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Veröffentlicht am 20.12.2024

Tolle Vampirgeschichte mit Twist

Sterbendes Blut
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

In meiner Jugend hätte ich nicht gedacht, dass sich mein gewöhnliches Leben einmal in eines wandeln würde, das man aufschreiben müsste.

Das ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

In meiner Jugend hätte ich nicht gedacht, dass sich mein gewöhnliches Leben einmal in eines wandeln würde, das man aufschreiben müsste.

Das Cover gefällt mir richtig gut und es passt auch zum Inhalt. Es geht viel um Blut, was bei Vampiren nicht verwunderlich ist, aber auch so ist die Geschichte eher düster gehalten.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Elisabeth, und in einer Erzählung. So als würde sie uns die Geschichte selbst erzählen, was ich ziemlich cool fand.

Zu Beginn lernt man Elisabeth kennen, die bald einen Mann heiraten muss. Als sie Montague kennen lernt glaubt sie, dass all ihre Probleme gelöst sind, und zuerst ist sie auch sehr glücklich, bis ein Schatten auf ihre Ehe geworfen wird. Zusätzlich ist ihr bester Freund Ferenc auch noch ein Vampir, was sie aber gar nicht abschreckt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Mir hat sogleich die Erzählweise super gefallen, man hat wirklich das Gefühl, als würde man die Aufzeichnungen von Elisabeth selber lesen, was das Buch schonmal abhebt. Außerdem ist London als Setting einfach genial und besonders in dieser Zeit, als es noch eine ganz starke Trennung von Arm und Reich gab.

Elisabeth mochte ich gerne und ich fand auch ihre Entwicklung in dem Buch sehr gelungen. Zuerst ist sie ein recht behütetes Mädchen, etwas naiv, das stark an die Vorgaben der Gesellschaft glaubt und am Ende traut sie sich eigene Entscheidungen zu treffen und auch Männer zu hinterfragen. Ihre Stärke und ihr Mut haben mich beeindruckt, denn sie war in einigen schwierigen Situationen.

Ferenc war ein toller Charakter. Man merkt ihm gar nicht an, dass er eigentlich richtig schlau ist, denn er gibt nicht unbedingt damit an. Außerdem hält er sich meist im Hintergrund, ist aber trotzdem für seine Freunde zur Stelle, sollten sie etwas brauchen. Seine Verbundenheit mit Elisabeth war schön, man hat richtig gefühlt, wie viel sie ihm bedeutet und wie sehr er sie beschützen will.

Erwähnenswert sind auch noch Ivo und Montague. Montague ist der Ehemann von Elisabeth und er hat eine drastische Wandlung im Buch durchgemacht. Ich konnte ihn von Beginn an nicht wirklich leiden, weil er zu gestriegelt für mich war und auch so gesprochen hat. Die kleinen Aufmerksamkeiten, die er Elisabeth schenkte fand ich aber ganz nett. Ivo ist ein Freund von Ferenc und ich fand ihn genial. Er ist überdreht, laut, bunt und trotzdem treu und großherzig. Ohne ihn wäre das Buch nicht das Gleiche, er hat auch immer etwas Witz und Leichtigkeit hineingebracht.

Ich liebe Vampire ja generell, daher habe ich mich auf dieses Buch wirklich gefreut. Wie Vampire hier dargestellt werden fand ich interessant und einmal anders. Ich mochte es, dass sie nicht als blutrünstig und als etwas Besseres dargestellt wurden, nein, sie haben sich in die Gesellschaft eingebracht und einen Weg gefunden, mit den Menschen zu leben und diese dabei nicht in Gefahr zu bringen. Dieser zivilisierte Ansatz war erfrischend zu lesen.

Was ich interessant an dem Buch fand, war der Aufbau. Die Geschichte startet ganz normal und ruhig, es liest sich ein bisschen wie ein Liebesroman und dann steigert sich die Handlung immer mehr und mehr, bis man am Ende gar nicht mehr denkt, dass das Buch so harmlos begonnen hat. Ich fand es grandios, wie zuerst alles so unter Kontrolle wirkte und langsam das Leben von Elisabeth eskaliert und tragisch wird. Zuerst habe ich mir daher immer die Frage gestellt, was eigentlich passieren wird, weil die Geschichte so ruhig war, aber dann ab der Hälfte wurde es einfach immer spannender.

