Profilbild von Cagrilini

Cagrilini

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Cagrilini ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Cagrilini über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2025

Eine tolle Fortsetzung

The Cruelest Mercy
0

„The Cruelest Mercy“ ist der zweite Band der Fantasy-Trilogie von Natalie Mae und knüpft direkt an die Ereignisse von „The Kinder Poison“ an. Die Geschichte rund um Zahru, die Tierflüsterin und unfreiwilliges ...

„The Cruelest Mercy“ ist der zweite Band der Fantasy-Trilogie von Natalie Mae und knüpft direkt an die Ereignisse von „The Kinder Poison“ an. Die Geschichte rund um Zahru, die Tierflüsterin und unfreiwilliges Menschenopfer, nimmt an Intensität zu.

Nach den Ereignissen des ersten Bandes findet sich Zahru in einem Königreich wieder, das zwischen Intrigen, Machtspielen und dem aufkommenden Krieg zerrissen ist. Ihre Gabe, mit Tieren zu sprechen, wurde inzwischen durch ein dunkles Ritual in etwas viel Mächtigeres und Gefährlicheres verwandelt. Gleichzeitig wird sie immer mehr in die Pläne der Krone und die tödliche Dynamik zwischen den königlichen Geschwistern verstrickt, vor allem zwischen dem charismatischen, aber unberechenbaren Prinz Jet und seinem skrupellosen Bruder Kasta.

Der Autorin gelingt es erneut, eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, in der Misstrauen, Verrat und Hoffnung miteinander ringen. Besonders spannend ist Zahru als Protagonistin. Ihre innere Zerrissenheit, ihr wachsendes Verantwortungsbewusstsein und die Frage, wie weit man für das Wohl anderer gehen darf, stehen im Zentrum. Auch die moralisch grauen Figuren, allen voran Kasta, bleiben faszinierend und treiben die Spannung konstant voran.

Der Schreibstil bleibt auch im zweiten Band flüssig und bildhaft. Besonders stark sind die Dialoge und die inneren Konflikte der Figuren, während das Worldbuilding eher am Rande eine Rolle spielt und zugunsten der Handlung nicht überladen wird.

„The Cruelest Mercy“ ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die nicht nur mit Action und Romantik punktet, sondern auch komplexe Fragen nach Macht, Gerechtigkeit und persönlichem Opfer stellt. Wer den ersten Teil mochte, wird von der Fortsetzung nicht enttäuscht sein. Ich bin immer noch fasziniert wie meine Sympathien immer mal wieder die Serie wechseln und freue mich sehr auf den dritten Band der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2025

Tolle Geschichte

The Story Behind Us
0

Ich liebe diese Reihe sehr, der zweite Band hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der erste.
Bentley und James sind ein Traumpaar, aber ihre Neigung gerät ins Wanken, als James sich hinter Bentleys ...

Ich liebe diese Reihe sehr, der zweite Band hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der erste.
Bentley und James sind ein Traumpaar, aber ihre Neigung gerät ins Wanken, als James sich hinter Bentleys Rücken an weit entfernten Colleges bewirbt und auch angenommen wird. Die beiden trennen sich.
Wir begleiten einen Großteil der Geschichte Bentley, der versucht mit der Situation klarzukommen und sich in eine toxische Beziehung stürzt und sich dabei etwas selbst verliert. Auch die Sicht von James lernen wir kennen und durch Rückblicke lernen wir die Beziehung der beiden kennen.

Ich mochte die Thematik in dem Buch sehr, auch das hinten im Buch eine Hilfe eingedruckt ist wie man Gaslighting erkennt fand ich unfassbar toll.
Ich mag den Schreibstil von Jella total gerne und sie hat eine teils so schwere Thematik echt toll verpackt. Mich hat das Buch richtig wütend gemacht, aber war dann auch wieder so schön. Eine Achterbahn der Gefühle.

Ich kann das Buch definitiv empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Eine ruhige Story, die mit Emotionen überzeugt

Where I Left My Heart
0

„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer hat mich von Anfang an durch sein besonderes Setting im „Museum of Broken Hearts“ begeistert. Die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen symbolisch ...

„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer hat mich von Anfang an durch sein besonderes Setting im „Museum of Broken Hearts“ begeistert. Die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen symbolisch alte Lieben loslassen können, fand ich total schön. Besonders spannend fand ich, wie dieses Museum in die Geschichte eingewoben wurde, mit kleinen Fundstücken zu Beginn der Kapitel, die nicht nur zur Atmosphäre beigetragen haben, sondern auch immer wieder kleine, eigene Geschichten erzählt haben.

Im Mittelpunkt steht Juna, die ist eine starke, authentische Protagonistin mit Ecken und Kanten, die ich sehr nahbar. fand deren Perspektive ich als angenehm nahbar empfand. Sie hat Skoliose und das wird nicht nur nebenbei erwähnt, sondern zieht sich durch die gesamte Geschichte und beeinflusst natürlich auch das Handeln von Juna. Ich fand, dass das ganze Thema sehr sensibel behandelt wurde und die Repräsentation im Buch hat mir richtig gut gefallen.
Link ist ihr bester Freund, den Juna geküsst hat und nun versucht ihre Gefühle für ihn zu unterdrücken um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, hat es mir da etwas schwerer gemacht. Er war nicht immer ganz greifbar, seine Handlungen haben mich manchmal eher verwirrt als überzeugt, gerade in der ersten Hälfte der Geschichte. Trotzdem konnte ich nachvollziehen, dass sein innerer Konflikt Teil der Story ist, auch wenn es für mich phasenweise etwas holprig wirkte.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Er war ruhig, atmosphärisch, stellenweise poetisch. Gerade wenn es um die Beschreibungen der Umgebung, die Musik oder die kleinen zwischenmenschlichen Momente ging, fand ich die Stimmung total gut rübergebracht. Die Autorin schafft es, Bilder im Kopf entstehen zu lassen, ohne dabei überladen zu schreiben. Für mich war das Buch genau richtig, wenn man mal etwas lesen möchte, das nicht laut oder dramatisch ist, sondern durch emotionale Tiefe überzeugt.

Die Geschichte zwischen den beiden entwickelt sich sehr langsam. Das hat mir gut gefallen, weil es dadurch realistischer wirkte. Zwischendurch hat es sich dadurch allerdings auch mal etwas gezogen. Die Spannung lag eher in den kleinen Momenten zwischen Juna und Link und nicht so sehr in großen überraschenden Wendungen. Ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Spannung gewünscht.

Schön fand ich das Thema des Loslassens, dass sich durch die Geschichte zieht. Nicht nur durch die Fundstücke aus dem Museum of Broken hearts, sondern auch in Junas Entwicklungen. Das fand ich sehr gelungen.

Wer ein Buch mit großen Twist und viel Handlung hat, der wird hier eher enttäuscht, denn die Story lebt von kleinen Momenten und Emotionen.
Genau das hat mir hier aber richtig gut gefallen. Es ist ein ruhiges Buch, das emotional ist ohne kitschig zu sein. Ich mochte das Setting in Kiel und die Idee des Museum of broken hearts mochte ich sehr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2025

Eine tolle Geschichte mit schöner Message

Gestern waren wir unendlich
0

Henry und Louis sind seit etwa drei Jahren ein Paar – und einfach füreinander bestimmt. Nach einem großen Streit raufen sie sich zusammen, um auf dem alle fünf Jahre stattfindenden Familienfest von Henrys ...

Henry und Louis sind seit etwa drei Jahren ein Paar – und einfach füreinander bestimmt. Nach einem großen Streit raufen sie sich zusammen, um auf dem alle fünf Jahre stattfindenden Familienfest von Henrys Familie nicht wegen ihres Konflikts im Mittelpunkt zu stehen. Doch auf dem Rückweg haben sie einen Unfall – und Henry stirbt.
Am nächsten Morgen wacht Louis auf und stellt fest: Es ist wieder der Morgen des Festtags. Er steckt in einer Zeitschleife! Ist das seine Chance, Henry zu retten?

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: In der Gegenwart erleben wir den 10. Mai immer wieder aus Louis’ Sicht. Parallel dazu wird die Vergangenheit von Henrys Kennenlernen mit Louis bis zum 10. Mai chronologisch aus seiner Perspektive geschildert. Durch diesen Aufbau lernt man beide Figuren intensiv kennen – auch ihre persönlichen Kämpfe und Herausforderungen. Besonders spannend fand ich, dass sich zentrale Informationen, wie etwa der Auslöser des Streits, erst nach und nach offenbaren. Mir hat dieser Erzählstil sehr gefallen.
Trotz der wiederkehrenden Handlung bleibt der Zeitschleifen-Aspekt durch neue Fokuspunkte an jedem Tag spannend. Dominik Gaida sorgt dafür, dass sich die Kapitel des 10. Mais nicht wie copy&paste anfühlen.

Henry und Louis wirken sehr authentisch, und ich habe beide schnell ins Herz geschlossen. Ihre Gefühle – Glück, Trauer, Hoffnung – waren für mich absolut nachvollziehbar. Man spürt einfach, dass sie füreinander bestimmt sind.

Das Buch vermittelt eine starke Botschaft. Ein Satz von Henrys Großmutter bringt sie wunderbar auf den Punkt: „Es geht darum, die glücklichen Momente zu genießen. Wir müssen sie wie kostbare Schätze behandeln, denn wir wissen nie, wie viele wir von ihnen haben werden.“

Mich hat die Geschichte vollkommen in ihren Bann gezogen – ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Trotz der schweren Themen wie Tod und Trauer kann ich es sehr empfehlen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Dilogie, dessen Protagonisten man in Band 1 bereits kennengelernt hat. Es verspricht wieder eine tiefgründige und spannende Geschichte zu werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein queeres und cutes Wohlfühlbuch

Camp Rainbow - Über mir der Himmel
1

In Camp Rainbow – Über mir der Himmel von Alicia Zett lernen wir Malin kennen. Sie ist queer, hat ADHS und fühlt sich zu Hause und in der Schule oft „zu viel“. Ganz anders ist es im queeren Sommercamp ...

In Camp Rainbow – Über mir der Himmel von Alicia Zett lernen wir Malin kennen. Sie ist queer, hat ADHS und fühlt sich zu Hause und in der Schule oft „zu viel“. Ganz anders ist es im queeren Sommercamp in den bayerischen Alpen, wo sie einfach sie selbst sein darf – ohne dafür verurteilt zu werden.

Ich finde die Geschichte total cute und einfach zum Wohlfühlen. Alicia schreibt unglaublich schön und erschafft sehr sympathische Charaktere. Es ist ein Young-Adult-Buch; dementsprechend naiv oder „kindlich“ handeln die Figuren auch – was in diesem Genre völlig passend und nachvollziehbar ist. Ich konnte Malins Gedanken und Gefühle richtig mitfühlen, denn in dem Alter ist man einfach noch nicht so sicher.

Besonders toll finde ich, wie facettenreich Alicia die queere Community darstellt – und dabei nicht nur die lesbische Beziehung in den Vordergrund rückt. Es gibt trans, schwule, lesbische und asexuelle Charaktere. Die Themen werden mit einer Leichtigkeit angesprochen, die mich sehr begeistert hat.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen finde ich besonders spannend. Ich freue mich schon sehr darauf, in Band 2 zu erfahren, wie sich Malins Beziehung zu ihrer Schwester weiterentwickelt. Ich bin wirklich gespannt!

Das Camp klingt einfach nach einem wundervollen Ort, an dem jede*r so sein kann, wie er oder sie möchte.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die ein schönes, cozy YA-Buch mit großartiger Repräsentation suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl