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Veröffentlicht am 30.09.2018

Die Messlatte hat ich nach oben verschoben

Passagier 23
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Inhalt:

Der Polizist Martin Schwartz war verheiratet und hatte einen kleinen Sohn. Vor fünf Jahren waren die beiden auf einer Kreuzfahrt auf der „Sultan of the Seas“ und sind seither verschwunden.

Schwartz ...

Inhalt:

Der Polizist Martin Schwartz war verheiratet und hatte einen kleinen Sohn. Vor fünf Jahren waren die beiden auf einer Kreuzfahrt auf der „Sultan of the Seas“ und sind seither verschwunden.

Schwartz gilt seither als seelisches Wrack, wird aber dennoch als verdeckter Ermittler eingesetzt, weil er oftmals der Einzige ist, der sich für besonders riskante Einsätze meldet.

Völlig unerwartet meldet sich eine Passagierin der „Sultan of the Seas“ bei ihm und erklärt ihm, dass einige Wochen zuvor ein Mädchen auf dem Schiff auf unerklärliche Weise verschwunden und plötzlich wieder aufgetaucht ist – und es trug den Teddy seines Sohnes im Arm…



Meine Gedanken zum Buch

Auf Kreuzfahrtschiffen verschwinden jährlich mehrere Dutzend Menschen, Sebastian Fitzek beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage, was mit ihnen passiert ist. Insbesondere geht es hier um ein Mädchen, das wieder auftaucht, der Frage, wo sie war und vor allem, wo ihre Mutter abgeblieben ist und wie das Verschwinden von Passagieren zusammen hängt.

Über Sebastian Fitzek habe ich schon so viel gehört und gelesen und einige seiner Bücher liegen teilweise seit Jahren auf meinem SuB, aber tatsächlich war Passagier 23 das erste Buch, das ich von ihm gelesen / gehört habe und was soll ich sagen: ich bin angefixt.

Insbesondere hat mich die Ideenvielfalt, die der Autor in dieses Buch eingebunden hat, fasziniert. Die Handelnden entwickeln Ideen, wie und warum Passagiere verschwunden sein könnten, als Leser denkt man, man hat die Lösung gefunden und sofort passiert wieder etwas, was alle anderen Vermutungen – hier im wahrsten Sinne des Wortes – über Bord wirft. Die Handlung verläuft Schlag auf Schlag, so dass die Spannung ständig auf höchster Linie gehalten wird.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich gestaltet. Martin Schwartz lebt und arbeitet so, wie er sich fühlt, als Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Einerseits wirkt er etwas lebensmüde, andererseits lebt er seinen Beruf und ist bereit, alles dafür zu geben, wenn er jemanden retten kann.

Gerlinde Dobkowitz ist die exzentrische ältere Dame, die Martin über das Auftauchen des Teddys seines Sohnes informiert hat. Sie hat sich dauerhaft auf dem Kreuzfahrtschiff eingemietet und gibt ihre Verschwörungstheorien zum Besten. Wobei – über ihre Hirngespinste darf man sich schon so seine Gedanken machen, frei nach dem Motto: Nichts ist unmöglich.

Daniel Bonhoeffer war bereits Kapitän der „Sultan“, Martins Frau Nadja und sein Sohn Timmy verschwanden, er macht den Eindruck, als ob er etwas zu verbergen hat und wirkt dadurch nicht sonderlich sympathisch. Elena Beck, seine Verlobte und Bord-Ärztin unterstützt Martin hingegen, wo sie nur kann.

Daneben gibt es noch eine Handvoll weitere Passagiere und Crew-Mitglieder mit mehr oder weniger umfangreichen Rollen, ansonsten beschränkt sich Sebastian Fitzek aber sehr auf einen ausgewählten Personenkreis und hat es auch gar nicht nötig, auf die weiteren zahlreichen Passagiere oder Besatzungsmitglieder zurück zu greifen. Das liegt insbesondere daran, dass jeder Haupt- oder Nebendarsteller dieses Thrillers eine eigene Lebensgeschichte zu erzählen weiß und Sebastian Fitzek die Schicksale dieser Personen miteinander verwebt. Gut, eigentlich müsste man sich fragen, wie so wenigen Personen so viel widerfahren kann, aber ganz ehrlich: das Hörbuch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe, ob die Geschehnisse in dieser Form überhaupt noch realistisch sind.

Mich konnte Sebastian Fitzek auf jeden Fall zu 100% überzeugen und ich bin mir sicher, dass Fitzek meine persönliche Messlatte weiter nach oben verschoben hat.

Veröffentlicht am 30.09.2018

CMH als Sprecher hat es rausgerissen

Letzte Runde
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Inhalt
Das Erdmännchen Ray lebt mit seiner Großfamilie im Berliner Zoo. Ihren Tag verbringen sie damit, die Zoobesucher zu betrachten und sie gelegentlich wüst zu beschimpfen. In dem Privatermittler Phil ...

