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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2020

Verströmt einen besonderne Flair und Kreativität

A single night
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Inhalt:

Als Jasper und Libby sich das erste Mal begegnen, funkt es gewaltig zwischen ihnen. Nach einer erschreckenden Nachricht hilft Libby ihm die Welt für eine Nacht zu vergessen. Beide spüren diese ...

Inhalt:

Als Jasper und Libby sich das erste Mal begegnen, funkt es gewaltig zwischen ihnen. Nach einer erschreckenden Nachricht hilft Libby ihm die Welt für eine Nacht zu vergessen. Beide spüren diese magische Anziehung zueinander und sind sich sicher, dass viel mehr zwischen ihnen ist. Am nächsten Morgen aber, ist Jasper verschwunden. 1,5 Jahre später: Libby hat Jasper noch immer nicht vergessen. Auch wenn er sich nach ihrer Nacht im Hotel in New York nie wieder bei ihr gemeldet hat. Eigentlich hat Libby darauf echt keine Lust. Wie kann man sich in einen Kerl verlieben, den man kaum kennt? In Plymouth will sie sich voll und ganz auf ihr Modedesign – Studium kümmern. Im Ausland ist sie nur wegen Alicia, die ihr in ihrem Studium in NY neuen Mut gegeben hat. Dass sie ausgerechnet Jasper Chase vor dem überfahren werden rettet, wer hätte das gedacht? Jasper hat sich verändert. Das sieht sie, ist ihm der Ruhm zu Kopf gestiegen? Warum hat er sich nie gemeldet? Aber auch Jasper denkt ununterbrochen an Libby. Aus Angst nicht gut genug für sie zu sein und aus damaliger Sorge um Ian, hat er sie ignoriert. Auch wenn das viel Schmerz bedeutete. Er ist unglücklich mit seinem Leben und sieht in Libby einen Hoffnungsschimmer. Wird er schlussendlich eine Chance auf sein Glück ergreifen und um Libby kämpfen? Und warum versucht sein bester Freund Ian alles, um dies zu verhindern?

Meinung:

Der Schreibstil war super angenehm zu lesen. Es war einfach herrlich locker und man konnte in die Geschichte eintauchen und mit den Charakteren mitfiebern. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Jasper und Libby erzählt.

Das Cover finde ich unglaublich schön gestaltet. Es kommt für mich eine leichte Stoffoptik rüber, die einfach super zum Inhalt passt. Die rosa – Töne machen geben dem Buch einfach einen romantischen Touch. Ich bin wirklich ein bisschen darin verliebt.

Libby fand ich ganz niedlich. Man merkt einfach, dass ihre große Leidenschaft die Mode ist. In ihren Gedanken ist sie oft ein großer Mittelpunkt. Das Buch ist in 2 „Teile“ aufgeteilt. Einmal wie sich die beiden das erste Mal kennenlernen und dann 1,5 Jahre später. Was ich wirklich gut fand war, dass Libby eine Wandlung durchgemacht hat. Man hat einfach gemerkt, dass sie älter und zielstrebiger geworden ist. Libby ist ein willensstarker Charakter, das merkt man in ihren Handlungsweisen. Wenn sie muss, beweist sie allen anderen, dass sie kann was sie sich vorstellt. Sie ist kreativ, immer freundlich, liebevoll und geduldig. Und auch wenn sie alles dafür tut um Jasper zu vergessen, funktioniert es nicht, denn sie liebt ihn auch vom ersten Moment an aus tiefsten Herzen. Das ist sehr schwer für sie und am liebsten würde sie, dass es aufhört, denn die 1,5 Jahren Funkstille haben sie wirklich verletzt. Jasper ist ein ganz schöner Idiot. Sich einfach nicht bei Libby zu melden (auf die Stirn klatsch). Man erfährt aber immer wieder die Gründe warum er es getan hat und meiner Meinung nach sind sie auch verständlich. Er denkt, es wäre das Beste für sie. Er ist ein wirklich ehrgeiziger Mensch, lebt für die Mode, was manchmal etwas Überhand nimmt. Mit seinem Leben ist er aber nicht wirklich zufrieden. Er fühlt sich eingeschränkt, bevormundet und hat ständig Streit mit seinem besten Freund Ian. Und auch wenn er sich nie bei Libby gemeldet hat, weiß er, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Ich mochte die beiden unglaublich gerne zusammen. Auch wenn es dauert, spürt man das gesamte Buch über das Prickeln, die Gefühle und die Sehnsucht der beiden. Für mich war ihre Geschichte etwas wirklich Besonderes.

