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Veröffentlicht am 17.02.2026

Lässt mich echt zwiegespalten zurück!

Woman Down
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Petra Rose galt als gefeierte Bestseller-Autorin, doch dann gab es einen riesigen Skandal rund um ihre erste Buchverfilmung und Petra tauchte ab.
Ihr letztes Buch ist mittlerweile vor achtzehn Monaten ...

Petra Rose galt als gefeierte Bestseller-Autorin, doch dann gab es einen riesigen Skandal rund um ihre erste Buchverfilmung und Petra tauchte ab.
Ihr letztes Buch ist mittlerweile vor achtzehn Monaten erschienen und dank ihrer Schreibblockade steht es in den Sternen, wann ein neues Buch von ihr erscheinen wird.
Sie zieht sich nun in eine einsame Hütte an einem See zurück, um zu schreiben, doch erst als mit Detective Nathaniel Saint ein Polizist vor ihrer Tür steht, kommt auch die Kreativität zurück, denn er sieht genauso aus, wie sie sich ihren neuesten Protagonisten immer vorgestellt hat.
Wie weit würde Petra gehen, um den Plot ihres neuesten Werkes nachzuerleben?

"Woman Down" von Colleen Hoover ist ein Einzelband, der aus der Ich-Perspektive der vierunddreißig Jahre alten Petra Rose Andrews erzählt wird.

Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe? Was zur Hölle war das denn bitte?
Ich habe lange kein Buch mehr von Colleen Hoover gelesen und bisher auch noch keinen ihrer Romantic Suspense Romane.
Die Handlung in "Woman Down" nahm langsam an Fahrt auf. Es konnte mich zu Beginn noch nicht so stark packen, aber je mehr ich gelesen habe, desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen, sodass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe.

Dabei hat es mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Die Handlung war sehr konstruiert und so richtige Spannung kam für mich persönlich auch nicht auf, da habe ich von einem Romatic Suspense Roman einfach mehr erwartet. Ich war von Beginn an misstrauisch und manche Wendung konnte mich nicht wirklich überraschen, dennoch ließ sich das Buch sehr gut lesen!

Im Buch wird mal erwähnt, dass man den Protagonisten in Büchern vieles verzeiht, was im wahren Leben undenkbar wäre und das kann ich unterschreiben, auch wenn es hier doch so ein paar Sachen gab, die ich einfach nicht schön reden kann.
Petra ist keine sonderlich sympathische Protagonistin. Am Anfang sehr missmutig und viel am Meckern, aber man hat auch verstanden, woher das kam.
Sie war eine gefeierte Bestsellerautorin, doch eine Buchverfilmung hat ihre Fanbase zum Erschüttern gebracht und viele Leser haben sich von ihr abgewandt. Sie hat sich schon immer von negativen Rezensionen beeinflussen lassen und der ganze Skandal hat sie richtig heruntergezogen, sodass sie auch damit hadert, eine neue Geschichte zu schreiben.

Ihrer Muse begegnet sie dann in Form von Detective Nathaniel Saint, der nicht nur aussieht wie ihr Protagonist Cam, sondern auch ihre Kreativität antreibt.
Doch das Spiel, das sie beide spielen, ist äußerst gewagt und Petra muss sich fragen, wie weit sie zu gehen bereit ist, um genau das durchzumachen, was sie für ihre Charaktere vorgesehen hat.
Die Thematik war spannend, aber im wahren Leben wäre das, was Saint und Petra da gespielt haben, für mich ein absolutes No Go gewesen und ich hatte auch während des Lesens so meine Schwierigkeiten damit, darüber hinwegzusehen, was die beiden treiben.
Besonders Petra hat mich dann negativ überrascht.
Ich muss aber sagen, dass ich es dann wiederum richtig spannend fand, eben weil die beiden mit ihren Taten keine Sympathien geweckt haben und Colleen Hoover das ja auch bewusst so geschrieben hat.
Die Fragen, die aufgeworfen wurden, wie beispielsweise die, ob eine Autorin alles erlebt haben muss, um authentisch zu schreiben, oder eben wie weit sie bereit ist zu gehen, um komplett nachempfinden zu können, was ihre Charaktere durchmachen, fand ich sehr spannend und den Rahmen dafür auch passend gewählt.

