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Veröffentlicht am 10.01.2021

Kopfschütteln

Hot Kisses for Christmas
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Ethan wurde aus der New Yorker Elitegruppe der Polizei raus geschmissen und muss seine Tage nun in einer langweiligen Kleinstadt absitzen. Dort trifft er jedoch schnell auf die Cafébesitzerin Darlyn, die ...

Ethan wurde aus der New Yorker Elitegruppe der Polizei raus geschmissen und muss seine Tage nun in einer langweiligen Kleinstadt absitzen. Dort trifft er jedoch schnell auf die Cafébesitzerin Darlyn, die ihm gehörig den Kopf verdreht. Als auch noch ein Brand entsteht, wird die kleine Stadt vollends aufgewirbelt…

Dieser Einzelband hat mir leider nicht gefallen.
Es gibt ein paar positive Punkte die ich dennoch nennen möchte. Das Cover ist ein toller Hingucker; schlicht und doch sehr schön anzusehen. Mit fünf bis zehn Seiten sind die Kapitel nicht zu lang, an deren Anfang befindet sich immer der Name desjenigen Charakters, wessen in diesem Kapitel aus der Ich-Perspektive geschildert wird. So findet auch immer ein interessanter Perspektivenwechsel statt. Dort erfährt man direkt zu Anfang bereits recht viel aus ihrer Vergangenheit und den aktuellen Gegebenheiten. Außerdem hat mir die Atmosphäre des Cafés sehr gefallen, bei welcher es immer um Gebäck und leckere Spezialitäten geht.
Die negativen Punkte waren für mich jedoch leider sehr ausschlaggebend. Gestört haben mich die Kosenamen, die sich die Freundinnen untereinander gegeben haben, sie waren einfach zu übertrieben. Außerdem haben mich die Kraftausdrücke gestört, sie waren teilweise sehr heftig. Letztendlich haben sich viele Worte in kurzer Zeit wiederholt, was den Lesefluss gestört hat und einfach nicht schön zu Lesen ist.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die negativen Aspekte beim Lesen einfach leider überwiegt haben. Sie haben das Lesen gestört und waren in der Geschichte einfach nicht schön anzusehen. Irgendwann hat es leider einfach keinen Spaß mehr gemacht weiter zu Lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Persönlich und Brutal

Vergessene Gräber
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Mara Billinsky bekommt es mit ihrem fünften Fall zu tun. Gemeinsam mit ihrem Partner Jan Rosen untersucht sie die Mordserie, bei der ausschließlich junge und erfolgreiche Opfer ausgewählt werden. Können ...

Mara Billinsky bekommt es mit ihrem fünften Fall zu tun. Gemeinsam mit ihrem Partner Jan Rosen untersucht sie die Mordserie, bei der ausschließlich junge und erfolgreiche Opfer ausgewählt werden. Können sie den Täter schnappen, bevor er erneut zuschlägt? Oder bringen sie sich und ihr Privatleben damit sogar selber in Gefahr…?

