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Veröffentlicht am 31.07.2021

Fesselnder und gefühlvoller Abschluss der University of British Columbia Reihe!

What if we Trust
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Jahrelang war das Schreiben der Fan-Fiction Pretending über den maskierten Sänger PLY Hopes Flucht aus dem Alltag.
Nun ist es still um den Sänger geworden, umso größer Hopes Überraschung, als sich plötzlich ...

Jahrelang war das Schreiben der Fan-Fiction Pretending über den maskierten Sänger PLY Hopes Flucht aus dem Alltag.
Nun ist es still um den Sänger geworden, umso größer Hopes Überraschung, als sich plötzlich ein großer Verlag bei ihr meldet, der ihre Geschichte veröffentlichen möchte. Für sie eine riesige Chance, doch dann begegnet sie auf einer Geburtstagsfeier Scott Plymouth und erkennt ihn sofort.
Als die beiden sich dann besser kennenlernen, weiß Hope nicht, ob sie die Geschichte noch guten Gewissens veröffentlichen kann.

"What if we Trust" ist der dritte Band von Sarah Sprinz University of British Columbia Reihe, der aus der Ich-Perspektive der zweiundzwanzig Jahre alten Hope MacKenzie erzählt wird.

Hope ist die Mitbewohnerin von Emmett und Laurie, die wir schon in den vorherigen beiden Bänden ein wenig kennenlernen durften. Sie studiert kreatives Schreiben und ist ein riesiger Fan des maskierten Sängers PLY, über den sie jahrelang die Fan-Fiction Pretending geschrieben hat.
Als sich nun ein großer Verlag bei Hope meldet und diese veröffentlichen möchte, ist Hope überglücklich, doch auch zwiegespalten, denn sie wollte nicht unbedingt ihre Fan-Fiction bei einem Verlag veröffentlichen, sondern ihre eigenen Geschichten.
Als sie dann auf der Geburtstagsparty von Sam Scott Plymouth begegnet, weiß sie sofort, dass ihr großes Idol vor ihr steht. Doch er ist so ganz anders, als sie ihn sich vorgestellt hat. Die beiden sitzen dann sogar im gleichen Kurs und müssen zusammenarbeiten und kommen sich dabei näher, als sie gedacht hätten.

Nachdem mir die ersten beiden Bände der Reihe so gut gefallen haben, habe ich mich natürlich sehr auf die Geschichte von Hope und Scott gefreut!
Besonders Hope hat mir von Beginn an richtig gut gefallen! Sie ist eher ruhig und manchmal ein wenig unsicher, aber auch immer für ihre Freunde da, wenn sie gebraucht wird. Sie musste sich schweren Entscheidungen stellen und ich fand es klasse, wie sie diese gemeistert hat.
Scott war das neue Gesicht in diesem Band, wenn auch kein kompletter Unbekannter, denn er ist ein Freund von Sam, während Amber und Hope große Fans seiner Musik sind. Nun durften wir Scott endlich kennenlernen und ich brauchte doch ein bisschen, bis ich mit ihm warm geworden bin.
Er steht im Rampenlicht, aber dank der Maske, die er als PLY trägt, kennen nur wenige sein Gesicht. Als er sich vor einem Jahr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, wuchs die Angst, dass er privat erkannt wird. Nun erkennt Hope ihn sofort und als die beiden dann auch noch in einem Kurs zusammenarbeiten müssen, ist Scott nicht begeistert und verhält sich Hope gegenüber nicht gerade freundlich.
Aber je mehr wir von Scott erfahren durften, desto besser konnte man ihn und seine Beweggründe verstehen und zum Schluss mochte ich ihn doch richtig gerne, auch weil er Hope vertraut hat, als es darauf angekommen ist.