Fazit:
"Woman Down" von Colleen Hoover ist ein Buch, das mich sehr zwiegespalten zurückgelassen hat.
Petra war keine Sympathieträgerin, ihre Handlungen fand ich zum Teil echt verwerflich.
Die Handlung war schon sehr konstruiert und für mich kam nicht wirklich Spannung oder gar Nervenkitzel auf, etwas was ich bei einem Romantic Suspense Roman einfach erwarte.
Trotzdem konnte ich das Buch ab einem gewissen Zeitpunkt kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen und ich war überrascht, wie gut es mir dann trotz meiner Kritik gefallen hat.
Die Taten von Petra und Saint haben bei mir aber zum Teil einen sehr bitteren Beigeschmack hinterlassen, sodass ich nur schwache vier Kleeblätter vergebe.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Hat mir sogar noch besser gefallen als der erste Band!

Knightsbridge United
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Rosie Chapman hat für ihre Karriere als Fernsehjournalistin noch große Pläne, doch beim Sender BNN fasst sie nur schwer Fuß.
Als sie auf einer Charity-Veranstaltung die charmante ältere Dame Abigail kennenlernt, ...

Rosie Chapman hat für ihre Karriere als Fernsehjournalistin noch große Pläne, doch beim Sender BNN fasst sie nur schwer Fuß.
Als sie auf einer Charity-Veranstaltung die charmante ältere Dame Abigail kennenlernt, ahnt sie nicht, wen sie da vor sich hat.
Lady Richmond hat vor fünfzig Jahren den damaligen Prince of Wales vor dem Altar stehen lassen. Ein Skandal, über dessen Gründe Lady Richmond bisher beharrlich geschwiegen hat. Doch nun möchte sie ihre Stiftung EmpowerHood bekannter machen und lässt sich auf ein Interview ein, das Rosies Karriere den nötigen Schub geben könnte.
Als sie nach North Yorkshire reist, um mit Lady Richmond das Interview zu planen, ist Rosie nicht die Einzige, die sich auf dem Anwesen aufhält, denn auch Lady Richmonds Enkelsohn Trenton de Montfort, gefeierter Starspieler von Knightsbridge United, hält sich dort auf, um eine Verletzung auszukurieren und er ist so gar nicht begeistert von der Journalistin, die er jedoch anziehender findet, als er sich anmerken lässt.
Wie lange können die beiden einander widerstehen?

"Sidelined" von Marina Neumeier ist der zweite und abschließende Band der Knightsbridge United Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Rosie Chapman und Trenton de Montfort erzählt wird.

Rosie ist eine der besten Freundinnen von Davina, während Trent der beste Freund von Alec ist, sodass wir die beiden schon im ersten Band kennenlernen durften.
Rosie arbeitet für Buzz, dem Lifestyle- und Promisender des Medienhauses BNN, doch übt bisher nur einen TikTok-Redaktionsjob aus, für den sie keine Anerkennung erhält, geschweige denn von ihren Kollegen ernst genommen wird, was stark an ihrem Selbstbewusstsein nagt. Das Interview mit Lady Richmond ist daher ihre große Chance, ihre Fähigkeiten zu beweisen, doch ihre Chefin will, dass Rosie dem damaligen Skandal auf dem Grund geht, was gegen Rosies Prinzipien ist.
Rosie ist jemand, der es allen recht machen möchte und ein großes Herz hat. Sie hat ein gutes Gespür für Geschichten und kann mit Leichtigkeit auf ihr Gegenüber eingehen. Trent gegenüber hat sie aber auch Biss gezeigt und sich nicht alles von dem bolzenden Baron gefallen lassen.
Trent ist der Kapitän der Mannschaft von Knightsbridge United, die gerade eine großartige Saison in der Premier League spielen, als er sich am Knie verletzt und für mehrere Wochen ausfällt. Er stürzt in eine tiefe Sinnkrise, hat Angst, es nicht mehr auf den Platz zurückzuschaffen und ist dementsprechend eh schon schlecht gelaunt, als er erfährt, dass seine Großmutter eine Journalistin auf ihr Anwesen eingeladen hat und seine Sorge ist groß, dass Rosie ihre Nase in Angelegenheiten steckt, die sie nichts angehen. Obwohl Trent hier besonders am Anfang eher grummelig aufgetreten ist, kann er sehr charmant und lustig sein.

Die Dynamik zwischen den beiden hat auf jeden Fall gepasst!
Trotz der anfänglichen Abneigung fühlten sie sich auch von Beginn an stark zueinander hingezogen und es war sehr unterhaltsam zu verfolgen, wie sie nach und nach schwach geworden sind!
Mir ging Trents Sinneswandel zum Ende hin ein Stück weit zu schnell, weil er nie der Typ für Beziehungen war, andererseits hat er für keine Frau bisher das empfunden, was Rosie in ihm ausgelöst hat, sodass sein Wandel auch nachvollziehbar war.
Wie schon beim Lesen des ersten Bandes hatte ich so oft ein Lächeln auf den Lippen, weil Rosie und Trent mir einfach so viel Spaß gemacht haben!
Ein wenig schade fand ich es, dass wir nur wenig von dem Team gesehen haben, für das sowohl Alec als auch Trent spielen, dafür war die Zeit in North Yorkshire einfach sehr schön! Ich mochte es sehr, wie Rosie und Lady Richmond sich angefreundet haben und es war spannend, was Rosie über den Skandal vor fünfzig Jahren herausgefunden hat. Ich mochte diesen Handlungsstrang echt gerne und auch Lady Richmond hat mir sehr gut gefallen!

Generell konnte mich das Buch richtig mitreißen und ich finde es so schade, dass die Reihe nun schon beendet ist! Ich würde nämlich gerne noch die Geschichte von Tess und Grant oder die von Audra und Link lesen und hätte auch nichts gegen ein Buch, in dem Mando die Hauptrolle spielt. Die Nebencharaktere sind mir einfach sehr ans Herz gewachsen und deshalb hoffe ich, dass wir sie irgendwann wiedersehen dürfen!

Fazit:
"Sidelined" von Marina Neumeier ist ein großartiger zweiter Band der Knightsbridge United Dilogie, den ich sogar noch stärker fand als den Auftakt!
Die Dynamik zwischen Rosie und Trent war einfach genial und ich musste während des Lesens wieder so oft schmunzeln, weil die Dialoge zwischen den beiden echt genial waren!
Auch die Nebencharaktere haben mir wieder sehr gut gefallen und die Handlung konnte mich von der ersten Seite an mitreißen.
Für mich ein sehr gelungener Abschluss der Dilogie, für den ich sehr starke vier Kleeblätter vergebe!

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Toller Auftakt der London is Lonely Reihe!

Beneath Broken Skies
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Sieben Jahre lang waren Adam, Wesley und Madelyn miteinander befreundet, dann herrschte sechs Jahre Funkstille, denn die Brüder haben die Freundschaft zu Maddie ohne ein Wort der Erklärung beendet.
Nun ...

Sieben Jahre lang waren Adam, Wesley und Madelyn miteinander befreundet, dann herrschte sechs Jahre Funkstille, denn die Brüder haben die Freundschaft zu Maddie ohne ein Wort der Erklärung beendet.
Nun verkauft ihr Großvater Prince Publishing ausgerechnet an Knight Books und Wesley soll der Geschäftsführer des Verlags werden, für den Maddie mit Herzblut arbeitet und sie wird Wes beinahe täglich sehen. Sie lässt niemanden an sich heran, doch Wes bleibt hartnäckig.
Doch kann sie sich wirklich komplett auf ihn einlassen?

"Beneath Broken Skies" von Anna Savas ist der erste Band der London is Lonely Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der dreiundzwanzig Jahre alten Madelyn Prince und des vierundzwanzig Jahre alten Wesley Knight erzählt wird.

Maddie hatte schon immer Schwierigkeiten damit, Menschen nah an sich heranzulassen, deshalb hat es sie so hart getroffen, als ihr bester Freund Adam Maddie vor sechs Jahren ohne ein Wort hinter sich gelassen und auch sein Bruder Wesley sich nicht mehr bei ihr gemeldet hat, obwohl auch die beiden befreundet waren.
Nun steht Wes sechs Jahre später vor ihr und verkündet ihr das Unmögliche, denn ihr Großvater hat seinen Verlag Prince Publishing an Wesleys Vater verkauft, obwohl Maddie immer davon geträumt hat, diesen einmal zu übernehmen.
Als wäre damit nicht genug, soll auch noch Wesley der Geschäftsführer werden.
Wes, der von Büchern keine Ahnung hat und den Maddie einarbeiten soll.
Sie versucht ihn auf Abstand zu halten, doch Wes geht ihr unter die Haut und bald merken beide, dass sie gemeinsam der Einsamkeit entfliehen können.

Ich liebe ja Bücher über Bücher und auch hier hat es mir richtig gut gefallen!
Prince Publishing ist ein kleiner Verlag, der sein Hauptaugenmerk auf besondere Bücher legt. Es wird eine weibliche Zielgruppe angesprochen, junge Erwachsene und jedes Buch, das verlegt wird, bekommt eine besondere Ausstattung. Knight Books ist dagegen ein großer Verlag, der viel Gewinn generieren möchte.
Kurz bevor Maddie erfährt, dass der Verlag verkauft wurde, übernimmt sie die Leitung der Herstellung.
Im Beruf ist sie strukturiert, privat eher chaotisch. Sie liebt Bücher, liest gerne, bindet Bücher neu ein. Dank einer schwierigen Kindheit tut sie sich schwer damit, jemanden nah an sich heranzulassen, hält auch ihre Kollegen, die leicht zu Freunden werden könnten, auf Abstand. Zu groß ist die Angst, erneut verlassen und verletzt zu werden.

Wes wollte nie in die Fußstapfen seines Vaters treten und Knight Books übernehmen, denn das war Adams Traum. Adam, der Bücher geliebt hat und der vor sechs Jahren gegangen ist.
Nun muss Wes einen Job übernehmen, den er nie wollte und für den er nur auf dem Papier qualifiziert ist, doch sein Vater nimmt keine Rücksicht auf das, was Wes will.
Er ist in London genauso einsam wie Maddie und sehnt sich immer stärker nach ihrer Gesellschaft, auch wenn sie es ihm alles andere als leicht macht.

Ich habe fast ein Jahr gebraucht, bis ich mich an das Buch herangetraut habe, wobei ich gar nicht sagen kann, warum ich so sehr gezögert habe, das Buch zu lesen, denn ich mag die Geschichten, die Anna Savas erzählt richtig gerne und auch diese hat mir dann sehr gut gefallen!
Ich mochte das Verlagssetting, die Nebencharaktere und natürlich auch Maddie und Wes richtig gerne!
Es hat mir gefallen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben und fand es spannend, dass wir nur wenig darüber erfahren haben, was vor sechs Jahren eigentlich geschehen ist, sodass man miträtseln konnte.
Zwischendurch hat es sich etwas gezogen, auch weil Maddie Wes sehr lange auf Abstand gehalten hat, obwohl sie ihn eigentlich einarbeiten sollte und sich oft zurückgezogen hat. Dafür passierte im letzten Drittel dann wirklich viel. Aber Maddie und Wesley brauchten die Zeit auch und die hat Anna Savas ihnen gegeben.
Ich mag die Entwicklung der Geschichte richtig gerne und da der erste Band mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger endet, möchte ich jetzt am liebsten direkt mit dem zweiten Band weitermachen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Fazit:
"Beneath Broken Skies" von Anna Savas ist ein toller Auftakt der London is Lonely Reihe!
Bücher, in denen Bücher eine wichtige Rolle spielen, mag ich ja immer gerne und auch hier hat mir das Verlagssetting besonders gut gefallen!
Maddie und Wes mochte ich ebenfalls sehr gerne und konnte mit ihnen mitfiebern!
Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung etwas gezogen hat, auch weil Maddie Wes sehr lange auf Abstand gehalten hat, auf der anderen Seite war das auch nachvollziehbar und hat gepasst, weil die beiden die Zeit auch gebraucht haben.
Das Ende war auf jeden Fall noch mal richtig spannend und ich würde am liebsten direkt weiterlesen, einfach weil ich so gespannt bin, wie es mit Maddie und Wes weitergehen wird!
Ich vergebe vier Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

War leider nicht meins!

Night Shadow 1. They Who Guard The Night
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Seit drei Jahren kommt Odette Leclair nach Hause, wenn ihre Familie den Tag beginnt.
Um etwas Geld hinzuzuverdienen, verkleidet sich Odette als Junge, um gemeinsam mit ihrer Freundin Louise die Nacht ...

Seit drei Jahren kommt Odette Leclair nach Hause, wenn ihre Familie den Tag beginnt.
Um etwas Geld hinzuzuverdienen, verkleidet sich Odette als Junge, um gemeinsam mit ihrer Freundin Louise die Nacht zum Tag zu machen. Als zwei junge Frauen dürften sie nicht ohne Anstandsdame oder männliche Begleitung in die Öffentlichkeit und so übernimmt Odette die Rolle als Louise' Cousin.
Doch als Odette sich zum ersten Mal unverkleidet in das Pariser Nachtleben stürzt und Eugène Lacroix kennenlernt, muss sie feststellen, dass in ihr ungeahnte Fähigkeiten schlummern, die nicht nur sie in große Gefahr bringen.

"They Who Guard The Night" von Laura Cardea ist der erste Band der Night Shadow Dilogie, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Odette Leclair erzählt wird.

Die Geschichte spielt in Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und die Weltausstellung steht vor der Tür.
In diesem Paris wurden die zwanzig Arrondissements nach den griechischen Göttern benannt.
Odettes Familie stammt aus L'Hadès, in dem sich der Eingang zu den Catacombes befindet, das aber auch eines der heruntergekommensten Viertel der Stadt ist.
In Begleitung ihrer gut betuchten Freundin Louise tut sie so, als würde sie ebenfalls zur wohlhabenden Bourgeoisie gehören, aber in Wahrheit müssen sie und ihre Familie jeden Franc zwei Mal herumdrehen und Hunger ist ihnen nicht fremd.
Mit drei Schwestern und einem Bruder ist es keine schwere Entscheidung, Geld für ihren Bruder Henri zur Seite zu legen, damit er an der Université studieren kann, obwohl es Odettes großer Traum ist, an die Sorbonne zu gehen und auch ihre jüngere Schwester Juliette intelligenter ist als Henri.
Sie machen das Beste aus ihren Leben und Odette steuert das Geld, das sie von Louise bekommt, nur zu gerne bei, um ihre Eltern zu entlasten.

Als Odette dann entdeckt, dass sie nachtbezogene Fähigkeiten hat, ändert sich alles.
Sie wird von Eugène, der ein Schattenspringer ist, zu den Nachtschwärmern gebracht, eine geheime Bruderschaft, deren Mitglieder ebenfalls verschiedene nachtbezogene Fähigkeiten besitzen.
Eugène kann sich in den Schatten fortbewegen, Odette kann Licht manipulieren, aber es gibt auch Schattenspieler und Nachtschwärmer, die sich in eine Schattengestalt verwandeln können.
Der Orden der Nyx ist der Gegner der Nachtschwärmer und letztere werden von den Nyx stets bedroht und verfolgt und auch Odette gerät schnell zwischen die Fronten.

Leider muss ich sagen, dass mich "They Who Guard The Night" überhaupt nicht überzeugen konnte.
Ich habe mich mit Odette schwergetan. Ich mochte es, dass sie ihre Familie an erste Stelle setzt, aber sie hat oft einfach egoistisch gehandelt und war mir zu überheblich. Es hat mich auch genervt, dass niemand erfahren durfte, dass sie nicht zur Bourgeoisie gehört, sie da so ein Geheimnis draus gemacht und kaum Hilfe angenommen hat.
Eugène mochte ich dagegen sehr. Er ist ein junger und charismatischer Gentilhomme, der Odette unter seine Fittiche nimmt und ihr das Kämpfen beibringt. Er ist seit Jahren ein Nachtschwärmer und an Odettes Seite, als sie diese für sie neue Welt entdeckt.

Die Handlung konnte mich ebenfalls nicht wirklich mitreißen und schon lange habe ich mich nicht mehr so durch eine Geschichte quälen müssen.
Ich hatte mich ja sehr auf die Geschichte gefreut, denn Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts klang vielversprechend und auch die Einflüsse der griechischen Götter fand ich erst spannend, aber da diese bis auf ihre Namen keine wirkliche Rolle gespielt haben, hätte man das in meinen Augen auch weglassen können.
Ich fand es schade, dass wir nur wenig von der Bruderschaft der Nachtschwärmer gesehen haben, denn im Verlauf der Geschichte waren Odette und Eugène oft auf eigene Faust unterwegs und Odettes Unterweisung spielte ebenfalls keine große Rolle mehr. Generell hat mir an manchen Stellen der rote Faden gefehlt.
Der Konflikt zwischen den Nachtschwärmern und den Nyx war ganz interessant, aber es hat auch sehr lange gedauert, bis wir überhaupt erfahren haben, was es mit den Nyx auf sich hatte.
Am Ende wurde es noch mal spannend und es gab auch eine überraschende Offenbarung, aber diese hat für mich dann auch nicht mehr viel herausgeholt und so werde ich die Night Shadow Dilogie nicht weiterverfolgen.

Fazit:
Leider konnte mich "They Who Guard The Night" von Laura Cardea überhaupt nicht begeistern.
Ich habe mich mit der Protagonistin Odette schwergetan und die Handlung konnte mich gar nicht mitreißen. Mir hat ein wenig der rote Faden gefehlt und ich musste mich doch echt durchquälen.
Es war leider gar nicht mein Buch und so vergebe ich leider nur zwei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Konnte mich immer stärker packen und hat mir echt gut gefallen!

In Love at Last
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​Verena Hofer möchte nicht wegen ihres hübschen Äußeren gebucht, sondern für ihr kluges Köpfchen wertgeschätzt werden.
Doch sie braucht Geld und so nimmt sie einen Modeljob an, den sie gar nicht will ...

​Verena Hofer möchte nicht wegen ihres hübschen Äußeren gebucht, sondern für ihr kluges Köpfchen wertgeschätzt werden.
Doch sie braucht Geld und so nimmt sie einen Modeljob an, den sie gar nicht will und der sie zurück in ihre Heimat bringt.
Am Felsenhimmel angekommen, trifft sie auf Mattia d'Alessi, der vorgibt, Naturforscher zu sein.
In Wahrheit ermittelt er aber zu den Vorfällen im letzten Sommer, an denen auch Verena beteiligt war ...

"In Love at Last" von Kristina Moninger ist der zweite und abschließende Band der Red Summer Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Verena Hofer und Mattia d'Alessi erzählt wird.
Ein paar Kapitel durften wir aus der Perspektive von Emilia Martini lesen.

Der erste Band endete mit einem Knall, der alles, was man zu wissen glaubte, noch mal auf den Kopf gestellt hat!
Im zweiten Band dürfen wir Verena und Mattia begleiten. Jakobs Zwillingsschwester Verena, die die Geschehnisse am Felsenhimmel im Sommer am liebsten vergessen würde, es allerdings nicht kann und Mattia, der ein persönliches Interesse daran hat, die Erinnerungen an die Ereignisse wieder ans Tageslicht zu zerren, um sie final aufzuklären.
Auch in diesem Band gab es wieder Rückblicke zu der Zeit vor dem Fall, zur Zeit des Falls und auch danach. Nur, dass wir dieses Mal auch in Emilias Sicht eintauchen durften und so erfahren haben, wie es überhaupt zu dem Vorfall am Felsenhimmel kommen konnte.

Verena ist hübsch und klug. Sie wird aber nicht selten auf ihr Äußeres reduziert und verdient ihr Geld mit ihr verhassten Modeljobs, obwohl sie lieber im Hintergrund arbeiten würde.
Ihre letzte Beziehung zu Leo endete damit, dass dieser gemeinsam mit Emilia in die Schlucht stürzte, was Verena immer noch stark belastet, zumal sie das Gefühl hat, dass die Geschichte noch nicht vorbei ist.
Leo hat sie oft klein gehalten und Verena war und ist zum Teil noch immer unsicher. Mattia gegenüber war sie dagegen etwas biestig, aber ich mochte ihre Dynamik richtig gerne!
Ich fand es übrigens sehr spannend, dass Verena Typ I Diabetikerin ist und das auch immer wieder eine Rolle gespielt hat.

Mattia war Polizist, doch vor ein paar Monaten ist sein jüngerer Bruder Luca gestorben und Mattia hat den Dienst beendet. Mattia stammt aus Neapel, wo der Fußball regiert, oder La Famiglia, die Mafia.
Er kommt nach Meran, um die Tode von Emilia, Leo und Tristan aufzuklären und es spielt ihm sehr in die Karten, dass er sich ausgerechnet mit Verena ein Chalet teilen darf, denn sie ist eine seiner Hauptverdächtigen, doch damit, dass sie ihm so unter die Haut gehen wird, hat er nicht gerechnet und das verkompliziert seine Pläne extrem.

Ich mochte Verena und Mattia richtig gerne! Sie hatten eine wunderbare Dynamik und ich mochte es, dass Mattia Verena ein gutes Gefühl gegeben und sie nach Leo wieder aufgebaut und gut behandelt hat!
Am Anfang habe ich die Anziehung zwischen ihnen noch nicht so gefühlt und habe auch generell ein wenig länger gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, aber es war wie so oft, je mehr ich gelesen habe, desto stärker konnte mich die Handlung packen, sodass ich an einem Tag über dreihundert Seiten gelesen habe und das Buch sogar fast noch in einem Rutsch beendet hätte!
Die verschiedenen Handlungsstränge nahmen immer mehr an Fahrt auf und ich fand es sehr spannend, wie Kristina Moninger diese verknüpft hat. Zum Schluss kam noch richtig Spannung auf und ich bin doch sehr zufrieden mit dem zweiten Band!

Am Anfang stand auch die Tourismuskampagne, für die Verena gebucht wurde und die im Alpenchalet Felsenhimmel, dem Hotel ihrer Familie geshootet wurde, auch etwas stärker im Fokus, was ich ehrlich gesagt nicht so spannend fand. Hier hätte man für meinen Geschmack etwas mehr rausholen können oder zumindest Verenas Fähigkeiten ein wenig mehr hervorheben können, zumal die Kampagne dann auch irgendwie im Sande verlief.
Auch der Handlungsstrang um das jüngste Kind der Hofers Kit war mir irgendwie zu knapp erzählt.
Aber die Ereignisse am Felsenhimmel werden endlich aufgeklärt und auch wenn ich noch einige wenige Fragen habe und es in meinen Augen ein paar kleine Ungereimtheiten gab, so fand ich die Auflösung doch echt geglückt und war auch überrascht, was hinter Emilias Geschichte gesteckt hat!
Ein wenig schade finde ich es trotz rundem Endes, dass die Reihe schon beendet ist, weil ich das Setting großartig fand und mir auch die Charaktere immer stärker ans Herz gewachsen sind!

Fazit:
"In Love at Last" von Kristina Moninger ist ein gelungener Abschluss der Red Summer Dilogie!
Die Geschichte hat ein wenig gebraucht, bis sie mich wirklich packen konnte, aber dann hat sie mir so gut gefallen, dass ich das Buch fast an einem einzigen Tag gelesen habe!
Ich mochte Verena und Mattia richtig gerne, denn die beiden hatten eine tolle Dynamik und mochte es auch, wie Kristina Moninger ihre Handlungsstränge zueinander geführt hat. Nicht alle konnten mich packen und bei manchen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, aber insgesamt hat mir der zweite Band sehr gut gefallen und so vergebe ich vier Kleeblätter!

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