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Buchstabenpoesie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2018

Stumpf & Unterhaltsam

Das Licht des Sommers
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Inhalt
Madeline ist Autorin auf der Insel Nantucket. Doch ausgerechnet zum Vorlage Termin neuer Ideen für einen Roman, ergreift sie die Schreibblockade und sie hat keine neuen Einfälle.
Was eignet sich ...

Inhalt
Madeline ist Autorin auf der Insel Nantucket. Doch ausgerechnet zum Vorlage Termin neuer Ideen für einen Roman, ergreift sie die Schreibblockade und sie hat keine neuen Einfälle.
Was eignet sich da besser, etwas aus dem Nähkästchen ihrer besten Freundin Grace zu schreiben, bei der scheinbar zur Zeit eine ganze Menge los ist? Denn nicht nur ihr Gärtner Benton, mit dem sie etwas anfängt, lässt Madelines Autorinnen Herz höher schlagen, auch der Skandal um Graces Mann Eddie und ihre beiden Zwillingstöchter rücken ins Augenmerk der Nantucket Bewohner und machen sich zu einem beliebten Klatsch und Tratsch Objekt.

Beschreibung
Das Cover ist vielversprechend. Es schreit nach Sommer, Sonne, Strand und mehr. Dass es um das Gärtnern geht, kann man den Cover bereits entnehmen. Garten hat immer etwas verträumtes, romantisches. Doch der pinke Stuhl daneben und auch der Tisch wirken auf mich jugendlich, abenteuerlich und nach Abschluss des Buches etwas verrucht.
Es steckt viel Leichtigkeit in diesem Cover, die im Buch allerdings nicht mehr zu finden ist.
Die Autorin hat zwar einen flüssigen und lockeren Schreibstil, dennoch ist das Thema nicht so sommerlich und fröhlich, wie man es von Elin Hilderbrand gewohnt ist.
Beinahe jeder Charakter stößt in diesem Roman auf seine ganz persönlichen Probleme. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und es wird so unheimlich viel getratscht untereinander, dass ich nachher nicht mehr wusste, wen ich überhaupt noch sympathisch finden kann und wen nicht. Ehrlich gesagt habe ich mit keinem der Charaktere harmoniert. Die Einzige die mir in dieser ganzen Situation leid tat war Hope.
Alle anderen hatten seltsame Fantasien, Zukunftspläne oder eigenartige Vorstellungen vom Leben. Nicht gerade das, was man sich unter einem Sommerroman vorstellt.
Dadurch dass jeder Charakter abwechselnd immer einen Teil des Romans aus seiner Sicht "erzählt" hat, konnte man auch schlecht eine Verbindung aufbauen.
Letztendlich steht immer wieder die Frage im Raum, ob man sein Handeln mit seinem Gewissen vereinbaren kann oder nicht. Ob man zu seiner Freundschaft, Familie oder Partner steht oder nicht.
Vor allem aber, das Ehrlichkeit viel wert ist.
Was ihr dennoch immer wieder gelingt ist, dass man als Leser einen guten Eindruck von der Insel Nantucket bekommt, auf welcher ich mittlerweile selber gerne Mal meinen Urlaub verbringen möchte.
Dass am Ende fast alles gut wird, ist auch in diesem Roman so. Dennoch für mich nicht wirklich zufriedend stellend. Womit ich mich wohl glücklich geben kann ist die Tatsache, dass Madeline und Grace Freunde bleiben.

Meinung
Ich kann dem Buch leider nur 3,5 Sterne geben. Es hat mich irgendwie nicht umgehauen und ich wurde von allen möglichen Problemen erfasst, die ich nicht immer vollkommen glaubwürdig fand.

Veröffentlicht am 29.07.2018

Gefühlvoll & Besonders!

Maybe Someday
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Inhalt
Sydney liebt die Abende, an denen sie noch draußen auf dem Balkon sitzen kann und so tut, als ob sie lernen würde. Doch insgeheim lauscht sie viel lieber ihrem attraktiven Nachbarn, der gegenüber ...

Inhalt
Sydney liebt die Abende, an denen sie noch draußen auf dem Balkon sitzen kann und so tut, als ob sie lernen würde. Doch insgeheim lauscht sie viel lieber ihrem attraktiven Nachbarn, der gegenüber auf dem Balkon sitzt und Gitarre spielt. Sie kennt jeden einzelnen Song von ihm und manchmal fallen ihr sogar Texte dazu ein. Ridge hat sofort erkannt, dass Sydney seinetwegen auf dem Balkon sitzt und seiner Musik lauscht. Irgendwann traut er sich einfach und fragt Sydney nach seiner Handynummer und ein erster gemeinsamer Song entsteht. Was Sydney nicht weiß ist, dass Ridge beobachtet hat, wie ihr fester Freund sie mit ihrer Mitbewohnerin betrügt. Was Sydney ebenfalls nicht weiß ist, das Ridge nicht hören kann. Er kommuniziert über Gebärdensprache.
An ihrem Geburtstag steckt Ridge ihr, dass sie betrogen wird und zieht schließlich bei ihm zu Hause in die WG. Dort lernt sie Ridge von einer neuen Seite kennen. Sie verliebt sich in ihn und beide kommen sich beim Song schreiben näher. Allerdings hat Ridge bereits eine Freundin und Sydney möchte niemandem das wünschen, was sie selber durchgemacht hat. Beide wollen sich ihre Liebe zueinander nicht richtig eingestehen, bis alles auffliegt. Kurzzeitig scheint alles zu zerbrechen, doch die Liebe zur Musik ist größer und verbindet Sydney und Ridge miteinander.

Beschreibung
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ähnlich wie bei den anderen Büchern von Colleen Hoover ist hier wieder ein Mix auf sterilen, klaren weiß gemischt mit bunten Akzenten, die das Buch zum Leben erwecken und die so ernsten „weißen“ Themen nicht das Buch überschatten. Für mich ist es eine schlichte Eleganz. Die bunten Kreise sind für mich die Songs, die produziert werden, die Liebe zur Musik. Das weiß und auch die Frau auf dem Cover spiegeln die Probleme wieder, die Ernsthaftigkeit.
Colleen Hoover hat so außergewöhnliche Themen, dass man einfach nicht anders kann, als es zu verschlingen. Die Gehörlosigkeit in Kombination mit dem Gitarre spielen zu kombinieren ist eine großartige Idee. Als Leser erfährt man so nebenbei auch noch mehr über die Menschen, die gehörlos sind. Wie besser kommuniziert wird über die Vibrationen des Körpers.
Ein tolles Bonusmaterial sind auch die Songs, die im Buch produziert wurden.
Sydney und Ridge sind beide sehr sympathische Charaktere. Was Sydney durchlebt hat, kann ich sehr gut nachempfinden. Ihre Schmerzen, ihre Leidenschaft, ihre „verbotene“ Liebe zu Ridge. Sie ist bodenständig, das Mädchen von nebenan und ein Charakter zum Greifen Nahe. Auch Ridge, der sich gegen seine Gefühle sträubt, seiner Freundin treu bleiben möchte und sich sorgt. Er will für alle nur das Beste und denkt dabei nicht an sich. Zudem trägt er eine Vergangenheit mit sich, die es ihm nicht erlauben möchte einige Worte zu sprechen.
Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie immer sehr emotional und mitreißend, was es für den Leser so spannend macht, so dass man das Buch nicht zur Seite legen kann.

Meinung
Von mir gab es für das Buch 4,5 Sterne. Bis zur Mitte des Buches, wurde ich mitgerissen, konnte es nicht zur Seite legen und hätte es am liebsten immer wieder in die Hand genommen, um einige Seite zu lesen. Dann hat es sich etwas gezogen und die Liebesgeschichte zwischen Ridge und Sydney ist immer mehr in der Vordergrund gerückt. Ein paar Seiten weniger von dieser Thematik wären nicht verkehrt gewesen und hätten dem Buch ihre Emotionalität und Spannung gelassen.

Veröffentlicht am 11.07.2018

Gefühlvoll bis zum Ende!

Nur noch ein einziges Mal
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Inhalt
Lilly geht noch zur Schule, als sie Atlas kennen lernt. Die Begegnung der beiden ist keine gewöhnliche, denn Atlas wohnt ihm verrotteten Nachbarhaus nebenan - alleine. Ohne Möbel, ohne Dusche, keine ...

Inhalt
Lilly geht noch zur Schule, als sie Atlas kennen lernt. Die Begegnung der beiden ist keine gewöhnliche, denn Atlas wohnt ihm verrotteten Nachbarhaus nebenan - alleine. Ohne Möbel, ohne Dusche, keine Kleidung. Lilly hilft ihm durch diese schwere Zeit und beherbergt Atlas immer mal wieder für eine Zeit, ohne dass ihre Eltern etwas davon wissen. Die beiden verbindet eine große Freundschaft, denn auch Atlas weiß etwas über Lilly, was sonst keiner weiß. Lillys Vater misshandelt und schlägt ihre Mutter. Immer wieder bekommt Lilly diese Auseinandersetzungen mit, bis sie irgendwann selber mit dem Messer auf ihren Vater los geht.
Nur kurze Zeit später haut Atlas nach Boston ab - denn dort soll alles besser sein. Diese räumliche Trennung führt zu einem scheinbaren Ende ihrer Freundschaft.
Auch Lilly verschlägt es beruflich nach Boston. Hier lernt sie Ryle kennen. Er ist Arzt, gibt sein Leben für sich auf und die beiden verlieben sich ineinander. Doch so schön wie alles scheint ist es nicht, denn Ryle zeigt immer mal wieder Charakterzüge, die ihr Vater auch gezeigt hat.
Lilly ist hin und her gerissen, sie verzeiht Ryle und schließlich heiraten die beiden. Doch durch einen Zufall steht auf einmal Atlas in einem Restaurant vor ihr. Ryle wittert Konkurrenz und kann seine Eifersucht nicht vor Lilly verbergen.
Schließlich kommt es soweit, dass er Lilly fast vergewaltigt, nachdem er sie brutal zusammen geschlagen hat. Lilly beschließt das einzig richtige und trennt sich nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter von ihm. Von Atlas erhält sie während dieser Zeit häufiger Unterstützung. Schließlich merken beide, dass sie die gesamte Zeit etwas füreinander empfunden haben und gehen eine Beziehung ein.

Beschreibung
Das Cover finde ich wunderschön. Es ist so wunderbar schlicht gehalten mit einer leichten Eleganz, was die Bücher von Colleen Hoover so besonders machen und exakt den Schreibstil der Autorin wiedergeben. Durch diese Schlichtheit, mit den zersplitterten Blütenblättern, wird eine Zerbrechlichkeit zum Vorschein gebracht. Die Blütenblätter wirken so zart, dass man sie kaum berühren mag ohne etwas kaputt zu machen. Und genauso ist es mit dem Herz von Lilly.
Mich spricht das Cover absolut an. Es enthält genau die Farben, die ich gerne mag. Das sanfte Rosa der Schrift, gepaart mit dem weißen Hintergrund ist genau mein Geschmack. Der weiße Hintergrund ist kühl, während das Rosa gefühlvolle Handlungen widerspiegelt.

