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Veröffentlicht am 27.05.2020

Konnte mich positiv überraschen!

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Gavin Scott ist verzweifelt, als seine Frau Thea die Scheidung will. Für ihn sind seine Frau und die Zwillingstöchter Amelia und Ava das wichtigste im Leben und sie zu verlieren, kann er sich nicht vorstellen.
Doch ...

Gavin Scott ist verzweifelt, als seine Frau Thea die Scheidung will. Für ihn sind seine Frau und die Zwillingstöchter Amelia und Ava das wichtigste im Leben und sie zu verlieren, kann er sich nicht vorstellen.
Doch um seine Frau zurückzugewinnen, muss er erst mal die Fehler in der Vergangenheit aufdecken. Hilfe bekommt er vom Secret Book Club, denn die Mitglieder haben festgestellt, dass das Lesen von Liebesromanen ihnen hilft, ihre Frauen zu verstehen. Kann Gavin Thea so zurückgewinnen?

"The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman" von Lissa Kay Adams ist der Auftakt der Secret Book Club Trilogie, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven von Gavin Scott und seiner Frau Thea erzählt wird.

Gavin ist Profi-Baseballer und war in den letzten Jahren viel unterwegs. Das Training und die Spiele haben ihn von zuhause ferngehalten und so haben er und seine Frau Thea sich voneinander entfernt.
Als er erfährt, dass sie ihm jahrelang etwas vorgemacht hat, streiten die beiden und sie setzt ihn schließlich vor die Tür, will die Scheidung. Doch Gavin will seine Familie nicht kampflos aufgeben und nimmt die Hilfe des Secret Book Club an, auch wenn er nicht daran glaubt, dass das Lesen von Liebesromanen seine Ehe retten kann.

Sowohl Gavin, als auch Thea waren mir sehr sympathisch! Gavin ist ein erfolgreicher Profisportler, der einen Sprachfehler hat. Sein Stottern hat er gut im Griff, auch wenn es ihn manchmal unsicher macht. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie Thea damit umgegangen ist und muss sagen, dass mir Gavin durch seinen Sprachfehler noch sympathischer geworden ist. Ich fand es klasse, dass eine Sprachstörung thematisiert worden ist, da ich bisher noch kein Buch gelesen habe, in dem dies Thema war.
Die beiden haben sehr jung und sehr schnell geheiratet, denn nach kurzer Beziehung ist Thea schwanger geworden, mit Zwillingen. Doch dadurch, dass Gavin dank seiner Sportkarriere viel unterwegs ist, bleibt die Kindererziehung an Thea hängen, auch wenn er den Mädchen ein guter Vater ist. Über die Jahre sammeln sich viele Probleme an, die im Laufe der Handlung nach und nach richtig gut aufgearbeitet werden! Besonders Thea ist sehr stur, hat selber keine leichte Kindheit gehabt und möchte nur das beste für ihre Töchter, weshalb sie es Gavin nicht leicht macht!

Um seine Ehe zu retten, bekommt Gavin Hilfe von unerwarteter Stelle. Es stellt sich heraus, dass sein bester Freund Del Mitglied eines Buchclubs ist und er mithilfe des Lesens von Liebesromanen seine Ehe retten konnte. Die Mitglieder des Secret Book Clubs lesen und diskutieren Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Eine Idee, die ich sehr unterhaltsam fand! Der Book Club steht leider gar nicht so stark im Fokus der Handlung, aber es gab trotzdem einige sehr witzige Szenen mit den Mitgliedern und ich freue mich darauf, diese in den nächsten Bänden noch besser kennenlernen zu dürfen!
Die Idee von einem Buch im Buch mag ich ja immer sehr gerne und so fand ich es passend, dass immer mal wieder Kapitel des Buches in die Geschichte eingeflossen sind, welches Gavin für den Buchclub liest und da seine Ideen herausnimmt, um Thea zurückzugewinnen.

Insgesamt konnte mich das Buch echt überraschen! Ich habe mich zwar sehr auf die Geschichte gefreut, aber hohe Erwartungen hatte ich ehrlich gesagt aber nicht. Ich wurde aber schnell positiv überrascht! Allein schon die Tatsache, dass Gavin nicht nur um seine Frau kämpft, sondern auch um die beiden Töchter Amelia und Ava, hat die Lage ernster gemacht, aber auch die anderen angesprochenen Themen, gingen sehr viel tiefer, als ich vermutet habe, was ich wirklich klasse fand!
Die Liebesgeschichte wurde realistisch dargestellt und es wurden Probleme angesprochen, die in Liebesromanen viel zu selten angesprochen werden, was ich ebenfalls großartig fand! Thea und Gavin konnten mich echt mitreißen und ich hoffe, dass mich die Folgebände auch so sehr packen können!

Fazit:
"The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman" von Lissa Kay Adams konnte mich echt positiv überraschen und richtig gut unterhalten!
Ich konnte nicht nur mit Thea und Gavin mitfiebern, auch die angesprochenen Themen haben mir sehr gut gefallen und ich fand es klasse, dass die Handlung tiefer ging, als ich es erwartet habe! Ich bin echt begeistert und vergebe starke vier Kleeblätter!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2020

Großartiger Abschluss, jedoch etwas schwächer, als Band 1!

Der Ruf der Rache
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Kazi und Jase kehren gemeinsam nach Torsfeste zurück, doch statt von den Ballengers begrüßt zu werden, wartet ein Hinterhalt auf die beiden.
Schwer verletzt werden die beiden getrennt und müssen sich neuen ...

Kazi und Jase kehren gemeinsam nach Torsfeste zurück, doch statt von den Ballengers begrüßt zu werden, wartet ein Hinterhalt auf die beiden.
Schwer verletzt werden die beiden getrennt und müssen sich neuen und überraschenden Gegnern stellen, die ihnen oft einen Schritt voraus sind. Doch die beiden wären nicht Kazi und Jase, wenn sie nicht schon gerissene Pläne schmieden würden, um Höllenrachen zurückzuerobern.

"Der Ruf der Rache" ist der zweite und abschließende Band von Mary E. Pearsons Chroniken der Hoffnung, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Kazimyrah aus Hellnebel und Jase Ballenger erzählt wird.

"Der Klang der Täuschung" habe ich vor fast genau einem Jahr gelesen und dieser Auftakt war einer meiner Jahreshighlights! Deswegen habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut!
Allerdings ist mir der Einstieg ziemlich schwergefallen. Ich mochte die Atmosphäre von Beginn an wieder sehr gerne, aber es hat lange gedauert, bis auch die Handlung mich mitreißen konnte!
Die vielen Namen, die ich nicht mehr alle auf Anhieb zuordnen konnte, haben mir den Einstieg leider zusätzlich erschwert.

Kazi und Jase sind auf dem Rückweg nach Torfeste, als sie in einen Hinterhalt geraten, verletzt und getrennt werden. Höllenrachen wurde überrannt und die beiden müssen versuchen das beste aus ihrer jeweiligen Situation zu machen, wieder zueinanderfinden, Höllenrachen zurückerobern und vor allem überleben!
Die beiden haben mir wieder richtig gut gefallen! Sie sind innerhalb kürzester Zeit zu einer untrennbaren Einheit zusammengewachsen. Es gibt keine Lügen mehr zwischen den beiden, nur Offenheit und die beiden sind voller Hoffnung, dass auch Jase' Familie Kazi akzeptiert und sie ihr gemeinsames Leben beginnen können. Wären da nicht die überraschenden Eindringlinge in Höllenrachen!
Ich fand es ein wenig schade, dass man nicht allzu viele gemeinsame Szenen mit Jase und Kazi lesen darf, denn die beiden werden schnell getrennt und es dauert ziemlich lange, bis sie wiedervereint werden. Mir haben diese gemeinsamen Szenen ein wenig gefehlt, da ich besonders die Dynamik zwischen den beiden im ersten Band total mochte!

Kazis Entwicklung fand ich sehr gelungen! Sie hat in Jase ihre große Liebe gefunden, und lernt es langsam, ihren Freunden Zuneigung ganz offen zu zeigen. In diesem Band muss sie sich auch wieder einigen Dingen aus ihrer Vergangenheit stellen und kann endlich damit abschließen, was ihr gutgetan hat.
Sowohl sie als auch Jase müssen in diesem Band über sich hinauswachsen, was sie noch stärker gemacht hat. Auf ihren Schultern ruhen viele Hoffnungen, aber auch die Schicksale vieler Menschen liegen in den Händen von Kazi und Jase, dem Patrei von Torsfeste. Sie müssen kluge Pläne entwerfen und ausführen, ihren Gegnern immer einen Schritt voraus sein, was schwierig ist, denn allein die Identität des Feinds ist eine große Überraschung und hinter vielen Dingen steckt mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Nachdem die Handlung erst in Schwung gekommen ist, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen! Wie bereits erwähnt, brauchte ich ein wenig Zeit, bis ich mich zurechtgefunden hatte, aber besonders die vielschichtigen und liebenswerten Charaktere haben dafür gesorgt, dass mir dieser zweite Band dennoch richtig gut gefallen hat!
Ich mochte besonders Synové und Wren, Kazis Rahtan-Kameradinnen, aber auch Jase Geschwister sehr gerne. Wir konnten die Charaktere besser kennenlernen und nicht nur einmal bin ich von einer Entwicklung überrascht worden!
Insgesamt bin ich mit diesem Abschluss sehr zufrieden und ein wenig traurig, diese spannende Welt nun zurücklassen zu müssen!

Fazit:
"Der Ruf der Rache" von Mary E. Pearson ist ein großartiger Abschluss der Chroniken der Hoffnung!
Den ersten Band fand ich etwas stärker, denn ich habe hier lange gebraucht, um mich in der Geschichte zurechtzufinden, und fand, dass die Handlung lange gebraucht hat, um richtig in Gang zu kommen.
Aber besonders mit Jase und Kazi, aber auch ihren Freunden, allen voran Synové und Wren, konnte ich wieder absolut mitfiebern und irgendwann konnte mich auch die Handlung fesseln!
Ich bin mit diesem zweiten Band doch sehr zufrieden und vergebe vier Kleeblätter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

Sehr schöne Liebesgeschichte!

Hin und nicht weg
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Als Anabel ihre Sachen in Berlin packt, weiß sie noch nicht, wohin es sie als Nächstes ziehen wird.
Da kommt ihr die Hochzeitseinladung ihres Cousins Lasse gerade recht! Sie ahnt nicht, dass sie in Neuberg ...

Als Anabel ihre Sachen in Berlin packt, weiß sie noch nicht, wohin es sie als Nächstes ziehen wird.
Da kommt ihr die Hochzeitseinladung ihres Cousins Lasse gerade recht! Sie ahnt nicht, dass sie in Neuberg nicht nur einen neuen Job finden, sondern sich auch noch in den viel zu gut aussehenden Tierarzt Rob Schürmann verlieben wird.

"Hin und nicht weg" ist der zweite Band von Lisa Keils Neuberg-Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der siebenundzwanzig Jahre alten Anabel König und des sechs Jahre älteren Rob Schürmann erzählt wird, wobei wir auch ein Kapitel aus Sicht von Lasse lesen durften.

Ich kenne "Bleib doch, wo ich bin", den ersten Band, der sich um Kaya und Lasse dreht, nicht und kann deshalb sagen, dass man den zweiten Band wunderbar lesen kann, auch ohne den ersten zu kennen!
Allerdings möchte ich den ersten Band jetzt unbedingt lesen, weil mir "Hin und nicht weg" so gut gefallen hat!

Ich lese selten Bücher, die in Deutschland spielen, weil es mich buchtechnisch dann doch eher an einen Ort zieht, den man nicht eh vor der Haustür hat. Deshalb habe ich mich am Anfang ein wenig schwer getan, aber schon bald konnte mich die Geschichte von Anabel und Rob vollkommen in ihren Bann ziehen!

Hauptsache anders könnte Anabels Motto sein, denn sie fällt gerne auf. Mit den lila Haaren, Piercing in der Lippe und den unzähligen Tätowierungen tut sie das auch. Nachdem sie sich bei ihrem Vater verschuldet hat, um ihre Miete zahlen zu können und ihre Mitbewohner sie nun unter Druck setzen, einen richtigen Job zu finden, packt Anabel kurzerhand ihre Sachen und fährt ohne großen Plan los. Sie landet auf der Hochzeit ihres Cousins Lasse, der seine große Liebe Kaya heiratet, die beste Freundin von Rob, der seit Jahren heimlich in Kaya verliebt ist.
Als Rob und Anabel sich begegnen, treffen Welten aufeinander, aber da Anabel einen Job braucht und Rob zufälligerweise eine Sprechstundenhilfe, fängt sie kurzerhand bei ihm an und auch, wenn er absolut nicht ihr Typ ist, fühlt sie sich schnell zu dem freundlichen Tierarzt hingezogen.

Anabel und Rob mochte ich echt gerne! Anabel gibt sich gerne cool und unnahbar, aber besonders in der Gegenwart von Tieren zeigt sich, dass Anabel ein großes Herz und nicht so eine harte Schale hat, wie sie immer vorgibt.
Rob fliegen die Frauenherzen nur so zu, nur das eine nicht, von dem er es sich wünscht. So muss er damit leben, dass seine große Liebe einen anderen geheiratet hat, was ihm verständlicherweise zu schaffen macht. Nachdem sein Vater gestorben ist, hat er dessen Tierarztpraxis übernommen und arbeitet Tag und Nacht für das Wohl der Tiere.
Die beiden sind sich nicht von Anfang an zugetan, was mir sehr gut gefallen hat! Ich fand es schön, wie die beiden sich Stück für Stück besser kennengelernt und sich dann auch angenähert haben. Rob und Anabel erleben viel, während sie unterwegs sind, um den Tieren zu helfen und so gab es viele spannende, aber auch lustige und berührende Szenen!
Mir hat die Atmosphäre dann auch richtig gut gefallen und die Nebencharaktere wie Kaya und Lasse mochte ich sehr gerne!

Fazit:
"Hin und nicht weg" von Lisa Keil hat mir nach kurzer Eingewöhnungsphase richtig gut gefallen!
Die Geschichte von Anabel und Rob konnte mich in seinen Bann ziehen und ich habe mit ihnen mitgefiebert! Ich vergebe starke vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Vielleicht habe ich zu viel erwartet!

Das Flüstern der Magie
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Fallon Emrys hat sich der Magie verschrieben.
Als Archivarin beschützt sie die Menschen vor der Magie, meist in Form von magischen Gegenständen, die sie ausfindig macht. So kommt ein magisches Tarotkartenset ...

Fallon Emrys hat sich der Magie verschrieben.
Als Archivarin beschützt sie die Menschen vor der Magie, meist in Form von magischen Gegenständen, die sie ausfindig macht. So kommt ein magisches Tarotkartenset in ihren Besitz, das ihr jedoch sofort wieder von dem charmanten Dieb Reed Mitchell abgenommen wird.
Gemeinsam machen die beiden sich auf die Suche nach den Karten, die eine ernst zunehmende Bedrohung für die Bewohner Edinburghs darstellen.

"Das Flüstern der Magie" ist ein Einzelband von Laura Kneidl, der aus der Ich-Perspektive der neunzehn Jahre alten Fallon Emrys erzählt wird.

Nach dem Tod ihrer Tante Louisa durfte Fallon die Leitung des Archivs von Edinburgh übernehmen. Getarnt als Antiquariat lagern im The Sorcerer viele nützliche magische Gegenstände, wie Fallons Mantel, der die Realität verschwinden lässt und sie als wahr gewordene Fantasie darstellt, oder das magische Tablett, welches Fallon bekocht, aber auch viele gefährliche Gegenstände ein, die Fallon meist bei nächtlichen Diebeszügen in ihren Besitz bringt.
Das Archiv bedeutet ihr alles und als ihr ein magisches Tarotkartenset, das Menschen verflucht, abhanden kommt, setzt Fallon alles daran, dieses so schnell wie möglich wiederzufinden, denn es steht auf dem Spiel, ob die das Archiv weiterführen darf.

Sowohl Fallon, als auch den zweiundzwanzig Jahre alte Reed mochte ich echt gerne!
Fallon hört seit ihrer Geburt das Flüstern der Magie und liebt ihren Job über alles. Sie muss sich seit Jahren den hohen Ansprüchen ihrer Mutter stellen, die offensichtlich kaum Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Tochter hat, was Fallon sehr belastet. Auch wenn es verboten ist, nutzt sie die Magie einiger Gegenstände, die ihren Alltag erleichtern. Trotz ihres jungen Alters ist Fallon pflichtbewusst, auch wenn sie die Regeln manchmal nicht allzu streng befolgt.
Reed ist ein charmanter Dieb, der es in seiner Vergangenheit alles andere als einfach hatte. Aber er hat das Herz am rechten Fleck und Fallon fühlt sich schnell zu ihm hingezogen. Reed hat vor nichts Angst und geht, wie auch Fallon, oft Risiken ein, die die beiden in Schwierigkeiten bringen.

Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf "Das Flüstern der Magie" gefreut, denn es klang einfach so gut!
Die Geschichte spielt in Edinburgh, ein spannender Schauplatz, der mir sehr gut gefallen hat!
Weniger gut gefallen, hat mir leider die Liebesgeschichte. Schnell merkt man, dass es zwischen Reed und Fallon gewaltig knistert, trotzdem ging es mir mit den beiden viel zu schnell! Ich war sogar ein wenig überrumpelt, wie weit die beiden nach so kurzer Zeit der Bekanntschaft gehen. Im weiteren Verlauf war das anfängliche Knistern kaum noch zu spüren, dafür wirkten Reed und Fallon wie ein Paar, das schon lange zusammen ist und nicht, wie frisch verliebt. Ich fand die Entwicklung ehrlich gesagt ein wenig skurril und konnte sie nicht ganz nachvollziehen.

Auch von der Handlung hatte ich mir ein wenig mehr erhofft. Ich mochte das Setting ja total gerne und auch Fallons Job als Archivarin und die magische Welt haben mir sehr gut gefallen!
Die magischen Tarotkarten nehmen eine wichtige Rolle in der Geschichte ein, denn kaum hat Fallon diese in ihren Besitz gebracht, werden ihr diese auch schon wieder geklaut, von niemand anderen, als Reed, der die Karten weiterverkauft.
Für mich hätte die Suche nach den Karten ein wenig spannender sein dürfen, da mich ja auch schon die Liebesgeschichte nicht begeistern konnte. Vielleicht waren meine Erwartungen auch wieder mal zu hoch. Ich hatte vor dem Lesen schon so viel positives gehört und mich riesig auf die Geschichte gefreut, gehofft, dass "Das Flüstern der Magie" für mich ein Highlight werden könnte!
Das ist es dann leider nicht geworden und so lässt es mich auch etwas enttäuscht zurück. Schade!

Fazit:
Ich habe so sehr gehofft, dass "Das Flüstern der Magie" von Laura Kneidl für mich ein Highlight wird, aber das hat es leider nicht geschafft.
Ich mochte Fallon und Reed total gerne, doch die Entwicklung ihrer Liebesgeschichte fand ich etwas skurril und auch das Tempo der Entwicklung hat mir nicht gefallen. Die Handlung an sich hätte für mich spannender sein dürfen, doch ich mochte Edinburgh sehr und auch die Magie hat mir sehr gut gefallen!
Trotzdem hatte ich mir deutlich mehr erhofft und so lässt mich die Geschichte etwas enttäuscht zurück. Ich vergebe starke drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 06.05.2020

Hier bleibt leider viel Potenzial auf der Strecke!

Der Hof der Wunder
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Nina Thénardier verliert ihre große Schwester Azelma an den Tiger, dem skrupellosen Herrn der Gilde des Fleisches. Nina gehört dagegen der Gilde der Diebe an und wird über die Jahre zu einer geschickten ...

Nina Thénardier verliert ihre große Schwester Azelma an den Tiger, dem skrupellosen Herrn der Gilde des Fleisches. Nina gehört dagegen der Gilde der Diebe an und wird über die Jahre zu einer geschickten Diebin. Ihr großes Ziel ist, ihre Schwester zu befreien und ihre Ziehschwester Ettie zu beschützen, dabei muss sie sich einigen Gefahren stellen.

"Der Hof der Wunder" ist der Auftakt einer Trilogie von Kester Grant, der aus der personalen Erzählperspektive von Éponine Thénardier, genannt Nina, erzählt wird.

Die Geschichte beginnt im Jahre 1823 und wir lernen eine junge Nina kennen, die ihre geliebte ältere Schwester Azelma an die Gilde des Fleisches verliert, wo sie opiumabhängig wird. Nina will ihre Schwester aus ihrem schrecklichen Schicksal befreien und schließt sich der Diebesgilde an, denn sie ist eine geschickte Diebin, der so mancher unmöglich scheinender Diebeszug gelingt.
Doch der Tiger ist ein mächtiger Gegner und so schmiedet Nina Pläne, die ihre Zeit brauchen.
Die Geschichte springt aus dem Jahr 1823 ins Jahr 1829 und dann noch einmal ins Jahr 1832 und spielt in einem Paris, in dem die Französische Revolution gescheitert ist. Es gibt den Hof der Wunder, in dem Rasse, Religion und Blutsbande keine Bedeutung haben, sondern die Angehörigkeit einer Gilde, die zur Familie wird. Nina gehört der Diebesgilde an, der Tiger herrscht über die Gilde des Fleisches. Es gibt insgesamt neun Gilden, wie beispielsweise die Gilde der Schreiber, oder die Gilde der Meuchelmörder.

Ich mochte Geschichte schon immer sehr gerne und besonders die Französische Revolution hat mich immer sehr fasziniert, sodass ich sehr gespannt war, wie Kester Grant diese Zeit in ihre Geschichte würde einfließen lassen!
Die Französische Revolution ist hier gescheitert, viele Bürger haben ihr Leben verloren, doch es gibt immer noch Anhänger, die von dem optimistischen Saint-Just angeführt werden, der im Laufe der Handlung seine Rolle spielt.
Kester Grant lehnt die Geschichte an "Les Misérables" und "Das Dschungelbuch" an, die mir vor dem Lesen beide unbekannt waren, aber während des Lesens habe ich dann doch ein wenig nachgeforscht, um was es in diesen Geschichten grob geht, sodass ich hier schon ein paar Parallelen feststellen konnte, aber nicht sagen kann, wie viel von diesen Geschichten in "Der Hof der Wunder" eingeflossen ist. Zu Beginn hat mich das Buch auch ein wenig an "Six of Crows" von Leigh Bardugo erinnert, aber da kam Ninas Geschichte dann leider bei Weitem nicht heran!

Anfangs mochte ich die doch eher düstere Atmosphäre sehr gerne und auch die Handlung konnte mich fesseln.
Nina verliert ihre Schwester Azelma an den Tiger, scheitert bei deren Rettung und Jahre später wird der Tiger auch noch auf ihre Ziehschwester Ettie aufmerksam, die Nina nun vor ihm beschützen möchte. Klingt spannend, konnte mich aber nicht packen. Vielleicht lag es daran, dass ich das Gefühl hatte, dass Kester Grant viel Potenzial liegen gelassen hat!
Bei vielem hat mir einfach die Tiefe gefehlt, aus dem Hof der Wunder und auch aus der Revolution, die sich langsam wieder erhebt, hätte viel mehr gemacht werden können! Ich habe die Wunder des Hofes, der Gilden ein wenig vermisst und auch die Handlung war mir zu widersprüchlich und zu flach, konnte mich leider nicht groß überraschen. Die vielen Charaktere waren mir ebenfalls zu blass. Hier waren einige spannende Persönlichkeiten mit dabei, schade nur, dass man nicht mehr über sie erfahren hat!

Auch mit Nina bin ich nicht wirklich warm geworden. Durch die personale Erzählperspektive blieb sie mit leider ein wenig fern und obwohl ich ihre Beweggründe nachvollziehen konnte, war sie mir an manchen Stellen zu skrupellos und unüberlegt. Als Schwarze Katze bekannt, gelingen ihr auch die unmöglichst scheinenden Einbrüche. Wenn die Rede davon war, dass dieser Einbruch noch niemanden gelungen ist, dann konntet ihr sicher sein, dass Nina da ohne große Probleme rein und sicher wieder raus kommt, was es nicht gerade spannend gemacht hat.

Fazit:
"Der Hof der Wunder" von Kester Grant hat vielversprechend begonnen, doch mir wurde zu viel Potenzial nicht ausgeschöpft. Der Hof der Wunder, die gescheiterte Französische Revolution, die langsam wieder auflebt, die vielen Charaktere, da hätte man so viel mehr draus machen können, doch hier fehlte mir die Tiefe! Auch mit Nina bin ich nicht wirklich warm geworden und die Geschichte an sich konnte mich leider ebenfalls nicht packen.
Ich habe mir wirklich mehr erhofft und so vergebe ich schwache drei Kleeblätter.

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