Inhalt
Das Erdmännchen Ray lebt mit seiner Großfamilie im Berliner Zoo. Ihren Tag verbringen sie damit, die Zoobesucher zu betrachten und sie gelegentlich wüst zu beschimpfen. In dem Privatermittler Phil hat Ray nicht nur einen Menschen gefunden, der „erdmännisch“ versteht, sondern auch einen Freund fürs Leben. Gemeinsam haben sie bereits einige Fälle gelöst. Zwischenzeitlich hat Phil eine Familie und möchte deshalb nicht mehr als Privatermittler arbeiten.

Doch als dem Löwen im Zoo die Mähne und dem Elefanten die Stoßzähne entfernt werden, können Ray und sein Bruder Rufus Phil überreden, ein letztes Mal zusammen zu ermitteln.


Meine Gedanken zum Hörbuch
Die ersten drei Hörbücher haben mich, vor allem dank des Sprechers Christoph Maria Herbst, total begeistert. Der vierte Teil war mir zu sexlastig und auch dieser Abschluss der Reihe strotzt vor Hormonausstössen.

Wie schon in Band 4 dreht sich die Geschichte neben dem Erdmännchen-Clan um zahlreiche weitere Zootiere. Die Idee hinter dem Kriminalfall hat mir gut gefallen, allerdings hat es mir an Spannung gefehlt, so dass das Hörbuch einige Längen hatte. Am Ende kommt es zwar zu einem großen Show-Down und Rufus und Ray erhalten ein Happyend, doch auch dieser letzte Teil der Reihe konnte mich nicht mehr überzeugen, so dass ich mir auch keine Fortsetzung mehr gekauft hätte.

Verglichen mit den anderen Bänden dieser Reihe, bewerte ich diesen als den Zweitschwächsten. Da ich bisher zwischen 3,5 und 5 Sterne vergeben habe, reihe ich diesen Teil bei vier Sternen ein. Die Bücher hätte ich vermutlich schlechter bewertet, aber Christoph Maria Herbst als Hörbuchsprecher hat mich durchgehend überzeugt.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Ganz nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht

Sommer mit Aussicht
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Luisa wurde als Kind adoptiert. Jahrzehnte später nimmt ihre leiblichen Mutter Regina Kontakt mit ihr auf und will sie kennenlernen. Sie lebt mittlerweile in der Provence ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Luisa wurde als Kind adoptiert. Jahrzehnte später nimmt ihre leiblichen Mutter Regina Kontakt mit ihr auf und will sie kennenlernen. Sie lebt mittlerweile in der Provence und bewirtschaftet dort eine kleine Pension. Als Luisa sich auf den Weg zu Regina macht, wird sie von ihrer Adoptivmutter Elisabeth und ihrem Mann Stefan begleitet, von dem sie getrennt lebt. Während Stefan schon wieder in einer neuen Beziehung lebt, weiß Elisabeth noch nicht einmal, dass die beiden getrennt sind.

Auch Stefan scheint das plötzlich verdrängt zu haben, denn er bemüht sich schon zu Beginn der Reise merklich um Luisa. Kompliziert wird es, als auch Nicolas, Interesse signalisiert, ein Franzose, der der kleinen Reisegruppe aus der Patsche hilft, als ihr Auto liegen bleibt…

Meine Gedanken zum Buch
Zu Beginn des Buches hat mir Luisa leid getan, da ich an ihrer Stelle von Elisabeth und Stefan sehr genervt gewesen wäre, doch spätestens nach dem ersten Drittel war Luisa diejenige, die mich genervt hat, weil ihr Verhalten überhaupt nicht nachvollziehbar war. Ich will nicht zuviel verraten, aber sie handelt meines Erachtens gegen jeglichen Verstand.

Leider konnte mich die Geschichte auch nicht wirklich berühren und stellenweise habe ich ganze Absätze überflogen, weil mir die Ausführungen zu langatmig waren.

Vielleicht hätte der Roman mit Elisabeth als Protagonistin mehr hergegeben, sie erhält einen eigenen Handlungsstrang und der ist durchaus unterhaltsam zu lesen. Wenn man sich erstmal an ihre schlauen Sprüche gewöhnt hat, entdeckt man eine Frau, die in einem etwas reiferen Alter nochmal eine neue Herausforderung sucht (oder eher findet), das hat mir gut gefallen.

Das Buch ist insgesamt ganz nett für zwischendurch, aber überzeugen konnte es mich nicht,

Veröffentlicht am 30.09.2018

Wunderbare Geschichte mit tollen Illustrationen

Der Sternenmann
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Weil er viel unterwegs ist, hat der Schauspieler und Musiker Max von Thun für seinen fünfjährigen Sohn einige Gute-Nacht-Lieder geschrieben und aufgenommen. Aus einem dieser Lieder ist das Buch „Der Sternenmann“ ...

Weil er viel unterwegs ist, hat der Schauspieler und Musiker Max von Thun für seinen fünfjährigen Sohn einige Gute-Nacht-Lieder geschrieben und aufgenommen. Aus einem dieser Lieder ist das Buch „Der Sternenmann“ entstanden.

Mit kleinen – teils sehr persönlichen – Anekdoten rund um die Entstehung des Buches, einer Lesung und dem dazugehörenden Gute-Nacht-Lied hat der Autor auf der Hombuch sein Kinderbuch vorgestellt.



Meine Gedanken zum Buch:

Schon auf den ersten Blick war ich von den tollen Illustrationen begeistert, doch es sind die Kleinigkeiten, die das Buch für mich zu etwas Besonderem machen. Nicht nur, dass man auch beim zweiten und dritten Lesen auf kleine Details stößt, die zuvor nicht aufgefallen sind, ich fand es auch toll, dass der Sternenmann auf seiner Reise einer Astronautin begegnet. Das hat mich als Mädchen-Mama natürlich angesprochen, typischerweise sind Astronauten doch meist Männer.

Die Geschichte selbst ist ganz zauberhaft und vermittelt, dass auch der kleinste Stern am Himmel eine große Bedeutung hat.

Ich bin auf der Lesung von Max von Thun in den Genuss gekommen, das Lied vom Sternenmann live vom Autor gesungen zu hören und ich muss gestehen, ich hatte eine kleine Gänsehaut. Für euch bleibt nun leider „nur“ die Konserve – das Lied kann man auf der Seite des Verlages anhören – aber ich kann euch auch das ans Herz legen, es ist genauso wundervoll, wie die Geschichte.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Liebe, Diebstahl und Demenz

Rocky Mountain Horses
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Rocky Mountain Serie von Virginia Fox spielt in dem kleinen Ort independence. Dorthin kehrt Annabelle Stone zurück, als ihr Onkel Tom sie um Hilfe bittet, weil er ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Rocky Mountain Serie von Virginia Fox spielt in dem kleinen Ort independence. Dorthin kehrt Annabelle Stone zurück, als ihr Onkel Tom sie um Hilfe bittet, weil er immer stärker unter seiner Demenz leidet. Im Gegensatz zu ihrer Familie ist Annabelle nicht der Meinung, dass ihr Onkel besser in einem Heim aufgehoben wäre, sie möchte, dass er in seinem geregelten Umfeld und bei seinen Pferden bleiben kann.

Toms Nachbar, Jerome Lassiter taucht regelmäßig auf ihrer Farm auf und bietet seine Hilfe an. Diese nimmt Annabelle auch an, gelegentlich ist sie auch froh, jemanden zu haben, mit dem sie ihre Sorgen um Tom teilen kann, aber Jeromes Avancen lehnt sie ab, denn von Männern hat sie erst einmal genug. Als ein Dieb immer mehr von Jeromes Rinder stiehlt, unterstützt sie ihn, aber die beiden bleiben nicht unbemerkt und geraten in Gefahr.

Meine Gedanken zur Geschichte
Mittlerweile sind 15 Bänder dieser Reihe erschienen, aber dies ist der erste, den ich gelesen habe. Die Geschichten selbst sind in sich abgeschlossen, doch es treten immer wieder Personen und Gegebenheiten aus vorherigen Bänden auf. Normalerweise habe ich kein Problem damit, eine Reihe nicht von Anfang an zu lesen, sondern mittendrin einzusteigen, doch hier hatte ich das Gefühl, dass mir Zusammenhänge fehlen. Insbesondere ist mir das aufgefallen, wenn neue Personen auftauchen, die alte Leser vermutlich schon kennen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie für neue Leser mit einem kurzen Satz eingeführt werden, so dass man z.B. weiß, was sie in Independence tun oder mit wem sie verwandt oder liiert sind. Für mich entstand stellenweise ein Wirrwarr an Personen, die ich überhaupt nicht zuordnen konnte, so dass ich jedem interessierten Leser empfehlen würde, bei Band 1 zu beginnen.

Der Handlungsstrang um Annabelle und Jerome hat mir im Grunde gut gefallen, das Knistern zwischen den Protagonisten war greifbar, im Gegensatz dazu wirkte der Handlungsstrang um die Rinder-Diebstähle auf mich sehr konstruiert, so als ob ein Spannungsanteil erzwungen werden sollte. Dass ich dennoch vier Sterne vergebe, ist zu einem großen Teil auch der Tatsache geschuldet, dass die Autorin es schafft, sehr behutsam mit dem Thema Demenz umzugehen und diese Erkrankung und ihre Auswirkungen ganz wunderbar in die Geschichte einfließen lässt.