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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Kampf um Leben und Tod

Fable for the End of the World
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Meine Meinung

Eine Geschichte über zwei Menschen, die in einer zerstörten Welt etwas finden, das sie eigentlich längst verloren glaubten. Die Grundidee wirkt sofort. Die Kulisse ist von der Autorin ganz ...

Meine Meinung

Eine Geschichte über zwei Menschen, die in einer zerstörten Welt etwas finden, das sie eigentlich längst verloren glaubten. Die Grundidee wirkt sofort. Die Kulisse ist von der Autorin ganz toll beschrieben und ich konnte mir die Handlung zu jeder Zeit toll vorstellen.

Melinoe hat mich besonders fasziniert. Sie wirkt zuerst wie eine perfekte Waffe, kalt und unnahbar, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher spürt man die Risse in ihrer Fassade. Inesa dagegen kämpft aus purer Verzweiflung und entwickelt dabei eine Stärke, die ich sofort bewundert habe. Beide Charaktere finde ich absolut stark dargestellt.

Was mir außerdem gefallen hat, ist die sehr direkte bildhafte Sprache.

Für mich ist Fable for the End of the World ein intensiver Fantasy-Roman, ein Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.


Klappentext

Die Erde ist verseucht, der Meeresspiegel steigt und ein Konzern regiert Inesas Heimat. Dieser hat auch den Lauf des Lamms etabliert: einen tödlichen Wettkampf, der live übertragen wird und bei dem schwer verschuldete Menschen als „Lämmer“ von ausgebildeten „Engeln“ gejagt werden. Als Inesas Mutter zu tief in die Schulden rutscht, muss ihre Tochter für sie beim Lauf antreten. Doch der Kampf um Leben und Tod bringt Inesa ihrem Engel Melinoë näher als geahnt ...


Über die Autorin

Ava Reed ist in Niedersachsen aufgewachsen. Nach dem Abitur hat es sie ins schöne Hessen gezogen, wo sie nicht nur studiert, sondern auch ihren Mann kennengelernt hat. Heute lebt sie mit ihm und ihrer gemeinsamen Tochter in der Nähe von Frankfurt am Main. Das Lesen war seit jeher Teil ihres Lebens und das Schreiben hat sie während ihres Geschichts- und Theologiestudiums für sich entdeckt. Seitdem kann sie nicht mehr damit aufhören, weshalb sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. (Quelle https://avareed.de/about/)

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Mental-Health-Programm mal anders

Happy Head
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Meine Meinung

Dieses Cover und dieser Klappentext - schnell war klar, dass ich das Buch von Josh Silver lesen muss und ich wurde nicht enttäuscht. Seb, der im Mittelpunkt steht, wirkt von Anfang an wie ...

Meine Meinung

Dieses Cover und dieser Klappentext - schnell war klar, dass ich das Buch von Josh Silver lesen muss und ich wurde nicht enttäuscht. Seb, der im Mittelpunkt steht, wirkt von Anfang an wie jemand, der ständig versucht, Erwartungen zu erfüllen, ohne genau zu wissen, was eigentlich von ihm verlangt wird. Seine Unsicherheit, sein Wunsch, endlich etwas richtig zu machen, und sein Bedürfnis nach Anerkennung ziehen sich durch das ganze Buch.Das Programm, in das er geschickt wird, wirkt zuerst wie eine Chance. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird, dass hier etwas nicht stimmt. Die Aufgaben werden härter, die Atmosphäre kälter, und die Regeln scheinen mehr dazu da zu sein, die Jugendlichen zu formen als ihnen zu helfen. Ich war regelrecht gefesselt von dem Buch.

Der Schreibstil ist direkt und sehr bildhaft und ich hoffe so sehr dass das Buch verfilmt wird!

Man ist als Leser:in immer nah an Sebs Gedanken und spürt seine Zweifel und seine Angst. Gleichzeitig bleibt die Handlung klar und verliert sich nicht in Nebenszenen. Die Spannung steigt stetig.

Für mich ist Happy Head ein Jugendthriller (und ebenso für Erwachsene natürlich), den ich absolut empfehle.


Klappentext

Als Seb ein Platz in einem experimentellen Mental-Health-Programm angeboten wird, das die nationale Krise der unglücklichen Teenager lösen soll, ist er entschlossen, diese Chance zu nutzen. Doch als er sich zu dem rätselhaften Finn hingezogen fühlt, beginnt Seb, die Herausforderungen, denen sie sich im Camp stellen müssen, zu hinterfragen. Gemeinsam versuchen sie, mehr über HappyHead herauszufinden und je mehr sie wissen, umso klarer wird, dass es vielleicht kein Entkommen gibt …

Über den Autor

Josh Silver wuchs auf einer Farm im Lake District auf, bevor er mit seiner Familie nach Manchester zog, wo er seine Teenagerjahre verbrachte und sich in die Stadt verliebte. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der renommierten Royal Academy of Dramatic Art in London und trat anschließend im West End und am Broadway auf. Seit er sich für einen Berufswechsel entschieden hat, arbeitet Josh als Krankenpfleger für psychische Gesundheit. Er lebt in Manchester.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Ein toller Begleiter mit wahren Worten

In der Komfortzone wächst nichts. Die schönsten Gärten blühen außerhalb.
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Meine Meinung

Das Buch wirkt wie ein ruhiger Begleiter, den ich persönlich nicht in einem Zug gelesen haben. Die 52 Sätze, die jeweils aus echten Therapiegesprächen stammen, sind klar formuliert und regen ...

Meine Meinung

Das Buch wirkt wie ein ruhiger Begleiter, den ich persönlich nicht in einem Zug gelesen haben. Die 52 Sätze, die jeweils aus echten Therapiegesprächen stammen, sind klar formuliert und regen zum Nachdenken an. Toll fand ich die Mischung aus kurzen Erklärungen, Beispielen und kleinen Übungen. Praktisch auch, dass nichts überladen ist, wie viele Ratgeber und dergleichen sind.

Man kann sich einfach den Satz nehmen, der gerade passt, und ihn wirken lassen. Manche Gedanken treffen sofort, andere brauchen etwas Zeit und mit anderen kann man vielleicht einfach weniger anfangen.


Veränderung braucht Zeit, und man darf sich diese Zeit auch nehmen.

Insgesamt ist es ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann. Auch schon als Geschenk.

Über die Autorin

PD Dr. Gitta Jacob ist Psych. Psychotherapeutin und Supervisorin für Verhaltenstherapie sowie Schematherapie und arbeitet als leitende Psychotherapeutin bei GAIA in Hamburg. Die Bücher der Spiegel-Bestsellerautorin wurden in Dutzende Sprachen übersetzt. gitta-jacob.de Seit Oktober 2025 veröffentlicht Gitta den Podcast »Im Psychotop«: psychotherapie.tools/psychotop-podcast.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 28.04.2026

starkes Romandebüt

Alles ganz schlimm
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Meine Meinung

Ich selbst habe meine 20iger "überlebt" und war natürlich total neugierig auf das Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen und das tolle auffallende Cover gesehen hatte.

Ich hatte im ...

Meine Meinung

Ich selbst habe meine 20iger "überlebt" und war natürlich total neugierig auf das Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen und das tolle auffallende Cover gesehen hatte.

Ich hatte im Roman oft das Gefühl, einer Person dabei zuzusehen, wie sie versucht, in ihrem eigenen Leben Halt zu finden. Sicherliche kennen viele von uns solche Phasen der "Unklarheit" / "Unsicherkeit". Diese Momente wo man "alles ganz schlimm findet" und nichts richtig gut läuft.

Die Protagonistin Susanne wirkt gleichzeitig stark und verletzlich. Sie kämpft mit alten Erfahrungen, Erwartungen von außen und mit einer Szene, die sehr schnell urteilt, aber selten wirklich zuhört.

Der Moment, in dem eine Freundin ihren Text übernimmt und als eigenen ausgibt, ist für mich der Kern des Romans. Beim Lesen schon allein hätte ich am liebsten wegschauen wollen. Dieser Verrat war so spürbar. Pustets Sprache ist klar und nah an Susannes Gedanken.

Für mich ist "Alles ganz schlimm" ein Roman über Verletzlichkeit, über Zugehörigkeit und darüber, wie schwer es sein kann, die eigene Geschichte zu behaupten.

