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Veröffentlicht am 03.09.2021

Super Debüt

Nur ein Schritt
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»Nimm mein Kind!«, sagt die Fremde und stürzt vor den einfahrenden Zug. Morgan steht fassungslos mit dem Baby in den Armen am Gleis. Schnell gerät sie in Verdacht, nicht so unschuldig und ahnungslos zu ...

»Nimm mein Kind!«, sagt die Fremde und stürzt vor den einfahrenden Zug. Morgan steht fassungslos mit dem Baby in den Armen am Gleis. Schnell gerät sie in Verdacht, nicht so unschuldig und ahnungslos zu sein, wie sie aussagt. Denn sie wünscht sich schon lange ein Kind. Doch wie konnte die Fremde das wissen? Und wieso hat sie Morgan in ihrem Testament berücksichtigt, obwohl sie einander noch nie begegnet sind? Morgan muss die Wahrheit herausfinden. Dabei stößt sie auf jemanden, der für die Erreichung seiner Ziele töten würde …

Meinung
Dieses Buch ist ein gelungener Thriller, und er kommt mit wenig aus. Er zielt ganz genau auf die Psyche und ich konnte beim Lesen selbst merken, dass ich mir immer wieder Gedanken um Nicole gemacht habe. Warum war sie so ängstlich, wieso tut sie jetzt genau dies? Fragen über Fragen und plötzlich findet man sich in den Abgründen der menschlichen Psyche wieder.
Nicole ist gerade Mutter geworden, doch treiben sie Angst und Verfolgungswahn immer mehr in den Einsiedlermodus. Sie verlässt das Haus nicht mehr und verwahrlost regelrecht. Ihr Mann verlässt sie und plötzlich steht sie allein da. Je weiter das Buch vorankommt, desto mehr merkt man, wie es ihr immer schlechter geht. Bis sie Morgan in einem Chat findet und die beiden Frauen sich sehr ähnlich sind. Morgan wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, aber ihr Mann hat Selbstmord begangen und sie hat es noch nicht überwunden. Die Emotionen der beiden Frauen nimmt einen mit und man ist hautnah dabei. Es ist sehr authentisch beschrieben, vorallem Nicoles Panikattacken. Ich fand beide sehr gut dargestellt und Morgan war mir sehr sympathisch. Nicole hätte ich gerne zur Seite gestanden und sie beschützt.
Die Geschichte wird von Nicole und Morgan erzählt. Einmal in der Vergangenheit und einmal in der Gegenwart. So erfährt man, wieso Nicole zu dem Schritt kam, sich vor einen Zug zu werfen und warum sie ausgerechnet Morgan das Baby in den Arm gibt.
Hier gibt es viele Spannungsbögen  und ich fand, es wurde nicht langweilig. Die Kapitel sind kurz und knackig und abwechslungsreich. Das Aufgreifen von psychischen Erkrankungen, das immer noch gern totgeschwiegen wird, erhält hier seine Aufmerksamkeit. Der Wechsel der Perspektive ist gut durchdacht und am Ende laufen die Fäden zusammen und alles ergibt Sinn.
Das Ende war für  ich trotzdem überraschend, klar mache ich mir Gedanken wer dahinter stecken könnte, aber die Autorin hat mich hier komplett in die Irre geführt.

Fazit
Hier wird mit der Psyche des Lesers gespielt und man wird mehrmals in die Irre geführt. Tolles Buch und eine Klare Leseempfehlung von mir. Super Debüt von dieser Autorin

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2021

Voller Sagen und Legenden

Elayne (Band 1): Rabenkind
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Eine Prophezeiung, der sie nicht entkommt. Eine Bürde, die sie kaum tragen kann. Eine Liebe, zart, zerbrechlich und bedroht von Lügen, Intrigen sowie dem Spiel der Macht.
Die junge Elayne von Corbenic ...

