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Veröffentlicht am 16.02.2025

"Gutaussehende Sport-Orcs sind wandelnde Red-Flags, Honey, kapier das endlich."

Honey & Trouble (Bellbook University 2)
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Wer mit "Ginger & Beast" schon seinen Spaß hatte, darf sich auf "Honey & Trouble", dem 2. Teil der Bellbook-University-Reihe von Penny Juniper, freuen, denn es geht weiter mit einer amüsanten Forced-Proximity/Enemies-To-Lovers-Liebesgeschichte ...

Wer mit "Ginger & Beast" schon seinen Spaß hatte, darf sich auf "Honey & Trouble", dem 2. Teil der Bellbook-University-Reihe von Penny Juniper, freuen, denn es geht weiter mit einer amüsanten Forced-Proximity/Enemies-To-Lovers-Liebesgeschichte zwischen einem Ork u. einer Fae! Großartiger Humor, gelungener Spice u. sympathische Charaktere! Klare Leseempfehlung auf für diesen Teil der Reihe!

Herzlichen Dank an Carlsen Impress & Netgalley für die Rezensionsexemplare (Print, E-Book)!

Klappentext:
Licht-Fae Honey hat ein Problem: Es hört auf den Namen Sam, ist zwei Meter groß, charmant, ständig guter Laune, der Rugby-Star der Bellbook University – und leider der große Bruder ihrer besten Freundin, der sie einen Gefallen schuldet. Also lässt Honey Sam in ihre WG einziehen und verspricht, auf den Playboy aufzupassen, damit dieser nicht sein Stipendium verliert. Eine Aufgabe, die für die mürrische Honey zur Geduldsprobe wird, denn dem attraktiven Orc hatte sie eigentlich schon nach einem Zwischenfall im ersten Semester abgeschworen. Doch Sam ist wild entschlossen, Honey für sich zu gewinnen, und er ist gar nicht so schlecht darin ...

Der Einstieg in "Honey & Trouble" fiel mir durch den lockeren, fließenden Schreibstil der Autorin auch wieder sehr leicht. Dabei wird die Geschichte auch dieses Mal abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten, dieses Mal Honey (Fae) u. Sam (Ork) erzählt, wodurch man den Plot hautnah aus zweierlei Perspektiven miterleben kann.
Ich mochte beide Charaktere unglaublich gerne, da sie vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein könnten u. durch "Enemies to Lovers" ganz viele amüsante Dialoge u. humorvolle Szenen entstehen. So fliegen vom ersten Moment an die Fetzen zwischen den beiden u. die Liebesgeschichte wird dadurch spannend u. absolut zum Mitfiebern.
Honey ist eine Licht-Elfe und eher die grumpy Lady in der Geschichte. Am liebsten ist sie für sich u. allein u. konzentriert sich auf ihr Lernen und ihren Abschluss in IT. Zudem arbeitet sie an ihrem geheimen Projekt (ein Camping-Unimog), mit dem sie abhauen will.
Sam ist dagegen ist ein großer, grüner u. charmanter Ork, den nichts u. niemand von seiner guten Laune abbringen kann. Er ist der beliebte Rugby-Star der Bellbook University u. wird leider durch seinen bescheuerten Freund in die ein oder andere Situation gebraucht, die ihn fast sein Stipendium kostet.
Als Sam dann bei Honey einzieht, ist sie nicht sehr begeistert, da sie eine gemeinsame Vergangenheit haben u. er scheinbar was falsch gemacht hat, von dem er nichts weiß, sie deshalb aber noch immer angepisst ist

Das magische College-Setting ist dabei auch wieder durchaus überzeugend gelungen! So gibt es nämlich nicht nur Hexen u. Dämonen, sondern auch Menschen, Orks, Vampire u. Elfen u. ihre jeweiligen Fakultäten.
Die Geschichte per se strotzt nur so von trockendem Humor u. Sarkasmus, dass man teilweise nicht aus dem Lachen herauskommt u. dadurch einen RomCom-Charakter erhält!

