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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Nicht Fisch - nicht Fleisch

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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In der Osterwoche will Commissario Gaetano eigentlich nur die Feiertage im Kreise seiner Familie genießen, als eine Leiche im Hafenbecken gefunden wird. Lange Zeit ist nicht klar, ob es sich ...

In der Osterwoche will Commissario Gaetano eigentlich nur die Feiertage im Kreise seiner Familie genießen, als eine Leiche im Hafenbecken gefunden wird. Lange Zeit ist nicht klar, ob es sich um einen Unfall, Selbstmord oder doch Mord handelt.
Nola
Seine neue Kollegin Beppa Bellucci, glaubt an einen Mordfall und will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Notgedrungen fängt der Commissario die Spuren zu sichern und nachzugehen. Schnell ergeben sich Hinweise, darauf dass es sich doch um einen Mordfall und das mehr dahinter steckt als es sich auf den ersten Blick zeigt.

"Commisssario Gaetono und das letzte Abendmahl" von Fabio Nola entführt die Leser zum zweiten Mal nach Neapel. Wie schon im ersten Teil, schafft es der Autor seine Leser gedanklich nach Italien zu entführen. Man bekommt ein wenig das Gefühl, man befindet sich mittendrin in der Osterzeit und ist mitten in den verschiedenen Prozessionen. Was mich allerdings weniger begeistern konnte, war die Story um den Mordfall. Irgendwie war er mir zu Beginn etwas zu langatmig, bis es vorrangig. Besonders das Hin und Her zwischen Selbstmord / Unfall und Mord fand ich etwas nervig. Auch das etwas überraschende Ende konnte mich insgesamt nicht richtig überzeugen, so dass es dieses Mal für mich weder gut noch wirklich richtig schlecht gewesen war. Auch bei einer Leseempfehlung bin ich daher etwas unschlüsslich.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

War nicht meins

Zwischen Himmel und Erde
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In einem (politischen) schwierigen Jahr 2016 zeiht Catarina aus Brasilien nach London um ihre Doktorarbeit abzuschließen. Dort zieht sie in eine WG mit Melissa, die auch brasilianische Wurzeln hat. Langsam ...

In einem (politischen) schwierigen Jahr 2016 zeiht Catarina aus Brasilien nach London um ihre Doktorarbeit abzuschließen. Dort zieht sie in eine WG mit Melissa, die auch brasilianische Wurzeln hat. Langsam freunden sich die beiden so unterschiedlichen Frauen an und erkennen, dass sie in der Vergangenheit so viel mehr verbindet als es zunächst scheint. Sie diskutieren über Gott und die Welt - sowohl über die Politik in England (gerade ist der Brexit der große politische Umbruch im Land) aber auch die Militärdiktatur in Brasilien. Auch der Mut und die Kraft einen Neuanfang zu wagen um wirklich etwas zum besseren zu Verändern kommt dabei zur Sprache zwischen den beiden.

Leider war das Buch so gar nicht meins, so dass ich es schließlich auch abgebrochen habe. Nicht nur, dass es mir insgesamt zu politisch gewesen ist (es ist echt hilfreich, wenn man sich in der Politik in England und Brasilien etwas besser auskennt). Auch mit dem Schreibstil der hochgelobten Autorin konnte ich mich so gar nicht anfreunden. Längere Strecken kommen ganz normal rüber, aber häufig gab es auch längere Passagen in so einer Liedform, was den Lesefluss sehr schwer machte.

Für mich eine echte Enttäuschung und ich kann keine wirkliche Leseempfehlung darüber abgeben.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Nachts kann man auch Freundinnen finden

Nachts ist man am besten wach
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Das Leben von Sophia läuft gerade alles andere als rund. Nicht nur das ihre Mutter erst vor kurzem gestorben ist, wird ihr Ex Mann jetzt auch noch Vater mit einer anderen Frau. Dies alles führt dazu, dass ...

Das Leben von Sophia läuft gerade alles andere als rund. Nicht nur das ihre Mutter erst vor kurzem gestorben ist, wird ihr Ex Mann jetzt auch noch Vater mit einer anderen Frau. Dies alles führt dazu, dass Sophia mit starker Schlaflosigkeit in der Nacht zu kämpfen hat. Schließlich kommt sie auf die Idee im Netz nach Gleichgesinnten zu suchen und gründet eine "Schlaflosgruppe in Hamburg". Schnell melden sich 3 weitere Frauen und so fangen sie an ihre Sorgen und Nöte zu teilen. Nach und nach entwickelt sich zwischen diesen 4 Frauen eine (online) Freundschaft.

Als eine von ihnen aber auch im realen Leben Hilfe zeigt sich, ob diese ungewöhnliche online auch in der realen Welt Bestand haben kann oder ob sie doch nur online Gemeinsamkeiten haben können.

Kristina Sanders (Pseudonym von Kristina Günak) zeigt in ihrem Roman "Nachts ist man am besten wach", dass echte Freundschaften vielleicht aus ungewöhnlichen Gründen im Internet entstehen können, aber mit echten Vertrauen und Mut sich auf etwas neues einzulassen auch enge Beziehungen im realen Leben daraus wachsen können. Auf jeden Fall ein gelungenes Feelgood-Buch besondere Frauenfreundschaften und den Mut manchmal einfach gemeinsam neues zu wagen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Nicht nur das tierische Familienmitglied sorgt für Chaos

Das letzte Kind hat Fell
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Nachdem Angelika und Hans endlich ihren Rentnerleben genießen können, haben sie sich den Traum eines Häuschen in Portugal erfüllt und freuen sich dort auf ein bisschen Ruhe und Gemeinsamkeit. Allerdings ...

Nachdem Angelika und Hans endlich ihren Rentnerleben genießen können, haben sie sich den Traum eines Häuschen in Portugal erfüllt und freuen sich dort auf ein bisschen Ruhe und Gemeinsamkeit. Allerdings kommt es wie so oft anders als man denkt.
Zum einen findet Angelika einen herrenlose Hündin und schließt sie so gleich in ihr Herz und adoptiert sie auch noch kurzerhand. Als wenn das nicht genug Veränderungen im Alltag wäre, kommen Tochter Sandra und Enkel Finn anläßlich von Angelikas runden Geburtstag nach Portugal.

Die Alleinerziehende Sandra arbeitet als LKW Fahrerin und traut Männern nicht mehr so wirklich über den Weg. Doch dann trifft sie in Portugal auf den Witwer Alexander und verliebt sich in ihn. Kann sie ihn wirklich vertrauen und wie soll eine Beziehung auf eine so große Distanz funktionieren?

Aber auch Finn hat so einige Probleme, mit denen er zu kämpfen hat. Er muss nicht nur mit den üblichen Teenager Schwierigkeiten klarkommen, sondern auch mit seiner eigenen Sexualität. Und dann trifft er auf den Nachbarjunge, was sein Leben noch mehr durcheinanderwirbelt. Und auch wenn das Leben nicht immer perfekt nach Plan läuft, kann es doch gemeinsam im Kreise der Familie doch mehr als lebenswert sein.

Tessa Hennig legt mit "Das letzte Kind hat Fell" einen humorvollen und flüssig zu lesenden Roman vor, der sich sehr gut als Urlaubslektüre für zwischendurch eignet. Nicht nur die Landschaftsbeschreibungen von der Algarve, sondern auch das turbulente Familienleben kommen sehr gut rüber.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Gefangen und überwacht im eigenen Haus

Das Signal
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Die junge Innenarchitektin Viola verliert bei einem tragischen Unfall in ihrem renovierungsbedürftigen Haus ein Bein sowie einen Großteil ihrer Erinnerungen. Als sie soweit wieder fit ist, dass ...

Die junge Innenarchitektin Viola verliert bei einem tragischen Unfall in ihrem renovierungsbedürftigen Haus ein Bein sowie einen Großteil ihrer Erinnerungen. Als sie soweit wieder fit ist, dass sie zurück nach Hause kehren kann, kümmert sich ihr Mann Adam scheinbar liebevoll um sie. Er stellt eine eigene Pflegerin für seine Frau ein. Aber Viola wird nicht so richtig warm mit ihr und hat eher das Gefühl überwacht zu werden. Dann passieren eine Reihe von Ungereimtheiten, die Viola in ihrem unguten Gefühl bestärken. So bestellt sie heimlich kleine GPS Tracker, um Gegenstände besser wieder zu finden. Als sich auch ihr Mann immer merkwürdiger verhält, beginnt sie ihn ebenfalls mit Trackern zu verfolgen. Dabei kommt raus, dass er wohl so einiges zu verbergen hat. Denn seine Schilderungen seines Tages gegenüber Viola passen nicht so wirklich zu den Ergebnissen der Tracker.

In Ursula Pozanskis neuster Thriller "Das Signal" dreht sich alles um ein perfides digitales Katz- und Mausspiel, wo jeder irgendwas zu verbergen hat und vieles nicht so ist wie es scheint. Die Atmosphäre des Buches ist düster, beklemmend und zieht einen in seinen Bann.

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