Profilbild von Daggi

Daggi

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Daggi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Daggi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2017

Geht ans Herz

Der Weihnachtswald
0 0

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Eva hat früh ihre Eltern verloren und ist bei der Großmutter aufgewachsen. Sie ist zwischenzeitlich eine erfolgreiche Anwältin und nur noch selten in ihrer Heimat. ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Eva hat früh ihre Eltern verloren und ist bei der Großmutter aufgewachsen. Sie ist zwischenzeitlich eine erfolgreiche Anwältin und nur noch selten in ihrer Heimat. Jedes Jahr zu Weihnachten kehrt sie auf das große Anwesen ihrer Großmutter zurück.

Dort trifft sie auf ihren Jugendfreund Philipp, der, ebenfalls in alter Tradition, einen großen Weihnachtsbaum in Annas Haus aufstellt und schmückt. Nach den Weihnachtsfeiertagen wird der Baum seinen Platz im „Weihnachtswald“ finden, einem Wäldchen, das seit Generationen jedes Jahr um einen weiteren Weihnachtsbaum erweitert wird.

Evas Großmutter Anna hat ein großes Herz und hat das Waisenkind Antonie zu Heiligabend in ihr Haus eingeladen. Doch Evas wirsche Reaktion auf das Mädchen veranlasst dieses, zu verschwinden. Als Eva und Philipp sie schließlich im Schneesturm finden, finden sie sich selbst in der Vergangenheit wieder.


Meine Gedanken zum Buch
Mir war zunächst nicht klar, wie zutreffend der Zusatz „Wintermärchen“ ist. Doch schon nach wenigen Seiten hat mich das Buch verzaubert und in eine andere Welt geführt.

Zugegeben, die Geschichte ist unrealistisch, aber sie ist so tiefsinnig, dass das für mich überhaupt keine Rolle gespielt hat.

Der Roman geht ans Herz und verbreitet eine märchenhafte Weihnachtsstimmung. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und vermitteln gemeinsam die Botschaft des Märchens, Familie ist alles und der Zusammenhalt nicht ersetzbar.

„Der Weihnachtswald“ ist eine ungewöhnliche Geschichte, die ich innerhalb weniger Stunden gelesen habe und die mich mit einem zufriedenen Gefühl zurückgelassen hat.

Veröffentlicht am 10.12.2017

Wunderbare Geschichte um drei ungleiche Schwestern

Das Leben ist kein Punschkonzert
0 0

Inhalt
Julchen hat den Kartoffelpufferstand ihrer Eltern übernommen und zieht mit diesem von Markt zu Markt. Das Highlight ist jedes Jahr der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden. Kurz vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts ...

Inhalt
Julchen hat den Kartoffelpufferstand ihrer Eltern übernommen und zieht mit diesem von Markt zu Markt. Das Highlight ist jedes Jahr der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden. Kurz vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts bricht sich Julia das Handgelenk. Da Caro und Melly nicht ganz unbeteiligt an dem Unglück sind, wollen sie ihrer Schwester helfen und einspringen.

Während sich die drei normalerweise nur einmal im Monat treffen, sitzen sie nun Tag für Tag stundenlang auf engstem Raum zusammen. Kein Wunder, dass da Gefühle hochkochen und es zwischen den Schwestern ordentlich knallt. Steht damit Julchens Existenz auf dem Spiel? Und was können ein Taxifahrer und ein Karussell-Besitzer zum Familienfrieden beitragen?

Die Protagonistinnen und ihre Geschichte
Carolin (Caro) hat Karriere gemacht und dabei ist die Liebe auf der Strecke geblieben. Sie will ihre Kenntnisse einsetzen, um den Kartoffelpufferstand zu optimieren und gewinnorientierter zu wirtschaften.

Melanie (Melly) ist verheirat und Mutter von drei Kindern. Um Julchen unterstützen zu können, muss sie ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten auf Eis legen. Ihr Geschäftsführer-Ehemann, der sie für Auftritte an seiner Seite bei verschiedenen Weihnachtsfeiern vorgesehen hatte, ist nicht bereit zurückzustecken und hetzt ihr dafür sogar seine Mutter auf den Hals.

Julia (Julchen) ist mit Anfang 20 mehr als zehn Jahre jünger als ihre beiden Schwestern und wird von ihnen seit ihrer Kindheit bemuttert. Sie hat ständig das Gefühl, als ob man ihr nichts zutraut, steckt aber lieber zurück, als sich mit ihren Schwestern anzulegen.

Meine Gedanken zum Buch
Heike Wanner hat hier einen ganz zauberhaften Weihnachtsroman geschaffen. Sie arbeitet mit verschiedenen Handlungssträngen. Zum einen geht es natürlich um den Kartoffelpufferstand auf dem Sternschnuppenmarkt, die Autorin beleuchtet aber auch die unterschiedlichen Leben der drei Schwestern und ihre Beziehungen zu Männern.

Während das letzte Buch, das ich von Heike Wanner gelesen habe, sehr humorvoll war und ich viel geschmunzelt habe, setzt sie in dieser Geschichte auf die ganz großen Gefühle und erzählt von Sternschnuppenwünschen, Zusammenhalt, Trauer und Liebe.

Für die passende Untermalung sorgt der Weihnachtsmarkt mit seinen Lichtern und den typischen Düften. Besonders gefallen hat mir hier, wie die Autorin die Gemeinschaft der Standbetreiber und die gegenseitige Unterstützung zeichnet und damit verdeutlicht, welche Bedeutung diese Menschen für Julia haben.

Als Bonus hat die Autorin hinten im Buch „Rezepte für den Weihnachtsmarkt zu Hause“ mit den Kartoffelpufferrezepten, Apfelweinpunsch, Kinderpunsch, Gebrannte Mandeln, Weihnachtliche Waffeln und Monikas Punschkuchen angehängt.

„Das Leben ist kein Punschkonzert“ ist eine wunderbare Geschichte um drei ungleiche Schwestern, die mich mit einem wohligen Gefühl im Bauch zurückgelassen und außerdem frühzeitig auf die Weihnachtszeit eingestimmt hat.

Veröffentlicht am 10.12.2017

Im Vergleich mit anderen Büchern der Autorin schneidet dieses hier ein wenig schlechter ab

Bis Sonntag verführt
0 0

Inhalt der Serie

Samantha „Sam“ Elliot hat die Agentur „Alliance“ gegründet, sich darauf spezialisiert hat, einem gut situierten Klientel Ehepartner auf Zeit zu vermitteln. In Band 1 hatte der britische ...

Inhalt der Serie

Samantha „Sam“ Elliot hat die Agentur „Alliance“ gegründet, sich darauf spezialisiert hat, einem gut situierten Klientel Ehepartner auf Zeit zu vermitteln. In Band 1 hatte der britische Herzog Blake Harrison das Problem, dass an die Erbschaft seines Vaters eine Eheschließung geknüpft war. Blake hat an der „Alliance“-Chefin Gefallen gefunden. Die beiden haben einen Vertrag über ein Jahr abgeschlossen und sich verliebt. Als Sam schwanger wurde, hat sie die Agentur an ihre Freundin und Brautjungfer Eliza Havens übergeben.

In „Ab Montag verheiratet“ bringt Eliza den Trauzeugen von Blake, Richter Carter Billings, in Schwierigkeiten. Da Carter für das Amt des Gouverneurs kandidiert, benötigt er eine Frau an seiner Seite und Eliza übernimmt diese Aufgabe. Auch Eliza und Carter werden ein echtes Paar und so übergibt Eliza die Geschäfte an Blakes Schwester, Gwen Harrison.

„Jawort am Freitag“ handelt von Gwen, die schon sehr lange in den Bodyguard ihres Bruders, den Ex-Marine Neil MacBain, verliebt ist. Neil ist sich ob der Wirkung, die Gwen auf ihn ausübt, sehr bewusst, doch da sie als Blakes Schwester ebenfalls zu den Menschen zählt, die er beschützen muss, muss er seine Gefühle ausblenden. Allerdings wird er von seiner Vergangenheit bei den Marines eingeholt und Gwen gerät in Lebensgefahr. Wenn Neil Gwen retten will, kann er den Sicherheitsabstand, den er sich auferlegt hat, nicht mehr einhalten …

In „Bis Sonntag verführt“ hat Margaret (Meg) Rosenthal die Geschäfte von Alliance übernommen und stößt auf eine Privatinsel, auf der Valentino (Val) Masini eine exklusive Hotelanlage für Promis namens „Sapore di Amore“ führt. Mit einem Schauspieler an ihrer Seite erhält sie Zugang zur Insel. Für künftige Aufträge von Alliance will sie das Resort unter die Lupe nehmen und feststellen, ob die Exklusivität hält, was sie verspricht.


Die Protagonisten

Valentino hat Vorbehalte gegen Margarets Aufenthalt auf der Insel. Ihm ist es wichtig, dass die Privatsphäre seiner Gäste geschützt bleibt. Da seine Recherchen über sie nicht gerade erfolgreich waren, ist es nur einem befreundeten Schauspieler zu verdanken, dass er Margaret den Zugang zur Insel gewährt.

Meg ist es ebenfalls wichtig, dass die Privatsphäre ihrer Klienten geschützt wird und testet daher aus, wie weit sie gehen kann, um trotzdem noch in einem verhältnismässig geschützten Rahmen unterwegs zu sein.

Die beiden trauen sich nicht über den Weg, schleichen umeinander herum und dann knistert es auch schnell zwischen ihnen.



Meine Gedanken zum Buch

Ich habe schon einige Bücher von Catherine Bybee gelesen und mag ihren Stil sehr. Was mir an den Reihen dieser Autorin gefällt ist, dass sie die Protagonisten der Vorgänger-Bücher sich weiter entwickeln lässt, so dass man auch immer verfolgen kann, was aus ihnen geworden ist.

Schon in „Jawort am Freitag“ hat die Autorin Kriminal-Elemente in die Geschichte eingebaut, was ich in den Bereich RomanticThrill eingeordnet habe. Bei diesem Buch ist der Kriminal-Anteil nochmals höher und das war für mich weder Fisch noch Fleisch. Die Liebesgeschichte war beschnitten und der Kriminal-Faktor hat mir persönlich zu viel Raum eingenommen und ist im Vergleich mit den anderen Büchern dieser Reihe viel zu sehr in den Vordergrund getreten.

Im Vergleich mit den anderen Büchern von Catherine Bybee reicht es daher dieses Mal nur für 3,5 von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 10.12.2017

Absolut lesenswert, nicht nur für Serienjunkies!

Codename E.L.I.A.S. - Doppelschlag
0 0

Figuren

Michael Cavenaugh, Mitte 30, Ex-Agent, wurde von der CIA kaltgestellt und von einer Institution namens E.L.I.A.S. kontaktiert

Brianna, Anfang 30, war mal mit Michael zusammen, kann alles beschaffen, ...

Figuren

Michael Cavenaugh, Mitte 30, Ex-Agent, wurde von der CIA kaltgestellt und von einer Institution namens E.L.I.A.S. kontaktiert

Brianna, Anfang 30, war mal mit Michael zusammen, kann alles beschaffen, was gebraucht wird

Matt, Briannas älterer Bruder

Luke, Ende 40, war früher Mitglied einer Spezialeinheit, hat sich als Kopfgeldjäger verdingt

Helen, Michaels Mutter

Joe, Michaels gewalttätiger Vater

Daniel, Michaels jüngerer Bruder



Klappentext

Während Ex-Spion Michael Cavenaugh sich um seinen schwerverletzten Bruder Daniel kümmert, wartet bereits die erste Mission der Geheimorganisation E.L.I.A.S. auf ihn. Gemeinsam mit seinem früheren CIA-Partner Harvey soll er einen Einbrecher beschatten und ihm seine Beute abnehmen. Diese besteht aus brisanten Dokumenten über Drogen- und Menschentransporte.

Da Brianna und Luke gerade dabei sind, einen ganz anderen Fall zu lösen, bei dem sie seine Hilfe benötigen, findet sich Michael bald inmitten von kolumbianischen Drogenhändlern und einem geheimen Killerkommando wieder. Wenn er beide Seiten zur Strecke bringen will, muss er zu einem gewagten Doppelschlag ausholen, der möglicherweise seinen neuen Auftraggebern nicht gefallen könnte.


Meine Meinung zum Buch

Da ich Band 1 kannte und Band 2 übersprungen habe, war ich natürlich gespannt, ob ich wieder problemlos in die Serie zurückfinden würde.

Meines Erachtens sollte man die Bücher der Reihe nach lesen, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Empfehlen würde ich auf jeden Fall zunächst zu Band 1 zu greifen und zu erleben, wie alles begann.

