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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2022

Eine interessante Story mit Lust auf mehr

DAS BRENNEN DER STILLE - Goldenes Schweigen (Band 1)
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Das Brennen der Stille ist für mich eine völlig neue und bisher nie dagewesene Idee. Der Klappentext und das Cover machen wirklich neugierig auf die Story. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten, ...

Das Brennen der Stille ist für mich eine völlig neue und bisher nie dagewesene Idee. Der Klappentext und das Cover machen wirklich neugierig auf die Story. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten, so dass der Leser wunderbar in die Geschichte eintauchen kann. Was ich besonders gelungen finde, sind die Auszüge aus der Gedankenwelt bzw. aus der Heiligen Schrift am Anfang eines neuen Kapitels. Die Kapitel wechseln jeweils aus der Sicht von Olive und Kyle, so dass sich der Leser besser in die Handlungen des einzelnen hineinversetzen kann. Die beiden Hauptprotagonisten sind passend geschrieben und wirken positiv auf mich. Auch wenn Kyle in einem hin und her seiner Emotionen gefangen ist, kann ich die Handlungsweisen gut nachvollziehen. Olive hat sich nach und nach stetig weiter entwickelt und ist für mich die bisher stärkste und ausgearbeitetste Rolle in der Geschichte. Über die eigentlich Welt in der sie leben, wird nur hier und da ein einig Einblick gewährt. Es könnte für mich sogar noch tiefer gehen, so dass der Leser eine bildliche Vorstellung der ganzen neuen Welt erhält. Denn es dreht sich hauptsächlich um die einzelnen Protagonisten. Die Vorstellung, dass jedes gesprochene Wort Spuren auf der Haut hinterlässt ist wirklich eine grandiose Idee. Auch der damit verbundene Aspekt der Feindseligkeiten zwischen den „Rebellen“ und den „Schweigenden“ ist modern und zieht Parallelen zur heutigen Gesellschaft. Was mir nicht so zusagte war die Beziehung zwischen Olive und Kyle. Mir an einigen Stellen zu viel Liebesgeplänkel und ein hin und her. Auch gab es für mich zwei Momente, die für mich nicht nachvollziehbar bzw. nicht logisch erschienen. Toll finde ich die Tatsache, dass man als Leser nicht unbedingt weiß wem man noch trauen kann. Wer hat gute Absichten und wer versteckt sein wahres Ich. Das Ende war wirklich gut, so dass ich richtig Bock habe die Geschichte weiter zu verfolgen. Ich kann den ersten Band wirklich empfehlen, wer mal eine etwas andere Dystopie lesen möchte.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Wirklich Enttäuschend

Der dreizehnte Mann
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Der 13. Mann ist mein zweites Buch von Tsokos und Schwiecker. Nachdem ich den ersten Band nahezu verschlungen habe, musste auch Band 2 her. Der Schreibstil wirkt sehr einfach und ziemlich steif. Dabei ...

Der 13. Mann ist mein zweites Buch von Tsokos und Schwiecker. Nachdem ich den ersten Band nahezu verschlungen habe, musste auch Band 2 her. Der Schreibstil wirkt sehr einfach und ziemlich steif. Dabei laß es sich nicht sonderlich gut. Das Thema ist wahnsinnig spannend und grauenvoll. Wirklich ein Justizskandal vom feinsten. Daraus hätte man wirklich was gutes entwickeln können. Die Umsetzung hat mich jedoch sehr enttäuscht. Ich konnte leider für mich keinen Thriller oder top Story feststellen. Es war mir einfach zu trocken und stupide runter geschrieben. Es fehlte völlig an Pep. Ich als Leser habe mich quasi von einem Raum zum anderen bewegt. War ich nicht im Anwaltsbüro, befand ich mich in einem anderen Büro. Viel Gerede um nichts. Keine wirkliche Handlung und Inhalt. Es ist so schade, da mir das erste Buch richtig gut gefallen hat. Aber die Geschichte plätschert hier nur so vor sich hin und es geschieht quasi nichts. Viele Wiederholungen und ein bisschen Erinnerungen lassen mich gelangweilt zurück. Dabei sollten gerade die Erinnerungen mich fesseln, da diese Inhaltlich absolut traurig sind. Ich habe mich bis 80% des Buches durchgequält, da ich dachte das sich das Blatt noch wenden könnte. Leider brachte mir dieses Denken nichts ausser verschwendete Zeit.

Schade! Kein Buch für mich. Es hat mich einfach nur enttäuscht zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Wow! Was für ein Lesespaß

Oxen. Noctis
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Wer die Reihe von „Oxen“ bisher noch nicht kennt, wird einiges an Lesespaß verpassen. Es ist mein fünfter Oxen und ich liebe diese Reihe wirklich sehr. Schon allein die Cover sind für mich ein absoluter ...

Wer die Reihe von „Oxen“ bisher noch nicht kennt, wird einiges an Lesespaß verpassen. Es ist mein fünfter Oxen und ich liebe diese Reihe wirklich sehr. Schon allein die Cover sind für mich ein absoluter Hingucker. Ich bin wirklich froh, dass Oxen nach den ersten drei in sich abgeschlossenen Bänden weiter für den Leser greifbar ist. Denn ich hätte sonst einen tollen Protagonisten vermisst.
Es sind keine gewöhnlichen Thriller die ihr hier lesen werdet. Auch in diesem Band werdet ihr euch auf politisches Terrain bewegen. Immer wieder hebt Jens Hendrik Jensen in seinen Büchern z.B. die Kriegsveteranen hervor. Die Schreibweise ist mal wieder großartig gehalten. Oxen ein mit depressiver und PTBS geplagter Seele gerät wieder in einen Mordkonflikt. Diesmal jedoch wird Oxen selbst ein Opfer der Gewalt. Die Story ist anfänglich sehr stark geschrieben und lässt den Leser nicht los. Zur Mitte des Buches schwächelt leider die Geschichte etwas, was den Ermittlungen geschuldet ist. Diese sind mir einfach zu viel mit neuen unbekannten Protagonisten besetzt und verwirrt mich eher. Als es Oxen selbst an den Kragen geht, gewinnt das Buch wieder an Schwung und Spannung. Die Fragen die sich der Leser hier stellt, werden am Ende des Buches aufgeklärt und hinterlässt einen glücklichen Lesespaß. Wieder mal ein gelungenes Werk von Jens Hendrik Jensen.

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Veröffentlicht am 19.03.2022

Eine grandiose Autorin mit einem weiteren Lesehighlight

In deinen Augen der Tod
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Wer Kerstin Ruhkieck noch nicht kennt, hat bis heute viele tolle Bücher verpasst. Denn für mich ist sie eine Autorin, die noch viel zu wenig Aufmerksamkeit inne hat. Auch mit ihrem neuesten Werk hat sie ...


Wer Kerstin Ruhkieck noch nicht kennt, hat bis heute viele tolle Bücher verpasst. Denn für mich ist sie eine Autorin, die noch viel zu wenig Aufmerksamkeit inne hat. Auch mit ihrem neuesten Werk hat sie wieder ihr Können auf allen Ebenen gezeigt. Ein Buch das auf so viele Weisen einfach nur das Leserherz höher schlagen lässt.
Ihr bekommt hier eine Story, die in 4 Haupteile gegliedert ist. Diese untermauern die verschiedenen Lebensabschnitte von 5 Jahren. Als Leser kann man sich somit gut auf die Zeitebenen einstellen. Der Schreibstil ist sehr hochwertig und bildlich geschrieben. Ich war in Olivias Gedanken und Geschehnissen gefangen, weil die fließenden Worte mich einfach durch die Seiten trugen. Ich liebe einfach die Art wie Kerstin schreibt. Es ist eine stetige melancholische und dramatische Stimmung vorhanden, die sehr bedrückend wirkt. Somit eine permanente Grundspannung enthalten, auch wenn es sich um zwischenmenschliche Gegebenheiten handelt. Selbst Gespräche, Begegnungen, Freundschaften wirken stetig mysteriös und in sich brodelnd. Ich wusste nie, in welche Richtung ich denken soll. Ständig wurde mein Misstrauen erneut entflammt und mit mir als Leser gnadenlos gespielt. Das ist für mich ein Talent, welches nicht viele Menschen durch Worte hervorzaubern können. Die Protagonisten sind stimmig und in sich authentisch dargestellt. Das ganze Buch ist ein Rätsel und verbirgt Geheimnisse, die am Ende dann den großen Showdown haben. Die Themen, die innerhalb des Buches angesprochen werden, sind wissenschaftlich fundiert und gut recherchiert. Und immer wieder kommen neue Wendungen zu Tage, so dass das Buch einfach weggesuchtet werden möchte.
Typisch für Kerstins Bücher…wenn du denkst, du hast die Lösung hast du dich getäuscht. Denn hinter ihren Büchern steckt eine für mich grandiose Autorin, die Themen aufgreift, die man als Leser selten findet und die weiß wie man gute Pageturner schreibt.
Nicht mein letztes Buch von ihr! Absolute Leseempfehlung und Autorin für Lesestunden die du so schnell nicht vergessen wirst.

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Ein Buch mit Ecken und Kanten

Mörderfinder – Die Macht des Täters
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Der erste Band der „Mörderfinderreihe“ war für mich ein Lesegenuss, so dass ich mich auf den zweiten Band ziemlich freute. Das Cover ist ansprechend und passend zum ersten Band. Kurzweilige Kapitel und ...

Der erste Band der „Mörderfinderreihe“ war für mich ein Lesegenuss, so dass ich mich auf den zweiten Band ziemlich freute. Das Cover ist ansprechend und passend zum ersten Band. Kurzweilige Kapitel und die Darstellung der unterschiedlichen Sichtweisen durch die Verwendung von den Namen als Überschriften bzw. der Änderung des Schriftstils ermöglicht einen guten Durchblick. Der Leser wird gleich zu Beginn mit einem tollem Prolog magisch angezogen. Es versprach eine gute Story zu werden. Max Bischoff ist auch hier wieder als Fallanalytiker tätig, der jedoch mit viel zwischenmenschlichen Zwist zu tun hat. Ihm werden durch die neue Leitung viele Steine in den Weg gelegt. Jedoch ist Max nicht auf den Kopf gefallen und schafft mit seiner Art einen tollen Schlagabtausch, welches das ein oder andere Mal ein Lächeln in mein Gesicht zauberte. Was mich an diesem Band ziemlich störte war die Tatsache, dass fast jeder Protagonist hier sehr unsympathisch beschrieben wurde. Bis auf Max und Horst habe ich kaum einen Draht zu den anderen Protagonisten aufbauen können. Das ist wirklich schade. Was an Spannung anfänglich gestreut wurde, konnte leider nicht aufrecht erhalten werden. Zwischendurch plätschere die Geschichte so dahin und die ständigen Wiederholungen rund um Kirsten nervte mich irgendwann. Ich habe es schon im ersten Band verstanden, dass Max ein Trauma mit der Schwester erlebte. Nur muss ich es nicht gefühlt auf jeder dritten Seite lesen. Falsche Spuren, viele Wendungen lassen den Leser immer wieder vor neuen Tatsachen blind stehen. Arno Strobel setzt hier gezielt falsche Fährten, die immer wieder für einen neuen Spannungsbogen sorgten. Nur leider war mir dies zu offensichtlich gestreut. Dennoch wollte ich stetig wissen wie es weiter geht und alles am Ende zusammenhängen soll. Das Ende hat mich dann leider ziemlich enttäuscht zurück gelassen. Es war mir zu konstruiert, zu weit hergeholt und zu platt. Das Motiv hinter den ganzen Morden nicht wirklich klar. War es Rache? War es „ich möchte gern ein Spiel spielen“? Es war von allem etwas, nur für mich nicht nachvollziehbar. Das ist wirklich schade. An den ersten Band kommt dieses Buch leider nicht ran.

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