Eine Prophezeiung, der sie nicht entkommt. Eine Bürde, die sie kaum tragen kann. Eine Liebe, zart, zerbrechlich und bedroht von Lügen, Intrigen sowie dem Spiel der Macht.
Die junge Elayne von Corbenic wächst im Norden Britanniens in einer düsteren Festung auf. Ihr Vater, König Pelles, ist besessen von einer Vision, die Elaynes Mutter kurz vor ihrem Tod gehabt haben soll. Demnach wird Elayne die Mutter des größten Helden aller Zeiten. Dafür opfert der König alles: das Wohlergehen seines Volkes und die Liebe seiner Tochter.

Meinung
Der erste Band einer mystischen Reihe lebt durch ihre tollen Beschreibungen der Orte und verschwörerischen Charakteren.
Das Buch beginnt mit einem sehr schönen Ereignis, nämlich die Hochzeit von Elaynes besten Freundin. Im Laufe des Buches wird es aber immer düsterer und die freudige Stimmung wird langsam überschattet.
Elayne war mir sehr sympathisch, trotz dem jungen Alter, war sie sehr reif und vorausschauend. Sie kämpft um ihr Volk und ist sehr mutig. Sie ist nicht die klassische Prinzessin und sich für keine Arbeit zu schade. Wenn man bedenkt in welcher Zeit die Geschichte spielt, ist die Protagonistin sehr authentisch dargestellt.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut beschrieben und man möchte so viel mehr über sie erfahren. Vorallem Galahal hat es mir angetan, er ist sehr intelligent und zuvorkommend. Er will alles und jeden beschützen, trotzdem hütet er ein Geheimnis, um was es sich handelt, wird hier nicht verraten.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig und man kann sich alles genau vorstellen. Es wird nicht langweilig, trotz der eher ruhigen Atmosphäre. Man fühlt sich in der Geschichte wohl und die Mischung zwischen Fantasy und Historischer Roman funktioniert hier sehr gut.
Man erlebt die Geschichte rund um Camelot und Avalon aus einer ganz neuen Sichtweise, nämlich die von Elayne.
Man wird durch die Autorin richtig in diese Zeit katapultiert und irgendwie will man  nicht mehr weg. Das Ende lässt viele Fragen unbeantwortet und es kommen neue dazu und so will man nichts sehnlichster als den zweiten Band lesen zu können.

Fazit
Hier werden alte Sagen lebendig. Durch die ruhige Stimmung hat man die Chance Elayne viel besser kennenzulernen und ich freue mich jetzt schon, sie weiter begleiten zu dürfen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2021

Regt zum Nachdenken an

Klima
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Seit Monaten fahndet das FBI erfolglos nach einem Terroristen. Die Zahl der Todesopfer steigt, doch der Mörder, der nur als »Green Man« bekannt ist, entkommt ein ums andere Mal. Jeder Angriff ist strategisch ...

Seit Monaten fahndet das FBI erfolglos nach einem Terroristen. Die Zahl der Todesopfer steigt, doch der Mörder, der nur als »Green Man« bekannt ist, entkommt ein ums andere Mal. Jeder Angriff ist strategisch geplant, um ein Ziel zu zerstören, das die Umwelt bedroht. Und mit jedem Anschlag wächst die Schar seiner Anhänger. Tom Smith, ein junger, unerfahrener Datenanalyst beim FBI, glaubt etwas entdeckt zu haben, das alle anderen übersehen haben. Doch als er sich Amerikas gefährlichstem Mann nähert, muss er sich die Frage stellen: Was, wenn der Mann, den er um jeden Preis aufhalten will, in Wahrheit versucht, die Welt zu retten?

Meinung
Heiligt der Zweck, wirklich alle Mittel?
Das ist die Kernfrage in diesem Buch.
Wie weit würdet ihr gehen und die Unwelt und damit nächste Generationen zu schützen? Sind da ein paar Menschenleben egal, nimmt man es einfach hin?
Green Man stellt sich öfters die Frage in dem Buch, er hat schon sechs Anschläge auf Bauwerke, die die Unwelt schaden verübt, um die Welt wach zurütteln. Das FBI ist hinter ihm her, darunter auch Tom Smith. Er ist der Einzige, der ihn schnappen kann, denn er denkt wie er. Dadurch kann er aber auch die Beweggründe verstehen und ist sich nicht sicher, ob er ihn überhaupt schnappen will. Tom Smith ist sehr intelligent und möchte Anerkennung von Kollegen und Familie. Er war mir sehr sympathisch, vorallem da er nicht gleich einknickt, wenn der Chef mal kritisch nachfragt. Er ist sich seinen Fähigkeiten sicher und kann sich behaupten.
Green Man  fand ich als Täter sehr interessant dargestellt. Er fragt sich oft, ob er  nicht über das Ziel hinaus schießt und ob es wirklich so sein muss. Gegen Ende fand ich ihn aber nur noch unberechenbar und er kam mir sehr fahrig vor.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu folgen. Es wird immer auch aus Sicht von Green Man erzählt und so erfährt man auch viele Hintergründe zu seinem Leben.
Das Ende war gut, aber nicht so zufriedenstellend. Habe mir da mehr versprochen, vorallem für Tom.

Fazit
Ein kritischer Roman, der einem zum Nachdenken anregt und auch unser bisheriges Umweltbewusstsein hinterfragt.
Es ist aber kein Thriller, sonder eher ein Umweltpolitischer Roman.
4⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2021

Toller Auftakt

April & Storm - Stärker als die Nacht
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Er bringt sie durch die Nacht. Und sie ihn zurück ins Leben.

Eigentlich wollte April nach einem schweren Schicksalsschlag einen Neuanfang in San Francisco wagen, gemeinsam mit ihrem Freund. Aber der ...

Er bringt sie durch die Nacht. Und sie ihn zurück ins Leben.

Eigentlich wollte April nach einem schweren Schicksalsschlag einen Neuanfang in San Francisco wagen, gemeinsam mit ihrem Freund. Aber der ließ sie kurz nach der Ankunft im Stich. April ist trotzdem fest entschlossen, ihren amerikanischen Traum weiterzuverfolgen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Die WG mit dem Musiker Storm ist nur der erste Schritt.

Als Storm bei April einzieht, sieht sie zwar seine äußerlichen Narben, von seiner geschundenen Seele ahnt sie jedoch nichts. Schon bald merkt sie, wie sie sich auf unerklärliche Weise zu dem mysteriösen Mitbewohner hingezogen fühlt. Mit aller Macht versucht sie, diese Gefühle zu ignorieren. Schließlich hat sie noch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und traut weder der Liebe noch Storm ...

Meinung
Es ist der erste Band einer drei teiligen Reihe. Die Protagonisten haben mir gut gefallen, sie wurden mit ganz viel Gefühl und Herzschmerz dargestellt.
April hat ihre Vergangenheit noch nicht überwunden und muss immer die Kontrolle über alles haben. Sie sucht einen neuen Mitbewohner, aber auf keinen Fall einen Mann. Doch sie hat nicht mit Storm gerechnet. Mit seinen Narben im Gesicht, und seiner etwas arroganten Art, hat er es sehr schwer bei ihr, doch dann zeigt sich eine Seite von ihm, die April nicht erwartet hat und lässt ihn doch einziehen. Je weiter die Geschichte vorankommt, desto mehr merkt man, wie viel die beiden auf ihren Schultern zu tragen haben. Es war einfach schön, dabei zu sein wie sie sich annähern und sich immer mehr öffnen. Storm war wirklich sehr sympathisch und so liebevoll zu April. Ich habe ihn sehr gemocht und seine Geschichte hat mir eine Gänsehaut gemacht.
Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht, trotzdem war immer eine düstere Stimmung vorhanden. Es war sehr emotional und man konnte die Gefühle meistens nachvollziehen.
Manchmal ist es mir schwer gefallen, Aprils Handlungen nachzuvollziehen, sie war manchmal sehr unbeherrscht und nicht verständlich.
Der Schluss hat mich sehr geschockt zurückgelassen und es gab einen sehr bösen Cliffhanger. Ich konnte gar nicht fassen das, dass Buch schon zu Ende war. Ich hoffe wir müssen nicht lange auf eine Fortsetzung warten.

Fazit
Sehr emotionaler Auftakt zur einer tollen New Adult Reihe. Freue mich schon auf die Fortsetzung.
4,5 ⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2021

Ein etwas anderer Krimi

Berlin Monster - Nachts sind alle Mörder grau
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Privatdetektivin Lucy hat sich auf übernatürliche Fälle spezialisiert. Und von denen gibt es so einige in Berlin, wo es von übersinnlichen Phänomenen nur so wimmelt. Denn vor dreißig Jahren ließ die Strahlung ...

Privatdetektivin Lucy hat sich auf übernatürliche Fälle spezialisiert. Und von denen gibt es so einige in Berlin, wo es von übersinnlichen Phänomenen nur so wimmelt. Denn vor dreißig Jahren ließ die Strahlung einer Bombe den Aberglauben der Menschen lebendig werden. Heute brüten Dschinns in Kreuzberger Shisha-Cafés, Feen tanzen in Friedrichshainer Clubs, und Hipster-Kobolde sind die Herren der Kneipen von Neukölln. Während Lucy eine Fee aufspüren soll, erschüttert eine Mordserie die Stadt. Hat ihr Verschwinden etwas damit zu tun? Immer tiefer taucht Lucy in den Fall ein, und bald schwebt nicht nur sie in Gefahr, sondern auch jene, die ihr am nächsten stehen ...

Meinung
Mich hat der Titel sehr angesprochen und die Fantasy Inhalte fand ich sehr interessant.
Lucy ist ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten. Am Tag der großen Explosion, wurde sie geboren sowie alle magischen Wesen. Sie spürt die sogenannten Stifs und war deshalb sehr lange bei einer Abteilung der Polizei die sich auf Stif Fälle spezialisiert hat. Lucy ist knallhart und nicht zartbeseitet, trotzdem wirkte sie sehr verletzt und sie tat mir öfters leid. Sie reflektierte sich selbst und musste einsehen, dass nicht alle Handlungen von ihr, gut überlegt waren. Ich mochte sie sehr gerne, gerade weil sie so direkt und trotzdem etwas weiches an sich hatte.
Die anderen Charaktere waren auch gut und jeder hat seine Rolle perfekt eingenommen.
Der Schreibstil war flüssig und leicht, aber es gab in der Mitte öfters ein paar längen, die man evtl. Kürzer hätte halten können, so war es doch etwas langatmig. Gegen Ende wurde die Spannung wieder angezogen und alles ging Schlag auf Schlag. Tatsächlich muss ich gestehen, war es für mich mehr Krimi als Fantasy. Irgendwann habe ich vergessen, das es sich nicht um Menschen handelt. Ich denke mal es war so gewollt, da die Stifs sich ja ein wenig anpassen wollten und die, die es nicht wollten, haben sich in die Zone zurückgezogen. Die Idee dahinter fand ich sehr gut und auch die  Beschreibungen der Wesen, aber mal ehrlich, was würdet ihr machen, wenn all die Wesen in unseren Köpfen lebendig werden würden? Es  macht einem doch ein wenig Angst. Wie würde unsere Welt heute aussehen?
Das Ende war sehr offen gehalten, ich denke, da kann eine Fortsetzung entstehen. Ich würde gerne wieder Lucy in einem neuen Fall begleiten.

Fazit
Ein Krimi mit vielen Fantastischen Wesen und einem Mörder auf der Spur. Interessante Idee und hoffentlich gibt es eine Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere