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Brina88

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2020

Düster und gut

DUNKEL
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Klappentext:
"Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen cold ...

Klappentext:
"Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen cold case, aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod um eine junge Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit rennt, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …"

Meine Meinung:
Mir hat der Auftakt der Trilogie gut gefallen. Nach und nach erfährt man immer mehr über Hulda und ihre Kindheit. Das fand ich sehr interessant. Generell ist Hulda ein interessanter Charakter und eine starke Frau.
Sie möchte nicht so einfach in den Ruhestand abgeschoben werden und überredet ihren Chef noch ein bisschen bleiben zu dürfen. Dieser stimmt widerwillig ein und Hulda darf sich einen alten Fall aussuchen. Sie entscheidet sich für den Fall einer verschwundenen Asylbewerberin, ohne zu ahnen, dass es vielleicht ihr letzer Fall sein könnte.
Auch aus dem Leben mit ihrem Mann und ihrer Tochter erfährt man nach und nach immer mehr Dinge, leider sehr unschöne Dinge.
Man merkt, dass Hulda davon geprägt ist und fühlt mit ihr mit.
Der Auftakt scheint gleichzeitig die Erzählung der letzten Ermittlung von Hulda zu sein. Spannend. Ich bin gespannt, wie der Autor in den nächsten Büchern weitermacht.
Der Erzählstil gefällt mir gut, auch wenn er etwas düster ist. Man kann sich alles genau vorstellen und man wird beim Lesen in die Geschichte hineingezogen. Alles wird spannend beschrieben und nach jedem Kapitel hat man Lust einfach weiterzulesen.
Das Cover gefällt mir gut. Es ist ebenfalls sehr düster gehalten und lässt auf eine düstere Geschichte schließen.
Alles in allem muss ich sagen, dass das Buch überzeugt. Ich kann es definitiv zum Lesen weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Interessante Entwicklung

Die Brüder Fournier
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Klappentext:
" Envie, ein Vorort von Brüssel, in den 1970er Jahren. In einer Zeit, die im Rückblick vielleicht als schöne Jugend voller Freiheit und Spaß in der Natur verklärt wird, wachsen die Brüder ...

Klappentext:
" Envie, ein Vorort von Brüssel, in den 1970er Jahren. In einer Zeit, die im Rückblick vielleicht als schöne Jugend voller Freiheit und Spaß in der Natur verklärt wird, wachsen die Brüder Iason und Vincent Fournier als Söhne vielbeschäftigter Unternehmer-Eltern eher vernachlässigt auf. Ihre jugendliche Energie ist nicht immer kanalisiert, ihre Wahrnehmung nicht immer konform mit den Interessen der Erwachsenen. Besonders Iason erregt Anstoß und wird, den modernen Therapien der Zeit entsprechend, medikamentös behandelt – mit wenig Erfolg. Freundinnen und Freunde haben sie trotzdem viele, in den fast dörflichen Strukturen sind sie eine fast schon verschworene Gemeinschaft, von den Älteren misstrauisch beäugt.
Doch als innerhalb eines Jahres zwei Jugendliche betrunken erfrieren, gerät Iason in einen Verdacht, dem er sich nicht entziehen kann. Und niemand, wirklich niemand, bringt ihn mit der mondänen und schönen Vierzigjährigen aus Brüssel in Verbindung, die in ihrem modernen Bungalow Partys für Kunstfreunde und Intellektuelle schmeißt … "

Meine Meinung:
Mir hat das Buch von Matthias Wittekindt gut gefallen. Es war sehr interessant die Entwicklung von Iason zu erleben. Die beiden Brüder Iason und Vincent sind sehr unterschiedlich, das sieht man auch noch später im Erwachsenenalter.
Zum Teil hätte die Erzählung der Jugend etwas kürzer sein können. Die Erzählung im Erwachsenenalter hätte für mich detaillierter sein können. Ich hätte gerne noch mehr über den erwachsenen Iason erfahren.
Der Schreibstil gefällt mir gut und der Autor schafft es den Leser in die Geschichte hineinzuziehen.
Das Cover sieht schön aus, hat aber auch etwas düsteres an sich.
Alles in Allem ein interessantes Buch über einen Jugendlichen, der seinen Standpunkt in der Welt erst finden muss. Durchaus lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

Neue Sichtweisen

Der Kaufmann und der Rinpoche
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Klappentext:
"Zwei Lebensschicksale und eine Reise im Bardo

Den tibetischen Kaufmann Dorjee Wangchuck und den Rinpoche Sonam Tsering verbindet seit Kindertagen eine tiefe Freundschaft, auch wenn ihre ...

Klappentext:
"Zwei Lebensschicksale und eine Reise im Bardo

Den tibetischen Kaufmann Dorjee Wangchuck und den Rinpoche Sonam Tsering verbindet seit Kindertagen eine tiefe Freundschaft, auch wenn ihre Lebenswege nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. Während der eine sich im Strudel der Geschichte seinen Weg bahnte und ein Vermögen anhäufte, entschied sich der andere für ein Leben im Kloster.