Irgendwann hatte ich sogar das Gefühl, dass die Vampire nur eine Nebenhandlung sind, denn es hat sich immer mehr ein anderes Thema in den Vordergrund gedrängt. Wobei am Ende alles zusammengelaufen ist und beides wichtig wurde. Es war auf jeden Fall eine interessante Wendung bei dem ganzen Vampirthema. Ich habe auch die Wendung bei Elisabeths Leben nicht gesehen obwohl es, nachdem ich das Buch nun beendet habe und wenn man die Zeit, in der es spielt, bedenkt, doch irgendwie offensichtlich war.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist tatsächlich die Liebesgeschichte. Elisabeth versucht mit aller Gewalt ihre Ehe zu erhalten, obwohl ihre Gefühle ihr bereits sagen, was sie will. Den Sprung von „vielleicht mag ich ihn“ zu „eigentlich liebe ich ihn“ fand ich persönlich zu schnell und so wirklich konnte ich die Funken auch nicht sehen. Wären alle in dem Buch einfach nur Freunde geblieben, wäre das meiner Meinung nach stimmiger gewesen.

Das Ende war dann super spannend und gut geschrieben. Immer wenn man sich denkt, dass einen nichts mehr überraschen kann, setzt die Autorin noch einen drauf. Ich habe die letzten 100 Seiten regelrecht inhaliert, weil ich so gespannt war auf den Ausgang. Für mich wurde das Buch einfach immer besser und besser.

Fazit:

Mich hat das Buch echt vom Hocker gehauen. Fast alles daran fand ich grandios und besonders wie es geschrieben wurde hat mich sehr begeistert. Elisabeth und Ferenc sind tolle Charaktere, die eine tragische Geschichte erleben. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2024

Tolle Sports-Romance

Collide
3

Meinung:

Sie hält mir eine Waffe an die Schläfe. Na ja, zumindest im übertragenen Sinn.

Das Cover finde ich toll, ich mags, dass diese Art von Covern endlich bei uns angekommen ist und ich finde auch, ...

Meinung:

Sie hält mir eine Waffe an die Schläfe. Na ja, zumindest im übertragenen Sinn.

Das Cover finde ich toll, ich mags, dass diese Art von Covern endlich bei uns angekommen ist und ich finde auch, dass es super aussieht. Der Artstyle ist wirklich schön.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei man aus beiden Sichten liest, einmal aus Summer’s und einmal aus Aiden’s, dadurch lernt man beide besser kennen und kriegt auch mehr von der Geschichte.

Zu Beginn lernt man Summer kennen, die sich für ein Praktikum bewerben will und dafür eine Arbeit schreiben muss. Diese soll sich ausgerechnet mit Eishockey beschäftigen und dazu muss sich viel Zeit mit Aiden verbringen, dem Captain der Mannschaft. Blöd nur, dass Summer Eishockey und alle Personen, die es spielen, hasst.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Ich fand das Setting gut und auch wieso die beiden Protagonisten etwas miteinander machen müssen war mal anders. Außerdem mag ich Eishockey in Büchern, also das war auch schonmal positiv.

Summer fand ich in Ordnung, nur bei dem Thema Eishockey hat sie komplett übertrieben. Sie hasst den Sport und die Sportler, weil ihr Dad Eishockey gespielt hat und sie dadurch vernachlässigt hat. Den Grund finde ich einfach doof. Abgesehen davon hat sie Bindungsängste und hält Aiden immer hin, obwohl sie selbst schon ihre Gefühle merkt. Das fand ich wirklich nervig an ihr und hat sie auch nicht gerade sympathischer gemacht.

Aiden hingegen ist ein Schatz. Er gibt Summer die Zeit, die sie braucht, drängt sie nicht und ist trotzdem immer für sie da. Ebenso für seine Teamkollegen, er hält auch mal den Kopf für sie hin. Ich liebe Aiden wirklich, für ihn steht nicht Eishockey an erster Stelle, sondern seine Familie, seine Freunde und Summer und das merkt man immer wieder.

Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen. Summer und Aiden müssen Zeit miteinander verbringen, weil sie eine Arbeit schreiben muss und er ihr dabei als Testobjekt zur Seite steht. Schon von Beginn an merkt man die Anziehung zwischen den beiden und es ist klar, dass sich daraus mehr entwickeln wird, nur dauert das einfach.

Die Liebesgeschichte fand ich fast schon mühsam. Sie ist gut, keine Frage, aber durch Summer gibt es immer wieder ein hin und her und obwohl man als Leser eh schon weiß, dass sie sich mögen, dauert es einfach unglaublich lange, bis auch Summer es sich eingesteht. Das fand ich persönlich recht mühsam. In Zusammenhang damit hat mich der Mittelteil etwas enttäuscht, denn hier wird sich wirklich auf die beiden fokusiert und auf sonst nichts. Immer wenn eine andere Szene kommen würde gibt es einen Cut, es wird ein Satz darüber geschrieben, dass Aiden oder Summer irgendwas getan haben und schon sind sie wieder zusammen. Man liest also fast ausschlißlich von den beiden und alle Freunde, Hobbys oder sonstige Dinge bleiben im Mittelteil sehr auf der Strecke.

Was ich hingegen sehr gut fand war, dass es kein zusätzliches Drama zwischen den beiden am Ende gab. Es war so schon genügend Drama bis dahin zwischen ihnen, aber die Autorin hat hier etwas anderes eingebaut, was man sich schon vorher denken konnte und hier nochmals wichtig wurde. Ich mochte die Wendung und wie das alles verwoben wurde, es hat gut gepasst.

Es gibt auch richtig liebenswerte (und auch doofe) Nebencharaktere. Das ganze Eishockeyteam hat Summer sozusagen adopiert und kümmert sich um sie, richtig schön. Und auch ihre Mitbewohnerin mochte ich sehr gerne, diese bekommt im Laufe des Buches immer mehr Zeit mit Summer und zusammen sind sie schon toll. Dann gibt es auch noch Donny, einen Ex von Summer, den ich aus tiefstem Herzen hasse. Er ist ein richtig überheblicher Typ und will Summer immer einreden, dass ihre Arbeit nicht gut genug ist und er es viel besser könnte. Ab dem ersten Auftritt von ihm habe ich ihn gehasst und das hat sich bis zum Ende nicht geändert.

Das Ende hat mir dann insgesamt gut gefallen. Nicht nur Freunde, sondern auch die Familien haben begonnen eine größere Rolle zu spielen und ich fand die Art, wie diese eingebunden wurden, echt gut. Außerdem hat sich auch sonst fast alles geklärt und man bekommt noch einen richtig kitschigen Abschluss. Mir persönlich war es schon fast zu viel. Trotzdem war es ein guter Abschluss für das Buch.

Fazit:

Das Buch ist eine tolle Sports-Romance und hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Im Mittelteil gab es für mich aber zu viele Sprünge, so gab es fast nur Szenen mit Summer und Aiden, alles andere ging unter. Summer war im gesamten Buch sowieso öfter Mal komisch, mit ihr wurde ich nicht ganz war, dafür war Aiden aber toll. Von mir gibt es 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 14.12.2024

Einige Seiten mehr hätten gut getan

Serpent Queen 1. In Power She Rises
0

Meinung:

Mit den Fingern strich ich vorsichtig über das Amulett, in das ein filigraner Wildkatzenkopf eingraviert war.

Das Cover finde ich richtig cool, die Krone und auch die Schlange spielen eine große ...

Meinung:

Mit den Fingern strich ich vorsichtig über das Amulett, in das ein filigraner Wildkatzenkopf eingraviert war.

Das Cover finde ich richtig cool, die Krone und auch die Schlange spielen eine große in dem Buch und so sieht es einfach nur genial aus.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Cahira in der Ich-Perspektive, wodurch man sie und später auch die Schlange Natrix am besten kennen lernt. Ich mochte die inneren Dialoge und auch die Beschreibungen der Umgebung, diese hätten allerdings etwas länger ausfallen können.

Zu Beginn lernt man Cahira kennen, die frisch zu den Ferum, einer Eliteeinheit, gekommen ist. Ihr erster Auftrag ist den Prinzen Atlas zu beschützen, doch das erweist sich als gar nicht so leicht. Als ein Attentat schief geht, wird sie für den Angriff verantwortlich gemacht und zum Tode verurteilt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Ich mochte die Ferum und die ganze Idee dahinter. Hin und wieder hatte man aber das Gefühl, dass es ein zweiter Band ist, weil so viel Vorwissen vorausgesetzte wurde, besonders in Bezug auf die Ferum und deren Rituale und Bräuche. Sehr gestört hat es mich jetzt aber nicht, denn danach spielen sie nur noch eine nebensächliche Rolle. Jetzt, da ich das Buch beendet habe, kommt mir der Teil, bis zu Cahiras Verurterilung in Relation zum Rest sehr lange vor, denn am Ende ging alles etwas zu schnell, dafür wurde sich am Anfang Zeit gelassen. Wäre alles in diesem Tempo geschrieben worden, wäre es besser gewesen.

Cahira mochte ich sofort. Sie weiß was sie will und lässt sich nicht unterkriegen. Außerdem ist sie sehr von sich selbst überzeugt, was ich im Laufe des Buches nicht immer so nachvollziehen konnte. Eigentlich hat sie keinerlei Kampferfahrung und wenn es dann hart auf hart kommt hat sie auch keinen Plan, was sie tun soll. Also ein bisschen Selbstüberschätzung. Abgesehen davon mochte ich sie aber gerne.

Mit Atlas hingegen wurde ich bis zum Ende nicht so wirklich warm. Zu Beginn gibt er sich wie der größte Arsch auf Erden und dann plötzlich wird er ganz handzahm. Ich konnte ihn einfach nicht leiden, wobei er am Ende noch rationaler wirkte als Cahira. Trotzdem lässt er niemanden an sich heran und ist grundlos gemein zu Cahira, will sie dann aber doch gern haben, das hat irgendwie wenig Sinn ergeben.

Die Geschichte selbst war wirklich gut, die Idee hat mir super gefallen, allerdings hat sie, besonders am Ende, gelitten, weil vieles so schnell ging. Die Reisezeit zwischen zwei Reichen war nicht existent und dann waren sie da und es passiert was und plötzlich passiert was anderes und dann sind sie wieder ganz woanders. Hier hat das Buch einfach zu wenig Zeit bekommen, was echt schade ist. Ich als Leser war da manchmal sogar verwirrt, weil alles so sprunghaft war.

Eine andere Sache, die mich extrem gestört hat, war die Liebesgeschichte. Wir lernen Atlas und Cahira als Feinde kennen, sie können sich nicht ausstehen, müssen sich aber im gleichen Raum aufhalten. Leider kriegt man bei dem Buch keine wirkliche Enemies-to-Lovers Geschichte, sondern die Gefühle sind halt plötzlich da. Den Weg von „Ich hasse dich“ zu „Ich mag dich sehr gerne“ habe ich nicht verstanden und das ging mir auch zu flott. Ich konnte auf beiden Seiten keinerlei Gefühle nachvollziehen und manchmal auch gar nicht sehen. Für mich hätte das Buch mit den beiden als Freunde einfach besser funktioniert.

Was ich hingegen richtig cool fand, war die Schlange. Aus dem Klappentext weiß man, dass Cahira eine Schlange auf den Körper bekommt und ihn fand ich richtig genial. Manchmal wirkte er freundlich und dann kamen wieder Züge an ihm durch, die man vorher nicht nicht gesehen hatte und einen hinterfragen ließen, ob er wirklich so gut ist, wie er tut. Durch die Schlange wurde das ganze Buch gleich viel interessanter, da auch die Frage aufkam, was er ist und wieso er bei Cahira ist. Damit beginnen neue Rätsel und man lernt neue Figuren kennen, die man sofort ins Herz schließen muss, oder auch nicht.

In der zweiten Hälfte des Buches lernt man verschiedene Königreiche und seine Bewohner kennen, was ich interessant fand. Leider war auch hier die Zeit immer sehr knapp, aber ich fand die verschiedenen Völker interessant und hätte gerne von ihnen und ihren Herrschern gelesen. Alles läuft dann aber auf das Ende hinaus, welches wirklich sprunghaft war und dem ich nicht immer folgen konnte. Das letzte Kapitel dann war echt gut und macht neugierig auf den zweiten Band, wobei ich die Entwicklung dieser Figur etwas zu schnell fand, denn davor gab es nur wenige Anzeichen für die Richtung, die diese Person einschlagen würde. Ob ich Band zwei lesen werde weiß ich aber noch nicht.

Fazit:

Das Buch bietet eine interessante Idee, die aber durch die wenigen Seiten nicht zu 100% ausgebaut werden konnte. Der Anfang war dafür zu lang und das Ende zu schnell. Auch mochte ich die Liebesgeschichte leider gar nicht und ich verstehe nicht, wie Atlas und Cahira jemals zusammenpassen können. Was mir aber gut gefallen hat war die Schlange und die damit verbundenen Geheimnisse sowie die verschiedenen Königreiche und Herrscher, die man kennen lernt. Von mir bekommt das Buch drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2024

Perfekter Abschluss

A Night of Wishes and Regrets
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kalter Wind wehte um mich herum.

Das Cover finde ich wieder wunderschön. Endlich haben wir Winnie und Jo gemeinsam darauf und sieht einfach ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kalter Wind wehte um mich herum.

Das Cover finde ich wieder wunderschön. Endlich haben wir Winnie und Jo gemeinsam darauf und sieht einfach toll aus. Ich mag diesen Stil einfach total gerne.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr gefühlvoll und auch etwas poetisch. Wie auch schon in Band zwei gibt es hier drei Perspektiven aus denen man liest, jeweils in der Ich-Perspektive. Sascha, Winnie und Jo kann man so noch besser kennen lernen und nachdem die drei nicht immer zusammen sind, kriegt man so viel mehr von der Geschichte mit. Die Autorin kann Gefühle so gut transportieren, und besonders in dem Band waren ganz ganz viele Gefühle drinnen.

Dieser Band schließt direkt an das Ende vom zweiten an. Sascha ist ein Vampir, Frieda plant etwas und Dylan und ihre Truppe versuchen sie aufzuhalten. Jo und Winnie sind da mittendrin und versuchen so gut es geht zu helfen.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, obwohl Band zwei schon einige Zeit her war. Ich wusste noch recht viel und auch die Namen konnte ich schnell wieder zuordnen. Ich war richtig gespannt, was uns in diesem letzten Teil noch erwarten würde, denn bereits der zweite Teil war richtig spannend.

Winnie mochte ich wieder unglaublich gerne, und sie hat es tatsächlich geschafft nicht so impulsiv zu handeln und sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Das habe ich früher an ihr bemängelt, aber jetzt wägt sie ihre Optionen ab und denkt nach. Das kann sicher auch daran liegen, dass Sascha und Jo beide bei ihr sind und sie niemanden retten muss. Ich fand auch ihre Einstellung Sascha gegenüber sehr gut, denn Sascha kann sie nicht an Winnie erinnern und trotzdem kümmert Winnie sich um sie und behandelt sie nicht anders. Dafür bewundere ich sie.

Jo kam mir fast ein wenig zu kurz, aber wenn man von ihr gelesen hat, fand ich es gut. Endlich lässt sie ihre Gefühle zu und man merkt richtig, wie sehr sie Winnie mag und dass sie alles für sie tun würde. Ich mochte ihre Art an Dinge heranzugehen und erstmal drüber nachzudenken, außerdem ist sie stark, was man besonders am Ende merkt. Nicht körperlich, sondern auf andere Weise.

Sascha mochte ich tatsächlich am liebsten in diesem Band. Sie nimmt es gut hin, dass sie ein Vampir ist und hat sich schnell damit abgefunden. Ihre Loyalität Dylan gegenüber war gut erklärt und gemacht und auch ihre Gefühle gegenüber Winnie waren verständlich. Für Sascha ist das alles sicher auch nicht leicht, aber sie macht das Beste daraus. Außerdem beweist sie mal wieder, dass sie nicht von Gefühlen geblendet ist und erkennt Zusammenhänge, die die Anderen übersehen hätten.

