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Veröffentlicht am 26.04.2026

Das Leben in Italien zu Beginn der 1930er Jahre

Die Briefträgerin
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Als Anna nach der Hochzeit mit ihrem Mann Carlo in ein kleines Dorf in Süditalien zieht, fühlt sie sich sofort fehl am Platz. Anna möchte mehr sein als nur Hausfrau und Mutter, doch das passt nicht in ...

Als Anna nach der Hochzeit mit ihrem Mann Carlo in ein kleines Dorf in Süditalien zieht, fühlt sie sich sofort fehl am Platz. Anna möchte mehr sein als nur Hausfrau und Mutter, doch das passt nicht in das Bild der Dorfbewohner. Als sie im Dorf den Job als Briefträgerin beginnt, gleicht das fast einem Skandal.

Die Autorin Francesca Giannone erzählt in dem Roman „Die Briefträgerin“ über das Leben ihrer Urgroßmutter.

Anna scheint von Anfang an eine Frau zu sein, die ihrer Zeit weit voraus ist. Als sie sich dafür entscheidet, im Dorf die Briefträgerin zu werden, steht auch ihr Mann Carlo nach anfänglichen Reibereien hinter ihr. Ihre Schwägerin Agata ist jedoch das absolute Gegenteil von Anna, eine typische italienische Mamma, für die die Familie immer an erster Stelle kommt.

Carlo, Annas Mann, mausert sich schnell zum erfolgreichen Weinbauern und Bürgermeister des Dorfes. Sein Bruder Antonio ist jedoch eher der Introvertierte, der seine Gefühle am liebsten mit Büchern ausdrückt.

Die Dorfgemeinschaft zeigt die Facetten dieser Zeit mit den unterschiedlichsten Gesichtern. Ob nun Klatsch und Tratsch, Gerüchte oder Grenzen, die man als „Fremde“ wie Anna nicht überschreiten sollte. Doch selbst mit ihrem Job als Briefträgerin scheint Anna nie so recht in der Gemeinschaft anzukommen. Aber dennoch geht sie selbstbewusst ihren Weg.

Die Autorin erzählt die Geschichte ruhig und mit viel Feingefühl. Auch wenn in den Längen manchmal die Spannung auf der Strecke bleibt, so möchte man als Leser doch weiterlesen. Anfangs war es für mich auch etwas anstrengend, in die Geschichte reinzukommen, da ich nicht so recht die einzelnen Figuren zuordnen konnte. Die Autorin zeichnet das Leben in Süditalien ab Anfang der 1930er und so steht eben nicht nur Anna, wie es der Klappentext erwarten lässt, im Vordergrund.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Unterhaltsam und überraschend

Die geheime Grotte von Garda
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Mit „Die geheime Grotte von Garda“ liefert uns Isabella Archan bereits den zweiten Teil um die Wiener Chefinspektorin Edwina Teufel. Eigentlich will sich Edwina eine Auszeit am Gardasee gönnen, wenn auch ...

Mit „Die geheime Grotte von Garda“ liefert uns Isabella Archan bereits den zweiten Teil um die Wiener Chefinspektorin Edwina Teufel. Eigentlich will sich Edwina eine Auszeit am Gardasee gönnen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Doch stellen ein Treffen mit einem streunenden Hund, einem kleinen Jungen und Commissario Alceste dieses Vorhaben auf den Kopf.

Sie nimmt sich dem kleinen Jungen an, der auf den Namen Peppe Rocco hört. Als sie durch Commissario Alceste von der Tragödie im Zusammenhang mit dem nahegelegenen Weingut Ca della Ginevra erfährt, reagiert der kleine Junge ungehalten. In welcher Verbindung steht der kleine Junge wohl zu diesem Weingut? Edwina kann sich nur schwer vorstellen, dass es sich dabei um einen Zufall handeln soll. Also fängt sie an, auf eigene Faust zu ermitteln.

Die Autorin zeichnet mit ihrer Protagonistin Edwina, trotz dem Beinamen Zornnatter, ein sympathisches Bild. Edwina ist eine Ermittlerin mit Leib und Seele, die auch in der Auszeit nicht die Finger vom Ermitteln lassen kann. Auch die anderen Figuren sind sehr authentisch. Und dazu passend ist die Region Gardasee wirklich gelungen beschrieben. So entsteht eine beschauliche Geschichte, der es aber auch nicht an Spannung fehlt. Und so rätselt man auch als Leser lange, wer wohl der Täter ist.

„Die geheime Grotte von Garda“ ist eine gelungene Geschichte, die authentische und sympathische Figuren mit einem tollen Setting und auch etwas Wiener Schmäh vereint. Außerdem bekommt man das Fernweh inklusive. Wer also noch kein Buch von Isabella Archan gelesen hat, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Auch für mich wird es nicht das Letzte gewesen sein!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Leider etwas enttäuschend

Bridgerton – In Liebe, Ihre Eloise
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„In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ...

„In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ein bereits definiertes Bild von Eloise.

Aus diesem Grund habe ich mich wirklich auf diesen Band gefreut, aber irgendwie ist der Funke nicht so wirklich übergesprungen.

Eloise pflegt einen starken Briefwechsel mit Philip. Und als sie dann heimlich zu ihm fährt, sieht man doch eigentlich schon kommen, was jetzt passiert. Als Eloise dann feststellen muss, dass Philip augenscheinlich nur eine Mutter für die Zwillinge seiner verstorbenen Frau sucht, kommt auch hier nicht wirklich ein Gefühl auf. Aber irgendwie scheint der ruhige Botaniker Philip auch nicht so wirklich der Mann großer Gefühle und Worte zu sein, denn da er nur die Verlobte seines im Krieg verstorbenen Bruders heiraten musste, hat er noch selbst die große Liebe kennengelernt. Und mit dem Tod seines Bruders kam auch die Verantwortung über den Familientitel und das -anwesen.

Eloise schafft es, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, das Herz der Kinder zu erobern und so auch das von Philip. Doch als dann ihre Brüder plötzlich auf der Matte stehen, gibt es für diese nur eine Möglichkeit, dass Philip und Eloise heiraten müssen, um die Ehre ihrer Schwester zu schützen. Aber irgendwie habe ich in der Geschichte diesen Eigenwillen und den Wissensdurst und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben vermisst, der Eloise in der Serie auszeichnet.

Eloise muss man auch in der Geschichte mögen. Aber zu Philip habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Alles in allem hat mich die Geschichte zwar unterhalten, doch gegenüber den vorangegangenen Bänden war diese leider sehr schwach.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Unterhaltsamer Krimi mit Wiener Schmäh

Donaumelodien - Wiener Verschwörung
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Frisch als K.u.K.-Ermittler anerkannt, bekommt Hieronymus Holstein seinen ersten Auftrag von Polizeichef Marx. Ein abgetrennter Kopf wird vor der Polizeidirektion abgelegt, versehen mit einer latenischen ...

Frisch als K.u.K.-Ermittler anerkannt, bekommt Hieronymus Holstein seinen ersten Auftrag von Polizeichef Marx. Ein abgetrennter Kopf wird vor der Polizeidirektion abgelegt, versehen mit einer latenischen Losung. Doch zu wem gehört dieser Kopf? Es dauert eine ganze Weile, bis der Name der Leiche gefunden ist.

Aber neben dem Namen können Hieronymus und sein Kumpel Franz noch eine Verbindung des Toten mit dem Jahr 1848 feststellen, als es in der Stadt revolutionäre Aufstände gegeben hat. Doch was hat das zu bedeuten?

Der historische Kriminalroman „Donaumelodien – Wiener Verschwörung“ von Bastian Zach ist der 5. Band der Geschichten um Geisterfotograf Hieronymus Holstein und lädt den Leser ein, in das Wien um 1879 einzutauchen und so auch das Leben in Wien zu Zeiten der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph kennenzulernen. Die und Figuren und Dialoge sind authentisch und lassen die Zeit spürbar werden.

Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, kann man einige Zusammenhänge vielleicht besser verstehen, wenn man die ersten Bände kennt. So ist es mir doch auch etwas schwer gefallen, zu Beginn in der Geschichte anzukommen. Der Spannungsbogen ist jedoch gut gelungen und mit einer ordentlichen Portion Wiener Schmäh versehen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein echter Wohlfühlroman

Suche Traummann, biete Nachbarn
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Wahrscheinlich hat ein glücklicher Zufall mitgespielt, der den Roman „Suche Traummann, biete Nachbarn“ von Svenja Lassen den Weg zu mir hat finden lassen, aber ich freue mich noch immer riesig darüber.

Die ...

Wahrscheinlich hat ein glücklicher Zufall mitgespielt, der den Roman „Suche Traummann, biete Nachbarn“ von Svenja Lassen den Weg zu mir hat finden lassen, aber ich freue mich noch immer riesig darüber.

Die Protagonistin der Geschichte ist Eventplanerin Jonna. Eigentlich hat sie ein erfülltes Leben, doch sehnt sie sich nach der großen Liebe. Doch irgendwie scheint jedes Date immer ein Reinfall zu sein. Teilweise so schlimm, dass ihr Nachbar Paul ihr zur Rettung eilt.

Jonna findet Paul, wenn auch ziemlich attraktiv, eigentlich total nervig. Immer leiht er sich irgendwelche Sachen von ihr aus, ohne sie ihr zurückzubringen. Aber als er sie als Fake-Freundin zu einem Urlaub mit seiner Familie auf der dänischen Insel Bornholm einlädt, ist das Chaos perfekt.

Somit bahnt sich eine unterhaltsame Geschichte an, bei denen es nicht nur um Neckereien geht. Beide merken schnell, dass da vielleicht doch auch noch etwas mehr ist. Doch wollen Jonna und Paul wirklich dasselbe.

Das Buch ist kurzweilig und unterhaltsam und man fliegt nur so durch die Seiten. Die beiden Protagonisten muss man einfach morgen. Der Autorin ist es gelungen, die Geschichte zwischen den beiden so glaubwürdig zu erzählen, dass man einfach Spaß beim Lesen hat. Aber auch die Gefühle und der Tiefgang kommen hier nicht zu kurz.

„Suche Traummann, biete Nachbarn“ ist ein echter Wohlfühlroman, den es zu Lesen lohnt!

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