei den ›Westport News‹ arbeitet, der kleinsten unabhängigen Tageszeitung Neuseelands.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

122 Überlebende, 1 Mörder, 107 Stunden bis zum Ende der Welt

Der letzte Mord am Ende der Welt
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M​​​​eine Meinung und Inhalt

"Der letzte Mord am Ende der Welt" hat mich sofort in den Bann ziehen können. Die Vorstellung, auf einer Insel eingeschlossen zu sein, der Nebel tödlich, und dann passiert ...

M​​​​eine Meinung und Inhalt

"Der letzte Mord am Ende der Welt" hat mich sofort in den Bann ziehen können. Die Vorstellung, auf einer Insel eingeschlossen zu sein, der Nebel tödlich, und dann passiert auch noch ein Mord war von Anfang an spannend. Es geht nicht nur um die Frage, wer der Täter ist, sondern auch darum, wem man überhaupt noch trauen kann.

Die Stimmung ist beklemmend, aber genau das macht es so fesselnd. Ich mochte die Hauptfigur Emory sehr. Einige Wendungen kamen unerwartet, andere haben sich langsam aufgebaut. Es wurde nicht langweilig. Nicht jede Figur bleibt einem lange im Gedächtnis, aber die Geschichte selbst dafür umso mehr. Gerade weil nicht alles aufgelöst wird, wirkt das Ende realistisch und hat bei mir einiges an Gedanken ausgelöst.

Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton war für mich ein spannender, ungewöhnlicher Krimi mit starker Atmosphäre. Weniger laut, dafür umso eindringlicher.


Klappentext

Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel. Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel.

Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren dank eines komplizierten Abwehrsystems letzte Überlebende. Wissenschaftler sorgen für ein friedliches Leben, sie überwachen die Landwirtschaft, die nächtliche Sperrstunde und sogar die Gedanken der Dorfbewohner. Die wiederum stellen keine Fragen – bis eine der Wissenschaftlerinnen eines Morgens ermordet aufgefunden wird. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Das Problem: Niemand erinnert sich daran, was in der vergangenen Nacht geschehen ist.


Über den Autor

Der überwältigende Publikumserfolg: Stuart Turton ist ein britischer Schriftsteller und Reisejournalist. Sein Debüt als Autor gab er mit seinem Werk „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ und landete damit einen überwältigenden Publikumserfolg.

Hierfür wurde er sogar mit dem Costa First Novel Award ausgezeichnet. Durch Übersetzungen in über 25 Sprachen machte sich der Autor auch einen internationalen Namen. Heute lebt er zusammen mit seiner Familie in London.


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