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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Im Verfall begriffen

Die Unbehausten
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Ich habe „Demon Copperhead“ letztes Jahr so geliebt und mich auf diesen neuen Roman sehr gefreut. Für mich reicht der aber sowohl thematisch als auch vom Flair und Lesegefühl her nicht an den Erfolgsroman ...

Ich habe „Demon Copperhead“ letztes Jahr so geliebt und mich auf diesen neuen Roman sehr gefreut. Für mich reicht der aber sowohl thematisch als auch vom Flair und Lesegefühl her nicht an den Erfolgsroman heran.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, die Handlungsstränge verbunden durch den Schauplatz: ein Haus in Vineland in New Jersey. Es geht um Gesellschaft, Familie und ein Leben zwischen Geldsorgen, Stellung und Verpflichtung.

Mir hat vor allem der Handlungsstrang rund um die Naturforscherin Mary Treat und ihre Freundschaft zu ihrem Nachbarn Thatcher gut gefallen. Mrs Treat war ihrer Zeit voraus und ihre Ausführungen über ihre Forschungen fand ich super interessant und unterhaltsam.

Die Gegenwartshandlung mutete dagegen für mich etwas blasser an, zog sich mit den aneinandergereihten Schicksalsschlägen als Odyssee des Unglücks stellenweise etwas dröge dahin. So richtig bin ich in diesen Handlungsstrang nicht reingekommen, obwohl er das Gesellschaftsbild durchaus gut widerspiegelte.

Das Buch liest sich wieder wort- und bildgewaltig. Es wird viel über die Lebensverhältnisse und gesellschaftlichen Zustände erzählt, was interessant anmutet. Das Buch ist wieder durchaus lesenswert. Mir hat aber dieses Mal dieser Funke gefehlt, der mich bei Demon Copperhead so berührt hat.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Coole Idee, kurzweilige Unterhaltung

Countdown. Der letzte Widerstand
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Ich hab das Buch selbst durch Social Media gefunden und bin neugierig geworden, da ich diese Art dystopischer Romane immer sehr gerne lese. Die Lebensumstände selbst werden eher nebensächlich betrachtet, ...

Ich hab das Buch selbst durch Social Media gefunden und bin neugierig geworden, da ich diese Art dystopischer Romane immer sehr gerne lese. Die Lebensumstände selbst werden eher nebensächlich betrachtet, stattdessen fokussiert sich die Handlung auf eine Verkettung von Ereignissen, die auf ein Schlüsselereignis zulaufen. Das ist mal ein anderer Erzählansatz, aber durchaus nicht schlecht gewählt.Man kommt dadurch auf jeden Fall super schnell in die Geschichte rein.

Passend zum Titel zählen die Kapitel einen Countdown runter. Was am Ende des Countdowns steht, das erfährt der Leser erst nach und nach im Handlungsverlauf. Aber es steigert auf jeden Fall von Beginn an die Spannung und man geht mit einer gewissen Erwartung in die Geschichte.

Die Sprache ist passend zum Alter der Protagonisten klar, schnökellos und leicht verständlich. Generell ist die Handlung überraschend simpel gehalten, wodurch mal als Leser geradezu durch die Seiten zu fliegen scheint. Es ist zwar ein Buch für junge Leser, aber da die Themen recht allgemeingültig sind, ist das durchaus auch für älteres Publikum geeignet.

Teilweise ging mir zwar vieles ein bisschen zu glatt und es gab wenig echte Reibungspunkte, aber durch das anhaltende Tempo und die dadurch erzeugte Spannung wird man trotzdem bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Eine Schneise der Verwüstung

John
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Yoko war für mich letztes Jahres eines dieser überraschenden Highlight-Bücher und umso neugieriger war ich, wie es wohl mit ihr weitergehen würde. Band 2 spielt circa 5 Jahres später, knüpft aber trotzdem ...

Yoko war für mich letztes Jahres eines dieser überraschenden Highlight-Bücher und umso neugieriger war ich, wie es wohl mit ihr weitergehen würde. Band 2 spielt circa 5 Jahres später, knüpft aber trotzdem unmittelbar an die Ereignisse des vorherigen Bandes an. Insgesamt nicht ganz so mitreißend wie Band 1, aber weiterhin sehr solide.

Yoko war es nicht nur gelungen Rache zu üben, sondern auch ungeschoren mit einer neuen Identität als John davonzukommen. Aber sie ist rastlos und dazu kommt, dass auch die Polizei weiterhin nach ihr sucht. Als ihre Identität droht enttarnt zu werden, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei und Yoko muss erneut zu drastischen Mitteln greifen.

Yoko spielt wie ein Puppenspieler mit den Erwartungen der Menschen, manipuliert sich aus diversen brenzligen Situationen heraus und zieht eine erneute Schneise der Verwüstung und des Todes hinter sich her.

Die Geschichte ist wieder super wendungsreich und voller Überraschungen. Yoko hat noch einige Tricks auf Lager und mogelt sich mal wieder auf fantastische Weise aus den Fängen derer, die sie verfolgen. Teilweise ist das fast schon ein bisschen tot much, stellenweise sehr überzogen, wie sie es auch hier wieder schafft quasi im Alleingang derartig viel Chaos und Unruhe zu stiften. Trotzdem ist es einfach super unterhaltsam.

Das Ende ist wieder mal sehr offen gestaltet, sodass man auf ein weiteres Buch hoffen darf.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Schmerzlich schön

Preston Brothers, Band 3 - Leaving Leo
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Ich hab die beiden vorherigen Bücher der Reihe quasi inhaliert und war so bereit für Band 3. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden habe ich mir aber für diesen hier mehr Zeit nehmen müssen. Es ist ...

Ich hab die beiden vorherigen Bücher der Reihe quasi inhaliert und war so bereit für Band 3. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden habe ich mir aber für diesen hier mehr Zeit nehmen müssen. Es ist auf eine andere Art tragisch, anders schmerzlich. Leise, wo die bisherigen Bände laut waren. Das kam irgendwie unerwartet, war aber auch eine sehr schöne Überraschung.

Wie schon in den anderen Büchern der Reihe beginnt es mit einer Begegnung- Boy meets Girl. Aber die Connection zwischen den Protagonisten ist anders. Unentschlossener, weniger fordernd. Es steht viel anderes im Fokus. Ich bin irgendwie mit einer gewissen Erwartungshaltung an den männlichen Protagonisten Leo herangegangen, die auf den ersten beiden Bänden beruhte. Aber Leo ist kein Bad Boy und er trägt ganz andere Lasten mit sich herum als seine Brüder.

Ich hab das ländliche Setting geliebt- Tatas Haus, Holden, das Diner. Irgendwie war das einfach super stimmig, so ein richtig sicherer Hafen, der einen Ruhepol zu den sonst sehr schmerzhaften Themen darstellt. Hab mich da irgendwie direkt wohlgefühlt.

Die Inhalte sind gefühlt erwachsener als in den anderen beiden Bänden, der Schmerz den die beiden Protagonisten sich selbst und einander zufügen ein stärker innengerichteter. Hatte beim Lesen teilweise einen richtigen Kloß im Hals. Aber da ist auch viel Licht, viel Liebe, viel Vergebung. Und das ist das schöne an diesem Buch.

Ein richtig tolles Buch, das einfach alles ist.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Unfassbar spannend

Die Festung
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Ich hab tatsächlich schon einige Escape-Thriller gelesen, auch das Locked-In Prinzip auf Insels oder ähnlichem ist ja an sich nichts neues. Da ich das aber prinzipiell super gerne lese, war ich schon neugierig ...

Ich hab tatsächlich schon einige Escape-Thriller gelesen, auch das Locked-In Prinzip auf Insels oder ähnlichem ist ja an sich nichts neues. Da ich das aber prinzipiell super gerne lese, war ich schon neugierig wie das hier umgesetzt wurde. Meine Erwartungshaltung war eher nicht so hoch, aber ich kann ganz ehrlich sagen, dass das hier vielleicht das beste Buch war, was ich jemals zu diesem Thema gelesen habe. Wow, war das spannend. Und ich mochte die eher unkonventionelle Erzählweise- richtig stark.

Das Buch wird aus der Sicht von Protagonistin Bonnie erzählt, die nach dem Entkommen aus dem Escape-Spiel in einem True Crime Podcast nach Antworten sucht. Das Buch trifft damit irgendwie auch so ein bisschen den aktuellen Popkultur-Nerv. Die Aufnahmen werden von entsprechend von den Ereignissen auf der Insel unterbrochen. Das fand ich tatsächlich richtig gut gemacht, weil man einerseits die Erlebnisse selbst hat und dann Bonnies Aufarbeitung dessen. Ich fand das ganze dadurch irgendwie deutlich authentischer, was auch massiv zur Stimmung beiträgt.

Das Escape-Spiel selbst hats echt in sich. Teilweise konnte man als Leser schon versuchen bei den Worträtseln mitzurätseln, was ich immer einen schönen Kniff finde. Die Anspannung nimmt im Verlauf der Handlung deutlich zu und ich fand es war einfach super spannend zu verfolgen. Zu der sowieso misslichen Lage kommen noch die Spannungen innerhalb der Gruppe, was schnell zu einer gewissen Eskalation führt. Generell fand ich das alles sehr stimmig konstruiert. Soweit, so gut, aber nicht übermäßig bemerkenswert. Aber dann kommt im letzten Drittel der Hammer: ein Twist den ich nicht mal ansatzweise habe kommen sehen und der zu ziemlich alles in frage stellt. Wow, einfach wow. Das hat nochmal richtig was aus der Handlung rausgeholt.

Für mich war das ein richtiger Pageturner, vor allem dann gegen Ende. Super packend mit richtig böser Komponente. Klare Leseempfehlung von mir

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