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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Spannend bis zum Schluss

Wer das Vergessen stört
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Ich war sehr gespannt auf den ersten Krimi der Autorin, da mir diese auch schon unter anderen Pseudonymen bekannt war. Die Autorin Marita Spang, die auch als Marie Lacrosse mit ihren historischen Romanen ...

Ich war sehr gespannt auf den ersten Krimi der Autorin, da mir diese auch schon unter anderen Pseudonymen bekannt war. Die Autorin Marita Spang, die auch als Marie Lacrosse mit ihren historischen Romanen bekannt ist, beschreitet als Tessa Duncan jetzt das Krimi-Genre.

Die Story ist von der ersten Seite an packend, wie man es von der Autorin kennt. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven aus der Sicht von Lily, Vera und Samantha erzählt.

Als Vera tot aufgefunden wird, ist für Lily sofort klar, dass es sich nicht um einen Selbstmord handeln kann. Doch wie kommt sie darauf? Da Vera nach der bereits abgeschlossenen Therapie nochmals Kontakt mit Lily aufnimmt, ist sie sofort davon überzeugt, dass hier mehr dahintersteckt. Und so macht sich Lily auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei selbst in Gefahr.

Der zweite Erzählstrang rund um Samantha erzählt von den Leiden rund um ihren gewalttätigen Ehemann. Die Autorin schafft es auch dieses brisante Thema nahbar zu erzählen. Es ist nur schwer vorstellbar, wie manipulativ und brutal Partner in einer Beziehung sein können, wenn man sich doch mal geliebt hat.

Die Auflösung des Falles rund um den mutmaßlichen selbstmord von Vera ist einfach nur wirklich gut gelungen und war definitiv lange nicht vorhersehbar. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Für mich steht definitiv fest, ich bin schon gespannt darauf, mehr zu lesen von der Autorin Tessa Duncan.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Die Macht der Worte

Die Reise der verlorenen Worte
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„Die Reise der verlorenen Worte“ von Jule Wengenroth erzählt von Janne. Nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, wächst die 8jährige Janne bei ihrem Großvater auf. Die beiden haben ...

„Die Reise der verlorenen Worte“ von Jule Wengenroth erzählt von Janne. Nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, wächst die 8jährige Janne bei ihrem Großvater auf. Die beiden haben ein sehr kompliziertes Verhältnis, das durch Verlust und Trauer geprägt ist. Jedoch finden die beiden nicht so recht den Zugang zu ihrer Hilflosigkeit. Eines Tages kommt es zum Bruch zwischen den beiden, Janne zieht aus und der Kontakt zwischen den beiden bricht ab.

Janne ist Postbeamtin, aber nicht eine, die klassische Fließbandarbeit bei der Post macht. Nein, sie sitzt zusammen mit Kollegen in einem Kellerbüro und führt Recherchearbeiten durch, um Briefe, die nicht zugestellt werden können, doch noch ihr Ziel zu geben. Viele Menschen wissen nicht, dass es eine solche Abteilung bei der Post gibt.

So wie ihre Arbeit ist, führt auch Janne eher ein Leben im Verborgenen. Sie wohnt zurückgezogen und ihr Leben erscheint für den Leser eher grau in grau. Doch dann landet ein Brief auf ihrem Schreibtisch, zwar sind Absender und Empfänger Fremde, aber der Mut, um Verzeihung zu bitten, berührt sie. Und eines Tages ändert sich alles, als plötzlich ein Brief auf ihrem Tisch landet, der an ihren Großvater gerichtet ist...

Die Magie handgeschriebener Briefe bekommt in diesem Buch einen besonderen Platz. Die Autorin erzählt die Geschichte der Protagonistin mit Sanftmut und Empathie. Doch gesteht sie dem Mut, um Verzeihung zu bitten eine besondere Rolle zu. In schönen Dialogen beschreibt die Autorin das schwierige Verhältnis zwischen den beiden Generationen, den unausweichlichen Bruch und auch die sanfte Annäherung. Man merkt als Leser schnell, dass Blut immer dicker als Wasser ist. Jedoch ist der Schritt aufeinander zuzugehen nicht immer der einfachste.

„Die Reise der verlorenen Worte“ ist ein emotionaler und tiefgründiger Roman, der zu Herzen geht und den Blick dafür öffnet, was im Leben wirklich wichtig ist. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Viscount Bridgerton will heiraten...

Bridgerton – Wie bezaubert man einen Viscount?
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Da mich die Netflix-Serie sehr begeistert hat, wollte ich auch die Bücher lesen. Und so habe ich mich auf die Geschichte von Anthony und Kate schon sehr gefreut.