Ich liebe den Schreibstil von Sarah Sprinz und so ließ sich auch dieser dritte Band richtig gut lesen! Mir persönlich hat es nicht ganz so gut gefallen, dass wir auch viel Zeit mit Hope und Scott im Rampenlicht verbracht haben. Ich mochte die Atmosphäre in Vancouver und an der Universität richtig gerne und ich hätte die Ausflüge nach New York und Los Angeles nicht gebraucht, aber Scott ist nun mal als PLY ein erfolgreicher Sänger und so hat es natürlich auch Sinn gemacht, dass wir Einblick in diesen Teil seines Lebens bekommen haben.
Auch die Liebesgeschichte von Hope und Scott ging mir dann ein wenig schnell. Ich fand es sehr schön, wie die beiden sich angenähert haben, nachdem sie sich am Anfang noch nicht ganz so gut verstanden haben! Aber dann ging auf einmal alles ganz schnell, was ich schade fand.
Wie der Titel es ja schon verrät, stand das Thema Vertrauen hier groß im Fokus und Sarah Sprinz konnte mich mit dem Verlauf der Geschichte echt positiv überraschen, sodass mir Hope und Scott echt gut gefallen haben!
Für mich war es ein toller Abschluss einer wunderbaren Reihe, die mich sehr berühren konnte!
Alle Charaktere sind mir über die Bände sehr ans Herz gewachsen und ich würde mich sehr freuen, wenn wir sie irgendwann noch mal wiedersehen dürften und vielleicht Cole seine eigene Geschichte bekommen würde!

Fazit:
"What if we Trust" ist ein äußerst gelungener dritter Band der University of British Columbia Reihe, der mich sehr mitreißen und berühren konnte!
Hope und Scott haben mir richtig gut gefallen und es waren nur Kleinigkeiten, die mir persönlich nicht ganz so gut gefallen haben. Das Buch konnte mich aber von Beginn an fesseln, sodass ich sehr gute vier Kleeblätter vergebe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2021

Fesselnder Auftakt!

Blood and Ash - Liebe kennt keine Grenzen
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Als die Jungfräuliche führt Poppy ein Leben im goldenen Käfig.
In der Öffentlichkeit muss sie einen Schleier tragen und darf nicht sprechen. Kein Wunder, dass sie sich nachts raus schleicht, um zumindest ...

Als die Jungfräuliche führt Poppy ein Leben im goldenen Käfig.
In der Öffentlichkeit muss sie einen Schleier tragen und darf nicht sprechen. Kein Wunder, dass sie sich nachts raus schleicht, um zumindest ein wenig normal zu leben.
Nachdem sie im Red Pearl dem gut aussehenden Wächter Hawke näher kommt, geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch er darf nicht erfahren, mit wem er so hemmungslos geflirtet hat, denn Poppy darf Burg Teerman natürlich nicht verlassen. Ihr Geheimnis droht aufzufliegen, als ausgerechnet Hawke ihr neuer Leibwächter wird.

"Blood and Ash" ist der erste Band von Jennifer L. Armentrouts sechsteiliger Liebe kennt keine Grenzen Reihe, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Penellaphe Balfour erzählt wird.

Poppy ist die Auserwählte. In weniger als einem Jahr, an ihren neunzehnten Geburtstag wird sie den Göttern übergeben, um aufzusteigen. Sie führt ein sehr behütetes Leben, denn kaum einer darf ihr Gesicht sehen oder mit ihr sprechen. Doch Poppy lernt im Verborgenen von ihrem Leibwächter und Ziehvater Vikter wie sie sich verteidigen kann, und auch sonst bleibt Poppy nicht untätig.
Mit ihrer Gabe, den Schmerz anderer zu fühlen und zu mildern, hilft sie der Bevölkerung von Masadonien, wenn diese von den monströsen Hungernden angegriffen wird, auch wenn niemand wissen darf, was Poppy tut. Sie hat viel Temperament, was so gar nicht zu ihrer Rolle als sanftmütige Jungfräuliche passt. Sie strotzt voller Tatendrang, wenn jemand in Not ist, auch wenn sie sich dadurch in Gefahr begibt. Ich mochte Poppy wirklich sehr gerne, auch weil sie sich eben nicht in ihre Rolle pressen lässt und versucht ihr eigenes Leben zu leben!

Mit Hawke bekommt sie einen neuen Leibwächter, der sie ganz schön in Versuchung führt, denn Hawke sieht nicht nur gut aus, sondern sieht den Menschen Poppy unter dem Schleier der Jungfräulichen und vertraut in ihre Fähigkeiten.
Die kann sie auch sehr gut brauchen, denn Casteel, der dunkle Sohn und Prinz des verfluchten Königreichs Atlantia, hat es auf die Jungfräuliche abgesehen und sorgt für einige Verwüstung im Königreich Solis.

Das Buch ließ sich sehr gut lesen, denn es war eigentlich immer spannend und ich mochte die Dynamik zwischen Poppy und Hawke sehr gerne. Aber komplett vom Hocker reißen konnte mich dieser Auftakt trotzdem nicht.
Ich hatte lange Zeit das Gefühl, bei der Welt nur an der Oberfläche zu kratzen. Poppy lebt in der Burg Teerman, bei den sogenannten Aufgestiegenen. Doch was die Aufgestiegenen wirklich ausmacht, erfahren wir erst sehr spät, wenn auch aus gutem Grund. Mir haben ein wenig die tiefer gehenden Erklärungen gefehlt. Wie ist Poppy beispielsweise als Jungfräuliche erkannt worden? Aus manchen Details bin ich dann auch nicht ganz schlau geworden, sodass ich bis zum Schluss das Gefühl hatte, dass mir entscheidende Puzzlestücke gefehlt haben, um die Welt richtig erfassen zu können.

Aber besonders die letzten hundert Seiten hatten es noch einmal in sich und obwohl ich mit einem größeren Knall am Ende gerechnet hätte, so hat mir dieses dennoch richtig gut gefallen und ich bin sehr gespannt, wie es mit Poppy und Hawke weitergehen wird und wo sie am Ende landen werden!

Fazit:
"Blood and Ash" von Jennifer L. Armentrout ist ein guter und fesselnder Auftakt!
Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen und ich mochte Hawke und Poppy auch sehr!
Mir haben ein wenig die ausführlicheren Erklärungen zur Welt gefehlt, weil ich oft das Gefühl hatte, diese nicht komplett zu verstehen.
Aber dennoch hat mir dieser Auftakt sehr gut gefallen und ich bin gespannt wie es mit Poppy und Hawke weitergehen wird!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2021

Wunderschöne und berührende Liebesgeschichte!

What if we Stay
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Nachdem Amber von der University of Toronto geworfen wurde, holen ihre Eltern sie zurück nach Vancouver, wo ihr Vater ein einflussreicher Professor der Architektur an der University of British Columbia ...

Nachdem Amber von der University of Toronto geworfen wurde, holen ihre Eltern sie zurück nach Vancouver, wo ihr Vater ein einflussreicher Professor der Architektur an der University of British Columbia ist und dafür sorgt, dass Amber ihr verhasstes Studium dort fortsetzen kann.
Als Amber für das Architekturbüro ihrer Eltern ein Projekt durchführen soll, ist sie so überfordert, dass sie Emmett Sorichetti, den Mitbewohner von Laurie und Musterschüler ihres Vaters um Hilfe bittet, nicht ahnend, welche Gefühle er in ihr wecken kann.

"What if we Stay" ist der zweite Band von Sarah Sprinz University of British Columbia Reihe, der aus der Ich-Perspektive von Amber Gills erzählt wird.

Auf die Geschichte von Amber und Emmett freue ich mich, seitdem ich die beiden in "What if we Drown" kennengelernt habe!

Mit Amber habe ich mich dann am Anfang ein wenig schwergetan. Sie kommt sehr arrogant rüber und behandelt die Leute von oben herab, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Wenn man sie dann aber besser kennenlernt und weiß, dass die beispielsweise glaubt, in den Augen ihrer Eltern nie genug zu sein, dann kann man ihr zickiges Verhalten schon ein bisschen besser nachvollziehen.
Zum Glück hat Amber aber auch eine freundliche und gutherzige Seite, die im Laufe der Handlung immer öfter an die Oberfläche kam! Sie macht wirklich eine großartige Entwicklung durch und ich mochte die Amber, zu der sie am Ende des Buches geworden ist, deutlich lieber als die Amber, die wir am Anfang kennengelernt haben!
Emmett ist einfach ein richtiges Goldstück, anders kann man ihn einfach nicht bezeichnen.
Er hat ein sehr hohes Arbeitspensum, doch er bietet immer wieder seine Hilfe an und ist einfach ein so lieber Kerl, dem man nichts Böses wünscht und der so niedlich schüchtern ist. Nur am Ende hätte ich ihn gerne geschüttelt und zur Vernunft gebracht!