In „Was zuvor geschah“ gibt die Autorin einen Rückblick auf das Ende des zweiten Bandes, dadurch hat sie mir den Wiedereinstieg erleichtert.

Wie so oft bei Büchern von Mila Roth, wollte ich „nur kurz rein lesen“ und schon hatte mich die Spannung gepackt und ich war bis zur letzten Seite gefesselt.

Den Bösewicht in dieser Geschichte hatte ich für mich schnell ausgemacht. Er spielt zum Ende des Buches hin nochmals eine Rolle und ich muss zugeben, mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet, hier hat mich die Autorin sehr überrascht und vor allem hinterlässt sie damit, wie es sich für eine Serie gehört, einen kleinen Cliffhanger für ihre Leser.

Klingst jetzt eher geheimnisvoll, aber jedes Wort mehr wäre zu viel verraten, daher bleibt mir nur mein Fazit:

Absolut lesenswert, nicht nur für Serienjunkies!

Veröffentlicht am 10.12.2017

Spannend und überrascht mit mehreren, teils doch sehr unerwarteten Wendungen

Totenmontag
0 0

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Dr. Temperance „Tempe“ Brennan ist Mitte 40 und Forensikerin, die zwischen North Carolina und Québec pendelt. In Montreal lebt Lieutenant-Détective Andrew Ryan, mit ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Dr. Temperance „Tempe“ Brennan ist Mitte 40 und Forensikerin, die zwischen North Carolina und Québec pendelt. In Montreal lebt Lieutenant-Détective Andrew Ryan, mit dem sie ein Verhältnis hat.

Die Tempe-Brennan-Reihe hat nur bedingt etwas mit der Fernsehserie zu tun. Die Serie wird in Zusammenarbeit mit Kathy Reichs produziert, ist aber keine Verfilmung der Romane, sondern eher eine Vermischung mit den Romanfiguren:

Die Tempe Brennan aus der Serie ist jünger, als die Romanfigur und ist auch ein ganz anderer Charakter. Die Fernseh-Tempe schreibt selbst Romane und ihre Heldin ist die forensische Anthropologin Kathy Reichs, die ihrerseits mit ihrem Partner Andy (Andrew Ryan) zusammenarbeitet.

Gerade ist sie in Kanada, als im Keller einer Pizzabude drei Leichen gefunden werden, die Tempe jungen Mädchen zuordnen kann für die es jedoch offenbar keine Vermisstenmeldungen gibt.

Antike Knöpfe, die die Polizei neben den Leichen findet, lassen diese darauf schließen, dass die Mädchen schon Jahrzehnte zuvor vergraben wurde, was das Interesse der Ermittler, insbesondere Luc Claudel, mit dem Tempe ein eher angespanntes Verhältnis hat, an dem Fall verschwindend gering hält.

Doch Tempes Bauchgefühl lässt sie weiter nachforschen und sie entdeckt Unglaubliches.

Meine Gedanken zum Hörbuch
Was mir besonders wichtig bei den Romanen von Kathy Reichs ist, ist, dass sie sich von der Fernsehserie abhebe. Der Sprachstil der Protagonistin ist schon einmal ein ganz anderer. Das war mir auch beim Hörbuch wichtig, denn so bin ich nie in die Verlegenheit gekommen, Roman und Fernsehserie zu vergleichen.

Kathy Reichs nimmt sich nicht zurück, wenn sie über Leichen schreibst. Den Zustand, in dem diese vorgefunden werden, kann ich aber gut ausblenden, was für mich unbedingt notwendig ist, wenn es um Kinder oder Jugendliche geht, sonst würde ich die Bilder im Kopf viel zu nahe an mich heran lassen.

Die Protagonistin gibt erneut einen Einblick in die Rechtsmedizin und neuartige wissenschaftliche Verfahren. Als US-Serienjunkie, der ich bin, ist mir vieles schon bekannt und dennoch habe ich in diesem Roman von Verfahren erfahren, die mir bislang völlig unbekannt waren.

Die Handlung ist sehr spannend und überrascht mit mehreren, teils doch sehr unerwarteten Wendungen. Sie war schlüssig und konnte mich absolut überzeugen.

Zum Hörbuch habe ich nur eine Anmerkung. Die Stadt Montreal wird im Hörbuch nicht deutsch, sondern französisch (also ohne „t“) ausgesprochen. Das hat mich anfangs stark irritiert, ist aber eine Gewöhnungssache.