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Veröffentlicht am 11.03.2020

Ein Roman gegen Rassismus von "beiden" Seiten

Eine Farbe zwischen Liebe und Hass
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Jesup ist 17 und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Er versucht, trotz seiner Herkunft durch Fleiß in der Schule etwas aus sich zu machen und hofft auf ein Sportstipendium. In der Stadt, in der er ...

Jesup ist 17 und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Er versucht, trotz seiner Herkunft durch Fleiß in der Schule etwas aus sich zu machen und hofft auf ein Sportstipendium. In der Stadt, in der er aufwächst, hat er es aber besonders schwer, da ihn jeder aufgrund seiner Familie sofort in eine Schublade steckt: Sein Bruder und sein Stiefvater sind im Gefängnis, weil sein Bruder zwei Farbige erschlagen hat und jeder weiß, dass seine Familie der Heiligen Kirche des Weißen Amerikas angehören. In dieser Kirche wird neben der christlichen Lehre auch die Überlegenheit der weißen Rasse gepredigt. Jesup distanziert sich zwar innerlich von diesen Überlegungen, hat es aber aus Loyalität seiner Familie gegenüber schwer, sich komplett davon loszusagen, obwohl er sich in ein schwarzes Mädchen verliebt hat. Als sein Stiefvater aus dem Gefängnis entlassen wird und sich gleichzeitig ein verhängnisvoller Unfall ereignet, muss sich Jesup mit seiner Rolle und seinen Überzeugungen auseinandersetzen.
Dieser Roman schildert die Rassenproblematik in der USA aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive: Er ist aus Sicht eines Weißen geschrieben, der sich aber als Verlierer der Gesellschaft sieht und die Schuld bei den Schwarzen sucht(e), der sich unterdrückt und verfolgt fühlt, sodass man während des Lesens vor allem zu Beginn die „Rollen“ genauso gut vertauschen könnte. Es ist aber auch ein Roman, der den Leser die Zerrissenheit zwischen Familie und Erziehung auf der einen und dem eigenen Moralempfinden auf der anderen Seite mitfühlen lässt. Er zeigt auf, wie schnell Hass und Neid entsteht, wenn sich Menschen von der Gesellschaft abgehängt und ausgeschlossen fühlen und wie leicht sich dieser Hass generalisieren und auf komplette Menschengruppen übertragen lässt. Und er lässt uns Leser teilhaben an einer Gruppendynamik, in der die Wahrheit und die Tatsachen in den Hintergrund treten, solange sich etwas für „die Sache“ instrumentalisieren lässt.
Zu Beginn zieht sich die Geschichte etwas in die Länge. Jesup wird durch seinen Sport, Football, charakterisiert, dabei werden Spiele und Spielzüge sehr ausführlich dargelegt und sind etwas langatmig (vielleicht auch bloß für jemanden, der mit dem Sport wenig anfangen kann…), dafür kommt für mich die Beziehung zwischen Jesup und seiner Freundin zu kurz. Es wird nicht erklärt, wie es jemandem, der durch seinen Familienhintergrund eigentlich voller Vorurteile Schwarzen gegenüber ist, plötzlich gelingt, über diese hinwegzusehen, und diesem Mädchen eine Chance zu geben, zu zeigen, was für ein Mensch in ihr steckt. Später im Buch wird die Beziehung dann ganz gut beschrieben: Jesup liebt das Mädchen und ihm scheint die Hautfarbe so egal zu sein, dass sie nur noch durch Freunde von ihm erwähnt wird, von ihm selber aber nie. Dieses Gefühl kommt beim Lesen auch an.
Eindrücklich ist auch die Zerrissenheit dem Stiefvater gegenüber beschrieben: Wie er ihn einerseits als liebevollen, fürsorglichen Vater beschreibt, der Wert auf Disziplin legt und der Familie durch Regeln und Fleiß eine Richtung vorgibt, diesem Eindruck aber gleichzeitig die nationalsozialistischen und rassistischen Tätowierungen und die Mitgliedschaft in der Kirche des Weißen Amerikas gegenüber stellt. Der Stiefvater gibt sich nach dem Gefängnis nachdenklich und zum Teil geläutert und wir als Leser wissen nicht, wie er vor seiner Haft war, aber das Verhalten im Roman lässt ihn wie einen Mitläufer wirken. Das Verhältnis zum Bruder wird nicht so genau beleuchtet. Es wird auch nie abschließend geklärt, ob es sich bei dem Mord an den beiden Schwarzen tatsächlich um Notwehr handelte, wie vom Bruder behauptet.
Kritikpunkt für mich ist das Ende des Buches: Zu viel, zu kitschig, zu versöhnlich. Es nimmt dem Buch etwas die Nachdrücklichkeit.
Insgesamt ein Buch, das dazu anregt, über die Rolle der Erziehung, der Vorbilder nachzudenken, der aufzeigt, wie leicht man Opfer seiner Umstände wird und dass es nur Verlierer gibt, sobald man Menschen in Schubladen steckt. Ein Roman auch, der gerade in einer Zeit, in der die Medien und zum Teil auch die Gesellschaft vermehrt dazu neigt, Menschen in Gruppen einzuteilen und dadurch zu generalisieren und zu „entmenschlichen“ deutlich macht, wie wichtig es ist, Menschen als das zu sehen, was sie sind: Individuen, ein jeder zwar geprägt durch sein Umfeld, aber nicht darauf reduziert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Recht gut konstruierte obsessive Beziehung

Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich.
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Elisabeth will ihren Exfreund zurück. Dieser hatte mit ihr Schluss gemacht, weil er mehr Freiraum braucht. Nach etwa einem Jahr, das sie wartend und Pläne schmiedend verbracht hat, beschließt Elisabeth, ...

Elisabeth will ihren Exfreund zurück. Dieser hatte mit ihr Schluss gemacht, weil er mehr Freiraum braucht. Nach etwa einem Jahr, das sie wartend und Pläne schmiedend verbracht hat, beschließt Elisabeth, dass er genug Freiraum gehabt hätte und setzt alles daran, sich in sein Leben zurück zu mogeln. Sie ändert ihren Namen in Juliette, wird Stewardess in der gleichen Fluggesellschaft, für die ihr Exfreund als Pilot arbeitet und setzt ihren minuziös ausgearbeiteten Plan, wie sie ihn zurückerobern will, in die Tat um. Mit jedem Rückschlag werden ihre Aktionen verzweifelter, realitätsferner, obsessiver, auch wenn es überraschend ist, mit wie vielen ihrer Taten/Überlegungen sie tatsächlich ihrem Ziel näher kommt (oder zu kommen scheint?).

Meinung: Es ist sehr leicht, in die Geschichte hineinzukommen und die Erzählung aus der Ich-Perspektive aus Juliettes Sicht ist sehr gelungen, weil man dadurch sehr nahe an ihren Gedanken und Überlegungen dran ist, die einen Großteil des Romans ausmachen. Zunächst ist das Buch noch sehr interessant und durch die ungewöhnliche Sichtweise und die ungewöhnliche Protagonistin entsteht beim Lesen eine Art Sog, man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht und wie weit sie gehen würde, aber irgendwann lässt diese Sogwirkung nach und es kommt auf weite Strecken zu Längen und Wiederholungen, die ziemlich ermüdend sein können. Juliette als Protagonistin ist gut ausgearbeitet, ihre Obsession und ihre Taten sind so krankhaft, dass man sie als Leser nicht sympathisch finden kann, aber Karen Hamilton beschreibt sie so, dass man zumindest nachvollziehen kann, was in ihrem Hirn, in ihrer Welt ihrer Meinung nach vorgeht. Die anderen Charaktere bleiben leider sehr blass, was natürlich der Erzählperspektive geschuldet ist, andererseits den Roman sehr einseitig werden lässt und die Reaktionen auf Juliettes Verhalten oft unverständlich bleiben lassen. Ich hätte als Leser gern mehr darüber erfahren, wie Nate, Juliettes Exfreund, die Situation wahrnimmt, ab wann er merkt, dass da was aus dem Ruder läuft und wie er seine Reaktionen rechtfertigt. So aber bleibt er seltsam passiv. Irgendwie kann man ihn schlecht verstehen und er wirkt unglaubwürdig in seiner Opferrolle.
Richtige Spannung kommt nicht auf, daher wundert es mich ein bisschen, dass es oft als Thriller bezeichnet wird (Stadt Radio Göttingen, Freiburger Wochenbericht).
Am wenigsten hat mir allerdings das Ende gefallen. Es wirkt, als wären der Autorin die Ideen ausgegangen, als müsste man sich deshalb als Leser ein eigenes Ende ausdenken. Die Geschichte ist einfach mitten drin abgebrochen, weder Erfolge noch Konsequenzen werden aufgezeigt. Es scheint, als hätten Juliettes Taten einfach stattgefunden, ohne dass sich jemand groß dafür interessiert. Für dieses Ende gibt es Punktabzug und auch für die Längen in der Mitte, sodass ich insgesamt gut gemeinte 3 von 5 Punkten vergebe.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Gewollt verkünstelt, zu viele Themen kurz angesprochen aber nicht vertieft

Hier sind Löwen
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Eine alte Familienbibel.
Eine Buchrestauratorin in Jerewan
Eine Reise in die Geschichte Armeniens und zu den blinden Flecken des eigenen Lebens
(Klappentext)

Ich habe mich sehr auf dieses Buch, diese ...