Ian war einfach ein Ekel. Ich hätte ihn manchmal erwürgen können, denn er war super ignorant. Mit ihm anfreunden würde ich mich nicht wollen und ich frage mich immer noch wie Jasper es so lange mit ihm ausgehalten hat.

Die Mädels der WG habe ich einfach vom ersten Moment in mein Herz geschlossen und ich freue mich schon auf ihre Geschichten. Jede von ihnen ist einzigartig und besonders. Sie kamen alles super witzig und authentisch rüber und ich freue mich schon bald wieder in die WG einziehen zu können.

Die Idee an sich hat mir richtig gut gefallen und auch die Umsetzung fand ich gelungen. Durch das Thema Mode wurde etwas frischer Wind in die Geschichte und das Genre NA gebracht. Es kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf, ich habe immer mitgefiebert und die Wörter in mich aufgesaugt.

Den Handlungsort, Plymouth, fand ich Klasse gewählt, denn dadurch wurde es für mich noch mehr aufgepeppt. Es war mal etwas völlig Neues und trotzdem etwas worin ich Geborgenheit gefunden habe. Ich konnte mir das Setting einfach super gut vorstellen, vielleicht auch, weil ich selbst viel mit Plymouth verbinde.

Was ich klasse und zudem sehr unterhaltsam fand war die ganze Geschichte rund ums Designstudium und dem Modedesign. Man konnte einfach einen Blick hinter die Kulissen werfen. In Szenen in denen Libby oder Jasper besonders kreativ geworden sind hat das Buch ein ganz besonderes Feeling versprüht. Als würde das Buch nur so von Kreativität und Stilbewusstsein strotzen.

Bis die Liebesgeschichte ins Rollen kam hat es etwas gedauert, aber durch die fühlbaren Gefühle von beiden hat es bis dahin nur alles noch spannender gemacht. Die Beziehung zwischen den beiden war einfach nur herzergreifend süß. Ich hab mich wirklich selbst ein bisschen in Jasper verliebt.

Das Ende hat mich nochmal richtig überrascht und ich war wirklich begeistert über den Verlauf, den die Story genommen hat. Für mich bedient das Buch wirklich kaum Klischees und ich fand es einfach nur toll zu Lesen.

Ich muss zum Schluss nochmal darauf zu sprechen kommen, dass ich diese Reihe schon jetzt super gerne mag. Die Bände spielen parallel und ich fand es super, dass man nie mitbekommen hat, was in den anderen Büchern vorkommen wird. Das finde ich wirklich Hammer, denn so wurde meine Neugier auf die anderen Bände nochmal angeheizt. Und besonders die Idee der Namensgebung will ich nochmal hervorheben, weil ich sie wirklich genial finde. Jeder Buchstabe im Reihennamen (L.O.V.E.) steht für eine Mitbewohnerin. Ich finde das einfach nur ein niedliches Detail und ich muss zugeben, dass ich es nicht im ersten Moment gecheckt habe (lach).

Fazit:

Für mich ist A single night ein klasse Buch, das ich wirklich jedem NA Fand empfehlen würde. Es ist einfach frisch und neu und weckt einfach Begeisterung. Es versprüht Romantik, Witz und Kreativität und hat Charaktere, die man einfach nur gern haben kann. Für mich ist es ein eindeutiges Jahreshighlight.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Eine ergreifende Biografie

Unorthodox
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Inhalt:

Autorin Deborah Feldman erzählt den Lesern ihre Geschichte, gibt ihnen tiefe und für damalige Zeiten neuwertige Informationen über eine jüdische Glaubensgemeinschaft mitten im Big Apple. Mitten ...

Inhalt:

