Sommerlektüre mit einem Hauch Spannung
Stralsund ermittelt - Tote Dichter schreiben nichtRein in den Strandkorb, die Beine hoch, eine Hand am kühlen Getränk - und jetzt „Stralsund ermittelt“ vor die Nase! Krimi-Fans dürfen sich auf einen unterhaltsamen Cozy-Krimi freuen, in dem es nach einem ...
Rein in den Strandkorb, die Beine hoch, eine Hand am kühlen Getränk - und jetzt „Stralsund ermittelt“ vor die Nase! Krimi-Fans dürfen sich auf einen unterhaltsamen Cozy-Krimi freuen, in dem es nach einem beschaulichen Start und dem Kennenlernen der Figuren natürlich um (mehr als einen) Mord geht. Vor allem diejenigen, die es weniger blutig mögen, kommen dabei auf ihre Kosten, denn bei der Auflösung steht das Rätseln und mühsame Aufdröseln der Hintergründe im Vordergrund. Aber eben nicht nur das: Was den Roman ausmacht, ist vor allem das sympathische Ermittler-Trio, das Team Weingold. Jeder einzelne von ihnen, allen voran Nele, wird mit seinen Eigenarten und den dazugehörigen zwischenmenschlichen Verwicklungen (ja, auch in Liebesdingen prickelt’s etwas) vorgestellt - nett, aber noch mit Luft nach oben. Die Autorin hat Mut zur Lücke und löst eben nicht alle Rätsel vollends auf. Alle, die Band 1 von „Stralsund ermittelt“ nicht kennen, werden zwar dennoch ihren Spaß haben. Es drängt sich mir aber der Eindruck auf, dass noch viele Fragen offen sind, deren kreative Beantwortung den Figuren und damit der Reihe mehr Tiefe verleihen würden. Was hat es zum Beispiel mit der rätselhaften Birdie auf sich, der wunderbar angelegten Nachbarin, der unbedingt mehr Raum gegeben werden sollte. Ein bisschen mehr Tiefgang, sowohl was Figuren als auch die Ereignisse rund um den Kriminalfall angehen, wäre wünschenswert. Und dennoch: Der 2. Band von „Stralsund ermittelt“ ist gut zu lesen - ein leichter Sommer-Krimi, der ohne zu viel geistige Aufregung und in bester Urlaubsstimmung genossen werden kann!