Zu viele Charaktere, zu viele Schauplätze und zu wenig Spannung
Daughter of Fate - Die Lüge der GötterDaughter of Fate ist der zweite Teil einer Trilogie von der Autorin A. S. Webb. Ich empfehle den ersten Band zu lesen, da die beiden Bücher nicht unabhängig voneinander gelesen werden können. Band 2 schließt ...
Daughter of Fate ist der zweite Teil einer Trilogie von der Autorin A. S. Webb. Ich empfehle den ersten Band zu lesen, da die beiden Bücher nicht unabhängig voneinander gelesen werden können. Band 2 schließt direkt an Band 1 an.
Das Buch handelt von der griechischen Mythologie. Da Unmengen an Personen vorkommen, ist es von Vorteil, wenn man sich ein wenig mit der griechischen Mythologie auskennt. Auch für die ganzen Laufwege ist das sicherlich von Vorteil. Ich für meinen Teil hätte durchaus eine Karte gut gebrauchen können. Das ganze Worldbuilding ist sehr umfangreich. So gibt es Ereignisse auf der Erde und auch in der Unterwelt. Das macht das Verfolgen der Charaktere umso schwerer.
Wenn man jedoch die Geschichten der Personen grob kennt, wird aber eben auch die Geschichte selbst etwas vorhersehbar. Und grundsätzlich läuft vieles nach einem gewissen Schema ab. Im Grunde sucht sich Danae ein Team bzw. Anhänger, welches ihren Weg begleiten bzw. ihr Vorhaben unterstützen. Das Ziel ist einen Gott zu töten und die Menschen von deren Herrschaft befreien zu wollen. Und nicht zu vergessen, dass natürlich bei so vielen Charakteren auch der ein oder andere Charakter stirbt und auch wieder der ein oder andere neue Charakter hinzukommt.
Die Liebesgeschichte, die man versucht hier in die Geschichte zu integrieren, konnte mich leider gar nicht überzeugen. Das wirkte für mich eher erzwungen. Und um ehrlich zu sein, hätte es die Geschichte überhaupt nicht nötig gehabt. Einen Mehrwert sehe ich an der Stelle leider nicht. Es zieht die Geschichte nur unnötig in die Länge.
Und da ist auch das nächste Problem für mich. Die Geschichte zieht sich unheimlich in die Länge. Es sind über 600 Seiten, bei denen ich ehrlich sagen muss, dass man das locker kürzen hätte können. Bei einigen Szenen wurde richtig ausgeholt und bei den spannenden Szenen waren sie nach wenigen Seiten zu Ende. Und ich muss auch sagen, dass gar nicht so viel passiert ist. Bei Band 1 hatte ich mich schon am Ende gefragt, was eigentlich passiert ist. Und hier habe ich wieder dasselbe Gefühl. Zudem habe ich das Gefühl, dass Danae mehr Glück als Verstand hat. Es ist mir schleierhaft wie sie so unbeschadet durch die Geschichte kommt. Und wie auch alle leichtfertig ihr Glauben schenken.
Die Geschichte, die im Klappentext angepriesen wird, finde ich super spannend. Und auch der Schreibstil ist angenehm. Aber die Umsetzung ist leider nicht mein Fall. Zu viele Charaktere, zu viele Schauplätze, zu wenig Spannung und einfach zu uninteressant für mich. Ich bin ein Fan von Geschichten rund um die Götter, aber diese hier kann mich leider nicht überzeugen. Daher werde ich den 3. Teil auch nicht mehr lesen.