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Veröffentlicht am 23.04.2022

"Verweigerung" ein fesselnder Justizthriller

Verweigerung
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Bei dem Buch handelt es sich um einen Justizthriller, der auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Das Buch erzählt von einer jungen Schülerin, Jessica Silver, die spurlos verschwunden ist. Hauptverdächtiger ...

Bei dem Buch handelt es sich um einen Justizthriller, der auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Das Buch erzählt von einer jungen Schülerin, Jessica Silver, die spurlos verschwunden ist. Hauptverdächtiger ist ihr Lehrer Bobby Nock, der Afro-Amerikaner ist. Er führte eine geheime Affäre mit Jessica. Maja, eine junge Geschworene setzte alles daran, um für Bobby Nock einen Freispruch zu erlangen. Zehn Jahre nach Bobbys Freispruch treffen sich die Geschworenen wieder, jedoch endet dieses Treffen für einen der Geschworenen tödlich. Maja ist die Hauptverdächtige in diesem Fall und beginnt ihre eigenen Ermittlungen zu führen um ihre Unschuld zu beweisen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Graham Moore im ersten Kapitel zuerst auf die "heute Zeit" eingegangen ist und so die Möglichkeit geboten hat die Hauptfigur Maja kennenzulernen. Im ersten Kapitel konnte man schon erkennen, was für positive Auswirkungen der Prozess als Geschworene für Majas berufliche Karriere als Anwältin hatte. Maja wurde als sympathische Frau dargestellt, die grundsätzlich an die Unschuld des Menschen glaubt, solange sich nicht das Gegenteil beweisen lässt.

Die Kapitel wechseln zwischen der "heutigen Zeit" und der "Zeit vor zehn Jahren". So erfährt man im zweiten Kapitel wie der Prozess vor zehn Jahren begann.

Die Rückblicke in die "Zeit vor zehn Jahren" werden immer aus der Sicht eines anderen Geschworenen erzählt, sodass sich der Leser ein Bild darüber machen kann, weshalb die einzelnen Geschworenen, die eigentlich an die Schuld von Bobby Nock geglaubt haben, sich letzendlich umentschieden haben. Am Ende des Prozesses haben alle Geschworenen einstimmig für nicht schuldig entschieden.

Man erkennt in dem Buch, wie schwer es trotz Freispruch für Bobby Nock gewesen ist, wieder ein normales Leben zu führen. Er ist ein Ausgestoßener, der von der Bevölkerung für eine Tat bestraft wird, für die er vor Gericht freigesprochen wurde.

Auch nach ungefähr zwei Drittel des Buches ist noch unklar was wirklich mit Jessica passiert ist und wer den Geschworenen ermordet hat. Die Anzahl der Verdächtigen vergrößert sich immer weiter, sodass es eigentlich jeder gewesen sein könnte.

Im letzten Drittel werden die Verdächtigen nach und nach entlastet, sodass man am Ende erfährt, was wirklich passiert ist.

Mir gefällt es sehr gut, dass als Hauptverdächtiger ein Afro-Amerikaner ausgewählt wurde, da diese es auch in der heutigen Zeit teilweise noch schwerer haben, Gerechtigkeit vor Gericht zu erfahren. Das Buch hat nichts aufgespart, so war alles enthalten von sexuellen Übergriffe eines Geschworenen auf eine junge Frau, die sich nicht traute gerichtlich dagegen vorzugehen, bis zum Missbrauch eines Vaters an seiner Tochter.

Das Buch wurde bis zum Ende spannend gehalten und die einzelnen Puzzleteile setzten sich erst in den letzen Kapiteln zusammen. Das Buch begann mit den Geschworenen, die vor zehn Jahren in einem Prozess über Schuld oder Unschuld urteilen mussten und das Buch endet zehn Jahre später mit einem Urteil der Geschworenen, die aber nicht mehr über Schuld oder Unschuld diskutierten, sondern denen es nur noch um die Gerechtigkeit geht. Das Buch weißt darauf hin, dass die Urteile der Justiz nicht immer gerecht sind, sondern auch Unschuldige angeklagt und verhaftet werden. Am Ende des Buches sind alle Personen schuldig.

Das einzige was ich an dem Buch kritisieren kann, ist das Cover, welches für mich nicht sehr ansprechend wirkt. Für mich ist es fraglich, was eine Straße gesäumt von Palmen letztendlich mit dem Buch zu tun hat.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Antoine und Julie

Antoine und Julie
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Bei dem Buch handelt es sich um eine Geschichte, die von den beiden Personen Antoine und Julie erzählt. Antoine, der als Zauberkünstler in der Pariser Vorstadt tätig ist und dort auf kleinen Bühnen auftritt, ...

Bei dem Buch handelt es sich um eine Geschichte, die von den beiden Personen Antoine und Julie erzählt. Antoine, der als Zauberkünstler in der Pariser Vorstadt tätig ist und dort auf kleinen Bühnen auftritt, ist die Hauptfigur des Buches.
Mit den Jahren beginnt Antoine die Zeit nach seinen Auftritten in den Kneipen zu verbringen. Nach der Heimkehr zu seiner Frau Julie versucht er sich zu Rechtfertigen und erhofft sich ihr Verständnis. Julie hat Angst von Antoine verlassen zu werden. Jedes mal wenn Antoine längere Zeit nach seinen Auftritten wegbleibt, ist Julie beunruhigt, was letztendlich zu einem Herzinfakt führt. Daraufhin hat sie täglich mehrere Anfälle und muss Tabletten nehmen.
Antoine erkennt, dass er aufhören muss zu trinken, um seine Frau zu retten, damit diese sich nicht mehr soviele Sorgen machen muss.
Jedoch verfällt er nach einigen Tagen wieder in ein altes Muster. Das Buch endet mit einem tragischen Ereignis, welches leider leicht hervorzusehen war.
Alles in allem ist Antoine und Julie ein Buch, welches die möglichen Folgen eines zu hohen und dauerhaften Alhoholkonsums aufzeigt. Letztendlich würde ich das Buch nicht noch einmal lesen und auch nicht weiterempfehlen, da es recht unspektakulär und eintönig geschrieben ist und man sich im Voraus bereits denken kann, was als nächstes passiert.

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