Zwischen Hurling und Herzklopfen – ein Aufbruch in leisen Tönen
Limerick Love. Break the Rules„Limerick Love. Break the Rules“ ist ein Roman, der nicht laut sein muss, um zu wirken. Kristin MacIver erzählt die Geschichte von Vivienne, die sich als Mann verkleidet, um Hurling zu spielen – und dabei ...
„Limerick Love. Break the Rules“ ist ein Roman, der nicht laut sein muss, um zu wirken. Kristin MacIver erzählt die Geschichte von Vivienne, die sich als Mann verkleidet, um Hurling zu spielen – und dabei nicht nur gegen gesellschaftliche Regeln, sondern auch gegen innere Zweifel kämpft.
Die Handlung ist temporeich, die Dialoge lebendig, und doch bleibt Raum für Zwischentöne. Besonders die letzten Kapitel – von der Enthüllung bis zum Epilog – berühren durch ihre stille Kraft. Vivienne und Ruairí sind keine perfekten Figuren, aber gerade ihre Ecken und Kanten machen sie glaubwürdig. Ihre Beziehung ist ein Tanz zwischen Nähe und Widerstand, zwischen Spiel und Ernst.
Was mir besonders gefallen hat:
• Die irische Kulisse, die nicht nur Kulisse bleibt, sondern Atmosphäre schafft.
• Die mutige Auseinandersetzung mit Rollenbildern und Erwartungen.
• Der Epilog, der nicht alles glattzieht, sondern offenlässt – wie das Leben selbst.
Ein Stern Abzug, weil manche Nebenfiguren blass bleiben und ich mir an wenigen Stellen mehr sprachliche Tiefe gewünscht hätte. Aber insgesamt: ein Roman, der nicht gefallen will, sondern berühren – und genau das gelingt ihm.