Autorin Deborah Feldman erzählt den Lesern ihre Geschichte, gibt ihnen tiefe und für damalige Zeiten neuwertige Informationen über eine jüdische Glaubensgemeinschaft mitten im Big Apple. Mitten in Williamsburg und abseits der Hipster-Szene ist das Viertel auch das Zuhause einer chassidischen Satmar-Gemeinde. Ihr Gründer emigriert nach Amerika und baut sich fernab der Heimat etwas gänzlich Neues auf. Um Hitler den Holocaust heimzuzahlen und das Judentum wieder zu stärken, besteht sie Hauptaufgaben der Gemeinschaft darin, so viele Nachkommen wie möglich in die Welt zu setzen. Gleichzeitig besteht eine tiefe Religion und der Glaube, der Holocaust sein von Gott geschickt worden, weil die Juden sich angepasst haben. Deswegen wird nun alles so gemacht wie es in der Torah geschrieben steht. Frauen für den Haushalt & als „Grundlage“ um die Gemeinschaft mit neuen Mitgliedern zu versehen. Ihre Meinung sagen? Auf keinen Fall. Männer sind die Gelehrten, die Oberhäupter der Familien.
In diese Welt wird Deborah (mit ihrem jüdischen Namen Devoiri) 1989 geboren. Anders ist sie schon seit ihrer Geburt, denn ihre Eltern leben getrennt und sie wohnt bei ihren Großeltern Bubby und Zeidi, die sich um sie kümmern. Aber nicht nur das. Sie beginnt zu lesen. Heimlich. Denn es sind vor allem die Englischen Bücher, die ihre Neugier wecken. Für ein gutes jüdisches Mädchen eine Schande und verboten dazu. Zwischen den Versuchen eine gute Chassidin zu sein, um ihre Familie stolz zu machen und dem Wissen, dass sie das nie wirklich sein kann. Deborah denkt anders. Sie lernt anders. Und vor allem glaubt sie anders als alle anderen in der Gemeinde. Und trotzdem bleibt sie. Denn es ist ihre Heimat, auch wenn sie sich dort nicht wohlfühlt. Schließlich heiratet sie mit dem Gedanken, dass danach alles besser ist. Und in gewisser Weise stimmt es auch. Devoiri ist freier, geht heimlich studieren. Aber gleichzeitig gibt es auch genug Probleme in ihrer Ehe, die sie bewältigen muss. Und schließlich, nach Jahren des Anpassens festigt sich ihr Entschluss aus der Gemeinde auszutreten. Und ihr Kind wird sie bei sich behalten. Etwas, dass noch nie jemand geschafft hat.

Eigene Meinung:

Mir fällt es meistens sehr leicht eine Rezension zu einem Buch zu schreiben. Bei Unorthodox allerdings fällt es mir zum ersten Mal schwer. Ich wusste sofort nachdem ich das Buch zugeschlagen habe, dass es grandios ist. Es ist einfach ehrlich, ernst, hat Tiefe und Emotion und hat mich beim Lesen auf eine Weise berührt und beeindruckt, wie es nur Bücher können, die eigene Schicksale erzählen. Aber jetzt sitze ich hier, 5 Tage nachdem ich das Buch beendet habe und in denen ich darüber nachgedacht habe, was ich genau schreiben soll. Und ich bin nicht weiter als an dem Abend, an dem ich es ausgelesen habe. Meine eigentliche „Form/ Aufbau“ einer Rezension, den kann ich für dieses Buch nicht nutzen. Ich weiß, das klingt jetzt seltsam, aber für mich fühlt sich das ein bisschen falsch an.
Auf Unorthodox gekommen bin ich eigentlich erst durch die Serie auf Netflix. Ich fand diese schon unglaublich beeindruckend und wollte deswegen unbedingt die ganze Hintergrundgeschichte erfahren. Und dann habe ich das Buch aufgeschlagen und habe schnell gemerkt, dass es doch ganz anders ist. Das Buch erzählt wirklich fast das ganze Leben von Deborah Feldman in Williamsburg. Und zwar mit so viel Liebe zu Detail. Alle ihre Erinnerungen hat sie niedergeschrieben. Im Vorwort steht kurz geschrieben, dass sie versucht hat in jedem Gespräch den wahren Wortlaut zu benutzen. Und dann liest man das Buch über ihr Leben, angefangen bei ihrer Kindheit über ihre Jugend, ihr Erwachsenenalter, zur Ehe und Kind. Ich war einfach das ganze Buch über beeindruckt.
Was ich richtig interessant fand war einfach die gesamte Glaubensgemeinschaft. Ich würde sie fast schon als religiöse Sekte bezeichnen. Ich fand viel Gesagtes und viele Meinungen wirklich verdammt krass. Ich habe mich manchmal fast etwas gegräult vor diesen Menschen. Vor allem die Rolle der Frau ist für mich so rückständig. Dort ist es aber völlig normal.
Unorthodox hat vielen Menschen außerhalb dieser Sekte einen Einblick dorthinein gegeben. In diese fast mittelalterlichen Umstände mitten in New York. In eine Gemeinschaft, die alles, was in ihrer Gemeinschaft passiert und gegen das Gesetz verstößt in ihrer Gemeinde regeln. Missbrauch, Mord, alles war dabei und ich war ehrlich etwas geschockt darüber, dass niemand etwas dagegen unternommen hat. Jeder will sich nicht einmischen, um seinen Ruf in der Gemeinde zu schützen. Das ist doch einfach nur krank!
Ich mochte es wirklich gerne, dass man Deborah durch ihr ganzes Leben verfolgt hat und sie ihre Gedanken erzählt hat. Denn so hat man die Entwicklung mitbekommen. Die Veränderung ihres Glaubens und den Versuchen alles richtig machen zu wollen. Gleichzeitig aber auch sie selbst zu sein und das machen zu dürfen was sie will. Das heimliche Bücherlesen ist der Beginn und begleitet sie durch ihr Leben. Diese Liebe ebnet den Weg für eine Veränderung und eine eigenständige Meinung und einen eigenständigen Willen.
Unorthodox hatte eine wirkliche Sogwirkung auf mich. Man musste nachdenken, ich musste viel verdauen, aber ich konnte es trotzdem nicht weglegen. Deborah Feldman hatte einen Mut und eine Meinung, die mir wirklich mutig rüberkommt und genau das hat mich gefesselt.

