Profilbild von Crazy-CAT

Crazy-CAT

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Crazy-CAT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Crazy-CAT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2020

Unerwartete Überraschungen

Mister Secret
0

„Mister Secret“ ist der zweite band einer Reihe, der durchaus aber auch unabhängig voneinander gelesen werden könnte. Das einzige was einem im Klaren sein sollte, ist, dass das Pärchen aus dem ersten Band ...

„Mister Secret“ ist der zweite band einer Reihe, der durchaus aber auch unabhängig voneinander gelesen werden könnte. Das einzige was einem im Klaren sein sollte, ist, dass das Pärchen aus dem ersten Band drin vorkommt... Aber da es sich um einen Liebesroman handelt, ist das ja kein allzu grosser Spoiler....

In der Geschichte geht es um Asha Tate, die Schwester der Protagonistin aus dem ersten Band, die in einem Verlag arbeitet und aufgrund einer Chance auf eine Beförderung nach dem nächsten großen Bestseller suchen muss. Ich kürzester Zeit,... denn es handelt sich gleichzeitig um einen firmeninternen Wettbewerb.
Kein lektoriertes Buch scheint ihr gut genug zu sein, dann stößt sie auf das Instagram Profil von „Mister Feelgood“ und seine Gedichte... nicht nur das haut sie und ihre Freundinnen und scheinbar alle Frauen um, auch die Bilder dazu auf denen der Verfasser selber - oder besser nur sein Oberkörper, nicht aber das Gesicht zu sehen ist. Zudem vermutet sie dahinter eine tragische Liebesgeschichte, die veröffentlicht werden muss... also nimmt sie Kontakt zu „Mister Feelgood“ auf, und trifft schließlich auf eine harte Nuss, Arroganz aber auch auf eine Überraschung...

Vorweg, ich find es schon ein wenig schade, dass der Titel des Buches „Mister Secret“ und nicht wie im Original „Professor Feelgood“ ist... andererseits gebe ich zu, dass mich Mister Secret einerseits etwas mehr anspricht, obwohl der andere Titel auch aufgrund des Instagram Accounts zum Buch passen würde...

Die Geschichte und das Buch ließen sich gut lesen.
Eine leichte Unterhaltung für zwischendurch,... leider bei mir aber auch nicht mehr. Ich war irgendwann ein wenig genervt von „Mister Feelgood“, er war mir nicht wirklich sympathisch mit seiner Arroganz. Und so wirklich könnte ich die beiden nicht verstehen, auch asha fing mich gegen Ende an zu nerven, aufgrund ihrer früheren und jetzigen Handlungen...
zudem gab es so einige Klischees, die verwendet wurden und auch leider etwas vorhersehbar sind (für die es gelesen haben: allein die Szene mit dem ersten aufeinandertreffen, oder noch was sich zuvor in der Bar abspielte...) und das Ende war auch maßlos übertrieben.
Einige Kollegen, die Großmutter und Personen aus Ashas Vergangenheit wurden zwar immer wieder erwähnt, kamen aber viel zu kurz. Gerade die Großmutter sollte öfter drin vorkommen, wenn sie doch so eine Bezugsperson ist oder eben die gewisse Person aus der Vergangenheit, die ja auch jetzt immer wieder rumgeistern scheint, da hätte das Auftauchen schon für etwas Konfliktpotential gesorgt....

Alles in allem aber auch ganz nette und lustige szenen. Der schreibstil der Autorin gefällt mir gut und ist auch bissig witzig, vielleicht sollte ich mir einige ihrer anderen Werke auch mal zu Gemüte führen.
Diese Geschichte war zwar für mich durchschnittlich, könnte aber dennoch ganz gut unterhalten. Perfekt eigentlich für einen Sommerabend auf der Terrasse mit wenig Anspruch auf das man sich konzentrieren müsste. Schön berieseln lassen mit einer locker leichten Liebesgeschichte.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.04.2020

Gefährliche Faszination

The Doll Factory
0

„The Doll Factory“ hat mich bereits mit dem Cover wahnsinnig angesprochen, der Klappentext war genauso vielversprechend. Und ich würde nicht enttäuscht...

Wir lernen in „The Doll Factory“ im Jahre 1850 ...

„The Doll Factory“ hat mich bereits mit dem Cover wahnsinnig angesprochen, der Klappentext war genauso vielversprechend. Und ich würde nicht enttäuscht...

Wir lernen in „The Doll Factory“ im Jahre 1850 die junge Iris kennen, die mit ihrer Schwester in einer kleinen Puppenmanufaktur arbeitet. Iris interessierte sich aber schon immer sehr für die Kunst, mal nachts heimlich, aber dass Frauen in der Zeit malen, ist nicht üblich. Beim Bau der Weltausstellung, deren Gelände sie genau wie viele andere Interessierte besucht, lernt sie über einen kleinen Jungen, Albie, den „Künstler“ Silas kennen, der sofort fasziniert von ihr ist.
Doch Silas Faszination ist keine normale Faszination. Er sammelt tote und abstruse Tiere um sie auszustellen, auszustopfen und anderen Künstlern für Ihre Malerei zur Verfügung zu stellen. Und genau deswegen wird Silas von anderen Künstlern ausgestoßen, nicht anerkannt und ausgemacht.
Schließlich aber lernt Iris einen andren Künstler kennen, der sie versteht und in den sie sich verliebt.... und Silas Faszination nimmt gefährliche Züge an...

Die gesamt Geschichte ist wahnsinnig spannend. Die ganze Zeit schwebt eine gewisse Anspannung in der Luft, die man greifen kann.

Silas ist ein sehr interessanter Charakter, aber auch sehr düster. Der ausgestoßene, der Anerkennung sucht und gleichzeitig psychische Probleme zu haben scheint. Viele belächeln ihn und sehen nicht die Gefahr in ihm.
Am Anfang hat er mich sogar ein wenig an Jean Baptiste Grenouille aus „Das Parfüm“ erinnert...
Iris hingegen ist einerseits eine für ihre Zeit mutige Frau, die e wagt ihr Leben hinter sich zu lassen um ihren Träumen nachzugehen, andererseits scheint sie mir aber auch weiterhin nicht immer so stark, Gefangene der Gesellschaft. Wahnsinnig schüchtern und in den Gedanken der Gesellschaft der damaligen Zeit doch gefangen...
Beide Personen können einen auf gewisse Weise leid tun... auf jeden Fall fühlt man beim lesen mit.

Ich fand es schön, dass es in der Zeit der Weltausstellung spielt. Die Faszination des gläsernen Baus kommt rüber, aber an manchen stellen hätte ich mir doch noch ein wenig mehr wünscht.

Ein tolles Buch, dass ich nur empfehlen kann. Nicht unbedingt nur für Freunde von historischen Romanen, sondern auch Leute die gern Thriller mit einem historischen Hintergrund lesen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 12.10.2019

Mark Benecke ganz persönlich

Mein Leben nach dem Tod
0

Mark Benecke ist wahrscheinlich der bekannteste Forensiker in Deutschland, der mit seinen Vorträgen das ganze Jahr über durch ganz Deutschland reist und über seine spannenden Fälle, Insekten und dergleichen ...

Mark Benecke ist wahrscheinlich der bekannteste Forensiker in Deutschland, der mit seinen Vorträgen das ganze Jahr über durch ganz Deutschland reist und über seine spannenden Fälle, Insekten und dergleichen referiert. Dabei gibt es so manche fragen der Zuhörer, die er immer wieder gefragt wird, sei es zu den Fällen oder auch zu seinem persönlichen Werdegang.

Dies hat Mark Benecke zum Anlass genommen seine Biographie zu schreiben und zu veröffentlichen. Diese Biographie ist wirklich gelungen. Immer wieder hat man beim lesen das Gefühl, dass er persönlich neben einem sitzen könnte und erzählt. Man hat quasi seine Stimme im Kopf. Das ganze macht das lesen zu einem Vergnügen und auch nicht im entferntesten langweilig.

Wobei Langeweile eh nicht aufkommen kann bei den Sachen, die er erzählt.

Er erzählt wie er aufgewachsen ist, wie er anfing sich für Biologie und schließlich für die Forensik zu interessieren. Zwischendurch gibt es immer wieder Einwürfe zu seinen Fällen um das ganze zu veranschaulichen.

Zugegeben manchmal erscheint es zunächst ein wenig wirr, aber nicht wirklich verwirrend, genauso wie es wohl in seinem Kopf vorgegangen sein mag, als er alles niederschrieb. Ein wenig schade ist lediglich, dass er nicht komplett chronologisch erzählt, so springen wir ab und zu vor und zurück. Andererseits passt es aber auch gerade in den Kontext und man versteht es ja dennoch umso besser.

Mir hat das lesen des Buches wirklich Spaß gemacht. Ich habe Einblicke erhalten, die mich interessierten und ebenso neues gelernt. Zu ihm als Person, aber auch zu seiner Arbeit. Er ist eine interessante Persönlichkeit (auch wenn er es vllt anders sehen würde), interessante Gedankengänge die zum nachdenken anregen, aber auch Einblicke, die er in sich gibt. Er legt offen da, wie er denkt und wie seine Einstellungen sind. Vielleicht wird es manch einen verwundern, aber gleichfalls verständlich machen, dass man so seinen Beruf ausüben kann. Da ich nächstes Jahr zu einem seiner Vorträge gehen werde, habe ich mich sehr darüber gefreut und kann das Buch als Grundlage, aber auch definitiv jeden Fan oder auch nur interessierten nur empfehlen. Ich werde demnächst nach und nach auch seine anderen Bücher zur Hand nehmen um noch mehr zu erfahren.

  • Cover
  • Thema
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 09.08.2019

Eine starke junge Frau des 19. Jahrhunderts

Effi liest
0

Die Geschichte spielt Ende des 19.Jh, zunächst in Hamburg und anschließend in Berlin und beschreibt die Geschichte einer jungen Frau zur damaligen Zeit, in der es für Frauen eben nicht normal ist zu lesen ...

Die Geschichte spielt Ende des 19.Jh, zunächst in Hamburg und anschließend in Berlin und beschreibt die Geschichte einer jungen Frau zur damaligen Zeit, in der es für Frauen eben nicht normal ist zu lesen und sich Wissen anzueignen.

Die Geschichte beginnt eine Nachmittags, als Effi ein verstecktes Buch findet, und aufgrund des ziemlich prekären Inhaltes vom Pensionat für höhere Töchter fliegt. Sie muss zunichtemachen Vater nach Hause nach Berlin zurück kehren. Im Zug nach Berlin lernt sie den Jungen Arzt Max kennen, der ihre Ansichten über Frauen und Wissen positiv zuredet. Beide müssen noch später immer wieder aneinander denken und werden sich schon bald wieder begegnen. Effi ist derweil bei ihrem Vater angekommen und kann ihm aufgrund der Ereignisse überzeugen, dass sie studieren möchte. Ihr Vater hat da allerdings auch ein paar Bedingungen und Voraussetzungen, und so kämpft sich Effi durch um als Frau studieren und vielleicht auch das Buch, das Auslöser des ganzes war, so wie soviele andere ihr als frau noch verwehrte Bücher, einmal in den Händen halten zu können. Und Max ? Werden die beiden sich wieder sehen und empfinden sie beide etwas füreinander?

Mir gefielen bei der Leseprobe die geschichtliche Einordnung am Anfang und die ersten Seiten der Geschichte sofort.
Der locker leichte Schreibstil passt gut zu unserer Hauptprotagonistin, ein wenig niedlich und unbedarft, so wie die Mädchen zu der Zeit waren / erzogen wurden. Mir hat genau diese Schreibarbeit sehr gut gefallen, so dass man sich gut in die Geschichte hineinversetzen konnte und unsere Protagonisten einfach nur sympathisch finden muss.
Es gibt so viele schöne Kleinigkeiten (z.B. Der Vergleich mit den raschelnden Auspacken der Pralinen um vernascht zu werden), die einfach niedlich und lustig sind, genau wie die Mädchen schon bei sowas peinlich berührt reagieren. Da kann man heute nur drüber lachen und froh sein, dass solche Zeiten vorbei sind.
Mir gefällt wie sich Effi immer stärker und selbstbewusster entwickelt. Für eine junge Frau in der damaligen Zeit sicherlich sehr schwer, was wir heute so für selbstverständlich halten, haben sich die Frauen damals erkämpfen müssen.

Eine absolute Leseempfehlung. Für junge Mädchen und Frauen gleichermaßen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
Veröffentlicht am 13.05.2019

Kein Jugendbuch - aber auch mit kleinen Schwächen

Elite
0

Das Buch startet rasant, lässt aber leider im Laufe des Lesens ein wenig von dem rasanten Tempo ab.

Aber zunächst einmal positives vorweg. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Gerade Geschichten, ...

Das Buch startet rasant, lässt aber leider im Laufe des Lesens ein wenig von dem rasanten Tempo ab.

Aber zunächst einmal positives vorweg. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Gerade Geschichten, die an Schulen spielen, lese ich und sicherlich auch noch viele andere (die dem Alter schon entwachsen sind) immer wieder gerne.
Hier haben wir eine typische Geschichte voller Intrigen und Geheimnisse, ohne dass wir hier eine Geschichte auf jugenbuchniveau haben, was mir persönlich sehr gefallen hatte. Ich hatte es zunächst befürchtet, würde hier aber positiv überrascht, dass das Buch erwachsener ist und dementsprechend auch entsprechende Protagonisten hat, die nicht stumpf wie in manchen Jugendbüchern sind.

Das Buch greift auch ein paar wichtige Themen auf, die gerade hinsichtlich des Sexismus oder der Gleichberechtigung - auch zwischen Schülern mit Stipendium und denen die es sich von Geburt aus leisten können, anspricht. Allerdings zeigen sich hier ein paar erste Schwächen in der Umsetzung.

Ich geb zu, ich musste mich auch ab und zu aufraffen, weiter zu lesen, nicht weil das Buch schlecht war, ich find es an einigen Stellen sogar ziemlich gut, aber eher weil mir die erhoffte Spannung in einigen Bereichen zu sehr fehlte... die angesprochene Spannung zu Beginn, ließ doch ein wenig nach, verlor sich ein wenig in Erzählungen und Beschreibungen.
Gerade am Ende habe ich auf mehr Spannung gehofft, auch wenn es wieder ein wenig an Spannung zunahm,... tatsächlich war das Ende nicht wirklich befriedigend, irgendwas fehlte mir,...
Für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch, das einige Schwächen hat, eine recht gute Idee und einige gute Szenen, etwas zu langsam dann aber erzählt werden, wodurch ab und zu die Spannung etwas verloren ging.
Trotz allem aber auch ein gutes Buch, was ich nicht ausschließe durchaus noch einmal zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
  • Spannung