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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2025

Interessante Idee

If We Were Gods
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Inhalt: Der Tag, an dem Olivia Dušková eines der begehrten Stipendien an der Arcane Academy erhält, ist der glücklichste ihres Lebens. Endlich kann sie die Arkanen Ebenen studieren – so, wie es nur an ...

Inhalt: Der Tag, an dem Olivia Dušková eines der begehrten Stipendien an der Arcane Academy erhält, ist der glücklichste ihres Lebens. Endlich kann sie die Arkanen Ebenen studieren – so, wie es nur an dieser exklusiven Hochschule in Schottland möglich ist – und ihr altes Leben in Prag hinter sich lassen. In einer Klasse mit den fünf talentiertesten Studierenden ihres Jahrgangs übt vor allem der ebenso intelligente wie gutaussehende Milo Sinclair eine große Faszination auf sie aus. Getrieben von ihrem Wunsch nach Anerkennung riskiert Olivia alles, um Teil ihrer elitären Gemeinschaft zu werden. Doch als die Gruppe, angestachelt von ihrem charismatischen Professor, einen gefährlichen Plan schmiedet, wird Olivia klar: Sie wollen heimlich auf die letzte der Arkanen Ebenen vordringen – ein Unterfangen, das an Wahnsinn grenzt. Die tiefen Ebenen sind aus gutem Grund verboten. Legenden zufolge wartet dort unten das ewige Leben … oder doch nur der Tod?

Ich war so gespannt auf diesen Roman, denn alleine das wunderschöne Cover macht einiges her! Dennoch habe ich länger gebraucht, um mit dem Roman warm zu werden. Dies lag einerseits daran, dass einem wirklich keine der Figuren auch nur ansatzweise sympathisch ist und man ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen kann, andererseits, dass doch einige Szenen zeitlich übersprungen wurden, sodass mir z.B. die Erfahrungen und Begegnungen auf den niedrigeren Ebenen fehlten. Insbesondere die Interaktionen zwischen den Figuren z.B. beim Fechten und die Emotionen hätten für mich besser dargestellt werden können. Ab der Mitte und besonders zum Ende hin hat mich der Roman jedoch sehr gepackt, weil ich wissen wollte, wie es ausging und auch, wenn ich einiges vorhersehbar fand, hat mich der Haupttwist dann doch überraschen können. Ich mochte auch die düstere Atmosphäre und fühlte mich von der Art her an die Atlas-Trilogie erinnert. Besonders gut gefallen hat mir das offene Ende, allerdings fehlte mir die ein oder andere Erklärung zum wissenschaftlichen Hintergrund und Funktionieren der Risse. Hier wurde manchmal die Realitätsebene zu sehr vernachlässigt. Kein Highlight, aber auf jeden Fall eine interessante, spezielle Fantasy-Geschichte.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Überraschend gut

Das Leben fing im Sommer an
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Inhalt: Es ist der Sommer 2006, ein Hitzerekord jagt den nächsten, die Fußballweltmeisterschaft verändert das Land — und für den 15-jährigen Chris verändert sich gerade das ganze Leben. Er verbringt die ...

Inhalt: Es ist der Sommer 2006, ein Hitzerekord jagt den nächsten, die Fußballweltmeisterschaft verändert das Land — und für den 15-jährigen Chris verändert sich gerade das ganze Leben. Er verbringt die Abende mit seinen Freunden auf dem Dach der alten Scheune und verschläft die heißen Tage im Freibad. Er will Fußballprofi werden, aber vor allem will er eins: endlich cool sein. Chris ist ein Teenager wie jeder andere auch, auf der Suche nach sich selbst. Dann passiert das Unfassbare. Debbie, das schönste Mädchen der Schule, interessiert sich ausgerechnet für ihn. Es beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der Chris alles wagt und doch nie vergisst, was wirklich wichtig ist: Freundschaft und die Gewissheit, wirklich gelebt zu haben. Ein nächtlicher Roadtrip mit seinem besten Freund ist da ein guter Anfang ...

Ich war ja so gespannt, was Christoph Kramer als Autor fabriziert, und wurde definitiv positiv überrascht. Sein Coming-of-Age Roman ist locker und leicht und erinnerte mich an meine eigene Jugend. Er hat wahnsinnig gut geschildert, wie man als Teenie von einer Sekunde auf die nächste den absoluten Weltuntergang erlebt, weil der Schwarm jemand anderen küsst, nur um im nächsten Moment schon zu vergessen, dass man jemals in ihn/sie verliebt war. Von Freiheit und den kleinen und großen Problemen im Teeniealter las sich der Roman wie ein angenehmer Sommerabend nach einem Sommertag im Freien. Besonders angetan hat es mir aber das Nachwort, das den Kreis schließt und klar macht, was Wahrheit und was Fiktion ist. Überraschend gut!

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Der eine Herzenschmensch

Horror-Date
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Als Julius von seinem sterbenskranken Freund Raphael gebeten wird, wegen seiner schlechten körperlichen Verfassung zum Blind Date mit seiner angebeteten ebenfalls unheilbar kranken Onlinefreundin Nala ...

Als Julius von seinem sterbenskranken Freund Raphael gebeten wird, wegen seiner schlechten körperlichen Verfassung zum Blind Date mit seiner angebeteten ebenfalls unheilbar kranken Onlinefreundin Nala zu gehen und sich für ihn auszugeben, ist er alles andere als begeistert. Schließlich hat er im Gegensatz zu Raphael überhaupt keine Ahnung von Literatur und kennt keinen einzigen Insider der beiden. Dennoch kann er ihm den Wunsch nicht ausschlagen und mimt den Schwerkranken - mit folgenschweren Katastrophen.

"Horror-Date" ist der nunmehr dritte "Nicht-Thriller" von Sebastian Fitzek und hat mir wirklich gut gefallen. Natürlich muss man seinen Verstand abschalten, weil man sonst ständig hinterfragt, warum Julius sich ständig in die schlimmsten Situationen begibt und nicht einfach für Aufklärung sorgt. Wenn man dies schafft, ist der Roman witzig, anrührend und herzergreifend. Besonders der unvorhersehbare Twist am Ende hat mich emotional sehr erreicht und auch die netten Gimmicks des Autors brachten mich zum Schmunzeln. Ab und zu wirkte der Sprachstil auf nicht etwas zu bemüht, sonst bietet der Roman aber ein kurzweiliges und emotionales Lesevergnügen und ist meiner Meinung nach der bisher beste "Nicht-Thriller" des Autors.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

RomCom mit Tiefe

Just for the Summer
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Emma steht unter einem Fluch: Jeder Mann, den sie datet, ist nicht für sie bestimmt, sondern findet im Anschluss an die Trennung von ihr seine große Liebe und heiratet. Als sie online Justin kennenlernt, ...

Emma steht unter einem Fluch: Jeder Mann, den sie datet, ist nicht für sie bestimmt, sondern findet im Anschluss an die Trennung von ihr seine große Liebe und heiratet. Als sie online Justin kennenlernt, der unter demselben Fluch zu leiden scheint, verabreden sie sich, gemeinsam den Fluch zu brechen: Sie gehen einen Monat lang miteinander aus und machen Schluss - und finden ihre Traumpartner.

Gemeinsam mit ihrer Freundin Maddy macht sich Emma kurzerhand auf nach Minnesota und beginnt mit Justin ihren speziellen Fake-Dating-Plan. Doch aus einer oberflächlichen Verbindung wird schnell mehr, als sie beide mit den Traumata und Schwierigkeiten des jeweils anderen konfrontiert werden. Gar nicht so leicht, den anderen wieder loszulassen, wenn die Chemie stimmt und man Gefühle und Geheimnisse miteinander teilt...

"Just for the Summer" ist bereits der zweite Roman, den ich von der Autorin Abby Jimenez gelesen habe. Entgegen meiner Erwartungen eines sommerlichen locker-flockigen Romans, wartete dieser mit ernsten, schweren Themen auf und besaß eine Tiefe, die für RomComs eher ungewöhnlich ist. Dies hat mir aber sehr gut gefallen, denn die Entwicklung der beiden Figuren und die zum Teil schockierenden Hintergründe haben mich sehr in den Bann gezogen.

Als Figur hat mir insbesondere Justin sehr gut gefallen, der warmherzig, offen und sympathisch ist. Mit Emma wurde ich insgesamt nicht so recht warm, weil sie alle anderen stets auf Distanz hält. Dieses Verhalten klärt sich zwar auf, bewirkte aber, dass ich mich bei ihr oft wie außen vor fühlte. Im Anschluss an den Roman befindet sich ein interview in der Autorin, in der sie darstellt, warum sie Emma als Figur so konzipiert hat, was mir sehr gefallen hat. So konnte ich Emma gegenüber nachträglich wohlwollender sein. In der Verbindung mit Justin hat sie mir zudem sehr gut gefallen, die beiden als Paar sind wirklich sehr süß und es gab viele auch leichtere Szenen, die die schwere Thematik etwas aufdröselten.

Fazit: Eine etwas andere RomCom mit mehr Tiefe als erwartet, was aber kein Manko ist.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Wirklich berührend

Der Bright-Side-Running-Club
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Inhalt: Es gibt wenig, das in Keiras Leben besser laufen könnte. Sie ist glücklich verheiratet, stolze Mutter einer pubertierenden Tochter und erfolgreiche Geschäftsinhaberin eines kleinen Keramikladens. ...

Inhalt: Es gibt wenig, das in Keiras Leben besser laufen könnte. Sie ist glücklich verheiratet, stolze Mutter einer pubertierenden Tochter und erfolgreiche Geschäftsinhaberin eines kleinen Keramikladens. Doch eine Routineuntersuchung zieht ihr plötzlich den Boden unter den Füßen weg: Diagnose Brustkrebs. Keira wäre aber nicht Keira, wenn sie einfach kampflos aufgeben würde. Sie ist fest entschlossen, dass die Erkrankung nicht ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen soll. Und so rennt sie dagegen an – im wahrsten Sinne des Wortes. Zusammen mit drei weiteren erkrankten Frauen gründet sie den Bright-Side-Running-Club, eine Laufgruppe, die sich gegenseitig Mut macht und unterstützt. Und es dauert nicht lange, bis sich ihnen immer mehr Frauen anschließen…

Dieser Roman hat mich unglaublich ergriffen. Die Autorin hat es geschafft, Keira unglaublich empathisch auf ihrem schweren Weg zu begleiten. Besonders berührend fand ich, dass die Handlung in einigen Aspekten auf wahren Begebenheiten beruht, da die Autorin selbst Brustkrebs hatte und ihre Erfahrungen mittels dieses Romans teilt. Es war teilweise so bewegend und herzergreifend, dass ich Pausen einlegen musste, um wieder zu mir zu kommen. Die Irrungen und Wirkungen im Gesundheitssystem, der Umgang Dritter mit Kranken und die persönliche Situation im familiären Umfeld wurden ergreifend beschrieben und nachvollziehbar dargestellt. Von Trauer, über Entsetzen, Wut und Freude, Erleichterung und Hoffnung war alles dabei.

Neben Keira als Protagonistin haben mich vor allem die Figuren der Lauftruppe sehr begeistert. So viele unterschiedliche Frauen, die es schaffen, sich gemeinsam durch die Krebserfahrung hindurchzuarbeiten und einander Halt zu bieten. Etwas schade fand ich in Bezug auf die Handlung, dass die Geschehnisse rund um Keiras berufliches Umfeld sehr durchschaubar waren. Zudem hätte ich mir mehr Kommunikation zwischen ihr und ihrem Ehemann gewünscht. Dennoch zeichnete die Geschichte ein gutes Bild ab, wie nicht nur die Betroffene selbst, sondern auch ihre Familie und Freunde eine Krebsdiagnose und -therapie bewältigen müssen. Dieser Roman ist auf jeden Fall etwas für Fans von Jojo Moyes und Cecilia Ahern!

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