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Veröffentlicht am 30.07.2020

Schnelligkeit macht leider viel kaputt

Dreams of Yesterday
3

Inhalt:

Das erste Gespräch ist vielleicht nicht gerade so wie man sich das vorstellt. Dylan hämmert an Evelyns Tür, um Zuflucht vor seinen Verfolgern zu haben. Etwas irritiert gewährt sie ihm Einlass. ...

Inhalt:

Das erste Gespräch ist vielleicht nicht gerade so wie man sich das vorstellt. Dylan hämmert an Evelyns Tür, um Zuflucht vor seinen Verfolgern zu haben. Etwas irritiert gewährt sie ihm Einlass. Dylan flüchtet vor der berüchtigten McCarthy Bande, die ihn rekrutieren will und in der Heimat der Beiden, dem ärmlichen Viertel Dublins, den Villas, ihr Unwesen treibt. Aus der einen Begegnung werden auf einmal mehr und aus die grundverschiedenen Teenager beginnen sich ineinander zu verlieben. Ihre Liebe ist schnell, heftig und voller Leidenschaft. Aber immer unter dem Stern, dass Dylan sobald er seinen Abschluss hat nach NYC geht und den Villas für immer Ade sagt. Und so auch Evelyn. Wenn er nicht den größenwahnsinnigen Plan hätte, sie mitzunehmen. Aber will sie das wirklich? Eigentlich sieht sie in den Villas nichts schlechtes und ihre Familie will sie nicht verlassen. Für was wird Evelyn sich entscheiden: ihre Familie oder ihre große Liebe?

Meine Meinung:

Der Schreibstil war sehr schön und angenehm zu lesen. Ich nehme hier kurz etwas vorweg und gebe zu, dass ich das Buch nicht wirklich „gut“ fand. Aber der Schreibstil hat das Lesen einfach erleichtert und in etwas Schönes verwandelt.

Das Cover finde ich traumhaft schön. Dieser außergewöhnliche Blau-Ton springt sofort ins Auge und die rosanen und weißen Akzente sind einfach toll. Am besten gefallen mir jedoch die dezenten Blumen, die einfach perfekt zum Inhalt und zu Evs Hobby passen. Ein wahres Schmuckstück im Regal für mich.

Eve ist eine wahre Frohnatur und ein Sonnenschein, das merkt man einfach von Beginn an. Sie sieht in allem das Gute, sieht sogar das Schöne in den Villas, ihrer Heimat, die sonst nur vor Problemen überfließen. Sie ist immer freundlich, aber im Laufe der Geschichte hat sie sich für mich auch ein wenig als naiv herausgestellt. Ihr außergewöhnliches Hobby, das Gärtnern fand ich super. Das liest man nirgendwo sonst und es war einfach mal was anderes. Mit dem Hobby hat sie gleich etwas mit Dylan gemeinsam. Für mich war das dann aber auch alles, denn Dylan ist das genaue Gegenteil von ihr.

Er ist pessimistisch und sieht nur schlechtes. Mit dem Garten, den Evelyn auf dem Dach pflegt versucht sie, zumindest ein bisschen Freude in ihre Heimat zu bringen. Sie glaubt daran und Dylan so süß und heiß er manchmal auch war, macht durch seine ständigen dunklen Gedanken für mich alles kaputt. Na gut, dass was er sagt ist wahr, aber er bringt das ungeschohnt rüber und für mich war es etwas traurig, dass durch Dylans Einfluss Ev trotzdem langsam begonnen hat etwas von ihrer Lebensfreude abzugeben und zu sehen, was wirklich in ihrer Heimat geschieht. Also hat Dylan Ev für mich ein klein bisschen runtergezogen, was ich nicht soo gerne mochte. Seine außergewöhnliche Gabe wirklich alles riechen zu können und das zu identifizieren fand ich richtig cool. Das war auch ein Element in dem Buch, das mir wirklich gut gefallen hat und weswegen ich die Charaktere auch sehr interessant und neu fand. Ich mochte Dylan, weil er eigenwillig war und Stärke gezeigt hat. Vor allem in Hinblick auf die McCarthy Gang hatte ich das gesamte Buch immer etwas Angst was sie wohl jetzt mit ihm anstellen werden.

Evs bester Freund Sam war mein persönliches Highlight des Buches. Er war die Stimme der Vernunft, er hat Witz und Lockerheit mit rein gebracht und seine eigene Storyline der Geschichte hab ich auch mit Neugier verfolgt.

Ich muss leider wirklich sagen, dass ich das Buch nicht wirklich gut fand. Für mich war es eher okay. Zum einen finde ich, dass der Klappentext nicht wirklich gut zum wirklichen Inhalt passt. Das große „Finale“ wurde von Anfang an verraten und auch sonst wird ein falscher Eindruck von Evelyns Plänen gegeben. Sie denkt keine Sekunde darüber nach mit nach New York zu gehen, weil sie dort bleiben möchte. Andererseits ging mir das Buch und vor allem die Liebesgeschichte zwischen Dylan und Evelyn viel zu schnell. Das Buch hat halt nicht mal 300 Seiten, da ist es schwer sich lange Zeit zu lassen. Irgendwas muss ja passieren. Diese Schnelligkeit hat mich aber immens gestört, denn dadurch hab ich die Charaktere nicht gut kennengelernt und statt einer romantischen und mitfühlenden Beziehung, hatte ich doch den ein oder anderen Fremdscham-Moment. So leid mir das tut.
Ihre Liebesgeschichte war ungefähr so. Sie kennen sich nicht – lieben sich auf einmal. Fertig. Für mich haben die beiden sich kaum kennengelernt, bevor Evelyn dann auf einmal in Liebe zu ihm entbrennt. Statt süß war es für mich eher sehr naiv, unrealistisch, störend und hatte einen sehr gehetzten Eindruck.

Diesen Speed hat vor allem die erste Hälfte. Sie hat das Buch für mich schon fast etwas kaputt gemacht. Die 2. Hälfe war besser, kann leider aber auch nichts mehr rausreißen. Mich hat vor allem gestört, dass ein sehr wichtiges und vielleicht auch trauriges Thema, so schnell und für mich fast wertlos, abgehandelt wurde. Für mich kamen in diesem Moment, so Leid mir das tut, die Trauergefühle nicht rüber. Meiner Meinung nach hätten 100 Seiten mehr viel geholfen. Die Schnelligkeit wäre weg und man hätte die Charaktere noch besser kennengelernt und hätte mit ihnen fühlen können.

Auch sonst hat mir die Handlung nicht viel gegeben. Viele Handlungen hatten für mich schon fast etwas zu gewolltes. Die Dialoge sind toll geschrieben nur leider waren sie meist sehr oberflächlich und abschweifend.

Was mir gut gefallen hat war trotzdem, dass das Buch für mich ein besonderes Gefühl abgegeben hat. Und auch das Setting, das mal an einem ganz anderen Ort war, als es sonst in NA Büchern der Fall ist.

Fazit:

Leider kein Highlight, aber zum Glück auch kein Flop. Es war okay. Für mich war das Buch einfach zu schnell und an manchen Stellen zu gewollt. Aber der Schreibstil und das Cover sind super. Band 2 will ich trotzdem lesen, denn ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der besser ist.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.07.2020

Süße Geschichte für Zwischendurch

Touch My Heart
0

Inhalt:

New York soll ein Neuanfang für Lilian sein. Und dafür braucht sie ganz dringend den Job als Lehrerin bei der kleinen Haley. Schlecht nur, dass schon der erste Eindruck nicht besonders gut ist. ...

Inhalt:

New York soll ein Neuanfang für Lilian sein. Und dafür braucht sie ganz dringend den Job als Lehrerin bei der kleinen Haley. Schlecht nur, dass schon der erste Eindruck nicht besonders gut ist. Aber sie bekommt den Job doch. Und auch wenn Haley nicht die leichteste Schülerin ist, schafft Lilian es doch auf ihre eigene Art, eine Beziehung zu der Kleinen aufzubauen. Zu Haleys Vater Logan jedoch ist ihre Beziehung angespannt. Der Geschäftsmann ist nicht nur unsagbar sexy und anziehend, nein, er will ihr auch einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Gleichzeitig ist er abweisend und höllisch anstrengend. Und dann gibt es diese Regeln, die er aufgestellt hat. Eigentlich will Lilian ja auch keine Beziehung, oder? Vor allem nicht mit einem solchen Mann. Aber mit jedem Tag kommen sie sich näher und Lilians Gefühle werden immer heftiger.

Meine Meinung:

Der Schreibstil war super. Es war wirklich angenehm zu lesen und man fliegt durch die Seiten. Man stoppt nicht wegen komischen Wörtern oder wird sonst in seinem Lesefluss gestört.

Das Cover finde ich wirklich traumhaft schön. Die Farbgebung fällt sofort ins Auge und ist doch klassisch und romantisch. Die New Yorker Skyline ist ein schönes Extra, das gut zum Buch passt.

Lilian scheint anfangs etwas verunsichert zu sein. Das legt sich jedoch ziemlich schnell und es scheint eine sehr lebenslustige, mutige und aufgeschlossene Frau durch, die sehr gerne Ratschläge verteilt. Die gehen vor allem an Logan, der gefühlt gar keinen Plan von den Bedürfnissen seiner Tochter hat. Ich mochte ihre Ehrlichkeit in der Hinsicht wirklich sehr gerne. Sie hat Logan auch mal gesagt, was er falsch macht, aber auf liebe und nicht verurteilende Weise. Gleichzeitig hat sie ihm auch immer einen Tipp dazu gegeben. Manchmal hat Lilian jedoch auch einen etwas naiven Eindruck auf mich gemacht.

Die Beziehung von Lilian und Haley hat mir gut gefallen. Ich mochte die Kleine richtig gerne und meiner Meinung nach hat man vor allem bei ihr eine klare Charakterentwicklung gesehen. Sie ist richtig aufgeblüht, ist fröhlicher und lebenslustiger geworden und hat schlussendlich den Eindruck eines aufgeweckten Kindes gemacht, was sie eigentlich schon von Anfang hätte sein sollen.

Was ich von Logan halten soll weiß ich noch nicht genau. Ich fand ihn zwar echt ganz süß, aber zwischenzeitlich und vor allem am Anfang kam er mir sehr unnahbar vor. Zu der Zeit konnte ich noch nicht wirklich was mit ihm anfangen. Dennoch war er auch verständnisvoll und hilfsbereit. Auch bei ihm hat man gesehen, dass durch die Anwesenheit von Lilian alles besser in seinem Leben lief. Er ist offener geworden, auch netter und mit der Zeit war er auch nicht mehr so unnahbar, sondern niedlich und ein wirklich guter Vater für Haley. Sein von Trauer zerfressendes Inneres, hat sich geheilt und er und Haley haben wieder einen Draht zueinander gefunden und eine Beziehung aufgebaut, die wirklich schön zu lesen war.

Man hat von Anfang an gemerkt, dass da ein Prickeln zwischen den Beiden war. Trotzdem hat es eine gewisse Zeit gebraucht bis sie sich wirklich angenähert haben. Das Tempo fand ich trotzdem sehr angenehm. Es war nicht überstürzt, sondern es hatte etwas Reales an sich.

Die Handlung fand ich in manchen Dingen trotzdem etwas vorhersehbar und klischeehaft. Nicht dass das schlimm wäre, aber man hat schon irgendwie geahnt/gewusst, was auf den nächsten Seiten passieren wird. Das Geheimnis, das Lilian hat, hat mich jedoch ziemlich überrascht und es hat nochmal viel Unerwartetes und viel Spannung in die Handlung gegeben.

Mir hat leider etwas Emotion und Tiefgang gefehlt. In der Beziehung zwischen Logan und Lilian, und auch in den Tipps, die Lilian gegeben hat. Für mich war es manchmal ein bisschen gewollt, als hätte sie eine schöne Weisheit für alle Lebenslagen. In der Beziehung hat mir auch ein bisschen Emotion gefehlt. Das Tempo war zwar echt toll, aber für mich kamen keine wirklichen Liebesgefühle auf. Auch das Drama hat mir ein kleines bisschen gefehlt.

Fazit:

Ich fand das Buch schon im Großen und Ganzen echt empfehlenswert. Es ist ganz süß für Zwischendurch, aber wirkliche Gefühle kommen nicht auf. Die Charaktere sind toll, in der Handlung hat mir etwas gefehlt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2020

Oxy und Henri

A single word
0

Inhalt:

Oxy gibt ihren Job als Näherin in Paris auf um in Plymouth Modedesign zu studieren. Dazu zieht sie in die WG von Libby, Valerie und Ella. Fest hat sie ihr Ziel vor Augen und will alles dafür tun, ...