Fazit:

Jeder sollte dieses Buch lesen. Es ist ein Buch über den Mut einer Frau ihr altes, sicheres Leben hinter sich zu lassen um frei sein zu können. Über den Kampf, den sie dafür führt. Ihr gesamtes Leben lang. Es ist ein Buch über ein Leben voller Hindernisse, Selbstfindungs- und Anpassungsversuchen. Voller religiöser Rituale, der Rolle der Frau und mit Einblicken in eine unbekannte Gemeinschaft. Und einer Entscheidung, die das gesamte Leben einer Frau (und auf gewisse Weise sogar die Welt) auf den Kopf stellt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Wundervolles Buch

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Inhalt:

Thea will die Scheidung von Gavin. Aber warum eigentlich. Natürlich, Gavin hat sich nach dem großen Orgasmus – Fiasko nicht wirklich so benommen wie er es hätte sollen. Aber er darf doch auch ...

Inhalt:

Thea will die Scheidung von Gavin. Aber warum eigentlich. Natürlich, Gavin hat sich nach dem großen Orgasmus – Fiasko nicht wirklich so benommen wie er es hätte sollen. Aber er darf doch auch einmal eingeschnappt sein oder nicht? Schließlich hat ihn die Liebe seines Lebens in den 3 Jahren ihrer Ehe angelogen. Da ist die Enttäuschung natürlich groß. Aber die Scheidung? Sie waren doch die ganze Zeit über glücklich und es gab keinerlei Probleme. Jedenfalls wenn man Gavin fragt. Thea fühlt sich schon lange nicht mehr wohl. Zu sehr hat sie sich selbst verändert und weiß selbst nicht mehr wer sie überhaupt ist. In den letzten Jahren ist sie selbst viel zu sehr auf der Strecke geblieben. Immer mit dem Gedanken eine gute Mutter und Spielerfrau zu sein. Davon hat sie jetzt genug. Und auch wenn sie Gavin immer noch über alles liebt braucht sie doch einen Neuanfang. Aber Gavin will Thea auf keinen Fall aufgeben. Und als seine Freunde ihn mit zu ihrem geheimen Buchclub nehmen und ihm versprechen, dass er es mit der Hilfe seiner Freunde und eines Liebesromans schaffen wird scheint alles gut. Aber Thea ist ein harter Brocken und ist gar nicht gewillt Gavin wieder in ihr Herz zu lassen. Die beiden gehen einen Deal ein. Und Gavin versucht alles, um das Glück und die Liebe wieder in ihre Beziehung zu bekommen.

Meinung:

Der Schreibstil war super. Das ganze Buch hatte etwas liebevolles ans ich, dass mir sehr gut gefallen hat. Zudem war es wirklich humorvoll geschrieben und ich musste das ein oder andere Mal wirklich lachen.

Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Ich mag das helle rosa und die Schimmerpartikel sehr gerne. Es ist sehr mädchenhaft und romantisch gestaltet, was meiner Meinung nach auch gut zum Buch passt.

Gavin fand ich echt lustig und sein Stottern war echt niedlich. Er ist manchmal wirklich impulsiv und kann dann sehr böse Dinge sagen. Er hht gleichzeitig aber auch ein Talent dafür, die falschen Dinge zur falschen Zeit zu sagen. Ich musste immer wieder mal den Kopf darüber schütteln, denn er ist wirklich von einem Fettnäpfchen ins nächste gestolpert. Man merkt im ersten Augenblick, dass er Thea über alles liebt und das sieht man auch im ganzen Buch. Nicht nur an den Handlungen um seine Ehe zu retten, sondern auch in seinen Gedanken. Was den Secret Book Club angeht ist er zunächst etwas skeptisch. Wie soll ihm denn ein Liebesroman helfen seine Beziehung zu retten? Seine Skepsis kann ich auch nachvollziehen, aber im Laufe des Buches habe ich es einfach geliebt. Die Mitglieder des Buchclubs haben genau die richtigen Dinge gesagt. Sie wussten was Frauen denken, was Frauen fühlen. Einfach herrlich. Den besten Kerl aus dem Buchclub fand ich diesen Russen. Mit seinen Verdauungsproblemen hat er mich sooo oft zum Lachen gebracht. Gavin hat leider aber auch ein ziemliches Problem was das Vergessen von Dingen angeht. Er ist ziemlich nachtragend, was mich manchmal wirklich etwas genervt hat.

Thea fand ich anfangs ziemlich unsympathisch. Sie hat einen sehr kalten Eindruck auf mich gemacht. Das hat sich aber, nachdem man sie besser kennengelernt hat, gebessert und danach mochte ich sie echt gerne. Es hat mich ein bisschen an ihr genervt, dass man zwar immer gewusst hat, dass sie noch Gefühle für Gavin hat, und ja natürlich, sie ist den Deal eingegangen, aber für mich hat sie permanent den Eindruck erweckt, als würde sie gar nicht wollen, dass ihre Ehe gerettet wird. Natürlich, sie hat wieder Angst, dass alles wieder wie zuvor ist und sie weiter unglücklich bleibt, aber sie verändert viel an ihrem Leben. Sie will wieder anfangen zu studieren und nicht nur zuhause bei ihren Zwillingen Ava & Amelia bleiben. Mir war sie ein bisschen zu passiv und abweisend was die Rettung angeht. Natürlich kann man das auch auf das Vertrauensproblem zurückführen, dass sie seit ihrer Kindheit hat. Aber auch wenn sie eher passiv gehandelt hat, habe ich doch gemerkt, dass sie Gavin liebt. Durch ihre Gedanken bekommt man die Gründe.

So und dann kommen wir auch zur letzten Person, die ich unbedingt noch ansprechen möchte: Liv. Theas kleine Schwester und Hauptperson aus Band 2. Ich muss sagen, sie ist mir einfach von Grund auf unsympathisch. Ich habe mich während des Lesens permanent über sie beschwert und ich wollte sie am liebsten erwürgen. Jeden noch so kleinen Fortschritt, den Gavin gemacht hat, hat sie zunichte gemacht, weil sie nicht wollte, dass Thea wieder verletzt wird. Sie hat Thea regelrecht dazu gedrängt Gavin nicht zu verzeihen und alles schlecht gemacht. Und was mich richtig genervt hat war, dass sie sich nicht mal für Thea freuen kann, was ihre Beziehung angeht. Sie hat wirklich 0 Sympathiepunkte bei mir. Und ich weiß auch ehrlich nicht, ob ich ihre Geschichte lesen möchte.

Ich habe auf dieses Buch wirklich hin gefiebert, seitdem es angekündigt wurde. Die Idee finde ich einfach genial. Männer, die in einem Buchclub sind um Liebesromane zu lesen. Damit sie Frauen besser verstehen. Einfach klasse und super umgesetzt.

Ich finde es aber ein bisschen schade, dass immer die gleichen Clubmitglieder vorkamen und des Secret Book Club nicht als Ganzes. Trotzdem habe ich bei jedem Tipp, den sie Gavin gegeben haben genickt und mir insgeheim gedacht, „Ja genauso ist es. Warum kommst du da nicht von selbst drauf?“ Aber ja, die Autorin ist eine Frau und die weiß einfach was wir hören wollen (lach).

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wenn ich genug Zeit gehabt hätte, hätte ich es auch an einem Tag verschlingen können. Das Buch hatte einfach Humor und genug Romantik. Gleichzeitig war es super gut durchdacht und geschrieben. Mein kleines Highlight (neben einem Date von dem ich nicht viel erzählen möchte) waren einfach die Passagen, die Gavin aus dem Roman gelesen hat, den er mit den Jungs besprochen hat. Nachdem ich das Buch beendet habe, hatte ich so Lust auch dieses Buch zu lesen.

