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Veröffentlicht am 27.04.2026

humorvoller Borkum-Krimi mit viel Inselflair und überraschenden Wendungen

Mordseeparty
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„Mordseeparty“ heißt der inzwischen siebte Band der Borkum-Krimireihe der unter dem Pseudonym Emmi Johannsen schreibenden Autorin Christine Drews. Im Mittelpunkt der humorvollen Krimireihe stehen die Hobbyermittler ...

„Mordseeparty“ heißt der inzwischen siebte Band der Borkum-Krimireihe der unter dem Pseudonym Emmi Johannsen schreibenden Autorin Christine Drews. Im Mittelpunkt der humorvollen Krimireihe stehen die Hobbyermittler Caro Falk und Jan Akkermann und natürlich die Insel Borkum.

Das Cover ist mit der Möwe sehr gut als zur Reihe gehörig erkennbar. Die wichtigsten Details aus dem Klappentext sind im sommerlich ansprechenden Titelbild hervorragend verarbeitet: die Luftschlangen im Möwenschnabel, der Leuchtturm und der Strand, der von rot-weißem Absperrband umschlossen ist.

Was ich sehr mag ist, dass die Möwe auch bei den Kapitelüberschriften wiederzufinden ist. Toll finde ich zudem die farblich illustrierte Karte der Insel Borkum, auf der die für den Fall wichtigsten Schauplätze gekennzeichnet sind. Details, die das ansprechende Gesamtbild des Buches sehr schön abrunden.

Auch in „Mordseeparty“ jagen Caro und Jan gemeinsam auf der Insel Borkum Verbrecher. Denn auf der Seehundbank liegt ein Toter – nackt und eindeutig ermordet. Dass es sich bei dem Ermordeten um Uwe Petersen handelt, der auf der Insel weithin bekannt und auch berüchtigt ist, ist schnell geklärt. Doch warum musste er sterben? Und wer ist der Mörder? Caro und Jan stürzen sich trotz der Partyvorbereitungen zu Caros vierzigstem Geburtstag in die Ermittlungen. Dabei sorgt auch die zur Feier angereiste Verwandtschaft für einige Unterhaltung.

Für mich war es der erste Band der Autorin und auch der erste rund um die Hobbydetektive Caro und Jan. Die Beiden wirken sehr sympathisch und definitiv erfahren im Ermitteln. Vor allem Jan wirkte auf mich ausgeglichen und in sich ruhend. Der Einstieg fiel mir leicht und ich hatte nicht das Gefühl irgendwie abgehängt oder ahnungslos zu sein, weil ich die Vorgängerbände nicht kenne. Die Autorin streut gekonnt relevante Informationen ein, so dass es für Kenner nicht langweilig wird und Neulinge sich trotzdem gut zurecht finden. Natürlich bleiben ein paar Dinge offen oder mit Fragezeichen versehen, aber das ist für mich genau die richtige Mischung, schließlich werde ich so dazu angeregt mir auch die Vorgängerbände zu kaufen. Das Knistern zwischen Caro und Jan verleiht dem Ganzen eine besondere Note.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall angenehm sowie flüssig zu lesen und durch die bildhaften Beschreibungen des Settings fühlt man sich sofort, als würde man ebenfalls auf Borkum sein und die jeweiligen Schauplätze besuchen. Dass immer wieder Humor aufblitzt, lockert nicht nur den Schreibstil auf, sondern auch die Geschehnisse. Die zusätzliche Spannung, die durch eingeschobene Briefe aufgebaut wird, gibt den Ermittlungen eine weitere Dimension.

Etwas schade war für mich, dass ich bereits in der Mitte des Buches den Täter bzw. die Täterin (das Geschlecht möchte ich an dieser Stelle nicht verraten) identifiziert hatte. Auch die Zusammenhänge waren mir zum größten Teil klar. Schön war es, dass der Fall trotzdem noch ein paar überraschende Details bereit gehalten hat. Allerdings war der Schluss für mich nicht rundum überzeugend, obschon alle Handlungsstränge zum Ende geführt wurden.

Die angesprochenen Themen verliehen dem Krimi eine gewisse Tiefe, wobei durch das sommerlich leichte Inselflair trotzdem keine Schwere entstand.

Diesen humorvollen Borkum-Krimi kann ich nicht nur als Urlaubslektüre empfehlen. Die Mischung aus viel Inselflair und überraschenden Wendungen birgt sommerliche Lesefreude.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.04.2026

sommerliche Lektüre für entspannte romantische Lesestunden

Summer Tides
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„Summer Tides“ ist der Auftaktroman zur neuen Reihe „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“ von Autorin Sarah Fulmar.

Scarlett flieht aus London und möchte in Cornwall einen Neuanfang wagen. Grundlage ...

„Summer Tides“ ist der Auftaktroman zur neuen Reihe „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“ von Autorin Sarah Fulmar.

Scarlett flieht aus London und möchte in Cornwall einen Neuanfang wagen. Grundlage zum Leben soll ihr ein alter Strandkiosk bieten. Doch was sie sich ganz einfach vorstellte, entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Und dann trifft sie völlig unverhofft Jonah wieder. Er ist inzwischen Rettungsschwimmer und hat kein Interesse an Verpflichtungen. Doch die Anziehung ist da – trotz aller Reibereien und Unterschiede.

Der Farbschnitt des Buches ist wunderschön. Insgesamt gefällt mir das Cover ganz wunderbar und spiegelt den Gegensatz Scarlett zu Jonah ebenso wider, wie die Gegensätze, die beide jeweils in sich tragen. Auf den ersten Blick ist die Küste Cornwalls zu erkennen sowie die wichtigsten Punkte aus dem Klappentext.

Der Roman ist eine wunderbare Sommerlektüre, was durch das sommerliche Setting in Cornwall unterstrichen wird. Man kommt direkt in Urlaubsstimmung und kann sich vom leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin tragen lassen. Die lebendige Atmosphäre lässt einen dabei mit der Hauptfigur Scarlett mitfiebern. Stellenweise wirkt diese sehr naiv, was sich bei genauerer Betrachtung und mit fortschreitendem Lesen des Buches jedoch erklärt. So macht es Freude, Scarlett bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.

Auch Jonah, die männliche Hauptfigur ist gut charakterisiert, wodurch seine Entscheidungen verständlich werden und sein Handeln transparent. Auch seine Entwicklung, Ängste und Sorgen, lassen sich gut nachvollziehen.

Sehr gut finde ich, dass das Gemeinschaftsgefühl und der Wert echter Freundschaft eine große Rolle im Roman spielen. Dieser positive Aspekt wird nicht zuletzt durch die sehr sympathischen Nebenfiguren transportiert, die dem Geschehen Abwechslung, aber auch Tiefe verleihen.

Ein sommerlicher Wohlfühlroman mit romantischem Cornwall-Setting, der sich nicht nur als Urlaubslektüre für entspannte Lesestunden am Strand oder Meer zu lesen lohnt. Ich freue mich auf die weiteren Bände der „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2026

bewegend, einfühlsam und tiefgreifend – über das Älterwerden, Familie, Freundschaft und Versöhnung

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Die Hauptfigur des Romans „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist Bo. Bo ist 89 Jahre alt, lebt mit seinem Hund Sixten in einem Haus und wird vom Pflegedienst versorgt. Seine Frau musste ...

Die Hauptfigur des Romans „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist Bo. Bo ist 89 Jahre alt, lebt mit seinem Hund Sixten in einem Haus und wird vom Pflegedienst versorgt. Seine Frau musste krankheitsbedingt vor einiger Zeit in ein Heim für Demenzkranke ziehen und sein Sohn Hans besucht ihn hin und wieder. Doch nun will Hans Bo Sixten wegnehmen, weil er der Meinung ist, dass sein Vater Sixten nicht mehr richtig versorgen kann und diese Versorgung durch die nötigen Spaziergänge zu gefährlich für Bo ist. Doch Sixten ist für Bo ein geliebter Freund und Anker. Er wird den Hund nicht kampflos aufgeben.

Die Figur Bo hat mich tief berührt. Seine Verzweiflung ob des drohenden Verlustes seines Hundes Sixten ebenso, wie der schwindende Geist, aber auch die nachlassenden körperlichen Fähigkeiten. Autorin Lisa Ridzén schreibt einfühlsam und schonungslos, aber mit ehrlichem Respekt und klarem Blick über das Älterwerden. Bewegend fasst sie darüber hinaus auch die Themen Familie und Freundschaft sowie Versöhnung auf. Dabei spielt die Selbstbestimmung Bos eine wichtige Rolle.

Wer in diesem Roman überraschende Wendungen erwartet, wird enttäuscht werden. Für mich würde es aber auch nicht zum ruhigen Erzählfluss des Buches passen. Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, durch seine realitätsnahe Darstellungen und die überaus feinfühlige Zeichnung der Figuren nachhaltig beeindruckend und bewegend.

Durch wechselnde Perspektiven und Rückblicke kann man als Leser tief in die Geschichte eintauchen und die verschiedenen Blickwinkel einnehmen. Dabei hat mich die daraus resultierende Emotionalität bewegt. Die authentischen Beschreibungen und Gedanken ließen mich mehrfach zwischen Lachen und Weinen schwanken. Ein Buch, das nicht einfach „weggelesen“ werden kann und soll, sondern auch zum Nachdenken über das eigene Älterwerden, Selbstbestimmtheit und Abschied anregt.

Lisa Ridzén ist ein nachdenklich stimmender Roman gelungen, der hervorragend geschrieben und absolut empfehlenswert ist. Jede Auszeichnung, die dieses Buch erhält, empfinde ich als völlig gerechtfertigt.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

unsympathische Figuren mit nicht nachvollziehbaren Handlungen

Woman Down
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„Woman Down“ von Colleen Hoover habe ich mit großen Erwartungen in die Hand genommen. Auch angesichts der vielen Vorschusslorbeeren, die das Buch in der Ankündigung erhalten hat. Leider konnten die hochtrabenden ...

„Woman Down“ von Colleen Hoover habe ich mit großen Erwartungen in die Hand genommen. Auch angesichts der vielen Vorschusslorbeeren, die das Buch in der Ankündigung erhalten hat. Leider konnten die hochtrabenden Versprechen nicht gehalten werden. „Woman Down“ ist eines von ganz wenigen Büchern, die ich tatsächlich abgebrochen und nicht bis zum Schluss gelesen habe. Und ich habe es wirklich versucht! Von Beginn an war mir Hauptprotagonistin Petra Rose sehr unsympathisch. Sie erschien mir wenig reflektiert und überheblich. Als sie dann aber auch noch plötzlich eine Affäre mit Saint, der männlichen Hauptfigur, anfängt, war für mich der Schlusspunkt erreicht. Für mich war dies zu wenig nachvollziehbar, auch angesichts der Tatsache, dass beide Protagonisten eigentlich mit anderen Partnern verheiratet sind.
Um dem Ganzen doch noch eine Chance zu geben, habe ich extra die letzten Seiten gelesen, in der Hoffnung, dass mich der Schluss so überzeugt, dass ich doch noch weiter gelesen hätte. Allerdings hatte ich einzig den Gedanken: gut, dass du nicht alles gelesen hast, es wäre Zeitverschwendung gewesen.

Das Thema der Sozialen Medien und welche Macht sie auf unser Leben und unsere Meinung haben fand ich sehr gelungen. Wie aus einer Kleinigkeit Dinge entstehen können, Tatsachen verdreht, aufgebauscht und am Ende zu sozialer Ausgrenzung, ja, praktisch Rufmord, führen können wurde eindrücklich beschrieben. Den Schreibstil der Autorin fand ich in Ordnung und flüssig zu lesen.

Das Cover machte mich neugierig, passt jedoch für mich nicht zum Buch, soweit ich das wegen meines Leseabbruchs beurteilen kann. Grundsätzlich finde ich die Aufmachung gelungen, auch dass bei der Hardcover-Ausgabe beispielsweise auf das Detail geachtet wurde, dass sogar das Lesebändchen farblich harmonisch abgestimmt wurde.

Schade, aber leider nicht zu ändern: ich kann das Buch nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Wenn die Fäden der Vergangenheit und Zukunft zu einem wunderschönen Bild werden

Fäden des Glücks
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Bekannt ist Autorin Marit Warncke vielen als DIY-YouTuberin. Mit „Fäden des Glücks“ legt sie einen gefühlvollen Roman vor.

Unternehmensberaterin Karla verliert wegen einer Unachtsamkeit ihren Job. Als ...

Bekannt ist Autorin Marit Warncke vielen als DIY-YouTuberin. Mit „Fäden des Glücks“ legt sie einen gefühlvollen Roman vor.

Unternehmensberaterin Karla verliert wegen einer Unachtsamkeit ihren Job. Als dann auch noch ein Brief des Finanzamts eintrifft, der eine hohe Forderung wegen eines Erbes enthält, beschließt sie, das alte Gutshaus der Familie zu verkaufen. So reist sie ins beschauliche Lüttenbü, das in ihrer Kindheit und Jugend ihr Ankerort war. Verbrachte sie dort doch alle Ferien, bis ihre Eltern sich scheiden ließen und das Haus dem Verfall preisgaben. Deshalb will Karla ein paar oberflächliche Renovierungen vornehmen und das Objekt schnellstmöglich auf den Markt bringen. Doch sie hat die Rechnung ohne den tatsächlichen Zustand des Hauses gemacht. Und dass sie ausgerechnet Rasmus über den Weg läuft, der ihr vor rund 10 Jahren das Herz gebrochen hat, war auch nicht eingeplant.

Das Cover mit seinen fröhlichen Farben und seiner Helligkeit hat mich sofort angesprochen. Ein antiker Nähtisch mit ebensolcher Nähmaschine und einem Stuhl stehen vor einer holzvertäfelten Wand, Stoffe liegen auf dem Nähtisch. Nähutensilien wie Fingerhut, Schere und Nadelkissen sind zudem als Symbole auf dem Cover verteilt. Das zusammen verströmt auf den ersten Blick neben dem Thema "Nähen" eine heimelige und fröhliche Atmosphäre, die gute Laune macht

Sehr positiv hervorzuheben ist die Authentizität der Figuren. Als Leser begleitet man die sympathische Hauptprotagonistin Karla in ihrer Entwicklung. Diese ist absolut nachvollziehbar dargestellt und beinhaltet deren eigene Vergangenheit ebenso wie die weiterer Personen. So entspinnt sich eine berührende Geschichte, in der Karla viele verworrene Fäden langsam aber sicher aufdröselt und diese sich zu einem wunderschönen Bild verknüpfen.

Durch den atmosphärischen und warmherzigen Schreibstil der Autorin taucht man direkt ab in die unterhaltsame Geschichte, die neben Romantik auch eine gehörige Portion Kreativität beinhaltet. Diese spiegelt sich zum Einen im Thema Renovierung und Denkmalschutz wider, zum Anderen im Thema Nähen. Deshalb ist die Nähanleitung für eine Kissenhülle am Ende des Buches ein schöner Abschluss. Zudem gefällt mir, dass die Kapitel tagebuchmäßig mit Wochentag und Datumsangabe überschrieben sind, so dass man sich problemlos auf den verschiedenen Ebenen des Buches zurechtfindet.

Einfach toll, wie Marit Warncke aus den Fäden der Vergangenheit und der Zukunft einen gefühlvollen Roman knüpft. Ich konnte diesen Wohlfühlroman kaum aus der Hand legen und empfehle ihn gerne weiter – auch für Nicht-Nähbegeisterte.

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