Inhalt:

Oxy gibt ihren Job als Näherin in Paris auf um in Plymouth Modedesign zu studieren. Dazu zieht sie in die WG von Libby, Valerie und Ella. Fest hat sie ihr Ziel vor Augen und will alles dafür tun, um dieses zu erreichen.
Henri lebt in Paris. Arbeitet im Modeunternehmen seiner Eltern und versucht durch vieles Arbeiten ein schreckliches Ereignis in seiner Vergangenheit zu vergessen, das ihn immer noch verfolgt und nicht loslässt. Über die Jahre hat er sich verändert. Lässt niemanden an sich ran und versucht es endlich hinter sich zu lassen. Einfach alles zu vergessen. Dass seine Schwester Ella, nach Plymouth flieht findet er gar nicht gut, denn seinen Namen nimmt man überall mit hin. Als er seine Schwester dann zum ersten Mal besucht ist er jedoch der übliche Charmeur. Zumindest zu jedem außer zu Oxy, die er überhaupt nicht leiden kann und regelrecht hasst. Aber warum nur? Oxy ist sich sicher, dass sie nie etwas mit diesem fiesen Kerl zu tun haben will. Was hat er für ein Problem? Sie hat ihm schließlich gar nichts getan. Als Ella ihre Freundin Weihnachten zu sich einlädt, ist die Begegnung der zwei unvermeidbar. Sie kommen sich näher und auf einmal sind die Funken, die die beiden umeinander versprühen kaum mehr zu übersehen. Aber Henri hat ein Geheimnis vor Oxy, das er ihr nicht erzählen kann. Denn schließlich hat er noch nie jemanden davon erzählt. Und dieses Geheimnis erschwert und belastet ihre Beziehung. Haben ihre Gefühle trotzdem eine Chance?


Meine Meinzng:

Ich bin wie Band 1 sofort wieder durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil von Ivy Andrews ist einfach nur angenehm zu lesen. Man merkt gar nicht wie lange man schon zwischen den Seiten hängt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Henri und Oxy erzählt.

Auch das Cover mag ich total gerne. Es ist im gleichen Design wie Band 1 gehalten nur ist es diesmal ein Orangeton.

Wie bei Libby in Band 1 merkt man sofort, dass Oxy für die Mode brennt. Sie steht eher aufs klassische Design. Durch ihre schwierige Kindheit, hat sie einen ganz anderen Weg eingeschlagen und wird von der Näherin zur Modedesignerin. Im Laufe der Geschichte merkt man, dass sie trotz ihrer Fähigkeiten manchmal Angst vor der Zukunft hat. Oxy ist manchmal etwas verzagt, aber in den richtigen Augenblicken mutig, taff und sehr selbstbewusst. Sie sagt, was sie denkt und trotz aller Ängste schaut sie sowohl mit Hoffnung und Glück in die Vergangenheit und die Zukunft. Ihre neugewonnenen Freundschaften werden bald zu ihrer Familie und man merkt einfach, dass sie im Laufe des Buches glücklicher wird. Denn trotz ihres Schmerzes in der Vergangenheit beliebt sie offenherzig und sorgt sich um ihre neuen Freunde.

Henri ist ein Workaholic, der statt über seine Erfahrungen zu reden, lieber seinen ganzen Schmerz in anderes steckt. Dabei wirkt er manchmal etwas verbissen und u ehrgeizig. Er macht alles extrem und gönnt sich keine Pause. Man merkt, dass seine Schwester ihm wichtig ist und dass ihm seine Familie alles bedeutet. Und da er sich nichts erklären lässt oder nachfragt (zumindest anfangs) gibt es doch Missverständnisse, die alles schwer machen. Oxy kann er einfach nicht ausstehen und das aus einem Grund, der selten dämlich ist. Im Laufe der Geschichte blickt man aber hinter seine Fassade. Sieht einen gebrochenen und traumatisierten Mann, der nur noch schwer vertrauen kann. Auch wenn ich mir manchmal etwas mehr Ehrlichkeit von ihm gewünscht hätte, kann ich auch verstehen warum es nicht so war. Denn er war traumatisiert und dann geht das nicht von einem auf den anderen Tag. Ich fand Henri unglaublich realistisch und auch manchmal sehr niedlich. Auch wenn ich ihn an einigen Stellen hätte töten können, weil ich wütend auf ihn war. Sein Geheimnis erfährt man erst sehr spät, aber ich wollte dann auch sofort viel mehr darüber erfahren. Es hat mir mein Herz wirklich ein kleines bisschen gebrochen.

Dadurch, dass die Bücher parallel zueinander spielen, kannte man viele Szenen schon. Aber sie noch mal aus einer anderen Sicht zu sehen, mit einem anderen Hintergrund und mit anderen Gedanken, fand ich echt super. Ich hatte einen ganz anderen Blick darauf. Gleichzeitig kam aber auch viel Neues hinzu und ich habe mitgefiebert wie es weiter geht.

In Oxys Geschichte startet man sofort in die Handlung. Es gibt keine Vorgeschichte wie bei Libby und Jasper sondern es beginnt sofort in Plymouth. Es war zwar auch spannend, aber bis wirklich etwas passiert ist, hat es doch gedauert. Henri und Oxy haben sich für mich erst ziemlich spät angenähert und bis dahin war es für mich etwas langgezogen. Ich habe das Ganze zwar trotzdem gerne gelesen, aber die Spannung hat etwas auf sich warten lassen.

Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden war ein einziges Auf und Ab. Henri hat es mit seinem Geheimnis immer etwas schwer gemacht. Trotzdem war es wirklich schön zu lesen. Mein Herz ist immer ein bisschen mehr aufgegangen und ich fand es einfach echt niedlich zwischen ihnen. Und heiß war es auch (Augenbrauen zucken).

Ich hab mich in der WG sofort wieder zuhause gefühlt. Es war wie nach Hause kommen und ich war wieder in der Geschichte drin. Diese Gruppe hat schon jetzt einen Platz in meinem Herzen. Auch Mode spielt wieder eine große Rolle. Meiner Meinung nach aber nicht so ausgeprägt wie in Band 1.

Fazit:

Für mich hat diese Reihe wirklich Suchtpotential. Ich bin schon nach 2 Bänden richtig verzaubert und ich freue mich schon so sehr auf die 2 anderen WG Mitglieder und ihre Geschichten. Band 2 war für mich nur minimal schlechter als Band 1, aber genauso süß, herzerweichend und neuartig wie bei Band 1. Wenn ihr New Adult mögt, dann schaut euch diese Reihe an, denn sie ist einfach zum Verschlingen und Durchsuchten.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2020

Das Drama geht weiter

Royal Lies
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Kann Spoiler enthalten! Folgeband!

Inhalt:

Nachdem Clara die größte Lüge Alexanders erfahren hat, ist ihr Vertrauen in ihn erschüttert. Sie sollte eine Einheit bilden, aber durch seinen Beschützerwahn ...

Kann Spoiler enthalten! Folgeband!

Inhalt:

Nachdem Clara die größte Lüge Alexanders erfahren hat, ist ihr Vertrauen in ihn erschüttert. Sie sollte eine Einheit bilden, aber durch seinen Beschützerwahn und die Geheimniskrämerei sind die beiden so weit auseinander wie noch nie. Clara wendet sich weiter von ihrem Mann ab. Und Alexander, dem die Abneigung seiner Frau zu viel wird, beginnt sich erneut zu schließen. Aber ihre Liebe ist stärker und so beginnen sie nach und nach das Vertrauen wieder herzustellen. Alexander lässt endlich auch seine dunkelste Seite nach außen scheinen und so wird ihre Bindung fester und vertrauensvoller. Aber nicht nur das Drama im Palast setzt sich fort auch hat Alexander weiterhin mit seinen unbekannten Feinden zu kämpfen. Seine oberste Priorität ist noch immer seine Familie zu schützen, aber wird ihm das gelingen wenn er nicht einmal genau weiß vor wen er sie beschützen muss?

Meine Meinung:

Geneva Lee schafft es mit jedem ihrer Bücher, mich in ihren Bann zu ziehen. Sie schreibt super angenehm und flüssig. Man versinkt in den Dramen, in der Erotik und der Romantik in jedem einzelnen Buch.

Ich habe ja schon bei Band 8 gesagt, dass ich die Neuauflage einfach super schön finde. Auch Band 9 reiht sich perfekt in die Reihe ein. Das gelb finde ich echt hübsch und es fällt einem sofort ins Auge.

Ich begleite die Charaktere seit jetzt 9 Büchern und habe deswegen natürlich auch eine sehr gute Bindung zu ihnen aufgebaut. Ich mag Clara und Alexander als einzelne Personen ziemlich gerne. Aber vor allem jetzt in Band 9 ist mir aufgefallen, dass ihre Beziehung vielleicht nicht das einzig ideale ist. Ich würde sie an einigen Stellen vielleicht schon als toxisch bezeichnen. Nicht das gesamte Buch über, aber vor allem am Anfang. Beide machen sich total voneinander abhängig und ich habe mich vor allem bei den ersten 150 Seiten immer etwas unwohl gefühlt wenn die beiden zusammen waren. Ein seltsames Gefühl.

Für mich war Band 9 geprägt von Charakterentwicklung. Alexander, der schon immer ein kleines Problem mit sich hatte, weil er sich als Monster sieht beginnt, sich Clara vollkommen zu öffnen. Die dunkelste aller Seiten an ihm, die er ihr immer vorenthalten hat, legt er ihr vor und dadurch beginnen die beiden ein tieferes Vertrauen zueinander zu entwickeln. Nach seiner größten Lüge überhaupt und Clara, die ihm danach misstraut hat, war genau das ein guter Schritt in die richtige Richtung. Ich hatte das Gefühl sie haben endlich eine Vertrauensbasis erschaffen und Alexander merkt endlich, dass Clara stärker ist als er dachte. Er merkt, dass es nur mit der Wahrheit funktioniert und es war einfach herrlich, dass er nach 8 Büchern „Ich lüge weil es besser für dich ist“ endlich damit aufgehört hat. Sein altbekannter Beschützerinstinkt und sein „Ich weiß, was gut für dich ist“ sind zwar geblieben, aber nicht in einem so hohen Maß wie zuvor.

Wer dann dachte, die Geheimnisse und Lügen hören auf: Falsch. In diesem Buch ist es vor allem Clara, die lügt und das hat mich echt immens gestört. Ich habe mich super unwohl gefühlt und hätte ihr gerne mehr als einmal eine übergebraten. Sie verschweigt ihm seit fast 2!! Büchern, dass ihr Baby einen Herzfehler hat. Warum? Ich war ihr wirklich richtig böse. Nichtsdestotrotz hat Clara in diesem Buch eine immense Stärke gezeigt und ist reifer und noch verantwortungsbewusster geworden. Ich fand es einfach mal gut, dass nicht alle Probleme durch Sex gelöst wurden, sondern auch mal durch Ehrlichkeit und eine Unterhaltung. Man bemerkt, dass ihr das neue Vertrauen zu Alexander gut getan hat.

Das große Geheimnis wurde offenbart: Alexanders Schwester Sarah hat den Unfall damals überlebt und lag 10 Jahre lang im Koma. Und sie ist eine wahre Zicke. Natürlich, sie hat 10 Jahre ihres Lebens verpasst, sie ist sauer, dass Alexander nie bei ihr war und ja vielleicht bekommt man auch mit, dass ihr Bruder nicht gerade begeistert darüber ist, dass sie wieder aufgewacht ist, aber sie war wirklich eine nervige und schreckliche Person wie sie im Buche steht.
Ich finde es auch immer wieder interessant wie sich die Sichtweise auf eine Person ändert wenn man sie durch andere Augen sieht. Aber Claras beste Freundin Belle finde ich irgendwie „unsympathisch“ wenn Clara ihre Geschichte erzählt.

Nach dem Ende des letzten Buches war der Aufklärungsbedarf natürlich sehr hoch, denn es war einfach ein Cliffhanger vom feinsten. Ich hatte schon Vermutungen und eine davon hat sich dann auch schon bestätigt. Ich fand es wirklich überraschend, aber dann wenn man darüber nachdenkt auch perfekt, denn es ist natürlich ein Schock. Wer hätte denn gedacht, dass Sarah noch lebt? In diesem Punkt muss ich sagen merkt man schon, dass diese Bücher zu einem späteren Zeitpunkt als die Trilogie zuvor geschrieben wurde. Denn in den Bänden zuvor hat der Unfall natürlich eine sehr große Rolle gespielt, weil er Alexander einfach komplett verändert. Ich muss schon sagen, dass man durch die Worte schon denkt, dass Sarah sicher tot ist. Auch wie Alexander sich verhält und wie er sich diese Schuldgefühle einredet. Geneva Lee hat es hier aber im Nachhinein so verdreht, dass man auch anders denken kann. Für mich eher nicht. Ich fand es ein bisschen sehr gut zurechtgelegt.

Die Royals sind einfach nur eines: Drama. Und das vom feinsten. Es passiert immer wieder etwas neues, das Staub aufwirbelt. In Band 9 fand ich die Handlung aber etwas ruhiger. Im Mittelteil hat mir irgendwas gefehlt, ich würde jetzt nicht sagen dass es langweilig war, aber es ist auch nicht sonderlich viel passiert, was zur Lüftung irgendwelcher Geheimnisse führte.

Ich würde wirklich sagen, dass der Schwerpunkt darauf gelegt wurde, dass Alexander und Clara sich wieder vertragen. Es war also für mich eher eine schwächere Überleitung zu einem hoffentlich grandiosen Finale.

Und wie ich schon sagte, Geneva Lee ist eine Queen in Sachen Cliffhanger. Meine Reaktion nach dem Ende war eine 30 Sekunden Nachricht, die auf WTF und OMG bestand. Natürlich an die Freundin, die mir die Royals damals ans Herz gelegt hat. Aber ich will wissen wie es weiter geht, das hat sie ganz toll hinbekommen.

Fazit:

Schwächer als der 8. Band und nicht unbedingt mein liebster. Aber trotzdem spannend und dramatisch. Ich freue mich auf das Finale der Reihe, das hoffentlich genauso aufregend und prickelnd wird wie ich es mir erhoffe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

4 Epochen eine Liebesgeschichte

Wenn die Dunkelheit endet
0

Inhalt:

Washington D.C 2012. Helen ist frisch geschieden und kurz vor ihrem 34. Geburtstag. Durch ein Blind-Date lernt sie Luke Varner kennen, der ihr seltsame Dinge über ihre vorherigen Leben erzählt. ...

Inhalt:

Washington D.C 2012. Helen ist frisch geschieden und kurz vor ihrem 34. Geburtstag. Durch ein Blind-Date lernt sie Luke Varner kennen, der ihr seltsame Dinge über ihre vorherigen Leben erzählt. Vorherige Leben? Quatsch, wenn man Helen fragt. Aber plötzlich beginnt sie ziemlich realistische Träume zu haben. Sie steckt im Körper der jungen Juliet. Sie verliebt sich in einen Mann und wird schlussendlich von ihrer eigenen Mutter verflucht. Und auch ihr Blind Date Luke kommt in ihren Träumen vor. Bald beginnt sie sich zu erinnern und aus der seltsamen Geschichte wird die Erkenntnis, dass all das Gesagte wahr ist. Sie ist dazu verdammt sich immer wieder in einer unglücklichen Liebe zu landen und schlussendlich im Tod. Bis sie Luke zur Hilfe ruft. Aber jetzt in ihrem 4. Leben will sie das auf keinen Fall zulassen und versucht alles, um diesen Fluch endlich brechen zu können…

Meine Meinung:

Ich bin wirklich klasse mit dem Schreibstil zu Recht gekommen. Es ist angenehm zu lesen und man versinkt in den Seiten.
Das Cover hat etwas sehr dunkles und geheimnisvolles an sich, das aber trotzdem Blicke auf sich zieht. Die roten Blütenblätter geben tolle Akzente zu der sonst so dunklen Farbgebung.

Man lernt hier 4 verschiedene Formen von Helen/Juliet kennen. Jede ist verschieden, aber irgendwie ähneln sie sich alle. Zusammen ergänzen sie sich auf perfekte Art und Weise.
Im Buch werden die Geschichten der 3 Vor-Persönlichkeiten ausführlich erzählt weswegen man auch einen guten Eindruck von ihnen bekommt. Juliet würde ich als sehr melancholisch und gefühlvoll beschreiben. Sie liebt mit Leib und Seele und ist sehr oft unglücklich. Mit ihr fängt alles an. Ihre Geschichte fand ich super spannend und auch traurig. Nora, Schauspielerin in den 1930ern war mein Liebling. Ihre Geschichte hat mit mitgenommen, berührt und Seufzen lassen. Außerdem fand ich es klasse, weil es mal was ganz anderes war. Sie war kämpferisch, aufopfernd und hoffnungsvoll. Sie hat in der gesamten Geschichte gekämpft, gelebt und geliebt und ich hatte beim Lesen einen wirklichen Draht zu ihr. Sandra war die kluge zu der ich aber keine wirkliche Beziehung aufbauen konnte. Und dann gibt es noch Helen, die in ihren Träumen all ihre früheren Ich´s kennenlernt. Helen mochte ich wirklich am wenigsten. Ich fand sie langweilig und ihre eigene Geschichte fand ich echt etwas fade.
In jeder Epoche gibt es natürlich auch eine Marchant, denn der war ja das eigentliche Fluchopfer. Er war durch die Geschichte mal mehr, mal weniger sympathisch. Für mich war seine beste Form in der Geschichte von Sandra. Warum, müsst ihr selbst herausfinden.
Wer auch immer dabei war und wen ich auch immer mochte war Luke. Er stand Juliet, Nora, Sandra und Helen immer zur Seite und hat versucht ihr zu helfen. Ich würde ihn fast als einen tragischen Charakter sehen, denn er muss damit leben, dass Juliet niemals ein vollkommen glückliches Leben mit ihm führen kann. Jedenfalls nicht mit ihm. Ihre Liebe war tragisch und es hat mir jedes Mal das Herz ein bisschen gebrochen wenn es wieder endete.

Ich war ganz schön begeistert, dass ich dieses Buch lesen durfte. Es klang nach einer super Mischung aus Fantasy, Drama und Romantik. Und das war es auch. Auch wenn ich ein paar Aspekte habe, die mir nicht so gut gefallen haben.
Ich mag Bücher, die in verschiedenen Epochen spielen richtig gerne, denn ich liebe alles Historische. Dass die in Träumen verpackt vorkamen fand ich super. So hat man immer wieder Häppchen zugeworfen bekommen. Man konnte sich in die Geschichten Von Juliet und Nora reinträumen, denn es wurde ausführlich, aber auch mit Pausen erzählt. Das hat für mich die Spannung aufrechterhalten. Und dann kam die Geschichte von Sandra an der Reihe. Als diese zu Erzählen begonnen wurde war das Buch schon relativ weit am Ende. Und so hat man Sandras Geschichte mal kurzerhand ganz schnell in 2 riesigen Kapiteln untergebracht. Das fand ich ziemlich schade, denn durch diese riesigen Kapitel war ich unmotivierter weiter zu lesen als davor. Für mich kam es so rüber als hätte man noch ganz schnell versucht eine dritte Persönlichkeit bzw. deren Geschichte zu erzählen, damit noch alle wichtigen Geheimnisse aufgedeckt werden konnten. Das hat man in den vorherigen besser gelöst.
Helens Geschichte dagegen fand ich wirklich langweilig. Fast schon etwas ausgelutscht. Für mich waren ihre Handlungen nie wirklich nachvollziehbar. Ich konnte mich nicht in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzten. Natürlich, sie will den Fluch brechen, aber ich fand es etwas Langweilig gelöst.
Alle anderen Geschichten waren fesselnd. Zum mitfiebern, fühlen und spannend, dass man einfach weiterlesen musste. Die Träume/Zeitsprünge waren gut getaktet (außer bei Sandra). So wurde Spannung aufrechterhalten und gleichzeitig immer mal wieder Geheimnisse aufgedeckt, die auch Helen in ihrer Zeit gut gebrauchen konnte.

Fazit:

Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Die Vergangenheit war super, die Gegenwart leider nicht mein Fall. Die war einfach etwas gewöhnlich und zum Augen verdrehen. Ich habe wirklich mitgefiebert und auch mitgelitten. Das Buch ist eine Empfehlung. Vor allem wenn ihr auf Bücher mit ein wenig Fantasy, aber viel Herzschmerz und tragischer Romantik steht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere