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Veröffentlicht am 07.10.2018

Wieder mal ein Hit! Geht absolut ins Herz!

Always with you - Riley und Tess
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Die San Francisco Ink-Reihe geht in die nächste, aber leider auch letzte Runde. Mit Riley und Tess bekommt in "Always with you" das letzte Pärchen eine Plattform und darf seine Liebesgeschichte erzählen. ...

Die San Francisco Ink-Reihe geht in die nächste, aber leider auch letzte Runde. Mit Riley und Tess bekommt in "Always with you" das letzte Pärchen eine Plattform und darf seine Liebesgeschichte erzählen. Riley ist ein gefeierter Rockstar der Band "Obsidian". Er kann alle Mädchen haben und lebt auf Tour nicht schlecht. Tess ist die Make-Up-Artist auf Tour und schon vom ersten Tag an, waren beide voneinander fasziniert. Aber über Gefühle wurde nie großartig gesprochen. Arbeit und Privates wurde rigoros getrennt. Nach der Tour können die beiden einander nicht vergessen. Besonders Riley will Tess davon überzeugen, dass hinter der Fassade des Rockstars sich ein Mann versteckt, mit dem man eine gemeinsame Zukunft aufbauen kann. Ob Tess ihm eine Chance gibt?

Es war mal wieder ein schönes Erlebnis dem San Francisco Ink ein Besuch abzustatten, alte Freunde zu besuchen und neue Menschen kennenzulernen. Man merkt bei jedem Besuch, wie sehr die Autorin Amy Baxter ihre Charaktere lieb gewonnen hat. In Band 6 der Reihe, spielen Riley & Tess eine Hauptrolle, die in den Vorgängerbüchern einen klitzekleinen Auftritt hatten. Sowohl Riley als auch Tess waren mir auf Anhieb sympathisch.

Besonders in Tess konnte ich mich gut hinein versetzen. Sie hat zwar gegenüber den Jungs von der Band "Obsidian" eine große Klappe. Dahinter versteckt sich jedoch eine schüchterne, junge Frau, die die Geister ihrer Vergangenheit hinter sich lassen will. Sie lebt mit ihrer jüngeren Schwester in einem Apartment und muss jeden Dollar umdrehen.

Riley ist dagegen der Sunnyboy, der mit seiner Musik Milllionen verdient. Aber hinter seiner Fassade steckt so viel mehr und DAS will er Tess unbedingt zeigen. Denn die wunderschöne Rothaarige spukt in seinem Kopf herum, seit sie das erste Mal seine Garderobe betreten hat.

"Always with you" ist wieder Mal ein wunderschöner, romantischer Ausflug ins aufregende San Francisco. Amy Baxter hat in dieser letzten Folge alles reingesteckt und ganz viel Gefühl bei mir erzeugt. Ich war von der Geschichte berührt und hatte am Ende ein lachendes und weinendes Auge. Die Freunde werde ich so nicht mehr begegnen, aber ich weiß, dass ich immer wieder in deren Welt eintauchen kann, wenn ich das will.

Für mich ist "Always with you" ein gelungener Abschluss mit ganz viel Liebe und Herz. Es zeigt, dass man mit Liebe alle Grenzen überwinden kann. Es zeigt aber auch, dass Amy Baxter mit jedem Buch immer besser wird und die Qualität ihrer Geschichten zunimmt. Es haut mich immer wieder um, wie sie mich mit ihren Worten überzeugen und berühren kann. Ich freue mich schon jetzt auf neue und kreative Ideen von dieser Autorin. AMY, DU ROCKST!!

Veröffentlicht am 30.07.2018

Unglaublich schöne und berührende Geschichte mit realistischen Charakteren

Wie die Erde um die Sonne
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Dieses Buch ist unglaublich.

Unglaublich schön.
Unglaublich berührend
Und unglaublich gefühlvoll.

Ich habe “Wie die Erde um die Sonne” in einem Rutsch weggelesen. Schon mit “Wie die Luft zum Atmen” ...

Dieses Buch ist unglaublich.

Unglaublich schön.
Unglaublich berührend
Und unglaublich gefühlvoll.

