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Veröffentlicht am 09.01.2024

Viel Wissen in erzählenden Bildern verpackt!

Das geheime Leben der Bäume
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Auf der Frankfurter Buchmesse 2023 habe ich die Graphic Novel zu "Das geheime Leben der Bäume" entdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Ich mag es, wenn ich auf schnelle und anschauliche Weise Informationen ...

Auf der Frankfurter Buchmesse 2023 habe ich die Graphic Novel zu "Das geheime Leben der Bäume" entdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Ich mag es, wenn ich auf schnelle und anschauliche Weise Informationen in mich aufsaugen kann. Da ist eine Graphic Novel auf Grundlage eines Sachbuchs Gold wert. Auf den 240 bunt bemalten Seiten findet sich einiges Wissenswertes rund um unsere Bäume, Wälder und im Grunde die gesamte Flora und Fauna auf unserer Erde.

Die Autoren, der Illustrator und die Übersetzerin:

Peter Wohlleben (geboren 1964) studierte Forstwirtschaft und war über zwanzig Jahre lang Beamter der Landesforstverwaltung. Inzwischen arbeitet er in der von ihm gegründeten Waldakademie in der Eifel. Er setzt sich weltweit für die Rückkehr der Urwälder ein, dabei ist er in TV-Sendungen zu Gast, hält Vorträge sowie Seminare und ist Autor einiger Bücher. Der Wald und der Naturschutz liegen ihm am Herzen. Seine Bücher Das geheime Leben der Bäume, Das Seelenleben der Tiere, Das geheime Netzwerk der Natur, Das geheime Band zwischen Mensch und Natur und Der lange Atem der Bäume sind Bestseller und begeistern Menschen auf der ganzen Welt. Seit drei Jahren erscheint außerdem das Magazin »Wohllebens Welt«. 2019 bekam er die Bayerische Naturschutzmedaille verliehen.
Fred Bernard (geboren 1969) ist Schriftsteller, Comic-Autor und Illustrator. Er stammt auf Burgund. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet. Er ist bei diesem Buch für das Szenario zuständig.
Benjamin Flao (geboren 1975) ist ein französischer Comic-Autor, Zeichner und Kolorist. Auch er wurde bereits mehrfach ausgezeichnen. Aus seiner Hand stammen die Zeichnungen des vorliegenden Werkes.
Andrea Kunstmann (geboren 1970) studierte Germanistik, Romanistik und Buchwissenschaft. Danach arbeitete sie als Verlagslektorin. Seit 2013 übersetzt sie aus dem Englischen, Französischen und Italienischen ins Deutsche.

Inhalt:

„Peter Wohllebens bildgewaltiges Abenteuer führt uns zu den Wurzeln seiner verblüffenden Entdeckungen. Auf Schritt und Tritt begleiten wir den weltberühmten Föster dabei, wie er die Geheimnisse der Bäume lüftet. Ein faszinierendes, sinnliches Erlebnis, das uns »Das geheime Leben der Bäume« hautnah und völlig neu erleben lässt – voller ungeahnter Einblicke und faszinierender Erkenntnisse über die wunderbare und zugleich so verletzliche Welt der Bäume!“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:

Das Cover lässt uns einen Blick mitten in den Wald und auf Peter Wohlleben mit seinem Hund Maxi werfen. Ein bisschen erinnern mich die beiden an Tim und Struppi. Auf jeden Fall macht das Cover Lust, selbst loszugehen und ein wenig Waldbaden zu betreiben. Auch im Innern des Buches finden wir viele farbenprächtige Illustrationen. Die bunten Farben erwecken die Wälder zum Leben und die vielfältigen Arten der Illustrationen machen das Lesen zu einem Erlebnis.

Peter Wohllebens Sachbuch Das geheime Leben der Bäume ist natürlich in deutscher Sprache erschienen. Die Graphic Novel hier, wurde allerdings zunächst in französischer Sprache veröffentlicht, da das Szenario und die Illustrationen von französischen Künstlern entwickelt wurden. Damit wir hier aber nicht auf diesen Buchschatz verzichten müssen, wurde das Buch dann wieder zurück ins Deutsche übersetzt.