Dies ist der fünfte Band der Reihe der Ermittlerin Billinsky und auch dieser hat mir wieder wirklich gut gefallen.
Innerhalb des Buches wurden vier Teile abgetrennt, die Kapitellänge beträgt circa fünf bis fünfzehn Kapitel. Am End eder Kapitel befinden sich oft Cliffhanger, was die Geschichte sehr spanned macht. Vorallem in den ersten Seiten erhält man einen guten Ausblick auf das Buch: Sie sind ziemlich verstörend und brutal, machen allerdings Lust auf mehr. Auch in diesem Buch erhält man wieder viele Perspektivenwechsel, bei welchen wir die Ermittler, Täter und Opfer näher kennenlernen. Auch auf die Charaktere an sich wird mehr drauf eingegangen. Billinsky macht viele persönliche Entwicklungen durch und zeigt mehr Einblicke in ihr Sozialleben, bei denen wir sie begleiten dürfen. Doch auch ihr Arbeitspartner Rosen lässt tiefer in sein Privatleben blicken, was sehr interessant für den Leser ist. Dadurch, dass außerdem das Private der Personen aus den anderen Bänden wiederholt werden, die Kriminalfälle jedoch nicht, lässt sich auch dieser Teil unabhängig von den anderen lesen. Mal wieder gefallen hat mir außerdem das auführliche Wiederholen der Ereignisse und Hintergründe des Falls am Ende des Buches.
Die Spannung im Buch war oftmals sehr hoch, doch leider nicht immer da. So hat sich die Geschichte stellenweise etwas gezogen. Genauso waren es mir im Laufe der Geschichte einfach viel zu viele Namen, die man ab einer gewissen Zeit nicht mehr einordnen konnte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mir das Buch, trotz der paar negativen Punkte, ziemlich gut gefallen hat. Besonders die persönliche Seite der Charaktere wird in dem Buch gut zum Ausdruck gebracht, die wirklich sehr viele Hintergründe besitzen und es Spaß macht, sie im Alltag zu begleiten. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2020

Spannend und schnell zu Lesen

Der Kodex des Clans
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Lucy Westerberg und ihr neuer Partner werden zum Tatort einer Leiche gerufen, die Besonderheit: Die Leiche hat stark geschminkte Lippen. Der Lippenstift befindet sich außerdem in der Hand der getöteten ...

Lucy Westerberg und ihr neuer Partner werden zum Tatort einer Leiche gerufen, die Besonderheit: Die Leiche hat stark geschminkte Lippen. Der Lippenstift befindet sich außerdem in der Hand der getöteten Person. Tauchen vielleicht sogar bald weitere Personen mit dem selben Merkmal des Mörders auf? Lucy versucht das Rätsel des Täters zu lösen, doch bald gerät auch sie in Gefahr…

Der zweite Teil der Reihe rund um Ermittlerin Westerberg hat mir gut gefallen.
Zum einen liegt das am flüssigen Schreibstil und der Tatsache, dass die recht kurzen Kapitel den Leser animieren, immer weiter zu Lesen. Das Buch im gesamten liest sich genauso schnell, da es mit ungefähr 250 Seiten nicht sehr dick und daher gut für zwischendurch geeignet ist. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die Spannung zum größten Teil recht hoch gehalten wird. Das erkennt man beispielsweise an dem extremen Prolog direkt zu Anfang, bei welchem man direkt in eine Situation mit Täter und Opfer hinein geworfen wird. An einigen Stellen wird sehr detailreich gearbeitet, wie beispielsweise an den Tatorten. Auch die recht vielen Ortswechsel und den Wechsel des Arbeitsplatzes in der Buchreihe mit neuem Umfeld gefällt mir ziemlich gut. Genauso gefällt mir, wie die Gefühle und Gedankengänge der Personen deutlich und nachvollziehbar dargestellt werden. Anfangs kommt es auch zu einem kurzen Bezug des vorherigen Falls, doch dieser wird nur kurz genannt und sich nicht an Details aufgehalten, sodass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann. Zum Abschluss wird nocheinmal die Geschichte zusammenfassend und aufholend erklärt.
Ein paar Aspekte haben mir jedoch nicht so gut gefallen. An manchen Stellen wird mir etwas zu viel drumherum geredet, wo Details für den Verlauf der Geschichte nicht nötig sind. Auch einige Ausdrücke oder Sätze sind mir sehr geschwollen rüber gekommen. Auch wenn wir gut in die Köpfe der anderen Personen rein schauen können, bin ich der Meinung, dass man das bei der Kommissarin überhaupt nicht kann. Sie wirkt oft distanziert dem Leser gegenüber, da man ihre Gefühle oder Ansichtsweisen nicht situatonsabhängig erläutert bekommt. Und auch wenn man Einblicke in ihr privates Leben außerhalb der Arbeit bekommt, finden sich im Buch leider kaum Handlungen, welche sich auf ihr Privatleben konzentrieren. Zum Schluss kann ich sagen, dass mir die Inszenierung der/s Täter/s gut gefallen hat, doch in manchen Punkten ist mir das etwas zu unspektakulär ausgefallen.

Zusammenfassend kann ich jedoch sagen, dass die positiven Punkte definitiv überwiegen. Auch wenn man noch etwas an der Hauptperson pfeilen kann, finde ich toll, wie schnell man durch den Schreibstil, die Spannung und die Kürze des Buches und der Kapitel durch das Buch geleitet wird. Auch die Inszenierung der Tatorte ist gut gelungen und teilweise etwas ganz Neues.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Brutal

Die perfekte Sünde
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Ermittler Luc Callanach und Ava Turner werden zu dem Fall Zoey Cole hinzugezogen. Das junge Mädchen wurde entführt, Hautstücke entfernt und ermordet. Bald darauf tauchen die Hautstücke wieder auf; in Form ...

Ermittler Luc Callanach und Ava Turner werden zu dem Fall Zoey Cole hinzugezogen. Das junge Mädchen wurde entführt, Hautstücke entfernt und ermordet. Bald darauf tauchen die Hautstücke wieder auf; in Form einer Puppe. Die Ermittlungen werden aufgenommen, doch es dauert nicht lange, bis das nächste Mädchen zum Opfer wird…

Dieser vierte Teil der Reihe um die beiden Ermittler hat mir wieder ziemlich gut gefallen.
Die Kapitel besitzen eine angenehme Länge von ungefähr zehn Seiten und bereits im ersten Kapitel lernen wir den Täter und das erste Opfer kennen, wodurch die Geschichte von Anfang an spannend ist. Spannend wird es außerdem durch die vom Täter gesetzten Zeitangaben und die sich wiederholenden Taten von ihm, welche die Ermittler unter Druck setzen. Der Täter legt ein sehr brutales und abstoßendes Verhalten an den Tag, was man vor dem Lesen wissen sollte, welches selbst mir, als regelmäßiger Thrillerleser, oft während des Lesens Übelkeit hervorgerufen hat. Interessant ist auch der häufige Perspektivenwechsel, bei welchem oft auch mit Namen über dem Kapitel geklärt wurde, um welche Person es sich hauptsächlich auf den folgenden Seiten handeln wird. Auch die Polizisten haben mir mal wieder gut gefallen, da sie sehr humorvoll sind, gleichzeitig aber auch ihre eigene Meinung vertreten. Über die gesamte Reihe ist mir außerdem positiv aufgefallen, dass die Ermittler und weitere Personen immer wiederkehren und man Freude daran findet, wie sich entwickeln und dem Leser immer vertrauter werden. Auch persönliche Aspekte werden in diesem Buch wieder aufgerollt, doch die Fälle aus den vorherigen Bänden werden nicht angesprochen. Da sollte dann jeder für sich selbst entscheiden, ob man die Teile unabhängig voneinander lesen möchte oder nicht. In diesem Buch wird auch vermehrt über das Thema Drogen berichtet, wo man einige Dinge dazu lernen kann. Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass bei den Überlegungen in den Ermittlungen und der Taten viel metaphorisch gearbeitet wird. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Zusammenfassungen, sodass man dem Verlauf der Geschichte gut folgen kann. Das Ende ist nocheinmal brutal und schockierend, aber auch absolut zum Mitfiebern. Es rundet das ganze Buch gut ab.
Was ich negativ anmerken muss, ist zum einen die Brutalität. Für mich war es gerade noch in Ordnung, doch für viele Leser könnte es zu viel sein. Hier muss jeder selbst entscheiden. Zum anderen hat mir an manchen wenigen Stellen die Spannung gefehlt; sie war leider nicht durchgängig vorhanden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch alles in allem super gefallen hat. Die negativen Punkte sind Geschmackssache, da muss jeder für sich selbst entscheiden. Doch die Charaktere, welche uns schon länger begleiten, und die Geschichte haben es wirklich in sich. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2020

Spannend und romantisch

Gefährliche Playoffs
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Caroline und Harry Lemaire trainieren in Bern Eishockey-Mannschaften; Harry in der ersten Liga, Carole eine der Jugend-Mannschaften. Sie sind mit ihrer Beziehung und der Arbeit sehr glücklich, bis plötzlich ...

Caroline und Harry Lemaire trainieren in Bern Eishockey-Mannschaften; Harry in der ersten Liga, Carole eine der Jugend-Mannschaften. Sie sind mit ihrer Beziehung und der Arbeit sehr glücklich, bis plötzlich einer tragischer Mord geschieht. Eine sehr entscheidende Stimme der Presseabteilung wird tot in der Eishalle aufgefunden und sowohl die Beziehung des Ehepaars, als auch die Arbeit im Sportbereich beginnt zu wanken, bis noch weitere Personen in Gefahr schweben…

Dieser Eishockey-Krimi hat mir wirklich gut gefallen.
Mit zehn bis zwanzig Seiten pro Kapitel ist die Geschichte gut getaktet, wobei zu jedem Kapitelbeginn für das Verständnis Tag, Datum, Spiel und gegebenenfalls auch Ort und Tageszeitpunkt genannt werden. Dazu kommt außerdem das Glossar, in welchem die wichtigsten Fachbegriffe, welche auch im Buch markiert sind, für Eishockey-Neulinge erklärt sind. Besonders gut hat mir außerdem das gesamte Eishockey-Setting und gleichzeitig die Atmosphäre im Buch und insbesondere in der Eishalle gefallen. Wenn man als Eishockeyfan dieses Buch liest, steckt man direkt in einer Wohlfühlatmosphäre, vorallem, weil man merkt, dass die Autorin sich mit dem Thema auskennt und weiß, wovon sie schreibt. Die Spielberichte werden hier außerdem sehr detailreich und taktisch erläutert. Das macht das Ganze sehr spannend und lässt den Leser stark mitfühlen. Auch, als es um das Thema Tod und Krankheit geht. Interessant, aber spannend, sind auch viele Kapitel aufgebaut, bei welchem man am Anfang bereits zeitlich schon etwas weiter ist und im Verlaufe auf die Geschehnisse, meistens sind dies Spiele vom SC Bern, zurück geblickt und dem Leser bekannt gemacht werden. Doch auch (noch) nicht Fans wird der Sport anschaulich und erklärend herüber gebracht. Positiv herausstechend ist für mich auch das Thema, dass die Frau besonders positiv und stark in der Geschichte heraussticht und zeigt, dass auch dieses Geschlecht einiges Erreichen kann. Zuletzt haben mir am Ende der Geschichte außerdem die Zusammenfassungen, Erklärungen und Zukunft der handlenden Personen gefallen, welche das Buch gut abschließen.
Ein paar wenige Aspekte haben mir leider nicht so gut gefallen. Zum einen wurde zwar viel für Eishockey-Anfänger erklärt, doch bei Weitem nicht alles, was bestimmt für Verwirrung sorgen könnte. Bei ein paar Situationen bin ich außerdem der Meinung, dass sie ausführlicher hätten beschrieben werden können, doch so bleiben manche Gefühle oder Gedankengänge auf der Strecke. Auch hat mir ab und an die Spannung gefehlt, doch sobald von den Spielen berichtet wird, war das auch wieder vorbei.

Zusammenfassend kann ich das Buch jedem empfehlen, der den Eishockeysport liebt und dies gepaart mit einem Krimi erleben möchte. Doch auch Leser, die sich erst an den Sport heran tasten möchten, erhalten spannende Einblicke. Gleichzeitig wird die Stimmung mit einer kleinen Romanze aufgelockert.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere