Profilbild von Buchstabenschloss

Buchstabenschloss

Lesejury Star
offline

Buchstabenschloss ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchstabenschloss über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Zu viele Charaktere, zu viele Schauplätze und zu wenig Spannung

Daughter of Fate - Die Lüge der Götter
0

Daughter of Fate ist der zweite Teil einer Trilogie von der Autorin A. S. Webb. Ich empfehle den ersten Band zu lesen, da die beiden Bücher nicht unabhängig voneinander gelesen werden können. Band 2 schließt ...

Daughter of Fate ist der zweite Teil einer Trilogie von der Autorin A. S. Webb. Ich empfehle den ersten Band zu lesen, da die beiden Bücher nicht unabhängig voneinander gelesen werden können. Band 2 schließt direkt an Band 1 an.

Das Buch handelt von der griechischen Mythologie. Da Unmengen an Personen vorkommen, ist es von Vorteil, wenn man sich ein wenig mit der griechischen Mythologie auskennt. Auch für die ganzen Laufwege ist das sicherlich von Vorteil. Ich für meinen Teil hätte durchaus eine Karte gut gebrauchen können. Das ganze Worldbuilding ist sehr umfangreich. So gibt es Ereignisse auf der Erde und auch in der Unterwelt. Das macht das Verfolgen der Charaktere umso schwerer.

Wenn man jedoch die Geschichten der Personen grob kennt, wird aber eben auch die Geschichte selbst etwas vorhersehbar. Und grundsätzlich läuft vieles nach einem gewissen Schema ab. Im Grunde sucht sich Danae ein Team bzw. Anhänger, welches ihren Weg begleiten bzw. ihr Vorhaben unterstützen. Das Ziel ist einen Gott zu töten und die Menschen von deren Herrschaft befreien zu wollen. Und nicht zu vergessen, dass natürlich bei so vielen Charakteren auch der ein oder andere Charakter stirbt und auch wieder der ein oder andere neue Charakter hinzukommt.

Die Liebesgeschichte, die man versucht hier in die Geschichte zu integrieren, konnte mich leider gar nicht überzeugen. Das wirkte für mich eher erzwungen. Und um ehrlich zu sein, hätte es die Geschichte überhaupt nicht nötig gehabt. Einen Mehrwert sehe ich an der Stelle leider nicht. Es zieht die Geschichte nur unnötig in die Länge.

Und da ist auch das nächste Problem für mich. Die Geschichte zieht sich unheimlich in die Länge. Es sind über 600 Seiten, bei denen ich ehrlich sagen muss, dass man das locker kürzen hätte können. Bei einigen Szenen wurde richtig ausgeholt und bei den spannenden Szenen waren sie nach wenigen Seiten zu Ende. Und ich muss auch sagen, dass gar nicht so viel passiert ist. Bei Band 1 hatte ich mich schon am Ende gefragt, was eigentlich passiert ist. Und hier habe ich wieder dasselbe Gefühl. Zudem habe ich das Gefühl, dass Danae mehr Glück als Verstand hat. Es ist mir schleierhaft wie sie so unbeschadet durch die Geschichte kommt. Und wie auch alle leichtfertig ihr Glauben schenken.

Die Geschichte, die im Klappentext angepriesen wird, finde ich super spannend. Und auch der Schreibstil ist angenehm. Aber die Umsetzung ist leider nicht mein Fall. Zu viele Charaktere, zu viele Schauplätze, zu wenig Spannung und einfach zu uninteressant für mich. Ich bin ein Fan von Geschichten rund um die Götter, aber diese hier kann mich leider nicht überzeugen. Daher werde ich den 3. Teil auch nicht mehr lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2026

Gelungene originelle Geschichte mit sympathischen Charakteren

We Who Will Die
0

Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm. Ich bin gut in die Geschichte gekommen und konnte mich auch gut im Setting zurechtfinden. Ich muss jedoch sagen, dass die Geschichte ...

Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm. Ich bin gut in die Geschichte gekommen und konnte mich auch gut im Setting zurechtfinden. Ich muss jedoch sagen, dass die Geschichte stellenweise langatmig war. Da gab es einige Passagen, die man aus meiner Sicht kürzen oder sogar streichen hätte können. Manchmal hat mir etwas die Logik gefehlt. Vor allem, wenn Szenen zu schnell abgehandelt wurden, bin ich gedanklich gestolpert. Aber die übergreifende Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die unterschiedlichen Charaktere finde ich super. Da ist eine gewisse Vielfalt, die die Geschichte zu dem macht, was sie ist. Die ganzen Wendungen und Entdeckungen sind schlau umgesetzt. Es macht Freude Arvelle auf ihrer Reise zu begleiten. Man fühlt mit ihr. Man freut sich mit ihr. Man trauert mit ihr. Man ist angespannt. Das hat mir gut gefallen, dass man sich so mit ihr connecten konnte. Vor allem ist sie nicht die typische Heldin mit den Ultra-Kräften. Sie ist die Sorte Heldin, die bodenständig und bescheiden ist.

Für mich war es eine gelungene originelle Geschichte, die ich gerne gelesen habe und bei der ich mich schon auf Band 2 freue.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Zähne putzen für die kleinen Anfänger

Nicht nur ein BISSchen sauber! Wie kleine Vampire (und alle anderen) richtig Zähne putzen
0

Das Buch handelt von einem kleinen Vampir, der einen Bären beißen will. Der Bär willigt ein, aber er möchte, dass der kleine Vampir sich vorher die Zähne putzt. Zähne putzen kennt der kleine Vampir jedoch ...

Das Buch handelt von einem kleinen Vampir, der einen Bären beißen will. Der Bär willigt ein, aber er möchte, dass der kleine Vampir sich vorher die Zähne putzt. Zähne putzen kennt der kleine Vampir jedoch nicht. Und da Bär selbst auch keine Ahnung hat, machen sich die Beiden auf den Weg, um Jemanden zu finden, der ihnen zeigt, wie der kleine Vampir seine Zähne putzen soll.

Die Geschichte ist witzig umgesetzt. Dabei lernt man ein paar Tiere kennen, die zeigen wie sie sich sauber machen. Aber mit Zähnen putzen hat das an der Stelle wenig zu tun. Erst zum Ende wird gezeigt wie die Zähne geputzt werden. Leider hat bei meiner Tochter die Aufmerksamkeit nicht bis zum Schluss gereicht, sodass sie den wichtigsten Teil nicht wirklich wahrgenommen hat. Am nächsten Tag haben wir dann die Geschichte mittig etwas übersprungen, sodass sie auch den wichtigsten Teil wahrnimmt.

Zum Schluss gibt es auch noch ein Video, welches man mittels QR-Codes einscannen kann. Das Video finde ich ok, aber so ein richtiger Ohrwurm oder eine Melodie, die beim Kind im Kopf bleibt, ist es leider nicht. Und das Video ist auch recht lang für ein Kind. Da habe ich schon bessere Lieder zum Thema Zähne putzen gehört.

Die Illustrationen im Buch sind kindgerecht und schön umgesetzt. Das hat uns sehr gut gefallen. Und auch der Text ist kindgerecht geschrieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2026

Kindgerechte Umsetzung des Themas Demenz

Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank
0

In dem Buch geht es um das Thema Demenz. Benny besucht seinen Opa und entdeckt, dass einiges nicht da ist, wo es eigentlich hingehört. Zudem benutzt sein Opa auch komische Wörter bzw. neue Wortkreationen. ...

In dem Buch geht es um das Thema Demenz. Benny besucht seinen Opa und entdeckt, dass einiges nicht da ist, wo es eigentlich hingehört. Zudem benutzt sein Opa auch komische Wörter bzw. neue Wortkreationen. Als kleiner Bär macht er natürlich seinen Opa darauf aufmerksam. Opa Bär merkt aber das meiste davon gar nicht. Die Beiden müssen von beiden Seiten mit der Situation umgehen und das tun sie auch – und zwar gemeinsam.

Das Cover gefällt mir richtig gut. Das Thema kommt hier zwar nicht zur Geltung. Muss es aber, aus meiner Sicht, auch nicht. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Thema wird einfühlsam und sensible behandelt. Vor allem aber wird das Thema kindgerecht aufgegriffen. Und das Highlight sind die Illustrationen, die den Text in Bildern festhält. Es sind so viele kleine Details in den Bildern, die das Thema nochmal bildlich auf ein anderes Level bringen.

Dabei können wir Opa Bärs Wohnsituation kennenlernen und sehen wo er seine Sachen hin verlegt hat. Wir erleben Benny, wie er seinen Opa unterstützt und auf ihn liebevoll eingeht. Die beiden zusammen sind einfach nur goldig. Es ist genau so wie man es sich wünschen würde. Wohlwissend, dass es sich hierbei um eine Idealsituation handelt und Demenz viele Facetten hat und nicht jeder Tag gleich ist.

Für mich ist dieses Buch eine absolute Bereicherung. Denn hiermit kann man Kindern das Thema näherbringen, ohne dass sie direkt abschalten. Sie lernen die Krankheit kennen und lernen auch, dass man von beiden Seiten die Krankheit betrachten muss. Es ist nicht nur schwer für die betreffenden Person, sondern auch für die, die nicht die Krankheit haben. Und dennoch kann man mit Verständnis ein gutes Verhältnis zur Person aufbauen oder weiterhin haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

London Vibes im Winter

Two steps away - London Hearts 2
0

Den zweiten Band hat Valentina geschrieben. Ich mag ihren Schreibstil total gern. Er ist leicht, jugendlich und macht die Geschichte lebendig. Das Buch lässt sich locker und leicht lesen. Das Setting in ...

Den zweiten Band hat Valentina geschrieben. Ich mag ihren Schreibstil total gern. Er ist leicht, jugendlich und macht die Geschichte lebendig. Das Buch lässt sich locker und leicht lesen. Das Setting in London überzeugt mit dem winterlichen Hauch. Und die WG vermittelt einem das Gefühl von nach Hause kommen, was mir cosy Vibes gibt. Die Geschichte rund um Pippa und Ben hat mir ebenfalls gut gefallen. Sie sind alte Jugendfreunde, die eine ungünstige Situation entzweit hat. Doch auch nach Jahren des Grolls können Beide den Vorfall aufarbeiten und sich wieder annähern. Auf dem Weg zur Versöhnung gibt es zahlreiche witzige Situationen und einen super Schlagabtausch, der sich durch die Geschichte zieht. Es ist eine schöne Geschichte über eine zweite Chance. Pippa ist eine starke Frau, deren Familie nicht unbedingt einfach oder liebevoll ist. Ben hat hingegen etwas mehr Glück mit seiner Familie. Aber auch dort gibt es familiäre Differenzen. Aber die absoluten Lieblingscharaktere bleiben die Grannies. Die Großmütter sind einfach der Knaller. Witzig und on Point.

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Sie hat gut zur winterlichen Zeit und Stimmung gepasst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl