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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2019

Die Diagnose

Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer
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Meine Meinung und Inhalt
Zuerst zum Cover. Dieses ist zusammen mit dem Titel wirklich ein Buch, welches mir sofort ins Auge sticht (nein dies ist keine Floskel). Absolut großer Pluspunkt für die gestalterische ...

Meine Meinung und Inhalt
Zuerst zum Cover. Dieses ist zusammen mit dem Titel wirklich ein Buch, welches mir sofort ins Auge sticht (nein dies ist keine Floskel). Absolut großer Pluspunkt für die gestalterische Umsetzung!

In "Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer" geht es um Tabea, eine junge Frau, welche vor ihrem 30. Geburtstag eine Diagnose erhält, welche alles verändert: Chronische Niereninsuffizienz.


"Schaut man Sie an, glaubt man gar nicht, dass es Ihnen so schlecht geht." (ZITAT)

Für sie scheinen nun alle Zukunftspläne hinfällig. Dann verschlechtern sich die Nierenwerte, sodass sie dreimal pro Woche zur Dialyse muss.

Bald wird klar: Ein neues Organ muss her. Krankheit und Spendersuche werfen sie auf ihre Familie und Vergangenheit zurück. Bei der Mutter aufgewachsen hat sie zum Vater erst seit Kurzem vorsichtigen Kontakt.

"Ich habe gelesen, jede Niere steht für ein Elternteil. Das halbe Leben war mein Vater nicht da. Jetzt meine Mutter." (ZITAT)

Im Krankenhaus treffen alle erstmals wieder aufeinander. Während die Mutter sich entzieht, ist der Vater sofort zur Spende bereit.

Sie trifft während ihrer Untersuchungen auf viele Ärzte und stellt schnell fest, das manche Gesten dieser Ärzte viel Sicherheit austrahlen können.

"Manche Menschen haben diese Gabe. Durch eine beiläufige Berührung jemanden nah zu sein. Vertrauen zu schaffen." (ZITAT)

Dieser tolle Debütroman hat mich sehr berührt. Er ist voller Tragik, Lakonie, Humor und sehr viel Empathie. Zu Beginn hat es ein wenig gedauert, mit dem teilweise nüchternen und abgehackten Schreibstil zurechtzukommen. Im Laufe der Handlung hat sich dies jedoch als sehr passend dargestellt und mich am Ende sehr zum Nachdenken angeregt.

"Alles, was die Menschen sehen, erfahren und hören, ist in ihren Gesichtern gespiegelt. Diese Erkenntnis treibt mich an. Jeder steckt in seinem Prozess." (ZITAT)

Veröffentlicht am 07.04.2019

Trügerische Erinnerungen

Lügenmeer
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Meine Meinung und Inhalt
Dies war mein erstes Buch von Susanne Kliem, die bereits unter anderem "Das Scherbenhaus" und "Die Beschützerin" veröffentlicht hat. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung ...

Meine Meinung und Inhalt
Dies war mein erstes Buch von Susanne Kliem, die bereits unter anderem "Das Scherbenhaus" und "Die Beschützerin" veröffentlicht hat. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung absolut fesselnd.

Früher waren sie das Traumpaar der Jugend-Clique: der beliebte Magnus und die schillernd-faszinierende Milla. Und Svenja, die beste Freundin von beiden, als dritte im Bunde.

Bis Milla bei einer nächtlichen Party im Freizeitbad auf mysteriöse Weise ums Leben kommt. Eine Nacht, nach der nichts mehr wie zuvor ist.
Magnus gilt schnell als der Schuldige, wird ohne handfeste Beweise aus seiner norddeutschen Heimatstadt vertrieben, in welche er erst nach neunzehn Jahre zurück kehrt, mit der Mission, endlich die Wahrheit herauszufinden.

"Sie kehrte der Fensterfront den Rücken zu, begann endlich ihren Routinerundgang. Dann sah sie doch nach oben zum Sprungturm. Nur einmal. Zu viel Ungesagtes. Der Turm war das Mahnmal. Dort oben warteten die Antworten. Nur sie selbst konnte nicht hinauf." (ZITAT)

Svenja fiebert, nachdem sie erfahren hat, dass Magnus wieder zurück ist, dem Wiedersehen entgegen und hat jedoch gleichzeitig Angst, dass alte Wundden wieder aufgerissen werden.

Schritt für Schritt entlarvt Magnus das Gespinst von Lügen, das über der Todesnacht liegt. Und löst damit, ohne es zu ahnen, eine neue Katastrophe aus.
Immer neue Entdeckungen kommen ans Licht. Es ist ein Wechsel zwischen Schilderungen aus der Vergangenheit und der Gegenwart.

Das Cover ist perfekt gewählt und gefällt mir ausgesprochen gut.

"Lügenmeer" ist eindeutig ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite eine hervorragende spannde Story preisgibt - deshalb eine absolute Leseempfehlung meinerseits!

Veröffentlicht am 06.04.2019

The Girls #findsadie

Sadie
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"Heute fangen wir etwas Neues an - etwas Großes. Statt der üblichen Folge von Always Out There starten wir mit der ersten Folge unserer neuen Podcast-Serie The Girls." (ZITAT)

Mattie wurde ermordet, ...

"Heute fangen wir etwas Neues an - etwas Großes. Statt der üblichen Folge von Always Out There starten wir mit der ersten Folge unserer neuen Podcast-Serie The Girls." (ZITAT)

Mattie wurde ermordet, ihre Leiche am Rande ihrer Heimatstadt Cold Creek zurückgelassen. Sadie wird vermisst, ihr Fahrzeugwurde verlassen gefunden. Die Ersatzgroßmutter der Mädchen, May Beth Foster, hat West McCray gebeten, Sadie zu suchen und sie nach Hause zu bringen.

Der Schreib- / Erzählstil ist gepaart mit dem Podcast wirklich sehr ungewohnt. Zu Beginn hat es gedauert, mit dem Buch warm zu werden. Es fallen viele Namen und der Wechsel zwischen Podcast und Sadies Erzählsträngen ist teilweise verwirrend.

Im Lauf der Handlung kommt man jedoch nach und nach in die Geschichte hinein und fiebert / leidet mit.

"Sadie war außerdem furchtbar schüchtern, seit sie mit zwei Jahren angefangen hatte, zu stottern. Es gab keinen eindeutigen Grund." (ZITAT)

Die Protagonistin Sadie wird von der Autorin Courtney Summers als mutiger Racheengel dargestellt, die für ihr Alter schon sehr reif war und zu viel durchmachen musste.

"Ich mache mir keine Illusionen, wie wenig von mir übrig sein wird, wenn ich diese eine sache getan habe. Aber stell dir vor, jeden Tag mit dem Wissen leben zu müssen, dass jener Mensch der deine Schwester getötet hat, dieselbe Luft atmet, die sise nicht mehr atmen kann, seine Lungen genüsslich damit füllt." (ZITAT)

Sadie, die wie eine Mutter für ihre Schwester Mattie war, kann deren Tod nicht verschmerzen und begibt sich auf eine gefährliche Reise. Wet McCray muss herausfinden, was passiert ist, und hofft, dass er nicht zu spät kommt. In dem Podcast werden die Hörer / Leser über den aktuellen Entwicklungsstand informiert.

Das Ende hat Summers für den Leser sehr offen gelassen, meiner Meinung nach zu viel. Man konnte gewisse Entscheidungen am Ende zwar mehr nachvollziehen, jedoch hätte man als Leser doch noch ein paar Handlungen zum Schluss gewünscht bzw. Informationen erfahren.

Veröffentlicht am 30.03.2019

Ersetzt

Liebes Kind
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Meine Meinung und Inhalt
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch! Die positiven Leserstimmen, die meine Neugier geweckt hatten, sind mehr als gerechtfertigt.
"Liebes Kind" ist einer der besten Thriller, ...

Meine Meinung und Inhalt
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch! Die positiven Leserstimmen, die meine Neugier geweckt hatten, sind mehr als gerechtfertigt.
"Liebes Kind" ist einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe.
Ein Pageturner, ein Must-Read! Spannung von Anfang bis Ende!

Dieser Thriller beginnt, wo andere enden und das macht das Buch unter anderem auch so besonders.

"Es ist schwer zu sagen, ob es tatsächlich Abend ist, oder ob er das einfach so entschieden hat. Die Fenster sind mit Dämmplatten verschraubt. Er macht den Tag und die Nacht. Wie Gott. Ich versuche mir einzureden, ich hätte das Schlimmste bereits überstanden, nur ahne ich, dass wir bald zusammen ins Bett gehen werden." (ZITAT)

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.

"Mitgefühl. Tröstende Worte. Ich weiß seit fast vierzehn Jahren, wie wenig Bedeutung das alles hat. Dass man Dinge einfach aus Höflichkeit sagt. Karin macht sich tatsächlich noch die Mühe, unter ihren Tränen zu nicken, während der Kommissar seine hohlen Phrasen an uns verschwendet. »Es tut mir wirklich leid, Herr und Frau Beck.«" (ZITAT)

Fasziniert bin ich auch von dem fantastischen Schreibstil! Man fliegt nur so über die Seiten hinweg - wechselt zwischen Lena / Jasmin, Hannah und Matthias und erfährt so nach und nach die Zusammenhänge und Geschehnisse.

Die Protagonisten sind alle sehr sehr authentisch geschildert, sodass man sich wirklich sehr in die Story einfinden kann.
Die kindliche Naivität, die Intelligenz, die Reife (für ihr Alter), der Gehorsam, welche Hannah an den Tag legt, macht dieses Mädchen zu etwas sehr besonderem.

Man spürt als Leser die Verzweiflung, die Angst und die Ausweglogiskeit.

"Ich klaube letzte Reserven zusammen, kleinteilige Scherben eines gebrochenen Willens, Erinnerungen und Gründe, und verstecke sie an einem sicheren Ort. Wie ein Eichhörnchen, das Vorräte für den Winter vergräbt." (ZITAT)

Lest dieses Buch - ihr werdet es lieben!

Veröffentlicht am 30.03.2019

Rachespiel

Wie du mir
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Meine Meinung und Inhalt
Zu Beginn ist es wirklich etwas schwer gefallen, gut ins Buch zu finden. Der Schreibstil war etwas ungewöhnlich, beinahe holprig - bis man sich daran gewöhnt hat. Es beginnt mit ...

Meine Meinung und Inhalt
Zu Beginn ist es wirklich etwas schwer gefallen, gut ins Buch zu finden. Der Schreibstil war etwas ungewöhnlich, beinahe holprig - bis man sich daran gewöhnt hat. Es beginnt mit der Protagonistin Dana Dianz. Die junge Comedian begegnet nach einem missglückten Auftritt der IT-Spezialistin Amanda.
Sie klagen sich ihr Leid und beide hatten ähnliche Erfahrungen in der Vergangenheit mit Belästigungen von Übergriffen in ihrem Beruf machen müssen. Lange haben sie dies einfach erduldet, jetzt wollen sie selbst für Gerechtigkeit sorgen.
Sie schließen einen verhängnisvollen Pakt: Jede soll sich an den Gewalttätern der anderen rächen. Nach kurzer Zeit übertrumpfen sich die beiden Frauen in ihren Rachespielen, geraten in eine Spirale aus Gewalt, Betrug und Täuschung. Bis sich Dana irgendwann fragt, ob sie ihrer neuen Freundin eigentlich wirklich blind vertrauen kann. Und was, wenn nicht?
Ab diesem Zeitpunkt herrscht wirklich Hochspannung in dem Buch, welches die Anfangsschwierigkeiten meinerseits wettmachte. Dana merkt ziemlich schnell, dass Amanda vor nichts halt macht und sehr skrupellos ist. Wunden der Vergangenheit, die nie verheilt waren, werden wieder aufgerissen und schlimme Entdeckungen gemacht.

Ein wirklich gelungener Thriller mit einer absolut tollen Covergestaltung - großer Pluspunkt!