Fazit

The Secret Book Club war einfach super. Es war frisch und neu, mit einer grandiosen Idee, die auch super umgesetzt wurde. Das Buch bringt einfach tolle Lesestunden mit sich, die romantisch, humorvoll und fesselnd sind. Wenn du gerne NA liest und auch Romantik und außergewöhnliche Geschichten stehst, dann solltest du auf jeden Fall dieses Buch lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

Süß wie Cupcakes

Crazy in Love
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Inhalt:

Um ihren großen Traum (ein Medizinstudium in Yale) erfüllen zu können, beschließt Sasha, das nächste Jahr bei der Familie ihres toten Vaters zu verbringen. Auch wenn sie sie nicht kennt, denn ...

Inhalt:

Um ihren großen Traum (ein Medizinstudium in Yale) erfüllen zu können, beschließt Sasha, das nächste Jahr bei der Familie ihres toten Vaters zu verbringen. Auch wenn sie sie nicht kennt, denn dessen Familie war nicht begeistert von der Partnerwahl ihres Sohnes. Dass Sashas Mutter damals auch noch schwanger geworden ist, setzte dem die Krone auf. Und nun zieht sie auch noch alleine vom heißen Kalifornien ins eisige Boston. Abgesehen von ihrer Tante begegnen ihr alle kalt und abweisend auch in ihrer Schule, aber Sasha versucht das Beste daraus zu machen und strengt sich noch mehr an. Und dann ist da noch Ben, der arroganteste und selbstverliebte Kerl, den jeder mag. Jemand, mit dem Sasha nie etwas zu tun haben will. Aber auch Ben hat einen geheimen Traum. Er möchte Journalist werden und nicht wie von ihm verlangt wird Medizin studieren (was auch eine ganz schön blöde Idee ist wenn man kein Blut sehen kann). Ein Praktikum bei einer Zeitung kommt ihm dabei gelegen auch wenn niemand davon erfahren darf. Der Plan geht schief und prompt trifft der überhebliche Ben beim Kaffee holen auf Sasha, die in dem Café arbeitet. Aus Angst, dass sie etwas verraten könnte schlägt Ben ihr einen Deal vor: einen Monat Ehrlichkeit & besser Kennenlernen. Dass Sashas Herz dabei ganz schön hoch schlägt findet sie überhaupt nicht gut. Vor allem weil sie sich ja nur auf ihren großen Traum konzentrieren will. Und das geht mit Bauchkribbeln und Gefühlen gar nicht oder?

Meinung:

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war locker und leicht zu lesen und war gut verständlich . Durch die kurzen Kapitel konnte man das Buch noch besser durchlesen als ohnehin.

Das Cover finde ich ganz niedlich. Das rosa und bege passen gut zusammen und ich mag die Kombi der beiden Farben super gerne. Das Crazy schimmert leicht golden, wenn man näher rangeht hat es für mich ein bisschen Holzoptik, was ich ein super süßes Detail finde.

Sasha war mir schon von der ersten Seite an sympathisch. Sie tut alles für ihren Traum und merkt dabei, dass es anspruchsvoller wird als gedacht. Sie ist einfach zielstrebig, taff und ehrlich. Wenn sie sich irrt, sieht sie es ein und steht dazu. Sie ist super nett und lässt sich nicht so schnell einschüchtern. Neben ihr als Person, die ich echt mochte, liebe ich ihre Angewohnheiten und Hobbys sogar noch mehr. Sasha schreibt für alles und jede Lebenslage ein Liste, der sie echt einfallsreiche und lustige Namen gibt. Ohne diese Listen wäre sie vermutlich planlos und dabei auch noch ziemlich unruhig, weil sie das alles macht um ihre Nerven zu behalten. Das fand ich schon super, weil es mir auch so geht. Dann ist da noch ihre Sucht nach Kaffee, die in dem Buch immer eine Rolle spielt. Sie inhaliert es. Sie liebt und lebt Kaffee. Ohne diese Sucht wäre das alles nicht zustande gekommen. Und am besten fand ich die Cupcakes, die sie backt und mit denen sie herumexperimentiert. Ich hatte immer Hunger, als ich davon gelesen habe. Meine eigenen Versuche sind mir leider ziemlich misslungen.

Ben fand ich anfangs ziemlich nervig. Er war so ein typischer arroganter Kerl, der mir viel zu selbstverliebt rüberkam. Aber nachdem ich von seinem Traum erfahren habe wurde er mir viel sympathischer. Man hat gemerkt, dass das alles nur Fassade ist, die er für seinen Vater aufgebaut hat. Durch seine Familie glaubt er nicht an die Liebe und will auch niemals eine Beziehung, weil Frauen irgendwann alle anfangen gleich zu werden. Von Sasha ist er einfach nur fasziniert, denn sie ist ganz anders als alle, die er kennt. Das macht ihn neugierig und dadurch hat er auch große Angst um sein Geheimnis. Er versucht sie besser kennenzulernen und fühlt sich schon sehr bald, sehr wohl in ihrer Gegenwart.