Das Buch startet sofort mit der Handlung. Man lernt unmittelbar die Situation bei Lilly zu Hause kennen. Die Begegnung mit Ryle folgt sofort und immer wieder kleine Rückblicke in ihre Vergangenheit. Durch diese Blicke in Lillys Vergangenheit, baut man eine größere Bindung zu der Protagonistin auf und kann noch besser mit ihr mitfühlen. Sie schreibt in ihr Tagebuch, was sie wirklich beschäftigt, worum sie sich Gedanken macht und was sie fühlt. Wie sich ihre Bindung zu Atlas aufgebaut hat und auch wie sie zu ihrer Mutter steht. Lilly ist selbstbewusst, authentisch, gefühlvoll und taff. Sie hat sich ihr eigenes Leben aufgebaut und ist von niemandem abhängig.
Ihre Gefühle zu Ryle werden deutlich gemacht. Die Entscheidungen die sie treffen muss sind nicht nur für sie, sondern auch für den Leser hart. Ich konnte sehr gut mitfühlen und mich in ihre Situation hineinversetzen. Klar denkt man, es sei die richtige Entscheidung sich von Ryle zu trennen, doch die Liebe die man für einen Menschen empfindet ist oft sehr groß und die Hoffnung auf eine Besserung genauso. Klar, dass es ihr schwerfällt sich von diesem geliebten Menschen zu trennen.

Dennoch habe ich mich erst auch etwas in Ryle verliebt. Dass er alles für sie aufgibt scheint ein positives Zeichen zu sein. Seine ganz große Liebe. Mit der Zeit wird er zum Glück etwas unsympathischer, so dass man froh ist, als Lilly letztendlich einen Schlussstrich zieht. Hier kommt dann nochmal Ryles liebevoller warmer Charakter zum Vorschein.
Mein Herz schlägt dennoch für Atlas. Es ist von vorne herein eine ganze besondere Atmosphäre zwischen beiden. Atlas ist immer für sie da. Er versteht Lilly, steht hinter ihr und weiß quasi alles über sie.

Den Schreibstil der Autorin finde ich toll. Das Buch lies sich immer gut weg lesen. Es war spannend, romantisch und überaus gefühlvoll. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. Vielleicht auch, weil man immer gedacht hat, es passiert nochmal etwas viel schlimmeres.

Meinung
Ein eindeutiges 5 Sterne Buch. Hier hat einfach alles gepasst! Eine gefühlvolle Geschichte, mit wunderbaren Charakteren. Einen besonderen Charakter hat das Buch durch die Sätze der Autorin am Ende bekommen. Es ist realitätsnah geschrieben.

Veröffentlicht am 09.07.2018

Tolle Handlung - etwas oberflächlich

The Ivy Years – Was wir verbergen
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Inhalt
Shannon möchte sich ihren großen Traum erfüllen - ein Studium am Harkness College. Doch ihr Vater wird in den Medien als Vergewaltiger gehandelt. Er soll Kinder missbraucht haben. Mit dieser Perspektive ...

Inhalt
Shannon möchte sich ihren großen Traum erfüllen - ein Studium am Harkness College. Doch ihr Vater wird in den Medien als Vergewaltiger gehandelt. Er soll Kinder missbraucht haben. Mit dieser Perspektive erscheint es Shannon auswegslos einen Platz am College zu ergattern und dabei auch noch Freunde zu finden. Also beschließt sie, ihre Identität zu ändern und wird als Scarlet am College aufgenommen. Doch so einfach wie es ihr erst erscheint wird es nicht, denn sie verliebt sich in den attraktiven Eishockeyspieler Bridger, der ebenfalls ein großes Geheimnis verbirgt. Die beiden gehen eine Beziehung ein, die aus einem Lügengerüst besteht. Als dann Azzan, ein Mitarbeiter ihrer Eltern, sie ausspioniert und schließlich nach Hause entführt, überschlagen sich die Ereignisse und Scarlet eigentliche Identität kommt zum Vorschein. Gegen jegliche Erwartungen hält Bridger zu ihr und Scarlet erfährt von seinem Geheimnis, nämlich dass seine kleine Schwester Lucy bei ihm wohnt, da seine Mutter Drogenabhängig ist.
Gemeinsam meistern sie diese schwere Zeit, in der Lucy dann auch noch plötzlich aus der Schule abgeholt wird und in eine Pflegefamilie kommt. Nebenbei haben sie einen großen Kreis an Freunden, der den beiden zur Seite steht und sie unterstützt.

Beschreibung
Das Cover ist für mich wieder ein absoluter Hingucker und beinahe genauso schön wie der erste Teil der Ivy Years Reihe. Ich mag diesen dunklen Kontrast mit den hellen lila Blümchen darauf. Es hat etwas romantisches und zugleich auch geheimnisvolles. Zudem passt es optisch hervorragend zum ersten Teil. Durch die Blümchen wirkt das ganze etwas jugendlicher. Mich würde es definitiv im Buchhandel ansprechen.

Die Geschichte beginnt gleich rasant und man ist sofort drin in der Handlung. Denn die Wandlung von Shannon zu Scarlet dauert nicht an, sondern startet unmittelbar auf den ersten Seiten. Scarlet ist schon im ersten Kapitel auf dem Weg zum Harkness College. Sie lernt sofort Bridger kennen. Ihre Liebesbeziehung baut sich nicht lange auf. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und verfolgen dieselben Wünsche für eine Beziehung. Lediglich ihre Geheimnisse machen es ihnen schwer sich richtig aufeinander einzulassen.
Doch als diese Geheimnisse aufgedeckt werden, läuft es zwischen ihnen. Sie gehen ihre Probleme gemeinsam an, halten zueinander und stehen zudem was sie sind und erlebt haben.
Ganz entgegen meiner Erwartungen kommt Scarlets wahre Identität relativ schnell zum Vorschein und wird auch noch gut aufgefasst. Im Gegensatz dazu, zieht sich das Geheimnis um Bridger etwas länger hin und nimmt auch den meisten Raum in Anspruch. Die Thematik „Scarlet-Shannon“ steht kaum noch zur Debatte und wird für meinen Geschmack zu wenig ausgeführt.
Bridger und Scarlet finden sich auch zu schnell und die ganze Handlung läuft etwas zu rasant ab.
Dadurch, dass er nur ein Young Adult Buch ist und über ca. 316 Seiten verfügt, kann auch nicht viel mehr dahinter stecken und ich kann dem verzeihen.
So ließ sich das Buch gut ein einfach weglesen. Es ist leichte Kost die einfach immer zwischendurch geht.
Shannon und auch Bridger lernt man als Charaktere wenig kennen. Ich finde sie beide sympathisch, besonders Bridger. Er erscheint warmherzig und liebevoll. Ist ein absoluter Familienmensch und denkt eher an andere als an sich. Mit ihm konnte ich gut mitschwingen. Scarlet hingegen wirkt etwas kühler, nimmt den dominanteren Part von den beiden ein und weiß scheinbar wo der Hase entlang läuft. Dass sie sich sofort von ihrer Familien trennen kann, nachdem sie die Wahrheit über ihren Onkel erfahren hat wundert mich sehr.
Für mich ist die Geschichte noch nicht so richtig abgeschlossen und irgendwie habe ich immer noch das Gefühl, dass etwas fehlt.

Den Schreibstil von Sarina Bowen mag ich gerne. Wie gesagt - er ist flüssig und leicht. Perfekt für die junge Generation. Einige erotische Szenen gab es auch und ein wenig „Drama“. Also alles dabei, was man vom Young Adult Genre erwarten kann.

Meinung
Von mir gibt es für das Buch liebevolle 4 Sterne. Ich hätte dem Buch eventuell noch einen halben Stern abgezogen, aber die Tatsache, dass es einfach kurz ist und das jüngere Publikum anspricht, macht das wieder wett. Es ist ein Young Adult Roman und da werden die Themen einfach noch mal anders aufgearbeitet, bzw. erzählt. Platz für große Details bleibt da nicht. Trotz allem würde ich auch das nächste Buch der Ivy Years Reihe lesen, da die Autorin einfach eine gute Atmosphäre schafft, die mich als Leserin anspricht und durch den Alltag leitet. Es wird eine entspannte Szenerie geschaffen, auf die man sich verlassen kann. Einen kleinen Pluspunkt gibt es von mir auch für die wiederkehrenden Charaktere aus dem ersten Teil. Wirklich super!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Handlung
  • Thema
Veröffentlicht am 20.06.2018

Liebevoll und rasant!

Wir sehen uns im Sommer
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Inhalt
Susanne, Rebecca und Maggan führen komplett unterschiedliche Leben. Die eine trauert ihrem verstorbenen Mann nach und kommt nicht aus dem Haus, während die Andere ihr Leben in vollen Zügen genießt ...

Inhalt
Susanne, Rebecca und Maggan führen komplett unterschiedliche Leben. Die eine trauert ihrem verstorbenen Mann nach und kommt nicht aus dem Haus, während die Andere ihr Leben in vollen Zügen genießt und keine Chance verstreichen lässt etwas aufregendes zu erleben. Die dritte im Bunde führt ein ganz normales Leben mit Mann und Familie.
Doch die drei Freundinnen finden wieder zueinander, auch wenn sie sich etwas auseinander gelebt haben. Denn ihre verstorbene Freundin Sonja schreibt den Sommerfreundinnen Briefe, die sie rund um die Welt führen.
Die drei finden den Weg zu sich selber, aber auch zurück zu ihren Freundinnen und in ein neues Leben.

Beschreibung
Das Cover ist ein wunderschöner sommerlicher Hingucker. Mir gefällt die Leichtigkeit des Covers, das so viel Lebendigkeit, Freude und Leichtigkeit ausstrahlt. Man fühlt sich sofort wohl auf dem Bild und würde am Liebsten mit Maggan, Susanne und Rebecca dort sitzen und die tolle Aussicht genießen. Das Buch drückt all das aus, was man sich von einer langen Reise erhofft - Erholung.

Die Autorin hat drei authentische und herzliche Frauen erschaffen, die jeder ihr Päckchen zu tragen haben und wohl alle Frauen dieser Welt ansprechen in gewissen Charakterzügen. Die drei sind über 50 und man meint sie stehen mit beiden Beinen in ihrem Leben.
Doch ganz so ist es nicht.
Mithilfe der Briefe, die Sonja ihnen schickt, reisen die Freundinnen durch die ganze Welt. Dort sammeln sie an Erfahrungen, hinterfragen ihre Entscheidungen und ihre Leben. Sie treffen Entscheidungen, die sie wieder rückgängig machen wollen, sie entscheiden sich für Taten, die das Leben anderer Menschen verändert und schließlich finden die drei Freundinnen auch wieder zueinander.
Die Autorin lässt auch immer wieder die Nebencharaktere zu Wort kommen und wir erfahren, wie das Leben von Maggans Mann sich wandelt durch ihre Abwesenheit und was Susannes "Freund" Michael durchlebt, sobald sie durch die Welt reist.
Zudem machen sie die Frauen auf die Suche nach Luke - Sonjas großer und einziger wahrer Liebe und erfahren dabei, wie schicksalhaft es das Leben mit den beiden gemeint hat.

Durch die relativ schnell Perspektiven Wechsel der Protagonisten wird das Buch nie langweilig. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass es irgendwie zu langatmig wird. Denn immer wieder ist etwas neues passiert.
Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzten und sowohl mit den Männern mitfühlen, als auch mit den Frauen.

Meinung
Ich gebe dem Buch 4 Sterne. Für mich war die Geschichte berührend und stellenweise sehr herzergreifend. Es hat mir gezeigt, was Freundschaft bedeuten kann und wie das Reisen einen Menschen verändern kann. Dass wichtige Menschen auch im Herzen weiterleben und die Erinnerungen an diesen Menschen immer da sind.
Einen kleinen Punkt habe ich abgezogen, da ich die Geschichte manchmal zu überspitzt fand. Es ist unheimlich viel passiert in der Handlung und sie war stets authentisch. Dennoch ist in diesem relativ dünnem Buch einfach so viel passiert und es hat sich so viel gewandelt, dass es schwerfiel hinterher zu kommen und an die Authentizität dieses Buches zu glauben.