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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2017

Zwischen damals und heute

June
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Im Roman „June“ von Miranda Beverly-Whittemore wechseln wir zwischen dem Jahr 1955, zu June, und dem Jahr 2015, zu ihrer Enkelin Cassie.


Die Geschichte beginnt im Jahr 2015. Cassie ist vor Kurzem in ...

Im Roman „June“ von Miranda Beverly-Whittemore wechseln wir zwischen dem Jahr 1955, zu June, und dem Jahr 2015, zu ihrer Enkelin Cassie.


Die Geschichte beginnt im Jahr 2015. Cassie ist vor Kurzem in das Haus „Two Oaks“ in St. Jude, Ohio, gezogen. Das Anwesen hat sie von ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter June geerbt. Cassie lebt in den Tag hinein. Sie ignoriert das hohe Gras ums Haus rundum sowie die sich stapelnde Post ebenso wie die Fledermäuse auf ihrem Dachboden.
„Two Oaks“ hat eine eigene Energie und lässt Cassie von June als Mädchen und den goldenen Zeiten im Jahre 1955 träumen...

Wir landen nun in diesem Jahr – 1955. June ist eine junge Frau, die bald heiraten wird. Ganz in Gedanken an ihre Hochzeit mit Artie, kann sie dem Trubel um einen Filmdreh hier in St. Jude nichts abgewinnen. Bis sie selbst dem großen und berühmten Jack Montgomery begegnet...
Junes beste Freundin Lindie ist hin und weg vom Geschehen rund um die Hollywoodcrew. Sie ist es auch, die June und Jack näher bringt. Das findet seine Filmpartnerin Diane ganz und gar nicht gut.

Wieder zurück im Jahr 2015 erfährt Cassie völlig überraschend, dass der frühere Hollywoodstar Jack Montgomery sie als seine Alleinerbin in seinem Testament bedacht hat. Cassie fällt aus allen Wolken. Kann das sein? Ist ihr verstorbener Vater das Kind von June und Jack? Wie finden das wohl Jacks beide Töchter Elda und Tate? Diese platzen in Cassies Leben und richten einiges Chaos an - nicht nur in Cassies Kopf.


Der Wechsel zwischen der Vergangenheit und dem Heute gefällt mir sehr gut. Man erfährt so als Leser nicht nur etwas über das Leben von June, sondern auch von ihrer Enkelin Cassie. Das Buch bietet alles: Eine Art Zeitreise, Leidenschaft, Liebe, Verrat, Erpressung und sogar Mord.

Veröffentlicht am 26.05.2017

smarte Rezepte

Björn Freitag – Smart Cooking
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„Smart Cooking – einfacher geht’s nicht – Kochen ohne Einkaufsstress und ohne Küchenchaos“ von Björn Freitag zeigt uns, dass es nicht immer Fast Food sein muss, wenn es mal schnell gehen soll. Die Fotos ...

„Smart Cooking – einfacher geht’s nicht – Kochen ohne Einkaufsstress und ohne Küchenchaos“ von Björn Freitag zeigt uns, dass es nicht immer Fast Food sein muss, wenn es mal schnell gehen soll. Die Fotos im Kochbuch sind von Hubertus Schüler.

Das Kochbuch ist unterteilt in die Kategorien Fleisch, Geflügel, Gemüse, Fisch & Meeresfrüchte, Suppen & Salate sowie Grundrezepte (für selbst gemachte Nudeln, Kartoffelpuffer, Pesto, etc.) und einer Basics-Liste. Hierbei handelt es sich um Zutaten, die lt. dem Koch und Autor Hr. Freitag in jedem Haushalt vorhanden sein sollten, wie z. B. Butter, Currypulver, Eier, Senf, Balsamicoessig, … Und natürlich, was in keinem Kochbuch fehlen sollte eine alphabetisch sortierte Rezepteliste.
Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet, was mir persönlich sehr wichtig ist. So sind die Zutaten, die man von der Basics-Liste daheim haben sollte und die Zutaten, die man noch frisch einkaufen muss getrennt aufgelistet. Auch das benötigte Arbeitsmaterial (Pfanne, Topf, Blech) ist mit Anzahl und der Größenbeschreibung angegeben. Ebenso die Portionen, die das Rezept ergibt und die Arbeits- sowie Kochzeit. Die einzelnen Arbeitsschritte sind nummeriert und detailliert beschrieben. Die Bilder, die bei jedem Rezept dabei sind, sind sehr appetitlich. Bei einzelnen Rezepten findet sich noch ein Tipp, was man hier beachten sollte/könnte.

Beim Durchblättern dieses Kochbuchs läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Wer kann schon widerstehen bei z. B.:
Rosenkohl-Schupfnudeln-Roastbeef, Hähnchen-Hokkaido-Hummus-Honig, Penne-Gorgonzola-Cashewkerne-Birne oder aber Lachs-Kartoffelpuffer-Dillschmand?

Veröffentlicht am 26.05.2017

Ernstes Thema humorvoll verpackt

Depression abzugeben
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Im Buch „Depression abzugeben“ von Uwe Hauck geht es um die Erfahrungen des Autors mit dieser Krankheit.
Er schildert wie es zum großen Zusammenbruch und seinem Selbstmordversuch kommt. Wir erfahren etwas ...

Im Buch „Depression abzugeben“ von Uwe Hauck geht es um die Erfahrungen des Autors mit dieser Krankheit.
Er schildert wie es zum großen Zusammenbruch und seinem Selbstmordversuch kommt. Wir erfahren etwas über seinen stationären Aufenthalt in einer Klinik, die Eindrücke durch seinen Besuch einer Tagesklinik sowie seine Reha. Der Leser bekommt fast hautnah mit, wie es ihm in dieser Zeit ging und was er aus den einzelnen Stationen mitgenommen hat. Auch lernt man ein paar seiner Mit-Patienten kennen. Seine Frau sowie seine 3 Kinder stehen jederzeit hinter ihm und unterstützen ihn, soweit er es zulässt und es überhaupt möglich ist.
Der Autor schafft es, den Lesern dieses doch ernste Thema näher zu bringen. Er hat einen klasse Humor, den er gewusst zum Einsatz bringt. Als Leser wird man auch emotional angesprochen (ein sehr berührender Brief an seine Kinder drückt einem fast die Tränen in die Augen).
Uwe Hauck geht sehr offen mit dem Thema um, das doch immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist. Ich finde es sehr mutig von ihm, diesen Schritt gemacht zu haben und seine Sicht auf diese Krankheit (nicht nur) Außenstehenden nahe zu bringen.

Veröffentlicht am 15.05.2017

mystische Verbrecherjagd

Der Freund der Toten
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„Der Freund der Toten“ ist der Debütroman des Autors Jess Kidd. In ihm spielen das Verschwinden eines Mädchens und jede Menge tote Gestalten eine große Rolle.

1976 – Mahony möchte das Verschwinden seiner ...

„Der Freund der Toten“ ist der Debütroman des Autors Jess Kidd. In ihm spielen das Verschwinden eines Mädchens und jede Menge tote Gestalten eine große Rolle.

1976 – Mahony möchte das Verschwinden seiner Mutter Orla vor mehr als 25 Jahren aufklären. Dies beginnt mit einem Brief, den er nach dem Tod einer Nonne bekommen, die in dem Waisenhaus gearbeitet hat, in dem Mahony als Baby abgelegt wurde & dort aufwuchs. Dieser enthält ein Foto, den Namen seiner Mutter sowie den Ort, in dem er geboren wurde. So begibt sich Mahony also nach Mulderring.
Die Bewohner des kleines Ortes in Irland finden es gar nicht gut, dass Mahony dort rumschnüffelt. Alle wollen ihm weismachen, dass seine Mutter aus freien Stücken zusammen mit ihm das Örtchen verlassen hat. Was wissen sie wirklich über das Verschwinden seiner Mutter? Und was noch wichtiger ist, was verbergen sie?
Hilfe bekommt Mahony von der alten Mrs Cauley. Sie versucht ihm zu helfen, herauszufinden, was damals wirklich geschah. Auch die Toten helfen mal mehr, mal weniger mit. Mahony hat die Gabe, die Toten zu sehen. Diese hat er von seiner Mutter Orla geerbt. Auch sie konnte die Toten sehen. Sie hat Geheimnisse von ihnen erfahren, die sie den betreffenden Leuten mitgeteilt hat. Das hat sie nicht gerade beliebter gemacht, als sie ohnehin schon war. Wurde ihr dies zum Verhängnis? Oder weil sie ein Kind von einem ihrer zahlreichen Freier hatte, obwohl sie selbst fast noch ein Kind war?
Viel Zeit bleibt Mahony nicht mehr, denn er verstößt gegen seine Bewährungsauflagen, in dem er sich in Mulderring aufhält. Und auch bald schon hat es eine ganz bestimmt Person auf ihn abgesehen.
Dazwischen gibt es noch jede Menge Frösche, eine heilige Quelle in der Bibliothek des Pfarrhauses, jeder Menge Morde und einen unheilvollen mystischen Sturm und Ruß in fast allen Häusern. Da bekommen nicht nur die Toten Angst...

Die Geschichte wird in der Gegenwart, also 1976, erzählt sowie in der Vergangenheit. So lernt man Mahonys Mutter Orla auch ein bisschen besser kennen.

Veröffentlicht am 27.04.2017

Bewegende Geschichte

Mit jedem Jahr
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Das Buch „Mit jedem Jahr“ vom Autor Simon Van Booy ist eine sehr bewegende Geschichte.

Harvey ist ein glückliches Kind, das von ihren Eltern sehr geliebt wird. Sie ist ein absolutes Wunschkind. Leider ...

Das Buch „Mit jedem Jahr“ vom Autor Simon Van Booy ist eine sehr bewegende Geschichte.

Harvey ist ein glückliches Kind, das von ihren Eltern sehr geliebt wird. Sie ist ein absolutes Wunschkind. Leider wird Harvey bald zum Waisenkind, als ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen.
Die Sozialarbeiterin Wanda kümmert sich in dieser schweren Zeit um Harvey. Sie möchte das kleine Mädchen unbedingt beim Bruder ihres Vaters, Jason, unterbringen. Jedoch weiß Jason nichts von seiner Nichte Harvey. Es wird für Wanda also ein hartes Stück Arbeit, die beiden zusammen zu bringen.
Jason ist so ein richtiger „Bad Boy“. Alkohol, Drogen und Schlägereien gehören zu seinem Leben einfach dazu. Mit 19 landete er im Gefängnis, weil er bei einer Kneipenschlägerei einen Mann so verprügelt hat, dass dieser erblindete. Seiner eigenen Aussage nach waren es jedoch nie unschuldige Menschen, mit denen er sich geprügelt hatte.
Wanda schafft es schließlich, dass Jason Harvey aufnimmt. So beginnt für beide ein neuer Lebensabschnitt. Nicht immer leicht für den Ex-Sträfling und das Waisenkind. Doch die beiden schaffen es sich gegenseitig Halt zu geben und das Leben zu meistern. Jason wird durch seine Nichte sanfter und offener anderen Menschen gegenüber. Trotzdem hat er noch sehr viel Wut in sich.
Schön finde ich, dass die Geschichte nach einer kurzen Einleitung 20 Jahre später ansetzt. Harvey lebt mittlerweile in Paris und erwartet ihren Vater Jason zu einem Besuch. Sie hat kurz vorher etwas herausgefunden, mit dem sie ihn konfrontieren will. Wie wird Jason reagieren, wenn sie ihm das mitteilt?
Während Harvey auf Jasons Ankunft wartet und auch während seiner Zeit in Paris erinnern sich beide an ihren gemeinsamen Anfang und die Jahre danach. Es ist toll zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her zu lesen und so zu erfahren, wie die beiden sich entwickelt haben.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, sodass es Spaß macht, die Geschichte zu lesen. Es gibt traurige, aber auch schöne Momente im Leben von Jason und Harvey und man kann richtig schön daran teilhaben.