Die Liebe der Beiden war einfach nur süß, genauso wie die Cupcakes, die Sasha backt. Es war ein ständiger Schlagabtausch und ich mochte die Gespräche der zwei sehr gerne. Aber trotzdem fand ich es manchmal doch ziemlich enttäuschend wie Sasha auf manches reagiert hat. Ben hat sich manchmal wirklich daneben benommen. Da hätte ich mir von Sasha schon ein bisschen mehr Konter und Standhaftigkeit gewünscht, da sie einen wirkliche hartnäckigen Eindruck gemacht hat. Mal ganz davon abgesehen, dass es mich irgendwann ganz schön genervt hat, dass Sasha nur an Ben denken konnte.

Das ganze Buch hatte eine wirklich lockere und süße Aura, die einen eingenommen hat. Ich fand es sogar ganz beruhigend das Buch zu lesen. Die Gefühle standen wirklich im Vordergrund. Es gab nicht viel nebenbei, das Augenmerk ist wirklich fokussiert.

Ich bin aber schon ziemlich neugierig darauf wie es in Band 2 weitergeht, denn es gab doch etwas außerhalb der Liebesbeziehung, das mich neugierig gemacht hat: Es gibt ganz eindeutig ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit ihrer Familie. Etwas was mit ihren Eltern, Tante Laura und Onkel James zu tun hat. Da ich wirklich überhaupt keinen Schimmer habe, was es sein könnte, warte ich sehnsüchtig auf die Aufklärung.
Das Ende ist natürlich wieder so angelegt, dass man Band 2 einfach lesen muss. Ich werde es auch tun, denn der Beginn von Sasha und Ben hat mir echt gut gefallen. Mir fehlt ein kleines BOOM, dass dem ganzen Buch noch etwas Besonderes und Spektakuläres verleiht.

Fazit:

Der große BOOM hat mir leider gefehlt. Nichts desto trotz freue ich mich auf die weiteren Bände. Das Buch ist für alle Nachkatzen und Gefühlsliebhaber unter euch genau das richtige.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Auf zum nächsten royalen Abenteuer

Royal Games
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Inhalt:

2 Jahre nach Alexanders und Claras Hochzeit versucht der König noch immer den Mord an seinem Vater aufzuklären und die Verantwortlichen zu fassen. Denn der Verrat schient tiefer zu gehen als angenommen. ...

Inhalt:

2 Jahre nach Alexanders und Claras Hochzeit versucht der König noch immer den Mord an seinem Vater aufzuklären und die Verantwortlichen zu fassen. Denn der Verrat schient tiefer zu gehen als angenommen. Bis hinein ins Parlament. Von alledem ahnt Clara nichts, denn Alexander versucht sie mit allen Mitteln zu schützen. Dass er dabei immer mehr Geheimnisse anhäuft und Clara damit von sich forttreibt scheint ihm nicht klar. Mit jedem Geheimnis treibt er sie weiter fort. Clara fühlt sich indes eingeengt vom übertriebenen Beschützerinstinkt ihres Mannes. Die kommenden Königsspiele bieten eine Abwechslung in ihrem Alltag. Die Geheimnisse scheinen die sonst feste Beziehung zu erschüttern. Alexander könnte alles verlieren…

Meinung:

Der Schreibstil hat mich wieder komplett in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch, wie alle Bücher von Geneva Lee, einfach nicht weglegen. Ich habe es schon fast inhaliert so sehr war ich gefesselt.

Ich liebe die Cover der Neuauflage unglaublich. Ich mag die Farbe der Blüte, die durch das schlichte Design des restlichen Covers einfach nur ins Auge sticht. Außerdem finde ich die kleinen Details der Kronen, die den königlichen Inhalt repräsentieren super gerne.

Clara ist genauso wie in den Bänden zuvor einfach nur toll. Sie ist stark, mutig, liebevoll, loyal, stur und eigenwillig. Sie will das Beste für Alle, vergisst dabei sich selbst aber nicht. Ich fand es echt gut, dass sie wie zuvor nicht zu Allem, was Alexander von ihr wollte „JA“ gesagt hat, sondern auch mit ihm diskutiert hat. Das hat dem ganzen so viel frischen Wind gegeben und Alexander wenigstens etwas geerdet. Ihren eigenen Willen mag ich wohl am liebsten an ihr. Man merkt manchmal, dass die Bürde der Krone auf ihr lastet. Sie mag die Medien nicht und würde gerne das tun, was ihr Spaß macht. Der Kontrollzwang ihres Mannes nervt sie die meiste Zeit, aber gleichzeitig ist sie auch verständlich. Zu Alexander ist meine Meinung zweigeteilt. Er ist auf der einen Seite dieser verständnisvolle, liebevolle und süße Familienvater, der Clara und Elizabeth über alles liebt und dem seine Familie am wichtigsten ist. Aber leider ist er meist der Kontrollfreak, der nichts dem Zufall überlässt, der seiner Frau zu wenig Eigenständigkeit gibt und der sie über alles kontrollieren und schützen will. Er war mir die meiste Zeit im Buch einfach viel zu besitzergreifend und überwachend. Er hat versucht alle seine Probleme mit Clara durch Sex zu lösen. Das funktioniert vielleicht im ersten Moment, aber er ist danach auch nicht weiter. Sein Beschützer-Kontrollsucht hat eigentlich nur dazu geführt, dass es ziemlich viele Geheimnisse gab, die er Clara nie erzählt hat. Und das, obwohl sie sich die komplette Wahrheit versprochen haben. Das was er am meisten liebt, enttäuscht er auch ständig. Die beiden haben sich aber trotzdem perfekt ergänzt. Durch Clara, die für sich gekämpft hat, hat Alexander mich weniger gestört als gedacht.

Es gibt auch ein Wiedersehen mit Belle und Edward. Beide mag ich richtig gerne auch wenn Belle diesmal irgendetwas nerviges an sich hatte. Vielleicht liegt das aber auch an ihrer Beziehung zu Smith, die ich wirklich nicht gerne mag. Durch die Königsspiele, die stattfinden lernt man auch den jungen Rennfahrer Anders kennen, den ich erst zwar ganz gerne mochte, mir aber sehr schnell unsympathisch wurde. Wer er liest wird mir da hoffentlich zustimmen.

Das Buch hatte einfach nur unheimlich viel Handlung. Es ist einfach ein Ding nach dem nächsten passiert weswegen ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es war von der Handlung einfach noch spannender als die vorherigen Bände. Neben der Spannung, hatte es auch etwas Geheimnisvolles an sich. Es gab aber genug Drama und Romantik. Und wie man es aus der Royal Reihe kennt die geballte Ladung an Sex und Erotik. Manchmal war sogar etwas zu viel des Guten. Man hat gemerkt, dass Alexander und Clara sich über alles lieben und glücklich miteinander sind. Es gab Gefühle, Romantik und auch Nachdenklichkeit beider Seiten.

Das Ende war ein BOOM Moment erster Sahne. Die letzten Seiten waren allgemein sehr energiegeladen und mysteriös. Und dann war das Buch einfach aus und ich als Leser wurde mit einem fassungslosen Gefühl und dem Gedanken „Was? Das kann doch jetzt nicht das Ende sein!“ zurückgelassen. Es war einfach ein schrecklicher Cliffhanger, denn man weiß nicht was genau los ist (war das jetzt zu viel Spoiler?). Ich habe sogar (ungelogen) zum ersten Mal eine Leseprobe des folge Bandes gelesen, damit ich vielleicht weiter aufgeklärt werden kann. Das vermeide ich sonst immer, damit ich nicht noch mehr Sehnsucht nach dem nächsten Band habe. Hat aber nicht geklappt und somit muss ich jetzt wohl oder übel bis Juni warten.
Ich war einfach super froh zurück zur englischen Krone unter Alexander und Clara zu kommen. Die Royal Bücher bringen einfach ein Gefühl mit sich, das unbeschreiblich ist. Ich hatte das Gefühl Freunde wieder zu treffen, die ich schon Jahre kenne und die ich gar nicht mehr loslassen möchte. Ich bleibe gerne noch viele weitere Bände in London und erforsche die Geheimnisse und Intrigen vom und gegen das Königshaus.

Fazit:

Band 8 hat mich vollkommen überzeugt. Es war reifer und erwachsener als die letzten Bände hat mich aber genauso mitgenommen wie zuvor. Ich freue mich auf die weiteren Bände, die kommen. Ich spreche eine riesige Empfehlung an euch aus. Nicht nur von diesem, sondern auch von allen Bänden der Royal Reihe. Sie ist fesselnd und sinnlich. Für jeden etwas, der auf besondere (und royale) Liebe abfährt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere