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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2025

Düster, spannend, sexy, aber auch mit Tiefgang.

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Wow – dieses Buch hat mich echt kalt erwischt. Ich dachte zuerst, es wird einfach eine typische Office-Romance mit dem klassischen „Bad Boss“-Klischee. Aber was Iliana Xander daraus gemacht hat, war so ...

Wow – dieses Buch hat mich echt kalt erwischt. Ich dachte zuerst, es wird einfach eine typische Office-Romance mit dem klassischen „Bad Boss“-Klischee. Aber was Iliana Xander daraus gemacht hat, war so viel mehr. Düster, spannend, sexy – aber auch mit Tiefgang.

Die Hauptfigur ist klug, schlagfertig und lässt sich nicht alles gefallen, was mir total gefallen hat. Und der Boss ist kompliziert, unberechenbar, manchmal erschreckend, aber auch faszinierend. Man schwankt ständig zwischen „Lauf weg von ihm!“ und „Ich will mehr von ihm lesen!“. Das macht die Dynamik der beiden total spannend.

Der Schreibstil ist direkt, fesselnd und emotional. Besonders mochte ich, dass Xander es schafft, ein intensives Knistern aufzubauen, ohne dass es billig wirkt. Man merkt, dass unter der Oberfläche viel brodelt – nicht nur in der Beziehung der beiden, sondern auch in der Vergangenheit des Bosses, die nach und nach enthüllt wird.
Wer toxische Spannung, eine Prise Gefahr und psychologische Tiefe in Romance liebt, wird dieses Buch verschlingen. Es ist definitiv keine leichte Lovestory – sondern ein dunkles Spiel mit Grenzen, Macht und dem Wunsch, gesehen zu werden.

Fazit: Für mich war es ein echter Page-Turner. Aber nichts für Zartbesaitete!

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Goldene Dates & glitzernde Gefühle

One Date to Gold
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„One Date to Gold“ hat mich mit seiner Mischung aus Humor, Romantik und einem Hauch von Luxus wunderbar unterhalten. Die Geschichte rund um das scheinbar harmlose Date, das plötzlich mehr Bedeutung bekommt, ...

„One Date to Gold“ hat mich mit seiner Mischung aus Humor, Romantik und einem Hauch von Luxus wunderbar unterhalten. Die Geschichte rund um das scheinbar harmlose Date, das plötzlich mehr Bedeutung bekommt, entwickelt sich rasant und bleibt dabei emotional und nahbar. Ivy Leaghs Schreibstil ist angenehm flüssig, leicht ironisch und mit genau der richtigen Portion Tiefgang – perfekt für Leser*innen, die nicht nur Kitsch, sondern echte Emotionen wollen.

Besonders gelungen fand ich die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren. Ihre Gespräche sind spritzig, ihre Annäherung wirkt glaubwürdig, und gerade weil nicht alles sofort perfekt ist, bleibt die Spannung konstant erhalten. Auch die Nebenfiguren bringen frischen Wind in die Geschichte und sorgen für lebendige Szenen.

Das goldene Setting verleiht dem Buch einen glamourösen Touch, ohne überladen zu wirken. Ein kleiner Kritikpunkt sind kleinere Längen im Mittelteil, in denen sich die Handlung etwas zieht – dennoch bleibt die Grundspannung erhalten, und das Finale belohnt mit einem romantischen Höhepunkt, der absolut gelungen ist.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Krimi-Duell auf zwei Ebenen – raffiniert konstruiert, aber mit Längen

Tod zur Teestunde
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„Tod zur Teestunde“ ist ein raffinierter Kriminalroman im Krimi-im-Krimi-Stil. Im Mittelpunkt steht Susan Ryeland, eine ehemalige Lektorin, die nach dem Manuskript eines jungen Autors auf einen realen ...

„Tod zur Teestunde“ ist ein raffinierter Kriminalroman im Krimi-im-Krimi-Stil. Im Mittelpunkt steht Susan Ryeland, eine ehemalige Lektorin, die nach dem Manuskript eines jungen Autors auf einen realen Mordfall stößt – nämlich den Tod der berühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace. Parallel dazu liest sie das Manuskript von „Atticus Pünds letzter Fall“, einem fiktiven Hercule-Poirot-ähnlichen Ermittler, dessen Geschichte auf verblüffende Weise mit der Realität verwoben ist.

Anthony Horowitz gelingt es erneut, eine dichte Atmosphäre zu schaffen und zwei Handlungsebenen kunstvoll zu verknüpfen. Die Mischung aus klassischem Whodunit und moderner Meta-Erzählung ist originell und unterhaltsam. Allerdings verliert die Handlung zwischendurch an Tempo, und manche Entwicklungen in der Rahmenhandlung wirken etwas konstruiert.

Wer es gerne klug, verschachtelt und britisch liebt, wird hier fündig – auch ohne Hawthorne und Horowitz.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Düster, poetisch, gefährlich schön

Belladonnas
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Liann Zhang erschafft mit Belladonnas eine faszinierende Welt zwischen Schönheit und Verderben. Der Schreibstil ist poetisch, fast schon hypnotisch, und trägt die düstere Stimmung der Geschichte perfekt. ...

Liann Zhang erschafft mit Belladonnas eine faszinierende Welt zwischen Schönheit und Verderben. Der Schreibstil ist poetisch, fast schon hypnotisch, und trägt die düstere Stimmung der Geschichte perfekt. Die Protagonistin ist vielschichtig, verletzlich und stark zugleich, was sie besonders greifbar macht. Themen wie Schuld, Selbstfindung und weibliche Stärke verweben sich mit einer mystischen Handlung, die sich langsam entfaltet, aber nie an Spannung verliert. Besonders gelungen: die subtile Magie und der bittersüße Ton, der lange nachhallt. Wer düstere Geschichten mit Tiefe liebt, sollte unbedingt einen Blick wagen.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Gute Grundidee, aber ausbaufähig

Anatomy of a Broken Heart
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Im Buch "Anatomy of a broken heart" begleiten wir Grace, die nach dem Unfalltod ihres Freundes in Schuldgefühle und Selbstzweifel verfallen ist.
In ihrem Praktikum zur Paramedic trifft sie auf einen alten ...

Im Buch "Anatomy of a broken heart" begleiten wir Grace, die nach dem Unfalltod ihres Freundes in Schuldgefühle und Selbstzweifel verfallen ist.
In ihrem Praktikum zur Paramedic trifft sie auf einen alten Bekannten und alte und neue Gefühle vermischen sich mit ihrer anhaltenden Trauer.

Das Buch folgt einer guten Grundidee. Ich mochte den medizinischen Hintergrund und die vielen Details dazu, die sehr gut recherchiert waren.
Mit der Hauptprotagonistin Grace konnte ich mich nur bedingt anfreunden. Ich verstehe ihre Trauer, Schuldhefühle und Zweifel, aber diese wurden im Buch sehr stark ausgeschlachtet und wirkten teilweise etwas übertrieben. Ich musste gelegentlich mit den Augen rollen und hätte Grace am liebsten geschüttelt, so sehr stand sie sich oft selbst im Weg.
Dennoch macht sie im Laufe der Geschichte eine große Wandlung durch.

Bei der spicy Szenen war ich sehr enttäuscht. Ich schätze, die Autorin wollte sie hier eher realistisch als übertrieben romantisch darstellen. Trotzdem hat mich der Love Interest in diesen Szenen eher genervt.

Das Ende hätte man deutlich besser gestalten können. Ich hatte von Anfang an vermutet, dass passiert, was passiert ist. Meiner Meinung nach war es trotzdem etwas flach.

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