Als der alte Dorjee im Sterben liegt, lässt er seinen Freund rufen mit der Bitte, ihm den Bardo Thödol, das Tibetische Totenbuch, vorzulesen. Das soll ihn auf dem Weg zur Wiedergeburt durch den Bardo, die Zwischenwelt, geleiten. Doch alles hängt davon ab, wie er sein Leben geführt hat. Wird Dorjee am Ende seines Weges durch die Zwischenwelt wiedergeboren oder muss er dort verharren? "

Meine Meinung:
Das Buch hat mir gut gefallen. Auf der einen Seite ist Dorjee, ein tibetischer Kaufmann, der in seinem Leben schon einige Entscheidungen treffen musste.
Auf der anderen Seite ist da der Rinpoche Sonam Tsering, der sich sehr früh entschlossen hat ins Kloster zu gehen und ein Mönch zu werden.
Beide verbindet eine Freundschaft.
Es wird immer wieder zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin- und hergewechselt und so erfährt man nach und nach immer mehr über die Geschichte von Dorjee und Sonam. Beide haben wirklich unterschiedliche Meinungen über das Leben und die Begebenheiten.
Ebenfalls erfährt man sehr viel über sie Geschichte Tibets und den Werdegang. Ein interessantes Buch.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist sehr flüssig erzählt und sie lässt sich sehr angenehm lesen.
Das Cover sieht auch toll aus.
Ein tolles Buch, das man lesen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2020

Gut, aber zum Teil sehr langatmig

Terapolis
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Klappentext:
"Im Moment meint es das Leben gut mit Greg. Er hat ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen und eine Anstellung in der Dieselmotorenfabrik.
Gregs Glück wendet sich jäh, als er eines Tages unter ...

Klappentext:
"Im Moment meint es das Leben gut mit Greg. Er hat ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen und eine Anstellung in der Dieselmotorenfabrik.
Gregs Glück wendet sich jäh, als er eines Tages unter Mordverdacht gerät. Der einzige Hinweis, der ihm helfen könnte, seine Unschuld zu beweisen, führt in die Terapolis. Greg muss seine Gemeinschaft in der City 95B457 verlassen. Auf seiner abenteuerlichen Reise trifft er auf neue Freunde und Feinde. Greg muss lernen, dass sich die Wahrheit meist doch nicht so schwarz und weiß präsentiert, wie er es bisher angenommen hatte. "

Meine Meinung:
Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Schlimm, dass Greg als Sündenbock für einen Mord herhalten sollte, aber schön, dass er dadurch neue, treue Freunde gewonnen hat. Nach und nach wird im Verlauf der Geschichte aufgedeckt, wer den Mord begangen hat und wie dieser abgelaufen ist.
Ich fand toll, dass alles erst am Ende des Buches so richtig aufgelöst wurde. Da fiebert man bis zum Ende mit.
Leider muss ich aber sagen, dass die Geschichte an sich zum Teil sehr langgezogen war. Ich hätte mir einige Teile etwas kürzer und knackiger gewünscht.
Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut und man wird durch die bildhaften Erzählungen in die Welt von Greg hineingezogen.
Man durchlebt zusammen mit Greg dessen Abenteuer und fiebert mit, ob Greg es schafft seine Unschuld zu beweisen.
Das Cover gefällt mir gut.
Alles in Allem ein gutes Buch, das an manchen Stellen etwas langatmig ist. Nichts desto trotz lohnt es sich das Buch zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Interessantes Buch

The Doll Factory
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Klappentext:
"London, 1850. Iris schuftet unter harten Bedingungen in einer Puppenmanufaktur, doch heimlich malt sie Bilder und träumt von einem Dasein als Künstlerin. Als sie für den Maler Louis Frost ...

Klappentext:
"London, 1850. Iris schuftet unter harten Bedingungen in einer Puppenmanufaktur, doch heimlich malt sie Bilder und träumt von einem Dasein als Künstlerin. Als sie für den Maler Louis Frost Modell stehen soll und von ihm unterrichtet wird, eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt: Künstlerische Meisterschaft, persönliche Entfaltung und die Liebe zu Louis stellen ihr Leben auf den Kopf. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat. Einen Verehrer, der seinen ganz eigenen, dunklen Plan verfolgt."

Meine Meinung:
Das Buch hat mir gleich von Anfang an gut gefallen. Die Geschichte von Iris und ihrer Schwester fand ich sehr interessant und spannend. Vor allen Dingen, dass Iris sich getraut hat, ihren Job zu kündigen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, fand ich sehr mutig. Ein interessanter Charakter, genauso wie Louis und Silas. Rose ist sehr oft neidisch auf ihre Schwester Iris, doch als diese plötzlich verschwunden ist, versucht sie zusammen mit Louis, Iris zu finden. Schön auch, dass die beiden sich wieder näher gekommen sind und keine Feindschaft entstanden ist, die blieb.
Silas erscheint oft sehr unheimlich und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich verstehen kann, dass sich Iris zu Louis und nicht zu Silas hingezogen fühlt.
Einfach mitleid haben, muss man mit Albie. Er tat mir leid, nur mit einem Zahn und immer auf der Suche nach etwas, womit er Geld verdienen kann, damit er sich endlich neue Zähne leisten kann.
Hätte Louis doch nur früher auf Albie gehört, wäre Iris einiges erspart geblieben.
Ich muss jedoch sagen, dass mir das Ende etwas zu schnell gekommen ist.
Die Autorin des Buches hat einen sehr schönen Schreibstil. Sie schafft es, den Leser in ihren Bann und vor allen Dingen in die beschriebene Welt hinein zu ziehen. Man kann sich durch die Beschreibungen alles gut vorstellen.
Das Cover sieht auch toll aus.
Alles in Allem ein tolles Buch, das man unbedingt lesen sollte.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre