Profilbild von BooksAWeek

BooksAWeek

Lesejury-Mitglied
offline

BooksAWeek ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BooksAWeek über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2019

Es geht weiter....

Staub & Flammen
0

Das ich Band eins geliebt habe, habe ich ja mehrmals unter Beweis gestellt und das Buch mehr als nur einmal überall her gezeigt. Ich bin verliebt in diese Welt die Kira Licht hier heraufbeschwört und ...

Das ich Band eins geliebt habe, habe ich ja mehrmals unter Beweis gestellt und das Buch mehr als nur einmal überall her gezeigt. Ich bin verliebt in diese Welt die Kira Licht hier heraufbeschwört und ich bin begeistert von all dieser Mythologie die sie mit einfließen lässt. Dazu noch Paris und zwei wirklich tolle Hauptprotas und alles passt perfekt.

Zu dem Schreibstil den Kira hier gezeigt hat möchte ich gar nicht mehr viel sagen, außer: flüssig, leicht, humorvoll und definitiv passend zum Buch. Nicht um sonst hätte ich es am Liebsten inhaliert. Am besten gefällt mir, wie Kira es schafft ihren Charakteren Leben einzuhauchen und ihnen diese ganz besondere Portion Humor mit auf den Weg gibt. Einfach Klasse.

Da es sich hier um den zweiten und abschließenden Band handelt, können wir uns definitiv auf eine große Portion Action, Spannung und vor allem Emotionen gefasst machen. Es werden Fragen geklärt, neue aufgeworfen und uns Lesern wird es so niemals langweilig. Generell schafft es Kira Licht, keine langen Lücken der Langatmigkeit aufkommen zu lassen. Sie lässt uns an ihrer Geschichte kleben und mitfiebern und am Ende ist man einen kleines Häufchen Elend, ein glückliches zwar aber trotzdem ein Häufchen Elend - denn dann ist die Geschichte zu Ende und man möchte noch so viel mehr und einfach nicht loslassen.

Zu den Charakteren möchte ich hier gar nicht viel sagen, da ich keinen spoilern möchte. Das Einzige was ich mich traue zu sagen, ist dass ich in so manchen Charakter mehr Vertrauen hätte setzen sollen und andere hätte ich am Liebsten schon von Anfang an in die Tonne geschmissen. Tja meist sind es die etwas unscheinbaren die am meisten Ärger machen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass diese Dilogie ein wahres Highlight war und mein 2019 zu einem sehr guten Bücherjahr gemacht hat. Danke Kira Licht und der Lesejury für diese tolle Leserunde und das tolle Buch.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 21.11.2016

Eine Lawine aus Tränen, Schmerzen und Wut!

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
0

Kennt ihr das auch... Die Angst vor dem zweiten Teil? Man hat hohe Erwartungen, hofft dass alles so ausgeht so wie man es sich vorgestellt hat und dann schlägt das Buch über einem ein wie eine Bombe und ...

Kennt ihr das auch... Die Angst vor dem zweiten Teil? Man hat hohe Erwartungen, hofft dass alles so ausgeht so wie man es sich vorgestellt hat und dann schlägt das Buch über einem ein wie eine Bombe und die Wucht der geschriebenen Worte lässt einen nicht mehr atmen, sich nicht mehr bewegen und am Ende ist man ein menschliches Wrack, nur noch ein kleiner Schatten seiner selbst.

Genauso war es mit diesem Buch. Ich hatte solch eine Angst, dass mich dieser Teil nicht zufrieden stellen könnte, liebe ich, ach vergöttere ich doch den ersten Band. Ich habe Elias und Laias Geschichte mittlerweile schon fünfmal gelesen und jetzt ging diese wahnsinnige Todesreise endlich weiter. Und wie sie weiter ging... ich wurde auf keiner einzigen Seite enttäuscht. Die Geschichte beginnt turbulent und rasant mit der Flucht von Elias und Laia aus der Stadt. Beide können nur haarscharf entkommen, reisen aber ab diesem Moment mit dem Tod im Handgepäck weiter und der ist wirklich kein angenehmer Reisebegleiter. Nach einiger Zeit und massiven Turbulenzen stoßen auch Izzi und Kinan dazu und dies macht die Operation Darin aus dem Gefängnis in Kauf zu befreien nicht gerade einfacher. Unseren lieb gewonnen Charakteren werden Steine über Steine, ach was.. Gebirge über Gebirge in den Weg gestellt und zum Ende hin wurde es noch einmal um einiges emotionaler, spannender, fassungslos machender und gewaltiger als der erste Band. Elias und Laia schliddern von hoffnungsvollen zu hoffnungslosen Momenten und müssen beide die schwerste Prüfung ihres Lebens bestehen - doch werden sie am Ende siegen oder alles verlieren was ihnen lieb und teuer ist?

Ich glaube kein Buch hat in den letzten Monaten so viele Emotionen in mir hervorgerufen wie dieses. Ich habe schon lange nicht mehr so extrem mit den Charakteren mitgelitten und mitgefiebert wie bei diesem grandiosen zweiten Teil. Hätte ich gewusst was hier auf mich zukommt wenn ich es lese - ganz ehrlich, ich hätte es glaube nicht getan. Elias wie auch Laia sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich es einfach nicht ertragen kann wenn sie leiden müssen und in diesem Buch schliddern beide von einem Leid ins nächste. Kaum hatte ich mich einigermaßen von einem Schock erholt, kam auch schon der Nächste auf mich zugerollt und riss mich mit wie eine Lawine aus Tränen, Schmerzen und Wut. Es war eine reinste Achterbahn der Gefühle und normalerweise lese ich ein Buch in einem Stück aber hier musste ich Pausen machen um meinem kleinen gebrochenen Herzen hin und wieder Zeit zum Heilen zu geben.

Beide Charaktere machen einen riesen Sprung in ihrer Entwicklung. Der eigentlich perfekt scheinende Elias lässt es zu, dass seine Fassade Risse bekommt und auch er muss lernen einzustecken und über sich hinaus zu wachsen.
Laia war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Dieses Mädchen macht Entwicklungssprünge vom Feinsten, lässt sich aber hin und wieder ablenken und leicht vom rechten Weg abbringen. Das waren die Momente in denen ich sie am Liebsten mit dem Kopf voran an die Wand geschlagen hätte, da ihre Entscheidungen auch fatale Folgen hervorrufen können. Dann wiederum beweist sie unbändigen Mut und wird so selbstsicher und selbstbewusst, dass ich sie hätte knutschen können. Laia ist in diesem Buch einfach die Frau für Überraschungen und das nicht nur was ihre Entwicklung anbelangt sondern auch ihre "sonderbaren Fähigkeiten". Mehr verrate ich aber nicht.

Izzi und Kinan sind in diesem Teil wieder als tolle Nebencharaktere zu bewundern. Izzi hatte leider nur einen relativ kurzen Anteil an diesem zweiten Band aber Kinan bringt so einiges durcheinander und meine unguten Gefühle ab dem Moment wo er auftaucht, wurden gegen Ende auch leider bestätigt.
Des Weiteren bekommen wir dieses Mal auch einen Einblick in Helenas Gefühlswelt. Sie bekam von der Autorin in diesem Band eine eigene Stimme und mauserte sich so nach und nach zu einem Favorit von mir. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrer Arbeit als Blutgreif und ihren Gefühlen zu Elias und muss dann auch noch einen Weg finden um ihre Familie zu schützen. Dieses Mädchen war einfach nur eine Bereicherung für diesen Band - perfekt gemacht!

Die Autorin hat es geschafft sich wieder einmal selbst zu übertreffen. Ihr zweiter Teil übersteigt den ersten um Längen und schafft es wirklich konstant eine Spannung aufrecht zu erhalten, die die Nerven der Leser zum zerreisen spannt. Ich kann nicht verstehen warum Autoren ihre Charaktere so leiden lassen, ziehe aber meinen Hut davor, da dies diesem Buch die nötige Realität verschafft und das Setting eins zu eins ins Wohnzimmer katapultiert. In meinem Kopf lief ein Spielfilm von höchster Qualität ab und dieses Buch, diese Reihe, hätte das Potenzial für die ganz große Leinwand. Spartacus, trifft auf Rom, trifft auf Fantasy, trifft auf unbändige Leidenschaft. Dieser Mix des Genres, diese Urgewalt des Schreibstils und diese wirklich herausragenden Charaktere machen Elias und Laia zu einem Lesegenuss vom Feinsten.

Als Fazit kann ich nur noch sagen, dass ich bei keinem zweiten Teil so glücklich war wie bei diesem. Ein perfekter Nachfolger, der seinen Vorgänger durchaus in den Schatten stellen kann und seine Leser am Ende zum Glück nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück lässt. Über sich hinaus wachsende Charaktere treffen auf eine starke Geschichte und dies zusammen ergibt einen aktionreichen, turbulenten, überraschenden und vor allem leidenschaftlichen zweiten Teil. Absolut Lesenswert!!!

  • Cover
  • Abenteuer
  • Fantasie
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2016

Wie eine Mischung aus 1001 Nacht, Grimms Märchen und gut geschriebener Fantasiegeschichte

Die silberne Königin
0

Emma lebt im Land Glanzvoll in der Stadt Silberglanz, eingeschlossen im ewigen Eis. Sie führt ein ärmliches Leben, ihre Mutter und ihre Großeltern sind gestorben und ihr Vater hat sich abgeschottet seit ...

Emma lebt im Land Glanzvoll in der Stadt Silberglanz, eingeschlossen im ewigen Eis. Sie führt ein ärmliches Leben, ihre Mutter und ihre Großeltern sind gestorben und ihr Vater hat sich abgeschottet seit Emma denken kann. Eines Tages geschieht ein einschneidendes Erlebnis und Emma beschließt alles anders zu machen und ihr Leben komplett um zu krempeln. Sie sucht sich eine neue Arbeit und landet im Schokoladengeschäft von Madame Weltfremd. Madame Weltfremd stellt aber nicht nur Schokolade her, sie ist auch eine Märchenerzählerin vom Feinsten und schafft es jedes Mal die Bewohner von Silberglanz in ihren Bann zu ziehen und alles vergessen zu lassen. Doch was niemand ahnt, dass Märchen der silbernen Königin hat mehr mit der realen Welt in Silberglanz zu tun als gedacht. Nur Emma erkennt die vielen Parallelen und versucht das Rätsel zu lösen.

Ab da beginnt der eigentliche wirklich spannende Teil des Buches. Aber schon der Anfang hatte mich direkt gepackt. Das Märchen das Madame Weltfremd dort anstimmt, hat so viel Atmosphäre und Raum für fantastische Ideen, dass man einfach weiterlesen muss. Dazu kommt, dass Madame Weltfremd eine grandiose Geschichtenerzählerin ist. Sie fesselt ihre Zuhörer vom ersten Wort an, baut eine Atmosphäre auf, der sich niemand entziehen kann und beeindruckt mit einer Wortwahl, die ich so noch nie gelesen habe. Wäre Madame Weltfremd eine reale Person, würden ihr sämtliche Autoren und Drehbuchautoren zu Füßen liegen.

Aber zurück zur Geschichte. Die Story scheint anfangs ziemlich einfach. Eine Welt verborgen unter ewigem Eis und ein Mädchen das versuchen möchte das größte Rätsel der Geschichte zu lösen. Doch so einfach wie alles erscheint ist es nicht und so stolpern wir Leser zusammen mit Emma in eine Welt in der Märchen, Realität und Fantasie miteinander verschmelzen. Ich würde dieses Buch daher als eine gekonnte Paarung aus Märchen und Fantasy beschreiben. Beide Elemente werden stilsicher und gekonnt eingesetzt und verschmelzen zu einem großen Ganzen zusammen, dessen roter Faden gekonnt gezogen und niemals unterbrochen wurde.

Die Autorin des Buches schafft es außerdem den Winter in all seiner Pracht und Perfektion gekonnt einzufangen. Mir war tatsächlich kalt beim Lesen. Ich konnte den Winter riechen, förmlich den Schnee spüren und das Eis schmecken. Immer wenn ich dieses Buch zur Hand nahm, brauchte ich meine dicken Wollsocken und eine gute Tasse Tee um dieses realistische Wintergefühl, dass mir dieses Buch vermittelte auch absolut auskosten zu können.

Die Charaktere des Buches würde ich anfangs als Statisten in einem Märchen bezeichnen. Sie sind da und warten förmlich darauf geformt und befüllt zu werden. Vor allem Emma war mir nicht von Anfang an sympathisch. Ich musste erst mit ihr warm werden und herausfinden wie sie tickt und was ich von ihr zu erwarten habe. Schön war jedoch zu sehen wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt, wie sie stärker und raffinierter wird und das sie sich für das einsetzt was ihr lieb und teuer ist. In dem Moment in dem Emmas Weg ins Schloss des “bösen Königs” führt, wurde für mich Emma greifbarer. Sie wird stärker und ihre Beziehung zum König war für mich hier nur noch das Tüpfelchen auf dem I.

Der “böse König” von Silberglanz, war für mich anfangs wirklich nur böse. Ein anderes Wort hatte ich am Anfang wirklich nicht. Er ist undurchsichtig, gibt sich Wortkarg und herrisch und war einfach nur unsympathisch ohne Ende. Das Einzige was ihn sympathischer werden lies, war sein Hunger nach Märchen. Emma beginnt damit ihm ein Märchen zu erzählen und rettet sich damit durch die Tage am Schloss. Das hatte für mich etwas von 1001 Nacht, was ich ganz nett fand, da es gut verpackt wurde. Nach und nach passiert etwas mit dem König und seinem Land und auch Emma wird offener und empfänglicher für den König und seine Persönlichkeit.

Da ich nicht zu viel verraten möchte, werde ich hier nichts über das Märchen schreiben, dass Emma erzählt und auch nichts darüber wie es Emma im Schloss ergeht, wie sich die Welt verändert und wie das Ende aussieht. Das sollt ihr schön selbst herausfinden und genauso viel Freude an diesem Buch haben wie ich sie hatte.

Ich möchte nur noch abschließend erwähnen, dass ich meinen Hut vor der Autorin ziehe. Das Gespür dafür Märchen mit einer komplett neuen und fantastischen Geschichte zu verweben, habe ich in dieser Art noch nicht gesehen. Auch fand ich den Schreibstil einfach nur grandios. Es gehört schon viel Schreibkunst dazu Jahreszeiten so zu beschreiben, dass die Leser sie beim Lesen wirklich spüren können. Oder Charakteren so viel Leben ein zu hauchen, dass man das Gefühl hat, sie würden direkt neben mir sitzen und mir ihre Geschichte höchst persönlich vortragen. Ein ganz großes Talent und eine tolle Autorin von der ich ganz bald noch mehr lesen möchte.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
  • Handlung