Als der begehrteste Junggeselle ganz Londons ...

Da mich die Netflix-Serie sehr begeistert hat, wollte ich auch die Bücher lesen. Und so habe ich mich auf die Geschichte von Anthony und Kate schon sehr gefreut.

Als der begehrteste Junggeselle ganz Londons verkündet, sich in dieser Saison vermählen zu wollen, wird Viscount Anthony Bridgerton schnell zur Zielscheibe der übermotivierten Mütter, der unverheirateten Töchter der Gesellschaft. Doch Anthony will nur die Beste, und so erwählt er Edwina Sheffield. Doch er muss nicht nur das Herz der Auserwählten gewinnen, sondern auch ihre große Schwester Kate von sich überzeugen.

Das Buch bietet so viel mehr, als die Verfilmung. Man fliegt nur so durch die Dialoge der beiden Protagonisten. Die Kommunikation zwischen Anthony und Kate hat die Autorin Julia Quinn sehr unterhaltsam gestaltet. Man merkt schnell, dass zwischen den beiden mehr ist. Und so entscheidet sich Anthony in dem Buch auch direkt für Kate.

Für alle Fans der Serie kann ich nur empfehlen, lasst Euch auch die Bücher nicht entgehen. In den Büchern findet man durchaus noch andere spannende Aspekte zu den Geschichten und vor allen Dingen unterhaltsame Dialoge.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Erzählt mit einer besonderen Leichtigkeit!

Der Sommer, der uns blieb
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In „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Autorin Greta Herrlicher die Geschichte von drei Freunden und einer alten Schuld. Und dann kommt der Sommer, der alles verändert.

In einer idyllischen Kleinstadt ...

In „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Autorin Greta Herrlicher die Geschichte von drei Freunden und einer alten Schuld. Und dann kommt der Sommer, der alles verändert.

In einer idyllischen Kleinstadt gab es einst eine Freundschaft, die nichts zu trennen vermochte. So dachten es sich Britta, Pia und Martin, als sie eine Jugend voller Abenteuer und kindlicher Träume erlebten. Doch ein verhängnisvoller Sommer reißt die enge Freundschaft der drei auseinander.

Doch zwanzig Jahre später kreuzen sich die Wege der drei wieder. Soviel steht zwischen den dreien, doch werden sie den Mut haben, die Vergangenheit zu überwinden?

Was zwischen den Freunden steht, will ich an dieser Stelle nicht verraten. Doch die Autorin hat ein Buch geschaffen, das ehrlich, authentisch und sehr gefühlvoll ist. Auch scheut sie sich nicht, schwierige Themen wie Betrug oder Tod zu thematisieren. Aber dennoch hat das Buch eine besondere Leichtigkeit geschaffen, zu der man schon durch dieses besondere Cover Zugang gewinnt.

„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein bewegender Roman, der noch lange in Erinnerung bleibt. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Weg zu dir selbst

Ich bin dann mal still
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Manchmal fickt dich das Leben so, dass du dich fragst, warum bist du eigentlich der, an dem sich alle eine goldene Nase verdienen.

Auch die Frage hat sich die rheinische Frohnatur Horst Lichter irgendwann ...

Manchmal fickt dich das Leben so, dass du dich fragst, warum bist du eigentlich der, an dem sich alle eine goldene Nase verdienen.

Auch die Frage hat sich die rheinische Frohnatur Horst Lichter irgendwann gestellt. Und als dann auch noch Corona dazu kam, entschied er sich für eine Auszeit in einem Schweigekloster. Ohne Vorbereitung zieht Horst also in das Kloster ein und freut sich auf das Zusammentreffen mit den gottesfürchtigen Mönchen und auf die Zeit, um zu sich selbst zu finden.

Doch schnell merkt Horst, dass der Wunsch sehr weit von der Realität entfernt ist. Und so versucht er fernab von Zen-Meister und psychedelischem Putzen zu sich selbst zu finden. Mit einem Fahrrad erkundet er also auf eigene Faust die Umgebung. Aber irgendwie will das mit der Selbstfindung nicht so recht funktionieren.

Beim Lesen erinnert man sich sehr gut, wie es sich auch anfühlt, wenn man ständig unter dem Leistungsdruck steht und man das Gefühl hat, dass man selbst nicht mehr mit sich ins Lot kommt. Diese humoristische Erzählweise, durch die sich die Art von Horst Lichter auszeichnet, lässt einen mit dem Lesen nicht aufhören, doch sagt einem das Buch auch, dass man seinen eigenen Weg finden muss. Wer einen Selbsthilfe-Ratgeber sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse!

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