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Veröffentlicht am 27.10.2025

Ein Flügelschlag aus Schatten

Auf den Schwingen der Finsternis
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„Auf den Schwingen der Finsternis“ ist kein Buch, das man einfach liest – es ist ein Buch, das einen verschlingt.


Mel Rellington entfaltet eine düstere, zugleich poetische Welt, in der Licht und Schatten ...

„Auf den Schwingen der Finsternis“ ist kein Buch, das man einfach liest – es ist ein Buch, das einen verschlingt.


Mel Rellington entfaltet eine düstere, zugleich poetische Welt, in der Licht und Schatten nicht nur Gegensätze, sondern Liebende sind. Die Sprache ist kraftvoll und zugleich verletzlich, wie ein Flügelschlag im Sturm. Besonders beeindruckt hat mich die emotionale Tiefe der Figuren – sie sind keine Helden im klassischen Sinne, sondern Suchende, Gezeichnete, deren Narben leuchten wie Sternbilder in der Dunkelheit.


Die Handlung ist spannungsgeladen, aber nie reißerisch. Stattdessen webt Rellington eine Geschichte, die sich wie ein Ritual entfaltet – mit Geheimnissen, inneren Kämpfen und einer Atmosphäre, die zwischen Gothic und Mythos oszilliert. Ich habe mich oft gefragt: Was ist Dunkelheit, wenn sie Flügel trägt? Und was bedeutet Erlösung, wenn sie nicht hell, sondern ehrlich ist?



Ein Buch für alle, die sich nach Geschichten sehnen, die nicht nur unterhalten, sondern verwandeln.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Ein Leben wie ein Walzer

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels ist ein rauschendes Porträt einer Frau, die sich selbst zur Legende macht. Vea Kaiser erzählt mit Witz, Tempo und Wiener Schmäh von Angelika Moser – Tochter ...

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels ist ein rauschendes Porträt einer Frau, die sich selbst zur Legende macht. Vea Kaiser erzählt mit Witz, Tempo und Wiener Schmäh von Angelika Moser – Tochter einer Hausbesorgerin, Buchhalterin im Grand Hotel Frohner, Mutter, Betrügerin, Königin. Zwischen Kristalllüstern und Luftwatschen tanzt sie durch die Achtzigerjahre, immer auf der Suche nach Glanz, Liebe und einem besseren Leben für ihr Kind.

Der Roman ist ein literarischer Walzer: elegant, frech, tragisch. Kaisers Sprache funkelt, ihre Figuren leben, und Angelikas Fall ist so menschlich wie großartig. Ein Buch für alle, die Geschichten lieben, die größer sind als das Leben – und dabei ganz nah am Herzen bleiben.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Zwischen Selbstsabotage und Selbstbefreiung – ein leiser Triumph

Breaking Your Code
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Breaking Your Code ist kein Buch, das man einfach liest – es ist eines, das einen liest. Ally Crowe gelingt es, mit bemerkenswerter Klarheit und emotionaler Intelligenz jene inneren Programme sichtbar ...

Breaking Your Code ist kein Buch, das man einfach liest – es ist eines, das einen liest. Ally Crowe gelingt es, mit bemerkenswerter Klarheit und emotionaler Intelligenz jene inneren Programme sichtbar zu machen, die uns unbewusst steuern: Glaubenssätze, Selbstbilder, alte Muster, die einst Schutz waren und heute Fesseln sind.

Was mich besonders berührt hat, ist die stille Kraft, mit der Crowe schreibt. Keine lauten Appelle, keine übergriffigen Ratschläge – stattdessen ein einfühlsamer, fast freundschaftlicher Ton, der Raum lässt für eigene Gedanken und Gefühle. Jeder Abschnitt wirkt wie ein Spiegel, der nicht nur reflektiert, sondern auch fragt: „Willst du dich so weiterhin sehen?“ Und plötzlich beginnt etwas zu bröckeln – nicht aus Schmerz, sondern aus Erkenntnis.

Die Struktur des Buches ist klar und zugänglich, aber nie banal. Zwischen persönlichen Anekdoten, psychologischen Einsichten und praktischen Impulsen entsteht ein Text, der sowohl intellektuell als auch emotional trägt. Besonders stark sind jene Passagen, in denen Crowe die Leser:innen einlädt, ihre eigenen Codes zu hinterfragen – nicht als Fehler, sondern als Spuren einer Geschichte, die neu geschrieben werden darf.

Ich habe dieses Buch nicht beendet – ich habe es integriert. Es begleitet mich weiter, in Gedanken, in Gesprächen, in kleinen Entscheidungen. Fünf Sterne für ein Werk, das nicht nur inspiriert, sondern transformiert – leise, ehrlich, nachhaltig.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Ein Internat voller Geheimnisse – und ich mittendrin

The Academy
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Ein Roman wie ein bittersüßer Sommerabend – The Academy hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Das Setting, eine elitäre Internatsschule voller Geheimnisse, ist atmosphärisch und lebendig ...

Ein Roman wie ein bittersüßer Sommerabend – The Academy hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Das Setting, eine elitäre Internatsschule voller Geheimnisse, ist atmosphärisch und lebendig gezeichnet. Man spürt förmlich das Knistern zwischen den Mauern, die nicht nur Wissen, sondern auch Intrigen, Sehnsüchte und verborgene Wahrheiten beherbergen.

Der Schreibstil ist elegant und zugleich emotional zugänglich – Hilderbrand und Cunningham schaffen es, jugendliche Leichtigkeit mit psychologischer Tiefe zu verbinden. Die Figuren sind keine glatten Stereotypen, sondern vielschichtig, verletzlich und überraschend. Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig die inneren Konflikte der Jugendlichen dargestellt werden – zwischen Leistungsdruck, Loyalität und der Suche nach sich selbst.

Die Handlung entwickelt sich mit einem klugen Spannungsbogen: nie überhastet, aber immer mit einem Sog, der mich bis zur letzten Seite getragen hat. Ich habe gelacht, mitgefiebert und mich mehr als einmal gefragt, wie ich selbst in dieser Welt agiert hätte.

Ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch nachhallt – wie ein Echo aus der eigenen Jugend.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Ein Herz aus Schatten – und ein Versprechen, das Narben hinterlässt

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Dieses Buch hat mich nicht nur berührt – es hat mich erschüttert. Heart of the Damned ist keine einfache Geschichte über Liebe oder Schuld. Es ist ein Abstieg in die tiefsten Schichten der Seele, ein Tanz ...

Dieses Buch hat mich nicht nur berührt – es hat mich erschüttert. Heart of the Damned ist keine einfache Geschichte über Liebe oder Schuld. Es ist ein Abstieg in die tiefsten Schichten der Seele, ein Tanz zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Versprechen und Verdammnis.

Julia Pauss schreibt mit einer Intensität, die unter die Haut geht. Ihre Sprache ist poetisch, aber nie überladen. Jeder Satz trägt Gewicht, jede Szene hallt nach. Die Protagonistin ist keine Heldin im klassischen Sinn – sie ist verletzlich, widersprüchlich, und gerade deshalb so menschlich. Ihr Versprechen ist kein romantischer Schwur, sondern ein stiller Untergang, der sich wie Nebel um das Herz legt.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die emotionale Tiefe. Es gibt keine einfachen Antworten, keine klaren Grenzen zwischen Gut und Böse. Stattdessen: Grautöne, Schmerz, Sehnsucht – und eine leise Hoffnung, die sich weigert zu sterben.

Ein Buch, das bleibt. Wie eine Narbe. Wie ein Flüstern im Dunkel.

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