Insgesamt eine wirklich gelungene Fortsetzung der Reihe - Für Fans von RomComs, Fantasy u. College-Setting ein absolutes Muss! Klare Leseempfehlung!

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen!


Zitat: Penny Juniper: Honey & Trouble, Pos. 833

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Veröffentlicht am 16.02.2025

"Solange die Sterne leuchten, können unsere Träume wahr werden."

Die kleine Nähstube in der Normandie
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"Die kleine Nähstube in der Normandie" von Melissa Jahn hat mich komplett berührt u. in ihren Bann gezogen. Die Autorin überzeugt mit einer ruhigen Slow-Burn-Romance, sympathischen Charakteren u. einer ...

"Die kleine Nähstube in der Normandie" von Melissa Jahn hat mich komplett berührt u. in ihren Bann gezogen. Die Autorin überzeugt mit einer ruhigen Slow-Burn-Romance, sympathischen Charakteren u. einer starken, jungen Frau, die den Mut aufbringt, über ihre Narben der Vergangenheit hinauszuwachsen! Klare Leseempfehlung!

Herzlichen Dank an Melissa, den Piper-Verlag u. Between Pages für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
In ihrer kleinen Nähstube in der Normandie fertigt Aurelie für jede Frau und jeden Anlass das passende Kleid. Trotz ihrer Begabung, die wahre Schönheit der Kundinnen zu erkennen, versteckt sich die Designerin nach einem schlimmen Unfall hinter ihrer Nähmaschine. Als der Pariser Unternehmer Luc in ihrem Atelier aufkreuzt, scheint sich das Schicksal zu wenden. Obwohl sie zunächst nur auf geschäftlicher Ebene kommunizieren, spürt Luc schnell eine Faszination für die junge Frau, die ihr Atelier voller Leidenschaft führt. Das Knistern zwischen den beiden nimmt immer mehr zu, aber auch Luc hat ein Geheimnis zu verbergen ...

Der Einstieg in "Die kleine Nähstube in der Normandie" fiel mir durch den lebendigen Schreibstil der Autorin sehr leicht. Dabei erleben wir die Geschichte alternierend aus den Ich-Perspektiven von Aurélie u. Luc, wodurch man ihre Gedanken u. Beweggründe wunderbar nachvollziehen kann. Zudem gibt es hin u. wieder Rückblenden in Aurélies Vergangenheit, die nach u. nach ihren Charakter erklären.
Die Autorin nimmt sich zu anfangs Zeit, in den Plot einzuführen u. den Leser auf die Charaktere vorzubereiten. So erfährt man direkt von der kleinen Nähstube u. dem Modeimperium Fournier, ohne aber direkt alle Hintergründe u. "Geheimnisse" serviert zu bekommen.
Man fragt sich zunächst, was in der Vergangenheit vorgefallen ist, dass sich Aurélie hinter dem Vorhang in der Nähwerkstatt versteckt u. nur wenige Menschen (absolute Zoé-Liebe!!) ihr wahres Gesicht kennen.
Auch Luc hat es in seinem Leben nicht leicht. Er soll der neue Geschäftsführer des Familienunternehmens Fournier werden, wird aber von seinem dementen Vater immer wieder vor den Kopf gestoßen, weil der ihn scheinbar für unfähig hält.
Bis die beiden Charaktere aufeinandertreffen, dauert es deshalb ein wenig, aber ab da wird der Plot richtig emotional u. einfühlsam. Wir begleiten Aurélie u. Luc beim Kennenlernen u. spüren durch die Zeilen, wie es zwischen den beiden zu knistern beginnt u. sie Vertrauen zueinander aufbauen. Es wird emotional, tiefgründig u. man erlebt Auf und Abs mit beiden u. hofft bis zuletzt auf ein Happy End!

Als Aurélie dann in Paris ist, überschlagen sich die Ereignisse u. man hofft bis zuletzt, dass sie den Mut findet, ihr Kleid auf der Modenschau zu präsentieren. Von daher war es wunderschön, wie sich Aurélie in der Geschichte entwickelt, u. wie sie lernt, mit ihren inneren u. äußeren Narben umzugehen.