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir von "What if we Stay" erhofft habe, dass es mich restlos begeistern kann, ich also mit sehr hohen Erwartungen an diesen zweiten Band herangegangen bin.
Die erste Ernüchterung kam, als ich die ersten Kapitel aus Ambers Perspektive gelesen habe und schon die Befürchtung hatte, dass ich sie nicht mögen würde.
Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr konnte mich die Geschichte von sich überzeugen!
Ich mochte die doch eher ruhige Atmosphäre, dass Amber und Emmett nichts überstürzen und man merkte auch, dass die Gefühle zwischen den beiden was Besonderes sind!
Dass Amber kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat, merkt man schnell, aber ich fand es dann schön, wie sich dieses im Verlauf der Handlung geändert hat.

Sarah Sprinz schneidet sowieso viele wichtige Themen an und diese haben mir allesamt richtig gut gefallen!
Da Amber und Emmett beide Architektur studieren, erfahren wir viele spannende Fakten zu diesem Thema und ich fand es klasse, dass vieles davon nicht wie aus dem Lehrbuch wirkte, sondern auch auf das wahre Leben angewandt wurde.
Am Ende hätte ich mir zu einem Handlungsstrang vielleicht noch einen oder zwei Sätze gewünscht, um zu wissen, wie dieser weitergeht, aber insgesamt konnte mich das Buch doch noch sehr positiv von sich überraschen und hat mir richtig gut gefallen!

Fazit:
"What if we Stay" von Sarah Sprinz ist ein gefühlvoller zweiter Band der University of British Columbia Reihe!
Nachdem ich schon die Befürchtung hatte, nie mit Amber warm zu werden, hat sie mir doch noch richtig gut gefallen und auch Emmett mochte ich sehr! Ihre Liebesgeschichte war einfach nur wunderschön und sehr berührend und auch die anderen Themen, die angesprochen wurden, fand ich sehr spannend!
Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter und freue mich schon riesig auf den dritten Band!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2021

Guter Auftakt mit noch etwas Luft nach oben!

Crave
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Innerhalb eines Monats hat sich Graces komplettes Leben auf den Kopf gestellt.
Nach dem Tod ihrer Eltern packt sie alles, was ihr von ihrem bisherigen Leben noch geblieben ist, in drei Koffer und begibt ...

Innerhalb eines Monats hat sich Graces komplettes Leben auf den Kopf gestellt.
Nach dem Tod ihrer Eltern packt sie alles, was ihr von ihrem bisherigen Leben noch geblieben ist, in drei Koffer und begibt sich auf die Reise nach Alaska, wo ihr Onkel Schulleiter der Katmere Academy ist, an der Grace ihren Abschluss machen soll.
Schnell merkt Grace, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und die Schüler ihr was verheimlichen. Als Grace dann auch immer wieder in lebensbedrohliche Unfälle verwickelt wird, ist klar, dass es jemand auf ihr Leben abgesehen hat.

"Crave" ist der Auftakt der vierteiligen Katmere Academy Chroniken von Tracy Wolff, der bis auf vier Kapitel aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Grace erzählt wird. In den anderen vier Kapiteln dürfen wir aus der Perspektive von Jaxon Vega lesen.

Mit dem Tod ihrer Eltern hat sich Graces Leben auf einen Schlag verändert. Sie musste ihr gewohntes Leben in San Diego hinter sich lassen, doch zum Glück hat sie an der Katmere Academy ihre Cousine Macy und ihren Onkel Finn, die sich um Grace sorgen und immer für sie da sind. Aber schon kurz nach ihrer Ankunft macht sie Jaxon Vega, den verschlossenen Bad Boy der Academy auf sich aufmerksam, der einen ganz anderen Grund hat, warum ihm Graces Wohlergehen wichtig ist. Und seinen Schutz kann Grace auch dringend brauchen, denn schnell wird klar, dass ihr jemand nach dem Leben trachtet.

Grace hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Sie lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen, ist aber auch leicht naiv. Ich hätte mir manchmal gewünscht, dass sie mehr hinterfragt und über manche Handlungen noch mal intensiver nachgedacht hätte, aber ich mochte sie dennoch ganz gern.
Jaxon ist unnahbar und undurchschaubar. Die Schüler der Katmere Academy haben Respekt und vielleicht auch Angst vor ihm. In Graces Gegenwart zeigt er aber eine mitfühlende und verständnisvolle Seite, denn er kümmert sich um Grace und ist für sie da, wenn sie ihn braucht. Ich mochte Jaxon echt gerne und fand es schön, dass wir drei wichtige Kapitel des Buches am Ende noch mal aus seiner Perspektive lesen durften und so einen Einblick in seine Gedanken bekommen haben!

