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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2026

Lockere Sommerlektüre in Cornwall

Summer Tides
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Eigentlich ist Scarlett nur nach St. Ives in Cornwall gekommen, da sie sich etwas Neues aufbauen will und mit ihrem alten Leben abschließen will. Sie such sich den ruhigen Küstenort aus und will ...

Eigentlich ist Scarlett nur nach St. Ives in Cornwall gekommen, da sie sich etwas Neues aufbauen will und mit ihrem alten Leben abschließen will. Sie such sich den ruhigen Küstenort aus und will dort mit einem alten Strandkiosk durchstarten. Doch nicht alles läuft nach Plan, denn zum einen fällt sie zunächst auf Betrüger rein und zum anderen trifft sie auf den zurückhaltenden Jonah, der sich auch nach Veränderungen sehnt und deswegen mehr oder weniger auf den Absprung ist.

Doch natürlich kommt alles anders als geplant, auch wenn beide für sich alleine erst einmal entscheiden müssen, was sie wirklich wollen. Denn Selbstliebe ist eine der Voraussetzung, um mit einer anderen Person wirklich glücklich zu werden.

Sarah Fulmar legt mit "Summer Tides" ein schönen sommerlichen Auftakt ihrer neuen St. Ives Reihe vor. Durch den bildhaften Schreibstil kann man sich als Leser perfekt nach Cornwall versetzen lassen und so einen kleinen Sommerurlaub für die Seele genießen. Ich freue mich drauf, bald noch mal nach Cornwall reisen zu können.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Gelungene Ergänzung und ein gutes Ende der Reihe

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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In "A girl named Josie" bekommen wir endlich die ganze Geschichte aus Sicht von Josie erzählt, die in den 4 vorherigen Bänden eine zentrale Rolle gespielt hat. Lange Zeit war sie verschwunden ...

In "A girl named Josie" bekommen wir endlich die ganze Geschichte aus Sicht von Josie erzählt, die in den 4 vorherigen Bänden eine zentrale Rolle gespielt hat. Lange Zeit war sie verschwunden und führte ein Leben abseits ihrer Karriere als Kinderstar.

Doch ihre Verbundenheit zu ihren (ehemaligen) 4 Sommerfreundinnen ist immer noch so groß, dass sie sich endlich ihrer Verantwortung stellen will, als sie mitbekommt, dass diese in Schwierigkeiten geraten sind. Dabei trifft sie auch auf ihre damalige große Liebe Andrea, dem sie mit ihrer Flucht das Herz gebrochen hat. Schafft sie es endlich sich der Vergangenheit zu stellen oder soll diese weiterhin ihr Leben bestimmen.

Kristina Morninger erzählt auch diese Geschichte wieder auf zwei Zeitebenen, so dass der Leser einen guten Einblick in die Vorgeschichte von vor 10 Jahren und auch in die Gegenwart bekommt. Damit rundet sich das Bild über Josie sehr gut ab.

Einziger Kritikpunkt an der Geschichte ist für mich die ziemlich lange Vorlaufzeit der Veröffentlichung gegenüber den anderen Bänden. Man bekommt ein wenig den Eindruck, als wäre dieser Band erst im Nachgang als "Bonusband" geschrieben wurde. Auch wenn die Geschichte die Serie gut beendet, hätte ich es besser gefunden, wenn es zeitnaher erschienen wäre. Dann wären manche Details aus den Vorgängerbänden sicher noch besser in Erinnerung geblieben. Wer die Serie kennt, für den gebe ich eine klare Leseempfehlung. Wer die anderen Bände nicht kennt, sollte sich tatsächlich besser an die korrekte Reihenfolge halten.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Ein altes Gemälde führt zu einem Familiengeheimnis

Die Meerglas-Schwestern
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Nach dem Tod ihrer Mutter reist die junge Australierin Roz nach England und entdeckt in einem kleinen Laden ein Gemälde, welches ihr Leben stärker verändern und beeinflussen wird als sie je gedacht ...

Nach dem Tod ihrer Mutter reist die junge Australierin Roz nach England und entdeckt in einem kleinen Laden ein Gemälde, welches ihr Leben stärker verändern und beeinflussen wird als sie je gedacht hat.

Obwohl sie die Zusammenhänge noch nicht ahnt, fühlt sie sich so stark von dem Gemälde mit den 4 Felsen angezogen, dass sie unbedingt mehr erfahren will. Daher reist sie in die schottische Heimat ihrer Mutter Dort hört sie die tragische Geschichte von 4 Schwestern, die auch ihr eigenes Leben beeinflussen wird.

Eleanor Buchanan erzählt in "Die Meerglasschwestern" die besondere Geschichte der ältesten Schwester Iris. Scheinbar hat ein sehr alter Fluch doch ihre Familie heimgesucht und so versucht in dem fremden Ceylon Hilfe von Verwandten zu bekommen, aber dies klappt nicht so wie gedacht. Trotzdem versucht sie alles um ihre Familie doch noch zu helfen.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt - zum einen die Vergangenheit mit Iris und ihrer ganz besonderen Reise und zum anderen die Gegenwart mit Roz. Die Autorin schafft es sehr gut beide Stränge gut miteinander zu verweben und abzuwechseln, so dass man als Leser gerne im Buch bleibt um mehr von den doch so unterschiedlichen Reise und Leben der beiden Frauen zu erfahren. Abgerundet wird es durch eine sehr bildhafte und schöne Beschreibung der unterschiedlichen Orte, so dass man sich als LEser sehr gut in die Geschichte fallen lassen kann. Mich haben beide Zeitebenen gleichermaßen begeistert und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Ellas neues Leben in Wilsgrave

Ein Zuhause im Frühling
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Die Möglichkeit das Haus ihrer Patentante für eine Weile zu hüten, kommt für Ella gerade zur rechten Zeit. Sie braucht nach einer kräftezerrenden Trennung und einer künstlerischen Krise als Illustratorin ...

Die Möglichkeit das Haus ihrer Patentante für eine Weile zu hüten, kommt für Ella gerade zur rechten Zeit. Sie braucht nach einer kräftezerrenden Trennung und einer künstlerischen Krise als Illustratorin dringend einen Tapetenwechsel. Auch wenn der Unterschied von der Großstadt London zu dem ruhigen und beschaulichen Dorfleben in Wilsgrave kaum größer sein, doch für Ella ist es genau was sie gerade braucht und will.

Da sie sich während ihres Aufenthaltes auch um die süße Hundedame Tess kümmern muss, kommt sie zwangsläufig viel raus und in Kontakt mit anderen Dorfbewohnern. Einer davon ist der ruhige und charmante Devon, der als Tierarzt in dem kleinen Dorf arbeitet. Nach und nach kommen sich beide immer näher und beide fangen sich langsam an zu öffnen.

Julie Caplin legt mit "Ein Zuhause im Frühling" einen gelungenen Serienauftakt vor, der sich um die liebenswerten Dorfbewohner von Wilsgrave dreht. Die Autorin legt nicht nur Wert auf tolle Protagonisten (Ella & Devon), sondern auch die Nebencharaktere insbesonders die Tierarztassistentin Beth werden sehr liebevoll und sympathisch beschrieben. Zusätzlich zu der bildhaften Beschreibung der Umgebung ist es ein gelungener Wohlfühlroman geworden, der perfekt geeignet ist aus dem Alltag zu entfliehen und sich in das Dorfleben versetzen zu lassen.

Ich freue mich schon auf weitere Bücher aus Wilsgrave.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Mordermittlungen 1948 in Essen

Helle Tage, dunkle Schuld
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Endlich darf 1948 Carl Bruns wieder in den Kriminaldienst in Essen zurückkehren, nachdem er wegen seinen jüdischen Wurzeln während der Nazizeit aus dem Polizeidienst entlassen wurden ist und unter Tage ...

Endlich darf 1948 Carl Bruns wieder in den Kriminaldienst in Essen zurückkehren, nachdem er wegen seinen jüdischen Wurzeln während der Nazizeit aus dem Polizeidienst entlassen wurden ist und unter Tage im Bergwerk gearbeitet hat. Er kommt in die Abteilung Kapitalverbrechen, wo er Mordfälle aufklären soll. So kommt er mit einem Mordfall vor 3 Jahren in Berührung, der kurz nach Kriegsende geschehen ist. Dabei trifft er auch seine alte Liebe, die mittlerweile verwitwete Krankenschwester Anne wieder. Schnell stellt sich heraus, dass sie und ihre Familie irgendwie in den Mordfall verwickelt sind, was auch Jahre später für sie gefährlich werden kann.

Während den Ermittlungen kommen sich Carl und Anna langsam wieder immer näher und beide hoffen endlich ein bisschen persönliches Glück erleben zu können. Doch ein Geheimnis könnte alles in Frage stellen und sogar zerstören.

Eva Völler wagt sich in ihrem ersten (historischen) Kriminalroman "Helle tage, dunkle Schuld" an einer der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte und beschreibt sehr detailreich und authentisch die damaligen Lebensverhältnisse der Menschen. So kurz nach Kriegsende gibt es noch viele Probleme und Einschränkungen zu bewältigen und alte Naziseilschaften versuchen ihre Macht neu zurückzugewinnen. Besonders beeindruckend an dem Roman ist, das die Grundidee auf wahren Begebenheiten kurz nach Kriegsende in Ruhrgebiet beruht.

Keine leichte Krimikost, denn die Thematik und die zeitliche Einordnung ist nicht alltäglich, aber trotzdem von der Autorin sehr gelungen umgesetzt.

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