Das Setting in der Normandie u. in Paris tat sein Übriges u. hat wunderbar perfekt zum Thema Mode gepasst BTW: Ich würde die Nähwerkstatt mal gerne mit eigenen Füßen betreten - die Darstellung u. Beschreibung war absolut traumhaft!

Insgesamt deshalb wirklich ein gelungener Roman!

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen!





Zitat: Melissa Jahn: Die kleine Nähstube in der Normandie, Pos 1.176

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Veröffentlicht am 14.02.2025

"Du musst nicht perfekt sein, um glücklich zu sein."

The Way She Smiles
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Wer eine gelungene New-Adult-Romance für zwischendurch sucht, die einem O.C.-California-Vibes u. High Society Flair gibt, ist mit "The Way She Smiles" von Bella Paasch genau richtig. Die Autorin überzeugt ...

Wer eine gelungene New-Adult-Romance für zwischendurch sucht, die einem O.C.-California-Vibes u. High Society Flair gibt, ist mit "The Way She Smiles" von Bella Paasch genau richtig. Die Autorin überzeugt mit sympathischen Charakteren u. der gelungenen Spannung zwischen High Society u. Outsider!

Herzlichen Dank an den Zeilenfluss-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Reverie ist schön, reich, wohlerzogen … und todunglücklich. So sehr sie sich auch bemüht, die perfekte Tochter zu sein, den hohen Erwartungen ihrer Eltern kann sie nie gerecht werden. Sie möchte sich einfach nur ihren Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit erfüllen, doch fehlt ihr der Mut, aus ihrem goldenen Käfig auszubrechen.
Alles ändert sich schlagartig, als sie den mysteriösen Weston bei dem Einbruch in das Haus ihrer Nachbarn ertappt – und dies bleibt nicht ihre einzige Begegnung. Entgegen aller Vernunft fühlt Reverie sich auf unerklärliche Weise von Weston angezogen, doch im Tageslicht ergibt sich ein ganz neues Bild von dem dreisten Einbrecher.
Zwischen Luxusvillen und High Society entwickelt sich eine unerwartete Liebe. Aber kann sie sich gegen die Strömungen der Gesellschaft, Intrigen und Eifersucht behaupten?

Der Einstieg in die Geschichte, die abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Reverie u. Weston erzählt wird, fiel mir durch den lockeren Schreibstil der Autorin sehr leicht. Direkt von Anfang an konnte ich zwischen den Zeilen richtige O.C.-California-Vibes fühlen, sodass mich die Geschichte wirklich gepackt hat.
Obwohl Reverie in Saus und Braus aufwächst u. lebt, ist sie nicht glücklich, zumal sie auch von ihren Eltern unter Druck gesetzt wird u. bestimmte Erwartungen zu erfüllen hat. Im Laufe der Geschichte wird sie eine starke Frau, die immer mehr an ihrem goldenen Käfig rüttelt.
Weston ist dagegen das genaue Gegenteil. Er ist ein freier Mensch, kann tun und lassen, was er will, selbst wenn das manchmal nicht ganz legal ist. Weston war mir von der ersten Sekunde an direkt sympathisch, weil er durch seine wilde u. rebellische Art authentisch wirkt, aber auch ein Herz aus Gold hat.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte ist deshalb sehr authentisch u. gefühlvoll u. neben diesen emotionalen Aspekten konnte mich auch der Humor überzeugen. An manchen Stellen wird der Plot sogar etwas tiefgründiger, vor allem wenn es um Reveries Selbstfindung geht. Denn durch Weston bekommt sie auf einmal ein ganz anderes Fremdbild von sich, wodurch sich auch ihr Selbstbild ändert.

Insgesamt eine gelungene NA-Romance zum Abschalten!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!




Zitat: Bella Paasch: The Way She Smiles, Pos. 862

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Veröffentlicht am 14.02.2025

"Es ist wirklich saudumm, für seine Fake-Freundin echte Gefühle zu entwickeln."