Klappentext

Susanne hat ihre Zwanziger überlebt, sich ein Leben aufgebaut, eigentlich läuft alles ganz gut. Doch irgendwie schleichen sich immer wieder Konflikte in ihre Freundschaften und Romanzen, entstehen Brüche und Intrigen, wird ihr Umfeld immer mehr zu einem Spielfeld, dessen Regeln sie nicht versteht. Das Gefühl der Leere lässt Raum für Erinnerungen, und Susanne beginnt, über ein lang vergessenes Kapitel ihrer jungen Erwachsenenjahre zu schreiben: ihre Zeit als Prostituierte. Der Text entwickelt ungeahnte Durchschlagskraft, als eine Freundin ihn stiehlt und als ihren veröffentlicht – und sich damit nicht nur ihre Gedanken, sondern auch ihr Trauma aneignet. Es folgen Gerüchte, Statements, Shitstorms, die Susanne schließlich zum Abbruch des Lebens bringen, das ihre innere Unruhe in Schach hielt. Bei ihrer Familie sucht sie Ruhe und Halt. Doch schleichend klopft die Befürchtung an, dass gerade hier der Ort liegt, der alles zum Zerspringen bringt …

Über die Autorin

Julia Pustet ist Autorin, Musikerin und immer: Antifaschistin. In den Sozialen Medien schreibt sie über Intersektionalität, Feminismus und Antisemitismus in der linken Szene. Nach zahlreichen Veröffentlichungen, u. a. im Kaput-Magazin, erscheint mit „Alles ganz schlimm“ (September 2025) das emotionale und starke Romandebüt.

Quelle: Verlag / vlb



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Veröffentlicht am 28.04.2026

Papierboote

Water Moon
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Meine Meinung

"Aber ich mache diese Arbeit schon sehr lange und kann erkennen, ob jemand glücklich ist oder nicht, wie elegant auch seine Kleidung oder wie strahlend sein Lächeln sein mag. Glück hat ...

Meine Meinung

"Aber ich mache diese Arbeit schon sehr lange und kann erkennen, ob jemand glücklich ist oder nicht, wie elegant auch seine Kleidung oder wie strahlend sein Lächeln sein mag. Glück hat wenig damit zu tun, was man besitzt, und alles damit, was man nicht hat.« (ZITAT)

Ich bin allgemein ein Fan von Büchern die in Asien spielen und der Klappentext hat mich absolut neugierig gemacht.

"Water Moon" hat mich bereits nach wenigen Seiten durch seine besondere Mischung aus Magie, Melancholie und fernöstlicher Szenerie in den Bann gezogen. Die Grundidee des verborgenen Geschäfts, in dem Menschen ihre bereuten Entscheidungen gegen Seelenfrieden eintauschen können, fand ich unglaublich faszinierend. Besonders beeindruckt hat mich die Reise, auf die Hana sich begibt: eine Abfolge von fantastischen, fast traumartigen Orten, die sich wie kleine, magische Inseln anfühlen.

Die Welt ist wunderschön und kreativ, aber manchmal hätte ich mir mehr Zeit gewünscht, um tiefer einzutauchen und selbst dort zu versinken. Die Figuren fand ich sehr warmherzig und greifbar.Die Mischung aus Fantasie, Trauerarbeit, Mythologie und einer zarten Liebesgeschichte fand ich toll umgesetzt von der Autorin.

Für mich ein magisches tolles Buch, mit einem ganz fantastischen Schreibstil, einer tollen lyrischen, bildhaften Sprache - absolute Leseempfehlung - auch toll zum Verschenken! Ich könnte mir das Buch auch sehr gut verfilmt vorstellen.

Klappentext

In den Gassen von Tokio, hinter der Tür eines unauffälligen Ramen-Restaurants, verbirgt sich ein besonderes Geschäft: Hier können unverwirklichte Träume gegen Seelenfrieden und exquisiten grünen Tee eingetauscht werden. Doch an dem Tag, an dem Hana den Laden von ihrem Vater Toshio übernehmen soll, ist dieser plötzlich verschwunden und der Tresor geplündert. Ein junger Wissenschaftler bietet Hana an, mit ihr nach Toshio zu suchen. Die beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise und je näher sie der Wahrheit kommen, desto klarer wird Hana, dass es an der Zeit ist, ihr eigenes Geheimnis zu lüften ...


Über die Autorin

Samantha Sotto Yambao ist eine professionelle Tagträumerin und fände es sehr verlockend, durch die Zeit reisen zu können. Sie glaubt fest daran, dass man sich die eigenen Träume erfüllen kann, wenn man nur hart genug dafür arbeitet. Ihren ersten Roman schrieb sie in einem Café, während sie auf den Unterrichtsschluss ihres Sohnes wartete. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Manila. Nach dem Sunday Times- und USA Today-Bestseller »Water Moon«, 2025 im Limes Verlag erschienen, ist »The Elsewhere Express« ihr erster Roman bei Penhaligon.

Quelle: Verlag / vlb



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