Eine alte Familienbibel.
Eine Buchrestauratorin in Jerewan
Eine Reise in die Geschichte Armeniens und zu den blinden Flecken des eigenen Lebens
(Klappentext)

Ich habe mich sehr auf dieses Buch, diese Erzählung gefreut. Ich weiß nur sehr wenig von der Geschichte und dem Leben in Armenien und dachte, mit diesem Buch einen kleinen Einblick zu bekommen, aber ich wurde bitter enttäuscht. Von der Geschichte Armeniens erfährt man so gut wie gar nichts, über das Leben und die Personen in Armenien bestenfalls einige schlechte Klischees.
Dazu kommt die Hauptperson, die gar keine Charakterzüge zu besitzen scheint, die sich die komplette Zeit nur treiben lässt, sich extrem halbherzig auf die Suche nach ihrer Familie begibt (ohne sich wirklich dafür entschieden zu haben, es scheint ihr einfach zu passieren) und bei der ersten Schwierigkeit sofort aufhört.
Dazwischen ist die „Geschichte“ einer Familienbibel gewebt, die Helen, die Hauptperson restaurieren soll. In Rückblenden erfährt man Bruchstücke einer Flucht, ohne jemals auch nur einen kleinen Überblick geschweige denn eine Einordnung des Ganzen zu bekommen.

Die Sprache ist so gewollt gekünstelt, dass die Sätze absolut nicht im Gedächtnis bleiben. Ich habe mehrere Abschnitte mehrfach gelesen, ohne es zu merken, weil ich vieles von dem, was ich Stunden vorher gelesen hatte, schon wieder vergessen hatte. Die zusammenhanglos ineinander gewebten Geschichten sind so nichtssagend, dass das Buch überhaupt nicht zu fesseln vermag. Es ist eine aneinandergereihte Sammlung von Episoden aus dem Leben einer unsympathischen Protagonistin, unterbrochen von unlogischen und gewollt absurden Dialogen. Beispiel gefällig?
„Helen, du fehlst hier. Letzte Nacht ist die Lampe im Flur runtergekracht. Ich dachte, es wäre ein Erdbeben oder eine Bombe. Ich dachte, das war´s, und du bist nicht da.“
„Warum ist die Lampe runtergekracht?“
„Das weiß ich nicht. Der Haken. Der Putz.“
„Rauchst du?“
„Ich mache das Fenster auf.“
„Das habe ich nicht gemeint. Hast du viel zu tun?“
„Ich muss zu dieser Tagung, dann fahre ich ein paar Tage an die Ostsee.“
„Mit Tim?“
„Allein.“
„Danil, haben wir zusammen den Film Schießen sie auf den Pianisten gesehen, mit Charles Aznavour?“
„Nein noch nie gesehen.“
„Was macht der Oleander auf dem Balkon?“
„Vertrocknet.“
„Gut“

Ich verstehe nicht, wie dieses Buch auf der long-list für den Deutschen Buchpreis landen konnte, es ist Buch, dass ich sofort nach dem Lesen vergessen werde – zum Teil schon währenddessen -, von dem ich absolut keine Information erhalten habe und dessen Geschichte so träge vor sich hingeplätschert ist und dem so der rote Faden gefehlt hat, dass ich mich eher zwingen musste, es fertig zu lesen, als dass es wirklich Spaß gemacht hätte.

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2019

Zäh und nicht sehr spannend

So nah der Tod
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Annika wird mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und findet das Babybett ihrer kleinen Tochter leer vor. Über dem Bettchen an der Wand formen blutige Handabdrücke den Schriftzug „Bye Mama“ und als ...

Annika wird mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und findet das Babybett ihrer kleinen Tochter leer vor. Über dem Bettchen an der Wand formen blutige Handabdrücke den Schriftzug „Bye Mama“ und als dann auch noch Sebastian, der beste Freund von Annika, den sie in ihrer Verzweiflung zu Hilfe ruft, wegen eines anderen Mordes unter Verdacht gerät, deutet sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter an.

Wer hier aber einen spannenden Thriller oder gar eine „erbarmungslose Jagd durch Berlin“ erwartet, so wie es der Klappentext verspricht, wird bitter enttäuscht werden. Der Beginn des Buches ist noch ganz spannend, die „Jagd“ stellt sich dann aber als endlos hintereinander gereihtes ein- und aussteigen aus U-Bahnen dar, die Nachrichten und Rätsel, die der Täter hinterlässt, sind wirr und nur unzureichend ausgeführt und treten immer wieder in den Hintergrund.

Annika, die in einem Teil der Kapitel in der Ich-Perspektive erzählt, handelt so unlogisch und nicht nachvollziehbar, dass man sich mit ihr nicht identifizieren kann. Spätestens ab der Hälfte nervt sie nur noch. Als sie dann auch noch anfängt, Selbstgespräche in ihrem Kopf zu führen, zweifelt man an ihrem Geisteszustand. Sebastian, der sich von Annika durch halb Berlin schleifen lässt, obwohl er eigentlich unter Mordverdacht steht, ist so blass dargestellt, dass man ihn beinahe nicht als eigenständige Person wahrnimmt, sein einziger Zweck scheint zu sein, Annika in ihrem Wahn auch noch zu bestärken.

Hauptkommissar Weinsheim dagegen ist etwas besser beschrieben, die Teile des Buches, die aus seiner Sicht geschrieben sind, sind besser zu lesen und machen auch mehr Sinn, auch wenn man sich als Leser hin und wieder fragt, wie er zu gewissen Schlussfolgerungen in seinen Ermittlungen kommt.

Einziger Lichtblick in diesem Thriller sind die kurzen Kapitel, die aus der Tätersicht geschrieben sind und in denen der Täter selbst erzählt, wie er zu dem geworden ist, der er heute ist. Da fehlt aber am Schluss irgendwie die Brücke zur Gegenwart, die sein Motiv komplett erklären würde. So sind viele seiner Taten irgendwie aus dem Zusammenhang gerissen, manche seiner Aktionen wirken zufällig.

Der Schreibstil ist wie die Geschichte: sehr zäh. Es werden viele Bilder und Vergleiche gewählt, die nur so halbwegs passen und die das Ganze unnötig in die Länge ziehen. Grammatik- und Rechtschreibfehler stören beim Lesen zusätzlich.

Viele Nebencharaktere tauchen plötzlich auf, ohne richtig eingeführt zu werden, um dann genauso schnell wieder zu verschwinden. Bei einigen wird nicht klar, was sie überhaupt für eine Rolle für die Geschichte spielen. Durch die vielen Nebencharaktere hat man zwar als Leser lange keine Ahnung, um wen es sich bei dem Täter handeln könnte, doch nach der Auflösung stellt sich die Frage, was für eine Rolle er in Annikas Leben überhaupt spielt.

Der Epilog ist dann bloß noch unnötig.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 25.03.2019

Ab in den Garten! (Oder auch den Balkon/die Terasse :D)

Das unglaubliche Hochbeet
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Mit ihrem Gartenratgeber begleitet Doris Kampas Hochbeet-Neulinge durch jeden Schritt, von der Überlegung, welcher „Typ“ Hochbeet geeignet ist, über die Befüllung, die Aussaat und Pflege bis zur Ernte ...

Mit ihrem Gartenratgeber begleitet Doris Kampas Hochbeet-Neulinge durch jeden Schritt, von der Überlegung, welcher „Typ“ Hochbeet geeignet ist, über die Befüllung, die Aussaat und Pflege bis zur Ernte ist alles ausführlich beschrieben. Es wird in jedem Abschnitt auf „Stolperfallen“ hingewiesen und zusätzliche Tipps gegeben, wie es besonders gut funktioniert. Es ist super schön und anschaulich illustriert, nur in dem Schädlingskapitel hätte ich mir lieber „richtige“ Fotos gewünscht statt der Zeichnungen, einfach um die Schädlinge und Nützlinge ab jetzt bei Sichtkontakt direkt richtig einschätzen zu können :D.

Aber auch der schon etwas erfahrene Hochbeet-Gärtner wird in diesem Buch fündig, vor allem im zweiten Teil: Die liebevoll gestalteten Beispielbeete geben so viel Anregungen wie der vorhandene Platz optimal genutzt werden kann. Am liebsten möchte man sofort mit dem Pflanzen anfangen. Oder dem Bau eines neuen Hochbeets, damit man möglichst viele der hier vorgestellten Möglichkeiten ausprobieren kann – ich kann mich jedenfalls auf kein „Lieblingsbeet“ festlegen und muss glaube ich anbauen.

Besondere Highlights waren für mich einerseits der große Anbau- und Erntekalender, den ich ab jetzt mit Sicherheit ständig zu Rate ziehen werde, was ich denn ab jetzt anbauen kann (vll sogar nicht nur fürs Hochbeet, es sollte sich so ähnlich ja auch auf Bodenbeete übertragen lassen..) und die Tabelle, welche Pflanzen direkt nebeneinander gepflanzt werden dürfen, ohne sich zu behindern oder sich sogar gegenseitig positiv beeinflussen und welche man besser mit größerem Abstand zueinander pflanzt. Sehr gut gefallen hat mir auch die ausführliche Beschreibung der zeitlichen Abfolge der Pflege der einzelnen Pflanzen, also in welchem Monat muss ich in meinem Beet was machen.

Alles in allem ein Buch, dass den Spaß am Gärtnern weckt, Anregungen gibt, ohne irgend etwas vorschreiben zu wollen und den Eindruck einer Erfolgsgarantie erweckt. An manchen Stellen hätte es etwas ausführlicher sein dürfen.