Ginger & Beast (Bellbook University 1)
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Wer eine absolut spaßige RomCom mit College-Setting sucht, ist mit "Ginger & Beast", dem ersten Teil der Bellbook-University-Reihe von Penny Juniper, genau richtig! Die Autorin überzeugt mit sympathischen ...

Wer eine absolut spaßige RomCom mit College-Setting sucht, ist mit "Ginger & Beast", dem ersten Teil der Bellbook-University-Reihe von Penny Juniper, genau richtig! Die Autorin überzeugt mit sympathischen Charakteren, dem Sunshine-and-Grumpy-Trope, der zum Lachen einlädt, u. einem Fake-Dating zwischen einer Hexe u. einem Dämon! Gelungener Lesespaß u. klare Leseempfehlung!

Herzlichen Dank an Carlsen Impress & Netgalley für die Rezensionsexemplare (Print, E-Book)!

Klappentext:
Hexe Ginger steckt in einem magischen Schlamassel: Sie muss in die elitäre Studentenverbindung Aurora Star aufgenommen werden, damit sie nicht enterbt wird. Doch leider hat Ginger keinen allzu guten Ruf, da sie ihre Fähigkeiten nicht unter Kontrolle und durch ihre Feueraffinität schon mehr als einen Brand verursacht hat. Der charmante Halbdämon Colin kommt ihr da gerade recht. Als berühmt-berüchtigter Bad Boy und Schwarm der ganzen Uni wäre er der perfekte Fake-Boyfriend, um ihren Status zu verbessern – und außerdem ist er feuerfest. Eine praktische Eigenschaft, als zwischen ihnen die Funken fliegen. Denn Ginger verspricht Colin für jedes Fake-Date einen echten Kuss und stellt schnell fest, dass dieses Mal sie es sein könnte, die sich die Finger verbrennt ...

Der Einstieg in "Ginger & Beast" fiel mir durch den lockeren, fließenden Schreibstil der Autorin sehr leicht. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten Ginger/Aurora (Hexe) u. Colin (Dämon) erzählt, wodurch man den Plot hautnah aus zweierlei Perspektiven miterleben kann.
Ich mochte beide Charaktere unglaublich gerne, da sie vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein könnten u. durch Grumpy x Sunshine ganz viele freche Dialoge u. humorvolle Szenen entstehen. So fliegen vom ersten Moment an die Funken zwischen den beiden u. die Liebesgeschichte wird dadurch authentisch u. emotional nachvollziehbar. Gingers Tollpatschigkeit macht sie dabei umso sympathischer u. auch für Colin wird sie dadurch zu seiner "kleine[n] rothaarige[n] Chaoshexe" (Pos. 4681).
Colin stellt als Halbdämon den typischen Bad Boy dar, dem sein Ruf durch die illegalen Underground Fights, sein Desinteresse an den Uni-Veranstaltungen u. den rauschenden Partys vorauseilt. Doch auch hinter Colin steckt ein liebenswerter Charakter, den es beim Lesen zu entdecken gilt!

Das magische College-Setting ist dabei durchaus überzeugend gelungen! So gibt es nämlich nicht nur Hexen u. Dämonen, sondern auch Menschen, Orks, Vampire u. Elfen u. ihre jeweiligen Fakultäten.
Die Geschichte per se strotzt nur so von trockendem Humor u. Sarkasmus, dass man teilweise nicht aus dem Lachen herauskommt u. den RomCom-Charakter dadurch zusätzlich verstärkt!

Insgesamt ein wirklich gelungener Auftakt der Reihe - Für Fans von RomComs, Fantasy u. College-Setting ein absolutes Muss! Klare Leseempfehlung!

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen!



Zitat: Penny Juniper: Ginger & Beast, Pos. 2530

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Veröffentlicht am 14.02.2025

"Du konntest mich einst nicht töten und kannst es auch heute nicht. Du liebst mich."

Das Herz der Greifin
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Wer mal Lust auf eine andere Romantasy-Geschichte hat, in der es um Greifen u. Gestaltwandler geht, ist mit "Das Herz der Greifin" von Isabell Bayer genau richtig. Mir hat die Grundidee des Plots mit den ...

Wer mal Lust auf eine andere Romantasy-Geschichte hat, in der es um Greifen u. Gestaltwandler geht, ist mit "Das Herz der Greifin" von Isabell Bayer genau richtig. Mir hat die Grundidee des Plots mit den Gestaltwandlern sehr gut gefallen, auch wenn das Buch für mich die ein oder andere Schwäche hat.

Herzlichen Dank an Isabell, den Lycrow-Verlag u. LR Onlinemarketing für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Ausgestoßen von der eigenen Familie, lebt Malina im Verborgenen. Als mythische Gestaltwandlerin ist sie immer auf der Flucht, denn die Jäger des Königs sehen in ihr eine wertvolle Beute. Gerade als sie glaubt, ein sicheres Zuhause gefunden zu haben, beginnt ihre Vergangenheit, sie einzuholen.
Ihr Bruder taucht aus dem Nichts auf und bittet um Hilfe, während der Mann, der sie zutiefst verletzt hat, immer näherkommt. Malina muss sich entscheiden, bleibt sie in ihrem Versteck, oder tritt sie aus dem Schatten und breitet die Flügel aus?

Ich persönlich fand den Einstieg in "Das Herz der Greifin" etwas holprig, weil hier das Worldbuilding gerne etwas aussagekräftiger hätte sein können. Mich hat auch etwas irritiert, in welcher Zeit die Geschichte spielt, da Malina in einer Hütte mit Feuerstelle, aber scheinbar ohne Möbel lebt, es später aber wirkt, als spiele es in einer jüngeren Zeit.
Die Sprache der Geschichte ist einerseits sehr einfach gehalten, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt, andererseits wirken die Dialoge für mich aufgrund der Wortwahl manchmal etwas aufgesetzt u. "geschwollen". Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus drei personalen Er-/Sie-Erzählerperspektiven erzählt (Malina, Jahro, LillyAnn).

Jahro, den Leoparden-Gestaltwandler, mochte ich tatsächlich als Charakter sehr gerne, weil man wirklich merkt, dass er versucht, Malina vor dem König zu beschützen, aber ihr im Gegenzug auch mit ihrer Mutter (u. später Xander) helfen will. Warum Jahro nicht einfach mit der Sprache rausrückt, weshalb er Malina damals vermeintlich verraten hat u. sie das während des Plots immer noch glaubt, war mir aber ein Rätsel. Seine Beweggründe wären nämlich absolut nachvollziehbar u. auch Malina würde das, meiner Meinung nach, verstehen.

Malina ist nämlich für mich das "Problematische" an der Geschichte. Einerseits ist sie immer noch sauer u. verletzt aufgrund von Jahros vermeintlichem Verrat, andererseits tut sie sich mit ihm zusammen, zickt aber dann gefühlt die ganze Zeit nur rum, wenn sie wieder Flashbacks hat. Dann hasst sie ihn, will ihn zur Rede stellen, aber im nächsten Moment schlafen sie miteinander.
Für mich war Malina deshalb wirklich sehr anstrengend u. unberechenbar u. ich konnte Jahros Faszination für sie (charakterlich) nicht nachvollziehen (außer weil er an damals anknüpfen will).
Von daher war für mich die Chemie zwischen den beiden leider nicht greifbar, weshalb ich die Sex-Szenen an den besagten Stellen überhaupt nicht passend fand.

Im etwa letzten Drittel nimmt die Handlung dann richtig an Fahrt auf u. wird dermaßen fesselnd, dass man unbedingt dranbleiben möchte, vor allem als der geheimnisvolle Rokan auftaucht. Ein Ereignis folgt dem nächsten u. als Malina u. Jahro in Thorim ankommen, kommt es zum packenden Showdown, der einen mit einem Cliffhanger u. Neugierde auf Band 2 zurücklässt.

Insgesamt ein interessanter Romantasy-Auftakt, der für mich zwar ein paar kleinere Schwächen aufweist, aber dennoch schön zu lesen ist.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen!


Zitat: Isabell Bayer: Das Herz der Greifin, S. 42

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