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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2017

Leider sehr enttäuschend

Für jetzt und immer?
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Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Anna und Fatih und kurzzeitig auch aus der Sicht von Jenny geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm, es gibt viele Gedankengänge und dafür weniger Dialoge.

Die ...

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Anna und Fatih und kurzzeitig auch aus der Sicht von Jenny geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm, es gibt viele Gedankengänge und dafür weniger Dialoge.

Die Beschreibung klang toll und daher habe ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut. Sie begann auch sehr vielversprechend:
Fatih, dessen Eltern sich gerade scheiden lassen, muss mit seinem Vater von Hamburg auf Land ziehen. Der türkischstämmige Jugendliche hat schon des Öfteren die Schule geschwänzt und kam auch schon mit dem Gesetz in Konflikt. Das Verhältnis zu seinem Vater ist sehr angespannt, da diesem vor Wut bereits ein Mal "die Hand ausgerutscht" ist. Schon an seinem ersten Tag gerät er mit Anna aneinander, die er nicht ausstehen kann und die ihm trotzdem irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht.
Anna ist sehr gut und engagiert in der Schule und deshalb eine Außenseiterin. Sie findet Fatih vom ersten Augenblick an sehr anziehend, allerdings ist er ein typischer Macho und daher nimmt sie sich vor, diese Gefühle konsequent zu ignorieren.

Während mich die Geschichte zu Beginn vollkommen mitgerissen hat, mir die Charaktere sympathisch waren und es einige lustige Szenen gab, hatte ich zur Mitte hin immer mehr Probleme mit Anna. Nach und nach wirkte sie auf mich immer zickiger und angeberischer, vertrat eine sehr fragwürdige Doppelmoral und war in einer Szene - man kann es nicht anders sagen - einfach nur gemein. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, und ich hatte den Eindruck, sie würde alles und jeden vorverurteilen.
Die "Liebe" zwischen Anna und Fatih beruht lange Zeit nur auf körperlicher Anziehung, da sie kaum ein Wort miteinander wechseln - und wenn, dann sind es Beleidigungen. Daher viel es mir schwer, ihre Gefühle ernst zu nehmen. Als sie sich dann wirklich mal ernsthaft unterhalten und kennen lernen, ist das Buch schon fast vorbei, und auch dieses Gespräch wird sehr kurz abgehandelt.
Zum Ende hin mochte ich Anna wieder mehr, doch dafür bekam ich starke Probleme mit Fatih. Während er das ganze Buch über mein Rettungsanker war, mit dem ich mitgefiebert habe und dem ich alles Glück der Welt gönnte, so traf er am Ende Entscheidungen, die ihn nicht nur zu einem riesigen Vollidioten, sondern auch zu einem Mistkerl machten. Diese waren für mich so unverständlich und unverzeihlich, dass ich ihm ein Happy End gar nicht mehr gönnen wollte. Schließlich waren mir sogar zwei der Nebencharaktere, Jenny und Marcel, deutlich sympathischer als Anna und Fatih. Auch wenn das Ende gut gewählt und schön beschrieben war.

Abgesehen von meinen Problemen mit den Protagonisten und der Liebesgeschichte fand ich auch schade, dass es verhältnismäßig wenig Dialoge gab und dafür viele und lange Gedankengänge, die mir zu Beginn auch noch ein wenig zu extrem abgeschweift sind. Und auch Fatihs Probleme mit seinem Vater, die am Anfang so viel Raum einnahmen und mich fesselten, blieben am Ende leider ungeklärt und unerwähnt.

Fazit:
Ich bin leider sehr enttäuscht von dieser Geschichte und finde es sehr schade, dass ich nur 2 Sterne vergeben kann.

Veröffentlicht am 06.01.2017

Sehr bewegend

Die Tage, die ich dir verspreche
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"Die Tage, die ich dir verspreche" ist abwechselnd aus der Sicht von Gwen und Noah geschrieben.
Obwohl Gwen vor wenigen Wochen ein neues Herz und somit die Chance zu leben bekommen hat, ist sie nicht glücklich. ...

"Die Tage, die ich dir verspreche" ist abwechselnd aus der Sicht von Gwen und Noah geschrieben.
Obwohl Gwen vor wenigen Wochen ein neues Herz und somit die Chance zu leben bekommen hat, ist sie nicht glücklich. Sie wird von Schuldgefühlen und Albträumen geplagt, sorgt sich um ihre beste Freundin, die noch immer auf ein Spenderherz wartet, und weiß nicht wie ihr Leben weitergehen soll. Als sie schließlich so verzweifelt ist, dass sie sich das Leben nehmen will, hält sie nur ein Gedanke davon ab: das Herz in ihr soll jemand anderem helfen. Also postet sie spontan in einem Forum, dass sie ihr Herz verschenkt.
Noah, der Leiter des Forums, hält den Post für einen schlechten Scherz. Als Gwen jedoch mitten in der Nacht völlig verzweifelt vor ihm steht, wird ihm klar, wie ernst es ihr damit ist und dass er sie irgendwie von ihrem Plan abbringen muss. Während sie Zeit miteinander verbringen, entstehen Gefühle zwischen den beiden, und Noahs Lügen wiegen schwerer und schwerer...

Gwens Gefühle und Gedanken waren sehr gut nachvollziehbar und so eindringlich beschrieben, dass ich von Beginn an in der Geschichte gefangen war. Auch Noah war mir sofort sympathisch, er ist ein herzensguter Mensch, der es nicht immer einfach hatte. Mir gefiel, wie Gwen Noah durchschaute und zur Selbstreflexion anregte, und wie Noah Gwen nach und nach ihre Ängste nahm. Zwar war es ursprünglich Gwen, welche die Freude am Leben wiederfinden und wieder in die Zukunft schauen sollte, doch auch Noah war am Ende des Buches ein Anderer und hatte sich weiterentwickelt. Andere Figuren tauchten nur am Rande auf, waren aber für diese Geschichte auch gar nicht nötig. Erwähnen möchte ich noch Alex, der sich auf nur wenigen Seiten in mein Herz geschlichen hat und von dem ich gern noch mehr gelesen hätte.

Dieses Buch ist keine leichte Kost, denn die Themen Depression und Suizid werden sehr anschaulich und bewegend dargestellt und nehmen viel Raum ein. Es ist eine Liebesgeschichte, doch das eigentliche Thema ist Organspende und alles, was darauf folgt. In vielen Momenten wollte ich das Buch zur Seite legen und das Gelesene erst einmal verarbeiten, weil mich Gwens Verzweiflung so mitgenommen hat. Doch dafür war die Handlung zu fesselnd. Ich habe durch diese Geschichte sehr viel über Organspende und ihre Folgen gelernt und werde dieses Buch noch sehr lange in Erinnerung behalten.

Fazit:
Wer eine lockere, süße Liebesgeschichte für Zwischendurch will, der sollte von diesem Buch die Finger lassen. Die Geschichte ist sehr ernst und an vielen Stellen traurig. Sie ist zutiefst bewegend und lässt einen nicht mehr los. Ich vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.01.2017

Bewegende Geschichte über Rassismus

Nichts ist okay!
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Diese Geschichte wird abwechselnd aus Rashads und Quinns Sicht erzählt. Der Schreibstil ist angenehm und die Jugendsprache fand ich realistisch und passend. Die Handlung spielt sich innerhalb einer Woche ...

Diese Geschichte wird abwechselnd aus Rashads und Quinns Sicht erzählt. Der Schreibstil ist angenehm und die Jugendsprache fand ich realistisch und passend. Die Handlung spielt sich innerhalb einer Woche ab und beginnt mit dem Tag, der die Leben der beiden Jungen für immer verändern wird.

Rashad ist ein Jugendlicher mit schwarzer Hautfarbe. Er geht auf die Highschool und besucht auf Drängen seines Vaters die Klasse zur "Nachwuchsausbildung künftiger Reserveoffiziere". Sein Vater war früher Polizist und verlangt von seinen Söhnen, dass sie anständig sind und etwas aus sich machen.
Rashad ist Freitag Nachmittag unterwegs zu einer Party, will zuvor aber noch ein paar Chips bei Jerry's, in einem Kiosk, holen. In dem Laden kommt es zu einem kleinen Missverständnis, das leicht aus der Welt zu schaffen wäre - doch der Verkäufer behauptet plötzlich, Rashad hätte die Chips stehlen wollen, und ein zufällig anwesender Polizist nimmt ihn fest. Rashad bekommt keine Gelegenheit, die Situation zu erklären. Er leistet keinerlei Widerstand, dennoch drückt ihn der Polizist auf den Boden und beginnt, auf ihn einzuschlagen, bis Rashad das Bewusstsein verliert.

Quinns Vater starb vor vielen Jahren im Einsatz in Afghanistan. Seither wird er in der Stadt regelrecht verehrt und von Quinn wird erwartet, dass er sich pflichtbewusst verhält und seinem Vater Ehre macht. Obwohl Quinn versucht, diese Rolle zu erfüllen, lastet dieser Druck schwer auf seinen Schultern. Er genießt es, wenn er bei seinen Freunden er selbst sein kann. Der ältere Bruder seines besten Freundes, Paul, ist Polizist und war für ihn nach dem Tod seines Vaters eine große Stütze.
Quinn ist ebenfalls unterwegs zur Party. Er wartet vor Jerry's, um jemanden zu finden, der bereit ist für ihn und seine Freunde Bier zu kaufen. Während er dort steht, sieht er wie Paul einen schwarzen Jungen aus dem Laden zerrt. Der Junge kommt ihm bekannt vor, er weiß aber nicht, woher. Quinn mag Paul sehr und geht davon aus, dass dieser nur seine Pflicht getan hat - dennoch bekommt er die Bilder, wie Paul auf den gefesselten Jungen einschlägt, den ganzen Abend nicht mehr aus dem Kopf.

Quinn und Rashad gehen auf die gleiche Schule, kennen sich jedoch nicht näher. Im Verlauf der Woche, die während der Geschichte vergeht, spaltet sich die Schule und auch die Stadt in zwei Hälften - diejenigen, die behaupten, Rashad wollte stehlen und Paul habe nur seine Pflicht als Polizist getan, und diejenigen, für die Rashad unschuldig und Paul ein Rassist ist.
Schnell wird klar, wie ähnlich sich Rashad und Quinn sind. Beide versuchen lange Zeit, das Geschehene aus ihren Gedanken zu verdrängen und sich raus zu halten. Rashad ist von der Berichterstattung im Fernsehen genervt und verschanzt sich im Krankenhaus, um sich seiner Zukunft nicht stellen zu müssen. Quinn meint, das alles gehe ihn nichts an und versteht nicht, warum dieses Thema jedes Gespräch beherrscht. Erst nach und nach begreifen beide Jungen, dass sie ein Teil davon sind und sich dem stellen müssen.


"Mir wurde schlecht bei dem Gedanken, dass ich das alles einfach so hinter mir lassen konnte. Was mit Rashad passierte, was mit Paul passierte, was mit uns allen hier an der Schule passierte und auch das, was mit mir passierte. Ich konnte einfach davonlaufen. Aber was war ich für ein Mensch, wenn ich das tat?"


