Profilbild von Dana25

Dana25

Lesejury Star
offline

Dana25 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dana25 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2020

Mich hat die Geschichte leider gelangweilt

Die Galerie am Potsdamer Platz
0

Berlin 1930: Alice kommt nach dem Tod ihrer Mutter nach Berlin und möchte Antworten von ihrer Großmutter, die ihre Tochter verstoßen und auf keinerlei Annäherung reagiert hat. Doch diese weist Alice kaltherzig ...

Berlin 1930: Alice kommt nach dem Tod ihrer Mutter nach Berlin und möchte Antworten von ihrer Großmutter, die ihre Tochter verstoßen und auf keinerlei Annäherung reagiert hat. Doch diese weist Alice kaltherzig zurück. Von ihren Onkeln wird sie dagegen offenherzig aufgenommen. Und ihre Tante Rosa, die mit der Schwiegermutter im Dauerclinch liegt, scheint begeistert, die alte Dame mit Alice zu konfrontieren. Anfangs tut sich Alice deswegen auch mit der Freundlichkeit ihrer Tante etwas schwer. Doch Berlin und die Kunstszene, die Möglichkeiten dort, faszinieren sie zu sehr, um ihre Tante zurückzuweisen. Außerdem ist da auch noch der Deutsch-Ire John, der sie interessiert.

Ein Buch, das im Berlin um diese Zeit spielt, noch dazu diese Geschichte um Alice und ihre Großmutter. Da dachte ich, eindeutig ein Buch für mich. Doch leider konnte mich, nachdem die Leseprobe so vielversprechend klang, das Buch einfach nicht gefangen nehmen. Ich musste mich stellenweise wirklich zum Lesen zwingen - und wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich abgebrochen.

Was mir gefallen hat an dem Buch, das war der Flair des Berlins 1930. Und auch die Kunstszene war ganz interessant. Aber ich konnte keinerlei Beziehung zu den Charakteren in diesem Buch aufbauen. Sie blieben für mich völlig an der Oberfläche. Und gerade das ist für mich als Leserin äußerst wichtig. Somit hat mich die Geschichte eher gelangweilt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Ein unterhaltsamer und gefühlsvoller Auftakt der neuen Reihe

Wer flüstert, der liebt
0

Nicole, Shannon und Pam haben sich in Nicoles Pilateskurs kennengelernt und Freundschaft geschlossen. Obwohl die drei Frauen sehr unterschiedlich sind, können sie sich jederzeit aufeinander verlassen. ...

Nicole, Shannon und Pam haben sich in Nicoles Pilateskurs kennengelernt und Freundschaft geschlossen. Obwohl die drei Frauen sehr unterschiedlich sind, können sie sich jederzeit aufeinander verlassen. Nicole, die nicht mehr glücklich in ihrer Ehe ist. Shannon, die Karrierefrau, die sich nach echter Liebe und einer Familie sehnt und Pam, die Angst vorm Älterwerden hat.

Da ich die Bücher der Autorin ganz gerne mag, war ich auch neugierig auf diese neue Reihe. Wobei ich gestehen muss, das quietschige Cover hat mich doch erst etwas abgeschreckt - zu unrecht. Als ich den Klappentext gelesen habe, wurde ich dann doch vor allem auf Pam neugierig, da sie nur ein paar Jahre älter ist als ich. Allerdings hat mich dann anfangs vor allem Pam ziemlich abgeschreckt und ich dachte wirklich, ich habe dieses Mal zum falschen Buch gegriffen. Ihre extreme Angst vorm Altern konnte ich so gar nicht nachvollziehen, genauso wenig wie ihr extremes Gehätschel mit ihrem Hund (ich habe selber kleine Hunde). Aber je tiefer ich in die Geschichte hineingestiegen bin, umso mehr hat mich jede der drei Geschichten gepackt. Die Autorin hat es auch hier wieder verstanden, einem die Frauen nahezubringen. Und auch Pam hätte ich irgendwann am liebsten nur noch in den Arm genommen.

Wer bewegende Frauenschicksale lesen möchte, manches auch etwas überspitzt geschrieben oder sehr ausführlich in die Tiefe behandelt, dem kann ich dieses Buch eindeutig empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2020

Toller Auftakt der Speicherstadt-Saga

Der Duft der weiten Welt
0

Hamburg 1912: Mina Deharde ist die älteste Tochter des angesehenen Kaufmanns Karl Deharde. Sie träumt von einem selbstbestimmten Leben. Am liebsten würde sie studieren oder gar den Kaffeehandel ihres Vaters ...

Hamburg 1912: Mina Deharde ist die älteste Tochter des angesehenen Kaufmanns Karl Deharde. Sie träumt von einem selbstbestimmten Leben. Am liebsten würde sie studieren oder gar den Kaffeehandel ihres Vaters übernehmen, denn der sagt doch immer, sie habe Kaffee im Blut. Doch zu der damaligen Zeit hat sie leider keine Chance, das sie als Frau an der Börse handeln darf. Ihre Großmutter möchte sie dagegen auf ein Pensionat schicken, damit sie vorbereitet wird für eine angemessene Ehe. Doch das widerstrebt Mina völlig. Sie schließt mit ihrem Vater einen Deal und hofft, ihr Leben später nach ihren Vorstellungen leben zu können. Doch dann geschehen Dinge, die Mina zwingen, sich zwischen Pflicht und Freiheit zu entscheiden ...

Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen. Die Autorin schreibt in einem sehr flüssigen Stil. Die Charaktere wie auch die Umgebung beschreibst sie so gekonnt, das man sich völlig hineinfühlen kann in die Geschichte. Mina ist ein starker Charakter, hin- und hergerissen zwischen ihrem Freiheitsgefühl und ihrer großen Liebe zu ihrem Vater, was die Geschichte sehr emotional macht. Und auch die beiden männlichen Charaktere um Mina herum sind äußerst interessant, da sie charakterlich schwierig einzuordnen sind. Was dem Ganzen aber ein gewisse Spannung verleiht - vor allem in Hinblick auf die Folgebände.

Ich kann diese Saga Liebhabern von historischen Familiengeschichten eindeutig empfehlen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und warte mit Spannung auf Band 2.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2020

Ein interessanter Roman über drei Frauenschicksale

Die Frauen vom Alexanderplatz
0

Dieses Buch entführt uns nach Berlin ins Jahr 1918. Der 1. Weltkrieg wurde gerade beendet, doch in der Stadt brodelt es gewaltig. Da nimmt die Schneiderin Vera eher unfreiwillig den Matrosen Benno mit ...

Dieses Buch entführt uns nach Berlin ins Jahr 1918. Der 1. Weltkrieg wurde gerade beendet, doch in der Stadt brodelt es gewaltig. Da nimmt die Schneiderin Vera eher unfreiwillig den Matrosen Benno mit heim als sie eigentlich Medikamente für ihre kranke Mutter besorgen will. Er bittet sie, ihn wenigstens für eine Nacht zu verstecken - und irgendwie rührt er ihr Herz. Zur selben Zeit macht sich Bennos Jugendfreundin Fritzi auf in die große Stadt, um ihn zu suchen. Sie möchte ihn nach Hause holen und ihm endlich persönlich mitteilen, das er Vater einer entzückenden Tochter ist. Hanna stammt aus gutem Hause und war als Krankenschwester an der Front tätig. Sie möchte gerne eine Ausbildung machen und mit ihrer Geliebten zusammen leben. Doch ihre Eltern haben anderes im Sinn - sie wollen sie vermögend verheiraten. Kann sie ihren geliebten Papa davon abbringen?

Die Geschichte wurde in einem flüssigen, angenehmen Ton erzählt. Mir hat es gut gefallen, den drei Frauen zu folgen. Den Weg, den sie gehen. Vor allem mit dem geschichtlichen Hintergrund, der gut in das Geschehen eingeflochten wurde. Ich habe mich gut in das Berlin der damaligen Zeit versetzt gefühlt. Auch der Wechsel zwischen den drei Frauen hat mir sehr gut gefallen. Für mich war dies eindeutig ein lesenswerter Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Eine nette Weihnachtsgeschichte

Der kleine Weihnachtsbuchladen am Meer
0

Vorweihnachtszeit auf der Insel Spiekeroog. Frieke und Bengt erwarten ein Baby: Nachdem die beiden auf einer Hochzeit eingeladen waren, wirft Frieke in den Raum, das sie auch gerne heiraten würde. Bengt ...

Vorweihnachtszeit auf der Insel Spiekeroog. Frieke und Bengt erwarten ein Baby: Nachdem die beiden auf einer Hochzeit eingeladen waren, wirft Frieke in den Raum, das sie auch gerne heiraten würde. Bengt ist davon völlig überfordert - und Frieke hat den Eindruck, er zieht sich von ihr zurück. Noch dazu bekommt sie seltsame Briefe in Form eines Adventskalenders. Das alles bringt ihr Gefühlsleben ziemlich durcheinander - und dann scheint auch noch ihre Freundin Meike, die eigentlich nur für eine Auszeit auf der Insel gelandet war, ein ziemliches seelisches Problem zu haben.

In Friekes (Gefühls-)leben geht es ziemlich turbulent daher - stellenweise war mir das schon direkt etwas zu viel, so das mich ihr Verhalten bei allem Verständnis doch teilweise genervt hat. Stellenweise habe ich mich beim Lesen direkt mit gestresst gefühlt. Was ich aber auf jeden Fall toll fand, das war der Zusammenhalt der Freundinnen und auch Bengts Reaktion auf so einiges (wie er sie kommentarlos vor Chaos bewahrt hat).

Gerne gelesen habe ich die Geschichte aber trotzdem. Zum einen war es schön, zu lesen wie es mit Frieke und Bengt und auch ihren Freundinnen weiter geht. Und auch wenn ich das Buch nun nach Weihnachten gelesen habe, es hat mir auch jetzt noch das Weihnachtsfeeling nahe gebracht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere