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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2017

Bewegende Geschichte

Mit jedem Jahr
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Das Buch „Mit jedem Jahr“ vom Autor Simon Van Booy ist eine sehr bewegende Geschichte.

Harvey ist ein glückliches Kind, das von ihren Eltern sehr geliebt wird. Sie ist ein absolutes Wunschkind. Leider ...

Das Buch „Mit jedem Jahr“ vom Autor Simon Van Booy ist eine sehr bewegende Geschichte.

Harvey ist ein glückliches Kind, das von ihren Eltern sehr geliebt wird. Sie ist ein absolutes Wunschkind. Leider wird Harvey bald zum Waisenkind, als ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen.
Die Sozialarbeiterin Wanda kümmert sich in dieser schweren Zeit um Harvey. Sie möchte das kleine Mädchen unbedingt beim Bruder ihres Vaters, Jason, unterbringen. Jedoch weiß Jason nichts von seiner Nichte Harvey. Es wird für Wanda also ein hartes Stück Arbeit, die beiden zusammen zu bringen.
Jason ist so ein richtiger „Bad Boy“. Alkohol, Drogen und Schlägereien gehören zu seinem Leben einfach dazu. Mit 19 landete er im Gefängnis, weil er bei einer Kneipenschlägerei einen Mann so verprügelt hat, dass dieser erblindete. Seiner eigenen Aussage nach waren es jedoch nie unschuldige Menschen, mit denen er sich geprügelt hatte.
Wanda schafft es schließlich, dass Jason Harvey aufnimmt. So beginnt für beide ein neuer Lebensabschnitt. Nicht immer leicht für den Ex-Sträfling und das Waisenkind. Doch die beiden schaffen es sich gegenseitig Halt zu geben und das Leben zu meistern. Jason wird durch seine Nichte sanfter und offener anderen Menschen gegenüber. Trotzdem hat er noch sehr viel Wut in sich.
Schön finde ich, dass die Geschichte nach einer kurzen Einleitung 20 Jahre später ansetzt. Harvey lebt mittlerweile in Paris und erwartet ihren Vater Jason zu einem Besuch. Sie hat kurz vorher etwas herausgefunden, mit dem sie ihn konfrontieren will. Wie wird Jason reagieren, wenn sie ihm das mitteilt?
Während Harvey auf Jasons Ankunft wartet und auch während seiner Zeit in Paris erinnern sich beide an ihren gemeinsamen Anfang und die Jahre danach. Es ist toll zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her zu lesen und so zu erfahren, wie die beiden sich entwickelt haben.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, sodass es Spaß macht, die Geschichte zu lesen. Es gibt traurige, aber auch schöne Momente im Leben von Jason und Harvey und man kann richtig schön daran teilhaben.

Veröffentlicht am 05.04.2017

Blondinen bevorzugt

Bound - Tödliche Erinnerung
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Im Thriller „Bound – tödliche Erinnerung“ von Cynthia Eden treibt der „Ladykiller“ sein Unwesen. Der Serienmörder bevorzugt Blondinen als Opfer…

…Blondinen wie Eve eine ist. Sie wachte vor Monaten ohne ...

Im Thriller „Bound – tödliche Erinnerung“ von Cynthia Eden treibt der „Ladykiller“ sein Unwesen. Der Serienmörder bevorzugt Blondinen als Opfer…

…Blondinen wie Eve eine ist. Sie wachte vor Monaten ohne jegliche Erinnerung an ihr Leben und das Geschehen, das sie ins Krankenhaus gebracht hat, dort auf. Sie nennt sich selbst Eve, da niemand weiß, wer sie wirklich ist. Dann findet sie in der Zeitung Bilder der Opfer des „Ladykillers“ und erkennt sich auf einem der Bilder selbst. Kann das sein? Ist sie sein letztes Opfer Jessica?
Auf der Suche nach sich selbst und der Wahrheit, ob Eve Jessica ist, erhält diese Unterstützung von Gabe, einem Ex-Seal, und seinem Team von LOST. Dieses Team ist spezialisiert auf das Aufspüren von vermissten Personen. Gabe nimmt den Auftrag von Eve an, hauptsächlich weil er sich körperlich sehr zu ihr hingezogen fühlt.
Eve ergeht es in seiner Gegenwart genauso. Meistens hat sie vor Männern Angst - nur bei Gabe fühlt sie sich sicher. Ihre Angst ist begründet, wurde ihr doch Schreckliches zugefügt. Davon zeugen die Narben auf ihrem Körper. Doch war es wirklich der Serienmörder? Diese Frage stellt sich das Team von LOST auch, da die anderen weiblichen Opfern, deren Leichen durch Zufall gefunden wurden, keine gebrochenen Finger hatten, so wie Eve…
Eve versucht ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, um herauszufinden, ob sie wirklich Jessica ist. Jessicas Bruder ist sich nicht ganz sicher, hofft aber, dass Jessica überlebt hat. Er war am Boden zerstört, als er erfahren hat, dass seine Schwester tot sein könnte. Doch ist die Wiedersehensfreude wirklich echt? Oder wollte er Jessica selbst aus dem Weg schaffen, um alleine das Vermögen der Familie zu besitzen?
Dann gibt es da noch Trey, ein Polizist und der Ex-Freund von Jessica. Als er Eve trifft, weiß er sofort, sie ist Jessica – ohne jeden Zweifel. Ist seine Erleichterung, dass sie am Leben ist, echt oder spielt er allen was vor, weil er der „Ladykiller“ ist und sein letztes Opfer ihm entkommen ist? Wollte er sich an ihr rächen, weil sie ihn verlassen hat?
Und was ist mit Clay (auch ein Ex-Freund von Jessica) und seinem Neffen Johnny? Sie verhalten sich sehr verdächtig, seit Jessica auf der Suche nach ihren Erinnerungen in ihrem Heimatort aufgetaucht ist.
Wird Gabe Eve/Jessica helfen können? Und was passiert, wenn sie ihre Erinnerungen wieder hat? Ist sie wirklich nur ein Opfer? Wollen ihr ihre Alpträume einen Hinweis auf etwas geben, das Eve/Jessica vielleicht getan hat?

Fragen über Fragen – Spannung ohne Ende. Während dem Lesen hatte ich so meine Vermutung, wer der „Ladykiller“ ist, allerdings schafft es die Autorin einen da zu verunsichern… Ich liebe solche Bücher! „Bound – tödliche Erinnerung“ ist der erste Teil einer Reihe, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde. :)

Veröffentlicht am 14.03.2017

Auf ins Abenteuer von Saint Lupin´s

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!
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„Saint Lupin´s Academy – Zutritt nur für echte Abenteurer!“ ist das erste Buch des Autors Wade Albert White und der Auftakt einer Serie für Kinder.

Zu Beginn lernen wir Anne kennen. Sie ist ein Waisenmädchen ...

„Saint Lupin´s Academy – Zutritt nur für echte Abenteurer!“ ist das erste Buch des Autors Wade Albert White und der Auftakt einer Serie für Kinder.

Zu Beginn lernen wir Anne kennen. Sie ist ein Waisenmädchen im Waisenhaus Saint Lupin´s. Mit ihr lebt dort ihre beste Freundin Penelope. Die beiden haben einen gemeinsamen Traum, sobald sie 13 sind, von dort zu verschwinden. Denn es ist Tradition, dass alle Waisenkinder an ihrem 13. Geburtstag, natürlich erst nach getaner Arbeit, die Ebene von Saint Lupin´s verlassen müssen. Unvorstellbar, wer die Kosten für einen weiteren Aufenthalt übernehmen soll...
Anne, die eigentlich Anvil heißt, von niemandem aber so genannt wird, kann es kaum erwarten. Denn das Luft-Schiff, das nur einmal im Jahr an der Ebene anlegt und immer kurz nach Mitternacht wieder ablegt, kommt genau an ihrem Geburtstag. Doch die Oberin (sie führt das Waisenhaus) teilt Anne mit, dass es dieses Jahr eine Änderung gibt: Das Schiff wird VOR Mitternacht ablegen, dass heißt Anne ist zu diesem Zeitpunkt noch keine 13. Es erwartet sie noch ein weiteres Jahr Schuften im Kohlebergwerk. Und dann auch noch ohne Penelope...
Doch die beiden planen Annes Flucht. Unterstützung bekommen sie von der plötzlich auftauchenden Lehrerin für Mythologie der Todesberg-Abenteuerakademie Jocelyn und dem Drachen Nana. Die beiden Mädchen können es kaum erwarten, in diese Akademie aufgenommen zu werden. Anne purzelt jedoch kurz vor ihrer Flucht noch in ein Abenteuer, das mit einem Panzerhandschuh und einem Medaillon zusammen hängt. So muss sich das unerfahrene Mädchen auf eine magische Level-13-Mission begeben, wobei hier angemerkt werden sollte, dass normalerweise die höchstmögliche Missionsstufe die zwölf ist...
Zusammen mit Penelope und dem Zauberschüler der Todesberg-Abenteuerakademie Hiro begibt sich Anne auf diese Mission. Sollte sie diese schaffen, was kaum jemand zu glauben scheint (auch das von Anne „geliehene“ Handbuch für Abenteuer nicht) winkt ihr ein Thron ohne Krone samt Königreich. Leider bleiben Anne und ihrer Abenteurer-Truppe nicht mal 4 ganze Tage dafür...

Die Geschichte ist wunderbar. Man taucht ein in eine phantasievolle Welt mit lebendig gewordenen Ritterrüstungen, Zombie-Haien, einer Katze als Rektorin einer Akademie, einem Turm ohne Tür, Drachenfeuerbälle als Transportmittel, einem mehrere Tausend Jahre alten Roboter, einem Buch, das seinen Inhalt je nach Situation ändert und jeder Menge abenteuerlicher Dinge.
Das empfohlene Lesealter ist mit 10 Jahren angegeben.

Veröffentlicht am 14.03.2017

perfect girl - wirklich?

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
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„perfect girl – nur du kennst die Wahrheit“ ist der zweite Roman der Autorin Gilly Mcmillan.

Zoe hat es nicht leicht. In ihrem „zweiten Leben“, wie ihre Mutter Maria es immer bezeichnet, weiß keiner was ...

„perfect girl – nur du kennst die Wahrheit“ ist der zweite Roman der Autorin Gilly Mcmillan.

Zoe hat es nicht leicht. In ihrem „zweiten Leben“, wie ihre Mutter Maria es immer bezeichnet, weiß keiner was früher geschehen ist. Zoe war 14, als sie betrunken einen Unfall verursacht hat, bei dem drei Jugendliche, darunter ihre beste Freundin, ums Leben kamen. War es wirklich nur ein Unfall? Beteuert sie doch immer wieder, nur eine Weinschorle getrunken zu haben. Oder hat Zoe den Wagen absichtlich verunglücken lassen? Hat sie mehr getrunken und ist absichtlich gefahren? Immerhin hatte sie einen sehr hohen Blutalkoholwert.
Zoe ist ein sogenanntes Wunderkind. Ihr IQ ist sehr hoch und sie ist musikalisch talentiert. Bei ihrem ersten Klavier-Konzert nach dem Jugendarrest, das sie zusammen mit ihrem Stiefbruder Lucas gibt, kommt es zu einem Zwischenfall. Der Vater einer der getöteten Jugendlichen steht plötzlich vor Zoe. Er kann nicht nachvollziehen, warum sie ihr Leben leben darf und seine Tochter diese Chance nicht mehr hat. Maria versucht den Mann zu beruhigen, doch später am Abend taucht er bei ihnen zu Hause auf. Zoes Stiefvater ist alles andere als erfreut darüber. Außerdem hat er keine Ahnung von Zoes und Marias Leben vorher. Er und auch Maria sind überaus bemüht, perfekt zu erscheinen. Doch was verbirgt sich hinter diesem gestellten Verhalten? Stunden später ist Zoes Mutter tot – ermordet.
War es der Vater des toten Mädchens, der Rache nehmen wollte? Oder gar Zoes Stiefvater Chris, weil es in seiner perfekten Welt auf einmal nicht mehr so perfekt war? Es gibt auch noch ein „Drehbuch“, geschrieben von Lucas, dass das Leben von Chris und seiner ersten Frau erzählt und Chris nicht gerade in einem guten Licht dastehen lässt. War es vielleicht sogar Zoe selbst? Konnte sie dem Druck, nicht sie selbst sein zu dürfen, einfach nicht mehr standhalten? Oder Zoes Tante Tess, die evtl. eifersüchtig auf das Leben ihrer Schwester war?

Es gefällt mir an dem Buch, dass es aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Meistens erzählen Zoe, ihre Tante Tess und der Anwalt Sam (er spielt eher eine nebensächliche Rolle) die Geschehnisse von damals und auch heute. Das finde ich sehr gelungen, man erfährt so, was damals zu der Zeit des Unfalls und nach dem Konzertabend passierte.

Veröffentlicht am 19.02.2017

Wer kann das einem Kind antun?

Glücksmädchen
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…das fragt man sich beim Psychothriller „Glückskind“ von Mikaela Bley. Den Titel finde ich nicht so passend. Das Buch selbst ist so spannend, dass ich es auf 2 Tage ausgelesen habe.

Ellen ist Journalistin ...

…das fragt man sich beim Psychothriller „Glückskind“ von Mikaela Bley. Den Titel finde ich nicht so passend. Das Buch selbst ist so spannend, dass ich es auf 2 Tage ausgelesen habe.

Ellen ist Journalistin und vom Thema Tod fast schon besessen. Zumindest fühlt sie sich zu Mordfällen und dergleichen förmlich hingezogen. Je brutaler, desto besser. In ihrem Job bei einem schwedischen TV-Sender ist sie daher auf eigenen Wunsch hin fast täglich damit konfrontiert. Der Grund dafür ist in ihrer Vergangenheit zu finden. Ihre Zwillingsschwester starb vor vielen Jahren im Alter von 8 Jahren.
In der Gegenwart verschwindet die 8-jährige Lycke spurlos. Die Polizei tut ihr Möglichstes, um das kleine Mädchen zu finden. Ellen tut dies auch. Fühlt sie sich schuldig, weil sie damals nichts für ihre Schwester tun konnte?
Die Eltern der kleinen Lycke sind geschieden. Das Mädchen lebt abwechselnd bei der Mutter und beim Vater. Dieser hat wieder geheiratet und ist erneut Vater geworden. Für Lycke scheint es hier keinen Platz zu geben.
Was passierte am Tag des Verschwindens? Warum holte der Vater seine Tochter nicht selbst ab, sondern teilte seiner Frau mit sie zu holen? Wieso informierte die Mutter niemanden, dass der Tennisunterricht nicht stattfindet? Hat die Stiefmutter der kleinen Lycke etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Sie ist eifersüchtig auf das Kind ihres Mannes aus erster Ehe. Oder bittet sie ihre eigene Mutter ohne Grund um ein Alibi? Und dann ist da noch das Kindermädchen. Sie scheint als Einzige das Mädchen wirklich gekannt zu haben. Doch warum plagt sie scheinbar ein schlechtes Gewissen?
Und was ist mit Ellen. Kann dieser Fall ihr helfen, ihrem eigenen Trauma zu entkommen oder reißt er sie nur noch mehr in den seelischen Abgrund?

Wie bereits oben geschrieben finde ich das Buch superspannend. Es war wirklich schwer, es aus der Hand zu legen. Ich finde es auch toll, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Mal aus der Sicht von Ellen, dann abwechselnd von den Eltern und der Stiefmutter sowie der Nanny.