Beide Protagonisten mochte ich sehr. Vor allem Quinns Handlungsstrang hat mich sehr gefesselt und berührt, denn er ist derjenige, der sich entscheiden muss - zwischen seinen Freunden und dem, was richtig ist. Seine Gedanken konnte ich sehr gut nachvollziehen, und mir hat sehr leid getan, wie er unter der Situation litt. Auch Rashads Gedanken und Ängste wurden sehr gut beschrieben. Es gab einige überraschende Wendungen, die zum Nachdenken anregen und viel Diskussionsstoff bieten. Das Ende kam einerseits sehr plötzlich, so dass viele Fragen unbeantwortet bleiben; andererseits hat es perfekt zur Geschichte gepasst. Ich war zum Schluss sehr berührt und habe ein paar Tränen vergossen, kann aber nicht sagen, ob aus Trauer oder aus Freude.

Fazit:
Eine sehr bewegende Geschichte über Rassismus, die aktueller kaum sein könnte. Ich kann sie absolut empfehlen und könnte mir das Buch auch gut als Schullektüre vorstellen. 5 Sterne.
Autor: Jason Reynolds

Veröffentlicht am 06.01.2017

Schöne Liebesgeschichte

Ben & Judy. Riskier dein Herz
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"Ben und Judy: Riskier dein Herz" wird abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten erzählt.

Zu Beginn des Buches treffen sich beide Protagonisten flüchtig, lernen sich jedoch nicht kennen. Die Autorin ...

"Ben und Judy: Riskier dein Herz" wird abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten erzählt.

Zu Beginn des Buches treffen sich beide Protagonisten flüchtig, lernen sich jedoch nicht kennen. Die Autorin nimmt sich Zeit, beide einzeln vorzustellen und ihre Lebenssituation und ihre Probleme aufzuzeigen.
Judys Eltern wünschen sich für ihre Tochter einen anständigen Beruf mit guter Bezahlung. Judy jedoch weiß nicht, was sie studieren soll, und probiert sich erstmal in verschiedenen Praktika aus. Sie ist schon lange Zeit heimlich in einen ehemaligen Schulfreund verliebt, und als er eines Abends Interesse an ihr zeigt, schwebt sie im siebten Himmel. Am nächsten Tag jedoch schlägt sie hart auf dem Boden der Realität auf. Dennoch lässt sie sich davon nicht unterkriegen. Judy ist sehr stark und geht den Weg, den sie gehen will.
Ben ist sehr unzufrieden mit seinem Job, er macht jeden Tag Überstunden und verdient kaum genug zum Leben. Doch er ist auf diese Arbeit angewiesen, denn er muss nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine kleine Schwester sorgen. Ben sieht wahnsinnig gut aus und kann sich vor Verehrerinnen kaum retten, doch mit ernsthaften Beziehungen hat er nach einer schlechten Erfahrung längst abgeschlossen. Obwohl er sich selbst oft schlecht redet, merkt man als Leser schnell, dass er sehr intelligent ist. Er ist ein sehr fürsorglicher und pflichtbewusster Mensch.

Ben und Judys Wege kreuzen sich immer wieder zufällig, und beide spüren, dass etwas zwischen ihnen ist. Einerseits hat mir sehr gefallen, dass man beide Protagonisten für sich kennen lernt und sie sich nur langsam annähern. Andererseits war mir diese Phase etwas zu lang, ich hätte mir gewünscht, dass es schon etwas früher ernst zwischen den beiden wird.
Die Nebencharaktere haben mir sehr gefallen, allen voran Bens Schwester. Sie war die vernünftige Seele im Buch, die des Öfteren nachhelfen musste, obwohl sie zu Beginn ganz anders wirkt. Bens Freunde waren am Anfang sehr präsent, kamen in der zweiten Hälfte aber zu kurz, sie waren plötzlich einfach weg.
Bens Hintergrund war sehr bewegend, hätte für meinen Geschmack aber noch eine größere Rolle im "Finale" spielen können. Dieses schien mir nämlich ein wenig zu konstruiert. Das Ende war für mich stimmig, auch wenn es noch etwas ausführlicher sein könnte.

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte, die sich langsam und authentisch entwickelt. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 06.01.2017

Süße Liebesgeschichte mit blindem Protagonisten

Die einzige Art, Spaghetti zu essen
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Zuerst einmal muss ich feststellen, dass der Klappentext nicht gelungen ist und auch etwas zu viel verrät.
Liv ist eine in vieler Hinsicht sehr reife 17-jährige. Da sie ohne Vater aufwuchs und ihre Mutter ...

Zuerst einmal muss ich feststellen, dass der Klappentext nicht gelungen ist und auch etwas zu viel verrät.
Liv ist eine in vieler Hinsicht sehr reife 17-jährige. Da sie ohne Vater aufwuchs und ihre Mutter mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, ist sie schon früh sehr selbstständig geworden. Zu Beginn der Geschichte zieht sie - mal wieder - mit ihrer Mutter in eine neue Gegend. Dort lernt sie ihre neue Nachbarin Nessie kennen, deren On-Off-Freund Sven und auch dessen Freund Felix.
Felix ist kein Bad Boy, sondern ein sehr netter, charmanter junger Mann, der vom ersten Moment an Liv interessiert ist. Liv findet ihn zwar sehr sympathisch, hat nach einem Konzert aber nur noch Augen für den Musiker Leo. Auch als sie erfährt, dass dieser blind ist, ändert sich nichts an ihren Gefühlen.

Die Liebesgeschichte zwischen Leo und Liv ist sehr süß erzählt. Beide mögen sich sehr, sind aber in vielen Dingen unsicher, sodass es ein bisschen Zeit und Vertrauen braucht, bis sich aus der zarten Freundschaft mehr entwickelt. Durch Leos Handicap sind viele skeptisch, ob Liv sich auf ihn einlassen sollte, und auch Liv hat Momente, in denen sie zweifelt. Vor allem, da Felix weiterhin sein Interesse bekundet und auch er Liv nicht ganz kalt lässt. Sowohl Leo als auch Felix sind sehr liebenswerte Charaktere, denen man nur das Beste wünscht. Es handelt sich hier allerdings nicht um ein klassisches Liebesdreieck, denn es ist relativ früh klar, für wen Livs Herz schlägt.
Die Probleme und Hindernisse, die durchs Leos Blindheit entstehen, sind sehr gut dargestellt. Auch Livs Zweifel und die Ängste ihrer Mutter fand ich sehr gut nachvollziehbar. Diese Geschichte beschreibt viele Situationen, die Sehende mit Leichtigkeit bewältigen, die für Blinde aber sehr schwierig zu händeln sind. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie sich der Alltag von blinden Menschen gestaltet, denn mir war nicht gänzlich bewusst, wie viele Hindernisse unsere Gesellschaft für sie bereit hält.

Ich habe lediglich zwei kleine Kritikpunkte an der Geschichte.
Zum Einen gab es besonders im Mittelteil des Buches sehr viele Szenen, in denen sich Liv und Leo körperlich näher gekommen sind. Natürlich ist das körperliche Interesse aneinander zu Beginn einer Beziehung enorm - vor allem bei der ersten Liebe. Ich hätte mir aber ein paar Szenen weniger davon gewünscht und stattdessen noch ein paar mehr, in denen sie etwas miteinander unternehmen und sich besser kennen lernen.
Zum Anderen hat Liv am Ende ein paar Sachen vor Leo verheimlicht, und das hat mich sehr gestört. Ich kann ihre Angst und ihre Gründe dafür nachvollziehen, allerdings hat es für mich trotzdem nicht ganz zu ihrer ansonsten sehr ehrlichen Art gepasst.
Das ist allerdings meckern auf hohem Niveau, denn trotz dieser zwei Aspekte habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit den Charakteren mitgefiebert und geschmachtet und fand es sehr interessant, mehr über Leos Welt zu erfahren,

Fazit:
Eine wirklich süße Liebesgeschichte, in der man viel über die Wahrnehmung und den Alltag von blinden Menschen erfährt. Lasst euch nicht vom Klappentext abschrecken! Von mir gibt es sehr gute 4,5 Sterne.