Die Erzählung hält sich nahe an der Biographie Peter Wohllebens. Sein Weg beschreibt gleichzeitig den Umgang mit Bäumen in der Forstwirtschaft und so ist das Buch außerdem in die vier Jahreszeiten und die Rückkehr des Frühlings untergliedert. So bekommt der Leser ein allumfassendes Bild zum Thema Wald, Nachhaltigkeit, Forstwirtschaft, Klimaerhitzung etc. in Form des Jahreswechsels und der Veränderungen über das Jahr und über die gesamte Entstehung der Erde hinweg.

Zitat: "Ich bin ein Hüter der Wälder, wie ich es von Anfang an sein wollte, und ich liebe es, Geschichten zu erzählen." Peter Wohlleben, Fred Bernard & Benjamin Flao: Das geheime Leben der Bäume (Seite 199)

Durch die bildhafte Darstellung des Buches müssen einige auch wissenschaftliche Fakten in sehr komprimierten Texten verpackt werden. Und hier ist auch das kleine Problem, was ich mit diesem Buch hatte. Zum Einen ist beispielsweise die Darstellung des Baumstumpfes nicht deutlich genug und somit für mich nicht genau erkennbar. Zum Anderen wurden erwähnte Beispiele wie der Vergleich einer Wurzel mit der Größe eines Fußballfeldes nicht bildhaft dargestellt, was im Prinzip gut umsetzbar und sicherlich sehr beeindruckend gewesen wäre. Peter Wohlleben vermittelt unheimlich viel Wissen und ich glaube da stieß die Graphic Novel ein wenig an ihre Grenzen. Ich hätte mir hier und da ausführlichere Beschreibungen gewünscht, und denke dass ich daher sicherlich das der Graphic Novel zu Grunde liegende Sachbuch irgendwann zur Hand nehmen werde, um alles in Gänze nachvollziehen zu können.

Für eine bildgewaltige Einführung und einen ersten Einblick in die Thematik ist die Graphic Novel allerdings auf jeden Fall eine Goldgrube. Es werden einige Informationen vermittelt wie: Was können Bäume alles. Wer schadet den Bäumen (Mensch wie Tier oder Pilz)? Wie entwickeln sich Bäume weiter. Welche Unterschiede gibt es in der Stadt im Vergleich zum Land. Wie funktioniert Forstwirtschaft? Ist sie lediglich auf Kapital und Profit aus? Wie kümmert man sich am Besten um den Erhalt gesunder Mischwälder? Bis hin zum unterschiedlichen Wuchs von Bäumen, dem Einfluss des Wetters (Schnee, Regen, Wind) darauf. Woher kommen Kohle, Gas und Öl – das Co2 der Vergangenheit – und wie verschmutzt es die Zukunft?

Ein roter Faden war für mich manchmal schwer zu erkennen, sodass ich ganz blauäugig durch die Seiten gewandert und einfach den fantasievollen und detailreichen Zeichnungen gefolgt bin. Der Leser schlendert mit Peter Wohlleben durch die verschiedensten Wälder. Mit dabei ist immer sein Hund Maxi, die beiden scheinen ein eingespieltes und untrennbares Team zu sein.

"Das geheime Leben der Bäume" bietet viele kleine, äußerst spannende Fakten über die grüne Lunge unserer Mutter Erde. Peter Wohllebens Bedürfnis jenen grünen Helfer zu retten, wird ganz deutlich. Mit seinen Worten, die denen eines Märchenerzählers gleichen, ist auch hier wieder eine tolle sprachlichen Umsetzung gelungen. Der positive Ausblick am Ende des Buches lässt einen außerdem voller Hoffnung in die Zukunft blicken. Es ist noch nicht alles verloren, es treten erste Änderungen zu Gunsten unserer Wälder in Kraft und wir können das Ruder noch herumreißen, um unsere Welt wieder etwas lebenswerter, nachhaltiger und zukunftsträchtiger zu gestalten.

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Veröffentlicht am 22.12.2023

Nach der Tiefsee jetzt der Flug hinauf ins Weltall!