Die fast siebenhundert Seiten habe ich innerhalb von zwei Tagen gelesen, denn ich mochte Tracy Wolffs Schreibstil sehr und das Buch ließ sich echt richtig gut lesen!
Als Grace an der Katmere Academy ankommt, wird schnell klar, dass die Schüler nicht so normal sind, wie sie sich gegenüber Grace geben. Vieles konnte man sich schnell zusammenreimen, weil die Hinweise da waren, aber richtige Erklärungen bekam man erst recht spät. Gut dreihundert Seiten musste man lesen, um endlich zu erfahren, woran man bei "Crave" ist, was natürlich auch dafür gesorgt hat, dass die Spannung hoch war, eben weil man auf die Antworten hingefiebert hat!
Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber wer glaubt, hier nur auf Vampire zu treffen, der könnte überrascht werden.

Ich fand es ein wenig schade, dass wir nur wenig über die verschiedenen Hintergründe der Schüler erfahren haben. Die Liebesgeschichte zwischen Jaxon und Grace stand definitiv im Vordergrund, was mir auch gut gefallen hat, denn ich mochte die beiden wirklich sehr, auch wenn es mit den beiden relativ schnell ging und zum Teil ein wenig kitschig war. Aber ich hätte mir von Grace auch mehr Fragen an Jaxon gewünscht. Das Buch ist ja relativ umfangreich, sodass für solche Fragen, deren Antworten der Welt etwas mehr Tiefe gegeben hätten, definitiv noch genug Zeit gewesen wäre!

Für mich war das Buch aber zu keiner Zeit langweilig, auch weil Grace immer wieder in lebensbedrohliche Unfälle verwickelt war, die Spannung in die Geschichte gebracht haben.
Mit manchen Wendungen konnte mich Tracy Wolff überraschen, manche fand ich etwas vorhersehbar, aber die Geschichte konnte mich insgesamt sehr gut unterhalten!
Am Ende ging es mir dann doch etwas schnell und besonders hier haben mir die Erklärungen gefehlt, aber das offene Ende und natürlich der Cliffhanger sorgen dafür, dass ich sehr neugierig auf den zweiten Band bin!

Fazit:
"Crave" von Tracy Wolff ist ein spannender und mitreißender Auftakt!
Mir haben Jaxon und Grace richtig gut gefallen und auch die Geschichte konnte mich fesseln!
Ich fand es aber schade, dass Grace nicht viel mehr Fragen zu der Welt, in die sie hineingeraten ist, gestellt hat, denn hier habe ich das Gefühl, bisher nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Dennoch hat mir dieser erste Band echt gut gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe und mich schon sehr auf den zweiten Band freue!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2021

Gefühlvoller zweiter Band!

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Stacey Lindholm ist jedes Jahr traurig, wenn sie die Kleidung der Tavernendirne Beatrice für ein Jahr einmotten muss, bevor das Willow Creek Renaissance Faire wieder seine Pforten öffnet.
Das Mittelalterfestival ...

Stacey Lindholm ist jedes Jahr traurig, wenn sie die Kleidung der Tavernendirne Beatrice für ein Jahr einmotten muss, bevor das Willow Creek Renaissance Faire wieder seine Pforten öffnet.
Das Mittelalterfestival ist das einzig aufregende in ihrem Leben und Stacey beschließt, dass sich das ändern muss!
Sie beginnt einem Mann zu schreiben, von dem sie dachte, sie würde ihn kennen und verliebt sich mit jeder Zeile mehr in ihn. Stacey zählt die Tage, bis das Festival wieder startet und sie sich wiedersehen, doch dann kommt alles anders.

"A History of Us - Erst auf den zweiten Blick" ist der zweite Band der Willow-Creek-Reihe von Jen DeLuca und wird aus der Ich-Perspektive der siebenundzwanzig Jahre alten Stacey Lindholm erzählt.

Stacey ist in Willow Creek aufgewachsen und fester Bestandteil des Willow Creek Renaissance Faire, wo sie in die Rolle der Tavernendirne Beatrice schlüpft. Doch dass sie in Willow Creek bleibt, war ursprünglich nicht geplant und je mehr Zeit vergeht, desto unzufriedener wird Stacey.
Sie arbeitet in einer Zahnarztpraxis und wohnt über der Garage ihrer Eltern, doch es sind die vier Wochen des Jahres, wenn das Mittelalterfestival stattfindet, in denen Stacey richtig glücklich ist. Für sie ist es an der Zeit, dass sich was ändert und beginnt Dex MacLean, ihrer Festivalaffäre zu schreiben, um ihn besser kennenzulernen. Mit jeder Antwort verliebt sich Stacey mehr in ihn und kann es kaum erwarten, bis sie sich beim nächsten Festival wiedersehen. Doch als es endlich so weit ist, wartet eine Überraschung auf Stacey!

Der erste Band konnte mich ja restlos begeistern, denn ich habe von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur mit Emily und Simon mitgefiebert. Dass es der zweite Band da schwer haben würde, war mir schnell klar und Staceys Geschichte kam für mich dann tatsächlich nicht an die von Emily und Simon heran, hat mir aber trotzdem gut gefallen.
Das Buch beginnt eine Woche nach dem Epilog des ersten Bandes. Das Willow Creek Renaissance Faire endet und für Stacey beginnt wieder ihr langweiliger Alltag. Während der erste Band fast komplett zur Zeit des Festivals spielte, begleiten wir Stacey durch die Zeit zwischen zwei Festivals und mir hat diese ganz besondere Festival-Atmosphäre doch etwas gefehlt, vielleicht auch, weil ich fest mir ihr gerechnet habe.

Die Charakterkarte vorne in der Klappe des Buches finde ich wieder sehr gelungen, aber sie hat einer Wendung auch ein wenig die Überraschung genommen. Es hat sowieso ein wenig gebraucht, bis die Geschichte mich fesseln konnte, aber wie schon beim ersten Band konnte ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn die Sogwirkung bei diesem Band nicht ganz so stark war.
Aber ich mochte Stacey wirklich gerne! Sie ist freundlich, hat immer ein Lächeln auf den Lippen, auch wenn es manchmal aufgesetzt war und ist für ihre Freunde da, wenn sie gebraucht wird.
Ich fand es spannend, sie besser kennenlernen zu dürfen und zu erfahren, was in ihr vorgeht.
Sie ist etwas rundlicher und hat ein paar Kilos mehr auf den Hüften, doch sie fühlt sich die meiste Zeit sehr wohl in ihrem Körper. Es hat mir sehr gut gefallen, dass Jen DeLuca dieses Thema aufgegriffen und wie sie es umgesetzt hat!

Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber auf die Liebesgeschichte muss ich doch noch kurz eingehen.
Stacey beginnt einem Kerl zu schreiben, den sie auf dem Mittelalterfestival kennengelernt hat und monatelang kommunizieren die beiden erst per Mail und dann per SMS. Die Nachrichten darf der Leser mitlesen, was mir sehr gut gefallen hat!
Da ich den ersten Band so sehr mochte, kann ich nicht anders, als diesen direkt mit dem zweiten Band zu vergleichen. Ich mochte die Chemie und die Dynamik zwischen Simon und Emily total gerne und auch, dass die beiden sehr viel gestritten haben, fand ich sehr unterhaltsam. Die Liebesgeschichte von Stacey ist deutlich ruhiger. Dadurch, dass die beiden sich monatelang schreiben, haben sie schon eine tiefe Bindung entwickelt, bevor sie sich wiedersehen. Bei Staceys Love-Interest haben mir aber ein wenig die Ecken und Kanten gefehlt. Er ist ein ruhiger und freundlicher Typ, was ja auch völlig okay ist, nur war er mit irgendwo zu lieb. Aber das ist Geschmackssache! Die Liebesgeschichte hat mir trotzdem gut gefallen!

Fazit:
"A History of Us - Erst auf den zweiten Blick" ist ein guter zweiter Band von Jen DeLucas Willow-Creek-Reihe, der für mich allerdings nicht mit dem ersten Band mithalten konnte.
Staceys Geschichte war ruhiger als die von Emily und Simon und konnte mich nicht ganz so stark mitreißen, auch weil mit ein wenig die Festival-Atmosphäre gefehlt hat.
Aber auch wenn mir der erste Band ein bisschen besser gefallen hat, so mochte ich die Geschichte von Stacey doch sehr gerne und das Buch ließ sich auch sehr gut lesen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe!

  • Cover
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