Ich gebe zu, dass das mein liebster Teil der Reihe war. Hier stand die Liebesgeschichte zwar nicht ganz so im Vordergrund, dafür aber die Beziehung zwischen Sascha und Winnie und auch der Kampf gegen Frieda. So war es also insgesamt actionreiche und es ist durchgehend irgendwas passiert. Es ist schon klar, dass es sich hierbei um Romantasy handelt und die Action eher im Hintergrund steht, aber bei dem Buch wurde eine gute Balance gefunden und die Actionszenen haben zum Rest gepasst. Dadurch kam auch Spannung auf und man wollte unbedingt weiterlesen.

Besonders gut gefallen hat mir die Suche nach einem Urvampir und dieser selbst. Ich fand diesen Charakter sehr interessant und es kam auch neuer Schwung in die ganzen Dynamik der Gruppe. Ich verstand die Beweggründe dieser Person, wieso sie etwas getan oder nicht getan hat und dann am Ende habe ich sie sogar sehr ins Herz geschlossen, denn auch hier gibt es eine tragische Geschichte.

Bei der Suche nach Frieda und einem Weg sie aufzuhalten gab es einiger Hindernisse. Und es kamen auch einige Geheimnisse ans Licht, mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich echt kalt erwischt haben. Frieda wirkte wie jemand, den man kennt und weiß, wieso sie etwas tut, aber es kamen Informationen ans Licht, die alles ein bisschen verändert haben. Ich muss aber auch zugeben, dass es am Ende doch ein bisschen zu einfach war sie aufzuhalten, da hätte ich mir ein klitzekleines bisschen mehr Action gewünscht. Im Endeffekt läuft aber wieder alles auf die Familie hinaus, das wichtigste Thema in dem Buch.

Die Liebesgeschichte zwischen Jo und Winnie hat sich nicht ganz so viel weiterentwickelt, der Großteil davon ist schon vorher passiert. Trotzdem teilen sie sehr schöne Momente zusammen und ihr Ende hat mir super gut gefallen.

Erwähnenswert ist auch Blair, denn sie ist sowas wie die menschliche Heldin in dem Buch. Wenn die Vampire nicht weiterwussten hat sie immer geholfen und ich habe ihre Rolle in all dem geliebt. Sie und Winnie zusammen sind sowieso unschlagbar und ich bin froh, dass Blair sooft vorkam und so wichtig wurde.

Das Ende selbst war schön und rund und auch wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden, wurden doch Andeutungen gemacht und man kann sich als Leser selber denken, was daraus wird. Ich fand es war ein passender Abschluss für die Reihe.

Fazit:

Ich bin traurig, dass die Reihe jetzt vorbei ist, denn Winnie und Jo sind einfach so tolle Charaktere. Dieser Teil war für mich der beste der Reihe und ich habe alles daran gemocht, besonders Sascha hat sich hier zu einem Lieblingscharakter entwickelt. Für mich war es ein Highlight und kriegt 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2024

Lügen und Verrat

Five Broken Blades
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Blut gegen Gold – das ist mein Geschäftsmodell und mein Lebensmotto.

Das Cover finde ich richtig cool, mit den Klingen darauf, somit passt ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Blut gegen Gold – das ist mein Geschäftsmodell und mein Lebensmotto.

Das Cover finde ich richtig cool, mit den Klingen darauf, somit passt es auch zum Titel. Allerdings spielen Schwerter in dem Buch nur eine nebensächliche Rolle.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich angenehm zu lesen. Ich mochte es, dass es Kapitel aus Sicht von jeder Hauptperson gibt und man dadurch alle besser kennen lernt. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive.

Der Gottkönig Joon soll getötet werden und fünf ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sollen das bewerkstelligen. Doch bis zu zusammen finden und dann ihren Plan ausführen, müssen sie noch andere Hindernisse überwinden.

Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen, obwohl ich schon etwas mit den vielen Namen zu kämpfen hatte. Die Kapitel in dem Buch sind recht kurz, wodurch es schnelle Perspektivenwechsel gab und wenn man die Figuren noch nicht kennt, kann das schon verwirrend sein. Nach und nach habe ich aber alle zuordnen können und dann ging es auch schon leichter zu lesen.

Royo und Aeri mochte ich zuerst am wenigsten. Was hauptsächlich an Aeri lag, denn sie ist wirklich aufgedreht, redet in einer Tour und wird so unbekümmert, dass man sich schon Sorgen machen muss. Sie hat Royo als Leibwächter beauftragt und ihn mochte ich echt gerne. Erst konzentrierte er sich nur auf seine Arbeit und führte diese auch gewissenhaft aus, aber irgendwann wurde Aeri ihm auch so wichtig. Seine Gefühle ihr gegenüber konnte ich nicht zu 100% nachvollziehen, weil ich keine Entwicklung davon gesehen habe, aber insgesamt mochte ich ihn sehr gerne.

Das nächste Zweiergespann sind Sora und Tiyung. Sora war mein liebster Charakter in dem Buch. Sie ist eine Giftmörderin und wirklich gut in dem was sie tut. Ich habe ihre Stärke und ihren Willen bewundert, nie hat sie sich unterkriegen lassen und hatte immer ihr Ziel vor Augen. Tiyung kam tatsächlich ein wenig kurz. Er ist die Begleitung von Sora, das ist der Auftrag, den er von seinem Vater, der auch Soras Besitzer ist, bekommen hat. Er wirkte eigentlich recht feige auf mich und so wirklich mögen tu ich ihn auch nicht. Ein bisschen mehr Rückgrat würde ihm nicht schaden.

Dann haben wir noch Euyn und Mikail. Euyn ist der Bruder von Joon und soll der nächste König werden. Mikail war früher sein Lover und ist ein Spion. Die beiden mochte ich wirklich gerne, denn ihre Handlung war am spannendsten und beide sind auch echt cool. Sie können kämpfen und wirkten auch wie das Hirn der ganzen Operation.

Bis ungefähr zur Hälfte sind die Pärchen allein und reisen nur herum, damit an dem vereinbarten Treffpunkt ankommen. Aber dieser Teil des Buches ist nicht langweilig, denn alle von ihnen haben andere Hindernisse und man erfährt auch noch etwas mehr über die jweiligen Personen und wie sie zu der Mission stehen. Schnell ist einem als Leser klar, dass sie alle eigene Ziele verfolgen und diese nur zufällig teilweise identisch mit der Mission sind. Man kann also schon früh miträtseln, was wohl am Ende passieren wird und wie alles ausgehen wird.

Ich muss sagen, dass ich viele Theorien hatte, wie das Buch enden würde, aber keine davon gestimmt hat. Ich war auf vieles vorbereitet, aber das Ende hat mich dann doch auch überrascht. Wenn man dann aber so drüber nachdenkt wird klar, dass es schon Hinweise darauf gab. Tja, dafür hatte ich wenigstens ein spannendes Ende.

Meiner Meinung nach hätten die Liebesgeschichten nicht sein müssen. Zumindest eine von den dreien, die es in dem Buch gibt, hat sich erzwungen angefühlt, die beiden anderen waren in Ordnung, weil da schon Gefühle von früher dabei waren. Etwas weniger Liebesdrama hätte aber sich nicht geschadet.

Die Welt und auch die Magie haben mir sehr gut gefallen. Ich kenne mich mit koreanischer Mythologie und Legenden nicht aus, und konnte daher auch keinen Bezug herstellen, aber so insgesamt waren die Legenden in dem Buch gut gemacht. Die Wichtigste davon wird zwar erst gegen Ende genauer erklärt, aber das macht meiner Meinung nach nichts.

Abschließend sei noch gesagt, dass man sich kein Meisterwerk erwarten darf. Oft waren moderne Begriffe vorhanden, die es so in dieser Welt nicht geben sollte und auch die Liebesgeschichten standen zu oft im Vordergrund, wodurch andere Szenen zu kurz kamen. Aber es hat Spaß gemacht und ich werde den zweiten Band sicherlich lesen.

Fazit:

Sobald man einmal alle Namen zuordnen kann, geht es schon dahin. Meine Lieblinge waren eindeutig Sora und Mikail, am wenigsten mochte ich Aeri. In dem Buch gibt es viele Reisen und einiges an Pläne schmieden, was nicht für jeden was ist. Auch standen die Liebesgeschichten oftmals zu sehr im Vordergrund. Dafür war das Ende dann richtig gut und spannend und es gibt einen sehr unerwartete Twist, der mich umso neugieriger auf den zweiten Band gemacht hat. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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