Juli und Ulf fliegen ins Weltall
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Juli und Ulf haben wir vor zwei Jahren im Buch "Die Tiefseetaucherin" kennengelernt. Hier haben wir uns mit dem Mädchen Juli und ihrem U-Boot Ulf in die Tiefen der Weltmeere gewagt und einige interessante ...

Juli und Ulf haben wir vor zwei Jahren im Buch "Die Tiefseetaucherin" kennengelernt. Hier haben wir uns mit dem Mädchen Juli und ihrem U-Boot Ulf in die Tiefen der Weltmeere gewagt und einige interessante Dinge gelernt. Nun ist Ulf zum Raumfahrtschiff umgebaut und Juli macht sich mit ihm auf den Weg ins Weltall, bis hinauf zum Mond. Dort steht am Ende dann auch eine KATAPULT Flagge.

Die Illustratorin:

Iris Ott arbeitet seit 2020 als Grafikerin und Illustratorin bei KATAPULT. Während ihres Studiums wechselte sie von Medizin zu den Medien, wo sie bis heute geblieben ist. Themen der Naturwissenschaften und Nachhaltigkeit interessieren sie besonders. Sie zeichnete Die Tiefseetaucherin, das erste Kinderbuch des KATAPULT-Verlags.

Inhalt:

„Nach ihrem Tauchgang in die Tiefsee will Juli endlich wieder ein neues Abenteuer erleben. Sie will nach oben, bis hoch ins Weltall! Also wird Ulf zur Rakete umgebaut und ab gehts. Unterwegs kommt sie aus dem Staunen nicht raus: Gasballons steigen in der Luft auf wie Pupse in der Badewanne. Vögel können auch Helikopter sein. Und der Mond ist total verbeult! Kaum zu glauben, findet Juli. Auf ihrem Weg müssen sie auch noch mit einem wütenden Geier kämpfen und Weltraumschrott ausweichen. Je höher sie kommen, desto verrückter wird es: Sie treffen auf einen Satelliten, der Telefongespräche mithören kann und auf der Raumstation ISS macht die Besatzung Experimente mit Keksen!“ (Produktbeschreibung)

Kritik und Fazit:

Wieder hat sich der Verlag etwas ganz besonderes ausgedacht. Während man in Die Tiefseetaucherin, dem erste Bilderbuch der Reihe, von oben nach unten und nicht von links nach rechts liest, liest man dieses Buch nun von unten nach oben. So erscheint einem das Cover im ersten Moment auch als falsch herum platziert, aber schaut man in das Buch, bekommt man eine Art Anleitung zum Lesen, die man ganz leicht umsetzen kann. Auf dem Cover selbst sehen wir Juli und Ulf, die im Weltall schweben – inmitten von Mond, Sternen und einer Raumstation. Die Erde sieht man natürlich auch von hier aus mit ihrer blauen Oberfläche.

Zunächst einmal starten wir auf der Erde und erfahren so nicht nur etwas über das Weltall, sondern über das Fliegen im Allgemeinen, denn auf unserem Planeten gibt es ja auch einiges, was nicht auf dem Boden bleibt, sondern abhebt und durch die Lüfte gleitet. Dabei ist nicht nur die rede von Flugzeuge, sondern auch von allerlei Lebewesen und mehr. Alles beginnt also bei der Flora und Fauna der Erde, bevor wir den Planeten verlassen. Um so richtig das Gefühl zu haben, dass wir immer weiter und weiter abheben, können wir die Geschichte, wie bereits erwähnt, von unten nach oben lesen, was eine tolle Erfahrung war. Nur auf der letzten Doppelseite wird das Schema durchbrochen und sorgte für kurze Irritation bei uns.

Die Bilder von Iris Ott sind wieder sehr gelungen. Mit kräftigen Farben sowie klaren Linien und Strukturen werden die Szenen und Themen äußerst gut veranschaulicht. Die Bilder sind dabei nicht mit Informationen überladen. So erfährt der Leser einige interessante Fakten und kann den Protagonisten auf ihrer spannenden Reise folgen.

Am Ende findet sich sogar noch eine kleine Zusammenfassung der gesamten Thematik rund ums Fliegen und das Weltall, mit welcher man sich nochmals alles in Gedächtnis rufen kann.

"Juli und Ulf fliegen ins Weltall" ist ein gelungenes Bilderbuch, welches Themen wie Schwerkraft, Sauerstoff, Fliegen, Weltraumschrott oder Leben im Weltall thematisiert. Dabei begleitet der Leser eine sympathische Protagonistin mit ihrem zum Leben erwachten Raumschiff bis hinauf zum Mond. Allerlei Dinge gibt es zu entdecken und wir hatten Spaß mit den beiden diese Reise zu unternehmen. Wir sind schon ganz gespannt, wohin es Juli und Ulf als nächstes verschlagen wird. Der Verlag hat ein offenes Ohr für Ideen und Vorschläge, die man per Mail oder Post mitteilen kann.

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Veröffentlicht am 20.12.2023

Auch Band zwei der Reihe konnte mich leider nicht überzeugen

Twisted Fate, Band 2 - Wenn Liebe zerstört
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Nachdem der Auftaktband "Twisted Fate – Wenn Magie erwacht" von Bianca Iosivoni noch etwas schwach war und erst am Ende Fahrt aufnahm, war ich ganz gespannt auf den zweiten, abschließenden Teil der Reihe. ...

Nachdem der Auftaktband "Twisted Fate – Wenn Magie erwacht" von Bianca Iosivoni noch etwas schwach war und erst am Ende Fahrt aufnahm, war ich ganz gespannt auf den zweiten, abschließenden Teil der Reihe. Doch irgendwie sprang auch bei "Twisted Fate – Wenn Liebe zerstört" der Funke nicht so recht über. Die Charaktere blieben mir zu blass und die Beziehungen zwischen Faith, Nate und Jax waren weiterhin eher oberflächlich.

Die Autorin:

Bianca Iosivoni (geboren 1986) schreibt hauptberuflich Young-Adult- und New-Adult-Romane, sowie Fantasy. Bereits als Teenager begann sie zu schreiben. Sie studierte Sozialwissenschaften und arbeitete in einer Online-Redaktion. Schon immer begleiteten sie zahlreiche Ideen für Geschichten, sodass sie möglichst immer ein Notizbuch parat hat. Sie ist auf Twitter, Instagram, Pinterest und auf ihrer Website zu finden.

Inhalt:

„Fünf gekreuzte Schwerter und Disteln – nie hätte Faith vermutet, welch düstere Wahrheit sich hinter diesem Symbol verbirgt. Finstere Mächte bedrohen nicht nur dir Unistadt Dundee, sondern ganz Schottland, und Faith und ihre Freund*innen sind in größerer Gefahr als je zuvor. Doch Verrat und Verlust verändern Faith – und ihre Gabe. Plötzlich kann sie niemandem mehr vertrauen. Weder Jax, in dessen Armen sie für einen Moment alles vergessen kann. Noch Nate, in dessen Augen eine verbotene Sehnsucht lodert. Und am allerwenigsten sich selbst. Denn ihre Gabe zeigt auf einmal eine dunkle Seite, die sie alle vernichten könnte.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:

Das Cover ist zwar recht hübsch aber irgendwie passt es meiner Ansicht nach nicht zum Buch und der Handlung an sich. Erneut ist die Hauptprotagonistin in einem eleganten Kleid zu sehen. Sie dreht uns den Rücken zu und ist von Disteln umgeben. Die Farben sind diesmal deutlich dunkler als beim ersten Buch und zeigen darin auch die düsteren Momente der Story und den Abstieg zur dunklen Seite der Magie, den Faith durchmacht. Die erste Auflage ist wieder mit einem wunderschönen Farbschnitt versehen und ihr liegt eine Charakterkarte von Faith und Jax bei.

Die Autorin hat eine äußerst gute Einführung gegeben, um die Erinnerungen an die Story des ersten Buches der Dilogie nochmals ins Gedächtnis zu rufen und auf leichte Weise wieder aufzufrischen. Leider wiederholt sich dann aber recht schnell die Problematik die bereits im ersten Teil immer wieder im Zentrum stand. Faith schwankt in ihren Gefühlen zwischen Jax und Nate. Diesmal darf sie Jax nicht zu nahe kommen, aber Nate darf sie nun beschützen. Das ist eine simple Umkehrung der gleichen Problematik aus Band eins.

Mir ist gleichsam nicht schlüssig, wieso Faith immer noch so an Nate hängt. Zum einen haben die beiden die meiste Zeit kaum längere Momente, um Gespräche miteinander zu führen. Zum anderen stellt Nate den Orden über Faith und sogar über ihr Leben. Wie kann er da der der richtige für Faith sein? Die beiden stecken wohl eher in alten Gefühlen fest, als dass da wirklich eine Bindung zwischen ihnen besteht.

Wieder gibt es ein paar Zwischenspiele des Brollachans, ansonsten ist die Geschichte aber ausschließlich aus Faith‘ Sicht geschrieben. Und so schwankt Faith mal wieder zwischen den beiden Love-Interests hin und her, ohne wirklich in die Tiefe ihrer Gefühle einzutauchen. Immerhin hat sie mit Jax endlich ein paar tiefgründigere Gespräche, in denen sie sich nicht nur gegenseitig foppen oder körperlich aufeinander ansprechen, sondern tatsächlich mal etwas von den eigenen Gefühlen offenbaren. Nate bleibt unnahbar während sich Jax wenigstens Stück für Stück öffnet.

Im Grunde haben wir in der Geschichte immer wieder tolle Zusammenspiele der einzelnen Protagonisten, diese hätten aber meiner Meinung nach noch wesentlich häufiger stattfinden können, um einen individuelleren Blick auf die einzelnen Personen werfen zu können und der Geschichte mehr an Tiefe zu geben. Zwei intime Szenen zwischen Faith und Jax sind dann auch noch nahezu gleich formuliert worden, was mich während des Lesens wirklich irritierte.

"Twisted Fate – Wenn Liebe zerstört" konnte mich leider nicht überzeugen. Nach wie vor gibt es extrem große Parallelen zur Sturmtochter-Reihe. Außerdem sind da zu wenige Team-Momente, zu wenig persönliche Wandlung der Protagonistin Faith in Bezug auf ihre Gefühle zu Nate und Jax. Sie sind nicht greifbar und müssen am Ende sogar durch ein Gespräch zwischen ihr und Nate klargestellt werden. Ich glaube ich bleibe bei der Autorin ab sofort lieber bei ihren Young Adult Werken, die mir immer gut gefallen haben. Ihre Fantasy Reihen konnten mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 18.12.2023

Eine Geschichte zur weihnachtlichen Einstimmung!

New Wishes
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Schon seit einer Ewigkeit stehen die Bücher von Lilly Lucas auf meiner Wunschliste. Doch bisher fehlte immer die Zeit und es drängelten sich andere Bücher vor. Jetzt mit dem neu erschienen Buch "New Wishes", ...

Schon seit einer Ewigkeit stehen die Bücher von Lilly Lucas auf meiner Wunschliste. Doch bisher fehlte immer die Zeit und es drängelten sich andere Bücher vor. Jetzt mit dem neu erschienen Buch "New Wishes", welches mir der Verlag freundlicher Weise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, konnte ich endlich in eine von der Autorin kreierte Welt eintauchen. In null Komma nichts bin ich durch das Buch geflogen und hatte gemütliche und lustige Lesemomente. Ich hätte mich ja sehr gefreut, ein Exemplar mit dem auf der Webseite gezeigten wunderschönen Farbschnitt der ersten Auflage zu bekommen.

Die Autorin:

Lilly Lucas studierte Germanistik in Bamberg. Die Autorin hat inzwischen einige Liebesromane geschrieben. Die Bücher "New Promises", "New Dreams", "New Horizons", "New Chances", "Find me in Green Valley," "A Place to Love", "A Place to Grow", "A Place to Belong", "A Place to Shine" und "New Wishes" wurden zu Spiegel-Bestsellern. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Würzburg.

Inhalt:

„Rebecca Fitzgerald hatte schon bessere Tage. Erst wird sie von ihrem Job in Colorado Springs beurlaubt, dann erfährt sie, dass ihr Vater sich die Hüfte gebrochen hat und ausgerechnet im Advent als Reverend ausfällt. Kurz entschlossen fährt sie in ihre Heimat Green Valley, um ihre Familie zu unterstützen. Zu Hause muss sie überrumpelt feststellen, dass ihre Eltern in ihrem Zimmer den Eishockeytrainer Leo Braxton einquartiert haben. Rebecca kann eigentlich weder mit Eishockey noch mit Sportlern etwas anfangen – selbst wenn sie so attraktiv wie Leo sind. Doch dann ist Leo zur Stelle, als Rebecca Hilfe braucht, und überrascht sie in mehrfacher Hinsicht …“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:

Das Cover reiht sich wunderbar unter die der ersten fünf Bände ein. Gold glitzernd springt uns zunächst das Wort „NEW“ in dicken Lettern ins Auge, welches die Reihenzugehörigkeit sofort deutlich macht. Darunter in geschwungener Schrift das Wort „Wishes“, was in der schwarzen Farbe stark hervorsticht. Dahinter schimmern Eiskristalle, die die winterliche Stimmung in diesem Buch hervorhebt. Die stilisierten Schneeflocken drum herum fangen die weihnachtliche Atmosphäre ein.

Die Autorin hat eine äußerst leichte und heitere Art, ihre Geschichten zu schreiben. Man wird sofort mitgezogen und fliegt nur so durch die Seiten, sodass man einfach eine ganz tolle und entspannte Zeit mit den Charakteren verbringen kann. Da gab es keine konstruierten Konflikte, keine übermäßige Dramatik, sondern einfach eine Geschichte, die man sich gemütlich eingemummelt in einer Decke zu Gemüte führen möchte.

Zitata: "Wenn das ein Date wäre, würde ich jetzt unter der Tribüne knutschen, statt mit meinem kleinen Bruder zu tanzen." (Lilly Lucas: "New Wishes", Seite 193)

Aber auch witzige Momente gibt es hier zu erleben. Ich musste öfters vor mich hin lächeln oder kichern. Da sind einige heitere Szenen und schöne Aussagen der Protagonisten zu entdecken, welche einem das Lesen versüßen. Für all jene, die die vorherigen Bände der Reihe kennen, ist es bestimmt toll einige der Charaktere jener Bücher wiederzutreffen.

Mein einziger Kritikpunkt ist das abrupte Ende der Story, welches mich dann etwas unbefriedigt zurückließ. Der Schluss kam so plötzlich, es gab keinen richtigen Ausblick auf die Zukunft der beiden Protagonisten als Paar. Ein Epilog wäre wunderbar gewesen. Das ist schade, so wirkte die Geschichte ein wenig unfertig. Dennoch werden die vorangegangenen Bände bestimmt auf die ein oder andere Weise noch bei mir einziehen, denn ich hatte eine so entspannte Lesezeit, wie lange nicht mehr.

"New Wishes" ist eine schöne leichte Lektüre mit weihnachtlichem Ambiente. Ich habe es genossen, Rebeccas und Leos Geschichte zu folgen und hatte schöne sowie entspannte Stunden in Green Valley. Ich wäre gerne selbst vor Ort gewesen, hätte die schneebedeckte Landschaft genossen und einen Shake im Diner getrunken sowie den Kindern bei ihrem Krippenspiel auf dem Eis zugeschaut.

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Veröffentlicht am 13.12.2023

Vom Zuhören und dem Äußern eigener Bedürfnisse

Morgen hör ich besser zu
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Oft kommt es vor, dass die lieben Kleinen nicht so recht zuhören, wenn man mit ihnen spricht. Ich habe auch so ein Exemplar zu Hause und dachte mir, dass das Bilderbuch "Morgen hör ich besser zu" von Britta ...

Oft kommt es vor, dass die lieben Kleinen nicht so recht zuhören, wenn man mit ihnen spricht. Ich habe auch so ein Exemplar zu Hause und dachte mir, dass das Bilderbuch "Morgen hör ich besser zu" von Britta Sabbag & Eefje Kuijl einen guten Anstoß bieten könnte, um mit dem eigenen Kind spielerisch an diese Thematik herangehen zu können. Das Buch überraschte mich dann sogar noch mehr, denn es hält noch einen weiteren Punkt parat, nämlich sich selbst deutlich zu artikulieren und seine Wünsche zu äußern.

Die Autorin und die Illustratorin:

Britta Sabbag (geboren 1978) studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik. Sie verfasste bereits Romane, Kinder- und Jugendbücher sowie Bilderbücher. Außerdem schreibt sie Songs und Drehbücher. Sie ist die Autorin der "Die kleine Hummel Bommel" Buchreihe.
Eefje Kuijl (geboren 1978) studierte Illustration an der School of Arts in Utrecht. Mit ihrer Familie lebt sie heute im Süden der Niederlande und illustriert farbenfrohe Bilder für Kinderbücher, Magazine, Puzzles und vieles mehr.

Inhalt:

„Die Freundschaft von Bär und Biber ist groß wie ein Berg und weit wie der Himmel. Natürlich weiß Biber darum ganz genau, womit er Bär eine Freude bereiten kann! Und so machen die beiden den ganzen Tag nur Dinge, die Biber sich für Bär ausgedacht hat: Einrad fahren, Honig ernten, Flöte spielen. Aber der Bär wird bei dabei immer grummeliger … Bis er sich traut, seinem besten Freund zu sagen, dass er sich einen schönen Tag eigentlich ganz anders vorstellt. Die beiden erkennen, wie wichtig es ist, einander gut zuzuhören. Und dem anderen deutlich genug zu sagen, was man möchte.“ (Produktinformation)

Kritik und Fazit:

Auf dem Cover sehen wir eine entspannte und harmonische Szene, in welcher der Bär und der Biber auf einer Wiese liegen, in den Himmel schauen und es sich gut gehen lassen. Dabei schenken sie einander Aufmerksamkeit, wie man an den zugewandten Augen sehen kann. Die Freundschaft der beiden wurde damit sehr schön eingefangen.

Der Text, welcher in einem verspielten Schrifttyp gedruckt ist, wurde in leicht verständlichen Worten verfasst und die Sätze sind nicht zu lang geraten. Auf den Doppelseiten wird immer eine Szene der Geschichte eingefangen, mal in einem großen Bild, mal in mehreren kleinen. Die dazu passenden Texte sind etwas umfangreicher, aber für Kinder ab 4 Jahren noch gut verdaubar, um das Buch in einem Rutsch vorzulesen.

Ein wenig wiederholend ist die Geschichte allerdings hin und wieder. Der Biber bietet dem Bären nämlich einige Aktivitäten an, auf die der Bär eigentlich gar keine Lust hat, es aber für seinen Freund durchzieht. Dabei geht für den Bären immer etwas schief und so nimmt der Tag seinen Lauf. Der Bär wird immer grummeliger, sagt aber nicht klar und deutlich, dass er keine Lust auf die Aktionen hat, die der Biber gerne machen möchte. Erst ganz zum Schluss macht er endlich den Mund auf. Und siehe da, was kommt dabei heraus? Der Biber wollte es dem Bären recht machen und hatte selbst keinen großen Spaß an den vorangegangenen Aktivitäten.

Am Ende des Buches gibt es dann noch einen Liedtext und über einen QR-Code kann man sich das Lied von Biber und Bär dann auch noch anhören. Leider stimmt der Text im Buch an der ein oder anderen Stelle nicht genau mit dem gesungenen Text überein, was ich als etwas unschön empfunden habe. Aber mein Sohn hat dem Song gerne gelauscht und seine Freude an Lied wie auch am Buch gehabt.

"Morgen hör ich besser zu" bietet sogar mehr Themen, als ich erwartet hatte. Es geht nicht nur darum, dass man besser zuhören sollte, sondern auch darum, dass man seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar äußern sollte, um selbst glücklich zu sein, sowie um unnötige Missverständnisse vermeiden zu können. Bekanntlich gibt es immer zwei Seiten einer Medaille. Manchmal liegt es gar nicht unbedingt an dem Zuhörenden, sondern auch an dem Sender einer Botschaft. Beides ist möglich, beides kommt vor und an beidem lässt sich arbeiten. Für eine bessere Kommunikation untereinander. Dieses Bilderbuch bietet bunte und natürliche Illustrationen mit einem herzlichen Text und wird gekrönt durch einen Song, den die Kinder sich sicherlich immer wieder gerne anhören werden.

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