Ich habe “Wie die Erde um die Sonne” in einem Rutsch weggelesen. Schon mit “Wie die Luft zum Atmen” konnte mich Brittainy C. Cherry begeistern. Auch wenn mir das Ende im ersten Band der Romance-Elements-Reihe etwas zu überdramatisch war, überzeugte mich die Autorin schon unlängst von ihrer Qualität. “Wie die Erde um die Sonne” ist der vierte Teil und glänzt mit realistischen Charakteren und einer ebensolchen Handlung.

Graham und Lucy leben in zwei verschiedenen Welten. Er ist ein gefragter Bestseller-Autor und lebt mit seiner Frau Jane eher zweckmäßig als wirklich liebevoll zusammen. Als diese schwanger wird, ist die Überraschung groß. Denn Kinder waren nicht gewollt. Lucy lebt mir ihrer Schwester Mari zusammen, die eine schwere Krebserkrankung überstanden hat. Die beiden haben ihren Traum erfüllt und einen Blumenladen eröffnet. Ein Auftrag führt Graham und Lucy zusammen. Dabei stellt sich heraus, dass Jane Lucys andere Schwester Lyric ist. Ab da begegnen sich Lucy und der Autor öfters, denn das gemeinsame Kind von Graham und Lyric/Jane, eine Tochter, kommt zwei Monate zu früh auf die Welt und muss um ihr Leben kämpfen. Jane ergreift in dieser Phase die Flucht. Lucy springt ein und hilft nach anfänglicher Abneigung Graham mit dem Baby und im Alltag. Da ist es natürlich unvermeidlich, dass die beiden unterschiedlichen Charaktere sich näher kommen.

Schon nach den ersten Seiten, war ich begeistert von der Intensität, die Brittainy C. Cherry in diesen Roman gesteckt hat. Dieses Buch ist nicht sonderlich kitschig. Das fand ich klasse. Obwohl die Thematik hier vielleicht sehr viel Pathos verlangt, spart die Autorin hier und zeigt in einer doch sehr realistischen Handlung, wie man es richtig macht.

Sowohl Lucy als auch Graham waren sympathische Protagonisten. Auch wenn Graham anfangs noch das unnahbare und kalte menschliche Wesen. Aber er taut relativ schnell auf. Denn die Liebe zu seiner Tochter verändert ihn. In Rückblicken erfahren wir einiges über das Leben von Graham. Warum er so ist wie er ist. Diese fand ich sehr hilfreich, um ihn und sein Handeln zu verstehen.

Lucy hingegen ist die bunte “Hippie-Braut”. Sie liebt Blumen und ist eine starke Persönlichkeit. Genau wie Graham. Die beide sind sich ebenbürtig. So kopfgesteuert Graham ist, so gefühlvoll ist Lucy und glaubt an die Kraft der Elemente. Sie greift Graham anfangs unter die Arme. Ihre ruhige und geduldige Art hilft ihm, denn Alltag mit seiner Tochter zu überstehen. Die beiden sind einfach ein tolles Paar und haben mein Herz erobert. Ich mochte es, wie sie miteinander umgegangen sind und ich liebte Lucys Umgang mit Grahams Tochter.

Auch jetzt eine Woche nach Beendigung dieses Buches bin ich begeistert von “Wie die Erde um die Sonne”. Cherry hat einen angenehmen Schreibstil, der eine schöne Atmosphäre schafft. Graham und Lucy harmonieren so wunderbar miteinander, dass ich die Geschichte der beiden sehr gerne gelesen habe. Mir hat auch das Ende sehr gut gefallen, weil es ohne große Dramatik auskommt. Diese ganze Handlung kommt ohne große Dramatik aus. Sie ist realistisch, berührend und ließ mich beseelt zurück. Es ist eine kurzweilige Geschichte, die meine Gefühle auf eine Art Achterbahn jagte und die ich euch allen nur ans Herz legen mag.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Ein berührendes Buch mit Luft nach oben ;-)

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Die Geschichten von Sarina Bowen wurden mir schon öfters ans Herz gelegt. Als sich dann die Gelegenheit ergab, bei einer Leserunde dabei zu sein, nutzte ich die Chance. New Adult gehört derzeit nicht zu ...

Die Geschichten von Sarina Bowen wurden mir schon öfters ans Herz gelegt. Als sich dann die Gelegenheit ergab, bei einer Leserunde dabei zu sein, nutzte ich die Chance. New Adult gehört derzeit nicht zu meinem Lieblingsgenre. Das Geschichteneinerlei, was sich immer wieder ähnelt, langweilt mich und der Schreibstil mancher Autoren/innen trägt auch nicht gerade zur Verbesserung bei. Bei “The Ivy Years” wurde mein “Mut” allerdings belohnt, den Sarina Bowen überraschte mich mit einer durchaus berührenden Handlung.

Corey ist an den Rollstuhl gefesselt. Nach einem Sportunfall kann sie ihre Beine nicht mehr bewegen und musste ihre Leidenschaft Eishockey aufgeben. Trotz der Behinderung will Corey studieren und schafft es am renommierten Harkness College aufgenommen zu werden. Am Tag ihres Einzugs lernt sie Adam Hartley kennen. Von der ersten Begegnung an, merkt sie, dass dieser Typ mehr für sie ist, als die Vernunft es meint. Denn Adam ist vergeben und somit verboten. Aber je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso schwieriger fällt es Corey ihre Gedanken zu kontrollieren. Kann sie mit Adam nur befreundet sein?

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht und mir nach langer Durststrecke bewiesen, dass New Adult auch anders sein kann. Sarina Bowen hat einen wirklich fesselnden und berührenden Schreibstil. Sie baut ihre Handlung so auf, dass ich von der ersten Seite an mittendrin steckte. Sie transportiert Gefühle sehr authentisch an den Leser und schafft realistische Charaktere, die mir das Lesen versüßten.

Corey ist eine toughe junge Frau, die aufgrund eines schweren Sportunfalls im Rollstuhl sitzt. Ihr Schicksal will sie sich aber nicht ergeben und erklimmt auf wackeligen Beinen und Schritt für Schritt den Weg in ein neues, autarkes Leben. Ihre Eltern sind sehr fürsorglich, manchmal etwas zu sehr und Corey schafft es, sich langsam von ihnen zu emanzipieren.

Adam ist ein lebensfroher und sehr angenehmer Charakter. Er scheint nicht einer dieser typischen Frauenhelden zu sein. In ihm steckt viel Tiefe und ich mochtees sehr, wie direkt und ehrlich er von Anfang an mit Corey umging.

“The Ivy Years – Bevor wir fallen” ist ein schönes Buch. Sarina Bowen erfindet das Genre New Adult zwar nicht neu, aber sie schafft es mir ihrer gefühlvollen Schreibweise etwas Neues zu kreieren. Es war mein erstes Buch von der Autorin und ich freue mich schon darauf, dass diese Reihe bald fortgesetzt wird. Ich bin sicher, dass Bowen noch viele Leserherzen erobern wird. Meines hat sie auf jeden Fall schon mal für sich gewonnen.

Veröffentlicht am 09.04.2018

eine schöne Liebesgeschichte über das Loslassen alter Dinge und das Zulassen neuer Gefühle

Someone like you - Scott & Olivia
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Bereits zum fünften Mal reisen wir gemeinsam mit der Autorin Amy Baxter nach San Francisco und besuchen die Jungs und Mädels von San Francisco Ink. In "Someone like you - Scott & Olivia" lernen wir, wie ...

Bereits zum fünften Mal reisen wir gemeinsam mit der Autorin Amy Baxter nach San Francisco und besuchen die Jungs und Mädels von San Francisco Ink. In "Someone like you - Scott & Olivia" lernen wir, wie es der Name schon verrät Scott und Olivia näher kennen. Letzere war mir in den Vorgängerbänden immer etwas unsympathisch, weil sie als eiskalte Geschäftsfrau und "Maneater" auftrat. Umso neugierer war ich jetzt, wie Amy Baxter Olivias Rolle ausbaut. Ob sie es geschafft hat, dass ich mit diesem Charakter Frieden schließe?

Scott & Olivia haben beide Schatten in ihren Vergangenheiten. Aber diese vergessen beide völlig, als sie eine heiße Nacht miteinander verbringen. Sie sind sich einig, dass daraus nicht mehr wird. Doch Scotts vorübergehender Job in Jakes Tattoo-Studio "Skinneedles" führt dazu, dass sich Olivia und er nun öfters begegnen. Mit der Zeit merken die beiden, dass sie nicht voneinander lassen können und Scotts Pläne nach New York zu gehen, werden immer schwammiger. Aber die dunkle Vergangenheit und Geheimnisse, die sie voreinander verbergen, machen es Scott und Olivia nicht leichter, aufeinander zu zu gehen. Ob die beiden es schaffen ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen?

Ja, Olivia hatte es schwer sich in mein Leserherz zu schleichen. Aber sie hat es Dank ihrer Schöperin Amy Baxter geschafft. Ihre ersten Auftritte waren echt arrogant und ihren Fehler gegenüber ihrer besten Freundin, fand ich dermaßen krass, dass sie mir in den anderen Bänden unsympathisch war. Es war also eine schwierige Aufgabe für Amy Baxter, Olivia in diesem Buch so darzustellen, dass ich sie mögen kann. Diese Aufgabe hat sie aber mit Bravour erfüllt.

Sowohl Scott und Olivia hatten beide Erlebnisse in ihren Vergangenheiten, die sie dermaßen geprägt haben, dass ihre Art mit anderen Menschen umzugehen, sehr vorsichtig ist. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich dominiert der Sex mehr als die Gefühle. Umso mehr fällt es den beiden schwer ihre Emotionen füreinander zu kontrollieren. Es dauert seine Zeit, bis sie merken, was für beide das Glück bedeutet und Amy Baxter hat jede einzelne Phase toll beschrieben.

Ich mag Amy Baxters Schreibstil sehr, weil er mir immer wieder das Gefühl gibt, als hätte ich eine alte Freundin getroffen. Man trifft auf vertraute Charaktereigenschaften oder auch auf gemeinsamen Klamotten- und Musikgeschmack. Die Musik ist auch etwas, das in Baxters Romanen eine große Rolle spielt. Auch in "Someone like you - Scott & Olivia" lässt die Playlist keine Wünsche offen. Sie führt dazu, dass man diese Geschichte mit allen Sinnen erlebt.

Ich verfolge Amy Baxter bzw. Andrea Bielfeldt seit ihrem ersten Buch von 2012. Und seitdem wachse ich mit ihren Büchern und Amy selbst wächst mit ihren Büchern. Sie wird mit jedem Buch besser. Ihr Schreibstil steigert sich qualitativ immer mehr. Das soll nicht heißen, dass er früher schlecht war. Nein. Er wird einfach immer besser. Und das finde ich toll, denn es zeigt, dass ich damals keine falsche Entscheidung getroffen habe und diese Frau zu einer meiner Lieblingsautoren gekürt habe.

Aber zurück zum Buch:

Diese Buch ist absolut lesenswert. Denn Vergangenheit holt beide Charaktere ein und bedrücken Scott und Olivia sehr. Aber sie lernen doch recht schnell damit fertig zu werden und ihre Entwicklung ist toll zu lesen. Überhaupt ist diese Geschichte sehr schön und sie geht ins Herz. Sie hat mich davon überzeugt, dass Olivia doch nicht der eiskalte Vamp ist, den sie in den ersten Bänden darstellte. Sie ein herzensguter Mensch, die einen Schutzpanzer um sich aufgebaut hat und der einfach vom richtigen Mann niedergerissen werden musste.

Es ist eine schöne Liebesgeschichte über das Loslassen alter Dinge und das Zulassen neuer Gefühle. Große Geheimnisse und schwere Verluste prägten die letzten Jahre von Scott und Olivia.Und die Geschichte zeigt, dass die Zeit viele Wunden heilt. Hier wartet am Ende das große Glück, obwohl es nicht unbedingt gesucht wird. Es sind die leisen und kleinen Dinge, die so viel bedeuten. Denn gerade die ungesagten Worte sind oft die, die am wichtigsten sind, weil sie so viel zu bedeuten haben. Für mich ist dieses Buch, trotz all der Erotik, ein schönes und besonderes Buch, was auch an der Protagonistin liegt, die mir erst so unsympathisch war und die mir am Ende, zu einer Art Freundin geworden ist, weil ich im Nachhinein vieles gut verstehen kann. Neben dem vierten Band ist dieses Buch meiner Meinung nach der beste der San-Francisco-Ink-Reihe und sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 07.02.2018

Könnte mich nicht 100%ig überzeugen

Der Kuss der Lüge
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Auch als Prinzessen mit Ehrgefühl ist es nicht sonderlich prickelnd, mit irgendeinem Prinzen vermählt zu werden. Lia, die stark vermutet, dass der Zukünftige auch noch alterstechnisch ihr Vater sein könnte, ...

Auch als Prinzessen mit Ehrgefühl ist es nicht sonderlich prickelnd, mit irgendeinem Prinzen vermählt zu werden. Lia, die stark vermutet, dass der Zukünftige auch noch alterstechnisch ihr Vater sein könnte, hat entschieden was dageben. Einen Tag vor besagter Hochzeit verschwindet Lia mit ihrer Zofe und Freundin Pauline. Sie macht sie auf den Weg nach Terravin, wo Pauline ursprünglich herkommt. Nach einer langen Reise heuern die beiden in eine Taverne an und Lia verdingt ihren Unterhalt als Schankmädchen. Als eines Abend zwei Männer die Taverne betreten, ist sie von beiden angetan. Beide haben ihre Reize, aber zu einem der Männer fühlt sich Lia besonders hingezogen. Doch Lia ahnt nicht im Entferntesten, was es mit den beiden Herren auf sich hat. Der eine wurde ausgesandt, sie zu töten. Der andere ist der vermeintlich alte Prinz, der ihr zukünftiger Ehemann hätte werden sollen…
Wer bei dem Klappentext eine verzwickte Dreiecksgeschichte erwartet oder gar befürchtet, den kann ich weitesgehend beruhigen. Zwar gibt es ein paar Szenen, wo man glaubt, dass es jetzt ein Hin und Her werden könnte, aber Lia entscheidet sich Gott sei Dank relativ schnell für einen Mann. Ob es der Gute oder der Böse ist, erfährt der Leser erst mit der Zeit.
Die Autorin hat es geschickt verpackt, dass man als Leser zunächst raten muss, wer der Attentäter und wer der Prinz ist. Beide bekommen ihre Auftritte und auch Kapitel aus der jeweiligen Sicht. Aber viel geben beide nicht von sich Preis. Umso mehr lernen wir Lia kennen, von der man Anfangs denken könnte, sie sei eine verwöhnte Prinzessin. Aber sie flüchtet aus den Fängen ihrer Familie und vor der Zwangsheirat und findet sich im bürgerlichen Leben schnell zurecht.
Das gefiel mir sehr gut und sie sammelte damit auch viele Sympathiepunkte bei mir. Sie hatte weder Allüren noch stellte sie sich besonders an. Sie machte ihre Arbeit und packte von Beginn an kräftig zu, aber sie war bzw. ist auch ein Prinzessin. Diese Verantwortung wird ihr irgendwann klar und sie muss eine Entscheidung treffen.
Der Schreibstil von Mary E. Pearson ist sehr bildlich und kann sich in der Welt schnell orientieren. Besonders in Terravin fühlte ich mich wohl. Die bunten Häuser, das Meer…. dort hätte ich gerne länger bleiben wollen.
Und jetzt kommt das große ABER:

Ich hatte große Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Fast 250 Seiten habe ich gebraucht, bis die Handlung für mich spannend wurde. Anfangs frustrierte das sehr und ich konnte das Buch auch nur abschnittsweise lesen, weil ich einfach nicht reinkam. Dasa die letzten Seiten mich mehr fesselten, ist dagegen sehr positiv. Aber leider gleicht dieser Umstand nicht die Längen aus, durch die ich mich vorher kämpfen musste. Der Handlung bzw. dem Buch hätten ein paar weniger Seiten mit Sicherheit gut getan. Alles in allem habe ich einfach mehr erwartet und habe das Buch doch etwas frustriert beendet. Schade eigentlich!

Große Erwartungen für große Geschichten? Dieser Auftakt konnte mich leider nicht hundertprozentig überzeugen. Einige Längen in der Handlung nahmen mir den Lesespaß und sorgten für Frustration an vielen Stellen. Mary E. Pearson hätte “Der Kuss der Lüge” gerne ein paar Seiten weniger gönnen können, vielleicht hätte dies die Spannung gesteigert. Insgesamt sehe ich dieses Buch eher als durchschnittliches Werk. Da rettet auch der bildliche Schreibstil leider auch nicht mehr so viel.